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Ähnliche Künstler

Die Alben

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Rock - Erschienen am 25. August 1975 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 2. Juni 1978 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Im Jahr 1975 prangt das Gesicht von Bruce Springsteen erstmals auf den Titelseiten des Time-Magazins und von Newsweek. Mit dem opulenten Bombast-Sound von "Born To Run" katapultiert sich der 24-jährige Sohn eines cholerischen Alkoholikers und einer gläubigen Katholikin praktisch über Nacht ins Rampenlicht. Während die Dollars fließen und die E-Street-Kumpanen ordentlich auf den Putz hauen, zieht sich der Boss lieber mit etlichen sorgfältig archivierten Reviews in seine vier Wände zurück und grübelt über das Leben nach. Trotz vieler elementarer Zweifel ist Bruce Springsteen zu dieser Zeit ein glücklicher Mann. Drei Jahre später präsentiert sich der Songwriter wie ausgewechselt. Nach einem zweijährigen Rechtsstreit mit seinem Manager Mike Appell, der Springsteen nicht nur der Möglichkeit beraubt, neue Songs aufzunehmen, sondern zeitgleich auch dafür sorgt, dass im Privatleben des Sängers alles drunter und drüber geht, ist aus dem lächelnden Shootingstar ein verletzter und zorniger junger Mann geworden. Als der Sänger im Sommer 1977 endlich grünes Licht vom Gericht bekommt, stapeln sich weit über 60 Songs auf seinem Tisch – Songs, eines Mannes, der mehr denn je auf der Suche nach seinem Platz im Leben ist. Immer noch orientierungslos und irritiert vom Erfolg des Vorgängeralbums, sortiert er aus. Dabei wandert eine Vielzahl von Liedern auf den Tischen anderer Künstler, wie beispielsweise dem von Patti Smith, die sich mit "Because The Night" eine goldene Nase verdient. Zusammen mit seinem Produzenten John Landau entscheidet sich Bruce Springsteen schließlich für zehn Tracks, die unter dem "Darkness On The Edge Of Town"-Banner eine nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch neue Ausrichtung offenbaren. Der "Born To Run"-Wall Of Sound weicht einer differenzierteren Struktur, die jedem einzelnen E-Street-Mitglied eine völlig neue Präsentationsfläche ermöglicht. Der Background dankt es den beiden Verantwortlichen mit musikhistorischen Einwürfen, die jeden Roots-Rock-Liebhaber auch heute noch in ihren Bann ziehen. So duellieren sich Drummer Max Weinberg und die aus Danny Frederici und Roy Bittan bestehende Tastaturabteilung auf Songs wie der eröffnenden Ode "Badlands" und dem treibenden "Candy's Room" auf allerhöchstem Niveau, während Clarence Clemons einige seiner unvergessenen Background- und Saxofon-Arbeiten abliefert. An vorderster Front zieht der Boss die Strippen. Mit der zerkratzten Telecaster in der Hand zieht er dem amerikanischen Traum das Fell über die Ohren und stellt sich schützend vor die hungernde Arbeiterklasse ("Factory"). Die düstere Ballade "Something In The Night" steht symptomatisch für Springsteens Frust über die Zustände vor den meterhohen Zäunen der Oberschicht. "You're born with nothing/And better off that way/Soon as you've got something they send someone to try and take it away": Mit zusammengezogenen Augenbrauen hält der Boss seinem Heimatland den Spiegel vor Augen. Zerplatzte Träume, geschundene Seelen und Gesichter, gebrandmarkt von Leid und Tragik, schließen sich Springsteens Protest-Fahrt an. Der 69er Chevi röhrt auf dem Highway, während sich melancholische Verzweiflung, eingehüllt in ergreifende Melodieläufe aus dem klapprigen Autoradio schält ("Racing In The Street", "Streets Of Fire"). Doch da ist auch der Glaube an bessere Zeiten. Der Wille ebnet den Weg, und so bleibt die Hoffnung auf erlösende Selbstfindung ("The Promised Land") ebenso fest verwurzelt, wie das Vertrauen in erfüllte Zweisamkeit ("Prove It All Night"). Am Ende legt sich ein großer Schatten über alles. Mit unbändiger Kraft schleicht die Dunkelheit heran. Während sich Weinbergs Toms zum letzten Mal einer außerordentlichen Qualitätsprüfung unterziehen müssen, holt Roy Bittan seinen finalen Piano-Trumpf aus dem Ärmel. Die Suche endet: "I'll be there on time and i'll pay the cost/For wanting things that can only be found in the Darkness on the Edge of town." © Laut
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Rock - Erschienen am 3. Dezember 2014 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 30. Juli 2002 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Rock - Erschienen am 9. November 1973 | Columbia

