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Die Alben

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Electronic - Erschienen am 3. Juni 2013 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Pitchfork: Best New Music - Hi-Res Audio - Sélection du Mercury Prize
Während sich die Türkei auf dem Taksim-Platz die Köpfe einschlägt, Koalas vom Klimawandel bedroht sind, Afrika weiterhin unter Hunger und Entbehrung leidet und selbst Deutschland unter einer zum Teil selbst verschuldeten Flut versinkt, veröffentlicht ein Engländer ein Konzeptalbum über eine Partynacht. Eine Botschaft, die in ihrer Einfachheit und Dekadenz kaum zu überbieten bleibt. Wer kein Leid erfährt, hat keine guten Geschichten zu erzählen. "We Disappear". Jon Hopkins musste nicht einmal verschwinden, für die meisten war der Mann aus der zweiten Reihe einfach niemals da. Seine drei ersten Solo-Platten flogen unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung entlang. Wer genau aufpasste, kennt seinen Soundtrack zum Science-Fiction-Drama "Monsters" oder seine Mitarbeit an Brian Enos "Small Craft On A Milk Sea" und Coldplays "Viva La Vida Or Death And All His Friends". Mit "Immunity" verlässt Hopkins seine Schutzzone. Seinen vierten Longplayer bezeichnet er als "das menschlichste elektronische Album, das es dieses Jahr zu hören gibt." In einem Jahr, in dem Daft Punk ("Random Access Memories"), Bonobo ("The North Borders") und Boards Of Canada ("Tomorrow's Harvest") einen ähnlichen Ansatz verfolgen, eine gewagte These. Große Klappe mit viel dahinter. Im Gegensatz zu den Helmträgern von Daft Punk bricht Hopkins den Konflikt Mensch-Machine nicht mit einer in den Rückspiegel schauenden Rückbesinnung auf Live-Instrumente. "Objects in the Rear-view mirror may appear closer than they are". Anstatt sie von sich zu stoßen, akzeptiert und nutzt er die uns allgegenwärtig umgebende Technologie als Instrument, aus der er Wärme, Leben und Emotionen bezieht. Nicht die Welt von gestern sondern die heutige mit all ihren Applikationen wird zum Grundstein seiner minimalistischen Musik. Die erste Hälfte von "Immunity" gilt dem Start in die Nacht. In "We Disappear" setzen wir die ersten nervösen Schritte hinaus auf die Straße, keinen Schimmer, was vor uns liegt. Frisch geduscht schlagen wir die Tür zum Alltag hinter uns zu. Die Dancefloor-Hyme "Open Eye Signal" nimmt uns mit ihrer wütenden Electro-House Bassline in Empfang. Entschlossene Euphorie, dominiert von reibenden Sub-Bässen und Techno-Beats. Über hypnotischen Schleifen der Erschütterung nimmt das düstere "Collider" Gestalt an. In die Irre führende Leidenschaft, die monoton an ihrem Ziel festhält: Rhythmus vs. Melodie. In der zweiten Hälfte wechselt die Stimmung zunehmend. Ambient-Parts nehmen zu. Während die Welt in ihrem verschwommenen Zauber weiter tanzt, wandelt man selbst mehr und mehr zum entrückten Beobachter. Ein