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Die Alben

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Pop - Erschienen am 11. Juni 1986 | Sire - Warner Records

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Pop - Erschienen am 1. Januar 1983 | Sire - Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Pop - Erschienen am 6. Dezember 2019 | Boy Toy, Inc. Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscope

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Pop - Erschienen am 14. Juni 2019 | Boy Toy, Inc., Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscop

Hi-Res
Madame X steht vor allem für die Wiedersehensfreude zwischen Madonna und Mirwais, wobei Letzterer auf 7 von den 13 Titeln des Albums hinter den Reglern stand. Daniel Darcs ehemaliger Komparse bei Taxi Girl hatte u.a. schon bei Music (2000) und American life (2003) mitgewirkt. Im vorliegenden Fall bestand seine Rolle darin, die hypnotisierenden Experimente noch ein Stück weiter zu treiben und gleichzeitig die für Madonnas Stil so typischen Elemente Pop, Melodie und Transparenz beizubehalten. Das beste Beispiel für musikalische Ausgeburten, bei denen sich Mirwais so einige Freiheiten erlaubt, liefert Dark Ballet, ein an Jeanne d’Arc erinnernder Song. Dieser enthält einen langen, barocken Synthie-Einschub à la Wendy Carlos sowie eine scherzhafte Performance von Madonna: sie bringt mit ihrem Atem die Asche zum Glühen, in der die Jungfrau von Orléans gerade das Zeitliche segnet. Auch die herumwirbelnden Disco-Streicher in God Control machen sich mit einem sowohl exzentrischen als auch verspielten Stil bemerkbar. Auf diesem Opus treffen wir auch auf eine politisch engagierte Madonna, insbesondere, wenn sie ihre Stimme gegen die Verbreitung von Schusswaffen in den USA erhebt (in I rise gibt es einen Auszug aus Emma Gonzales Rede zu hören) und sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft stark macht (im postmodernen Fado Killers who are partying). Da gerade von Fado die Rede ist, wollen wir darauf hinweisen, dass die portugiesischsprachige Kultur einer von mehreren roten Fäden ist, die sich durch dieses Album hindurchziehen – Madonna hat sich nämlich 2017 in Portugal niedergelassen, und das erklärt wohl alles. In Batuka kommen die Kapverdischen Inseln zu Wort (Batuku ist eine dort verankerte musikalische Gattung mit Wechselgesang als grundlegendes Gestaltungsmittel). In Madonnas persönlicher Geografie befindet sich Kolumbien ganz in der Nähe, und zusammen mit dem Reggaeton-Sänger Maluma als Vertreter dieses Landes singt sie im Duett (und flirtet sie zum Spaß) in zwei Titeln (Medellin und Bitch I’m loca). Picassos Spanien ist dann mit einem Zitat des Malers I don’t search I find vertreten. Abgesehen vom sehr ernsthaften, politischen Engagement auf der einen und Mirwais Produktion mit schwerelosen Duos auf der anderen Seite, samt all den Bemühungen, die einzigartige (mit Autotune korrigierte, geflüsterte, gesprochene…) Stimme in den Mittelpunkt zu stellen, wird Madonna dem Albumtitel gerecht – dieser ist wohl als Anspielung auf Marlene Dietrich in Joseph von Sternbergs Filmbiografie über die Spionin Mata Hari, Entehrt (1931), zu verstehen. „Die Spionin X-27 ist eine durch die weite Welt reisende Geheimagentin, die ihre wahre Identität immer wieder verheimlicht und für die Freiheit kämpft. Sie bringt Licht in dunkle Orte", erklärt die Sängerin in einem Teaser, um ihr Projekt vorzustellen. Diese nunmehr sechzig Lenze zählende, kampflustige Madonna trägt also eine Maske – das macht ihr Spaß und sie ist voller Selbstvertrauen. ©Nicolas Magenham/Qobuz
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Pop - Erschienen am 18. September 2009 | Warner Records

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Pop - Erschienen am 14. November 1984 | Sire - Warner Records

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Pop - Erschienen am 1. Mai 2020 | Boy Toy, Inc. Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscope