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Rock - Erschienen am 30. September 1982 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 31. März 1992 | Columbia

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Rock - Erschienen am 5. Januar 1973 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 16. November 2010 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Sélection Les Inrocks
21 Songs, 21 zurückgelassene Freunde holte Bruce Springsteen aus den Sessions für das 1978er Album "Darkness on the Edge of Town" aus den Archiven. Auf dem überbordenden Box-Set "The Promise" finden sich diese Songs in Form eines eigenständigen Doppelalbums. Die vorliegende Doppel-CD zeigt vor allem eines: Springsteen hat tolle Freunde. Material für mindestens vier Alben schrieb der Boss in seinen Mittzwanzigern für "Darkness on the Edge of Town". Am Aufnehmen und Touren durch einen Rechtsstreit gehindert, ging seine kreative Ausgangsleistung durch die Decke. Nichts änderte sich aber an Springsteens Vision seiner Musik. "Darkness" erzählt von der Ernüchterung des amerikanischen Traums, der ausweglos weit weg ist. Mit grimmiger Entschlossenheit ziehen die Songs aber trotzdem in die Fabriken, den Highways entlang und durch die nächtlichen Großstadtdschungel. Um diese perfekt eingefangene Atmosphäre nicht zu verwässern, ließ Springsteen Dutzende Songperlen im Regal, die man sich fast durchwegs nicht auf dem Album vorstellen könnte. Denn mit diesen Nummern hätte "Darkness" genausogut ein wundervoll kitschiges Popalbum werden können. Ein Album über Frauen, über Beziehungen, Liebe und gebrochene Herzen. Ein Album, das die Musik seiner Jugend ganz ohne Scheuklappen zelebrierte, das die Einflüsse von Roy Orbison, Elvis und Buddy Holly in jeder Faser atmete. Das butterweiche "Someday We'll Be Together" mit Frauenchor und vielen Ohs und Ahs, das rückblickende "One Way Street" mit emotionalen Saxophon-an-einer-Straßenlaterne-Solo oder die anhimmelnden "Rendevous" und "The Little Things (My Baby Does)" sind lupenreine Liebeslieder, die ohne übliche Springsteen'sche Bildgewalt die Dinge beim Namen nennen. Es sind seine eigenen teenage romances, verpackt in die oft überladene Popmusik der Sechziger. Bei "Gotta Get That Feeling" und "Outside Looking In" besucht Bruce die Highschool-Tanzabende, bei denen die hübschen Mädchen immer mit den Sportlern tanzten, während Bruce am Ende allein da stand. The Promise erklärt dem geneigten Hörer aber auch die Entwicklung einiger originaler Darkness-Tracks. Bevor "Candy's Room" zu Springsteens erstem großen Punksong wurde, war es das relaxte "Candy's Boy" mit Country-Feeling und Orgelsolo statt wütendem Gitarrenbreak. "It's A Shame" bekam ein schnelleres Tempo verpasst und hieß später "Prove It All Night". Und im bitteren "Factory" ging es in der ersten Fassung mit dem Titel "Come Out (Let's Go Tonight)" noch um ein Mädchen und nicht um die Arbeit. Dazu spendiert er noch die eigenen Studioversionen von "Because The Night" und "Fire", die der Boss gutmütigerweise an Patti Smith und die Pointer Sisters abdrückte und zu Welthits wurden. Nach dem "Born To Run"-Hype schien es fast so, als ob er mit aller Kraft große Single-Hits vermeiden wollte. Auch fröhliche Rocker hatten auf Springsteens Version von Darkness letztlich nichts verloren. Das schnippende "Ain't Good Enough For You", der treibende Motown-Stampfer "Talk To Me" oder das in diesem Jahr fertigtgestellte "Save My Love" haben den Optimismus und die Lebensfreude, die der Erzähler in "Racing in the Street" schon lange aufgegeben hat. Die niederschmetternde Atmosphäre des Original-Albums verinnerlicht wirklich nur der Titelsong "The Promise", der schon in einer reduzierten Version auf dem "Tracks"-Boxset zu hören war. Die Thunder Road war nur ein leeres Versprechen, man kann vor seinem eigenen