Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 19. Oktober 2018 | Communion Group Ltd

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Es wäre schade, in Tamino-Amir Moharam Fouad nicht mehr als einen Erben von Jeff Buckley samt Radiohead in ihren Anfangszeiten zu sehen. Vor allem deswegen, weil der erst 21 Jahre alte, belgische Songwriter weit mehr auf seinem Debütalbum bietet; und das, obwohl Colin Greenwood, der Bassist der britischen Gruppe, auf der Platte vertreten ist… Der in Antwerpen geborene, von John Lennon begeisterte Tamino hat seine ägyptische Herkunft immer in einem Winkel seines, von einer pechschwarzen Haarmähne gezierten Kopfes behalten. Und die arabische Musik, die seine Mutter zuhause auflegte, zeigte dann eine ganz besondere Wirkung, wenn sie von seinem Großvater, dem Sänger und Schauspieler Muharram Fouad, stammte, der in den sechziger Jahren in Kairo ein Star war... Dieses Facettenreichtum steht in Taminos Musik im Mittelpunkt, die genauso dem Folk von Buckley wie dem Pop der Beatles, aber auch der unbefangenen Melancholie eines Leonard Cohen zu verdanken ist, der gleichfalls zu seinen Idolen zählt. Der dunkle Jüngling hat jedoch eine tödliche Waffe, mit der er diese disparaten Einflüsse unter einen Hut bringt: seine Stimme. Auch dieses Organ ist vielschichtig: Er kann es langsam in die Länge ziehen oder auch in ein umwerfendes Falsett übergehen, aber diese Technik setzt er nie bis zum Überdruss ein. Dieser Gesang macht Amir zu einem langen, fesselnden Roman. Eine lehrreiche Erzählung, die mal träumerisch (mit schlichtem Folk in Verses), mal stimmungsvoll wirkt, wie etwa in den mit arabisch klingenden Saiteninstrumenten untermalten Passagen in So It Goes, Each Time und Intervals. Ein Best of Qobuz, ein Qobuzissime, der seine originelle und berührende Poesie umso mehr zur Geltung bringt, je öfter man sie hört. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. August 2018 | Jazz Village

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Heute sterben. mo jodi in kreolischer Sprache. Der Titel des Debütalbums von Delgres sagt alles. Dieses tadellose Trio könnte man schnell mit den Black Keys verwechseln… Delgrès steht für Louis Delgrès, den in Saint-Pierre geborenen, für seine Proklamation gegen die Sklaverei berühmt gewordenen Infanterie-Oberst, der aus Guadeloupe eine Hochburg des Widerstands gegen die Truppen Napoleons gemacht hat, als dieser den Sklavenhandel wieder einführen wollte. Dieser Delgrès und seine 300 Mann glaubten sich Bonapartes Soldaten gegenüber verloren und zogen es vor, sich im Namen der revolutionären Devise vivre libre ou mourir (In Freiheit leben oder sterben!) selbst in die Luft zu sprengen… Jedoch lassen sich Pascal Danaë, Baptiste Brondy und Rafgee aufgrund dieses geschichtsträchtigen Namens nie auf einen düsteren Trip der Band, die eine „Botschaft“ zu übermitteln hat, festlegen. Delgres schwenken stolz ihr Banner und die dementsprechenden Ideale, aber sie machen vor allem Rock an der Grenze zum Garage, der von ursprünglichem Blues, schonungslosem Soul und Klängen aus New Orleans durchtränkt ist. Seine Originalität verdankt dieses Trio vor allem der Kombination von Dobro-Gitarre, Schlagzeug und insbesondere Sousaphon, diese ungewöhnliche, in den Bläserensembles beim Karneval auf den Antillen oder in New Orleans gespielte Tuba. In seinen Texten wechselt Danaë auf recht natürliche Weise zwischen kreolischer und englischer Sprache, sodass er die Grenzen seiner Einflüsse, die er in seiner erfahrungsreichen Karriere schon immer auf sehr geschmackvolle Weise zum Einsatz gebracht hat, noch weiter verwischt (Rivière Noire, erster Platz in der Kategorie „Bestes World Music-Album“  bei den französischen Victoires de la Musique 2015, das war nämlich er). Ein stilistisches Kaleidoskop, das er wie zum Beispiel die Ballade Séré mwen pli fo im Duett zusammen mit Skye Edwards von Morcheeba singt. Auf Mo Jodi gibt es mal nervöse Abschnitte, mal fesselnde Einlagen voller Nostalgie. Es erzählt von geschichtlichen Ereignissen, ist aber auch Hoffnungsträger, der Kontinente und Jahrhunderte überbrückt, womit das Album zu einer erfreulichen, unter die Haut gehenden Rock’n’Blues’n’Soul-Expedition wird. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Mai 2018 | Marathon Artists

