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Die Alben

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Nesola

Booklet
Man kann von Max Herre halten, was man will. Die Tauglichkeit für ein MTV Unplugged lässt sich dem Stuttgarter Urgestein aber kaum absprechen. Nach den Fantas und Sido reiht sich der mittlerweile 40-Jährige als dritter deutscher Rap-Act in die Liste derer ein, die ein ausgestöpseltes Konzert unter der MTV-Schirmherrschaft spielen dürfen. Der Auftritt des ehemaligen Freundeskreis-Frontmanns fand im denkmalgeschützten Berliner Funkhaus Nalepastraße statt. Im klassischen Rahmen, bestehend aus einem 26-köpfigen Orchester und diversen illustren Gästen, präsentiert Herre eine Werkschau seiner 17-jährigen Musikerlaufbahn. Durch das Programm führt "Yo! MTV Raps"-Legende und Streetgraffiti-Pionier Fab 5 Freddy. "Du wirst nie 'n guter Rapper, wenn du Soul nicht liebst", erklärte Max schon vor über einem Jahr auf seiner "Hallo Welt!"-Platte. Genau diese Soul-Sozialisation spürt man in jeder Sekunde des gut zweistündigen Auftritts. Neben Anleihen von Reggae und Funk nimmt natürlich der Rap eine unverkennbare Rolle ein, um eine losgelöste Studio-Aufnahmesession-Atmosphäre zu erzeugen. Hinter den insgesamt 42 Titeln verbergen sich Perlen aus fast zwei Jahrzehnten. Direkt aus dem Schoß der Kolchose gibt's für die Heads, die Raps aus 0711 lieben, ordentlich was aus dem Freundeskreis-Frühwerk auf die Ohren. "Esperanto" ist immer noch "international verständlich" und erstrahlt durch den Afrobeat im dritten Part in neuem Schein. Auch das Streicher-Arrangement von "A-N-N-A (Immer Wenn Es Regnet)", begleitet von einer Harfe, sorgt für einen Gänsehautmoment. Mit "Tabula Rasa Pt. 1" erhält zudem ein weiterer Gassenhauer des FK-Fundus eine neue Hochglanzlackierung. Erstaunlich flüssig und homogen laufen dann die Übergänge zu neueren Erzeugnissen des Wahl-Berliners ab. Im Dreiergespann mit Afrob und Megaloh erklärt Herre mal eben, was "Rap Ist", nur um kurz darauf mit Philipp Poisel auf "Wolke 7" zu schweben. Viele Texte erhalten dabei spontane Abänderungen, die die ohnehin schon losgelöste Stimmung weiter auflockern. Mit Gregory Porter ist zudem einer der aufstrebendsten Jazz-Musiker dieser Tage mit von der Partie, der in "So Wundervoll", das den Chorus von Billy Prestons zeitlosem "You Are So Beautiful" aufgreift, einen weiteren großartigen Augenblick beisteuert. Ohnehin machen alle Gastmusiker mehr den Eindruck, ehrlich mit Spaß und Herzblut bei der Sache zu sein, als nur einem alten Weggefährten einen Gefallen zu schulden. Herres Intention, durch den speziellen Rahmen an Nirvanas "Magie und Nahbarkeit" anzuknüpfen, geht voll auf. Die fast schon jugendliche Unbeschwertheit, die musikalische Vielfalt, die nie das organische Gesamtkunstwerk aus dem Auge verliert, und die Intimität des Gigs geraten auf diese Weise einzigartig und bescheren den stromlosen Aufritten unter dem MTV-Banner einen weiteren Glanzpunkt. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 8. November 2019 | LESEDI MUSIC

