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Fällt der Name James Last, regiert meist das große Naserümpfen. Mein Mitleid diesbezüglich hält sich in überschaubaren Grenzen. Schließlich hat sich der Mann seinen zweifelhaften Ruf mit unzähligen Polka- und Sing Mit-Party-LPs, die noch heute das Durchstöbern auf Flohmärkten feilgebotener Plattenkisten zur Qual machen, weitgehend selbst eingebrockt. Was allerdings überhaupt nichts daran ändert, dass wir es in der Person James Last mit einem der größten Arrangeure unserer Zeit zu tun haben, dessen Werk durchaus Perlen zu bieten hat. Man muss diese nur aus dem reichlich vor die Säue geworfenen Schund herauspicken. Lasts grandiose Interpretation von "Hair" zählt zu diesen Kleinoden. Oder eben das Album, von dem er sich den Durchbruch auf dem US-amerikanischen Markt erhoffte: "Well Kept Secret". Seinem Titel machte dieses rare Stück, nach dem sich heute mancher Funk-DJ alle zehn Finger wund leckt, alle Ehre: Die Amerikaner interessierten Lasts Interpretationen bekannter Melodien trotz aufwändiger Werbekampagne und wohlwollender Kritiken einen feuchten Dreck. Für das biedere Publikum zu Hause in der Bundesrepublik erwies sich sein durchgejazzter Disco-Funk als um Welten zu futuristisch. "Well Kept Secret" ging weitgehend sang- und klanglos in der Last'schen Veröffentlichungs-Flut unter. Um so erfreulicher, dass man sich im Hause Universal dieses Klassikers annahm und ihn aus der Versenkung zerrte. In schicker, ausführlich kommentierter Neuauflage erlebt "Well Kept Secret" unter dem Titel "James Last In Los Angeles" einen zweiten Frühling, und siehe: Die acht Tracks glitzern und funkeln ungeachtet der gut drei verstrichenen Jahrzehnte wie eh und je. Von der ersten Sekunde an groovt das ursprünglich von Paul Anka zum Erfolg geführte "Jubilation" alles in Grund und Boden. Gitarre, Percussion, Bläser im Big Band-Style und ein mächtiger Bass umrahmen das voll im Rampenlicht stehende Piano, das funky, gutgelaunt, Oma würde sagen "schmissig", nach vorne treibt. Das Augenmerk wird einmal auf die Streicher, dann wieder auf die Gitarre gelenkt. Die opulente Instrumentierung gestattet derlei problemlos, strotzt vor Kraft und sorgt für enorme Kurzweil. George Gershwins "Summertime" lebt vom Schwenk zwischen sanft einlullenden, schmeichelnden Klängen und funky Disco-Rhythmen. Das wohl vertraute Thema wird erst von Streichern, dann von der Gitarre aufgegriffen und von Bläsern und bombastischen Drums, die einen Gegenpart bilden, akzentuiert und unterstrichen. Tom Scott steuert ein irrwitziges Flötensolo, der doppelt Grammy-dekorierte Ernie Watts das sachte Saxophon am Ende bei. In Lasts Arrangements brillieren phantastische Musiker, wohin man schaut. Larry Carlton, der unter anderen in den Reihen der Crusaders die Brücke zwischen Jazz und Funk schlug und neben zahllosen anderen mit so unwesentlichen Nasen wie Quincy Jones, John Lennon oder Michael Jackson auf der Bühne stand, beherrscht die Gitarre. Am Bass: Max Bennett, der eine Weile lang Ella Fitzgerald begleitete. Larry Muhoberac malträtiert Piano, Keyboards und Synthesizer, als ob es kein Morgen gäbe. Er rettet so selbst das mir ansonsten durch die an ein christliches Sonntagspicknick gemahnenden Gesänge gar zu betulich geratene "Question", das eigentlich aus dem Repertoire der Moody Blues stammt. Mit diesem kleinen Abstrich handelt es sich bei "James Last In Los Angeles" um einen einzigen stetig sprudelnden Quell der Freude. Maurice Ravels "Bolero" ist in Lasts 1975er-Version kaum wieder zu erkennen und taugte in jedem Agenten- oder Gangsterstreifen zur Unterlegung beliebiger Verfolgungsjagden. "Love For Sale" mit leichter, luftiger Melodie transferiert James Last aus den Händen Cole Porters unmittelbar in den siebten Disco-Himmel. Ständige Tempo- und Stimmungswechsel verleihen "Slaughter On 10th Avenue" den auf- und abschwellenden Charakter. "Theme From 'Prisoner Of Second Avenue'" bereichert die typische Filmmusik der 70er um funky Bassläufe und absurde Synthie-Töne: leichte Kost, das - aber von unbestritten hochmusikalischer Qualität. Bleibt zu hoffen, dass dem Album durch die Neuauflage nun endlich die Aufmerksamkeit zuteil wird, die ihm gebührt. Wer vorzieht, dieses Bonbon weiterhin mit Missachtung zu strafen, trägt jetzt wirklich selbst die Schuld und hat den Genuss ohnehin nicht verdient. © Laut
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