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Die Alben

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2012 | Virgin Catalogue

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
2003 ist vom einstigen Dreigestirn des Trip Hop nur mehr Robert Del Naja aka 3D übrig. Mushroom stieg kurz nach der letzten Platte aus, Daddy Gee macht Babypause und soll, zumindest nach momentanen Gerüchten, auf der Tour sowie der nächsten Platte, die schon im Herbst erscheinen soll, wieder dabei sein. "100th Window" ist somit im Alleingang von 3D produziert worden. Ihm ging es auch darum, mit Erwartungshaltungen zu brechen. Was ohne Zweifel gelungen ist. Ob im positiven oder negativen Sinne muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn "100th Window" wird polarisieren wie nichts von Massive Attack je zuvor, das offenbart sich sehr schnell. "Future Proof", der Opener, eröffnet wie gewohnt düster - musikalisch wie textlich. Deutlich elektronischer als bisherige Veröffentlichungen allerdings und - und hier liegt der Hase im Pfeffer - ohne diese unbeschreiblich schönen Melodien, die bislang jeder Platte des Trios aus Bristol zu Grunde lagen. Auf "What Your Soul Sings" samplen sich Massive Attack dann erstmals selbst. Doch auch die Reminiszenzen an "Teardrop" lassen den Song niemals die Größe des Originals erreichen. "Special Cases", die erste Single des Albums ist nach "Future Proof" der zweite Song, der überzeugen kann. Langsame, schleppende Bässe, bedrohliche Streicher und die Stimme von Gastsängerin Sinéad O'Connor lassen diese wundervoll einlullende Stimmung aufkommen, die man an Massive Attack so schätzt. In eine ähnliche Richtung geht "Butterfly Caught", dem allerdings 3D seine Stimme leiht. Ab Track Nummer sieben läuft das Album dann - endlich - zu Hochform auf. "Small Time Shot Away" fließt mit hypnotischer Basslinie vor sich hin, für die Backgroundvocals wurde Blurs Damon Albarn ins Studio eingeladen. "Antistar" als Schlusspunkt geht diesen Weg weiter, reißt mit und läuft am Ende mit einem endlosen Bass-Sample aus. "100th Window" mag das bislang schwächste und verwirrendste Massive Attack-Album sein. Auch die Fans wird es sicherlich spalten. Allerdings ist "100th Window" noch immer um Klassen besser, als 99% aller Sachen, die in diesem Jahr noch kommen werden. Stagnation auf einem solch hohen Level geht in Ordnung. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 1998 | Circa

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Mercury Prize Selection
Nach mehr als zehnjährigem Bestehen hatte Massive Attack sich mit ihrer so eigenen Ästhetik und dem dazugehörigen Sound dermaßen durchgesetzt, dass die Band bereits damals quasi unantastbar war. Mit ihrem dritten Album im April 1998 bewiesen sie aber dennoch, dass noch längst nicht Alles gesagt wurde… Die Soulmusik der Gruppe aus Bristol, immerzu unwahrscheinlich mysteriös, klingt hier noch düsterer als zuvor. Giftiger Cold Wave hat sich beigemischt, wie gleich auf dem Eröffnungstrack Angel herauszuhören ist. Der Angstzustand scheint auf Songs wie dem Dubtrack Risingson auf dem Höhepunkt angelangt zu sein. Und sogar bei Techno-Songs wie Disolved Girl verspürt man eine bedrückende Stimmung. Und dann ist da noch das ebenfalls bedrohliche und gleichzeitig wunderschöne Lied Teardrop, bei welchem man sich erst beim Einstieg der Feenstimme Liz Frasers der Cocteau Twins etwas entspannen und endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen kann. Doch all diese Vogelscheuchen verwandeln sich in den Händen des Trios 3D/Daddy G/Mushroom, weltberühmte Vertreter des Trip-Hops, zu wahren Goldschätzen, die man auch heute noch, zwei Jahrzehnte nach ihrer Erschaffung, immer und immer wieder voller Erstaunen aufmachen möchte… © Marc Zisman/Qobuz
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2010 | Virgin Records

