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Die Alben

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. September 2019 | Now Generation Music Corp.

Zur Jahrtausendwende rettet Ghost mit "Supreme Clientele" den Clan und 14 Jahre später gleich ganz New York. "Call my Name...The Almighty GFK the Master avenger / New Yorks Top Contender / City Defender". Die Stadt rief und Tony Starks kam. Bevor er jedoch im bombastischen Grand Finale "Call My Name" Staten Island und den Big Apple von allen korrupten Cops und Drogendealern säubert und sich zum Verteidiger der Stadt aufschwingt, liegen Enttäuschung, Tod und bittere Stunden vor ihm. Die Geschichte der "36 Seasons", seines elften Albums, ist schnell erzählt. Tony aka Ghost wird von Dr X wiederbelebt und kann dank einer Maske selbstständig atmen. Er kehrt nach neun Jahren – "That's 36 seasons" - zurück nach Staten Island und stellt im Opener "The Battlefield" ernüchtert fest: "See how fucked up it is there's crackheads on every corner / Kids in the schoolyard smoking marijuana / I ain't feeling it, this ain't the way I left these blocks / And my name's faded out like some old damn socks" Schlimmer noch: Seine Frau liebt einen anderen – "I told you I'll be back, girl, but you ain't believe / She told me 9 was too long, and she got a new man" - und sein ehemals bester Freund, gerappt von AZ, macht als bestechlicher Polizist ("It's that Denzel in training day shit, caution my grounds") dunkle Geschäfte mit dem brutalen Gangsterboss des Viertels aka Kool G Rap ("I'm that neighborhood blizzard flooding these streets with snow"). Die Tragödie mit dem blutigen Ende nimmt unausweichlich ihren Lauf. Der Plot wurde – wie bereits "Twelve Reasons to Die" – von einem Comic inspiriert, und wer könnte die Geschichte glaubwürdiger und bildgewaltiger ausschmücken als der Killah? Welcher andere Rapper zerlegte in Staten Island einen ganzen Club, nur um den jungen Clan-Bruder Shyhiem zu retten? Welcher andere Rapper lieferte sich schon Schießereien, während er mit der Soul-Truppe Force MDs im Auto durch die Gegend cruist? Manch ein Emcee mag mehr Gangster sein, doch die Realness, Soulness und Coolness irgendwo zwischen Shaft und Iron Man verkörpert im Game nur einer. Vor allem, wenn der Soundtrack von einer echten Soul-Band im Stile der Roots mit Höllengrooves heruntergerockt wird. The Revelations aus Brooklyn, bestehend aus mehreren Multinstrumentalisten, spielten schon für Cormega, den Clan und M.O.P. Samples nach und Songs ein. Für "36 Seasons" nahmen sie die klassischen Boom Bap-Loops- und Kopfnicker als Fundament und setzten diese mit ihren analogen Mitteln um. Der Live-Sound ist so wesentlich härter, klarer und straighter als beim ähnlichen "Twelve Reasons"-Vorgängerwerk und lässt den Protagonisten des Dramas genügend Raum für ihre Verse und Rollen. Wenn sich auf dem angesprochenen "Battlefield"-Opener Ghost, AZ und Kool G Rap über einen harten Midtempo-Banger duellieren, killt jeder Flow, so unterschiedlich sie sein mögen. Und diese Intensität bleibt das ganze Album über. Für "Love Don't Live Here Anymore" wird ein Doo Wop-Record interpretiert, der dann mit echten Emotionen des gehörten Ghost an