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Pop - Erschienen am 25. Oktober 2019 | Boy Toy, Inc. Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscope

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Pop - Erschienen am 2. Juni 1998 | Warner Records - Maverick

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Pop - Erschienen am 14. November 2005 | Warner Records

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Pop - Erschienen am 9. November 1990 | Sire - Warner Records

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Pop - Erschienen am 15. November 2019 | Boy Toy, Inc. Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscope

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Pop - Erschienen am 17. März 1989 | Sire - Warner Records

Das Jahr 1989 beginnt mit Schlagzeilen, die Madonna vermeiden wollte, doch am Ende ging es nicht mehr: In L.A. reicht sie die Scheidung von ihrem ersten Ehemann Sean Penn ein. Vier Jahre lang dauert die Liaison und damit fast so lange wie Madonnas bisherige Karriere. Doch der für alkoholbefeuerte Faustdialoge bekannte Jungdarsteller spielt den Ike Turner einmal zu viel. Von häuslicher Gewalt ist die Rede, Madonna wird nie darüber sprechen. Das Jahr 1989 endet in einem künstlerischen Triumphzug: Ihr viertes Album "Like A Prayer" etabliert die längst erfolgsverwöhnte Sängerin als größten weiblichen Popstar der Welt, das Time Magazine preist sie als eines der zehn Gesichter der Dekade. Schon seit dem Millionenseller "True Blue" von 1986 konkurrierte das Mädchen aus Michigan nicht mehr mit Whitney Houston, Paula Abdul oder Janet Jackson, sondern mit den männlichen Platzhirschen Michael Jackson, Prince und George Michael. 1989 hatte sie alle überholt. Das war in dieser Form nicht abzusehen, denn entgegen der allgemein unstrittigen Anerkennung für die musikalischen Ausnahmetalente Jacko und Prince, sah man in Madonna eher eine modebewusste Tänzerin mit dünnem Stimmchen, ein künstliches Pop-Idealbild, als "Material Girl"-Blondchen in Leggins, Netzstrümpfen und Spitzentops wie für die Reagan-Jahre gecastet und von der MTV-Maschinerie perfekt im Markt platziert. Und während Mick Jagger ihre Songs Mitte der 80er Jahre als "nichtssagend" verurteilte, traf Madonnas selbstbewusste Do-what-I-like-Attitüde und ihr Spiel mit Geschlechterhierarchien bei vielen jungen Frauen einen Nerv: Ihr berühmter "Boy Toy"-Glitzergürtel war erst der Anfang einer langen Historie an Provokationen. Stichwort "Like A Prayer"-Video: Madonna, die den Mord einer Frau beobachtet, den ein Weißer beging, an dessen Statt aber ein Schwarzer verurteilt wird. Madonna, wie sie leicht bekleidet einen schwarzen Heiligen küsst. Madonna mit Wundmalen an den Händen, tanzend vor brennenden Kreuzen und als Sahnehäubchen ein Liebesspiel auf der Kirchenbank: Zu viel für das republikanische Bush-Amerika. Religiöse Organisationen und Kirchenverbände liefen Amok. Doch MTV verweigerte die Absetzung des Instant-Clip-Hits. So war der einzige Verlierer des Spiels der Pepsi-Konzern, der den Song wenige Tage zuvor stolz in einem eigens gedrehten Werbeclip als exklusive Weltpremiere in 40 Länder ausstrahlte, bevor man - viel zu spät - das provokante Potenzial der Klientin in vollem Ausmaß erfuhr. Der Pepsi-Clip wurde aus Angst vor Verwechslungsgefahr mit dem skandalträchtigen Original-Video zurückgezogen, Madonna durfte ihre fünf Millionen Gage behalten. Im Rückblick ist der ganze Medienhype (Single-Charteinstieg in über 30 Ländern, 3 Wochen Platz eins in UK und USA) beinahe vergessen, "Like A Prayer" selbst hat dagegen nichts von seiner Faszination verloren. Die brutale Einprägsamkeit der Strophen speist allein der Minimalismus aus Madonnas Stimme und der Kichenorgel, während der Refrain von ihrer neu entdeckten Vorliebe fürs Bandfeeling lebt. Der exzellent eingewebte Gospel-Teil samt Chorfinale darf sogar als erster zaghafter Verweis in Madonnas spirituelle Zukunft gelten. Den neuen Sound führt "Express Yourself" nahtlos fort. Der Entschluss, die Songs live mit Band einzuspielen äußert sich hier in mitreißendem 70er Funk à la Sly And The Family Stone und Madonnas wohl berühmtester Aufforderung auf weibliche Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Im Intro gibt sie sich vor dem Gesangseinsatz gar als Cheerleaderin eines neuen Pop-Feminismus: "Come on girls / do you believe in love / cause I got something to say about it / and