unscharfer Blick durch den faul riechenden Nebel der Nebelmaschinen auf die tanzende Meute. Zeigt sich Hopkins kurz vorher noch von seiner düsteren Seite, wirkt das zwölf Minuten lange "Sun Harmonics" klar und mit Morgentau überzogen und leitet langsam das Ende der Reise ein. Ein Moment der Trance, des Abschiednehmens. Eine leere Bierflasche an dem letzten torkelndem Liebespärchen vorbei ins nichts kicken um danach mit zusammengekniffenen Augen ins erste Sonnenlicht zu treten. Diese kurzen Momente, die eine lange Nacht erst vollkommen machen. "Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen." (Samuel Butler) Also doch alles richtig gemacht? Der Titel-Track nimmt über wankenden Zugabteil-Beats den Weg nach Hause. Der alte Weggefährte Kenny Anderson (King Creosote) übernimmt diskret den Platz am Mikro, während Hopkins verträumt in Sigur Rós-Erzählgeschwindigkeit die ersten Lichtreflektionen auf seinem Piano nachklimpert. Das letzte Adrenalin verfliegt. Einfach nur noch nach Hause. In die Nussschale unserer Gesellschaft. Ins kuschelige Bett. In Sicherheit. In Immunität. "Immunity". © Laut
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Electronic - Erschienen am 4. Mai 2018 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Fünf Jahre Leben trennen uns von der letzten Jon Hopkins-Platte "Immunity". Dieser Geschichte einer Clubnacht, die im exzellenten Titeltrack gipfelte. Das Album, das es 2013 vollkommen zurecht an die Spitze mehrerer Jahrescharts schaffte. Kurz darauf folgte auf "Ghost Stories" eine weitere Zusammenarbeit mit Coldplay. "Midnight" zählt zu einem ihrer wenigen interessanten Stücke dieses Jahrhunderts. Alles sah danach aus, als würde Hopkins nun durchstarten. Doch stattdessen zog er sich zunehmend zurück. Eine EP, die nochmals auf "Immunity" zurückgriff ("Asleep Versions"), ein mediokrer Soundtrack ("How I Live Now") und die Compilation "Late Night Tales" - viel mehr gab es nicht zu erzählen. Der Brite zog nach Los Angeles. Um dem Tourstress zu entfliehen, begann er mit Meditation. Er schluckte Magic Mushrooms und unternahm Ausflüge in die Wüste, um sich selbst zu finden. Ein großes Om, an dessen Ende "Singularity" steht. Ein psychedelisch angehauchtes Album unter dem imaginieren Sternbild Dimethyltryptamin. Ein musikalischer Neuaufbruch ist es jedoch nicht geworden, eher eine Art "Immunity 2.0". Hopkins dreht an den richtigen, aber eben selben Reglern. Er setzt noch mehr auf den Ambient-Teil, ohne die Beats außen vor zu lassen. Selbst die Herangehensweise gleicht dem Vorgänger. Wieder stülpt der Londoner seinen Stücken ein Konzept über. "Immunity" funktionierte gerade aufgrund der Einfachheit, die in der Idee einer von uns allen schon erlebten Partynacht liegt. "Singularity" bleibt vage und ebenso wenig greifbar wie nachvollziehbar. Diesmal erkundet Jon "die Dissonanzen zwischen urbanem Leben und grüner Natur, die