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Qobuzissime
Courtney Barnetts zweites Studioalbum ist genial und einfach zugleich. Nein, nicht einfältig. Einfach. Reinsten, kristallklaren Rock hat sich die junge Australierin da ausgedacht - und der hat es in sich. Aus dem einfachen Grund, dass die Songs großartig sind. Ja, richtig, die Songs. Diese gewisse „Sache“, die darüber entscheidet, ob eine Platte gut wird oder nicht… So wie für die Kompilation ihrer beiden ersten EPs ( A Sea of Split Peas), ihr Debütalbum (Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit) und ihr Duettalbum mit Kurt Vile (Lotta Sea Lice) reiht sie auch für Tell Me How You Really Feel zehn Tracks aneinander, die beißenden Humor und ehrliche Bekenntnis perfekt miteinander kombinieren. Vor allem zeigt sich Courtney Barnett weitaus introspektiver als zuvor. Und da für sie alles bestens läuft, sowohl auf der Bühne (weltweiter Erfolg beim Publikum und beeindruckende Kritiken) als auch im Privatleben (ihre dauerhafte Love Story mit ihrer Kollegin Jen Cloher), spürt man auch eindeutig, dass die Australierin sich für das Austüfteln dieser zehn Kompositionen eine Menge Zeit genommen hat. Dies ist umso beeindruckender, da sie hier die gleichen Themen immer wieder neu aufkocht (ihre Liebesbeziehungen, ihre Ängste, ihren Frust, ihre Meinung), ohne je in Klischees zu verfallen. Wie gewohnt untermalt Courtney Barnett, ohne je zu übertreiben, ihre Prosa mit makellosem Indie-Gitarren-Rock unter dem Einfluss ihrer üblichen Marotten (Lou Reed, Kurt Cobain, Neil Young, Jonathan Richman…); dazu gibt es zwei Gastauftritte der Geschwister Deal, Kim und Kelley von den Breeders. Wie sagte noch Neil Young auf seinem berühmten Hey Hey, My My? Rock’n’roll can never die? © Marc Zisman/Qobuz
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Rock - Erschienen am 2. November 2018 | Columbia - Legacy

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama - Best New Reissue
Die 14. Veröffentlichung aus Bob Dylans "Bootleg Series" lässt in die Entstehungsgeschichte seines Albums Blood on the Tracks blicken, an dem er zwischen September und Dezember 1974 arbeitete - eines seiner persönlichsten Alben, dessen Songs den Zerfall der Beziehung zu seiner damaligen Frau Sara spüren lassen. In New York nahm er zahlreiche Songs auf - die er und sein Bruder David dann aber überarbeiten wollten, weshalb Dylan in letzter Sekunde das schon fertige Album zurückhalten ließ und einige Songs in Minneapolis neu aufnahm. Auf dem ursprünglichen Album waren je fünf Songs aus beiden Sessions zu hören, hier gewähren elf Songs Einblick in die New-York-Aufnahmen. Eine Boxset-Version mit sechs Discs taucht noch tiefer in diese Sessions ein und bietet 87 Tracks, von denen der Großteil bislang unveröffentlicht war.
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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Oktober 2018 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Der Hals einer Gitarre wird von einer Hand gehalten. Diese gehört zu einem Körper, an dem ein Kind lehnt; von dessen Kopf sieht man aber nur das obere Stück. Auf dem Cover ihres zehnten Albums bringt Cat Power ziemlich viele Dinge zum Ausdruck. Die Amerikanerin klammert sich an ihre neue Kunst – auch wenn sie es sich nicht verkneifen kann, eine Coverversion, Rihannas Stay, unterzubringen – und sie zeigt, dass sie jetzt Mutter ist. Scheint es Chan Marshall im Alter von 46 Jahren… besser zu gehen? Gut? Damit ist nicht gesagt, dass ihr von internem Chaos, Seitensprüngen, Adressenwechsel, Depression und Sucht gekennzeichnetes Leben von nun an ein langer, ruhiger Fluss ist, aber auf Wanderer sind einige ihrer allerschönsten Songs zu hören. Manchmal kommen die Kompositionen in purem Zustand daher. Ein einfaches Klavier. Ein paar Noten auf der Gitarre. Ein abgemagertes Schlagzeug. Das Credo less is more erleuchtet in strahlendem Glanz. Vielleicht ist es die Lust, zum Ausgangspunkt der früheren Folk- und Bluesgrößen zurückzukehren. Wie es zum Beispiel der a cappella gesungene Opener vermuten lässt, dem der Albumtitel zu verdanken ist. Die Tatsache, dass sie zu Trumps Zeiten einen neuen Erdenbürger zur Welt gebracht hat, hat sie wohl recht nachdenklich gestimmt… Noch dazu hat Cat Power seit einer Ewigkeit nicht mehr so gut gesungen. Dieser Tonfall auf soulig verschlungenen Wegen, den man schon bei der ersten Silbe erkennt, erreicht hier seine ganze Erhabenheit. Nach dem leicht elektronischen Abstecher mit Sun, den Zdar von Cassius gemixt hatte, überrascht sie uns nicht wirklich mit der letztendlich recht klassischen Form, sondern eher durch das Niveau und den Gehalt ihrer Kompositionen. Und wenn Cat Power eine ihrer großen Anhängerinnen, nämlich Lana Del Rey, in den Chor in Woman einlädt, dann geschieht das mit genau derselben Mäßigkeit, die diese durchaus aufrichtige und schöne Platte von Anfang bis Ende prägt… © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Oktober 2018 | Kitsune Musique

