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Ähnliche Künstler

Die Alben

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Trip Hop - Erschienen am 1. August 2013 | Mute, a BMG Company

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Soundtracks sind ja so eine Sache für sich. Es gibt nur selten welche, die sich wohltuend vom Gros der lieblosen Zusammenstellungen unterscheiden. "Felt Mountain" ist auch ein Soundtrack, aber nicht zu irgend einem Film, der demnächst zum Kassenschlager avancieren könnte, sondern eher zu den Gefühlen und Stimmungen, die damit transportiert werden. Melancholie herrscht vor, wenn Alison Goldfrapp und Will Gregory ganz tief in der Emotionsschublade kramen und Tragisches, Zerbrechliches und Aufwühlendes zu Tage fördern. Diese Zutaten werden miteinander verbacken und dann in ein wohltuendes Klangkostüm gewickelt, das sich dann den Ohren des geneigten Hörers entgegenschmeichelt. Hierbei stechen vor allem die fast schon genialen Arrangements der beiden hervor. Streicher, Bleeps und Noise-Anklänge werden nicht als Füllmaterial für fehlende songwriterische Fähigkeiten missbraucht, sondern bilden den goldenen Rahmen für die exzellenten Lieder. Wenn man auf Vergleiche steht, purzeln die Namen der üblichen Verdächtigen wie Portishead und Björk, aber dies sei nur als ungefährer Orientierungspunkt erwähnt, denn das Werk "Felt Mountain" hat seine ganz eigene Faszination, die sich nicht an eventuellen Vorbildern messen lassen muss. Hinzu kommt Alisons schaurig schöne Vokalakrobatik. Man muss schon genau hin hören, um zu erkennen, dass da an mancher Stelle kein Sampler am Werk ist, sondern sich die Gute in unglaubliche Höhen hinaufschraubt. Die erste Hälfte birgt den einen oder anderen Song, der das Zeug zum Klassiker hat. "Human" zum Beispiel, sorgt mit seinem dezenten Shuffle für verhaltenes Popowackeln. Die Streicher im Hintergrund sind ganz offensichtlich von den großen James Bond-Kompositionen wie "Goldfinger" beinflusst worden, die eine Shirley Bassey unsterblich machten. Den Vogel schießen Goldfrapp aber mit "Utopia" ab. Wie das Bouqet eines 50 Jahre alten Whiskeys entwickelt sich dieser Song erst langsam, bevor man dann von einer einzigartigen Soundkollage förmlich platt gewalzt wird, superb!!! "Felt Mountain" ist ein Riesenwurf. Selten hat mich eine Platte schon beim ersten Hören so beeindruckt. CD einlegen, zurücklehnen, genießen und auf einem wunderbaren Klangteppich von dannen schweben. Leider dauert der gesamte Flug nur knappe 40 Minuten, aber wer wird sich schon beschweren wollen, wenn er dafür 1A-Qualität geliefert bekommt? © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. September 2013 | Mute