Booklet Auszeichnungen 3F de Télérama - 4 étoiles Rock and Folk
Ein starkes Comeback - dabei sind die qualitativen Hürden, die die Bristol-Crew stets überspringen muss, nicht gerade die niedrigsten. Massive Attack klingen nach sieben Jahren Albumpause immer noch nach Massive, aber ganz schön abwechslungsreich. Das hat mit den zahlreichen Gästen, bevorzugt im Vocalbereich, zu tun. Sie geben sich aber auch wieder mehr down to earth. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass 3D und Daddy G diesmal nicht den technischen Aufwand von "100th Window" betreiben wollten. Jedes Instrument sollte "offensichtlich" gemacht werden: Was real eingespielt war, sollte auch so klingen (etwa der Livebass von "Babel"). Und was aus der Kiste kam, sollte dort auch verortet bleiben, gab Robert im Vorfeld zu Protokoll. So klingen sie anno 2010 klar definiert, respektive entschlackt, ohne dafür auf Deepness oder komplexe Studioarbeit verzichtet zu haben. Allein die ersten vier Tracks stehen für besagte stilistische Bandbreite - und sind nebenbei exzellent gelungen. "Babel" weist ein recht raues, fast im Uptempo-Bereich angesiedeltes Drum-Pattern auf. "Pray For Rain" gibt sich als Opener düster und warm zugleich. Auf das dubbig verzögerte "Splitting The Atom" dürfte man wohl den Begriff Trip Hop anwenden, während "Girl I Love You" mit dichter Livebassline, mächtigen Bläsereinsätzen und recht unkompliziertem Rockbeat an "Mezzanine" erinnert. "Psyche" kommt im Anschluss als luftig gelooptes, nahezu beatfreies Gelände daher. Experimentell orientiert und etwas verstört geht es auf "Flat Of The Blade" zu: Es zierpt und flattert und moduliert von vorne bis hinten. Mit dem butterweichen, stressfreien "Paradise Circus" hält dann der typische Massive Attack-Groove wieder Einkehr. "Saturday Come Slow", dem Damon Albarn seine Stimme leiht, ist ein gemächlich und doch optimistisch wirkender, überwiegend bandorientierter Song. "Atlas Air" gibt den mächtig treibenden und sphärischen Abschluss - coole Keys, cooler Beat. Was die zahlreichen Gaststimmen angeht, bilden Horace Andy, D und G den bandeigenen notwendigen Link in die Vergangenheit. Ansonsten klingt jede Kollabo für sich wie aus einem Guss und fügt sich doch ins Gesamte ein, ob Damen wie Hope Sandoval und Martina Topley-Bird oder ein Guy Garvey und Tunde Adebimpe: die Tracks entstanden hörbar im gegenseitigen Einverständnis. Am Ende des Tages bleibt die Platte dann doch typisch Massive Attack - im positivsten Sinne. "If a thing's worth doing, it's worth doing slowly": Dieser Wahlspruch prägt noch immer das unverkennbar einzigartige Sounddesign und auch die Live-Auftritte der Mannschaft aus Bristol. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 16. November 1998 | Virgin Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Nach mehr als zehnjährigem Bestehen hatte Massive Attack sich mit ihrer so eigenen Ästhetik und dem dazugehörigen Sound dermaßen durchgesetzt, dass die Band bereits damals quasi unantastbar war. Mit ihrem dritten Album im April 1998 bewiesen sie aber dennoch, dass noch längst nicht Alles gesagt wurde… Die Soulmusik der Gruppe aus Bristol, immerzu unwahrscheinlich mysteriös, klingt hier noch düsterer als zuvor. Giftiger Cold Wave hat sich beigemischt, wie gleich auf dem Eröffnungstrack Angel herauszuhören ist. Der Angstzustand scheint auf Songs wie dem Dubtrack Risingson auf dem Höhepunkt angelangt zu sein. Und sogar bei Techno-Songs wie Disolved Girl verspürt man eine bedrückende Stimmung. Und dann ist da noch das ebenfalls bedrohliche und gleichzeitig wunderschöne Lied Teardrop, bei welchem man sich erst beim Einstieg der Feenstimme Liz Frasers der Cocteau Twins etwas entspannen und endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen kann. Doch all diese Vogelscheuchen verwandeln sich in den Händen des Trios 3D/Daddy G/Mushroom, weltberühmte Vertreter des Trip-Hops, zu wahren Goldschätzen, die man auch heute noch, zwei Jahrzehnte nach ihrer Erschaffung, immer und immer wieder voller Erstaunen aufmachen möchte… © Marc Zisman/Qobuz
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 1994 | Circa

