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Die Alben

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Rock - Erschienen am 24. Februar 1975 | Atlantic Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Rock - Erschienen am 8. November 1971 | Atlantic Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
Es gibt Geschichten ohne befriedigenden Schluss. Geschichten, die nie wirklich zu Ende erzählt wurden. Die Story von Led Zeppelin ist eine davon. Als Schlagzeuger John Bonham 1980 am eigenen Erbrochenen erstickte, war dies mehr als nur ein tragischer Schock. Seither hatten Generationen von Musikfans immer wieder den einen Wunsch, nämlich die Legende, die mit dem Tod des Trommlers auseinander brach, noch einmal auf der Bühne zu erleben. Ein einziges Mal. Einer, der diese Gefühle ebenfalls aus der Warte des Fans beschreibt, ist Johns Sohn Jason. In den Linernotes zum Album fasst er seine Gefühlslage derart emotional zusammen, dass man es dem sympathischen Schlagzeuger von Herzen gönnt, dass sein lange gehegter Traum am 10. Dezember 2007 endlich in Erfüllung ging. Mit der Benefizshow zu Ehren des verstorbenen Atlantic-Gründers Ahmet Ertegün kam die wohl einflussreichste Band des Planeten noch einmal zusammen. Man mag sich gar nicht ausmalen, wenn der verhunzte Live Aid-Gig als letztes Livedokument der verbliebenen LZ-Mitglieder hätte gelten müssen. Jason Bonham kann nun mit Stolz seinen Frieden mit der Vergangenheit machen. Denn was Led Zeppelin auf "Celebration Day" in Ton und Bild festhalten, ist nichts weniger als das definitive Statement dessen, was die Band ausmacht. Vom ersten Ton an fesselt die Intensität und Qualität des Auftritts. Lässt man die Geschichte Revue passieren und denkt an die Abneigung der Beteiligten, sich wieder auf der Bühne zusammen zu finden, ist man vor allem von der guten Laune überrascht, die ab den ersten Takten von "Good Times Bad Times" auf der Bühne zu herrschen scheint. Die Kommunikation zwischen Page, Plant, Jones und Bonham ist derart locker und gelöst, dass es kaum wundert, dass der Auftritt im O2 zu einem einzigen Triumphzug gerät. Die Band nutzt den Opener und "Ramble On" dazu, in den Gig hinein zu finden. Ab "Black Dog" nimmt die Geschichte dann Fahrt auf: Led Zeppelin stanzen von da an jede einzelne Note ins Geschichtsbuch der Musikhistorie. Einige der hier aufgeführten Versionen des LZ-Backkataloges können mit Fug und Recht als definitive Versionen bezeichnet werden. Nie zuvor gab es zum Beispiel "No Quarter" zu hören wie hier. Der Sound jagt einem schon bei Jones' Eröffnungs-Klängen am Piano eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken hinunter. Page nimmt den Faden mit gefühlvollen aber kräftigen Gitarrenlicks auf, Bonhams perfektes Schlagzeugspiel flankiert, ehe Plants Organ dem ganzen die Krone aufsetzt. Ein Track zum niederknieen. Die gesamte Band wirkt, als habe sie all die Jahrzehnte mit nichts anderem verbracht, als im geheimen Kämmerlein für diesen finalen Gig zu proben. Plants veschmitzes Kopfnicken bei Minute 53:11 ist sinnbildlich für die Stimmung des Konzerts: Sie wissen zu diesem Zeitpunkt schon, dass diese Aufnahme Geschichte machen wird. Eine perfekte Zusammenfassung des Abends und der Stimmung im weiten Rund! Die Reaktion eines Fans nach der Vorführung des Films im Kino fasst es ebenfalls treffend zusammen: "If there's anyone out there who doesn't know what Led Zeppelin is about, then watch this film and you will know". Fürwahr. Nach "Stairway To