Seit 2015 arbeitet Max Herre an seinem neuen Opus, man könnte sagen, seinem Comeback, auch wenn er im Untergrund weiter arbeitete. Was hat er nur all die letzten Jahre getrieben? Er nahm sich Zeit für seine Familie, seinen Beruf und produzierte für andere Künstler wie etwa das Album seiner Frau Joy Denalane, Gleisdreieck. Für die Arbeit seines Comebacks suchte er schließlich das Weite: Er reiste nach Tel Aviv und Athen. Athen, Sehnsuchtsort seiner Kindheit, eine Stadt, die tief in seiner Biographie verankert ist. Melancholisch erzählt er im gleichnamigen Song von einer Reise, die ihr Ziel verfehlte (eine gescheiterte Liebesgeschichte seiner Jugend). Das Ziel eines gelungenen Albums hat er allerdings nicht verfehlt. Man könnte diese vergangenen vier Jahre mit dem Titel “Auf der Suche eines neuen Sounds” versehen. Denn Max Herre bleibt zwar seinen Wurzeln des Stuttgarter Hip-Hop treu, aber umhüllt ihn in eine zeitgemäße Verpackung. Auf originelle Weise schafft er es, einen Song wie Terminal C (7. Sek.) gleichzeitig nach 90er Oldschool und modernem Hip-Hop klingen zu lassen. Er ist vom Conscious Rap der Freundeskreis-Zeiten zum Grown-up Rap übergegangen, was seine Platte aber kein bisschen verstaubt klingen lässt. Moderner R&B, Trap (Villa auf der Klippe) und neue Technologien inspirieren den Künstler zu neuen Klängen, bei denen ihn Trettmann, Sugar MMFK und auch Joy Denalane unterstützen. Als Teil einer Generation der Ü-40 Rapper nutzt er die Freiheit, keine zurecht geschnittenen musikalischen Vorgänger zu haben und Neues auszuprobieren. Mit dem Song Nachts stellt er eine Verbindung zum Psychedelic Rock und zum Ostrock mit Veronika Fischers gleichnamigen Titel von 1972 her, mit deren Platten er sich Anfang der 2000er Jahren auf den Berliner Flohmärkten eindeckte. Mit Athen klingt Max Herre nicht gewollt jugendlich, sondern behält seine Ernsthaftigkeit in den Texten bei, um sie in neue Klangwelten zu führen. © Sandra Dubroca
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Nesola

