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Claudio Abbado


Claudio Abbado war einer der führenden Dirigenten des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Er hielt eine Reihe von prestigevollen Posten inne, von denen ein jeder wie ein Ritterschlag für einen Dirigenten ist. Seine musikalische Präsenz strahlt noch weit über seinen Tod hinaus und sein Vermächtnis beeinflusst nachhaltig.


Abbados Familie stammt von einem berühmten maurischen Stamm ab, der 1492 aus Spanien vertrieben wurde und zu dem unter anderem der Architekt von Alhambra gehören soll. Sein Vater war der Violinist und Lehrer Michelangelo Abbado, der Claudio und seinem Bruder Marcello das Klavierspielen beibrachte. (Marcello sollte später Pianist und Komponist werden.) Claudio studierte das Klavier an dem Mailänder Konservatorium und schloss dieses im Jahr 1955 ab. Während seines Studiums erlernte er ebenfalls das Dirigieren mit Antonio Votto. Im Jahre 1955 studierte er das Klavier an der Seite von Friedrich Gulda in Salzburg, bevor er von 1956-1958 an den Schulungen des Dirigierens durch Hans Swarowsky an der Musikakademie in Wien teilnahm. 


1958 schließlich gab er sein Debüt als Dirigent in Triest und gewann den Koussevitzky Wettbewerb, was ihm zu einigen Engagements in Opernhäusern und Orchestern verhalf und ihm eine Lehrstelle an dem Konservatorium in Parma einbrachte. Nachdem er 1963 den Dimitri Mitropoulos Preis gewann, wurde er für fünf Monate lang zu einem Bestandteil der New York Philharmonie, mit der er am 7. April 1963 sein Debüt in Amerika gab. 


Im Jahr 1965 trat er seine Stelle bei den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen an und kehrte in seine Heimatstadt Mailand zurück, um an der Scala zu dirigieren. 1971 wurde er dort zum musikalischen Leiter ernannt und im selben Jahr hielt er auch den Posten als Hauptdirigent der Wiener Philharmonie inne. 


1979 wurde er Hauptdirigent beim London Symphony Orchestra und schließlich musikalischer Leiter - ein Posten, den er bis 1988 besetzte. Andere Aktivitäten wie die Gründung des Jugendorchesters der Europäischen Union, dem Chamber Orchestra of Europe and dem Gustav Mahler Jugendorchester folgten.


Für die Zeit zwischen 1982 und 1986 und nachdem er zum musikalischen Leiter der Wiener Staatsoper ernannt wurde, trat Abbado als Gastdirigent beim Chicago Symphony Orchestra auf. Die Wiener ehrten in noch mehr, indem sie ih zum Generealmusikdirektor der Stadt ernannten. Während seiner Amtszeit gründete Abbado das Festival Wien Modern, das sich heute allen Formen der zeitgenössischen Kunst widmet.


1989 trat Abbado die Nachfolge Herbert von Karajans als musikalischer Leiter der Berliner Philharmonie an und gab zwei Jahre später seine Stelle bei der Wiener Staatsoper auf, wobei er der Stadt jedoch treu blieb und den jährlichen Wiener Preis für junge Dirigenten gründete.


1994 erhielt er erneut einen Titel, den Karajan zuvor trug: Leiter der Salzburger Osterfestspiele. Nach einem Kampf mit einer Krebserkrankung im Jahre 2000 gründete Abbado 2003 gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Michael Haefliger des Orchesters das Lucerne Festival Orchestra. Obwohl Abbado seine künstlerischen Tätigkeiten aufgrund seiner Erkrankung für eine kurze Zeit im Jahr 2007 unterbrach, griff er nach zwei Monaten wieder zum Dirigentenstab. Jahre später zwang ihn die Krankheit schließlich, seine Arbeit zu reduzieren, während er jedoch immer noch hin und wieder mit seinem selbst zusammengestellten Orchestra Mozart auftrat und Einspielungen aufnahm. 


Abbado war ein spannender Dirigent, der die Schönheit des Tones vollkommen auszunutzen wusste. Seine Diskographie umfasst die kompletten Sinfoniewerke von Mahler, Schubert, Ravel, Tschaikowski, Mendelssohn und Beethoven sowie Dutzende anderer Aufnahmen.


 


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