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2010 | Virgin Records

Booklet Auszeichnungen 3F de Télérama
Ein starkes Comeback - dabei sind die qualitativen Hürden, die die Bristol-Crew stets überspringen muss, nicht gerade die niedrigsten. Massive Attack klingen nach sieben Jahren Albumpause immer noch nach Massive, aber ganz schön abwechslungsreich. Das hat mit den zahlreichen Gästen, bevorzugt im Vocalbereich, zu tun. Sie geben sich aber auch wieder mehr down to earth. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass 3D und Daddy G diesmal nicht den technischen Aufwand von "100th Window" betreiben wollten. Jedes Instrument sollte "offensichtlich" gemacht werden: Was real eingespielt war, sollte auch so klingen (etwa der Livebass von "Babel"). Und was aus der Kiste kam, sollte dort auch verortet bleiben, gab Robert im Vorfeld zu Protokoll. So klingen sie anno 2010 klar definiert, respektive entschlackt, ohne dafür auf Deepness oder komplexe Studioarbeit verzichtet zu haben. Allein die ersten vier Tracks stehen für besagte stilistische Bandbreite - und sind nebenbei exzellent gelungen. "Babel" weist ein recht raues, fast im Uptempo-Bereich angesiedeltes Drum-Pattern auf. "Pray For Rain" gibt sich als Opener düster und warm zugleich. Auf das dubbig verzögerte "Splitting The Atom" dürfte man wohl den Begriff Trip Hop anwenden, während "Girl I Love You" mit dichter Livebassline, mächtigen Bläsereinsätzen und recht unkompliziertem Rockbeat an "Mezzanine" erinnert. "Psyche" kommt im Anschluss als luftig gelooptes, nahezu beatfreies Gelände daher. Experimentell orientiert und etwas verstört geht es auf "Flat Of The Blade" zu: Es zierpt und flattert und moduliert von vorne bis hinten. Mit dem butterweichen, stressfreien "Paradise Circus" hält dann der typische Massive Attack-Groove wieder Einkehr. "Saturday Come Slow", dem Damon Albarn seine Stimme leiht, ist ein gemächlich und doch optimistisch wirkender, überwiegend bandorientierter Song. "Atlas Air" gibt den mächtig treibenden und sphärischen Abschluss - coole Keys, cooler Beat. Was die zahlreichen Gaststimmen angeht, bilden Horace Andy, D und G den bandeigenen notwendigen Link in die Vergangenheit. Ansonsten klingt jede Kollabo für sich wie aus einem Guss und fügt sich doch ins Gesamte ein, ob Damen wie Hope Sandoval und Martina Topley-Bird oder ein Guy Garvey und Tunde Adebimpe: die Tracks entstanden hörbar im gegenseitigen Einverständnis. Am Ende des Tages bleibt die Platte dann doch typisch Massive Attack - im positivsten Sinne. "If a thing's worth doing, it's worth doing slowly": Dieser Wahlspruch prägt noch immer das unverkennbar einzigartige Sounddesign und auch die Live-Auftritte der Mannschaft aus Bristol. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 1995 | Circa

Auszeichnungen Außergewöhnliche Schallplattensammlung von Qobuz
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2012 | Virgin Catalogue

