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Die Alben

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Techno - Erschienen am 1. Januar 2021 | Sony Music Catalog

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Electronic - Erschienen am 20. März 2020 | Deutsche Grammophon (DG)

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Roger Eno vernahm man zum ersten Mal 1983 auf einer Plattenaufnahme, nämlich auf "Apollo: Atmospheres & Soundtracks", die zusammen mit Daniel Lanois und seinem älteren Bruder Brian Eno entstand. Mit Brian produzierte er dann im Laufe der Zeit Musik für Filme und TV-Serien, etwa für "Mr. Wroe's Virgins" oder "O Nome Da Morte", doch zu einem gemeinsamen geschwisterlichen Album kam es lange nie. Das ändert sich nun mit "Mixing Colours". Dabei nahm alles 2005 seinen Verlauf, als Roger einige Stücke auf dem MIDI-Keyboard improvisierte und die daraus entstandenen Files an seinem Bruder schickte. Brian bearbeitete dann die Melodien und bettete sie in elektronische Soundwelten ein. Irgendwann war den beiden klar, dass sie die Tracks, die sie in einem langen Zeitraum von insgesamt rund eineinhalb Dekaden nach diesem Prinzip komponierten, nicht länger unter Verschluss halten konnten und führten sie zu einer gemeinsamen Platte zusammen. Am Ende bleibt ein Ambient-Album klassischer Bauart, das von der einzigartigen melodischen Signatur Rogers und Brians impressionistischen, unaufgeregten Klangbildern lebt. Das beste aus beiden Welten also. Zudem beziehen sich bis auf eine Ausnahme alle Titel auf Farben, wobei sich die beiden Brüder hauptsächlich auf Sound-Schattierungen und kontrastierende Timbres fokussieren. Diese basieren auf gemeinsame Interessen, was Kunst, Musik und Literatur betrifft. Das verdeutlicht schon das schöne Cover, das ein abstraktes Gemälde des britischen Künstlers Dom Theobald zeigt. "Mixing Colours" kommt jedenfalls als Gesamtkunstwerk aus Musik, Malerei und einzelnen Videos daher, die im Laufe der nächsten Wochen nach und nach auf YouTube online gehen sollen oder bereits gegangen sind. "Spring Frost" leitet zunächst das Werk mit einer abendlichen, versunkenen Melodie Rogers melancholisch ein, die Brian in orgelmäßige Klangsphären einbettet. "Burnt Umber" hätte mit den manipulierten Klavier-Tönen Rogers und den beinahe zum Stillstand kommenden Sounds seines Bruders genauso gut auf "Ambient 2: The Plateaux Of Mirror", Brians gemeinsamer Platte mit Harold Budd aus dem Jahre 1980, stehen können. Schon hier fällt auf, dass Roger sein Piano als klassisches Ambient-Instrument nutzt, was sich auch durch viele weitere Stücke zieht. Demgegenüber hört man aber ebenso frühromantisch inspirierte Klavier-Fantasien, wie man sie von seinem Album "Voices" von 1985 kennt, mit dem er schon früh in seiner Karriere zu einem eigenen Stil zwischen Klassik, Ambient und New Age gefunden hatte. Besonders schön: "Celeste" mit nahezu kindlich verspielter Melodieführung, die Brian mit sphärischer Elektronik unterlegt. Auch das minimalistischere "Desert Sand" lässt sich als Paradebeispiel für Rogers besonderen Melodienreichtum nennen, kommt die ätherische Schönheit dieses Tracks gerade deswegen zum Tragen, weil er jeden einzelnen Ton mit größtmöglicher Behutsamkeit setzt. Dennoch sorgt die ruhige Grundausrichtung der Platte dafür, dass sie manchmal etwas zu beiläufig gerät und als meditative Hintergrundmusik an den Ohren des Hörers vorbeizieht, zumal die beiden Eno-Brüder ihrem umfangreichen Katalog rein gar nichts Neues hinzufügen. Dadurch lassen sich Highlights im Grunde genommen nur vereinzelt ausmachen. Trotzdem bietet der entschleunigte Charakter des Albums einen guten Anlass dafür, für rund 75 Minuten auch mal gänzlich vom Alltäglichen abzuschalten. Egal, ob man die Musik bewusst oder nebenbei wahrnimmt, hält das Werk den aktuell krisenhaften Zeiten doch eine ungemeine Wärme entgegen. So schimmern in "Blonde" durch die durchgängig helle Klang-Motivik zärtliche Sonnenstrahlen durch das Stück und "Rose Quartz" braucht nur einzelne zaghafte melodische Ambient-Farbkleckse, um ein friedliches Wiegenlied zu ergeben. Da stellt sich "Snow" mit strenger Klavier-Führung und kaum merklichen Soundflächen im Hintergrund als umso nachdenklicherer Kontrast heraus. Ebenso gedankenverloren endet die Platte mit "Slow Movement: Sand", nur dass vereinzelt immer wieder hoffnungsvolle Piano-Töne inmitten wehmütiger Melodie- und Streicher-Bögen ertönen, aber gerade das vermittelt doch etwas sehr Beruhigendes. Die Dunkelheit hat schließlich nicht das letzte Wort. © Laut
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Dance - Erschienen am 23. Oktober 2020 | BMG Rights Management (UK) Ltd