Verbindung von Geist, Klang und Umwelt". Eine hochtrabende Aussage, die nach so viel klingt und so wenig bedeutet. Auch in der Aufteilung der Songs geht Hopkins den selben Weg wie zuvor. Bestimmen Beats die erste Hälfte, übernehmen überwiegend ruhige Klänge die zweite. Eine Trennung, die diesmal noch deutlicher ausfällt und die man in dieser Form von David Bowies "Low" und "Heroes" kennt. Um das schwammige Konzept noch mehr aufzupumpen, beginnt "Singularity" mit der gleichen Note ("die emotionale Ehrlichkeit"), mit der es endet. Ein alter Taschenspielertrick, mit dem man den Wert der Musik dazwischen aufzuwerten versucht. Diesen Überbau hätte "Singularity" gar nicht nötig. Die Energie, Schönheit und Brillanz des Vorgängers reicht auch für eine zweite Runde. Zwar fehlt diesmal der Übertrack, doch dessen Intensität verteilt sich dafür gleichmäßiger über die einzelnen Stücke. "Emerald Rush" beginnt mit zaghaften Ambient-Klängen, die stark an Jean Michel Jarres Glanzzeit in den Siebzigern erinnern ("Oxygène"). Über sie legt Hopkins ein zartes Piano, das uns im Verlauf des Albums noch häufiger begegnet. Abrupt lässt der Song seinen Beginn hinter sich. Den weltfremden Vocals, Trance-Klängen und den raukantigen Beats wohnt aber weiterhin etwas Tröstendes inne. Mit dem zehnminütigen Herzstück "Everything Connected", das Hopkins selbst als "massiven Technobastard" bezeichnet, erreicht die erste "Singularity"-Hälfte ihren Höhepunkt. Hier fügen sich seine beiden Welten perfekt zusammen. Zeitgleich weist der Song auch deutliche Parallelen zu "Open Eye Signal" ("Immunity") auf und wirkt wie ein erleuchteter Zwilling. Während die Beats klar auf dem Boden bleiben, treiben die Synthesizer das Lied immer weiter in die Sterne. Nur um sich gegen Ende gemeinsam in tiefen Tropfsteinhöhlen wiederzufinden. Ein wahrliches Klangerlebnis. Den Bruch zur zweiten Hälfte des Longplayers stellt "Feel First Life" dar. Inspiriert von einer schwangeren Freundin, die zum ersten Mal den Fußtritt ihres Kindes spürt, fährt Hopkins so überlebensgroß auf, dass er fast im Kitsch ertrinkt. Aus Knarzen und einem einsamen Piano erwächst ein engelsgleicher Chor. Ein himmlisches Ambient-Glanzlicht, das Schönheit bis zu ihrer Schmerzgrenze austestet. Eine Höhe, von der spätestens "Luminous Beings" zurück in den Wüstendreck führt. Verzerrt, bedrohlich brummend und klickend, wirkt es zuerst wie ein spannender Gegenentwurf. In der Folge gliedert es sich aber zunehmend in das "Singularity"-Klangkonzept ein, wehrt sich aber zwölf Minuten lang widerborstig, kratzt und knarrt. Schließlich findet es im alleinstehenden Piano sein Ende, das durch "Recovery" zurück zur – hüstel – "emotionalen Ehrlichkeit" führt. © Laut
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Electronic - Erschienen am 10. November 2014 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 15. September 2014 | Late Night Tales