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Gleich das Debüt "Blue Lines" aus dem Jahr 1991 definiert Atmosphäre und Design des Sounds, der den Ruhm Massive Attacks begründet. Die Platte gilt zugleich als Blaupause des Trip Hops. Bevor man sich nun in nerdigen Diskussionen ergeht, ob die Genreschublade im Zusammenhang mit Massive Attack überhaupt geöffnet werden darf: Für "Blue Lines", "Protection" (1994) und "Mezzanine" (1998), die drei ersten Platten der Bristol-Gang, gilt: Bei jedem Track erfasst der Hörer sofort die Qualität und Besonderheit dessen, was da aus den Boxen schallt. Sprechsinger und Graffiti-Veteran Robert '3D' Del Naja sowie die DJs Grantley 'Daddy G' Marshall und Andrew 'Mushroom' Vowles entsprangen dem legendären Soundsystem The Wild Bunch, dessen Parties Mitte der 80er in Bristol für Furore sorgen: Punk, Rock, Dance, Funk, Hip Hop oder Reggae - hier geht alles. Eine der Keimzellen, aus der sich der so genannte Bristol-Sound in all seinen Spielarten entwickelt. So besucht etwa ein gewisser Roni Size die Parties als Jugendlicher. Die Karriere eines Mannes namens Banksy nimmt ebenfalls in Bristol ihren Anfang. Tricky oder Neneh Cherry (beide sind auf der Platte vertreten) gehören zum erweiterten Massive Attack-Kreis. Teile der Platte entstehen in Nenehs Haus, ihr Ehegatte Cameron McVey sorgt für die Koproduktion. 3D und Mushroom sind im Gegenzug 1989 in Nenehs Debüt "Raw Like Sushi" involviert: "Neneh Cherry war es, die uns damals in den Arsch trat - und ins Studio hinein", so Daddy G. Und weiter: "Was wir damals versuchten, war, Dancemusic für den Kopf zu kreieren, weniger für die Beine". Darin mag vielleicht auch der Grund liegen, warum man die eingangs angesprochene Klasse emotional zwar sofort begreifen, aber gar nicht so richtig beschreiben oder erklären kann. Gerade der wohl bekannteste Albumtrack dokumentiert dies, "Unfinished Sympathy". Ein aus dem Hip Hop entliehenes Beatverständnis, die BPM dabei in Richtung Dance-Tempo hochgeschraubt, dazu Percussions, Scratches oder ein synkopiertes kurzes Xylophonloop einerseits. Auf der anderen Seite ein genauso dominates Streicherarrangement, ein klares, aber spärlich eingesetztes Klavier sowie die weibliche Soulpopstimme (Shara Nelson) - der Track wirkt noch heute erstaunlich unkonventionell und fresh. Zugleich transportiert "Unfinished Sympathy" jenes atmosphärische Spannungsfeld zwischen Melancholie und Optimismus, das an Massive Attack fasziniert. Gleichwohl fällt die Nummer tempomäßig und seiner Streicher wegen etwas aus dem Rahmen. Denn überwiegend bewegen sich die Stücke eher in einem meditativ psychedelischen Bereich, den der Popkritiker Simon Reynolds mit dem schönen Begriff "spliff tempo" beschrieb: Nicht wenige Nummern weisen eine Schlagzahl aus, bei der Drumschüler anfangen, Technik einzuüben. Etwa die dubbigen Stücke "One Love" oder "Five Man Army" mit tiefen Bässen und elektronisch generierten bzw. gesampleten Beats. Eine Vorliebe für Rare Grooves tritt beim druckvoll kompakten Einheizer "Safe From Harm" zutage, der auf Fusion-Drummer Billy Cobhams "Stratus" basiert. Massive Attack verschmolzen unterschiedliche Ansätze: die Beats des Hip Hop, die Düsternis britischer Elektronik ("Hymn Of The Big Wheel"), die Leichtigkeit des Funk und Jazz (der Titeltrack "Blue Lines") oder die positive Kraft des Reggae, aber auch die Sample- mit der Livelogik. Für Letzteres sorgt besonders ein geschmeidiger Flickenteppich aus oft mehreren starken Stimmen. Dazu zählen der lakonische Trademark-Sprechgesang der Protagonisten 3D und Daddy G sowie Tricky und die emotional exaltierten Toasts von Roots Reggae-Haudegen Horace Andy, der in Zukunft als einziger auf allen Massive Attack-Alben vertreten sein wird. Neben entsprechend melodischen Samples öffnen vor allem seine sowie die Soul-/Pop-Stimmen von Nelson und Tony Bryan den im Kern roughen Sound Massive Attacks für breitere Hörerschichten. Diese Vocal-Bandbreite bleibt ein weiterer Eckpfeiler im Soundverständnis der Briten - und spiegelt gleichzeitig den multiethnischen Background ihrer Heimat Bristol wider, der man zudem ein Herz für Bohemians nachsagt. "Blue Lines" trug den Soundtrack dieses Livestyles in die Welt hinaus. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

Booklet
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2003 | Virgin Records