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Die Geschichte von Parcels ist ein echter Kindheitstraum und zugleich auch ein schönes menschliches Abenteuer. Das Quintett – für alle Mitglieder „die erste echte Gruppe“ voller Musik und süchtig nach Steely Dan – wurde vor vier Jahren gegründet und war bei seinen ersten Konzerten in Byron Nay, einem Surfspot östlich von Australien, schnell ausverkauft. Aber auch am anderen Ende des Globus erreichte sie der Duft der Berliner Nächte und trieb sie dazu, ihr Glück in Europa zu versuchen. Und sie hatten Glück: die deutsche Hauptstadt, internationaler Musik-Hub, bringt sie auf den Weg zum Pariser Label Kitsuné. Nach zwei Maxis, auf denen sie bewiesen haben, wie sehr sie harmonieren, kam Thomas Bangalter nach einem Konzert in Paris zu ihnen, um sie zu beglückwünschen, gab ihnen einige Tipps und produzierte einige Monate später ihre Single Overnight.   Die Australier, die seither als „Schützlinge von Daft Punk“ gelten, präsentieren ihr erstes Album und insistieren dabei auf ihrer Gemeinschaft – was durch den Titel des Albums, Parcels, symbolisiert wird –, eine Pop-Funk-Welle, die an die Beatles erinnert, mit Nile Rodgers an der Gitarre. Und am Ende der zwölf Titel (darunter drei Singles, die einigen bereits den Kopf verdreht haben, Tieduprightnow, Bemyself und Lightenup) zeigt sich, dass diese Gruppe wirklich eine Gruppe ist, und dass diese Jungs nicht anderes wollen als Jammen. Der Text zu Lightenup wurde gemeinsam verfasst, ein Beweis dafür, dass die Parcels gemeinsame Sache machen (oder zumindest, dass ihr Sänger nicht völlig größenwahnsinnig ist). Und solange sie diese Einstellung haben, gibt es keinen Grund für sie, ihren Platz an der Sonne aufzugeben. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. September 2018 | Naive

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Alternativ und Indie - Erschienen am 26. Oktober 2018 | [PIAS] Le Label