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Ein neues Album von Goldfrapp gleicht jedes mal einer Wundertüte. Seit "Felt Mountain" legen Alison Goldfrapp und Will Gregory eine musikalische Neugeburt nach der anderen hin, ohne dass die Qualität deutlich abfallen würde. Zwar war das letzte Werk "Head First" nicht der erwünschte abermalige große Wurf, aber eine Stagnation auf derart hohem Niveau muss man trotzdem erst einmal hinbekommen. Dass das kongeniale Duo mit diesem Output nicht ganz zufrieden war, drückt auch die erneute Neuausrichtung auf "Tales Of Us" aus. Düster wie lange nicht mehr präsentieren sich Goldfrapp auf ihrem mittlerweile sechsten Album. Die große bange Frage, die nun im Raum steht, lautet: Erreichen sie ungefähr wieder das Level ihrer Großtaten? Die lapidare Antwort: ja. Auf dem Debüt war man ob der Macht und Größe von Songs wie "Pilots", "Human" oder "Utopia" vor Ehrfurcht ergriffen. Das Zusammenspiel aus Will Gregorys Sounds und Alison Goldfrapps Vokalakrobatik erlangte eine Genialität, die in der Folge nur schwer zu toppen war. Und nun legen sie ein Album vor, dass diesen Spirit fast eins zu eins wiederholt. Alison singt einmal mehr derart emotional, dass man niederknien möchte. Der sanfte Beginn mit "Jo" ist bereits ein Höhepunkt für sich. Unwiderstehlich aber sachte zieht ihr Gesang den Hörer in das Album hinein. Ein nur kurz einsetzender rückwärts geloopter Streicher-Teppich bereitet den Boden. Kontrabass und Piano übernehmen, ehe die Dame anfängt zu singen. Da ist sie wieder, die Gänsehaut die einem unmittelbar den Rücken hoch und runter kriecht. Fast mutet der Opener wie eine Skizze an, so wenig passiert zunächst instrumental. Allzu viel ändert sich am Klangbild tatsächlich nicht mehr und so zieht der Track einem nebulösen Kurzfilm gleich am Hörer vorbei: Willkommen im Film Noir "Tales Of Us". Der eigentliche Start ins Album erfolgt erst mit "Annabel". Alison singt eine schier endlos melancholische Melodie, das einem schon beim ersten Hören der Mund offen stehen bleibt. Die vokale Brillanz von Frau Goldfrapp erreicht neue ungeahnte Höhen. Mit einem Schmelz in der Stimme, der seinesgleichen sucht, haucht sie die Töne ins Mikrofon, dass man ob der fragil erscheinenden Schönheit kaum zu atmen wagt. Will Gregory muss diese Magie gespürt haben, als er sich an die musikalische Ausgestaltung machte. Hier sitzt wirklich jeder Ton perfekt an seinem Platz. Er erschafft ein klingendes Gemälde nach dem anderen, in das Alison mit genialen gesanglichen Pinselstrichen die nötigen farblichen Nuancen setzt. Elektronik als stilistisches Ausdrucksmittel kommt zwar vor, hält sich aber überaus dezent im Hintergrund, so dass "Tales Of Us" organischer und analoger klingt als jedes Album zuvor. Lediglich "Thea" bricht aus dem reduzierten Muster aus, aber wie: Sanft stampfende Sounds, Fußstapfen gleich, bilden den rhythmischen Hintergrund, ehe der Bass der Chose einen etwas drängenderen Charakter verleiht. Wiederum ist es jedoch diese Frau, die dem wunderbar schiebenden Track mit ihrer unfassbaren Stimme die Krone aufsetzt. "Tender and torn, won't leave you now, wanted you so bad" entschwindet sie im Mittelteil in ätherische Welten. Dabei verschluckt sie gerne Buchstaben und sogar manches Wort, so dass keine Ecken und Kanten im Vortrag den Fluss der Melodie stören. Ein Traum. Der Großteil des Albums baut auf akustische Gitarren, Streicher, Piano und Gesang. Mehr bedarf es nicht, um ein faszinierendes Szenario nach dem anderen in die Hirnrinde des Hörers zu projizieren. "Stranger" eignet sich einmal mehr als Bond-Song. Es stellt sich ohnehin die Frage, wann der Zeitpunkt endlich kommt, an dem Gregory und Goldfrapp jenen Ritterschlag tatsächlich erhalten. Dieses Fan-Wunschdenken hat es ja nicht umsonst schon einmal in die Schlagzeilen geschafft. In "Laurel" beweist Alison ein weiteres Mal ihre Wandlungsfähigkeit, wenn man sich zu Beginn fragt, welche Gastsängerin denn hier ihre Visitenkarte abgibt. Dieser Track ist instrumental wohl dem Debüt am nächsten. "Clay" leitet "Tales Of Us" in einer gekonnten, aber unspektakulären Weise aus. Nach der Qualität des dargebotenen Materials hätte sich ein wagnerianischer Wahnwitz-Abschluss mit Pauken und Trompeten zwar angeboten, ist aber nicht zwingend notwendig. Für Alison und Will scheint sich der musikalische Kreis zu schließen, der 2001 seinen Anfang nahm. Und einmal mehr fragt man sich, was hiernach jetzt noch kommen soll. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. August 2013 | Mute, a BMG Company