Heaven" schickt Plant dem Verstorbenen noch einen Gruß gen Himmel: "Ahmet, we did it!" Oh ja. Und wie. Der Alltime-Favourite stellt aber in der Setlist ganz und gar nicht das Highlight dar. Und das will was heißen. Wer bei "No Quarter" noch nicht wusste, welcher Film hier abgeht, der bekommt es bei "Kashmir" mit aller Kraft ins Rückenmark geritzt. Schon bei Bonhams Anzählen auf der Hi-Hat weiß man: Jetzt kann nur ein Song kommen. Und er kommt. Mit Wucht. Druckvoll. Unwiderstehlich. Die Band wird hier eins mit dem Publikum. Was da durchs sterile Betonoval schwappte, war weit mehr als nur ein Song. Jede Facette von "Kashmir" steuerte seinen Teil zum Höhepunkt des ganzen Abends bei. "They nailed it!" Wie viel mehr Musik kann eine Band noch sein? Wer sich nur ein ganz klein wenig Fan dieser Band schimpft, könnte nach dem Genuss dieses einzigen Songs getrost seine Anlage verbrennen. Denn mehr geht einfach nicht. Da wir allerdings stets den Süchten anheim fallen, nehmen wir die Gelegenheit gerne wahr, dieses Event immer und immer wieder zu erleben. Wer nach den gut zwei Stunden an irgendetwas herumkrittelt, was auf der DVD zu sehen ist, muss nicht ganz bei Trost sein. Wer mäkelt, Plants Stimme wäre nicht mehr auf der Höhe, dem setzt der mittlerweile 64-Jährige derart viel Gefühl entgegen, dass es wirklich vollkommen egal ist, ob er die Tonleiter noch ganz nach oben klettert. Wenn sich 20 Millionen Menschen für Karten registrieren lassen, kann man davon ausgehen, dass auch dem abgebrühtesten Rockstar das ein oder andere Mal die Düse geht. Mitunter dürften die Erwartungen (nicht nur) der damals Anwesenden schwindelerregende Höhen erreicht haben. Nicht weniger als das Evangelium des Rock'n'Roll sollten die alternden Herrschaften abliefern. Lange genug haben wir ja schließlich warten müssen. Und die Herren lieferten. Schaut man sich an, wie Led Zeppelin am Ende des Konzerts strahlend und zufrieden beieinander stehen, muss man nicht mehr wirklich traurig sein, dass diesem Konzert keine Welttour folgte. Besser als an diesem Abend hätte es nie wieder werden können. Die Geschichte wurde an jenem Abend in London ein für allemal zu Ende erzählt. Für immer. Und es ward gut. © Laut
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Rock - Erschienen am 12. Januar 1969 | Atlantic Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Rock - Erschienen am 5. Oktober 1970 | Atlantic Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Rock - Erschienen am 24. Oktober 2014 | Atlantic Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Rock - Erschienen am 12. Januar 1969 | Atlantic Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Rock - Erschienen am 5. Oktober 1970 | Atlantic Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Reissue
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Rock - Erschienen am 8. November 1971 | Atlantic Records

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Kein Albumtitel, kein Bandname, nicht einmal eine Katalognummer schmücken das Cover des vierten Albums von Led Zeppelin. Nach eher lauwarmen bis eisigen Kritiken zu "Led Zeppelin III" beschließen die Briten, allen voran Jimmy Page, den Nachfolger ohne weitere Informationen unters Volk zu bringen. Die Musik soll für sich alleine stehen. Der Name bleibt so geheim, dass bis heute niemand so richtig weiß, wie er nun wirklich lautet. "ZoSo"? "Untitled"? "IV"? "The Hermit"? "The Runes"? "Four Symbols"? "Led Zeppelin IV"? Jeder soll sich nach dem persönlichen Geschmack