Genre :

Ayo, königlich

Mit ihrem 5. Album, das sie auf den Namen "Royal" getauft hat, wandert die Sängerin mit ihrem Folk auf bluesigen Pfaden voller Groove...

Von Nicolas Magenham | Video des Tages | 12. Februar 2020
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Zuerst hatte ihr Label ihr ein Album mit Coverversionen vorgeschlagen, Ayo hat aber viel zu viel Persönliches mitzuteilen, um solch ein Angebot anzunehmen. Geradezu wie Relikte dieser ersten Idee sind allerdings drei bereits existierende Songs auf diesem 5. Opus, Royal, der deutsch-nigerianischen Sängerin enthalten: Maxime Le Forestiers Né quelque part, Abbey Lincolns Throw It Away und Fool’s Gold von der dahingeschiedenen Lhasa. 2007 war sie mit dem Hit Down On My Knees bekannt geworden, hier aber stellt sie ihre Gitarre, von der sie sich anscheinend nie trennen konnte, in den Schrank, um sich auf ihre Stimme zu konzentrieren, die Freddy Koella mit nüchternen Arrangements zur Geltung bringt.



Ayo wandelt mit ihrem hellen Timbre und ihrer warmherzigen Interpretationsweise quer durch Songs, die unendlich feinfühlig (Rest Assured, mit dem ganz im Hintergrund bleibenden Klavier), mit leicht kratziger Stimme (Fix Me Up mit bluesigen Gitarren), aber gelegentlich auch schon mal etwas groovig sind (Afro Blue, orchestriert mit nur einem Becken und einem pizzicato gespielten Kontrabass). Zu den übrigen Perlen von Royal gehört auch eine retro-angehauchte Ballade (Just Like I Can’t) sowie ein erstaunliches Stück, das Reggae-Rhythmen mit nostalgischem Jazz kombiniert (I’m in Love). Mit Ayos anmutenden, feinfühligen und recht persönlichen Melodien am Schnittpunkt zwischen Soul und Folk wird es niemand bereuen, dass sie die - richtige - Entscheidung getroffen hat, noch nie gehörte Songs zu präsentieren.





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