Genre :

Asgéir, warme Brise aus Island

Mit "Bury the Moon" veröffentlicht der Skandinavier eine kleine Perle des modernen Folk...

Von Marc Zisman | Video des Tages | 17. Februar 2020
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Nach seinem ergreifenden In The Silence von 2014 (ein Qobuzissime-Album!) bietet Ásgeir Trausti Einarsson eine sanfte und traumhafte Vision des Elektrofolk. Der isländische Liedermacher, der in der unberührten Natur von Laugarbakki in einer Musikerfamilie aufgewachsen ist, macht Bon Iver Konkurrenz, denn sein leichtes Falsett erinnert sehr an das von Justin Vernon.

2017, mit dem Album Afterglow, tendiert sein Universum in Richtung Pop, manchmal mehr in Richtung Soul... Drei Jahre später wird Ásgeirs Stil jedoch wieder ernster, bleibt aber noch genauso luftig.

Bury the Moon wurde Anfang 2020 veröffentlicht und ist von einer enttäuschten Liebe und dem Drang nach Freiheit inspiriert. Daher der Rückzug in ein kleines Landhaus allein mit der Gitarre. "Ich wollte ein einfaches Album machen, ohne zu viel Aufwand, ohne großes Nachdenken. Einfach nur Lieder, so wie sie sind, und nicht mehr."



Auftrag erfüllt. Das Album, das er zusammen mit seinem Vater, dem bekannten isländischen Dichter Einar Georg Einarsson, kreiert hat, handelt auch von Sehnsucht, von Liebe natürlich und von seinem Heimatland Island – immer eine Inspirationsquelle für ihn. Die Stärke von Bury the Moon liegt darin, dass es dieses Material so lebendig macht wie nie zuvor. Der Schein trügt, denn beim ersten Anhören kann man leicht den Eindruck bekommen, das Werk sei ohne Relief und Tiefe. Ganz im Gegenteil! Und schließlich erinnert uns Ásgeir auch daran, dass er ein großer Meister schöner Melodien und eingängiger Refrains ist.



HÖREN SIE "BURY THE MOON" VON ÁSGEIR AUF QOBUZ



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