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Die Alben

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Rock - Erschienen am 21. Oktober 1977 | Cleveland International - Epic - Legacy

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Ein echter 'Burner': Seit der Veröffentlichung von "Bat Out Of Hell" im Jahr 1977 zieht das schreckliche Höllen-Ungetüm noch immer seine flammenden Bahnen. Doch an dessen Beginn stand zunächst ein eher unscheinbares Lagerfeuer. Erst viel später holt das Biest zum wahren Chartsbrand aus. Dafür aber ausdauernd und beharrlich: Bis heute stehen über 43 Millionen verkaufte Tonträger zu Buche. In der Beurteilung sieht sich der Meat Loaf/Jim Steinman-Wurf zwischen den extremen Polen von kultischer Verehrung und totaler Verachtung. Nach einer erfolgversprechenden Kombination sieht sah zunächst auch gar nichts aus: Ein überkandidelter, von Richard Wagner inspirierter Songwriter trifft auf einen stimmgewaltigen Rocker, der nach seinen Konzerten unter dem stets bereitstehenden Sauerstoffzelt japst. Doch zwischen dem Komponisten und dem Sänger stimmt die Chemie von Beginn an. Schon lange sucht Steinman nach einem adäquaten Interpreten für seine eigenwillige Vorstellung von Rockmusik, und findet sie in Gestalt des massigen Texaners. Hinter dem martialischen Friedhofs-Cover und dem effektvoll inszenierten Bat-Mythos verbirgt sich die künstlerische Auseinandersetzung mit den großen Gefühlen der Teenagerzeit. Nie taumeln persönliche Emotionen intensiver und verwirrender zwischen Himmel und Hölle als in den jungen Jahren - weil irgendeine finstere Fledermaus immer wieder dazwischenfunkt. Lediglich sieben Songs umfasst das Werk. Davon laufen vier eigentlich nur begleitend um ein herausragendes Song-Dreigestirn herum. Der titelgebende Opener dient quasi als Ouvertüre. Geklaubt aus der handelsüblichen Rock-Kiste mit ziemlich dünn aufgetragenem Heavy-Anstrich. Doch dann tauchen sie auf, die "Words Right Out Of My Mouth", und fortan sitzt man unrettbar in einer Geisterbahn mit unbekanntem Ziel gefangen. Die einen an "Orte führt, an denen du niemals warst", wie die spätere Borg-Queen Alice Krige in der Verfilmung von Peter Straubs "Ghost Story" ihrem angstvoll verwirrten Liebhaber einst zuflüsterte. Allein gesprochene Intro-Zeilen wie das lüsterne "On a hot summer night. Would you offer your throat to the wolf with the red roses?" und die gehauchte weibliche Antwort "Yes": Teen-Essenz pur. Bis hin zum abschließenden Höhepunkt: "I bet you say that to all the boys." Besser kann man die Begierden eines jungen Erwachsenen kaum illustrieren. Erst dann legt der Song richtig los - mit einer wuchtigen Mischung aus Rock, Pop und Opern-Pathos. Und bietet weiter in die Musik-Annalen eingegangene, genialische Zeilen: "You were licking your lips and your lipstick shining / I was dying just to ask for a taste" fasst essentiell den Kern dessen zusammen, worüber