den eigenen Favoriten herauspicken und diesen vor den gegnerischen Scharen als einzige Wahrheit verteidigen. Für Fantasie und Diskussionen gibt es rund um den vierten Led Zep-Longplayer kaum Grenzen. Ohne weiteres kann es als Paradebeispiel durchgehen, was geschieht, wenn man dem Hörer nur vage Richtungen mit auf den Weg gibt. Ein Album ohne Namen. Mystische Symbole, die jeweils ein Bandmitglied darstellen. Ein Eremit auf seinem einsamen Berg. Rätselhafte Texte mit Referenzen zu Mystik, Götterwelt, Sex und Drogen über einen "Stairway To Heaven" und "The Battle Of Evermore". Und immer wieder dieser J. R. R. Tolkien. In einer Welt ohne Internet, ohne Spielkonsole und lediglich drei TV-Programmen, über die Vater die Hoheit behält, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ein virales Phänomen, das bis heute andauert. Sieht man den Kopf eines "Black Dog", sobald man den Berg an einen Spiegel hält? Satanische Verse, sobald "Stairway To Heaven" rückwärts läuft? "Oh here's to my sweet Satan / The one whose little path would make me sad, whose power is Satan.” Zum Wolkenkuckucksheim geht es gleich hinten rechts, kurz vorm "Misty Mountain Hop". Jeder nur ein Kreuz. Aus der Asche der Yardbirds ersteht 1968 über den Umweg New Yardbirds der Phoenix Led Zeppelin. Vier begnadete Musiker, die durch eine Empfehlung von Dusty Springfield bei Atlantic Records unter Vertrag kommen. Den späten 1960ern und den kompletten 1970ern verpassen sie die Erfindung des Konstanzers Ferdinand Graf von Zeppelin in aller Deutlichkeit als Branding. Ein Luftschiff, so monumental, dass es nur der Punk zu Fall bringen konnte. "I'm the best Keith Moon-type drummer in the world." Wie sein kongenialer Kollege von The Who starb König John 'Bonzo' Bohnham im Alter von 32 Jahren viel zu früh. Nicht jedoch, ohne zuvor das Schlagzeugspiel komplett neu zu definieren. Seine Attitüde wurde endlos oft kopiert, sein Sound nie erreicht. Für ein Großteil der Arrangements zeichnet der oft maßlos unterschätzte Bassist John Paul Jones verantwortlich. Seine Relevanz für Led Zeppelin macht sein Fehlen bei Page & Plants "Unledded"-Projekt aus dem Jahr 1994 nur allzu deutlich. Zwar finden sich ein paar nette Variationen alter Gassenhauer, insgesamt bleibt jedoch ein ziemlich orientierungsloses Durcheinander. Ohne Jonesy verbleibt der Zeppelin am Boden. Die Augen der Öffentlichkeit verweilten jedoch auf den Gegensätzen Page und Plant. Auf der einen Seite der 'Dark Lord'. Der dunkelhaarige Okkultist mit Double Neck-Gitarre und der Faszination für Aleister Crowley. "One for the Dark Lord on his dark throne In the land of Mordor where the Shadows lie." Auf der anderen der 'Golden God' mit seinen Korkenzieherlocken. Je enger seine Jeans saß, um so mehr beeindruckte seine Stimme. "Als ich zehn Jahre alt war, hörte ich zum ersten Mal Robert Plant und wollte ihm meine Jungfräulichkeit schenken", erklärt Tori Amos dem Irish Independent 2001. "Ich dachte allerdings, das wäre wie Peanut Butter und Jelly teilen oder Händchen halten." "Black Dog" startet den vierten Longplayer der Engländer mit einem lauten Donnerschlag. Nach einem kurzen Dröhnen, von Page "waking up the army of guitars" genannt, schreit Robert Plant Zeter und Mordio. "Hey, hey, mama, said the way you move / Gonna make you sweat, gonna make you groove." Vom ersten Moment an stellen Led Zep ihre Verstärker auf elf. Ein apokalyptischer Blues, ein Call and Response aus dem jaulenden Plant und schleppenden Gitarren-Riffs, direkt