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Wenn ein englischer Dandy mit einer unbefangenen Stimme, ein Pionier des French Touch und eine Riot-Grrrl-Sängerin – anders gesagt, Baxter Dury, Étienne de Crécy und Delilah Holliday – zusammenarbeiten, dann kommt es eben zu einer herbstlichen Überraschung. Die Geschichte begann Ende 2017 mit einer SMS, die ein etwas untätig herumsitzender Baxter Dury nach Paris sandte, um die eine Hälfte des Motorbass-Duos zu fragen, ob sie nicht ein paar Instrumentals herumliegen hätte. Daraufhin spielte sich zwischen dem Pariser Nordbahnhof und dem Londoner St Pancras so etwas wie ein Ballett ab, dem sich dann auch die Sängerin der Londoner Punk Combo Skinny Girl Diet anschloss, die auf ihrem ersten Mixtape Lady Luck Vol.1 im Frühjahr 2018 ein wahres Talent für den Soul/R&B an den Tag gelegt hatte. Das Trio trifft sich dann in jeder freien Minute im Studio von De Crécy, hält sich dabei an das Motto, es genauso einfach wie die Sleaford Mods zu machen, und zeugt schließlich „einen kleinen Mutanten der 80s, der noch nicht voll entwickelt ist“, wie Dury es ausdrückte. Etienne de Crécy hat also alle Schnörkel weggelassen, denn er serviert seinen Partnern im Grunde genommen Demos, also Synthie-Pop-Produktionen, die meist nur aus einem zuckenden Bass, einem Drum-Machine-Mix ganz im Hintergrund und einem Klavier bestehen. Und das funktioniert auch: die Single White Coats liefert den Beweis, dass man für einen guten Song nicht viel braucht, wenn es erstmal gute Sänger gibt. Die Stimmen sind die ganze Platte hindurch die eigentlichen Stimmungsmacher: Baxter Durys tiefes, gedämpftes Timbre antwortet den souligen Refrains von Delilah Holliday, ohne die diese Platte wohl ein bisschen eintönig geklungen hätte. „Etienne schuf den musikalischen Hintergrund für diese konfessionelle Geschichte und Delilah hat dem Ganzen irgendwie mehr Gefühl verliehen“, erzählt Dury. Es ist eine unwahrscheinliche Kombination, aber sie funktioniert, weil sie kurz, einfach und ehrlich ist.“ © Smaël Bouaici/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. März 2019 | Alice Phoebe Lou

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Mit ihrer langen blonden Mähne und ihrem schmollenden Puppengesicht strahlt Alice Phoebe Lou wie die Sonne. Aber noch leuchtender als allein schon dieser Name, mit einem weichen Buchstaben nach dem anderen, ist diese kristallklare Stimme, die erstaunlich unbeschwert, mal hoch oben, mal tief unten, aber überall zu hören ist. Die aus der südafrikanischen Küstenstadt Cape Town kommende Blondine machte sich, sobald sie erwachsen war, auf den Weg ins graue Berlin. Auf die junge Alice, die zuvor schon nach Paris und Amsterdam gereist war, wirkt die deutsche Hauptstadt exotisch und irgendwann ist sie entschlossen – sie will nur noch von Luft und Liebe zur Musik leben. Schon vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums Orbit (2016) mit nüchternen Jazz- und Folkklängen hatte diese Weltenbummlerin so ihre Erfahrungen gemacht. Wenn man sie mit ihrer Gitarre hören wollte, brauchte man nur am Mauerpark entlang von einer Straße zur anderen, von einem Lokal in das nächste, bis zur Warschauer Straße zu gehen. „No Rules, no rules“, flüstert sie in Something Holy. Ihr Kredo gilt auch für die Musik. Mit diesem zweiten Werk, das als Fortsetzung von Orbit anzusehen ist, versetzt uns Alice in eine andere Galaxie, in der sie uns mit ihrer Engelsstimme Folk-, Blues- und Jazzträume beschert. Die zehn Tracks geben ihrer Stimme Raum und Zeit, sodass Paper Castles kompakt erscheint, und zugleich federleicht mit allerlei unauffällig schillernden Synthesizern. Bass und Gitarre, ganz diskret, oder Xylophon (Ocean), hallende Vocals oder verhallende Noten (Fynbos), hauchzarte Produktion und langsame Tempi (Galaxies) – Alice scheint mit ihrem Charme alles verzaubert zu haben. Wunderbar. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Mai 2018 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Es ist schlicht und einfach unmöglich, Alex Turner vorzuwerfen, dass er sich auf seinen Lorbeeren ausruht: Mit diesem sechsten Album machen die Arctic Monkeys nämlich genau das Gegenteil! Der Uppercut AM aus dem Jahr 2013 scheint wirklich Lichtjahre von dem herrlichen, gefühlsbetonten, melodiösen Soul Tranquility Base Hotel + Casino entfernt zu sein. Und schon nach den ersten Takten dieser Platte, die an die schwungvollen späten Sixties erinnert, versteht man, warum sich der Leader des Quartetts aus Sheffield bei Serge Gainsbourgs unumgänglichen Titel Melody Nelson inspiriert hat; ebenso bei dem wahnsinnigen und allzu unterschätzten Born To Be With You von Dion, den Phil Spector produziert hatte, aber auch beim Soundtrack, den François de Roubaix für Jean-Pierre Melvilles Der eiskalte Engel geschrieben hatte. In diesem Sinne übernimmt natürlich das Keyboard die Kontrolle und schickt die aggressiven Gitarren auf die Ersatzbank. Die Monkeys bleiben aber eine Gruppe mit einer Rockseele und manipulieren diese Einflüsse auf dieselbe Art wie ein paar ihrer älteren, berühmten Vorgänger, etwa David Bowie (an den man oft denken muss) oder Pulp. Tranquility Base Hotel + Casino sollte man lieber anhören, wenn man es sich in einer Ledercouch bequem gemacht hat als in einem Konzertsaal ohne Klimaanlage, schon mal deswegen, weil dadurch Inhalt und Niveau der Songs des Komponisten besser wahrgenommen werden können. Es sind Kompositionen, die alles andere als Eintagsfliegen sind und damit bestätigen, dass die Arctic Monkeys nicht nur eine von vielen englischen Rockgruppen sind… © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. August 2018 | Domino Recording Co

