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Alexandra Savior, die dunkle Seite des Pop

Mit ihrem 2. Album, "The Archer" schafft es die Sängerin aus Portland sich von dem Image einer neuen Lana Del Rey abzuheben...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 16. Januar 2020
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„Aus diesem Mädchen wird einmal etwas ganz Großes!“ Courtney Love sagte das über Alexandra Savior bereits im Jahre 2012, niemand schenkte ihr aber Beachtung. Nach all den Jahren und Neuerscheinungen spricht sich die Idee allmählich doch herum. Vor allem seit sie 2017 ihr erstes Opus, Belladonna of Sadness, veröffentlichte, das sie eigentlich 2014 und 2015 eingespielt hatte. Dabei teilte sie sich mit Alex Turner von den Arctic Monkeys das Songwriting, der ihr auch beim AlbumEverything You've Come to Expect mit seiner Band The Last Shadow Puppets zur Seite stand. Die aus Portland stammende Amerikanerin wird recht schnell wie eine düstere Lana Del Rey betrachtet.

Jetzt Anfang 2020 kommt ihr Zweitling, The Archer, und sie betont noch mehr, was sie so anders macht. Das Album erschien bei 30th Century Records, dem Label von Brian Burton alias Danger Mouse, und wurde von dem stilvollen Elektronikfrickler Sam Cohen produziert, dem wir insbesondere das jüngste Oh My God von Kevin Morby zu verdanken haben…



Dark ist Alexandra Savior nach wie vor. Vor allem verzaubernd (welch eine Stimme!) ohne je deprimierend zu wirken. Die Grundlage des kinematografisch anmutenden Pop auf The Archer bilden die Bässe, die mal an Cold Wave, mal an Serge Gainsbourg erinnern.



Als entfernt verwandte Cousine von Hope Sandoval, Aldous Harding, Fiona Apple, Jessica Pratt und natürlich Lana Del Rey ist ihr Hang für Vintage-Strukturen schnell herauszuhören, vor allem für jene aus den Sixties (Can't Help Myself). Überdies wirkt die Melancholie ihres gefühlvollen Pop nie gekünstelt. Und dank ihrer reifer gewordenen Texte haben auch die Kompositionen dieses zweiten Albums mehr Tiefe. Etwas ganz Großes also? Vielleicht doch nicht. Wird es aber sicherlich noch werden!



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