aus dem krächzenden Spulen eines Tesla-Transformators gezapft. Seinen Namen verdankt "Black Dog" einem namenlosen Labrador, der während der Aufnahmen um das Headley Grange Studio schlich, mit dem eigentlich Text aber nichts zu tun hat. Angestachelt von Muddy Waters' 1968 erschienenem Album "Electric Mud" wollte John Paul Jones einen arglistigen Blues-Track mit komplexen Rhythmuswechseln schreiben, der dem Zuhörer das Tanzen fast unmöglich macht. Operation gelungen, Hund lebt. Mindestens ebenso drastisch, dafür aber schnurgeradeaus zürnen sich die 'Hammer of the Gods' durch "Rock And Roll", diesem fuchsteufelswilden 12 Bar Blues, zufällig aus einem wütenden Jam bei den Aufnahmen zu "Four Sticks" entstanden. Während Plant im Text fleißig frühe Rock-Hits referenziert ("The Stroll", "The Book Of Love", "Walking In The Moonlight") und Studiomusiker Nicky Hopkins den Jerry Lee Lewis gibt, mäht Bonzo alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. "The Battle Of Evermore" zieht radikal die Handbremse. In diesem mystischen Folk-Song teilt sich Plant zum ersten und letzten Mal in der Geschichte von Led Zeppelin den Platz am Mikro. Percy gibt in der Geschichte, halb angelsächsische Schlachtenepik, halb Tolkien, den Erzähler und Sandy Denny vertritt mit ihrem Gesang den Part eines Stadtausrufers. Page zupft munter die Mandoline, Bonham trommelt auf Percussions. Spürbar weht der Wind durch blutdurchzogene schottische Highlands und für einen kurzen Augenblick bekommt man einen Einblick, wie Herr der Ringe vor dem Großaufmarsch von Peter Jackson in den Köpfen seiner Leser funktioniert haben mag. "Es klingt wie eine Tanz-um-den-Maibaum-Nummer", gestand Page später und hat nicht ganz unrecht. "Black Dog", "Rock And Roll" und der radikale Bruch mit "The Battle Of Evermore" bleiben jedoch nur Hors d'œuvre zu dem, was nun folgen sollte: Ein Geniestreich, dessen bisher ungehörte wie Adrenalin ansteigende Struktur zu unzähligen Imitationen führte. Eine aufwühlende Melange aus Folk und Rock, die Essenz aus allem, was Led Zeppelin bis zu diesem Zeitpunkt ausmachte. Einer der berühmtesten Rock-Songs aller Zeiten, obwohl er niemals auf Single erscheinen sollte. Ladies and Gentleman: "Stairway To Heaven". Vergessen wir für einen Moment die tausendfache Beschallung, die schlechten Coverversionen, den alten "No Stairway To Heaven"-Gag aus Wayne's World und all die anderen Nebengeräusche. Drücken wir auf die Rewind-Taste, spülen wir unsere Ohren aus und nähern wir noch einmal jungfräulich seiner ganzen Faszination. Denn dann sorgt dieses epochale Werk auch heute noch für eine Gänsehaut nach der anderen. Nach dem sehnsüchtigen, nach Freiheit strebenden Folk-Einstieg, den John Paul Jones' brillantes Blockflöten-Arrangement begleitet, fügt sich langsam Puzzlestück um Puzzlestück zu einem monumentalen Gesamtbild zusammen. Wenn Bonham nach viereinhalb Minuten einsetzt, beginnt die dramatische Fahrt in Richtung Klimax. So lange, bis die Gefühle überkippen und in einem der bekanntesten Gitarrensoli überhaupt gipfeln. Letztlich steht Plant wie nach einer achtminütigen Katharsis wieder für sich alleine. Mit wallendem Engelshaar, den Blick Richtung Westen. "And she's buying a stairway to heaven." Natürlich bringt solch ein allgegenwärtiger Track nicht nur Liebhaber mit sich. Selbst in der Band gehen die Meinungen meilenweit auseinander. Spricht Page von einem Meisterwerk, nennt Plant "Stairway To Heaven" nur abschätzig den "Wedding Song", den er zeitweise am liebsten vergessen würde. "Ich kann mich nicht mal dazu bringen, diese drei Wörter auszusprechen", stellt er in einem Interview mit VH-1 fest. Dabei kamen diese in einem kurzen Augenblick der Eingebung von ihm selbst. Gemeinsam saßen Page und Plant am Lagerfeuer um an dem neuen Stück zu arbeiten. "Ich hielt einen Stift und ein Stück Papier in der Hand", erinnert sich Plant. "Aus irgendeinem Grund war ich in sehr schlechter Stimmung. Dann begann meine Hand urplötzlich zu schreiben. 