2003 ist vom einstigen Dreigestirn des Trip Hop nur mehr Robert Del Naja aka 3D übrig. Mushroom stieg kurz nach der letzten Platte aus, Daddy Gee macht Babypause und soll, zumindest nach momentanen Gerüchten, auf der Tour sowie der nächsten Platte, die schon im Herbst erscheinen soll, wieder dabei sein. "100th Window" ist somit im Alleingang von 3D produziert worden. Ihm ging es auch darum, mit Erwartungshaltungen zu brechen. Was ohne Zweifel gelungen ist. Ob im positiven oder negativen Sinne muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn "100th Window" wird polarisieren wie nichts von Massive Attack je zuvor, das offenbart sich sehr schnell. "Future Proof", der Opener, eröffnet wie gewohnt düster - musikalisch wie textlich. Deutlich elektronischer als bisherige Veröffentlichungen allerdings und - und hier liegt der Hase im Pfeffer - ohne diese unbeschreiblich schönen Melodien, die bislang jeder Platte des Trios aus Bristol zu Grunde lagen. Auf "What Your Soul Sings" samplen sich Massive Attack dann erstmals selbst. Doch auch die Reminiszenzen an "Teardrop" lassen den Song niemals die Größe des Originals erreichen. "Special Cases", die erste Single des Albums ist nach "Future Proof" der zweite Song, der überzeugen kann. Langsame, schleppende Bässe, bedrohliche Streicher und die Stimme von Gastsängerin Sinéad O'Connor lassen diese wundervoll einlullende Stimmung aufkommen, die man an Massive Attack so schätzt. In eine ähnliche Richtung geht "Butterfly Caught", dem allerdings 3D seine Stimme leiht. Ab Track Nummer sieben läuft das Album dann - endlich - zu Hochform auf. "Small Time Shot Away" fließt mit hypnotischer Basslinie vor sich hin, für die Backgroundvocals wurde Blurs Damon Albarn ins Studio eingeladen. "Antistar" als Schlusspunkt geht diesen Weg weiter, reißt mit und läuft am Ende mit einem endlosen Bass-Sample aus. "100th Window" mag das bislang schwächste und verwirrendste Massive Attack-Album sein. Auch die Fans wird es sicherlich spalten. Allerdings ist "100th Window" noch immer um Klassen besser, als 99% aller Sachen, die in diesem Jahr noch kommen werden. Stagnation auf einem solch hohen Level geht in Ordnung. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 28. Januar 2016 | Virgin Records Ltd

