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Die Alben

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Rock - Erschienen am 23. Mai 2011 | Parlophone UK

Auszeichnungen Sélection Les Inrocks
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. März 2020 | [PIAS] Le Label

Hi-Res
Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, was Kinder von berühmten Musikern antreibt, im selben Geschäft als Solokünstler Fuß fassen zu wollen. Das Publikum liebt immer den Alten und ist randvoll mit Vorurteilen. Der erste Labeldeal? Von Daddy eingefädelt. Kein Künstlername, sondern der echte? Will nur von Daddys Erfolg profitieren. Ein einziges Waldorf-und-Statler-Spiel. Wenn man es dann tatsächlich schafft und den Alten sogar überflügelt, wie etwa Miley Cyrus, muss schon ein Army-Ranger-Stahlbad wie Disney irgendwie damit zu tun haben. Baxter Dury kennt das alles. Mehr noch: Er ist für immer der Fünfjährige neben seinem Vater Ian Dury auf dem Cover von dessen Klassiker-Debütalbum "New Boots And Panties". Baxter wuchs in eine Familie hinein, in der Kunstschaffende ein- und ausgingen, er sog den schrulligen Pubrock des Vaters in sich auf, die allgegenwärtigen Soul- und Funk-Platten, und ergänzte dieses Basiswissen später um den selbst erkundeten Hip Hop. Für ein Promofoto zu "The Night Chancers" posiert der 48-Jährige vor einem Kaufhaus-Schaufenster, als Reminiszenz an das berühmte Cover des Vaters. Gegenüber der Irish Times kanzelte er 2018 zum wiederholten Male Vergleiche zum auf der Insel hoch geschätzten Erbe ab und klang dabei so entspannt, als hieße er Smith oder Jones: "Ich versuche nicht, vor ihm wegzurennen oder ihn mundtot zu machen. Ich versuche nur zu beweisen, dass ich auf meine Art und Weise auch wertvoll bin. Vergleiche nerven dich nur, so lange du dich selbst nicht kennst oder mit deinem Zeug unsicher bist." Schon 2017 ergab plötzlich alles Sinn. Sein fünftes Album "Prince Of Tears" katapultierte den Cockney-Slacker heraus aus seinem bis dato auch für ihn selbst rätselhaften insularen Superstar-in-Frankreich-Status. Man kaufte nun auch in anderen Ländern seine Platten. Was er mit einiger Genugtuung verfolgte: "Frankreich ist das einzige Land auf der Welt, das auf die Eins und die Drei klatscht, statt auf die Zwei und auf die Vier. Bei denen stimmt also was nicht. Die sollten besser beim Gebäck bleiben", ätzte er auf The Quietus. Auf "The Night Chancers" zieht er seine Soundvision von "Prince Of Tears" noch konsequenter durch: Mehr Streicher, mehr Beats, keinerlei Wahrheitsfilter. Baxter kennt seine Beatnik-Heroen und deren Arbeitsethos: Was hundert Mal gegengecheckt und verändert wird, wird nicht automatisch besser. Als "Slumlord" führt er durch die Nacht und oszilliert zwischen Serge Gainsbourg auf Trip Hop und einer Sleaford Mods-Maxi auf 33 RPM. Unmöglich, wegzuhören. Sein Storytelling gewohnt staubtrocken, die Atmosphäre ist düster, verschwommen und leicht drüber, so als verlasse man früh am Morgen eine Party und würde lieber auf die nächste gehen als nach Hause. Zähe Beats, angetrieben von luftigen Bassläufen und nokturnen, geisterhaften Streichern dominieren das Klangbild. Der leichte Optimismus süßlicher Frauenchöre in Refrains ist noch vorhanden, aber eher die Ausnahme ("Carla's Got A Boyfriend"). Nach wie vor channelt er den Rotz der befreundeten Sleaford Mods und Gainsborgs Engelschöre auf "Histoire De Melody Nelson" unnachahmlich zu einem eigenen Sound. An den Szene-Hit "Miami" knüpft gleich der wuchtige Opener "I'm Not Your Dog" an, der mit einem ausschließlich auf Französisch gesungenen Refrain dennoch von bekannten Wegen ausschert und eine schöne Geste an das Land seiner frühen Verehrer darstellt. Baxter erzählt von Komplexitäten in Beziehungen und den Herausforderungen der modernen Welt, und wählt für seine zynischen Beobachtungen gern deftiges Vokabular. In "Saliva Dog" übernehmen das auch mal seine Background-Sängerinnen: "Who the fuck are you my friend." Daneben schmiedet Baxter immer wieder zeitlose Zeilen: "Unless you've got nothing to say / just don't say it." In "Carla's Got A Boyfriend" verarbeitet er eine Trennung mit bitterer Melancholie: "I spotted him on Instagram / and followed him a bit / A bit of designer hair / sloppy facial looks", nur um dann gallig nachzuschieben: "He looks like me." Kontraste finden sich auch musikalisch: Das wehmütige "Daylight" klingt wie in der tiefsten Nacht ohne jeglichen Lichteinfall verfasst, bevor "The Night Chancers" mit 80er-Synthies den Türsteher spielt. Das Klangbild ist voluminös, die Melodien elektrisierend, sein Vortrag mitreißend und ganz am Ende rufen die Chöre in Dauerschleife: "Baxter Loves You". Es ist sein bestes Album. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. Oktober 2017 | [PIAS] Le Label

