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Die Alben

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. März 2018 | Linear Labs

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 18. August 2014 | Linear Labs

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 10. Juli 2015 | Linear Labs

Booklet
Es war ja so klar, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde: "I'm bulletproof now", drohte der nicht ganz freiwillig zu einem Rachedämon mutierte Ghostface Killah auf "Twelve Reasons To Die". "Back from the dead I'm invincible." Als Verheißung musste das jeder verstehen, der in den Sog des akustischen Vintage-Mafia-Gruselfilms geriet, den Ghost zusammen mit Adrian Younge ersonnen und in Szene gesetzt hat. Die beiden konnten den nach Vergeltung dürstenden Geist Tony Starks' ja nicht ewig in einem Tresor des DeLuca-Clans auf den Schallplatten verstauben lassen, zu denen deren Oberhaupt die sterblichen Überreste seines Widersachers pressen ließ. Dafür waren Figur und Story schlicht zu gut. Irgendwann wird schon jemand Hand an diese Vinyl gewordene Wunderlampe legen und, versehentlich oder mit voller Absicht, den Dschinn befreien. An dieser Stelle kommt, zum Leben erweckt von Raekwon, der neue Charakter Lester Kane ins Spiel: ein Mann mit Ambitionen auf den Titel "King Of New York", der auf die Familie DeLuca in etwa so gut zu sprechen ist, wie es Tony Starks einst war. Auch ihm steht der Sinn einzig nach Rache. Er sucht Vergeltung für Frau und Sohn, die der rivalisierende Clan auf dem Gewissen hat. Bei der Schneise der Verwüstung, die Kane durch DeLuca'sche Etablissements schlägt, kommen ihm und seinen Mannen besagter Tresor und sein verfluchter Inhalt in die Quere. Spätestens jetzt liegt auf der Hand: "It's time for a new chapter." Dass sich Kane von Labels mit der Aufschrift "DO NOT PLAY!" nicht bremsen lässt, versteht sich von allein. Et voilà, da isser wieder, der Ghostface Killah, und schließt mit Lester Kane einen Pakt, der selbst Mephistopheles mit Stolz erfüllte: ein wahrhaft tödliches Tag-Team. Den Teufel werd' ich tun und die Haken verraten, die der Plot schlägt, bis die Protagonisten am Ende des Pfads ihrer erbarmungslosen Vendetta ihren Frieden finden - oder zumindest etwas halbwegs Ähnliches. Von den Drehungen und Wendungen der Handlung lasse sich tunlichst jeder selbst überraschen. Ohne Kenntnis des ersten Teils lässt sich dieses zweite Dutzend ebenfalls verdammt guter Gründe zu töten allerdings wohl kaum verstehen, auch wenn der RZA als über dem Geschehen thronender Erzähler immer wieder Fäden entwirrt, den Rahmen absteckt und es so enorm erleichtert, der Geschichte zu folgen. Die spielt auch auf diesem zweiten Konzeptalbum um die Legende vom "killah with no face", die sich vom Mob-Märchen zum Schauer-Epos auswächst, die absolute Hauptrolle. Der Kunstgriff, der Tony Starks' Gespenst wieder auf den Plan ruft, befördert auch gleich die Handlung ins New York der 70er Jahre. Den staubigen Drums und geisterhaften Chören, die schon den Vorgänger prägten, haucht Adrian Younge entsprechend mit angefunkten Bässen, Wah-Wah-Sounds, Percussionspielereien und quietschenden Orgeln den souligen Vibe klassischer Blaxploitation-Film-Soundtracks ein. Stellenweise, etwa in "Rise Up", gerät das rhythmisch ganz schön anspruchsvoll. Die durch die Bank atmosphärischen Produktionen bieten vielleicht etwas weniger Abwechslung als auf dem ersten Teil. Das mag aber zumindest teilweise dem Umstand geschuldet sein, dass die Handlung hier keine Höhen und Tiefen kennt, sondern aus den blutgetränkten Niederungen einer längst ausgeuferten Mafia-Fehde in noch schwärzere Tiefen des finsteren Tals führt. Die Besetzung von "Twelve Reasons To Die II" fällt dagegen, wie so oft beim Sequel eines Erfolgs, eine deutliche Spur üppiger aus: Neben Raekwon und dem RZA ziehen Living Legend Scarub, Lyrics Born und Chino XL mit in den Straßenkrieg. In "Get The Money" erklärt zudem Vince Staples, er lade seine Waffe "in the name of King Lester Kane". Wenn ihm das mal bekommt. Am hässlichen Ende von "Twelve Reasons To Die II" weiß Staples' Patron jedenfalls, wie es sich anfühlt, mit den Geistern zu pokern, die man gerufen hat. Er bleibt mit dieser Erfahrung beileibe nicht allein, und weitere Leidensgenossen werden dazustoßen. Das Tor zu Teil drei treten die Urheber der Saga jedenfalls weit auf: "This is not the last we'll ever hear of Tony Starks / Actuality, this is a new beginning / Tony Starks was once a man, and became a demon / But now lives again, in the flesh and blood of the Ghostface Killah." Man braucht keine besonders ausgeprägte prophetische Gabe, um diese Worte erneut als Drohung zu interpretieren. Ich sprech' auch gerne wieder von "Verheißung". Wenn ich von dieser Platte ebenfalls ein Brown-Tape bekomme, sowieso. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juni 2015 | Linear Labs