Auszeichnungen Sélection Disques de l'année Les Inrocks
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. August 2013 | Mute, a BMG Company

Booklet
Mit jedem Album häuten sich Goldfrapp und präsentieren der Öffentlichkeit eine neue Facette ihres Schaffens. Von verträumt verspielten Sounds bis hin zu bratzigem Elektro-Wumms reicht ihre Palette. 2010 setzen Alison Goldfrapp und Will Gregory ihren Hörern einen Bastard aus 80er Synthiepop, Schlager und Hi NRG-Elementen vor. Das passt in den bisherigen stilistischen Zickzack-Kurs, den das Duo seit "Felt Mountain" aufs Parkett legt. Dabei gelingt den Briten das Kunststück, aus den oben genannten musikalischen Banalitäten ein schönes Stückchen Popmusik zu basteln. Nach wie vor spielen die beiden in der Melodiesport-Liga ganz weit vorne mit. Die Vorab-Single "Rocket" gibt schon zu Beginn die Richtung vor, in die "Head First" die folgenden knapp 40 Minuten geht. Die ein oder andere Reminiszenz an den eigenen Back-Katalog geht dabei völlig in Ordnung. Etwas unspektakulär, aber in gewohnt fluffiger Atmosphäre vorgetragen, gelingt auch Album Nummer fünf. Die Faszination der Goldfrapp'schen Kompositionen glänzt nicht mehr ganz so hell und strahlend. Vielleicht stand im Vorfeld das Adenauer-Motto 'Keine Experimente' im Vordergrund? Obwohl ... "Voicething" ist ebendies. Am Ende der Trackliste geparkt, legt Alison ihre Stimme als Rhythmus- und Melodie-Instrument in vielfacher Variation über simple Sound-Spielereien aus dem Synthie. Mehr von dieser Gangart hätte dem Album gut getan. Nicht, dass die Songs an sich schlecht wären, den einen oder anderen Überraschungseffekt vermisst man letztendlich doch. So gleiten die Songs in schönem Wohlklang am Ohr vorbei, gespickt mit allerlei cheesigen Effekten, wie Tom-Drums der Marke Modern Talking, Space-Effekten direkt aus den 70ern und Schubidu-Chören, die kein Schlagersänger besser intonieren könnte. Das Beste: Es funktioniert trotzdem. "I Wanna Life" könnte direkt aus neonlichtbestrahlten Discos der Achtziger stammen. Schulterpolster und toupierte Friese inklusive. "Alive" hingegen weckt mit flirrenden Effekten und pumpenden Bassläufen Erinnerungen an den genialen Captain Future-Soundtrack von Christian Bruhn. Zwischen Coolness und Bad Taste, zwischen Olivia Newton-John und Amanda Lear auf der einen und Alison Goldfrapp auf der anderen Seite bewältigt "Head First" den Tanz auf der Rasierklinge. Erneute Häutung gelungen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. August 2005 | Mute, a BMG Company