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Electronic - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Skint Records

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Statt wie zuletzt Bauarbeiter-Helm und fluoreszierende Weste trägt Roisin Murphy nun Netz-Negligee. "I feel my story is still untold / but I'll make my own happy ending", verkündet sie gleich zu Beginn des Albums, ein Zitat aus dem Song "Murphy's Law", der den Satz im zweiten Albumdrittel noch einmal aufnimmt. Dort findet sich auch das Motto der Platte: "Our love is stuck on replay." Kann gut sein, dass nicht wenige Fans der früheren Moloko-Furie auf genau so ein Album wie "Roisin Machine" seit über zehn Jahren warten. Nach zwei sehr experimentellen Platten umarmt die Irin die Welt endlich wieder, als wäre diese ein endloser Boris Dlugosch-Remix von "Sing It Back". "Hairless Toys" (2015) und "Take Her Up To Monto" (2016) hatten ihre Momente, doch erst wenn man die 47-Jährige jetzt in "Simulation" lasziv stöhnen hört, als sei sie Donna Summers gelehrigste Schülerin, kommen wieder all die Dancefloor-Erinnerungen aus den 90ern zurück, zu denen sie den Soundtrack lieferte. Nach dem Moloko-Abschiedswerk "Statues" versuchte sie sich auf "Overpowered" 2007 noch einmal zaghaft an tanzbarem Techhouse, konzentrierte sich aber bald darauf aufs Familienleben. "Roisin Machine" entstand gemeinsam mit dem alten Warp-Connaisseur und House-DJ Parrot, einer Sheffielder Dance-Legende, dessen Beats schon die kleine Roisin im Manchester der späten 80er Jahre begeisterte. Ihr Verhältnis zu dem 57-jährigen DJ, mit dem sie seit Jahren unregelmäßig Songs auf 12"es für Labels wie Hot Creations, The Vinyl Factory und Permanent Vacation aufnimmt ("Simulation" erschien schon 2012), beschreibt Murphy in der ihr eigenen Nüchternheit: "Parrot versteht Dance Music und er versteht mich." Es ist herzerwärmend, sich anhand der vorliegenden zehn durch Mark und Bein gehenden Tracks klarzumachen, dass diese Platte von einer zweifachen Mutter sowie von einem Mann stammt, der seinen Fuß ungefähr 2001 zuletzt in einen Club gesetzt hat, als er sein Projekt The All Seeing I begrub. Dies erklärt unter anderem auch, warum Roisin nicht klingt wie, sagen wir Dua Lipa, also angesagter Dance-Pop aus dem Jahr 2020. Trotzdem ist "Roisin Machine" genau der Abend auf der Tanzfläche, den man in 2020 so schmerzlich vermisst. Es geht um Liebe, Verlangen, Rhythmus und Groove, umgesetzt in einer Art Symbiose aus 90er House und der early Disco der 70er Jahre. Den Albumtitel könnte man so auch als Anlehnung an die Munich Machine lesen, die Beatfabrik des Giorgio Moroder, der damals mit Donna Summers "I Feel Love" den Ursprung für alles lieferte. "A crown upon my head / ten lovers in my bed / but I want something more": Trocken und smooth artikuliert Murphy ihren Status Quo im dritten Song, der nach dem Zeitlupen-House "Simulation" und dem wabernden Showstopper "Kingdom Of Ends" schon die 20-Minuten-Grenze reißt. Entfernt erinnert ihre Retro-Disco an Madonnas "Confessions On A Dance Floor", wenngleich die Rollen mittlerweile neu verteilt sind. Während sich Madonna im Lockdown in eine Badewanne setzte, worshipte Roisin Murphy in denkwürdigen Schlafzimmer-Auftritten ihre Disco-Götter. Wie im Halbschlaf haut sie denn auch einen 4/4-Balearen-Banger nach dem anderen raus: Der zurückgelehnte Grower "Murphy's Law", der streicherlastige Moloko-Dancetrack "Narcissus" oder das sehnsüchtige Album-Highlight "Incapable": Im Disco-Strobo entschlüsselt Roisin den DNA-Code der elektronischen Tanzmusik, und ganz beiläufig atmen wir den Duft der Großtaten von Sister Sledge, Chic oder Cerrone ein. "Jealousy" dreht das Tempo dann noch einmal hoch und lässt das Album auf einem Peak enden. Ihre nach wie vor unverkennbare Stimme, im Alter leicht tiefer geworden, überstrahlt ein durchweg euphorisches Album, das man so sicher nicht mehr von ihr erwartet hätte. Roisin Murphy selbst sucht auch schon wieder nach neuen Zielen: "Der grobe Plan ist, in meinen 50ern mehr Richtung Film zu gehen. Und ich bin ja schon 47." © Laut
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Techno - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Masterworks