Vorgänger wie "Guest House" oder "Back Like That" erinnert. Doch die melodiöse Zeit nähert sich dem Ende. In "Here I G Again" begegnet er über einen straighten Nackenbrecher seinem Jugendfreund Raj bzw. AZ. "Yo, I've seen Raj / He been a friend for years / Now your boy in blue, how he switched up gears". Der steht im zuerst noch positiv gegenüber. "Yeah, yeah, welcome home Starks / Remember us? At the jams in the parks". Zum Ende jedoch bekennt der korrupte Cop Farbe: "By next year my nigga, we be the largest / Felonies done with no charges". Im düsteren "Loyalty" betreten Kool G Rap ("A boss is a boss learn to respect loyalty") und sein Killer Nems ("My intuition told me play my position and stay loyal / You ain't got to get your hands dirty, I'll do it for you") die Szene, der Song ist gar ohne Ghost, so sehr ordnen sich alle der Story unter. Ebenfalls als Interlude dient das instrumentale Cover des The Persuaders-Slow Jamz "Thin Line Between Love and Hate" aus dem Jahre 1971. Doch die "Dogs Of War" kommen. Ghost hat genug gesehen und erklärt in einem funkigen Tune dem herrschenden Drogenlord den Krieg. "I see laboratories, chemicals and shit/ They cookin' right here on the block, I'm throwin' a fit/ Destructo, destroying houses like wrecking balls." Nach dem Krieg bleibt genug Zeit, einen Blick zurück zu werfen, als Dr. X Ghost rettete und ihm die Maske verpasste. Das noch funkigere "Emergency Procedure" mit dem wieder einmal unglaublichen Pharao Monch als Dr. X ist aber nur die Ruhe vor dem Endgegner. Zwar fühlt sich Tony im wesentlich rockigeren "Double Cross" auf der Gewinnerstraße – "No more drug houses, little kids could be treasured" -, doch sein ehemaliger Homie AZ hat andere Pläne. Er lässt ihn verhaften, um seine dunkle Geschäfte zu retten. Seine ehemalige Flamme Bamboo ist sich nicht mehr sicher, ob sie die richtige Wahl getroffen hat. In "Bamboos Lament" sinniert sie alias Sängerin Kandace Springs: "Is it too late? / Did I make a mistake?" Denn: AZ ist Bamboos neuer Liebhaber, und im sich tonnenschwer und minimalistisch schleppenden "Pieces To The Puzzle" – einem Höhepunkt des Albums - erkennt Ghost den Ernst der Lage. "This cop is corrupt, he gotta be in the mix of shit". Zu spät. Im mobb deep-artigen "Homicide" wird sein Bruder von Nems umgebracht. "I seen Mick's body on the floor covered in sheets / And a note that says I'm a dead man walkin'". Tony schwört Rache und es kommt zum Showdown mit AZ auf dem treibenden "Blood on The Streets": "Ayo!, Gas Mask down / It's revenge mode". Doch der ehemalige Freund feuert dagegen: "Kill your kids here, put you in a wheel chair / And leave you there with that ice grill stare Tony". Am Ende jedoch kann es nur einen geben. "It's no surprise / GFK the only one to survive!" New York ist wieder sicher und erfährt im bombastischen "Call My Name", dem souligen Epilog "I Love You For All Season" und der Vereinigung von Ghost mit Bamboo sein gebührendes Ende. "Call my name when you need me / I'll be there quick fast in a hurry / No need to worry / The all mighty GFK the master avenger / New York top contender city defender" © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2006 | Def Jam Recordings