Der pumpenschwache Goldfrapp-Fan könnte beim Blick aufs Cover schon einen mittelschweren Herzkasper bekommen. Geheimnisvoll, sexy, kratzbürstig sind die Attribute, die man Alison Goldfrapp ans Revers heften könnte, hätte sie denn auf dem Bild eines. So bleibt nur ... äh lassen wir das. Die Markenzeichen des Duos Goldfrapp-Gregory verschieben sich mit Album Nummer drei ein wenig weiter Richtung Elektronik. Die beiden haben ihre Sequenzer, Synthesizer und Drum-Machines richtig lieb gewonnen. Der verstärkte Einsatz synthetischer Klänge lässt sterileren Soundkosmos erwarten. Dem ist aber nicht so. Gut, Keyboardflächen, Distort-Gitarren sowie verzerrte Klang-Gimmicks könnten problemlos Bestandteil eines beliebigen EBM-Albums sein. Goldfrapp wären jedoch nicht selbige, wenn sie daraus nicht ein Stück Musik zurecht pfriemeln würden, das ganz eindeutig ihren Stempel trägt. Zwischen Industrial-Anleihen schmuggeln sich Streicher, romantische Melodien und immer wieder Alisons flehende, hauchende Stimme, die auch gerne in divenhafte Gefilde abdriftet, die die ganze Vielfalt der Ausdruckskraft der Dame offenbart. Das kongeniale Zusammenspiel der beiden Kreativköpfe nimmt mittlerweile beängstigende Ausmaße an. Doppelpass par excellence. Gregory wirft einen instrumentellen Ball nach dem anderen ins Spiel, den Goldfrapp mit spielender Leichtigkeit volley im Winkel versenkt. Beispiel "Satin Chic". Was der Track nicht bereits im Titel verspricht, knallen sie dem Hörer mit einer gnadenlosen Vehemenz in die verdattert dreinblickende Fratze. In ein seltsames Intro im Hoppelpoppel-Rhythmus steigt bald eine furztrockene Bassdrum ein. Elektro-Polka mit Honkytonk-Piano. Geht nicht? Überzeugt euch selbst. In der Uptempo-Region ist das definitiv das Beste, was bislang aus dem Hause der Briten drang. Da kann das eher Platte und seltsamerweise als erste Single ausgekoppelte "Ooh La La" - trotz schlüpfrigem Text - einpacken. Bilder von frivolen Revue-Shows mit nackten Pipis und Popos drängen sich auf, wenn ultrasonische Klangmalereien im Hintergrund am Hypotalamus zwirbeln. Drei ruhigere Stücke lockern das Album genau um die Portion auf, die verhindert, dass der Schädel raucht. "Number 1a" könnte geradewegs vom Gefühlten Berg herabgestiegen sein. Sie haben es nicht verlernt. Das Schreiben verführerischer Epen funktioniert nach wie vor auch auf softerer Ebene. Während die Nummer 1a noch klar einen Bezugspunkt zum Debüt herstellt, schlagen "Let It Take You" und "You Never Know" die Brücke zu den synthetischeren Goldfrapp des Jahres 2005. Dazwischen schmiegen sich Song-Granaten, die keinen einzigen Ausfall verzeichnen. Das Spielen mit den Gegensätzen scheint ihnen Spaß zu bereiten. Alison haucht mit Sex in der Stimme zu "Ride A White Horse", über ungewohnte, disharmonisch scheinende Gitarren-Samples. Im Ergebnis löst sich alles in einem wunderbar heterogenen Soundcocktail auf. "Fly Me Away" geistert als hübsches Zwitterwesen durch die Trackliste. Aufgrund eines flotteren Tempos geht der Song nicht als Ballade durch, schnuckelt sich aber dank eines verträumten Melodiesports ganz nahe an diese Bezeichnung heran. Der Hut, aus dem das Duo seine Ideen hervor zaubert, muss mittlerweile die Ausmaße des Lochs des südafrikanischen Kimberley umfassen. Da ist mit Sicherheit noch Platz für Songs, die auf künftigen Alben Platz haben. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. März 2017 | Mute