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Da er immer auf der Suche nach neuen Ideen ist, um seine Alltagsroutine als Musiker in Gang zu halten, begab sich Thylacine in den letzten Jahren auf sogenannte Roadtrips, und zwar entweder mit dem Zug (2015 auf Transsiberian) oder in einem Wohnwagen durch Südamerika (auf dem Doppelalbum Roads). Da er im Frühjahr in einer Schweizer Berghütte festsaß, in der wegen des Lockdowns die Zeit stillstand, beschloss der französische Elektronicproduzent, sich für sein neues Album auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben und dabei bedeutende Werke der größten klassischen Musiker neu zu interpretieren. Es beginnt mit Satie, geht weiter mit Verdi, Mozart, Beethoven, Fauré sowie Schubert und reicht bis hin zu Debussy. Die meisten Projekte, die beide Stilarten kombinieren, versuchten in den letzten Jahren, die diesem Genre entsprechenden Regeln vom Konzept her zu überlagern. William Rezé aber schlug einen direkteren Weg ein, denn er präsentiert eine ganze Reihe von Remixen mit „Hits“ aus der klassischen Musik. So sampelt er etwa die ersten Noten aus Saties Gymnopédie n° 1, denen er dann einen unbeschwerten House-Beat verpasst, wogegen in Gnossienne 1 eine Akustikgitarre zu hören ist, und Verdis Dies Irae untermauert er mit einem sehr präsenten Technobeat. Dabei geht die brutale Dramaturgie des Originalstücks keineswegs verloren, sodass eine recht überraschende Verbindung zwischen dem italienischen Komponisten und der amerikanischen EDM hergestellt wird. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 17. Mai 1999 | Mute, a BMG Company

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Electronic - Erschienen am 24. Januar 2020 | Universal Music Division Capitol Music France

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Electronic - Erschienen am 25. Juni 2012 | Parlophone (France)

Hi-Res Auszeichnungen Victoire de la musique - Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
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Techno - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Masterworks

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Techno - Erschienen am 2. Dezember 2016 | Sony Music Catalog