'There's a lady who's sure all that glitters is gold / And she's buying a stairway to heaven.' Ich saß nur da, starrte auf die Wörter und dann sprang ich fast aus meinem Sitz." Die Interpretationen des Textes, der als einziger im Innersleeve abgedruckt wurde, gehen ins Mannigfaltige. Einen Großteil der 1970er verbrachte Robert Plant damit, Fragen zu den "Stairway"-Lyrics zu beantworten. "Je nachdem was für einen Tag wir haben, interpretiere ich den Song auf verschiedene Art und Weise – und ich habe den Text geschrieben." Mit Sicherheit enthält er jedoch, egal in welche Richtung man ihn auch abspielen mag, keine satanischen Botschaften. Auf die Anfang der 1980er aufkommende Diskussion antwortete Swan Song Records, die von Zeppelin ins Leben gerufene Plattenfirma, nur mit einem kurzen Satz: "Unsere Plattenspieler spielen nur in eine Richtung – vorwärts." "Misty Mountain Hop" beginnt mit einem funkelnden Jonsey am Electric Piano, in dessen Riff kurze Zeit später Page einsteigt. Auf dieser Grundlage, getragen von Bohnhams zielstrebigem Schlagzeugspiel, erzählt uns Plant die leicht naive Mär von einem Blumenkind vs. Big Brother-Szenario im Londonder Parklife. Die von vielschichtigen Akustikgitarren und Mandolinen hofierte Folk-Ballade "Going To California" stellt ein Tribut an Joni Mitchell dar. "The girl out there with love in her eyes and flowers in her hair /...plays guitar and cries and sings." Hypnotisch schlängelt sich das orientalisch angehauchte "Four Sticks" ins Endlose. Zwischen die Wechsel von Akustik- und E-Gitarren brennt sich die sengende Hitze von John Paul Jones' Synthesizer-Part. Plants fremdartige Vocals schimmern undeutlich wie eine Luftspiegelung auf grenzenlosen Straßen. Seinen Namen verdankt der Song dem Fakt, dass Bonham nach mehreren gescheiterten Versuchen, seinen Part einzuspielen, neue Drumsticks zur Hand nahm und so hart einschlug wie er nur konnte. "When The Levee Breaks" basiert zum größten Teil auf einem alten Blues-Stück von Kansas Joe McCoy und Memphis Minnie aus dem Jahr 1929. Doch der eigentliche Track scheint nur noch marginal durch die Led Zep-Leinwand. Die 'Hammer Of The Gods' malen ein dreckiges, ständig in Bewegung befindliches Blues-Gemälde aus planetenverschiebenden Drums, gephasten Gesang und einem Mundharmonikasolo mit Backward Echo, dessen Farben sich mit aller Macht weigern anzutrocknen. Zuletzt zitiert Plant aus Count Basies "Going To Chicago". Doch in Wirklichkeit gehört "When The Levee Breaks" ganz John Bonham. Sein imposanter Einstieg gehört zu den am häufigsten gesampelten Drumloops, an dem sich schon the Good (Beastie Boys), the Bad (Eminem) and the Ugly (Scooter) vergriffen haben. Treffend erklärt Jason Bonham in einem Interview mit dem Q-Magazine: "Das ist das Drum-Intro der Götter. Egal wo du es spielst, die Leute wissen sofort, dass es John Bonham ist. Ich hatte nie die Chance meinem Vater zu sagen wie unglaublich er war - Er war einfach nur Dad." Egal ob in ihrer bluesigen Anfangszeit, den aus allen Nähten