Auf jedes einzelne Ghostface-Album habe ich mich gefreut wie ein Kind unterm Christbaum – jedes Mal begleitet von einer Spur Angst, ob die Erwartungen nicht doch einmal enttäuscht werden. Liegt die Messlatte hoch, geht der Sprung ja gerne in die Hose. Die Zweifel, die sich auch diesmal im Vorfeld breit machten (Geht das überhaupt? Kann man solches Niveau über Jahre halten?), erweisen sich erneut als vollkommen grundlos: Ghostface kann. Drängend, gierig und energisch breitet er, verpackt in geschliffene Worte und verschachtelte Reime, Szenarien vor seinem Publikum aus, die sich ohne Weiteres als Drehbuchvorlagen eignen. Die übliche Drogen-, Gewalt- und Gangster-Thematik handelt Ghostface selbstverständlich ab, durchzieht diese aber mit einer Ladung Humor, für die man ihn küssen möchte. Persönliche und ruhigere Nummern ("Whip You With A Strap", "Momma") bewahren, ebenfalls augenzwinkernd serviert, vor inhaltlicher Eingleisigkeit. Die Wahl der Kollaboratiospartner erfolgt mit gespenstischer Sicherheit. Neben der Abgeklärtheit eines Raekwon wirkt Ghost stets noch eine Spur hungriger. Ohne die Genossen vom Wu-Tang Clan geht gar nichts, mit Megan Rochell ("Momma") betritt nicht die übelste R'n'B-Stimme die Bühne. Jungstar Ne-Yo liefert ganz und gar unpeinliche gesungene Hooklines zu "Back Like That". Klavier, angemessene Uuuh-Uuuh-Backgroundchöre und Auszüge aus Willie Hutchs "Baby Come Back" verweben sich in einem relaxten Instrumental zu einem schlagkräftigen Beweis dafür, zu welch traumhaften Ergebnissen es führen kann, wenn sich Vergangenes und Neues, Gesang und Rap, Soul und Hip Hop, die Hände reichen. Der Geist Motowns durchzieht "Fishscale" von vorne bis hinten. Funk wird großgeschrieben. Wer es nicht in "Shakey Dog" bereits kapiert hat, dem hämmert es spätestens MoSS in "Kilo" mit Bläsern und der Wah-Wah-Gitarre ein. Auch Just Blaze vereint in "Champ" alles Gestrige, das für bewahrenswert befunden wurde, mit den Errungenschaften von heute und bannt die fiebrige Atmosphäre eines Boxkampfes in einen Wahnsinnsbeat. J Dilla, er möge in Frieden ruhen, steuert unter anderem zu "Beauty Jackson" anfangs einlullende Klänge bei, die zu einem dezenten Fundament für einen nahezu hypnotischen Rap morphen. Pete Rock strukturiert Ghostfaces und Raekwons ohne Pause flowende Lyrics in "R.A.G.U." mit Streichern im Stil der 60ies und einem kräftig akzentuierten Beat. RZA verkündete einst im Interview, Ghostface klänge nur auf seinen Produktionen wirklich reif. "Fishscale" hält dem ein vielfarbig blinkendes "Mööp! Falsch!" entgegen. Ohne Wu-Tangs Hauptproduzent seinen Rang absprechen zu wollen: Mit Pete Rock, Ghost selbst, Just Blaze, dem seligen J Dilla und einigen anderen an den Reglern habe ich RZA keine Sekunde vermisst. Besonders, wenn die metallenen Finger Dooms ins Spiel kommen, frage ich mich zum wohl tausendsten Mal: Wann entsteigt dieses Ausnahmetalent endlich dem Schatten des Untergrunds und begibt sich dahin, wo sich seit Jahren sein Platz befände: in die allererste Reihe. Mir fällt niemand ein, der in den letzten Jahren auch nur ansatzweise vergleichbare Quantität bei gleichbleibend exzellenter Qualität geliefert hätte. MF Dooms Beiträge zu "Fishscale" demonstrieren auf das Eindrucksvollste seine Wandlungsfähigkeit. Piano-Loops untermalen den Auftritt des Clans ("9 Milli Bros"), mit revueartigen Klängen. "The ratpack is back" - keine Frage, auch Ol' Dirty Bastard grüßt wieder einmal aus der Gruft. In "Underwater" stehen Ghosts schneidend klare Raps in einer im Kontrast dazu unwirklich gedämpften Kulisse. Wuchtige Drums und ein bedrohlich leiernder Dauerton sorgen in "Clipse Of Doom" für Beklemmung, während in "Jellyfish" deutlich leichtere Kost serviert wird. Schräge Gesangseinlagen verbreiten Kirmesstimmung, Klassiker wie "Never Can Say Goodbye" und "Let's Get It On" geben sich die Hand - eine weitere tiefe Verbeugung vor den Ahnen. Verzeiht meine Schwärmerei, aber zum Teufel, vertraut mir: Ich bin nicht ganz ohne Grund ein Doom-Fan. Wir haben Frühling - und ich mit "Fishscale" einen sicheren Anwärter für meine Album-Charts 2006. Auch, wenn ich mir von den beteiligten Herren hoffentlich niemals den Weg in die Heart Street erklären lassen muss. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 5. Oktober 2018 | X-Ray Records