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Alle 20 Jahre packt Jean Michel Jarre das Sauerstoffzelt aus. Der Klassiker "Oxygene" ist seit 1976 ein spacetrunkener Meilenstein elektronischer Musik. Mit "Oxygene 7-13" gab es eine graffitti-bunte, ebenfalls überzeugende Fortsetzung. Zum 40 Geburtstag von Part I erweitert er das schicke Doppel zur würdigen Trilogie. "Oxygene 3" nimmt den Klangfaden bereitwillig auf und strickt daraus eine ganz eigene, nicht minder faszinierende Geschichte. Obgleich das neue Stück hörbar ein Verwandter seiner beiden Vorgänger ist, schlägt es einen unabhängigen Weg ein. Schon auf den ersten Metern fällt auf: Diese Reise gerät weder so dramatisch aufgeladen wie Teil 1, noch so grell poppig wie Teil 2. Es herrscht eine weitgehend entspannte Grundhaltung, deren Farbenpracht und Detailfülle seinen beiden Ahnen gleichwohl in nichts nachsteht. Mit großer kompositorischer Raffinesse lädt Monsieur Jarre zur Entdeckung. Wer ihm geduldig und offenen Ohres folgt, erhält zur Belohnung ein Prunkstück. "Mit Furcht und Angst wird wahrscheinlich weltweit das meiste Geld verdient. Als Künstler muss man mit so etwas spielen, aber es in das Gegenteil verkehren." Dem folgend balanciert Jarre die Stimmungen von "Oxygene 3" erfreulich penibel aus. Der Grundton des Albums ist positiv wie ein warmer Kokon. Mit der ihm seit Jahrzehnten eigenen Melancholie bricht der Franzose die schützende Umhüllung wohldosiert auf und schlägt der Heiterkeit klaffende Kerben. Zuversichtlicher Frohsinn vereint sich mit dezenten Moll-Einschüben und ergibt Jarres individuelle Ausstrahlung. Ein bisschen Verlust im Grande Buffet, um die Dinge des Lebens auszutarieren. Besonders deutlich hört man dies im Doppel "Oxygene 18"/ "Oxygene 19". Nach einer dreiminütigen Strecke grüblerischen Ambients deutet ein Gehäuse oldschooliger 90er-Beats scheinbar auf den Dancefloor. Statt den Dynamikpegel hoch zu fahren, taucht im Zentrum jedoch eine ebenso eingängige wie schwermütige Melodie auf. Alles vermischt sich zu weihevollem Zeitlupen-Depri-Technopop. Ist das noch Jarre oder schon Darkwave-Futurepop? Völlig egal, es ist einfach verdammt gut. Bereits die Ouvertüre "Oxygene 14" ist eines der nachdrücklichsten Stücke der gesamten Reihe. Sanft und unaufdringlich, doch randvoll mit hypnotischer Intensität entfaltet sich das Thema. Trotz seines rein synthetischen Naturells erinnert das Timbre mitunter an den organischen Klangkörper von Hangdrums. In angedeuteter Terassendynamik schwingt sich im Verlauf ein kompletter Effektgarten um die stoisch voranschreitende Melodie, bis alles im Nichts versickert. Was für ein Einstieg! Nach dem perfekten Übergang zu "Oxygene 15" bleibt das Tempo zunächst verhalten. Ein einzelnes Solo-Keyboard schwebt funkelnd im Vakuum. Obwohl dies kein echter Jazz ist, kommt Jarres unkonventionelle Tonfolge dem Genre hier so nah wie niemals zuvor. Ein origineller Joe Zawinul-Moment, um den sich im Verlauf ein geschmackvoller Minimal-Trance-Mantel legt. Das allein wäre für sich genommen schon beeindruckend. Doch erst das im letzten Drittel als Unterströmung hinzu tretende Piano macht den Track mittels kontrastierender Lieblichkeit zum Glanzpunkt. Mit "Oxygene 16"/"Oxygene 17" dreht der Soundtüftler hernach ein wenig an der Temposchraube. Hier bekommt der Fan alles, worin er den typischen Jarre entdeckt. Prachtvoller Klangfarbensalat flittert und flirrt, als ob es kein morgen gäbe. Besonders die Nummer 17 feiert sich und das Leben als leuchtmalerisches Bonbon. Seine ansteckende Ausgelassenheit zeigt den Song als Bruder früherer Sahnestücke wie "Oxygene 8" oder "Oxygene 10". Kein Wunder dass JMJ genau diese Passage als Video auskoppelte. Auf den letzten Metern des Pfads greift Jarre noch einmal so richtig in die Trickkiste. Mit "Oxygene 20" schließt sich der Kreis symbolisch. Nach einer gruselfilmreifen Blutorgel taucht ein Schatten aus der Vergangenheit auf. Schemenhaft vernimmt man ein paar Noten von "Oxygene 6". Kaum mehr als ein Trugbild löst sich das Gespenst ebenso rasch auf, wie es erschien. Der Geist aus dem Gestern weicht einem lichtdurchfluteten Stilleben. Wie ein Glorienschein führen diese letzten verrinnenden Klangstrahlen in ein loderndes Lagerfeuer. Mit dem Verebbenden Geräusch entflammt knisternden Gehölzes endet die Oxygene-Reise kurz darauf unwiderruflich. © Laut
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Electronic - Erschienen am 17. April 2020 | Soundcolours