platzenden Dimensionen von "Houses Of The Holy" und "Physical Graffiti" oder eben ihrem allgegenwärtigen vierten Album: Led Zeppelin überstrahlten zu ihrer Zeit jede andere Band. Von ihrer fliegenden Zigarre aus mussten ihnen Wegbegleiter wie Aerosmith, Alice Cooper oder T.Rex wie Ameisen erscheinen. Selbst Vorbilder für The White Stripes, Dinosaur Jr., Alice In Chains oder Guns N' Roses holten sie ihre Inspiration von alten Blueshelden wie Robert Johnson, dem Folk von Bert Jansch und Elvis Presley. Sie waren Giganten auf den Schultern von Giganten. © Laut
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Rock - Erschienen am 22. Oktober 1969 | Atlantic Records

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Rock - Erschienen am 12. Januar 1969 | Atlantic Records

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Rock - Erschienen am 24. Oktober 2014 | Atlantic Records

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Rock - Erschienen am 12. Januar 1969 | Atlantic Records

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Rock - Erschienen am 22. Oktober 1969 | Atlantic Records

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Rock - Erschienen am 19. November 2012 | Rhino Atlantic

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Es gibt Geschichten ohne befriedigenden Schluss. Geschichten, die nie wirklich zu Ende erzählt wurden. Die Story von Led Zeppelin ist eine davon. Als Schlagzeuger John Bonham 1980 am eigenen Erbrochenen erstickte, war dies mehr als nur ein tragischer Schock. Seither hatten Generationen von Musikfans immer wieder den einen Wunsch, nämlich die Legende, die mit dem Tod des Trommlers auseinander brach, noch einmal auf der Bühne zu erleben. Ein einziges Mal. Einer, der diese Gefühle ebenfalls aus der Warte des Fans beschreibt, ist Johns Sohn Jason. In den Linernotes zum Album fasst er seine Gefühlslage derart emotional zusammen, dass man es dem sympathischen Schlagzeuger von Herzen gönnt, dass sein lange gehegter Traum am 10. Dezember 2007 endlich in Erfüllung ging. Mit der Benefizshow zu Ehren des verstorbenen Atlantic-Gründers Ahmet Ertegün kam die wohl einflussreichste Band des Planeten noch einmal zusammen. Man mag sich gar nicht ausmalen, wenn der verhunzte Live Aid-Gig als letztes Livedokument der verbliebenen LZ-Mitglieder hätte gelten müssen. Jason Bonham kann nun mit Stolz seinen Frieden mit der Vergangenheit machen. Denn was Led Zeppelin auf "Celebration Day" in Ton und Bild festhalten, ist nichts weniger als das definitive Statement dessen, was die Band ausmacht. Vom ersten Ton an fesselt die Intensität und Qualität des Auftritts. Lässt man die Geschichte Revue passieren und denkt an die Abneigung der Beteiligten, sich wieder auf der Bühne zusammen zu finden, ist man vor allem von der guten Laune überrascht, die ab den ersten Takten von "Good Times Bad Times" auf der Bühne zu herrschen scheint. Die Kommunikation zwischen Page, Plant, Jones und Bonham ist derart locker und gelöst, dass es kaum wundert, dass der Auftritt im O2 zu einem einzigen Triumphzug gerät. Die Band nutzt den Opener und "Ramble On" dazu, in den Gig hinein zu finden. Ab "Black Dog" nimmt die Geschichte dann Fahrt auf: Led Zeppelin stanzen von da an jede einzelne Note ins Geschichtsbuch der Musikhistorie. Einige der hier aufgeführten Versionen des LZ-Backkataloges können mit Fug und Recht als definitive Versionen bezeichnet werden. Nie zuvor gab es zum Beispiel "No Quarter" zu hören wie hier. Der Sound