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. März 2018 | Linear Labs

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 18. August 2014 | Linear Labs

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2010 | RAL

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 10. Juli 2015 | Linear Labs

Booklet
Es war ja so klar, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde: "I'm bulletproof now", drohte der nicht ganz freiwillig zu einem Rachedämon mutierte Ghostface Killah auf "Twelve Reasons To Die". "Back from the dead I'm invincible." Als Verheißung musste das jeder verstehen, der in den Sog des akustischen Vintage-Mafia-Gruselfilms geriet, den Ghost zusammen mit Adrian Younge ersonnen und in Szene gesetzt hat. Die beiden konnten den nach Vergeltung dürstenden Geist Tony Starks' ja nicht ewig in einem Tresor des DeLuca-Clans auf den Schallplatten verstauben lassen, zu denen deren Oberhaupt die sterblichen Überreste seines Widersachers pressen ließ. Dafür waren Figur und Story schlicht zu gut. Irgendwann wird schon jemand Hand an diese Vinyl gewordene Wunderlampe legen und, versehentlich oder mit voller Absicht, den Dschinn befreien. An dieser Stelle kommt, zum Leben erweckt von Raekwon, der neue Charakter Lester Kane ins Spiel: ein Mann mit Ambitionen auf den Titel "King Of New York", der auf die Familie DeLuca in etwa so gut zu sprechen ist, wie es Tony Starks einst war. Auch ihm steht der Sinn einzig nach Rache. Er sucht Vergeltung für Frau und Sohn, die der rivalisierende Clan auf dem Gewissen hat. Bei der Schneise der Verwüstung, die Kane durch DeLuca'sche Etablissements schlägt, kommen ihm und seinen Mannen besagter Tresor und sein verfluchter Inhalt in die Quere. Spätestens jetzt liegt auf der Hand: "It's time for a new chapter." Dass sich Kane von Labels mit der Aufschrift "DO NOT PLAY!" nicht bremsen lässt, versteht sich von allein. Et voilà, da isser wieder, der Ghostface Killah, und schließt mit Lester Kane einen Pakt, der selbst Mephistopheles mit Stolz erfüllte: ein wahrhaft tödliches Tag-Team. Den Teufel werd' ich tun und die Haken verraten, die der Plot schlägt, bis die Protagonisten am Ende des Pfads ihrer erbarmungslosen Vendetta ihren Frieden finden - oder zumindest etwas halbwegs Ähnliches. Von den Drehungen und Wendungen der Handlung lasse sich tunlichst jeder selbst überraschen. Ohne Kenntnis des ersten Teils lässt sich dieses zweite Dutzend ebenfalls verdammt guter Gründe zu töten allerdings wohl kaum verstehen, auch wenn der RZA als über dem Geschehen thronender Erzähler immer wieder Fäden entwirrt, den Rahmen absteckt und es so enorm erleichtert, der Geschichte zu folgen. Die spielt auch auf diesem zweiten Konzeptalbum um die Legende vom "killah with no face", die sich vom Mob-Märchen zum Schauer-Epos auswächst, die absolute Hauptrolle. Der Kunstgriff, der Tony Starks' Gespenst wieder auf den Plan ruft, befördert auch gleich die Handlung ins New York der 70er Jahre. Den staubigen Drums und geisterhaften Chören, die schon den Vorgänger prägten, haucht Adrian Younge entsprechend mit angefunkten Bässen, Wah-Wah-Sounds, Percussionspielereien und quietschenden Orgeln den souligen Vibe klassischer Blaxploitation-Film-Soundtracks ein. Stellenweise, etwa in "Rise Up", gerät das rhythmisch ganz schön anspruchsvoll. Die durch die Bank atmosphärischen Produktionen bieten vielleicht etwas weniger Abwechslung als auf dem ersten Teil. Das mag aber zumindest teilweise dem Umstand geschuldet sein, dass die Handlung hier keine Höhen und Tiefen kennt, sondern aus den blutgetränkten Niederungen einer längst ausgeuferten Mafia-Fehde in noch schwärzere Tiefen des finsteren Tals führt. Die Besetzung von "Twelve Reasons To Die II" fällt dagegen, wie so oft beim Sequel eines Erfolgs, eine deutliche Spur üppiger aus: Neben Raekwon und dem RZA ziehen Living Legend Scarub, Lyrics Born und Chino XL mit in den Straßenkrieg. In "Get The Money" erklärt zudem Vince Staples, er lade seine Waffe "in the name of King Lester Kane". Wenn ihm das mal bekommt. Am hässlichen Ende von "Twelve Reasons To Die II" weiß Staples' Patron jedenfalls, wie es sich anfühlt, mit den Geistern zu pokern, die man gerufen hat. Er bleibt mit dieser Erfahrung beileibe nicht allein, und weitere Leidensgenossen werden dazustoßen. Das Tor zu Teil drei treten die Urheber der Saga jedenfalls weit auf: "This is not the last we'll ever hear of Tony Starks / Actuality, this is a new beginning / Tony Starks was once a man, and became a demon / But now lives again, in the flesh and blood of the Ghostface Killah." Man braucht keine besonders ausgeprägte prophetische Gabe, um diese Worte erneut als Drohung zu interpretieren. Ich sprech' auch gerne wieder von "Verheißung". Wenn ich von dieser Platte ebenfalls ein Brown-Tape bekomme, sowieso. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2007 | Def Jam Recordings