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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. Februar 2020 | Domino Recording Co

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. November 2010 | Double Six Records

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Ambient - Erschienen am 30. September 2016 | Just Music

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Electronic - Erschienen am 5. Dezember 2019 | Domino Recording Co

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House - Erschienen am 30. Juni 2001 | Just Music

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Mai 2020 | Domino Recording Co

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Ambient - Erschienen am 3. Mai 2009 | Just Music

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Electronic - Erschienen am 10. November 2014 | Domino Recording Co

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House - Erschienen am 20. Juni 2010 | Just Music

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Electronic - Erschienen am 10. Dezember 2020 | Domino Recording Co

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Electronic - Erschienen am 7. März 2018 | Domino Recording Co

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Original Soundtrack - Erschienen am 7. Oktober 2013 | JustMusic

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Electronic - Erschienen am 3. Juni 2013 | Domino Recording Co

Während sich die Türkei auf dem Taksim-Platz die Köpfe einschlägt, Koalas vom Klimawandel bedroht sind, Afrika weiterhin unter Hunger und Entbehrung leidet und selbst Deutschland unter einer zum Teil selbst verschuldeten Flut versinkt, veröffentlicht ein Engländer ein Konzeptalbum über eine Partynacht. Eine Botschaft, die in ihrer Einfachheit und Dekadenz kaum zu überbieten bleibt. Wer kein Leid erfährt, hat keine guten Geschichten zu erzählen. "We Disappear". Jon Hopkins musste nicht einmal verschwinden, für die meisten war der Mann aus der zweiten Reihe einfach niemals da. Seine drei ersten Solo-Platten flogen unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung entlang. Wer genau aufpasste, kennt seinen Soundtrack zum Science-Fiction-Drama "Monsters" oder seine Mitarbeit an Brian Enos "Small Craft On A Milk Sea" und Coldplays "Viva La Vida Or Death And All His Friends". Mit "Immunity" verlässt Hopkins seine Schutzzone. Seinen vierten Longplayer bezeichnet er als "das menschlichste elektronische Album, das es dieses Jahr zu hören gibt." In einem Jahr, in dem Daft Punk ("Random Access Memories"), Bonobo ("The North Borders") und Boards Of Canada ("Tomorrow's Harvest") einen ähnlichen Ansatz verfolgen, eine gewagte These. Große Klappe mit viel dahinter. Im Gegensatz zu den Helmträgern von Daft Punk bricht Hopkins den Konflikt Mensch-Machine nicht mit einer in den Rückspiegel schauenden Rückbesinnung auf Live-Instrumente. "Objects in the Rear-view mirror may appear closer than they are". Anstatt sie von sich zu stoßen, akzeptiert und nutzt er die uns allgegenwärtig umgebende Technologie als Instrument, aus der er Wärme, Leben und Emotionen bezieht. Nicht die Welt von gestern sondern die heutige mit all ihren Applikationen wird zum Grundstein seiner minimalistischen Musik. Die erste Hälfte von "Immunity" gilt dem Start in die Nacht. In "We Disappear" setzen wir die ersten nervösen Schritte hinaus auf die Straße, keinen Schimmer, was vor uns liegt. Frisch geduscht schlagen wir die Tür zum Alltag hinter uns zu. Die Dancefloor-Hyme "Open Eye Signal" nimmt uns mit ihrer wütenden Electro-House Bassline in Empfang. Entschlossene Euphorie, dominiert von reibenden Sub-Bässen und Techno-Beats. Über hypnotischen Schleifen der Erschütterung nimmt das düstere "Collider" Gestalt an. In die Irre führende Leidenschaft, die monoton an ihrem Ziel festhält: Rhythmus vs. Melodie. In der zweiten Hälfte wechselt die Stimmung zunehmend. Ambient-Parts nehmen zu. Während die Welt in ihrem verschwommenen Zauber weiter tanzt, wandelt man selbst mehr und mehr zum entrückten Beobachter. Ein unscharfer Blick durch den faul riechenden Nebel der Nebelmaschinen auf die tanzende Meute. Zeigt sich Hopkins kurz vorher noch von seiner düsteren Seite, wirkt das zwölf Minuten lange "Sun Harmonics" klar und mit Morgentau überzogen und leitet langsam das Ende der Reise ein. Ein Moment der Trance, des Abschiednehmens. Eine leere Bierflasche an dem letzten torkelndem Liebespärchen vorbei ins nichts kicken um danach mit zusammengekniffenen Augen ins erste Sonnenlicht zu treten. Diese kurzen Momente, die eine lange Nacht erst vollkommen machen. "Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen." (Samuel Butler) Also doch alles richtig gemacht? Der Titel-Track nimmt über wankenden Zugabteil-Beats den Weg nach Hause. Der alte Weggefährte Kenny Anderson (King Creosote) übernimmt diskret den Platz am Mikro, während Hopkins verträumt in Sigur Rós-Erzählgeschwindigkeit die ersten Lichtreflektionen auf seinem Piano nachklimpert. Das letzte Adrenalin verfliegt. Einfach nur noch nach Hause. In die Nussschale unserer Gesellschaft. Ins kuschelige Bett. In Sicherheit. In Immunität. "Immunity". © Laut
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CD19,19 Fr.

Electronic - Erschienen am 17. Juli 2019 | Domino Recording Co

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HI-RES6,28 Fr.
CD4,18 Fr.

Electronic - Erschienen am 24. Februar 2014 | Domino Recording Co

Hi-Res
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HI-RES6,28 Fr.
CD4,18 Fr.