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Das Star-Duo der deutschen Trance-Szene der 1990er Jahre – Piet Blank und Jaspa Jones – verbringt fast jedes Wochenende im ältesten Nordsee-Badeort auf der kleinen Insel Norderney. Sie präsentieren ihre Mixe meist auf der Terrasse der Milchbar, die direkt auf die Dünen hinausgeht, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Diese wilde Landschaft hatte Blank & Jones zu einer Mix-Serie inspiriert, mit der sie nunmehr in die 12. Saison starten. Diese Kompilation sieht aus wie der Soundtrack eines nordischen dolce vita, das mit zwei Titeln der Master of Ceremonies beginnt, mit hellen Synthieklängen im Downtempo: Crosswinds und High Fly. Ein Schmankerl zeigt das Tracklisting bei dem Stück der französischen Gruppe Sixtine, L’Exactitude, das aus ihrem 2014 erschienenen Album Sweet Sixteen stammt, süßen Synthpop, aber auch spanische Gitarren von Franco de Mulero und Osvaldo Carreira sind zu hören. Mit zwei Einlagen des Kopenhagener Produzenten The Swan & The Lake, der sich einen Remix des Desire-Stücks seiner momentanen Gastgeber erlaubt, ist am Ende der Platte dann ausschließlich Ambient-Stimmung angesagt. Letztere lassen dem auf Sonnenuntergänge spezialisierten britischen DJ Chris Coco zum Abschluss des Rennens freie Hand, und da er in dämmrigen Abendstunden auf Ibizia und in Italien für entsprechende Partystimmung sorgt, ist er ja damit genau der richtige Mann für Norderney. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Techno - Erschienen am 29. Mai 2020 | Kygo

Kygo wurde mit einem Remix des Ed-Sheeran-Songs "I See Fire" und seiner eigenen Single "Firestone" als Pionier des Tropical-House-Sounds bekannt, mit dem im Mai 2020 veröffentlichten Golden Hour präsentiert der norwegische Produzent bereits sein drittes Album. Wieder arbeitete er mit einigen namhaften Gästen an seinen hellen, melodiösen Dance-Tracks, darunter die Band One Republic ("Lose Somebody"), Zara Larsson und Tyga ("Like It Is"), Kim Petras ("Broken Glass"), Sandro Cavazza ("Beautiful"), Oh Wonder ("How Would I Know") und Countrysänger Zac Brown ("Someday"). Enthalten ist auch Kygos Remix von Whitney Houstons Song "Higher Love" (ursprünglich von Steve Winwood), der in England und Norwegen auf Platz 2 der Singlecharts kam. Das Album selber kam an die Spitze der norwegischen Charts, in England erreichte es Platz 6. © TiVo
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Electronic - Erschienen am 28. August 2020 | Universal-Island Records Ltd.

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Nachdem sie vier Jahre lang kreuz und quer durch die Welt gefahren waren, kehrten die Brüder der britischen Gruppe Disclosure wieder ins Studio zurück. Und sie waren dann sehr produktiv, denn sie komponierten an die 200 Stücke! Nach einer radikalen Selektion bietet schließlich ihr drittes Album, der Nachfolger des 2015 erschienenen Caracal, 11 Stücke mit einer Traumbesetzung, auf denen die Rapper und der Mali das Sagen haben, und die, wie gewohnt, mit der allergrößten Selbstverständlichkeit die Stimmung von früher erzeugen. Kelis eröffnet das Fest mit Watch Your Step, ein stark an Neptunes circa 2000 angelehntes Stück, ein perfekter Hit für die Radiosender. Dann überlässt er dem Rapper-Duo Aminé und Slowthai das Ruder, die sich mit dem recht amüsanten Break-Beat in My High austoben, wogegen der im vergangenen Jahrzehnt bekannt gewordene Rapper Mick Jenkins aus Chicago seinen Flow mit gebändigtem Beat vorträgt (Who Knew?). Last but not least kommt dann Common, von dem die Brüder Lawrence „besessen“ sind, und er schließt das Album mit einer Rêverie – ein recht treffender Titel. Der größte Hit der Platte ist allerdings der aus dem Mali kommenden Fatoumata Diawara zu verdanken, mit der sie 2018 schon für die Single Ultimatum zusammengearbeitet hatten. In Douha (Mali Mali) ist sie wirklich perfekt, im lockeren Deep-House-Modus, dem Markenzeichen von Disclosure seit Anfang an, der nichts von seiner Effizienz eingebüßt hat. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Dance - Erschienen am 31. Januar 2020 | Kscope