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Januar 2018 | Mello Music Group

Im Jahre 2013 spielt Ghostface Killah Twelve Reasons To Die mit dem Produzenten Adrian Younge ein. Resultat: ein Groove-Konzentrat, in dem härtester Rap und nostalgischer Soul ausschweifen wie nie zuvor. Aber der Rapper Wu-Tang Clan hatte gleichzeitig den Produzenten Apollo Brown darum gebeten, ihm eine Alternativversion dieses Albums auszuhecken. Es hieß dann The Brown Tape und erschien eben auch nur in Form einer Kassette… Fünf Jahre später lässt sich diese Rarität offiziell wieder blicken. Umso besser! Vor allem, weil Ghostface hier ein paar Kollegen von Wu-Tang Clan zusammengetrommelt hat, wie etwa Inspectah Deck, U-God, Masta Killa, Cappadonna und RZA, der sich hier sogar als Erzähler entpuppt. Für dieses Konzeptalbum voller Gangster, Verrat und allerlei Verbrechen hat sich der Produzent aus Detroit einen Hintergrund ausgedacht, der noch schmutziger und brutaler ist als das Original. Ein nüchterner Soundtrack, der perfekt zur Prosa von Ghostface wie auch zu seinem einzigartigen Flow passt, und der eher Wu-Tang ähnelt als Twelve Reasons To Die! Was wäre bloß dabei herausgekommen, wenn RZA dieses Brown Tape selbst produziert hätte? © MZ/Qobuz
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 17. November 2009 | New Power Soul