Hi-Res Auszeichnungen Preis der deutschen Schallplattenkritik
Anna Calvi kann überall noch so laut verkünden, dass das frühere schüchterne, kranke Kind eine Sexbombe geworden ist, die Kompositionen ihres dritten Albums zeigen allerdings keinerlei radikale Form. Ihre Wandlung ist trotzdem recht gewaltig, wie sie es in den sozialen Netzwerken beschreibt, um ihr Coming-out zu machen. Mit ihrem wunderschönen, gleichnamigen Debütalbum im Jahre 2011 verschaffte sich Anna Calvi einen recht guten Platz, anstatt einfach nur eine x-te PJ Harvey zu spielen… Die Britin verfügt, ähnlich wie Siouxsie, über ein mysteriöses Organ und ist mit einem Gitarrensound aus den fünfziger Jahren bewaffnet, der von Duane Eddy stammen könnte, womit sie sich in Produktionen schmiegt, die wie unwahrscheinliche Soundtracks von Morricone/Badalamenti klingen. Indem sie diese außenstehende Kunst etwas weiter entwickelte, brachte sie zwei Jahre später mit One Breath eine umwerfende, zweite Platte heraus. Calvi betonte noch mehr ihre träumerisch verschlungenen Pfade an der Grenze zum Goth Rock, aber sie wagte auch schmutzige, atemberaubende Klänge. Sie bestätigte, dass sie eine Gesamtkünstlerin ist, da sie genauso gut textet, interpretiert, arrangiert wie auch singt. Auf Hunter mit dem symbolischen Titel geht sie damit noch ein Stück weiter. Mit Nick Launay in der Produktion (Nick Cave), Adrian Utley von Portishead am Synthesizer und Martyn Casey von The Bad Seeds am Bass präsentiert sie zehn wunderbare Songs, einen nach dem anderen, und wenn sie es mit Schlichtheit an die Spitze treibt, wie auf der gespenstischen Ballade Away, ist sie an Erhabenheit einfach kaum noch zu übertreffen. © Marc Zisman/Qobuz
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Rock - Erschienen am 12. Oktober 2018 | Concord Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Schon mit seinem 1977 erschienenen Debütalbum My Aim Is True zeigte Elvis Costello, wie schier unersättlich er auf musikalischer Ebene ist, indem er explosiven Pub Rock, Abstecher zum Reggae, nahezu Country Music ähnelnde Balladen und mit einwandfreien Arpeggi konstruierte Pop Songs miteinander mischte. Diese Vielseitigkeit führte immerhin dazu, dass er mit so verschiedenen Leuten wie dem Godfather der Country Music, George Jones, dem Meister der damaligen Pop Lounge Music, Burt Bacharach, der Mezzosopran Anne Sofie von Otter, dem Jazz-Gitarristen Bill Frisell zusammenarbeitete oder auch mit den Rappern von The Roots, um nur einige zu nennen… Vierzig Jahre später bringt der undurchschaubare Schotte mit den Brillen, der ein Konzeptalbum nach dem anderen macht, zusammen mit The Imposters Look Now heraus, in der Besetzung mit Steve Nieve an den Keyboards, Davey Faragher am Bass sowie Pete Thomas, der als Schlagzeuger auch bei seiner Gruppe The Attractions im Einsatz ist. Diese Gruppe, mit der er im Jahre 2008 Momofuku eingespielt hatte, bietet ihm die Möglichkeit, wieder sein wie nie zuvor außergewöhnliches Talent als Songwriter zur Geltung zu bringen. Diese Kunstfertigkeit teilt er mit der großen Carole King in Burnt Sugar Is so Bitter, das sie ein Vierteljahrhundert zuvor gemeinsam geschrieben haben, und mit Burt Bacharach in Photographs Can Lie und Don’t Look Now. Vor allem merkt man, dass Costello wieder einmal auf der Suche nach dem perfekten Popsong ist. Diese Arbeitsweise erinnert Methoden aus den Sixties. Diese zeitlose Tätigkeit erlaubt es dem Songwriter jedoch, auch 2018 mit beiden Füßen in der Wirklichkeit stehen. Und Costello gelingt es, dem Gehirn Melodien und Worte einzuprägen, die es dann nicht mehr vergisst. Ein guter Song, und das ist allseits bekannt, kommt nicht aus der Mode, und Elvis Costello erinnert uns auf brillante Weise daran… © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Juni 2018 | Easy Eye Sound