jagt einem schon bei Jones' Eröffnungs-Klängen am Piano eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken hinunter. Page nimmt den Faden mit gefühlvollen aber kräftigen Gitarrenlicks auf, Bonhams perfektes Schlagzeugspiel flankiert, ehe Plants Organ dem ganzen die Krone aufsetzt. Ein Track zum niederknieen. Die gesamte Band wirkt, als habe sie all die Jahrzehnte mit nichts anderem verbracht, als im geheimen Kämmerlein für diesen finalen Gig zu proben. Plants veschmitzes Kopfnicken bei Minute 53:11 ist sinnbildlich für die Stimmung des Konzerts: Sie wissen zu diesem Zeitpunkt schon, dass diese Aufnahme Geschichte machen wird. Eine perfekte Zusammenfassung des Abends und der Stimmung im weiten Rund! Die Reaktion eines Fans nach der Vorführung des Films im Kino fasst es ebenfalls treffend zusammen: "If there's anyone out there who doesn't know what Led Zeppelin is about, then watch this film and you will know". Fürwahr. Nach "Stairway To Heaven" schickt Plant dem Verstorbenen noch einen Gruß gen Himmel: "Ahmet, we did it!" Oh ja. Und wie. Der Alltime-Favourite stellt aber in der Setlist ganz und gar nicht das Highlight dar. Und das will was heißen. Wer bei "No Quarter" noch nicht wusste, welcher Film hier abgeht, der bekommt es bei "Kashmir" mit aller Kraft ins Rückenmark geritzt. Schon bei Bonhams Anzählen auf der Hi-Hat weiß man: Jetzt kann nur ein Song kommen. Und er kommt. Mit Wucht. Druckvoll. Unwiderstehlich. Die Band wird hier eins mit dem Publikum. Was da durchs sterile Betonoval schwappte, war weit mehr als nur ein Song. Jede Facette von "Kashmir" steuerte seinen Teil zum Höhepunkt des ganzen Abends bei. "They nailed it!" Wie viel mehr Musik kann eine Band noch sein? Wer sich nur ein ganz klein wenig Fan dieser Band schimpft, könnte nach dem Genuss dieses einzigen Songs getrost seine Anlage verbrennen. Denn mehr geht einfach nicht. Da wir allerdings stets den Süchten anheim fallen, nehmen wir die Gelegenheit gerne wahr, dieses Event immer und immer wieder zu erleben. Wer nach den gut zwei Stunden an irgendetwas herumkrittelt, was auf der DVD zu sehen ist, muss nicht ganz bei Trost sein. Wer mäkelt, Plants Stimme wäre nicht mehr auf der Höhe, dem setzt der mittlerweile 64-Jährige derart viel Gefühl entgegen, dass es wirklich vollkommen egal ist, ob er die Tonleiter noch ganz nach oben klettert. Wenn sich 20 Millionen Menschen für Karten registrieren lassen, kann man davon ausgehen, dass auch dem abgebrühtesten Rockstar das ein oder andere Mal die Düse geht. Mitunter dürften die Erwartungen (nicht nur) der damals Anwesenden schwindelerregende Höhen erreicht haben. Nicht weniger als das Evangelium des Rock'n'Roll sollten die alternden Herrschaften abliefern. Lange genug haben wir ja schließlich warten müssen. Und die Herren lieferten. Schaut man sich an, wie Led Zeppelin am Ende des Konzerts strahlend und zufrieden beieinander stehen, muss man nicht mehr wirklich traurig sein, dass diesem Konzert keine Welttour folgte. Besser als an diesem Abend hätte es nie wieder werden können. Die Geschichte wurde an jenem Abend in London ein für allemal zu Ende erzählt. Für immer. Und es ward gut. © Laut
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Rock - Erschienen am 12. Januar 1969 | Atlantic Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 5. Oktober 1970 | Atlantic Records

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 27. September 2018 | Rhino Atlantic

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