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2006 | Def Jam Recordings

Da hat man sich gedanklich schon in die Weihnachtspause verabschiedet, Glühweinschwaden umwehen das ermattete Hirn. Die Charts für 2006 sind erstellt, es erscheint ohnehin nichts mehr von Bedeutung. "Setzen wir doch das Jahres-Album auf den Album der Woche-Platz", so der Tenor in der Redaktion. Die Arctic Monkeys. Jetzt schon. Brrrr! Die unterbesetzte Hip Hop-Abteilung schaudert. Manchmal kommen Beats aber doch mit der Post: Der freundliche Briefträger bringt die Rettung. "Hip Hop Is Dead" behauptet Nas. Gar nicht wahr! Mos Def liefert "True Magic" frei Haus. Ghostface legt noch etwas mehr Fisch oben drauf - und behält im wirklich knappen Rennen um die vermutlich letzte Empfehlung der Woche für dieses Jahr die Nase vorn. Kein Zweifel: "Ghost Is Back", und das, nachdem er erst im Frühjahr mit "Fishscale" ein strahlendes Highlight lieferte. Ein schier endloses Intro bereitet den Weg für eine Einstiegs-Nummer, auf die es sich zu warten lohnt. Von einem derartigen Basslauf lass' ich mich gerne ins neue Jahr katapultieren. Bläserakzente, funkelnde Gitarren und Flöten: So zäh die Einleitung war: Der eigentliche Track könnte kurzweiliger nicht sein. Ghosts gierige Flows lassen auf grenzenlose Unersättlichkeit schließen. Ein Hammer pro Jahr ist wohl nicht genug, hmmm? Hell, no! Außerdem hat man ja seine Crew noch nicht ausgiebig gefeaturet. Diesmal begleitet die Theodore Unit ihren Gründer Rasierklingen spuckend über die gesamte Wegstecke. Auf derselben bleibt so zwar die technische wie inhaltliche Geschlossenheit, dennoch strotzt "More Fish" vor Charme, Talent, Musikalität und Ideen, dass es eine Freude ist. Womit haben wir es denn zu tun? "Ich musste mich auf den Ursprung, die Grundgedanken konzentrieren: Drogen, Sex, Geld und Gewalt. Damit die jüngeren Kids sich einmal bei mir abschauen können, wie es wirklich geht." Liebe Kinder, aufgepasst: Wenn alte Wu-Hasen "Outta Town Shit" ausbreiten und Verhaltensratschläge für die Handhabung von "Greedy Bitches" erteilen, ist Erkenntnisgewinn garantiert. Redman lässt seine Zeilen über gemütlichen Orgelsound ab, der zu bedächtigem Kopfnicken animiert. Darf eigentlich mitgeklatscht werden? Futuristisch wird es, wenn MF Doom spacige Klänge über tief blubbernde Bässe setzt. Unmerklich verwandelt sich in "Alex" der abgehobene Unterbau in einen geradezu klassischen Orchesterteppich. Wesentlich beeindruckender gehen die metallenen Finger noch in "Guns N' Razors" zu Werke: Hochgradig komplex und unaufhaltsam rückt einem der Beat auf die Pelle und überrollt auch den skeptischsten Hörer. Kinnlade wieder nach oben! Wir haben noch mehr Bonbons. Soulig, überschwänglich und prall vollgestopft tönt es aus den Boxen: "I know you heard it a thousand times." Ja, aber selten wirklich "Good"! Dicht gepackte Gitarren machen aus "Block Rock" nicht eben Schonkost: Wer, wenn nicht Madlib, würde Novalis verwursten? Superfetter Basseinsatz erdet das ansonsten leicht lächerliche "Pokerface", und wäre "Josephine" nicht so unglaublich satt produziert, man wäre gezwungen, bei Phrasen wie "The rain will wash away your sins", "you better leave those drugs alone" und "I will help you" an ein christliches Pfadfinderlager zu denken. Da sind wir aber nicht, wir befinden uns immer noch in den 36 Kammern, in denen alles, restlos alles möglich ist. Da fließen entspannte Raps über ein gepimptes Crusaders-Sample, als gehörten sie tief in die 70er Jahre. Da geben sich Kanye West und Ne-Yo in der Remix-Version zu "Back Like That" das Mic in die Hand. Da sorgen irrsinnige Drums und Amy Winehouse mit einer umwerfenden Gesangseinlage ("I Know I'm No Good") für Gänsehaut auf allen Zellmembranen. Vermutlich hat Kollege Wittorf recht, wenn er meint, Nas wäre die logischere Wahl für das Album der Woche gewesen. Doch wen interessiert Logik, wenn man auf anderer Ebene derbe getroffen wird? Danke für all den Fisch, Mr. Coles. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2009 | RAL