Booklet
Man kann von Max Herre halten, was man will. Die Tauglichkeit für ein MTV Unplugged lässt sich dem Stuttgarter Urgestein aber kaum absprechen. Nach den Fantas und Sido reiht sich der mittlerweile 40-Jährige als dritter deutscher Rap-Act in die Liste derer ein, die ein ausgestöpseltes Konzert unter der MTV-Schirmherrschaft spielen dürfen. Der Auftritt des ehemaligen Freundeskreis-Frontmanns fand im denkmalgeschützten Berliner Funkhaus Nalepastraße statt. Im klassischen Rahmen, bestehend aus einem 26-köpfigen Orchester und diversen illustren Gästen, präsentiert Herre eine Werkschau seiner 17-jährigen Musikerlaufbahn. Durch das Programm führt "Yo! MTV Raps"-Legende und Streetgraffiti-Pionier Fab 5 Freddy. "Du wirst nie 'n guter Rapper, wenn du Soul nicht liebst", erklärte Max schon vor über einem Jahr auf seiner "Hallo Welt!"-Platte. Genau diese Soul-Sozialisation spürt man in jeder Sekunde des gut zweistündigen Auftritts. Neben Anleihen von Reggae und Funk nimmt natürlich der Rap eine unverkennbare Rolle ein, um eine losgelöste Studio-Aufnahmesession-Atmosphäre zu erzeugen. Hinter den insgesamt 42 Titeln verbergen sich Perlen aus fast zwei Jahrzehnten. Direkt aus dem Schoß der Kolchose gibt's für die Heads, die Raps aus 0711 lieben, ordentlich was aus dem Freundeskreis-Frühwerk auf die Ohren. "Esperanto" ist immer noch "international verständlich" und erstrahlt durch den Afrobeat im dritten Part in neuem Schein. Auch das Streicher-Arrangement von "A-N-N-A (Immer Wenn Es Regnet)", begleitet von einer Harfe, sorgt für einen Gänsehautmoment. Mit "Tabula Rasa Pt. 1" erhält zudem ein weiterer Gassenhauer des FK-Fundus eine neue Hochglanzlackierung. Erstaunlich flüssig und homogen laufen dann die Übergänge zu neueren Erzeugnissen des Wahl-Berliners ab. Im Dreiergespann mit Afrob und Megaloh erklärt Herre mal eben, was "Rap Ist", nur um kurz darauf mit Philipp Poisel auf "Wolke 7" zu schweben. Viele Texte erhalten dabei spontane Abänderungen, die die ohnehin schon losgelöste Stimmung weiter auflockern. Mit Gregory Porter ist zudem einer der aufstrebendsten Jazz-Musiker dieser Tage mit von der Partie, der in "So Wundervoll", das den Chorus von Billy Prestons zeitlosem "You Are So Beautiful" aufgreift, einen weiteren großartigen Augenblick beisteuert. Ohnehin machen alle Gastmusiker mehr den Eindruck, ehrlich mit Spaß und Herzblut bei der Sache zu sein, als nur einem alten Weggefährten einen Gefallen zu schulden. Herres Intention, durch den speziellen Rahmen an Nirvanas "Magie und Nahbarkeit" anzuknüpfen, geht voll auf. Die fast schon jugendliche Unbeschwertheit, die musikalische Vielfalt, die nie das organische Gesamtkunstwerk aus dem Auge verliert, und die Intimität des Gigs geraten auf diese Weise einzigartig und bescheren den stromlosen Aufritten unter dem MTV-Banner einen weiteren Glanzpunkt. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2012 | Nesola