it goes something like this." Es folgen klare Ansagen, zumal von einem Ex-Material Girl: "You don't need diamond rings or 18 karat gold (...) You deserve the best in life / so if the time isn't right then move on / second best is never enough / you'll do much better baby on your own!" Das kann man kaum besser formulieren, weshalb es Lady Gaga auch verziehen sei, dass ihr Song "Born This Way" die Madonna-Vorlage fast originalgetreu für die iPod-Generation remixte. Die Aufnahmen standen unter dem Einfluss des sich anbahnenden Beziehungsendes zu Penn, was Madonna veranlasste, erstmals persönliche Erfahrungen im Songwriting zu verarbeiten. In den begleitenden Interviews zum Album verbat es sich Madonna zwar, über die Themen Liebe, Ehe und Sean Penn zu sprechen, um den Adressaten des Songs "Till Death Do Us Part" zu erraten, genügten jedoch rudimentäre Kenntnisse der englischen Sprache: "Our luck is running out of time / You're not in love with me anymore / I wish that it would change, but it won't, if you don't." Musikalisch eine Upbeat-Popnummer, deren elektronischer Grundsound die alten Zeiten wachrief, badet der Refrain in Melancholie. Dass sich die restlichen Albumsongs deutlich vom Vorgänger "True Blue" unterscheiden, verwundert auch angesichts Madonnas erneuter Zusammenarbeit mit den alten Songwritern und Produzenten Patrick Leonard und Stephen Bray. Gerade mit Leonard, dem Mirwais ihrer frühen Jahre, gelang Hochklassiges: So tauchen dessen Beatles-Vorlieben im Mittelteil des verspielten Psychedelic-Wiegenlieds "Dear Jessie" auf, als der Song analog zu "A Day In The Life" mit einem abrupten Streicher-Break ausgebremst wird und Baby-Geräuschsamples ertönen, später gesellt sich ein akzentuiertes Trompetensolo à la "Penny Lane" hinzu. Mit zwei verletzlichen, melodramatischen Piano-Balladen wagt sich Madonna an die Aufarbeitung ihrer Zeit als Teenagerin, die mit fünf Jahren ihre Mutter verliert und später die Zuneigung des Vaters aufgrund dessen neuer Frau. Beide, "Oh Father" und "Promise To Try", zeigen bis dato ungeahnte kompositorische Tiefen und fungieren als Blaupausen für ihr späteres Balladenalbum "Something To Remember". Besonders bei den Balladen fällt Madonnas gereifte Stimme ins Gewicht, die einzelne Töne allmählich sogar bis zum Ende auszuhalten vermag. Oder wie es Leonard sinngemäß formulierte: "Frauen wie Tina Turner oder Whitney Houston hatten die klar bessere Stimmanlage, aber niemand arbeitete härter im Studio als Madonna." Das Großaufgebot an berührenden Melodien verdeckt beinahe Superstar Prince, der auf dem Album ja auch noch einen Gastauftritt hat. Der vorgebliche "Love Song" müsste korrekterweise "This Is Not A Love Song" heißen, aber da waren PIL wohl schneller. Der aseptische Funk klingt jedoch eher wie von einem Prince-Album entnommen und gerät schnell in Vergessenheit. "Cherish", eine von insgesamt sechs (!) Singles, verpackt den Sound von 60s-Girlgroups in ein modern swingendes Pop-Arrangement, "Keep It Together" funkt als "Express Yourself"-Sequel mit Prince an der Gitarre leger dem Ende entgegen, bevor "Pray For Spanish Eyes" den Spanien-Bezug früherer Songs wie "La Isla Bonita" und "Who's That Girl" fortführt - abermals nicht ohne penetranten Einsatz von Kastagnetten. Die Gipsy Kings lassen grüßen. Dabei hätte sie es belassen sollen, das mit Prince aufgenommene "Act Of Contrition" dient nurmehr als Studio-Gag: Rückwärts laufende "Like A Prayer"-Chöre, quietschende Gitarrenfeedbacks und Madonna als Poetry Slam-Debütantin. Nach "Like A Prayer" und der anschließenden "Blonde Ambition"-Tournee mit 'spitzen' Gaultier-Outfits gab es zu Madonna nur noch zwei Meinungen. Jene von Pet Shop Boy Chris Lowe: "Mit den Refrains hat Madonna es einfach drauf". Oder die von Joni Mitchell: "Sie ist ein Produkt. Sie wurde berühmt, weil sie die richtigen Leute engagierte." Und während Madonna Songwriting-Angebote von Bono und Frank Sinatra ablehnte, wuchsen immer neue Schülerinnen wie Gwen Stefani oder Christina Aguilera nach. Ob Balladen-, Elektro- oder R'n'B-Alben, ob Marilyn Monroe-, Jean Harlow- oder Marlene Dietrich-Look, ob Kabbala-Lehre, Waisenkind-Adoptionen oder die Eröffnung von Fitnessstudio-Ketten: Die einzige Konstante in Madonnas Karriere blieb die Veränderung. Und sie brachte noch einige Highlights zu Tage. © Laut
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Pop - Erschienen am 18. September 2000 | Warner Records