Schicksal nicht davonlaufen. Bildgewaltig, emotional, Springsteen at his best. Die Konsequenz, mit der er großartige Songs verwarf, um seine genau Vorstellung diese Albums zu bekommen, ist mehr als beeindruckend. Ob ein anderes, leichteres "Darkness on the Edge of Town" denselben Klassiker-Status innehätte, darf bezweifelt werden. Dass Bruce Springsteen trotzdem Lieder wegwirft, für die andere Künstler töten würden, ist die in Stein gemeißelte Wahrheit des Rock'n'Roll. © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 25. April 2006 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Rock - Erschienen am 6. März 2012 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Sélection Les Inrocks
Der Boss ist pissed off. Seine Heimat, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, siecht vor sich hin, stolpert von einem Kollaps in den Nächsten und hinterlässt dabei "dürre Arbeiter und dicke Banker". Ernüchtert, anklagend und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen stochert einer der letzten Land of the Free-Helden in der klaffenden Wunde Amerika, dass einem schon Angst und Bange werden kann, ob denn jemals ein passendes Pflaster gefunden wird. "All our little victories and glories have turned into parking lots": Ein Satz aus dem Titeltrack, der fast schon resignierend daher kommt, würde er nicht von ungewohnt schnellen Drums und Springsteens Telecaster einen intensiven Hoffnungsschub verabreicht bekommen. Dem Boss dürstet es nach Veränderung, und er ist sich nicht zu schade dafür, bei sich selbst anzufangen. Handclaps, Loops, Gospel-Chöre und verstärkte Fiddle-Einsätze halten Einzug auf dem mittlerweile 17. Studio-Schaffen des Rock'n'Roll-Veterans und siehe da: Es funktioniert. Neuzeitliches und Altbewährtes verbünden sich und gehen Hand in Hand durch dick und dünn. "From Chicago to New Orleans, from the muscle to the bone", fordert Springsteen auf dem Opener "We Take Care Of Our Own" seine Gefolgschaft zur Selbsthilfe auf, denn von oben sei keine Hilfe zu erwarten. Die E-Street Band steht dem Maestro dabei treu zur Seite und präsentiert sich wahlweise episch beschwingt ("Shackled And Drawn"), balladesk zurückhaltend ("Jack Of All Trades", "This Depression") oder impulsiv treibend ("Wrecking Ball"). Nur wenige Sänger verfügen über eine derart markante Stimmfarbe wie der Mann aus New Jersey. Auch wenn viele Kritiker des Barden sich nur allzu gern über dessen näselndes Timbre amüsieren: Genau dieses unvergleichliche Element verhilft seit fast vierzig Jahren vermeintlich simpel strukturierten Songs zu überirdischem Glanz. So auch auf "Wrecking Ball". Die Working Class-Ikone weiß nur zu gut, wie man einer sensiblen Thematik musikalisch am besten beikommt. Springsteen holt sich die Gospel-Stimmen der Südstaaten-Kleinstädte ins Haus, lässt das Kollektiv in die Hände klatschen und füttert die Gebeutelten mit Klängen aus einer Gitarre, die 1950 das Licht der Welt erblickte, als seine Heimat noch vor Kraft und Energie strotzte. Vielleicht abgesehen von der Hibbeligkeit seiner Anfangstage und der Pop-Phase Anfang der Neunziger ist "Wrecking Ball" ein Album geworden, das musikalisch nahezu alles bietet, was in den letzten vier Jahrzehnten mit dem Namen Bruce Springsteen in Verbindung gebracht wurde. Von archaischem Folk, über atmosphärische Balladen, bis hin zu erdigem Rock: Der "Working On A Dream"-Nachfolger hat alles, um sich einen ehrwürdigen Platz in der beeindruckenden Diskografie des Bosses zu sichern. Elf Hymnen für die Geläuterten, elf Weckrufe für die Schuldigen. © Laut
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Rock - Erschienen am 31. März 1992 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Rock - Erschienen am 22. April 2014 | Columbia

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Rock - Erschienen am 23. Oktober 2020 | Columbia