manch andere ganze Bücher schreiben. Das atmosphärisch-balladeske "Heaven Can Wait" und das zügig abrockende "All Revved Up With No Place To Go" fungieren als vorbereitende Zwischenspiele hin zum nächsten Höhepunkt. "Two Out Of Three Ain't Bad" zieht als wehrlos machendes Konglomerat aus Kitsch, Streicher-Tsunamis und mitten aufs Hörerherz zielendem Pathos unwiderstehlich in seinen Bann. "I want you / i need you" schluchzt Meat mit einer Inbrunst, als gelte es, mitten in der Hölle dem Teufel eine gestohlene Jungfrauenseele seinen Klauen zu entreißen. Mehr Dramatik und Tränenschmerz bieten auch einschlägige Streifen wie "Pretty Woman" oder "Schlaflos In Seattle" nicht. "Paradise By The Dashboard Light" entpuppt sich als trashige Teen-Operette in drei Akten. Als Partnerin sorgt hier Rock-Röhre Ellen Foley für reichlich Dampf in der Beziehungskiste. Auf die Frage, ob Meat sie ewig lieben wird, antwortet er nur lakonisch "Let me sleep on it". Doch damit gibt sich Ellen natürlich nicht zufrieden - bis sie schließlich ihr Ziel erreicht, und er vor ihr auf die Knie sinkt: "I started swearing to my god and on my mother's grave / That I would love you to the end of time". Doch auch die Ewigkeit dauert nicht für immer und mündet schließlich in der Erkenntnis: "It was long ago and it was far away / and it was so much better than it is today". Das über achtminütige Drama gilt zu Recht als unantastbares Highlight im gesamten Meat-Output. Damit ist der Alben-Höhepunkt überschritten. "For Crying Out Loud" entlässt den inzwischen völlig aufgewühlten Hörer mit einer weiteren Balladen-Partitur Steinmans, die in wagneranischen Bombast mündet - und ein Gefühl der Beglückung hinterlässt. Aber ja: "Bat Out Of Hell" ist in erster Linie eine gezielte Attacke auf Emotionen. Rationalität hat keine Chance -bei kaum einem anderen Album gelingt die Vermengung von Kopf und Herz mit derart ergreifenden Resultaten. Als gemeinsame Produzenten erschufen Todd Rundgren (der zunächst dachte, es handele sich beim Vorhaben um eine Springsteen-Parodie), Jim Steinman, Meat Loaf und Jimmy Iovine ein Werk, das nachhaltig seinen Platz auf dem Rock-Olymp behauptet. Die Songs sind oft lang, weisen aber nie Längen auf. Das Zusammentreffen zweier so unterschiedlicher Charaktere wie Meat Loaf und Jim Steinman stellt einen Glücksfall dar. Der eine in-, der andere extrovertiert, bringen beide ihre Vorzüge im Verbund mit den konträren Eigenheiten des Partners voll zur Entfaltung. Steinmans spinnerte, abgehobene Kompositionen veredelt Meat durch nimmermüden Einsatz als stimmgewaltiger, emotionaler Caruso des Pomprock. Im Zuge des späten Nachfolgers "Bat Out Of Hell II" (1993) entert das Original erneut weltweit die Charts und läutet Meat Loafs umjubeltes Comeback ein. © Laut
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Rock - Erschienen am 29. November 2012 | Cleveland International - Epic - Legacy