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuzissime
Nachdem sie mit ihren Clams die Westküste unsicher gemacht hat, macht sich Shannon Shaw auf nach Nashville, genauso wie Dusty Springfield im Jahre 1968. Mit einem offensichtlichen Augenzwinkern in Richtung Dusty in Memphis stellt dieses erste Kapitel als Solokünstlerin den Anfang ihrer Emanzipation dar. Shannon & The Clams, so heißt die Band aus dem kalifornischen Oakland, die ebenso von Primus wie von Devo, Missing Person und Roy Orbison beeinflusst wurde, die die Kunst der Verkleidung perfekt beherrscht, absurde Kurzfilme dreht, Journalisten zu sich in ihre winzig kleine Bude einlädt und bei Burger Records unter Vertrag steht. Reine Poesie, die aus Punk, Rockabilly, Doo Wop und Garage besteht. Noch mehr Punk, noch schludriger: Hunx and His Hunx, die Band, der Shannon sich auf Seth Bogarts Einladung hin anschließt. Im Alleingang können wir Shannon nun in einer neuen Erscheinung bestaunen. Mit ihrer rauen Stimme singt sie Doo-Wop-Soul, wie die großen Girlbands à la Ronettes, Shirelles oder Shangi-Las ihn fabrizierten. Diesen Stil konnte man bereits in dem von Dan Auerbach produzierten Track Onion mit ihrer Band The Clams heraushören. Shannon hält zwar weiterhin ihren Bass in der Hand, beansprucht nun jedoch das Scheinwerferlicht für sich ganz alleine. Der Sänger der Black Keys, Fan ihrer Band The Clams, hat sie hierfür in sein Studio Easy Eye Sound eingeladen. Die üppige Blondine hat nicht lange gezögert und traf dort mit sechs Songs im Gepäck auf eine Clique aus überdiplomierten Musikern, um so das ihr versprochene Schicksal in die Realität umzusetzen. Diese Musiker haben bereits mit Aretha, Elvis und auch Dusty aufgenommen, da kann man schnell eingeschüchtert sein… Nein, ohne Scham brüllt sie ihre Wut und Melancholie über alte Lieben hinaus, bringt ihre katzenhafte Stimme zum Kratzen und verzaubert alle mit ihrem divahaften Charme. Mit funkelnden Sixties-Melodien und kinematographischen Arrangements, die an James Bond erinnern, hat uns Auerbach ein großartiges Album erschaffen. Stilvoll und zeitlos. Mit leisen Glockenspiel- und Vibrafon-Klängen und einem süßlichen Retro-Duft. Dan hat den Phil Spector in sich rausgelassen und so Shaws ganzes Genie zum Vorschein gebracht. Eine wahre Diva. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Januar 2019 | Jagjaguwar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Fünf Jahre hatte Sharon Van Etten verstreichen lassen und nun liefert sie eine Fortsetzung ihres Albums aus dem Jahre 2014, Are We There, auf dem sie in glanzvoller Art mit dem Erbe von Cat Power, Nick Cave, John Cale, Joan As Police Woman, St Vincent, Feist und Fiona Apple jongliert hatte. Auf dieser Platte war die Amerikanerin vor allem ganz sie selbst. Und mit Remind Me Tomorrow bestätigt sie dies erneut, obwohl es in einer Zeit entstand, in der sie überaus beschäftigt war: eine Rolle in der Serie The OA, die Komposition des Soundtracks für Katherine Dieckmanns Film Strange Weather und der Musik für die Show der Schauspielerin Tig Notaro, die Vorbereitung ihrer Psychologenprüfung, der Auftritt in der Serie Twin Peaks und die Geburt ihres ersten Kindes! Und Energie steht auch im Mittelpunkt dieser Ausgabe des Jahres 2019, wobei die Arrangements von John Congleton stammen. Dem Produzenten sind wohl die weitaus rhythmusbetonteren Sequenzen als bisher zu verdanken, wie etwa die Singleauskoppelung Comeback Kid. Obwohl sie weniger minimalistische Meditation und mehr für sich beanspruchte Ideen präsentiert, hat Sharon Van Etten unterwegs nichts von ihrer Eigenart eingebüßt. Und das, was sie uns hier als Wein einschenkt, schmeckt nie nach Wasser. Congleton verstand sich nämlich darauf, die perfekte Klangstruktur zu schaffen, um das Gothic-Folk-Universum der Sängerin noch kräftiger und bezaubernder zu gestalten. Alles ist also da, um eine der talentiertesten Künstlerinnen ihrer Generation noch großartiger zu machen. © Marc Zisman/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 6. April 2018 | Transgressive