Hi-Res
Wenn der Synthie zu Beginn von "Anymore" wie beim Hochstarten einer Maschine grummelt, machen Alison Goldfrapp und Will Gregory gleich klar, dass das Duo das Licht ausschaltet und den Spot wieder auf die Discokugel richtet. Vergleiche mit den elektronischen Alben "Black Cherry" und "Supernature" drängen sich auf, laufen aber weitgehend ins Leere. Die Songs auf "Silver Eye" erfahren, bewusst oder unbewusst, eine Zweiteilung. Die eine Kategorie füllen Tracks wie die Vorabsingles "Anymore" und "Ocean", die andere wiederum steht für die balladeske Seite. Das ebenfalls im Vorfeld zu hörende "Moon In Your Mouth" exerziert dies beispielhaft vor. Die Milchmädchenrechnung "Balladen plus Tanzbares ergeben ein neues Goldfrapp-Album" wäre aber zu einfach. Vielmehr vermengen die Sängerin und ihr Soundtüftler ihre Ideen zu einem herzhaften Konglomerat, das in seiner Einheit und Kompaktheit zu den drei besten Alben der Bandgeschichte zählt. Die Hinzunahme externer Ideengeber (unter anderem The Haxan Cloak) macht sich im völlig homogenen Soundkostüm nicht wirklich bemerkbar. Zwar hört man schon, dass es etwas derber knarzt ("Become The One") oder ungewohnte Texturen zum Einsatz kommen. Die von außen einfließenden Ideen gehen aber zu hundert Prozent im Sound auf, und der hat sich gewaschen. Manchmal wünscht man sich ja einen Kopfhörerverstärker an die Hand. Zum Beispiel bei "Systemagic". Zuerst ertönt ein Intro, das genauso gut Marschmusik à la Rammstein ankündigen könnte. Wenn Alison aber die Zeilen "Take a ride, light the sky" intoniert und daraufhin eine unfassbar geile Bass-Innenohrmassage vonstatten geht, ist sie wieder da, diese nach vorne schiebende Unwiderstehlichkeit der Goldfrapp'schen Elektronik, mit der sie auf jedem Dancefloor im Nu einen Komplettabriss veranstalten. "Silver Eye" ist mit Abstand das Album der beiden, das am lautesten gehört werden will. Auch sehr beachtenswert: das famose "Become The One". Alison ließ sich von der Doku "My Transgender Summer Camp" inspirieren. Die Aussage eines Transgender-Mädchens "I'm not changing who I am, I am becoming who I am" übersetzt Alison in Slogan-artige Textversatzstücke, die sie dem Hörer mit verzerrter Stimme hinwirft. Diese Schlagworte kulminieren in ein supersonisches "Become the one, become the one, you know you are". Auch wenn der elektronische Faktor dominiert, klingt "Silver Eye" in seiner Gänze überaus idyllisch und warm. Mechanische Sounds erzeugen eine natürliche Atmosphäre. Das spiegelt sich im Video zu "Anymore" wider, das auf Fuerteventura entstand. Diesen Eindruck setzen auch die ruhigeren Stücke wie "Faux Suede Drifter" fort, in dem Alison die sehnsüchtig schmachtende Diva mimt. Das Sahnehäubchen der zurückgenommenen Song-Fraktion heißt "Zodiac Black". Die Stimmung schimmert irgendwo zwischen einer eingängigen Björk und dem Drama und Pathos einer Kate Bush hin und her. Auch hier bereitet Will Gregory seiner Sängerin einen Sound, auf dem diese mit hauchender, säuselnder und flehender Vokalakrobatik eine Pirouette nach der anderen dreht. Fast schon apokalyptisch steigert sich das Duo in die klangliche Ekstase hinein. Mystisch, dunkel. Düster. Dagegen klingt das mit einem stolpernden Rhythmus versehene "Beast That Never Was" im Anschluss beinahe optimistisch und fröhlich. "Everything Is Never Enough" mit, Obacht, analog klingenden Schlagzeug-Patterns zieht gegen Ende des Albums das Tempo noch einmal an, ehe "Ocean" den knarzigen Abschluss markiert. Mit "Silver Eye" fügen Goldfrapp ihrer jetzt schon absolut hochwertigen Diskografie ein weiteres Klasse-Album hinzu. Ausfälle gibt es nicht zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil: Die Art, wie sich die zwei partner in crime jedesmal wieder neu erfinden, ist erstaunlich. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. Juli 2018 | Mute

Hi-Res Booklet
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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. August 2013 | Mute, a BMG Company