Hi-Res
Anlässlich seines 70. Geburtstages im Jahre 2019 bringt der Boss Western Stars auf den Markt, ein Album, das Springsteens eigenen Klischees eigentlich wiederspricht und das mit seinen vorangegangenen Einspielungen nichts zu tun hat. Schluss mit der E Street Band, diesem Kraftmeierverein, der ganze Stadien in Bewegung setzt, und Streicher, Bläser und Chorgesang hereinspaziert!  Der Boss verwandelte sich mit dieser Platte in einen Glen Campbell des dritten Jahrtausends, der sich gerne von der Gegenwart lossagte und eher auf unvergängliche Ahnungslosigkeit und Lässigkeit als auf Widerstand und Argwohn setzte… Ein Jahr später ist es nicht mehr ganz dasselbe, denn Bruce Springsteens ist auf neue Ideen gekommen. Für dieses Letter to You hat er seine E Street Band zusammengetrommelt – oder das, was nach dem Tod von Danny Federici (2008) und Clarence Clemons (2011) davon noch übrig war – um in seinem Homestudio in New Jersey in nur fünf Tagen zwölf Songs live einzuspielen! Damit ist er meilenweit entfernt von den vierzehn Monaten, die 1974 für Born to Run nötig waren. Der Erfolg von Letter to You ist größtenteils diesen inoffiziellen und zwanglosen Umständen zu verdanken, wo man zusammensitzt, als wäre man unter Freunden. Mit der Ballade One Minute You're Here als Opener steht dieses zwanzigste Studioalbum unter dem Zeichen einer gewissen Nostalgie. Geradeso als würde Springsteen von Sepiatönen umgeben singen, denn man hat beim Zuhören das Gefühl, ein Fotoalbum mit dahingeschiedenen Verwandten und zerstörten oder verschwundenen Orten durchzublättern.Eher vertraut er uns persönliche Dinge an, als von erfundenen Figuren zu sprechen. Die einschlägige Singleauskoppelung mit dem Albumtitel ist aber eine Garantie für die Fans aus dem Goldenen Zeitalter der E Street Band. Genauso das kraftstrotzende Burnin' Train, das man sich gut bei Megakonzerten vorstellen kann, wenn am Ende dann alle mitsingen oder das wahnsinnige Ghosts, das zum x-ten Mal beweist, wie leicht man aus (sehr) Alt Neu machen kann und wo er uns singend erzählt, wer er ist, was er tut und warum jeder bereit  ist, mit ihm ins kalte Wasser zu springen. Diese Energie hält er das gesamte Album lang aufrecht, so als ob es im Springsteen der Seventies wurzelt. Bei all dieser Energie aus simplem Rock’n’Roll gibt einzig und allein der Boss mit seiner nach all den Jahren angerauten Stimme zu verstehen, dass wir das Jahr 2020 schreiben, und nicht 1980. Das Cover für die oft hitähnlichen und introspektiven Songs, ist ebenso perfekt gelungen. Am meisten überrascht diese Platte eigentlich dadurch, dass Springsteen singend einen weiteren, noch höheren Gipfel seiner Kunst erklommen hat… © Marc Zisman/Qobuz
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Rock - Erschienen am 14. Juni 2019 | Columbia

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Ein paar Monate vor seinem 70. Geburtstag bringt der Boss ein Album heraus, das so ganz und gar nicht seinen üblichen Klischees entspricht. Diese Platte hat mit seinen bisherigen Einspielungen nicht das Geringste zu tun. Bye-bye die E Street Band, seine Super-Band, die mit ihren Streichern, Bläsern und Chorsängern ganze Stadien zum Toben bringt! Western Stars macht Bruce Springsteen zu einem Glen Campbell des dritten Jahrtausends. Der im Jahre 2017 von uns geschiedene Sänger kommt uns oft wieder ins Gedächtnis, denn mit seiner Stimme wurde er genauso legendär wie Sinatra und Elvis. Damit schlug er einzigartige Brücken zu Pop, Country und Soul, und produzierte herrliche Hits wie etwa Gentle on My Mind, By the Time I Get to Phoenix, Wichita Lineman, Galveston oder auch Rhinestone Cowboy… Genauso wie sein verstorbener Vorgänger sagt sich auch Springsteen gerne von der Gegenwart los, um eher auf unvergängliche Unschuld und Lässigkeit zu setzen als auf Widerstand und Argwohn. Neben diesem manchmal nahezu kitschigen, stark an das Kalifornien der Sixties/frühen Seventies erinnernden Ambiente (der Boss hat sich wohl Jimmy Webb, Harry Nilsson und Burt Bacharach am laufenden Band angehört) fühlt man sich wie im Kino, und zwar wegen dieser Produktion aus Samt und Seide, die Ron Aniello zu verdanken ist. Er hatte schon bei Wrecking Ball (2012) und High Hopes (2014) seine Finger mit im Spiel gehabt. Von reinem Rock’n’Roll ist also nichts in diesem üppigen Album zu sehen, das man in vollem Umfang genießen sollte. Das melancholisch klingende Western Stars wirkt eher wie ein Roman oder ein Film, und nicht wie eine dreizehn Titel umfassende Kompilation. Ein Film, den man sich immer wieder ansieht, um seine Schönheit genauso wie seine Geheimnisse besser auszukosten. © Marc Zisman/Qobuz
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Rock - Erschienen am 4. Juni 1984 | Columbia