Selbst eingefleischte Massive Attack-Fans mussten das hier erst mal sacken lassen. Man wusste zwar, dass die Tunes der Bristol-Connection nicht gerade auf der sonnigen Seite des Hügels wachsen. "Ritual Spirit", geschrieben von 3D und Langzeit-Studiopartner Euan Dickson, lotet die Untergrenze bedrohlicher Sound-Klaustrophobie jedoch neu aus. Schluss mit den beruhigenden Hangover-Raps von Robert Del Naja oder gar lebensfrohen Klängen wie Akustikgitarren (auf ihrem letzten Longplayer "Heligoland", 2010). Von den ersten Sekunden an zieht einen "Dead Editors" hinein in den Soundtrack eines Serienkillers: Einen ungewohnt aggressiven Beat, pochend wie ein rasend schneller Herzschlag, umgarnen analoge Synthie-Flächen, peitschende Hi-Hats und eisig verfremdete Flöten aus Herbie Hancocks Klassiker "Watermelon Man". Willkommen zurück in der beklemmenden Atmosphäre, die etwa "Mezzanine" (Track) so herausragend machte. Der gewohnt emotionslos-stoische Vortrag von Roots Manuva tut sein Übriges. Der Titeltrack "Ritual Spirit" weckt mit seinem repetitiven Gitarrenlick in gemächlicherem Tempo zu Beginn alte Gefühle, bevor eine neue Stimme den Song an sich reißt. Der aus Nigeria stammende R'n'B-Sänger und Produzent Azekel ist eine Neuentdeckung der Briten, sein hohes Organ tänzelt auf dem anspruchsvoll verästelten, mit Handclaps versehenen Beat wie schwerelos. Die Vergleiche mit Frank Ocean scheinen absolut gerechtfertigt. Konnte man hier noch einigermaßen ausschnaufen, rattert "Voodoo In My Blood" mit dem schottischen Kollektiv Young Fathers gleich unnachgiebig los. Bellend vorgetragene Raps, eher prasselnde Sprachfetzen, unterfüttern 3D und Daddy G mit abermals hektischen Beats, bevor ein Break den Song praktisch abstoppt. Im nun folgenden Part zeigt das experimentelle Rap-Trio (Releases auf Big Dada/Anticon) mit einem herrlich schauerlichen Gesangspart, wie es dazu kommen konnte, dass man 2014 Mainstream-Stars wie Damon Albarn und FKA Twigs den Mercury Prize vor der Nase wegschnappte. Derweil führen 3D und Daddy G unmerklich mehr und mehr Soundspuren ein, laden die Atmosphäre immer mehr auf. Am Ende haspelt man mit Gänsehaut die Zeile "Why does the blood never stick to your teeth" im Dauerloop vor sich hin. Krasser Track, der all den Stagnations-Schreihälsen der letzten zwei Massive Attack-Alben als Kloß im Hals stecken bleiben dürfte. Der Hauptgrund, warum man über diese EP, die ursprünglich wie ein Daddel-Gimmick in Snippet-Form in der iPhone-App Fantom auftauchte, seit Monaten spricht, hört auf den Namen "Take It There": Die von allen Romantikern so ersehnte Reunion mit Ex-Mitglied Tricky. Nach Pete und Carl, Axl und Slash sind nun also auch die Trip Hop-Könige von einst wieder Buddys, 22 Jahre nach "Protection", schöner kann ein Happy End ja nicht klingen. "Take It There" enttäuscht auch keineswegs. Ein angemessen deeper Brocken, der auf zunächst zwei Akkorden eines tonnenschweren Klaviers fußt, an dem sich Trickys charakteristische Flüster-Raps abrackern wie ein Kumpel unter Tage. Im Vergleich zu den mutigen Vorgängertracks erinnert "Take It There" nicht nur aufgrund der bekannten Vorträge von Tricky und 3D am ehesten an die glorreiche Vergangenheit der Band. Hätte aber sicher Sinn gemacht, diesen Song an den Anfang der EP zu setzen. Bei aller Brillanz, die das letzte Album "Heligoland" an einigen Stellen ausstrahlte, stellt "Ritual Spirit" doch die Wegmarke für die dringend erforderliche Neuorientierung einer Band dar, die auch 25 Jahre nach ihrem Debüt noch überraschen will. Auf die zeitgleich zum Release angekündigte zweite EP aus der Feder von Daddy G, die noch im Frühjahr erscheinen sollte, warten wir leider immer noch. Vielleicht hat man es sich in Bristol (bzw. auf Tour) auch anders überlegt, weil man doch lieber gleich ein ganzes Album nachlegen will. Es könnte ein neues Bandkapitel aufschlagen. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 29. Juli 2016 | Virgin Records Ltd

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 1998 | Circa

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2004 | Virgin Records

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 2006 | Virgin Records

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Trip Hop - Erschienen am 26. Oktober 2004 | Virgin Records

Interesting and pleasant, but the soundtrack to Louis Leterrier's Danny the Dog will throw longtime Massive Attack fans for a loop. The band's trademark deep sound is untraceable for the most part. It's probably a testament to how hard they stuck to the soundtracking rules, but this program music is rather run-of-the-mill, especially when compared to Massive Attack's proper albums, which -- to be fair -- would overtake most filmmaker's visuals. Harpsichords play over neo-noir beats and guitars echo forever as tension builds, and while the band's keen sense of sonic structure is intact, they're layering things much less than usual here and traveling some previously explored territory. Tracks like "Everything About You Is New" with its reverberating piano, and the faux rocking "The Dog Obeys" are so undistinguished you look have to look twice at the cover to make sure Massive is behind this. The Coil-esque "P Is for Piano" and the funky-fun "One Thought at a Time" almost make it worth it for everyone, but only the hardcore fans are going to get much out of the rest. They can pick away at the recordings and try to figure out who did what while everyone else waits for the next real album. © David Jeffries /TiVo
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Trip Hop - Erschienen am 1. Januar 1998 | Circa

Der Interpret

Massive Attack im Magazin
  • Neneh Cherry: „Es ist schwer, fröhliche Songs zu schreiben..."
    Neneh Cherry:  „Es ist schwer, fröhliche Songs zu schreiben..." Sie hat die Zeiten des Punk, Hip-Hop, Trip-Hop, Elektro erlebt… Sobald man sich irgendwo prügelt, ist auch Neneh Cherry dabei. Mitten im Gefecht! Bei ihrem 2014 veröffentlichten Album Blank Project konnte man ihr nicht vorwerfen, sich anzupassen und auf Comeback zu machen. Die aus Schweden kommen...