Hi-Res Auszeichnungen Qobuzissime
Ein Reisender. Ein Geschichtenerzähler. Ein Bastler. Ein Sammler. Und vor allem ein Autor. Cosmo Sheldrake ist all das. Und noch mehr! Ein virtuoses Ein-Mann-Orchester, das eine unverschämte Menge an Instrumenten beherrscht. Der junge Brite schreibt kleine heimatlose Sinfonien voller Magie. Seine Songs vereinen Musik, die an die lieblichen Klänge der Band Beirut erinnert, minimalistische Musik, World-Music, älteren Pop wie der der Kinks aus Village Green Preservation Society, Ende der 60er Jahre, die Welt von Moondog und tausend weitere Klänge. Klänge, die Cosmo Sheldrake in allen Ecken der Welt findet und mit seinem immerzu griffbereiten Aufnahmegerät festhält. Und dennoch, die Stärke seiner Platte The Much Much How How And I liegt darin, niemals in zu experimentellem Schnickschnack auszuarten. Ganz im Gegenteil! Die klassische Liedstruktur mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende - Refrain und Melodie einbegriffen - steht für ihn an erster Stelle. Sein Album berührt mit seiner Schönheit und genau das möchte es auch. Die zusammen mit dem Produzenten Matthew Herbert, der selber für seine überirdischen Soundcollagen bekannt ist, produzierte Platte besitzt die gleiche Vorstellungskraft wie ein Text von Lewis Carroll und bringt klanglich alle Farben des Regenbogens zum Ausdruck. Ein Album, das ohne Frage ein Qobuzissime verdient! © Marc Zisman/Qobuz
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Pop - Erschienen am 2. November 2018 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. September 2018 | Parlophone UK