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1982 hat der Boss mit Nebraska alle Leute vom Hocker geworfen. Weit ab vom Veranstaltungszirkus seiner verrücktspielenden, Rock’n’Roll knatternden E Street Band hat damit Springsteen, der immer für eine Überraschung gut ist, ein Meisterwerk an akustischer Schlichtheit geschaffen – er wird nur von der Gitarre und der Mundharmonika begleitet... Und zwei Jahre später, welche Fortsetzung liefert er dann? Er fährt schwere Geschütze auf! Akustikgitarre und billige Tonbänder landen im Keller und der Boss feiert mit der Quintessenz seiner E Street Band sein Comeback als wäre es ein Rachefeldzug: am Schlagzeug wird gespielt als würde einer Holz fällen, das Saxofon jault laut auf, die Gitarristen werfen sich in die Brust und es gibt eingängige Hymnen fürs Stadion, so wird er wieder zum Sprachrohr der Zukurzgekommenen. Arbeitslosigkeit, Elend, Folgeschäden des Vietnamkriegs und grauer Alltag, der elektrische Poet aus dem New Jersey schlägt erneut Funken, und zwar dank seines frontalen, unverblümten Rocks, makellose Melodien und Uppercut-Refrains inklusive. Born In The USA (Was für ein Titel! Welch ein Cover!) enthält keinen unflätigen Hurra-Patriotismus aber es zeigt das andauernde, ihm innewohnende Bedürfnis, für den kleinen arbeitenden Mann, den entlassenen Soldaten einzustehen, kurz und gut für alle, die fürs Vaterland kämpfen; auch wenn dieses dabei recht schlecht wegkommt… © Marc Zisman/Qobuz
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Rock - Erschienen am 25. Oktober 2019 | Columbia

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Rock - Erschienen am 16. Oktober 2015 | Columbia - Legacy

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Rock - Erschienen am 17. Oktober 1980 | Columbia

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Rock - Erschienen am 17. Juli 2020 | Legacy Recordings

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Jene, die dem Boss ab und zu seine allzu weitläufige Vision, seine bigger than life Methoden und testosterongeladene Musik vorwerfen, können sich getrost auf Stripped Down stürzen, eine weitere Song-Sammlung seiner streambaren Live Series. Springsteen steht mit Gitarre oder Keyboard allein auf der Bühne, um seine Songs in von allem Überfluss befreiten Versionen neu aufzutischen. So bettelarm dastehend trifft er ins Schwarze, sogar seine Stimme bietet noch nie dagewesene Varianten. Das wirkt garantiert, insbesondere bei seinen Welthits wie Born to Run und erst recht in The River, wo er wie ein Schamane eine ziemlich erstaunliche Falsettstimme entwickelt. Am Ende wird kaum einer widerstehen können, wenn der Boss in einem so herrlich naiven Cynthia (in der Box Tracks 1998 zum ersten Mal erschienen) wieder zum guten alten Rock’n’Roll-Rebell wird. Die fünfzehn, auf den Bühnen in den USA und in Europa zwischen 1986 und 2005 mitgeschnittenen Titel sind chronologisch geordnet und, sollte irgendjemand noch zweifeln, sie erinnern uns daran, welch große Hausnummer der Songwriter ist … © Marc Zisman/Qobuz

Der Interpret

Bruce Springsteen im Magazin