Toro Y Moi, der Hedonist

Zwischen Smooth-Funk, Electro und Disco - ein sechstes Album, das mehr in die Schublade des Chillwave dieses Amerikaners passt, als je zuvor...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 15. Januar 2019
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Von einem Ende zum anderen hedonistisch. Genau das hat Chazwick Bradley Bundick alias Toro Y Moi auch bei seinem sechsten Album mit dem Titel Outer Peace im Sinne gehabt. Seit 2010 vermittelt der Meister des Chillwave (mit Washed Out und Neon Indian) dieses Gefühl auf durchaus erstklassige Art und Weise. Mit vereinzelten Klängen des Smooth Funk aus den achtziger Jahren (Ambiente wie in Michael Manns ersten Filmen), Synthie-Pop-Sound voller Effekte, kaum gefilterten Vokalpassagen, einfachen (nicht einfältigen) Melodien und eindringlichen, nahezu aseptischen Rhythmen zeigt Toro Y Moi einmal mehr, woran er immer schon glaubte: eine von Soul durchtränkte Traumwelt…

2015, nach dem Erscheinen des What For ?, verlässt er sein gemütliches Nest in Oakland, um sich im Alleingang für eine Zeit lang ins nördlicher gelegene Portland zu begeben. Dort, im Oregon, veröffentlicht er im Sommer 2017 Boo Boo.

Mit dieser Entscheidung will er Oberflächliches beseitigen, um sich besser auf das Wesentliche zu konzentrieren. Als Toro Y Moi wieder nach Kalifornien in seine Bay Area zurückkehrte, schuf er, sozusagen als Bilanz aller seiner bis dahin gemachten Erfahrungen, Outer Peace. Auf diese Weise erinnerte er an seine Einflüsse, sei es nun Funk und Disco (Ordinary Pleasure) oder sogar House (Freelance und Laws of the Universe). Man merkt vor allem, dass er seine Kunst, die soulful wie nie zuvor ist, aus dem Effeff beherrscht. Geradezu, als würde er ganz besessen an der melodischen Struktur seiner – ziemlich kurzen – Songs feilen, die sich zwischen den Neuronen einnisten, je länger man hinhört.





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