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Die Alben

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Kammermusik - Erschienen am 22. Juni 2018 | Glossa

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Editor's Choice
Während man Paganini normalerweise mit seinen 24 Capricci und der teuflischen Virtuosität, die sie vom Geiger verlangen, in Verbindung bringt, so erscheint er hier in einem völlig anderen Licht: dem seiner Werke für Violine und Gitarre. Diese stehen Haydn und Mozart viel näher als der Hand des Teufels, die ihn bei den Capricci begleitett hat. Die einen wurden ganz am Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben, während die als Centone di sonate bekannte Sammlung aus den 1830er Jahren stammt. Diese Werke weisen sowohl der Geige als auch der Gitarre einen Ehrenplatz zu – es sei hier daran erinnert, dass Paganini auch ein phänomenaler Gitarrist war. Der Begriff „Centone“ (deutsch „Cento“) bezeichnet ein Werk, das aus Teilen eines oder mehrerer anderer Werke zusammengesetzt ist, sozusagen eine Art Patchwork. Tatsächlich hat der Komponist alles eingebaut, was damals modern war: vom Walzer bis zur Polonaise, von der Pastorale bis zum Marsch. Wir wissen nicht genau, welche oder wessen Elemente er wiederverwendet hat oder ob er die Bezeichnung nur gewählt hat, um den Medley-Aspekt der Sache zu unterstreichen. Fabio Biondi an der Geige und Giangiacomo Pinardi an der romantischen Gitarre (ein Instrument aus dem Jahr 1825) spielen mit großer Hingabe und beweisen uns, dass Paganini auch ganz anders konnte als nur Virtuosität zur Schau zu stellen. © SM/Qobuz