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2012 | Nesola

Booklet
Seit "Ein Geschenkter Tag" sind für Max Herres Verhältnisse humane drei Jahre ins Land gezogen. Dennoch empfindet man "Hallo Welt!" durchaus als überschwänglichen Gruß zum Comeback. Kein Wunder: Deutschraps verlorener Sohn kehrt zu seiner Mutter zurück, auf diese Art und Weise kündigte man den Solodrittling des Wahlberliners groß an. Dahinter verbirgt sich allerdings nur die halbe Wahrheit. "Dass ich wieder rappe, heißt nicht, dass ich nicht mehr singe", so sein unmissverständliches Statement in "KAHEDI Dub". Und wie er singt! Gleich die locker aus dem Hut gezauberte Falsetteinlage bei "DuDuDu" macht mächtig Eindruck, schließlich hatte man den Freundeskreis-Gründer eigentlich als mittelmäßigen Sänger in Erinnerung. Der entspannte Albumhöhepunkt vereint von Sehnsucht geprägte Lyrics mit musikalischer Hängematten-Stimmung. Belege für Max Herres zurück gewonnene Liebe zum Sprechgesang liefert die Platte dennoch in Hülle und Fülle. So kredenzt er im intensiven Vorab-Freetrack "Jeder Tag Zuviel" Sozialkritik im Eiltempo. An seine Stuttgarter Wurzeln erinnert sich der 39-Jährige beim kurzen "1992" über jazziger Bassline mit unverkennbarem A Tribe Called Quest-Flavour. Wirklich gerecht wird man dem musikalischen Werk "Hallo Welt!" mit der reinen Betrachtung von Max' Rolle hinterm Mikrofon aber nicht. Gemeinsam mit seinen KAHEDI-Kollegen Samon und Roberto lässt er seiner Kreativität als Produzent nach dem Konzeptalbum "Ein Geschenkter Tag" wieder freien Lauf, bedient sich ungezwungen bei etlichen Genres und verpackt die Einflüsse in detailverliebten, ungeschliffenen Arrangements. Einzig das stetige Übergewicht der organische Sounds verbindet die unschlagbar abwechslungsreichen Instrumentals. Besonders auffällig gerät auch die großzügige Gästeliste. Gleich zwölf Sänger und MCs lud Max Herre ein, seine Stücke zu bereichern - und die Rechnung geht voll auf. Bekannte Namen aus verschiedensten Richtungen verleihen den Stücken in jedem einzelnen Fall einen erheblichen Mehrwert. Gemeinsam mit der Schweizer Singer/Songwriterin Sophie Hunger verarbeitet der Stuttgarter in "Berlin - Tel Aviv" eine interkulturelle Geschichte in eindringlichen Bildern. Verzweiflung und Unbehagen keimen im neblig trüben "Solang" auf, bei dem Max Herre seine sanfte Gesangsstimme zum Chor aufwertet. Orsons-Mitglied Tua schenkt dem eigentümlichen Track mit gewohnt hartem Streetrap-Flow einen gewohnt depressiven Part: "Meinem Leben muss es schlecht sein, es kotzt mich an." Direkt im Anschluss heißt es bei "Einstürzen Neubauen": "Rausgucken, aufmucken, laut diesen Sound pumpen!" Über brachialem Beat und im ständigen Wechselspiel zeigt sich das beeindruckend harmonierende Duo Max Herre/Samy Deluxe wütend, motiviert und gesellschaftskritisch. Auch beim lässigen "Fühlt Sich Wie Fliegen An" beweist das Deutschrap-Idol das richtige Händchen, holt Senkrechtstarter Cro und zumindest für eine Zeile ("So leicht muss Liebe sein") seinen Freund Clueso ins Boot. Die nachdenkliche Hitsingle "Wolke 7" scheint dem Melancholiker Philipp Poisel wie auf den Leib geschneidert, Herre brilliert unterdessen einmal mehr mit philosophischen Strophen. Der Stuttgarter Soulbrother Fetsum macht "Aufruhr (Freedom Time)" mit seiner simplen Hook zum unwiderstehlichen Ohrwurm. Und gemeinsam mit Nesola-Schützling Megaloh erklärt Herre zum Schluss des Albums ausführlichst, was "Rap Ist". "Rap ist Soulmusik. Du wirst nie'n guter Rapper, wenn du Soul nicht liebst", befindet er dabei und huldigt dem geliebten Genre daher auch diesmal ausgiebig. Für zwei Songs holte er sich dafür den wohl interessantesten Gast ins Boot: Aloe Blacc. Der Kalifornier stattet das ruhige "Vida" mit einer brillanten Hookline aus. Und auch "So Wundervoll", bei dem er den Refrain von Billy Prestons bzw. Joe Cockers Welthit "You Are So Beautiful" zitiert, entpuppt sich als rundum gelungen. Max Herre bleibt sich treu - indem er musikalisch neue Wege geht und auch ein Jahr vor seinem 40. Geburtstag auf höchstem Niveau polarisiert. Seinen eigenwilligen Flow, die ständige Gratwanderung zwischen Poesie und Pathos und der Hang zum Intellektuellen: All das muss man sicherlich mögen, um "Hallo Welt!" überhaupt etwas abzugewinnen. Schwer zu widerlegen ist dagegen, dass Herre mit seinem dritten Solowerk ein Manifest der musikalischen Freiheit und Openmindedness abliefert, das in der deutschsprachigen Musiklandschaft seinesgleichen sucht. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2012 | Nesola