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Catalogue

Zumindest eine richtig gute Aufnahme hat Celine Dion in ihrem Gesangs-Leben gemacht, jene gefürchtete "Titanic"-"My Heart Will Go On"-Titelsong-Absäuferin; damals, im Jahre 1996. Der Song hieß "It's All Coming Back To Me Now", und dass er so diskutabel ist, hat einen gewichtigen Hauptgrund: Der Titel wurde von Jim Steinman geschrieben. Jenem sagenumwobenen, genialen Songwriter, der Meat Loaf zu seinen größten Erfolgen verhalf – mit den beiden Alben "Bat Out Of Hell" (1977) und "Bat Out Of Hell II" (1993). Es dauerte über zehn Jahre, bis dieser Titel nun endlich seine wahre Interpretation und Bestimmung erfährt: In der jetzigen Umsetzung durch Meat Loaf auf seinem neuen Album "Bat Out Of Hell III - The Monster Is Loose". Die berühmte Fledermaus-Saga ist nun als Trilogie komplettiert. Gerüchte um einen dritten Teil von "Bat" gab es schon länger. Oft waren verwirrende und sich widersprechende Angaben darunter, was die Ausführung der Einspielung anging. Es hieß etwa, Jim Steinman und Meat Loaf hätten sich verkracht, und das Album würde keinerlei Kompositionen Steinmans enthalten. Zudem laboriere er noch an den Folgen eines erlittenen Schlaganfalls, was etwa das Vorlegen gänzlich neuer Lieder unmöglich mache. Die nun vorliegende Kompromiss-Lösung ergibt in ihrer Gesamtheit trotzdem ein mehr als würdiges Ergebnis für den "Bat"-Mythos: Insgesamt sind sechs ältere Steinman-Songs, die bislang andere Künstler interpretierten, erstmals in Meat Loafs Version zu hören. Für die (bis auf eine Aufnahme) restlichen Tracks und die gesamte Alben-Produktion zeichnet Desmond Child verantwortlich. Als Gastmusiker/Songschreiber verstärken u. a. Mötley Crües Nikki Sixx, Queens Brian May und Gitarren-Virtuose Steve Vai die Studio-Besetzung. Etwaige Befürchtungen (auch von meiner Seite), dass es sich bei "Bat III" um die Zerstörung einer modernen Pop-Legende und die letzte, lieblose Ausschlachtung eines einstigen Erfolgskonzepts handeln könnte, treffen absolut nicht zu. Meat und seine Mitstreiter bieten viel fürs Geld: Satte 14 Tracks auf rund achtzig Minuten Spielzeit, und darunter kein Totalausfall. Stattdessen finden sich in der Fledermaus-Schatzkiste eine stattliche Anzahl hervorragend komponierter und eingespielter Titel – das ist die frohe Kunde für alle Fans. Kein Zweifel: Die nachtaktive Höllenbrut ist glänzend in der Jetzt-Zeit angekommen. Desmond Childs musikalische Ausstattung funkelt opulent und detailverliebt. Er hält sich an die früheren Vorgaben, ohne dabei nur eine Imitation von Steinmans Produktionsweise zu initiieren. Frische Köpfe, frische Ideen. Im Literaturbereich funktioniert eine ähnliche Vorgehensweise bereits seit längerem. Etwa bei H.P. Lovecrafts düsterem Cthulhu-Mythos, den erfolgreich - und beseelt - jüngere Autoren weiter fortführen. Und vielleicht ist die "Bat"-Saga gar eine Art "Necronomicon" der Rock-Geschichte? Wer weiß. Mit unheilschwangerem Gitarrensound und von modernen Sound-Effekten unterlegt, kracht die über siebenminütige Erkenntnis "The Monster Is Loose" auf den Hörer los. Es ist wieder frei, das ledrige Ungetüm! Und führt uns an all die fernen und zwielichtigen Endzeit-Orte, die wir aus den Fledermaus-Cover-Illustrationen vergangener Jahrzehnte kennen. "Blind As A Bat" nimmt das Tempo wieder etwas heraus und fällt in die Kategorie "Gehobener Durchschnitt". Das gefühlvoll-verzaubernde "It's All Coming Back To Me Now" markiert den nächsten Alben-Höhepunkt. Im Duett mit der norwegischen Sängerin Marion Raven greift Meats sehnsüchtig romantische Sänger-Hand unwiderstehlich nach allen Hörer-Herzen. Schnüff! Zu diesem Song kursiert im Net eine interessante Mär: Derzufolge bat Meat zunächst bei Schauspiel-Dream-Queen Scarlett Johansson um Unterstützung als Duett-Partnerin. Diese habe jedoch - immerhin freundlich - abgelehnt. Nun, fortan bemühe ich mich, die anbetungswürdige und göttliche Scarlett für arrogant und undankbar zu halten. Allein ... was für ein Video wäre das geworden! "Bad For Good" ist Meat Loafs Interpration des Titeltracks von Jim Steinmans einzigem von ihm persönlich eingesungenen Solo-Album aus dem Jahr 1981. Er enthält einen Mix aus vielerlei Song-Elementen, die die bisherigen "Bat"- Platten auszeichnen. Schräge Rock-Stimmung mit kräftigem Gitarren-Sound bietet "In The Land Of The Pig, The Butcher Is King". Stimmlich zeigt sich Meat über volle Albenlänge hinweg in großartiger Verfassung. In jedem Titel ist spürbar, dass der Künstler sämtliches nach all den