Eigentlich war ich schon immer ein heimlicher Verehrer von Madonna, spätestens seit ihrem leckeren Playboy-Debut, musikalisch seit "Material Girl". Damals hätte ich mich allerdings nie getraut, eine Madonna-Scheibe zu erstehen, da deren Besitz den Spott meiner pubertierenden Kollegen auf sich gezogen hätte. Heute muss ich zugeben, dass Madonna wirklich ein Phänomen ist. Nicht zuletzt deshalb, weil diese Frau es schafft, auf dem Cover ihrer neuen Scheibe wie eine halbwüchsige Cow-Göre auszusehen. Vielleicht hatte da auch der Photoshop ein wenig seine vertuschenden Finger im Spiel, dies sei aber nur Spekulation. Das eigentlich Phänomenale ist aber die ihrer Musik anhaftende Jugend. Frau Chiccone gelingt es, mit jedem Release neue Trends zu setzen oder auf diese aufmerksam zu machen. Eine konstante Weiterentwicklung ist bei ihr zu verzeichnen, was nicht viele Künstler ihres Kalibers schaffen. Jedoch ist das beim vorliegenden Werk nicht Madonnas alleiniger Verdienst. So lies sie die noch unfertigen Rezepte zu ihrer neuen Scheibe dem französischen Maitre de Groove Mirwais direkt in die Pariser Studio-Küche schicken. Dieser veredelte 6 Stücke nach unverkennbarem Gusto der Cuisine Francaise Electronique. Viel Synthetik, ein wenig Breakdance und eine satte Portion Vocoder über die Stimme. Heraus kam unter anderem die schon vorab erschienene Hammersingle "Music" mit dem sexy Captain-Future-Groove. Sie bildet zusammen mit den anderen 5 Mirwais-Tracks eine 6-gängige Schlemmerorgie für Tanzsüchtige und bringt nach Madonnas Aussage "Bourgoisie und Rebellen" zusammen auf die Tanzfläche. Auch für "herkömmliche" Madonna-Fans ist natürlich was geboten, unter anderem "American Pie" vom gleichnamigen Soundtrack oder "Runaway Lover", beide produziert von William Orbit. Insgesamt eine Anschaffung, die den Gehörgang erfreut, und wer auf den synthetischen Retro-Sound der 80er Jahre steht, der sollte sich dazu gleich die "Production" von Mirwais leisten. © Laut
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Pop - Erschienen am 21. April 2003 | Warner Records - Maverick

