Genre :

Liam Gallagher, it's only rock'n'roll (but I like it)

Ein zweites Solo-Album des jüngeren Gallagher-Bruders, das nach Oasis klingt...

Von Marc Zisman | Video des Tages | 25. September 2019
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Brachiales Gitarrenriff, pampige Harmonica und binäre Rhythmen am Schlagzeug, da ist es sofort klar. Gleich in den ersten zwanzig Sekunden rückt Why Me? Why Not mit der Sprache heraus: Liam Gallaghers neueste Veröffentlichung zeigt einmal mehr, dass die Downtempo-Platte nicht in diesem Leben produziert wird...

Nach zwei netten Alben in der Zeit seines Abstechers bei Beady Eye (2009 – 2014) veröffentlichte der vielseitigere der beiden Duo-Partner der Gruppe Oasis sein erstes Album unter eigenem Namen (As You Were). Jene, die es eventuell vergessen haben, erinnerte der nun 45-jährige Mann aus Manchester daran, welche Wahnvorstellungen aus den 60er Jahren er gehabt hatte.



Seine Songs hatten aber vor allem Bravour, weil er ihnen oft die Arrangements oder potentiell überflüssige Schnörkel erspart hatte. Zwei Jahre später untermauert er nun diesen ungehobelten und direkten Eindruck mit einem Why Me? Why Not und damit ist er im Einklang mit dem, was man ja von ihm auch erwarten kann. Auf Once macht er wie nie zuvor einen ganz auf Lennon, auf Halo hält er sich möglichst nah an McCartney und auf Be Still schafft es Liam Gallagher sogar nach Oasis ohne Noel zu klingen. Er bietet zwar nichts Überraschendes, erfindet das Rad nicht neu und bringt auch keine Revolution ins Rollen, aber er hat sich ganz fest vorgenommen, seine bisher erworbenen Kunstfertigkeiten, und vor allem seine Texte auszufeilen. Hervorragende Arbeit.



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