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Der Modfather ist die Ikone einer ganzen Generation und seit seinen ersten Schritten mit The Jam ein wahrer Star, der alle inspiriert und fasziniert, sogar mit seinem Haarschnitt! Und auch jetzt, wo Paul Weller 60 Jahre alt wird, lässt er in keiner Weise locker. Wie immer übrigens… Das in erster Linie aus akustischen Songs bestehende True Meanings ist sein 26. Album (das 14. seiner Solokarriere) und hat mit dem im Jahre 2015 erschienenen Saturns Pattern wenig zu tun. Weller scheint hier Bilanz zu ziehen. Sich auf etwas sehr Einfaches ohne Schnörkel zu konzentrieren und daraus ein blumiges, poetisches Album zu machen. Sodass man sich fragt, ob er die Aufnahme nicht für ein aus lauter romantischen Schlafwandlern bestehendes Publikum an einem Sommerabend in einem Feld voller Blumen gemacht hat. Da ist eine Introspektion im Gange. Der Brite setzt sich mit den Elementen in seiner Umgebung auseinander, kramt in seinen Erinnerungen, singt auf Bowie ein exzentrisches Loblied und dabei vergisst er nicht, zwischen Jazz und Soul hin und her zu springen… True Meanings ist an sich die Wellersche Art, die Ballade zu verherrlichen. Alles fängt ganz leise mit einem Thema auf der Gitarre an, das dann Violinen und Chorgesang harmonisch erweitern. Man hört mit Vergnügen, dass der Modfather noch genauso gut im Rennen ist wie bei seinen Meisterwerken in den siebziger Jahren, etwa English Rose oder Liza Radley. Wenn ihm auch im Studio nicht mehr Bruce Foxton und Rick Buckler zur Seite stehen, so ist es Paul Weller immer gelungen, die richtigen Leute um sich zu scharen, wie man es anhand der Gästeliste auf True Meanings sehen kann: Rod Argent von den Zombies (The Soul Searchers), Lucy Rose (Books), Tom Doyle (Movin On) und sogar Noel Gallagher ist kurz in White Horses zu hören… eine ruhige und gesetzte Stimme, die perfekt zu den wenigen Kompositionen des Songwriters Erland Cooper der Gruppe Erland und The Carnival passt. Ein Album mit zwei Songtextern, das auf diskrete und subtile Weise verschiedene Genres durchforstet und zum Beispiel diese mit Fingerpicking gespielte Glam-Rock-Ballade erfindet: Mayfly. Ein wunderbarer Blick auf T. Rex‘ Get It On, vom Glitter einmal abgesehen. Zweifellos ist Paul Weller ein richtiger „Changingman“, aber schlechten Geschmack kann man ihm nicht vorwerfen. © Clara Bismuth/Qobuz
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Rock - Erschienen am 20. Juli 2018 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Grammy Awards
Es ist ein vom Sound her köstliches Gericht, für das die Punch Brothers die besten Americana-Sounds eingekocht haben. Auf diesem fünften Album präsentiert der singende Mandolinenspieler Chris Thile zusammen mit seinen vier Weggefährten eine ganze Reihe von überaus sanften und zum Meditieren einladenden Balladen. Insgesamt enthält All Ashore neun Tracks und ist damit das erste selbstproduzierte Album der Gruppe. All Ashore wurde in Los Angeles eingespielt und beim Label Nonesuch veröffentlicht und ist, wie Thile es ausdrückt, ein Werk über „Meditation über die heutzutage geknüpften Beziehungen“. Die Punch Brothers mischen hier die für die Americana typischen Streichinstrumente Banjo (Noam Pikelny), Fidel (Gabe Witcher), Mandoline (Chris Thile) und Gitarre (Chris Eldridge) mit Kontrabass (Paul Kowert) und Gesang. Sowohl musikalisch als auch hinsichtlich der Art, wie sie Texte verfassen, zollen sie einer traditionellen Musik Respekt und öffnen ihr gleichzeitig die Tore zur modernen Zeit. Die Note zählt genauso viel wie das Wort; wenn nicht sogar mehr… Die Punch Brothers sind keine großen Schwätzer. Jeder bringt sich anhand seines Instrumentes zum Ausdruck und Titel wie Three Dots and a Dash oder It's All Part of the Plan beweisen es. Sie bewerkstelligen dies anhand von instrumentalen Überlagerungen, aufeinanderfolgenden Riffs und mit permanent ausbalancierten Nuancen und Rhythmen. The Phosphorescent Blues, ihr vorangegangenes Album wandelte auf den Spuren des Bluegrass, insbesondere mit Titeln wie Boll Weevil oder Forgotten, hier dagegen ist von Recycling keine Rede! Zwar ist von Folk durchzogener Pop sehr präsent, aber Jungle Bird lässt trotz allem einen recht unkonventionellen Blues heraushören. Ein perfekter Übergang zwischen diesen beiden Alben… Auch Thiles melodiöse Stimme darf nicht vergessen werden. Wie perfekt er den Gesang meistert zeigt er dadurch, dass zwischen ihm und den Instrumenten seiner Kumpel größte Harmonie herrscht. Egal, ob er eine hohe Note unheimlich lange anhält oder abgehackter und unbeschwerter singt, es geht einem immer sehr nahe. Letztendlich ist All Ashore eine kleine Goldmine, bei der sowohl Amateure als auch Kenner auf ihre Rechnung kommen. © Clara Bismuth/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 15. März 2019 | BMG Rights Management (US) LLC

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. August 2018 | Dead Oceans

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Mitski Miyawaki schwimmt seit vier Alben in einem Teich aus amerikanischem Indie-Rock mit Elektro-Pop-Einflüssen. Auf dem fünften Werk Be The Cowboy hören wir eine feinfühlige Vereinigung aus 14 Original-Kompositionen, die nur selten länger sind als zwei Minuten und 30 Sekunden, aber dennoch lang genug, um uns Mitskis verschiedene Visionen der Liebe zu erläutern. Mit Texten über die unterschiedlichsten Begegnungen, die reich an philosophischen Bildern sind, kann man auf Be The Cowboy beinahe eine kinematographische Dimension erkennen. Wir wissen bereits, dass Mitski ein Talent für wunderschöne Pianokompositionen besitzt, und so zeichnet sie uns hier elegante Geschichten, amüsiert sich mit Synthesizer-Variationen und vermischt Großes und Kleines, Kummer und Freude… Kurz gesagt, Mitski modelliert Gefühle und Stimmungen ganz nach Lust und Laune… Egal, ob Pop-Rock (Washing Machine Heart) oder melancholisch-depressive Pianoballaden (A Horse Named Cold Air): Mitski schafft es immer wieder, schöne Refrains zu schreiben, die im Ohr bleiben (Nobody). Innovativ und überraschend. © Anna Coluthe/Qobuz

Das Genre

Pop/Rock im Magazin