Seit "Ein Geschenkter Tag" sind für Max Herres Verhältnisse humane drei Jahre ins Land gezogen. Dennoch empfindet man "Hallo Welt!" durchaus als überschwänglichen Gruß zum Comeback. Kein Wunder: Deutschraps verlorener Sohn kehrt zu seiner Mutter zurück, auf diese Art und Weise kündigte man den Solodrittling des Wahlberliners groß an. Dahinter verbirgt sich allerdings nur die halbe Wahrheit. "Dass ich wieder rappe, heißt nicht, dass ich nicht mehr singe", so sein unmissverständliches Statement in "KAHEDI Dub". Und wie er singt! Gleich die locker aus dem Hut gezauberte Falsetteinlage bei "DuDuDu" macht mächtig Eindruck, schließlich hatte man den Freundeskreis-Gründer eigentlich als mittelmäßigen Sänger in Erinnerung. Der entspannte Albumhöhepunkt vereint von Sehnsucht geprägte Lyrics mit musikalischer Hängematten-Stimmung. Belege für Max Herres zurück gewonnene Liebe zum Sprechgesang liefert die Platte dennoch in Hülle und Fülle. So kredenzt er im intensiven Vorab-Freetrack "Jeder Tag Zuviel" Sozialkritik im Eiltempo. An seine Stuttgarter Wurzeln erinnert sich der 39-Jährige beim kurzen "1992" über jazziger Bassline mit unverkennbarem A Tribe Called Quest-Flavour. Wirklich gerecht wird man dem musikalischen Werk "Hallo Welt!" mit der reinen Betrachtung von Max' Rolle hinterm Mikrofon aber nicht. Gemeinsam mit seinen KAHEDI-Kollegen Samon und Roberto lässt er seiner Kreativität als Produzent nach dem Konzeptalbum "Ein Geschenkter Tag" wieder freien Lauf, bedient sich ungezwungen bei etlichen Genres und verpackt die Einflüsse in detailverliebten, ungeschliffenen Arrangements. Einzig das stetige Übergewicht der organische Sounds verbindet die unschlagbar abwechslungsreichen Instrumentals. Besonders auffällig gerät auch die großzügige Gästeliste. Gleich zwölf Sänger und MCs lud Max Herre ein, seine Stücke zu bereichern - und die Rechnung geht voll auf. Bekannte Namen aus verschiedensten Richtungen verleihen den Stücken in jedem einzelnen Fall einen erheblichen Mehrwert. Gemeinsam mit der Schweizer Singer/Songwriterin Sophie Hunger verarbeitet der Stuttgarter in "Berlin - Tel Aviv" eine interkulturelle Geschichte in eindringlichen Bildern. Verzweiflung und Unbehagen keimen im neblig trüben "Solang" auf, bei dem Max Herre seine sanfte Gesangsstimme zum Chor aufwertet. Orsons-Mitglied Tua schenkt dem eigentümlichen Track mit gewohnt hartem Streetrap-Flow einen gewohnt depressiven Part: "Meinem Leben muss es schlecht sein, es kotzt mich an." Direkt im Anschluss heißt es bei "Einstürzen Neubauen": "Rausgucken, aufmucken, laut diesen Sound pumpen!" Über brachialem Beat und im ständigen Wechselspiel zeigt sich das beeindruckend harmonierende Duo Max Herre/Samy Deluxe wütend, motiviert und gesellschaftskritisch. Auch beim lässigen "Fühlt Sich Wie Fliegen An" beweist das Deutschrap-Idol das richtige Händchen, holt Senkrechtstarter Cro und zumindest für eine Zeile ("So leicht muss Liebe sein") seinen Freund Clueso ins Boot. Die nachdenkliche Hitsingle "Wolke 7" scheint dem Melancholiker Philipp Poisel wie auf den Leib geschneidert, Herre brilliert unterdessen einmal mehr mit philosophischen Strophen. Der Stuttgarter Soulbrother Fetsum macht "Aufruhr (Freedom Time)" mit seiner simplen Hook zum unwiderstehlichen Ohrwurm. Und gemeinsam mit Nesola-Schützling Megaloh erklärt Herre zum Schluss des Albums ausführlichst, was "Rap Ist". "Rap ist Soulmusik. Du wirst nie'n guter Rapper, wenn du Soul nicht liebst", befindet er dabei und huldigt dem geliebten Genre daher auch diesmal ausgiebig. Für zwei Songs holte er sich dafür den wohl interessantesten Gast ins Boot: Aloe Blacc. Der Kalifornier stattet das ruhige "Vida" mit einer brillanten Hookline aus. Und auch "So Wundervoll", bei dem er den Refrain von Billy Prestons bzw. Joe Cockers Welthit "You Are So Beautiful" zitiert, entpuppt sich als rundum gelungen. Max Herre bleibt sich treu - indem er musikalisch neue Wege geht und auch ein Jahr vor seinem 40. Geburtstag auf höchstem Niveau polarisiert. Seinen eigenwilligen Flow, die ständige Gratwanderung zwischen Poesie und Pathos und der Hang zum Intellektuellen: All das muss man sicherlich mögen, um "Hallo Welt!" überhaupt etwas abzugewinnen. Schwer zu widerlegen ist dagegen, dass Herre mit seinem dritten Solowerk ein Manifest der musikalischen Freiheit und Openmindedness abliefert, das in der deutschsprachigen Musiklandschaft seinesgleichen sucht. © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 17. September 2009 | Nesola