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juni 2015 | Linear Labs

Es war ja so klar, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde: "I'm bulletproof now", drohte der nicht ganz freiwillig zu einem Rachedämon mutierte Ghostface Killah auf "Twelve Reasons To Die". "Back from the dead I'm invincible." Als Verheißung musste das jeder verstehen, der in den Sog des akustischen Vintage-Mafia-Gruselfilms geriet, den Ghost zusammen mit Adrian Younge ersonnen und in Szene gesetzt hat. Die beiden konnten den nach Vergeltung dürstenden Geist Tony Starks' ja nicht ewig in einem Tresor des DeLuca-Clans auf den Schallplatten verstauben lassen, zu denen deren Oberhaupt die sterblichen Überreste seines Widersachers pressen ließ. Dafür waren Figur und Story schlicht zu gut. Irgendwann wird schon jemand Hand an diese Vinyl gewordene Wunderlampe legen und, versehentlich oder mit voller Absicht, den Dschinn befreien. An dieser Stelle kommt, zum Leben erweckt von Raekwon, der neue Charakter Lester Kane ins Spiel: ein Mann mit Ambitionen auf den Titel "King Of New York", der auf die Familie DeLuca in etwa so gut zu sprechen ist, wie es Tony Starks einst war. Auch ihm steht der Sinn einzig nach Rache. Er sucht Vergeltung für Frau und Sohn, die der rivalisierende Clan auf dem Gewissen hat. Bei der Schneise der Verwüstung, die Kane durch DeLuca'sche Etablissements schlägt, kommen ihm und seinen Mannen besagter Tresor und sein verfluchter Inhalt in die Quere. Spätestens jetzt liegt auf der Hand: "It's time for a new chapter." Dass sich Kane von Labels mit der Aufschrift "DO NOT PLAY!" nicht bremsen lässt, versteht sich von allein. Et voilà, da isser wieder, der Ghostface Killah, und schließt mit Lester Kane einen Pakt, der selbst Mephistopheles mit Stolz erfüllte: ein wahrhaft tödliches Tag-Team. Den Teufel werd' ich tun und die Haken verraten, die der Plot schlägt, bis die Protagonisten am Ende des Pfads ihrer erbarmungslosen Vendetta ihren Frieden finden - oder zumindest etwas halbwegs Ähnliches. Von den Drehungen und Wendungen der Handlung lasse sich tunlichst jeder selbst überraschen. Ohne Kenntnis des ersten Teils lässt sich dieses zweite Dutzend ebenfalls verdammt guter Gründe zu töten allerdings wohl kaum verstehen, auch wenn der RZA als über dem Geschehen thronender Erzähler immer wieder Fäden entwirrt, den Rahmen absteckt und es so enorm erleichtert, der Geschichte zu folgen. Die spielt auch auf diesem zweiten Konzeptalbum um die Legende vom "killah with no face", die sich vom Mob-Märchen zum Schauer-Epos auswächst, die absolute Hauptrolle. Der Kunstgriff, der Tony Starks' Gespenst wieder auf den Plan ruft, befördert auch gleich die Handlung ins New York der 70er Jahre. Den staubigen Drums und geisterhaften Chören, die schon den Vorgänger prägten, haucht Adrian Younge entsprechend mit angefunkten Bässen, Wah-Wah-Sounds, Percussionspielereien und quietschenden Orgeln den souligen Vibe klassischer Blaxploitation-Film-Soundtracks ein. Stellenweise, etwa in "Rise Up", gerät das rhythmisch ganz schön anspruchsvoll. Die durch die Bank atmosphärischen Produktionen bieten vielleicht etwas weniger Abwechslung als auf dem ersten Teil. Das mag aber zumindest teilweise dem Umstand geschuldet sein, dass die Handlung hier keine Höhen und Tiefen kennt, sondern aus den blutgetränkten Niederungen einer längst ausgeuferten Mafia-Fehde in noch schwärzere Tiefen des finsteren Tals führt. Die Besetzung von "Twelve Reasons To Die II" fällt dagegen, wie so oft beim Sequel eines Erfolgs, eine deutliche Spur üppiger aus: Neben Raekwon und dem RZA ziehen Living Legend Scarub, Lyrics Born und Chino XL mit in den Straßenkrieg. In "Get The Money" erklärt zudem Vince Staples, er lade seine Waffe "in the name of King Lester Kane". Wenn ihm das mal bekommt. Am hässlichen Ende von "Twelve Reasons To Die II" weiß Staples' Patron jedenfalls, wie es sich anfühlt, mit den Geistern zu pokern, die man gerufen hat. Er bleibt mit dieser Erfahrung beileibe nicht allein, und weitere Leidensgenossen werden dazustoßen. Das Tor zu Teil drei treten die Urheber der Saga jedenfalls weit auf: "This is not the last we'll ever hear of Tony Starks / Actuality, this is a new beginning / Tony Starks was once a man, and became a demon / But now lives again, in the flesh and blood of the Ghostface Killah." Man braucht keine besonders ausgeprägte prophetische Gabe, um diese Worte erneut als Drohung zu interpretieren. Ich sprech' auch gerne wieder von "Verheißung". Wenn ich von dieser Platte ebenfalls ein Brown-Tape bekomme, sowieso. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. November 2018 | X-Ray Records

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2008 | RAL

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. Mai 2014 | RAL

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. Januar 2018 | Mello Music Group

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. September 2018 | X-Ray Records

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. Dezember 2017 | Mello Music Group

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. November 2018 | X-Ray Records