Karriere-Jahrzehnten noch vorhandene (stimmliche) Herzblut in die Musik hineinlegt. Und das ist eine ganze Menge. "Alive" dampft als ein okayes, ordentliches Uptempo-Zwischenspiel mitsamt allen heiß geliebten Meat-Zutaten. Mit "If It Ain't Broke Break It" gibt Meat Loaf dann erneut dem Rock-Affen wieder kräftig Zucker. Krachiger Heavy-Sound, unterlegt von treibenden, knackigen Beats, putzt die Gehörgänge. Funktioniert prächtig, wirkt niemals überspannt, und wie kaum sonst auf dem Rest-Album werden hier die Gitarren malträtiert. Damit biegt "Bat III" allmählich auf die die letzten großen Höhepunkte ein. "What About Love" nimmt im Gegensatz zum vorherigen Song wieder Dampf heraus und überzeugt als verspielt-versierter Poprock-Bonbon mit druckvollen Tempowechseln. Gastsängerin ist hier eine altbekannte Meat-Freundin: Patti Russo. "Seize The Night", drittletzter Titel der CD, ist fraglos ein besonderes Highlight und zählt klar zu den stärksten Tracks. Verantwortlich natürlich: Steinman. Er schrieb dieses Lied ursprünglich für das Musical "Tanz der Vampire", doch erst Meat und seine Mitstreiter verpassen dem Song das ihm tatsächlich zustehende, geheimnisvoll-romantische Nacht-Gewand. Länge: Exakt 9 Minuten 46 Sekunden, und doch beschleicht mich nach Song-Ende das traurige Gefühl: "Wie, schon vorbei?". Eigentlich besteht "Seize The Night" aus rund drei Songs in einem, und gegen Ende des Schlussviertels vermeine ich sogar verbeugende Referenzen an die "Morgenstimmung" des großen Klassik-Komponisten Edvard Grieg zu erkennen. Alle Zutaten sind effektvoll miteinander in ein großes Ganzes verwoben. Gänsehautgarantie! Mehr großartiger und berührender Kitsch geht eigentlich gar nicht. "Come With Me And Bless The Night/Let The Darkness Be Your Salvation/Leave The Day and Lose the Light/No Taboos Only New Sensations" – Ah! Selten verführten Sound-Vampire sehnsüchtiger; selten boten sich Hörer-Hälse (und Ohren natürlich) williger düster-lockenden Stimmen aus den Lautsprecher-Boxen. "The Future Ain't What Used To Be" gleitet zu Beginn gefährlich am Ufer belangloser Pop-Nichtigkeiten entlang und bekommt jedoch mit zunehmender Spieldauer überzeugend die Kurve. Das liegt in erster Linie am starken Refrain, Meats Stimmarbeit und Duettpartnerin Jennifer Hudson und ihren kräftigen Soul- und Gospel-Einlagen. Doch dann streift die Morgendämmerung allmählich in die Fledermausnacht, und die Zeit des Alben-Abschieds ist gekommen. "Cry To Heaven", natürlich, wie wahr. In dem nur 2:22 Minuten langen Abgesang verzichtet Meat auf allen Bombast und intoniert das Ende fast wie ein tröstliches Schlaflied, von stimmigen Flötenspiel-Accessoires ergreifend umrahmt. Verwoben, zerstoben, aus und vorbei. Tatsächlich? Dies ist nun der endgültige Abschluss über mehrere Dekaden "Bat"-Geschichte? Nein, ich will es nicht glauben, und ich werde es nicht hinnehmen; nicht nach diesem fulminanten Album. Denn: Da sind doch noch mehr Steinman-Songs, die fast vergessen in den Wäldern der Pop- und Rock-Geschichte auf ihre Erlösung durch Meat Loaf warten - zum Beispiel "Making Love Out Of Nothing At All" (Air Supply) und - natürlich! - das grandiose "Total Eclipse Of The Heart" (Bonnie Tyler). Dazu Noten, die bislang noch nie den Weg in irgendein Plattenstudio fanden. Die mythische Reise kann (darf!) einfach noch nicht mit der vorliegenden CD beendet sein. Die Geschichten um Steinmans angeschlagene Gesundheit und die mittlerweile langjährigen Streitigkeiten – was ist davon wirklich richtig und glaubwürdig? Werden wir dürstenden Hörer gar belogen? Ich persönlich glaube fest daran, dass der Komponist in Wahrheit irgendwo, an einem uns unbekannten Ort, in einer uralten verwunschenen Villa am Rande der Ewigkeit haust. In einem riesigen Saal berührt er zwischen Mitternacht und Morgengrauen die Tasten eines antiken Flügels und ersinnt geheimnisvolle Partituren, die er mit Federkiel und dunkelroter Tusche auf alt-ägyptischem Pergament-Papier niederschreibt. Dann und wann erscheint eine blutjunge, wunderschöne, schwarzhaarige Dienerin in wallendem, schulterfreien Gewande, versorgt den Künstler mit Speis und Trank ... und anderen Dingen. Ich weiß es genau. Denn manchmal, besonders in stürmischen Nächten, ist es nicht das alte Gebälk in meiner Wohnung, das ein so merkwürdig trockenes Rascheln an mein Ohr dringen lässt. Nein. Es sind die Schwingen der Fledermaus. Sie ist unsterblich. Sie wird zurückkehren. Immer wieder, bis ans Ende aller Zeiten. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 1995 | Virgin Records