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Edgar Froese gründete 1967 die experimentelle Rockband, die zur ersten wichtigen Gruppe für elektronische Musik und zur Kultband für Fans psychedelischer Musik wurde. Über sie schrieb der berühmte Rockkritiker Lester Bangs in einem legendären Artikel über ihr Konzert in New York im Jahr 1977: "Ich sah Gott und/oder Tangerine Dream". TD, die 1974, auf dem Höhepunkt der New-Age-Periode, einen Vertrag mit Virgin unterzeichnet hatten, setzten auf erfolgreichen Alben wie Phaedra und Stratosfear Synthies und Sequenzer ein.Seit Froeses Tod 2015 ist die Band verwaist. Ihr Gründer und Leader nahm seinen letzten Song Zero Gravity mit Jean-Michel Jarre auf dem Album Electronica 1: The Time Machine auf. Das Trio Thorsten Quaeschning (Keyboards, Schlagzeug, Gesang, Gitarren), Hoshiko Yamane (Violine, Cello) und Ulrich Schnauss (Keyboards, Klavier) hat jedoch beschlossen, Froeses Vision weiterzuverfolgen. Dessen letzte Idee war gewesen, Quantenphysik und Musik zu mischen. So entstand 2017 Quantum Gate, das zum Teil auf seinen letzten Aufnahmen basiert. Dem vorliegenden Album Recurring Dreams liegt dasselbe Konzept zugrunde, das aber quer durch alle Epochen der Band sowohl auf alte Songs "mit Synthesizern und Sequenzern aller Generationen" als auch auf neue Arrangements angewendet wird. So finden wir Titel aus den 70er- (Sequent C, Phaedra), 80er- (Tangram, Horizon, Yellowstone Park) und 90er-Jahren (The Claymore Mine / Stalking). Eine Kompilation kosmischer Klassiker, das auch die misstrauischsten Fans begeistern dürfte. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 13. Dezember 2019 | KAYTRANADA - RCA Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Kaytranada gehört zum Kanon des Cools, ohne genau preiszugeben, wer er eigentlich ist. Der Kanadier, der 2016 sein Debüt veröffentlicht hat, schwelgt in Halbschatten und fühlt sich vielen Strömungen verbunden. "Bubba" zeigt ihn als Stimme einer neuen schwarzen Modernität, ein Vibe zwischen Tyler The Creator, Kali Uchis, Flying Lotus und Thundercat. Denn selbst, wenn keiner dieser Künstler Electro macht, teilen sie seinen intuitiven, kollaborativen Geist, der so retro wie futuristisch ist. Dabei nimmt die Platte eine abgeklärte, freie Haltung ein. Es fühlt sich wie ein gelungener DJ-Mix an, ist gleichermaßen zwanglos tanzbar und könnte doch auch ein Lo-Fi-Hip Hop-Set sein. Am markantesten zeigt das sich an den instrumentalen Cuts wie dem Opener "Do It" oder dem einsilbigen, aber brillanten "Puff Lah". Die Energie ist so leichtfüßig, so beiläufig, dass man sich nach ein paar Nummern erst vergegenwärtigen muss, wie tief man in die Platte eingesunken ist. Kaytranadas ganze Musik kursiert um die pulsierende Kickdrum, die von abwechselnd nostalgischen und zeitgemäßen Bässen bis zur Massenhypnose elektrisiert wird. "The Worst In Me" könnte ein Groove wie von Herbie Hancocks Head Hunters sein, "Vex Oh" dagegen würde auf einem 2019 erschienenen Dancehall-Mix zeitgemäß klingen. Er harmoniert genauso mit den Kollaboratueren: Klar, dass es dem in Haiti geborenen Kaytranada ein Leichtes ist, einen Jamaikaner wie Masego oder das nigerianische Duo VanJess reibungslos in seine Vision einzubetten. Dort feuert er einiges an Starpower nach. Tinashe oder Top Dawgs SiR singen smooth auf "The Worst In Me" oder "Go DJ", Goldlink lässt auf "Vex Oh" ein paar meditative Bars vom Stapel. Highlights kommen von Crystal Gem-Chefin Estelle und auf der butterweichen House-Nummer "10 Percent" von Kali Uchis, die im sonnenbadenden Groove frostige Kiss-Offs in die Welt feuert. Ihre Stimme klingt hier unglaublich, sie ist in einem Element, wie sie es in den besten Momenten von "Isolation" war. Einzig der sonst so verlässliche Gast Mick Jenkins hängt mit seiner etwas zu sehr ins R'n'B gegriffenen Performance ein bisschen durch, und an den experimentellen Dub-Song mit Pharrell muss man sich je nach Vorliebe erst gewöhnen. Aber die eine Stärke, die man über die Vielzahl gelungener bis großartiger Einzelmomente festhalten sollte, ist das absolut fehlerfreie Pacing von "Bubba". Nicht nur, weil immer wieder kleine Abzweigungen und Beatwechsel den Durchgängen zwischen den Songs besondere Würze verleihen, fließt die Platte reibungslos und wird von jedem Übergang auf ein Weiteres beflügelt. Besonders kurze, instrumentale Momente wie "Puff Lah" oder das Future Funk-inspirierte "Scared To Death" koppeln als Interludes die Dramaturgie der Platte noch einmal an. Es schwebt irgendwo zwischen "IGOR" von Tyler The Creator und "Flamagra" von Flying Lotus. Kaytranada nimmt subtil und unauffällig die besten Elemente der Jetztzeit, sei es ihre Vielseitigkeit, ihre Offenheit im Genre und ihre flüssigen Songstrukturen und baut sie in futuristischer Nostalgie in tanzbar neu zusammen. Die Platte ist kompromisslos und doch unaufdringlich, minimal und doch endlos farbenfroh und ein weiteres Indiz, dass dieser Kaytranada zu den spannendsten Produzenten der Jetztzeit gehört. © Laut
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Trip Hop - Erschienen am 16. November 1998 | Virgin Records

Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
Nach mehr als zehnjährigem Bestehen hatte Massive Attack sich mit ihrer so eigenen Ästhetik und dem dazugehörigen Sound dermaßen durchgesetzt, dass die Band bereits damals quasi unantastbar war. Mit ihrem dritten Album im April 1998 bewiesen sie aber dennoch, dass noch längst nicht Alles gesagt wurde… Die Soulmusik der Gruppe aus Bristol, immerzu unwahrscheinlich mysteriös, klingt hier noch düsterer als zuvor. Giftiger Cold Wave hat sich beigemischt, wie gleich auf dem Eröffnungstrack Angel herauszuhören ist. Der Angstzustand scheint auf Songs wie dem Dubtrack Risingson auf dem Höhepunkt angelangt zu sein. Und sogar bei Techno-Songs wie Disolved Girl verspürt man eine bedrückende Stimmung. Und dann ist da noch das ebenfalls bedrohliche und gleichzeitig wunderschöne Lied Teardrop, bei welchem man sich erst beim Einstieg der Feenstimme Liz Frasers der Cocteau Twins etwas entspannen und endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen kann. Doch all diese Vogelscheuchen verwandeln sich in den Händen des Trios 3D/Daddy G/Mushroom, weltberühmte Vertreter des Trip-Hops, zu wahren Goldschätzen, die man auch heute noch, zwei Jahrzehnte nach ihrer Erschaffung, immer und immer wieder voller Erstaunen aufmachen möchte… © Marc Zisman/Qobuz
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Techno - Erschienen am 16. November 2018 | Columbia Local

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Fünf Alben in drei Jahren! Nach den zwei Alben Electronica, Oxygène 3 und der retrospektiven Kompilation Planet Jarre liegt nun Equinoxe Infinity vor, mit dem Jean-Michel Jarre seinem bedeutenden Werk aus dem Jahre 1978 eine Fortsetzung bietet. Ein solches Resultat war ursprünglich nicht vorgesehen, aber dank seiner Idee, die ihm nicht mehr aus dem Kopf ging, bekam es einen Sinn: vom Cover ausgehend ein Album komponieren. Der Godfather der Elektromusik bietet hier eine Art Soundtrack, für den er sich an den watchers (Beobachter) auf dem Originalcover inspiriert hatte. Der erste Titel heißt übrigens The Watchers, und dabei hat man das Gefühl, im Magen eines hungrigen Roboters aufzuwachen. Anschließend beschreibt Jarre Szenen, die er sich ausgedacht hat (Abenteuer in einer Wüste in Flying Totems, Thriller mit duellierenden Cowboys in All That You Leave Behind). Vierzig Jahre später liefert Jarre nun mit Maschinen aus der heutigen Zeit eine gelungene Folge dieses Albums, das zu einem Meilenstein in seiner Karriere wurde: schlichte Kompositionen für eine seiner wohl melodiösesten Platten. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Electronic - Erschienen am 6. September 2019 | BMG Rights Management (US) LLC

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Electronic - Erschienen am 2. Oktober 2020 | KRUNK