Es war ja so klar, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde: "I'm bulletproof now", drohte der nicht ganz freiwillig zu einem Rachedämon mutierte Ghostface Killah auf "Twelve Reasons To Die". "Back from the dead I'm invincible." Als Verheißung musste das jeder verstehen, der in den Sog des akustischen Vintage-Mafia-Gruselfilms geriet, den Ghost zusammen mit Adrian Younge ersonnen und in Szene gesetzt hat. Die beiden konnten den nach Vergeltung dürstenden Geist Tony Starks' ja nicht ewig in einem Tresor des DeLuca-Clans auf den Schallplatten verstauben lassen, zu denen deren Oberhaupt die sterblichen Überreste seines Widersachers pressen ließ. Dafür waren Figur und Story schlicht zu gut. Irgendwann wird schon jemand Hand an diese Vinyl gewordene Wunderlampe legen und, versehentlich oder mit voller Absicht, den Dschinn befreien. An dieser Stelle kommt, zum Leben erweckt von Raekwon, der neue Charakter Lester Kane ins Spiel: ein Mann mit Ambitionen auf den Titel "King Of New York", der auf die Familie DeLuca in etwa so gut zu sprechen ist, wie es Tony Starks einst war. Auch ihm steht der Sinn einzig nach Rache. Er sucht Vergeltung für Frau und Sohn, die der rivalisierende Clan auf dem Gewissen hat. Bei der Schneise der Verwüstung, die Kane durch DeLuca'sche Etablissements schlägt, kommen ihm und seinen Mannen besagter Tresor und sein verfluchter Inhalt in die Quere. Spätestens jetzt liegt auf der Hand: "It's time for a new chapter." Dass sich Kane von Labels mit der Aufschrift "DO NOT PLAY!" nicht bremsen lässt, versteht sich von allein. Et voilà, da isser wieder, der Ghostface Killah, und schließt mit Lester Kane einen Pakt, der selbst Mephistopheles mit Stolz erfüllte: ein wahrhaft tödliches Tag-Team. Den Teufel werd' ich tun und die Haken verraten, die der Plot schlägt, bis die Protagonisten am Ende des Pfads ihrer erbarmungslosen Vendetta ihren Frieden finden - oder zumindest etwas halbwegs Ähnliches. Von den Drehungen und Wendungen der Handlung lasse sich tunlichst jeder selbst überraschen. Ohne Kenntnis des ersten Teils lässt sich dieses zweite Dutzend ebenfalls verdammt guter Gründe zu töten allerdings wohl kaum verstehen, auch wenn der RZA als über dem Geschehen thronender Erzähler immer wieder Fäden entwirrt, den Rahmen absteckt und es so enorm erleichtert, der Geschichte zu folgen. Die spielt auch auf diesem zweiten Konzeptalbum um die Legende vom "killah with no face", die sich vom Mob-Märchen zum Schauer-Epos auswächst, die absolute Hauptrolle. Der Kunstgriff, der Tony Starks' Gespenst wieder auf den Plan ruft, befördert auch gleich die Handlung ins New York der 70er Jahre. Den staubigen Drums und geisterhaften Chören, die schon den Vorgänger prägten, haucht Adrian Younge entsprechend mit angefunkten Bässen, Wah-Wah-Sounds, Percussionspielereien und quietschenden Orgeln den souligen Vibe klassischer Blaxploitation-Film-Soundtracks ein. Stellenweise, etwa in "Rise Up", gerät das rhythmisch ganz schön anspruchsvoll. Die durch die Bank atmosphärischen Produktionen bieten vielleicht etwas weniger Abwechslung als auf dem ersten Teil. Das mag aber zumindest teilweise dem Umstand geschuldet sein, dass die Handlung hier keine Höhen und Tiefen kennt, sondern aus den blutgetränkten Niederungen einer längst ausgeuferten Mafia-Fehde in noch schwärzere Tiefen des finsteren Tals führt. Die Besetzung von "Twelve Reasons To Die II" fällt dagegen, wie so oft beim Sequel eines Erfolgs, eine deutliche Spur üppiger aus: Neben Raekwon und dem RZA ziehen Living Legend Scarub, Lyrics Born und Chino XL mit in den Straßenkrieg. In "Get The Money" erklärt zudem Vince Staples, er lade seine Waffe "in the name of King Lester Kane". Wenn ihm das mal bekommt. Am hässlichen Ende von "Twelve Reasons To Die II" weiß Staples' Patron jedenfalls, wie es sich anfühlt, mit den Geistern zu pokern, die man gerufen hat. Er bleibt mit dieser Erfahrung beileibe nicht allein, und weitere Leidensgenossen werden dazustoßen. Das Tor zu Teil drei treten die Urheber der Saga jedenfalls weit auf: "This is not the last we'll ever hear of Tony Starks / Actuality, this is a new beginning / Tony Starks was once a man, and became a demon / But now lives again, in the flesh and blood of the Ghostface Killah." Man braucht keine besonders ausgeprägte prophetische Gabe, um diese Worte erneut als Drohung zu interpretieren. Ich sprech' auch gerne wieder von "Verheißung". Wenn ich von dieser Platte ebenfalls ein Brown-Tape bekomme, sowieso. © Laut