Es gibt anlässlich des neuen Albums von Max Herre Presse-Fotos, auf denen trägt der Musiker Halstuch, Hut und Bart, hat die Gitarre auf den Rücken geschnallt und wandert die Straße entlang. Doch der Freundeskreis-Gründer sieht im Jahre 2009 nicht nur aus wie ein typischer Singer/Songwriter, er klingt auch wie einer. An die Stelle von Beats, Elektronik und Sprechgesang treten bei "Ein Geschenkter Tag" Schlagzeug, Bass, Gitarre, ein Klavier und manchmal auch eine Mundharmonika - eine klassische Folk-Instrumentierung, die auf den ersten Blick vielleicht verwundern mag, sich aber als einzig logische Besetzung für die neuen, ehrlich-authentischen Lieder Max Herres erweist. Tatssächlich schon fast dylanesk, wie dieser im Titelsong seine Lyrik vorträgt, aus Freundeskreis-Zeiten stammen hier jedenfalls nur noch die sozialkritischen Inhalte, die nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern stets satirisch verpackt werden. "Und Sie wollen seine Anschrift / Sie sagen: 'Bitte füllen Sie's aus' / Er nimmt sich 'nen roten Buntstift / Und malt ihnen das schönste Haus", erzählt Herre vom Besuch auf dem Arbeitsamt. Erzählt von der schönen Idee, wie mitten im September ganz unverhofft ein geschenkter Tag aus dem Kalender fällt, und von Tagedieben, die durch die Gegend ziehen. Genauso unbändig und ungestüm poltert das Schlagzeug vor sich hin, die Gitarre schrammelt Lagerfeuer-Rhythmen und dank der Chöre im Refrain fühlt man sich vielleicht auch mal an "Sympathy For The Devil" von den Stones erinnert. Clueso, der mit Herre für einige Songs im Studio war, ist hier zu hören, und auch seinen Einfluss meint man immer wieder deutlich zu spüren. Manch einer hätte vielleicht weniger muntere Klänge erwartet, schrieb Herre doch bereits seit fünf Jahren an dem Album - also auch während und nach der Trennung von seiner damaligen Frau Joy Denalane. Doch auch nachdenkliche und rückblickende Gedanken formuliert Herre, wie beispielsweise in "Scherben": "Les' die Scherben von gestern auf / Und merkst, sie gehn nich mehr zusammen / [...] Vielleicht verstehen wir's irgendwann". Bei aller Sehnsucht und Wehmut pflegt der Sänger jedoch stets ein altes Prinzip, das Prinzip der Hoffnung, und sei es auch nur die winzigste. "Scherben" gibt sich musikalisch zerbrechlich, wohin gegen Songs wie "Alles Da" und "Er-Sagt-Sie-Sagt" unheimlich grooven, was sie nicht zuletzt dem Bass von Christian Diener zu verdanken haben. "Wo Rennen Wir Hin?" thematisiert die Hektik in Beruf und Alltag, und auch an Herrn Herre ist die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbeigegangen. Müde Rezessions-Phrasen zitiert er jedoch auf seine Art und Weise: "Er hat die Ärmel hochgekrempelt / Bis er ohne Hemd dastand / Und nach 20 Jahren Stempeln / Gibt's den Stempel auf dem Amt." Bei aller Ernsthaftigkeit beweist Herre aber, dass ihm sein Sinn für Humor nicht verloren gegangen ist: mit "Baby Mama Rag" gelingt dem Stuttgarter eine musikalisch anspruchsvolle und gleichzeitig witzige Hommage an den Ragtime-Stil. Hinter "Wir Wollen Doch Einfach Nur Zusammen Sein" verbirgt sich eine Cover-Version von Udo Lindenbergs "Mädchen Aus Ostberlin", mit dem Herre bereits als Mitglied im Freundeskreis zusammenarbeitete. "Nehm mir 'n Stift und Papier / Und schreib 'n Rhyme", beschrieb er damals im Song "Nebelschwadenbilder" seine Arbeitsweise, und so scheint auch diesmal ein Großteil der Songs entstanden zu sein. Mit Stift und Papier geschrieben, mit Gitarre und Gesang inszeniert, mehr brauchen diese Lieder eigentlich nicht. Manchmal darf die Band auch aufspielen und zeigen, dass es allesamt versierte Musiker sind, mit denen Herre da im Studio war, die aber an anderer Stelle genug Gespür beweisen, um sich dem Song hinten anzustellen. Und obwohl sich hier Folk, Funk und Soul abwechseln, ist "Ein Geschenkter Tag" weitaus homogener geworden als Max Herres 2004 erschienenes, erstes Solo-Album. Es scheint, als habe Herre sich frei gemacht von den Zwängen, im Hip Hop als Leitfigur fungieren und mit jedem neuen Album den nächsten Schritt vorgeben zu müssen. Er sei kein Leader oder so, er könne nur Lieder schreiben, hat Max Herre an anderer Stelle mal über sich gesagt. Er schreibt mit die besten deutschsprachigen Lieder dieses Jahres. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. August 2019 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. April 2020 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Nesola