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Seit über fünf Monaten teilen wir uns den Planeten nun schon mit "Exhale". Gut, ihr wisst wahrscheinlich noch nicht, dass es sich dabei um den Song des Jahres handelt, aber das ist okay. Ich wusste es anfangs ja auch nicht. Es dürften einige Gigabyte Sigur Rós-Material sein, die seit dem Ausstieg Orri Páll Dýrasons auf isländischen Festplatten den Dornenröschenschlaf schlummern. Seit dem vertrieb sich Jónsi seine Zeit mit einer neuerlichen Tournee mit Ex-Partner und Ambient-Frickler Alex Somers, ziemlich egalen Walgesang-Kooperationen mit Carl Michael von Hausswolff und mehreren Remixalben – deren dystopisch-elektronischen Touch "Óveður" als letzte richtige Sigur Rós-Single bereits angedeutet hatte. Was nun auf "Shiver" geschieht, steht jedoch nicht einfach auf einem anderen Blatt, sondern in einer ganz anderen Bibliothek. Die Versprechen vorab: "I'm trying to get more into the pop world." Das Ergebnis hinterher: 11 Songs, vermarktet unter dem Banner Jónsi. Dabei trägt "Shiver" noch eine andere Handschrift, die nicht viel mit Falsett und isländischer Naturmystik zu tun hat: Die von Mister A. G. Cook – bekannt als Produzent und "Creative Director" von und für Charli XCX. Mit "Exhale" vertont das ungleiche Duo den hier maßgeblichen stilistischen Wandel auf eine für Postrock-Freunde bekömmliche und überhaupt ziemlich gelungene Art und Weise. Jónsi, der zärtliche Stimmästhetiker, Cook, der gegen Ende langsam die tanzbaren Synthies reindreht. Himmlisch. Und zugleich so resolut: Jetzt ist Schluss mit Selbstzitaten. "Shiver" wird der größte Remix von allen. Cook erschafft krachende Klangwelten, verzerrt und verdreht Rhythmen auf wirklich unvorhersehbare Weise, switcht dabei in Sekundenschnelle vom Technoiden ins Sphärische. Beängstigend. Beängstigend nicht zuletzt, weil diese akustische Brutalität, wie sie etwa in "Wildeye" erklingt, einfach nicht zum verletzlich sanften Jónsi, den man aus 26 Jahren Sigur Rós zu kennen glaubt, passen mag. Cooks Label trägt übrigens den Namen "PC Music". Und tatsächlich sind die beiden Vokabeln "Personal" und "Computer" ganz wunderbare Metaphern für die Zusammenarbeit zwischen Jón Þór Birgisson und Alexander Guy Cook. Der eine klatscht dem anderen nicht einfach ein paar Beats in die Dropbox, nein, es erinnert mehr an dieses Radiohead-Szenario, in dem Jonny Greenwood Thom Yorkes Vocals am Kaoss-Pad bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. Solche verphaserten und stotternden Gesänge sind die Grundrezeptur für "Shiver" – egal ob im modernen US-Art-Pop-Stil ("Swill") oder in Form von Bon Iver-artigen Glitches ("Hold"). Das ewige Hin und Her zwischen sperrig und federleicht entspricht dieser etwas zu cleanen Ästhetik, die Jónsi schon (mittlerweile längst in den USA angesiedelt) in seinen LA-Sound-Installation-Kunstausstellungen zur Schau stellte. Ob im Elizabeth Frazer-Duett "Cannibal" oder im überragenden "Beautiful Boy": In ruhigen Momenten zeigt sich, wie unbefleckt "Shiver" im Fundament wirklich ist. Eine große Gummizelle, eine geschmeidige Klangoberfläche, der Jónsis Ausnahmeorgan echtes Leben einhaucht. Dann wieder: Krachende Dosensounds. Ätherische Soundscapes. Subtile Schönheit. Exemplarisch hierfür ist die Mitte des 53-minütigen Albums: "Sumarið Sem Aldrei Kom" steht im Grunde in der Tradition späterer Sigur Rós-Balladen wie "Fljótavík" oder "Ára bátur" – wäre da nicht dieser stetige, kaum wahrnehmbare Vocoder-Kitzel. In "Kórall" flackert die Electronica-Nervosität von Gruppen wie 65daysofstatic auf, bevor "Salt Licorice" plötzlich gefährlich weit in trancige Eurodance-Gefilde vordringt. Verdammt schwer zu packen, dieser späte Befreiungsschlag des Jón Þór Birgisson. Man könnte natürlich die Frage in den Raum stellen: Braucht die Welt gerade noch einen Art-Pop-Soundclasher, eine Art männliche Grimes? Aber die Frage kann man sich eben auch schenken. Denn wer soll einem schon Antwort geben, so ganz allein in der akustischen Gummizelle. © Laut
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Dance - Erschienen am 13. Mai 2016 | Kygo

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