Vor zwei Jahren stiegen Alison Goldfrapp und Will Gregory von ihrem "Felt Mountain" hernieder, um die Musikwelt mit einer Perle der ganz besonderen Art zu beglücken. Anno 2003 pflücken die beiden schwarze Kirschen. Würde es ihnen gelingen, vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet einen ebenbürtigen Nachfolger aus dem Hut zu zaubern? Denkt man an die epischen Klangmonstren des Debüts zurück, dann erstaunt die Kehrtwende mit der Verwendung clubtauglicher Sounds. Die erste Kirsche namens "Crystalline Green" entpuppt sich als gewöhnungsbedürftig. Staubtrockene Snare-Beats legen sich unter die gewohnt ausdrucksstarke Stimme Alisons. Lediglich im Mittelteil, wenn sie mit Engelsgesang zum schmückenden "Aaaahhhh" ansetzt, scheinen vereinzelt Fragmente des Debüts durch den kühlen Elektrokosmos des Tracks. Diese Reminiszenzen an "Felt Mountain" ziehen sich zwar als roter Faden durch das Album, treten jedoch jede Vormachtstellung zugunsten tanzbarer Rhythmik ab. Der erste Klopfer dieser Sorte und gleichzeitige Vorab-Single "Train" betritt Neuland. Lasziv und kinky seufzt und schmachtet sich Goldfrapp durch die "Put Your Hands To Your Hip"-Hoppelpoppelbeats. Spontane Assoziationen mit schwitzenden, sich aneinander reibenden Leibern sind natürlich richtig und auch erlaubt. "Black Cherry" fährt jedoch nicht stur auf der frostigen Elektro-Schiene. Dem Schönklang bietet sich genügend Platz, um dem nach altbewährten Cinemascope-Epen gierenden Hörer Befriedigung zu verschaffen. Der Titeltrack ist der erste von insgesamt vier Tracks, die überdeutlich vor Ohren halten, dass das Konzept von "Felt Mountain" nicht gänzlich auf der akustischen Müllkippe landete. "Deep Honey" entführt, unterstützt von zarten Cembalo-Klängen, wieder in luftige Höhen, in denen Alisons Stimme auf den Flügeln der Streicher von dannen schwebt. Kopistentum ist nicht das Ding der Engländer. Deshalb sucht man ein "Human Part II" auch vergebens. Das soll nicht bedeuten, dass "Black Cherry" keinen Megasong dieses Formates bereit hält. Mit "Hairy Trees" folgt denn auch der wohl atmosphärischste des Albums. Nach wie vor kitzeln ätherisch vernebelte Melodien und träumerische Harmonien an den Emotionen. Mit dem elegischen "Forever" war es das an sanftem Klang aber auch schon gewesen. Der Bruch mit dem Vorgänger gestaltet sich beim genaueren Hinhören weniger krass, als es den Anschein erweckt. Insgesamt betrachtet liegen die Stärken des Albums in seiner heterogenen Homogenität. Klingt wie ein Widerspruch? Nur bedingt, denn selbst wenn die Beats aggressiver und die Songs sich expressiver präsentieren, bleibt das Grundgerüst stets Goldfrapp. Anders, aber immer noch verdammt stark. © Laut
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Electronic - Erschienen am 19. Dezember 2011 | Mute, a BMG Company

Alternativ und Indie - Erschienen am 30. Juni 2014 | Mute

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Pop - Erschienen am 17. Oktober 2006 | Mute, a BMG Company

The aptly named remix collection We Are Glitter takes the singles from Goldfrapp's glam-tastic Supernature in a variety of directions, courtesy of remixers such as the Flaming Lips, Ewen Pearson, and Múm. About half of the reworkings take the songs in an even more dancefloor-oriented direction; the best of these, such as T. Raumschmiere's mix of "Lovely 2 C U" and the DFA's hyper-percussive take on "Slide In," offer a distinctive spin on the originals without obliterating them completely. The other half of We Are Glitter gives these songs more eclectic makeovers: in the Flaming Lips' hands, "Satin Chic" becomes a show tune from an interstellar musical, while C2's remix of "Fly Me Away" gives the song an urgency and edge that the album version lacked. Múm's spun-sugar, music box-like revamp of "Number 1" turns the song into a fairy tale lullaby that makes it another standout. Goldfrapp's own drums and guitar-heavy We Are Glitter remix of "Strict Machine" is a bonus track and a welcome addition for die-hard fans who had all of these remixes on the singles already. © Heather Phares /TiVo
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Electronic - Erschienen am 6. November 2000 | Mute, a BMG Company