Booklet
Drei Jahre nach seinem zweiten Soloalbum Ein geschenkter Tag meldet sich Freundeskreis-Gründer Max Herre 2012 mit seiner neuen Platte Hallo Welt! zurück – und die wartet mit üppiger Gästeliste auf: Samy Deluxe rappt auf "Einstürzen Neubauen", Marteria ist auf "KAHEDI Dub" zu hören, die Schweizer Singer/Songwriterin Sophie Hunger singt auf "Berlin – Tel Aviv", der maskierte Rapper Cro gastiert auf "Fühlt sich wie fliegen an", und Soulsänger Aloe Blacc besuchte für "Vida" das Studio. Die melancholische Leadsingle des Albums, "Wolke 7" (auf der Herre von Philipp Poisel unterstützt wird), erreichte Platz 6 der deutschen Charts und stellt damit Herres ersten Top-Ten-Song dar. Das Album selbst, das auch als Limited Deluxe Edition mit zwei Bonustracks und einer CD mit Instrumentals erhältlich ist, stieg gleich auf Platz 1 ein. © TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Nesola

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 28. Juni 2019 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2013 | Nesola

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. August 2004 | Four Music

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juli 2019 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 28. Februar 2020 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 4. Oktober 2019 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Mai 2019 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. November 2019 | LESEDI MUSIC

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. April 2020 | LESEDI MUSIC

Der Interpret

Max Herre im Magazin
  • Max Herre, 1ste Liebe Athen?
    Max Herre, 1ste Liebe Athen? Max Herre ist zurück mit einem neuen Album voller Melancholie in den Texten, das erwachsener ist als seine Vorgänger und moderner klingt als je zuvor...