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Ähnliche Künstler

Die Alben

CD20,49 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. April 2019 | AMF

Als wir im Januar 2017 Yesterday’s Gone zu hören bekamen, waren wir ganz benommen davon und sagten uns, dass uns das Vereinigte Königreich seit undenklichen Zeiten keinen dermaßen hochkarätigen Rapper mehr geschickt hatte… Mit diesem Debütalbum verschaffte sich Benjamin Gerrard Coyle-Larner alias Loyle-Carner auf verblüffende Art einen Platz in der Hip-Hop-Szene. Verblüffend bezieht sich vielmehr auf sein Talent als auf die entspannte Atmosphäre seiner Platte. Melancholischer, fast lässiger Flow, melodischer, keineswegs aggressiver Sound sowie für seine 22 Lenze erstaunlich reife Texte - damit zeigte Loyle-Carner, dass er es ganz anders macht als seine Zeitgenossen. Er richtete sich nämlich vielmehr nach den Lehrmeistern aus dem Goldenen Zeitalter (Jurassic 5, Slum Village, A Tribe Called Quest) als nach seinen Landesgenossen aus der Grime-Szene. Mit Soul und Jazz ist er aufgewachsen und das lässt er auf diesem zweiten, keineswegs eingefahrenen Album auch aus allen Ecken und Winkeln seiner Kompositionen heraushören. Und wie immer in seinem Fall steht auch hier das Storytelling im Mittelpunkt seines Not Waving, But Drowning. Da Loyle-Carner eher Autor als Rapper ist, spricht er alle möglichen Themen an, das fängt bei seiner Mutter an, geht weiter mit seinen beiden Vätern (seinem schwarzen, biologischen Vater und seinem weißen Vater, der ihn aufgezogen hat) und reicht hin bis zum Fußball (das Elfmeterschießen zwischen England und Kolumbien bei der Weltmeisterschaft 2018 in It’s Coming Home?)). Es geht aber auch um international berühmte Köche wie etwa Yotam Ottolenghi und Antonio Carluccio, denen er gleich zwei Songs widmet! Das Klangbild ist analogischer als in Yesterday’s Gone, wenn Loyle-Carner einen Soundtrack präsentiert, bei dem er den guten alten Boom bap mit Funk light mischt. Und in Desoleil (Brilliant Corners) lässt er Sampha und in Loose Ends Jorja Smith zu Wort kommen, um der Sache etwas Würze zu verleihen. Das kann man wirklich genießen. © Marc Zisman/Qobuz
CD17,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 20. Januar 2017 | EMI

"Yesterday's Gone" fühlt sich an, wie ein Erinnerungsalbum. So eins, in dem das Familienfoto neben der Eintrittskarte vom ersten Konzert klebt, und man nach dem Umblättern auf die aus der Zeitung ausgeschnittene Todesanzeige eines Verwandten stößt. Das Buch ging sichtlich durch viele Hände, oder wieder und wieder durch die gleichen. Die Bindung beginnt bereits zu zerfleddern, ein Abdruck des achtlos abgestellten Kaffeebechers verunziert eine Seite. Das Schöne, das Schmerzhafte, das Hässliche und das Ungeplante: Alles gehört zum Gesamtbild und macht das Banale persönlich. Loyle Carner collagiert entsprechend wüst. Er stellt Tracks, in denen er über die kaum existente Beziehung zu seinem biologischen Vater sinniert, neben ein a-Cappella vorgetragenes Gedicht übers Textmitteilungen-Verschicken aus nächtlicher Einsamkeit heraus. Die ermüdende Suche nach seinem seelenverwandten Gegenstück treibt ihn um, aber auch Gedankenspiele über die kleine Schwester, die er gern gehabt hätte, oder die Probleme, die sich auftun, wenn eine Leidenschaft zum Broterwerb wird. Dazwischen ergeht er sich gemeinsam mit seinem alten Wegbegleiter Rebel Kleff, der ihm neben einigen Beats auch ab und an einen freundschaftlichen Rat unterschieben darf ("Stop tryna be the fuckin' good Samaritan all the time.") in Erinnerungen an früher und suhlt sich zu den schrappenden Gitarrenklängen von "No CD" in Musik-Nerdyness. Die zeigt sich auch in "No Worries", in dem zusätzlich noch Jehst mitmischt: In ein- und derselben Zeile Muhammad Ali und Kendrick Lamar zu zitieren, das muss man erst einmal hinbekommen. "Sittin' with my bro Kleff listening to Mos Def": Dass diese beiden eine ganze Menge Mos Def gehört haben, hätten sie eigentlich gar nicht extra erwähnen müssen. Man merkt es auch so. Snippets wie "Rebel 101" oder "Swear" mag man überflüssig finden. Sie unterstreichen allerdings deutlich den vielen Tracks eigenen entspannten Probenraum- oder Jam Session-Vibe. Obwohl raffiniert konstruierte Ergebnisse herauskommen, scheint es doch so, als entwickelten sich die Stücke ganz von alleine, als keimten sie organisch, ohne großes Zutun. Darin, etwas leicht aussehen zu lassen, steckt oft die größte Schwierigkeit. Heimelig knistert gleich in den ersten Takten von "The Isle Of Arran" die Nadel übers Vinyl. Chöre verströmen souliges Gospel-Gefühl, verleihen der ganzen Szenerie etwas Sakrales. Der Bass erdet den erhabenen Vielklang aus Stimmen, Handclaps und Klavier. Ohne den Zauber zu brechen, schafft Loyle Carner mit seinem gelassenen Flow, noch dazu British as fuck, Platz, um sein Innerstes nach außen zu stülpen. Seine radikal persönliche Herangehensweise liefert den roten Faden, an dem entlang die Worte den Weg direkt in die Herzen seiner Zuhörerschaft finden. Zusammen mit dem Coverartwork spricht all das eine eindeutige Sprache: "It's a family affair." Kein Wunder, posiert Loyle Carner da im Kreise seiner Lieben samt Ball und Hund. Kein Wunder, huldigt er nicht nur "Mrs C", sondern setzt mit "Sun Of Jean" darüber hinaus seiner Mutter ein Denkmal, wie es Tupac Shakur mit "Dear Mama" nicht liebevoller hat meißeln können. Mum revanchiert sich mit einer gesprochenen Liebeserklärung an ihren gewiss nicht immer unkomplizierten Sprössling, die vollends alle Schleusen aufreißt: "Aye, we supportet Nas", so Loyle Carner zu Beginn. "Whose world is this? Bruv, of course, it's ours." Mama Jean greift diesen Faden am Ende wieder auf: "The world is his." Awww! So rührselig, wie man jetzt glauben könnte, klingt es aber gar nicht. Die angenehmen, molligen, leise Jazz-infizierten Beats durchzieht zwar über weite Strecken erhebliche Melancholie. Doch lässt Loyle Carner auch immer wieder die Sonne durch die graue Wolkendecke blitzen. Den unerwarteten Tod seines Stiefvaters thematisierte Loyle Carner bereits auf seiner Debüt-EP. Die Trauer bleibt auf "Yesterday's Gone" zwar präsent, noch ist nicht genug Zeit verstrichen, um die Wunde zu heilen. Sie blutet allerdings auch nicht mehr ununterbrochen. © Laut
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 16. Januar 2019 | AMF

CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. Oktober 2018 | AMF

CD3,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 14. August 2015 | paradYse

HI-RES3,99 Fr.
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. November 2020 | EMI

Hi-Res
CD2,99 Fr.

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. November 2020 | EMI