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Pop - Erschienen am 21. Juli 2003 | Mute, a BMG Company

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Electronic - Erschienen am 8. August 2005 | Mute, a BMG Company

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Electronic - Erschienen am 29. Mai 2000 | Mute, a BMG Company

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Electronic - Erschienen am 11. Juni 2001 | Mute, a BMG Company

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. April 2019 | Mute

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Electronic - Erschienen am 13. Februar 2006 | Mute, a BMG Company

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Pop - Erschienen am 3. November 2003 | Mute, a BMG Company

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Electronic - Erschienen am 27. September 2004 | Mute, a BMG Company

Alison Goldfrapp und Will Gregory haben sich innerhalb kürzester Zeit in die erste Liga der internationalen Soundtüftler empor gearbeitet. Mit "Felt Mountain" und "Black Cherry" unterbreiten zwei sehr unterschiedliche Alben die enorme Stilvielfalt des Duos. Von verträumt-melancholischen Cinemascope Arrangements bis zu hormongeschwängerten angesexten Club-Hämmern reicht die Palette der Engländer, ohne jedoch bemüht trendy klingen zu wollen. Coldfrapp klingen wie Goldfrapp. Nicht aufgesetzt, im Gegenteil, originell und emotional, egal in welche Richtung sich ihr Sound bewegt. Das "Strict Machine"-Songzitat "Wonderful Electric" trifft es deshalb ziemlich gut. Elektrisch ja, steril und maschinenhaft nur was die Darbietung betrifft. Die singende Alison ist nicht von dieser Welt und hat es manchmal auch sichtlich schwer, eine Beziehung zum Publikum aufzubauen, was aber nicht heißen soll, dass bei Live-Konzerten keine Schwingungen durch den Saal wabern. Vergötterung und Anbetung strömen aus den Zuschauer-Reihen auf sie nieder, sie hingegen bringt, konzentriert bis unters Pony, ihre Songs mit einer Hingabe dar, die beneidenswert erscheint. Zwei Konzerte fanden den Weg auf DVD. 2001 im Shepherds Bush Empire, unterstützt von einer vierköpfigen Streicher-Sektion und 2003 vor dem Somerset-House in abgespeckterer Band-Version. Ein Fest für die Ohren sind beide, sowohl das eher orchesterlastige zweite Konzert als auch das elektronischere des Somerset Houses. Präsentiert sich Alison 2001 noch in eleganter Abendrobe, zollt sie zwei Jahre später der erotischeren Ausrichtung des Songmaterials mit hochhackigen Stiefeln und Minikleid Rechnung, was nicht zuletzt der männlichen Besucherschaft durchaus gefallen haben dürfte. Zu den geschmackvoll verfremdeten Cover-Versionen "Physical" ("UK-Girls") und "Yes Sir, I Can Boogie" ("Yes Sir") gesellen sich mit "Little Death" und "Sartorius" zwei non Album-Tracks, die harmonisch neben den "Felt Mountain"-Songs stehen. Die Ausleuchtung der Bühne hält sich stark in Grenzen. Eine im Zwielicht stehende Alison glänzt somit eher mit dem, was aus den Boxen schallt. Von den beiden Dokumentationen "Twisted Summer" (neu) und "Trip To Felt Mountain" (alt) interessiert eher der fast halbstündige Insiderblick hinter die Goldfrapp-Kulisse. Reichlich unspektakulär geben sich Gregory und Goldfrapp im Schlabberpulli im ihrem Cottage, wo sie an Songideen werkeln. Die auf der Bühne so lasziv und aufreizend agierende Chanteuse gebiert sich in einigen, auf Tour festgehaltenen Video-Sequenzen äußerst albern und kindsköpfig und widerspricht so dem Vamp-Image, das sie live so gerne zur Schau stellt. Zwei Konzerte, die jeweils einen anderen Charakter besitzen, eine launige Doku, zwei DVDs, über zweieinhalb Stunden Spielzeit, mehr Goldfrapp geht fast nicht. © Laut