Der kalkulierte Skandal, den Madonna sonst so perfekt inszeniert, ging dieses Mal in die Hose. Das Video zum Titeltrack "American Life" zog sie einen Tag vor der geplanten Veröffentlichung zurück. Aus Rücksicht vor den kämpfenden US-Truppen. Denn in Kriegszeiten, in denen sich das amerikanische Volk (auch wenn es denn in London lebt) um seinen Führer schart, wollte sich selbst die Mutter der gezielten Provokation derart deutliche Kritik an George Bush nicht erlauben. Richtig deutlich wurde anhand der vorgeschobenen Patriotismus-Debatte aber vor allem eines: Auch Madonna ist geradezu versessen nach den süßen Früchten des Erfolgs. Somit macht auch die neuerliche Zusammenarbeit mit dem französischen Top-Produzenten Mirwais Sinn, der schon "Music" zum Erfolg trimmte. Eine sichere Nummer. Und er enttäuschte sie nicht. Das neue Album ist eine gelungene Fortsetzung des 2000er Vorgängers, insgesamt klingt er vielleicht noch stimmiger. Die Single "American Life" ist kennzeichnend für den kühlen Club-Sound des neuen Albums. Weitere potenzielle Club-Brenner sind das grandiose "I'm So Stupid" und "Nobody Knows Me". Der Erstgenannte bietet den mächtigsten Song-Beginn auf: Madonnas Stimme trifft auf eine akzentuierte Akustikgitarre und einen polternden Basslauf, wieder treiben fette Beats, coole Breaks und durchgehende Hi-Hats das Ganze asynchron an, bis Madonnas Stimme sich zu einem ätzenden Ton verfremdet und nur noch die Zeile "Everybody's looking for something" nachhallt, die man schon von den Eurythmics kennt. "Nobody Knows Me" gerät derart zur gekünstelten Vocoder- und Soundgimmick-Party, dass man geneigt ist, Mirwais am Schlawittchen zu packen. Doch der groovende Mittelteil allein rehabilitiert den Franzosen. Abseits der Tanzfläche bietet Madonna dann ihr ganzes Pop-Können auf: Klingt die kommende Single "Hollywood" beinahe noch zu beliebig, könnte sich "Intervention" zu einem ihrer besten Songs seit Jahren mausern: einem Chili Peppers-mäßigen Gitarrenlick jubelt sie Beats unter, im Refrain steigen Akustikgitarren ein und schließlich bringt Madonna einen unschlagbaren Refrain. Im Lagerfeuer-Song "X-Static Process" verzichtet sie zu Gunsten der Klampfe vollständig auf Beats und im elektronischen Midtempo "Mother & Father" lässt sie sich wieder zu einem kleinen Rap-Einsatz hinreißen. Die Breitwand-Ballade "Easy Ride" beschließt Madonnas neuestes Werk. Der anfangs recht minimalistische Song gewinnt nach und nach an Bombast und endet in krudem Electronica-Overkill. Fiepende, teilweise schon knarzende Elektronik gepaart mit Akustikgitarren sind also auch im Jahr 2003 die Groove-Komponenten, aus denen Beat-Bastler Mirwais sein Madonna-Bild zeichnet. Mit "Music" und "American Life" scheint es nun vollendet zu sein. Nur schwer will der Gedanke einleuchten, durch eine dritte Zusammenarbeit könne noch Unentdecktes, Ungehörtes an die Oberfläche gebracht werden. Madonna weiß das bestimmt. Jetzt, wo sie ihre Grenzen so zielsicher zu stecken vermag. © Laut
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Pop - Erschienen am 15. Juli 1987 | Sire - Warner Records

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Pop - Erschienen am 29. September 2009 | Warner Records

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Pop - Erschienen am 19. Juli 2019 | Boy Toy, Inc. Exclu licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclu licensed to Interscope Records

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Pop - Erschienen am 9. Mai 2019 | Boy Toy, Inc. Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscope

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Pop - Erschienen am 9. Mai 2019 | Boy Toy, Inc. Exclusively licensed to Live Nation Worldwide, Inc. Exclusively licensed to Interscope