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Rock - Erschienen am 1. Januar 1993 | Virgin Records

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Pop/Rock - Erschienen am 4. September 1981 | Epic - Cleveland International

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Pop/Rock - Erschienen am 5. Mai 1993 | Columbia

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2004 | EMI

Pop/Rock - Erschienen am 10. November 2003 | Sony Music Media

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2006 | EMI

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2016 | Savoy

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2011 | EMI Catalogue

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | EMI

In den Augen mancher Fans gelten die nicht der eigentlichen Bat-Trilogie zugehörigen Meat-Alben fälschlicherweise als ungeliebte Pausenfüller. Eine Einschätzung, die "Hang Cool Teddy Bear" absolut nicht gerecht wird: mittlerweile auch schon über sechzig, greift Meat Loaf hier kräftig zupackend in die Rock-Tonne und klaubt daraus dreizehn Tracks, randvoll mit sattem Drive und unverbrauchter Energie. Mit "Hang Cool Teddy Bear" glückt Meat Loaf ein in der Form altmodisch anmutendes Konzept-Album, das aber trotz - oder gerade - wegen seinem festen Bekenntnis zu Anachronismen unerhört catchy und vor allem frisch herüberkommt. Die einzelnen Titel fungieren natürlich nicht als einfach beliebig aneinandergereihte Songs - da steckt eine Geschichte dahinter. In diesem Fall die namensgebende Kurzgeschichte aus der Feder von Kilian Kerwin über das Sterben eines im Gefecht verwundeten Soldaten. Es geht die Legende, dass im Augenblick des Todes bei einem Menschen noch einmal alle wichtigen Stationen des bisherigen Lebens vor dem inneren Auge ablaufen. Kerwins Kniff: sein Protagonist erlebt nicht die Vergangenheit, sondern all das, was ihm eigentlich noch in der Zukunft zustehen würde. Fraglos ein dankbarer Stoff für Meat, den er unter den Fittichen des Produzenten Rob Cavallo (Green Day, Paramore) in eine opulente und höchst kurzweilige Rock-Oper transformiert. Wer gerade bei diesem Thema Balladen der Sorte "Two Out Of Three Ain't Bad" erwartet, liegt falsch. Nur eine Nummer ("Did You Ever Love Somebody") taugt als gefühlvolle Hymne - der Rest gibt, bis auf interne Zwischenspiele, einfach nur Volldampf. So rockig auf Albenlänge war Meat Loaf noch nie, und das macht ihm spürbar diebischen Spaß. Warum drei-Minuten-Songs, wenn es auch länger geht? Der Einstieg "Peace On Earth" kommt gleich auf über die doppelte Länge und erfüllt alle Fan-Erwartungen. Hier tut sich was: mächtige Paukenschläge und dissonante Geigen wecken auf, und mit knüppelnden Beats und herrlich pathetischen Streichersätzen beginnt die Story des Sterbenden, der eigentlich noch ein ganzes Leben vor sich hat. Das Tempo wird mal verschleppt, zwischendurch gibt eine knurrige E-Gitarre den Fährmann des Todes, dann wieder trösten schmeichlerische Piano-Passagen. Obwohl absolut eigenständig und überhaupt nicht zu vergleichen, erinnert die Nummer angenehm an Großtaten wie "Paradise By The Dashboard Light". Nächstes Schmuckstück: das mit einem besondereren Gaststar aufwartende "If I Can't Have You". Denn hier beweist "Dr. House" Hugh Laurie eindrucksvoll seine Qualitäten am Piano. Kara DioGuardi zeichnet nicht nur als als Song-Co-Autorin verantwortlich, sondern veredelt gleichzeitig mit süßen Gesangs-Passagen. Überhaupt tummelt sich eine fast unübersehbare Zahl an Gästen in Meats Rock'n'Roll-Manege. Stellvertretend seien die Namen Brian May, Steve Vai, Schauspieler Jack Black (Tenacious D) und natürlich Patti Russo genannt. Zusammen mit Black gibt Meat auf "Like A Rose" für ihn ungewohnte, aber höchst effektive und amüsante Rap-Einlagen. Mit "Elvis In Vegas" endet Meats neuer Drahtseilakt zwischem Oper, Operette und deftigem Rock mit einer Fantasy-Nummer aus der Feder von Bon Jovi. Durch eine ganz strenge Brille betrachtet, finden sich vielleicht zwei, drei Hänger, aber bei der Anzahl von 13 Songs sei das verziehen. Vorhang auf, Manege frei: der Rock'n'Roll Circus ist wieder in der Stadt - und verzaubert wie eh und je alle wissenden Herzen. Kein Wunder, wenn der einzig wahre Zeremonienmeister in alter Pracht mit seinem Publikum spielt. © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 3. Oktober 1995 | Epic - Cleveland International

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Pop/Rock - Erschienen am 24. Mai 1984 | Arista

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2008 | EMI

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Pop/Rock - Erschienen am 26. März 2009 | Sony Music UK

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Pop/Rock - Erschienen am 23. Oktober 1987 | Arista

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Pop/Rock - Erschienen am 17. Mai 1983 | Epic - Cleveland International

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2003 | EMI Gold