Genre :

Die guten Pfeifen von Kit Downes

Der Brite, der die Kirchenorgel bei ECM in ein neues Licht rückt...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 28. Januar 2018
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Kit Downes ist nicht einfach der nächstbeste Kirchenorganist. Da der Brite auch Pianist ist, zieht er die Register spielend leicht und auf eine ihm ganz besondere Weise. Obwohl Obsidian bei ECM erscheint, kann man nicht wie selbstverständlich von Jazz zu sprechen. Übrigens spricht man beim Münchner Label nicht ausschließlich von Jazz... Seit einigen Jahren beugt sich Downes tatsächlich von neuem über die Kirchenorgel und erkundet dabei ihre klanglichen Möglichkeiten und ihre idiomatischen Besonderheiten. Und er macht dies anhand von Improvisationen, die zugleich den melodischen Aspekt und die vielfältigen Klangfarben dieses Instrumentes zum Tragen bringen.

Der Produzent Sun Chung begleitete Kit Downes im November 2016, als dieser sich in England in drei verschiedene Kirchen begab. Zwei davon befinden sich in der Grafschaft Suffolk, eine in London. An diesen Orten mit jeweils sehr unterschiedlicher Akustik stehen ganz besondere Orgeln. Für ihn ist auch das eine Art, seine breite Farbpalette noch zu bereichern. Auf den verschlungenen Pfaden der Kompositionen und Improvisationen, die nirgends zu Hause, aber immer wieder erkennbar sind, zeigt er eine unglaubliche Vielfalt. Wie auch hinsichtlich seines erzählerischen Talentes, mit dem er solide Fäden spinnt. Downes ist fast auf dem ganzen Album allein zu hören, außer auf einem Track (Modern Gods), da leistet ihm der Tenorsaxofonist Tom Challenger Gesellschaft. Eine herrliche diskografische Ausnahme.



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