Hi-Res Booklet
Drei Jahre nach It’s A Pleasure, seinem vierten Album, wirkt Baxter Dury mit diesem Prince Of Tears immer noch genauso verführerisch. Der vierzigjährige Brite hat seine Akte Sohn des eher gut im Griff und so wandelt er weiterhin auf den ungewohnten Wegen eines manchmal schelmischen, eventuell etwas üppigem Pop, der zu allem passt, aber wie auch immer, es ist jedes Mal erfreulich, weil seine Art, den passenden Refrain zu finden, für ihn selbstverständlich zu sein scheint. Sein aus dem Leben geschiedener berühmter Vater brüllte auf beeindruckende Weise seinen sex and drugs and rock’n’roll in die Welt. Er, Dury Jr., scheint davon meilenweit entfernt zu sein und gibt sich lieber als unvorhersehbarer, schräger Schönling. Dieser von Ash Workman (Metronomy, Christine & the Queens) produzierte und von Craig Silvey (Arcade Fire) gemixte Prinz der Tränen ist für seinen Sprechsingsong der perfekte Rahmen. Ein fantastisches fünftes Album, weil er nie das bringt, was man eigentlich erwarten würde. © CM/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 20. Oktober 2014 | [PIAS] Le Label

Hi-Res
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Pop - Erschienen am 10. Mai 2011 | Parlophone UK

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Oktober 2017 | [PIAS] Le Label

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Alternativ und Indie - Erschienen am 30. Juni 2014 | [PIAS] Le Label

Hi-Res
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Oktober 2017 | [PIAS] Le Label

Den berühmten Vater, das Unikum Ian Dury ("Spasticus Autisticus", "Hit Me With Your Rhythm Stick"), kennt die Welt. So etwas kann für den Sohn eine erdrückende Hypothek sein; erst recht, wenn man Daddy wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht. Um so erfreulicher, dass Baxter Dury musikalisch und textlich seinen ganz und gar eigenen Weg fand. Aus Rock, einer Prise Ska, Singer/Songwriter und orchestralen Andeutungen erschafft Baxter sarkastisches Crooning voll doppelter Böden und makabrer Pointen. Auf mittlerweile fünf Alben zerrt er das Dunkel ans Licht und bietet Geschichten aus der Schattenwelt menschlicher Abgründe und Merkwürdigkeiten. Nicht selten fängt das harmlos an. Während der arglose Hörer den Protagonisten noch für den harmlosen Kerl von nebenan hält, entpuppt dieser sich als pädophiler Kidnapper (etwa im bisher bekanntesten Lied "Claire" aus Durys 2011er Album "Happy Soup") oder sonstwie monströser Geselle. Wie Baxter Dury Songs aus scheinbar harmonischen Situationen ins Abseitige oder gen Sarkasmus kippen lässt, hat methodisch etwas von Randy Newman. Bei Dury ist das ganze jedoch sprachlich derber und atmosphärisch zwielichtiger verpackt. Sein "Prince Of Tears" geht dabei noch einen konzeptionellen Schritt weiter als alle bisherigen Platten. "Das Album ist voll fiktionaler Schnappschüsse, die auf aktuellen Erfahrungen basieren. Es ist quasi der biografische Soundtrack zu einem fiktiven Film über mich", sagt Dury selbst. So ergibt sich die reale Komponente der Stücke folgerichtig nicht etwa aus ihrem wahnhaften Charakter, sondern aus seinem emotionalem Grundgefühl. Echtheit trifft das Surreale. Es ist ein wenig wie in "Twin Peaks" bzw. überhaupt David Lynchs Verschiebung aller Ebenen. Auch musikalisch geht Dury mit dieser Scheibe deutlich weiter als bislang. Seine orchestralen Einschübe sind oft präsent, verharren gleichwohl in fragmentarischer Untermalung, als wären sie lediglich Samples aus der Discostreicher-Ära. Dank Craig Silvey (Arcade Fire, New Order, Florence & The Machine) überzeugt das Klangbild weit mehr als auf bisherigen Alben. Mit Madelaine Hart - nicht zum ersten Mal Durys musikalische Partnerin - stellt er seinem Sprechgesang den optimalen Kontrapunkt gegenüber. Und zur Krönung taucht Jason Williamson von den Sleaford Mods in "Almond Milk" als Gaststar auf. Absolutes Highlight ist "Miami". Der Song schillert und perlt elegant mit großer Cabrio & Ray Ban-Geste. Doch unter der sonnigen Fassade des Molochs lauern kaputte, widerwärtige Gestalten, begrabene Träume und gebrochene Versprechen. Aus allem saugt der Dämon Miami seinen schwarzen Honig. "Pissing on your fucking hill. And you can't shit me out./ 'Cause you can't catch me, 'cause you're so fat./ So fuck ya, I'm Miami!" © Laut
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Rock - Erschienen am 14. Oktober 2011 | Parlophone UK

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Der Interpret

Baxter Dury im Magazin