Electronic - Erschienen am 25. April 2018 | Domino Recording Co

Hi-Res
Fünf Jahre Leben trennen uns von der letzten Jon Hopkins-Platte "Immunity". Dieser Geschichte einer Clubnacht, die im exzellenten Titeltrack gipfelte. Das Album, das es 2013 vollkommen zurecht an die Spitze mehrerer Jahrescharts schaffte. Kurz darauf folgte auf "Ghost Stories" eine weitere Zusammenarbeit mit Coldplay. "Midnight" zählt zu einem ihrer wenigen interessanten Stücke dieses Jahrhunderts. Alles sah danach aus, als würde Hopkins nun durchstarten. Doch stattdessen zog er sich zunehmend zurück. Eine EP, die nochmals auf "Immunity" zurückgriff ("Asleep Versions"), ein mediokrer Soundtrack ("How I Live Now") und die Compilation "Late Night Tales" - viel mehr gab es nicht zu erzählen. Der Brite zog nach Los Angeles. Um dem Tourstress zu entfliehen, begann er mit Meditation. Er schluckte Magic Mushrooms und unternahm Ausflüge in die Wüste, um sich selbst zu finden. Ein großes Om, an dessen Ende "Singularity" steht. Ein psychedelisch angehauchtes Album unter dem imaginieren Sternbild Dimethyltryptamin. Ein musikalischer Neuaufbruch ist es jedoch nicht geworden, eher eine Art "Immunity 2.0". Hopkins dreht an den richtigen, aber eben selben Reglern. Er setzt noch mehr auf den Ambient-Teil, ohne die Beats außen vor zu lassen. Selbst die Herangehensweise gleicht dem Vorgänger. Wieder stülpt der Londoner seinen Stücken ein Konzept über. "Immunity" funktionierte gerade aufgrund der Einfachheit, die in der Idee einer von uns allen schon erlebten Partynacht liegt. "Singularity" bleibt vage und ebenso wenig greifbar wie nachvollziehbar. Diesmal erkundet Jon "die Dissonanzen zwischen urbanem Leben und grüner Natur, die Verbindung von Geist, Klang und Umwelt". Eine hochtrabende Aussage, die nach so viel klingt und so wenig bedeutet. Auch in der Aufteilung der Songs geht Hopkins den selben Weg wie zuvor. Bestimmen Beats die erste Hälfte, übernehmen überwiegend ruhige Klänge die zweite. Eine Trennung, die diesmal noch deutlicher ausfällt und die man in dieser Form von David Bowies "Low" und "Heroes" kennt. Um das schwammige Konzept noch mehr aufzupumpen, beginnt "Singularity" mit der gleichen Note ("die emotionale Ehrlichkeit"), mit der es endet. Ein alter Taschenspielertrick, mit dem man den Wert der Musik dazwischen aufzuwerten versucht. Diesen Überbau hätte "Singularity" gar nicht nötig. Die Energie, Schönheit und Brillanz des Vorgängers reicht auch für eine zweite Runde. Zwar fehlt diesmal der Übertrack, doch dessen Intensität verteilt sich dafür gleichmäßiger über die einzelnen Stücke. "Emerald Rush" beginnt mit zaghaften Ambient-Klängen, die stark an Jean Michel Jarres Glanzzeit in den Siebzigern erinnern ("Oxygène"). Über sie legt Hopkins ein zartes Piano, das uns im Verlauf des Albums noch häufiger begegnet. Abrupt lässt der Song seinen Beginn hinter sich. Den weltfremden Vocals, Trance-Klängen und den raukantigen Beats wohnt aber weiterhin etwas Tröstendes inne. Mit dem zehnminütigen Herzstück "Everything Connected", das Hopkins selbst als "massiven Technobastard" bezeichnet, erreicht die erste "Singularity"-Hälfte ihren Höhepunkt. Hier fügen sich seine beiden Welten perfekt zusammen. Zeitgleich weist der Song auch deutliche Parallelen zu "Open Eye Signal" ("Immunity") auf und wirkt wie ein erleuchteter Zwilling. Während die Beats klar auf dem Boden bleiben, treiben die Synthesizer das Lied immer weiter in die Sterne. Nur um sich gegen Ende gemeinsam in tiefen Tropfsteinhöhlen wiederzufinden. Ein wahrliches Klangerlebnis. Den Bruch zur zweiten Hälfte des Longplayers stellt "Feel First Life" dar. Inspiriert von einer schwangeren Freundin, die zum ersten Mal den Fußtritt ihres Kindes spürt, fährt Hopkins so überlebensgroß auf, dass er fast im Kitsch ertrinkt. Aus Knarzen und einem einsamen Piano erwächst ein engelsgleicher Chor. Ein himmlisches Ambient-Glanzlicht, das Schönheit bis zu ihrer Schmerzgrenze austestet. Eine Höhe, von der spätestens "Luminous Beings" zurück in den Wüstendreck führt. Verzerrt, bedrohlich brummend und klickend, wirkt es zuerst wie ein spannender Gegenentwurf. In der Folge gliedert es sich aber zunehmend in das "Singularity"-Klangkonzept ein, wehrt sich aber zwölf Minuten lang widerborstig, kratzt und knarrt. Schließlich findet es im alleinstehenden Piano sein Ende, das durch "Recovery" zurück zur – hüstel – "emotionalen Ehrlichkeit" führt. © Laut