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Die Alben

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Berg - Beethoven : Violin Concertos

Isabelle Faust

Musique concertante - Erschienen am 1. Januar 2012 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Gramophone Record of the Month - Diapason d'or / Arte - Qobuzissime - Hi-Res Audio
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Weinberg : Violin Sonatas, Concertino, Symphony no.10...

Gidon Kremer

Classique - Erschienen am 28. Januar 2014 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - Choc Classica de l'année - Hi-Res Audio
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Mozart: Die Zauberflöte (Intégrale)

René Jacobs

Opéra - Erschienen am 7. Oktober 2010 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme
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Arvo Pärt : The Deer's Cry

Vox Clamantis

Classique - Erschienen am 9. September 2016 | ECM New Series

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Ein einfacher Moll-Akkord, ein harmonischer Schritt weiter – und wieder zurück. Immer wieder, sich steigernd, bis die Frauenstimmen sich emporringen und die verhaltene Äußerung zum Ruf wird, zu St. Patricks „The Deer’s Cry“ (Wie der Hirsch schreit), Christus ist überall. Dann die Klarinette, dieses für Arvo Pärt so wichtige Instrument, das getupft strukturierende und emotionalisierende Akzente setzt. „Von Angesicht zu Angesicht“, ein kurzes Sopransolo, das doch nie bei der Gesangslinie verharrt, sondern diese immer so behandelt, dass ihre einzelnen Bestandteile die grundsätzliche Frage nach der Bedeutung von Klang als unmittelbarem Phänomen aufwerfen. Die beiden ersten Stücke der CD leiten die gesamte Produktion gleichsam idealtypisch für Pärts kompositorisches Denken ein. Die meisten der kurzen Werke lassen den Chor a cappella zu Wort kommen, was bei Pärt eigentlich immer bedeutet: zur Ruhe im Klang kommen. In einigen wenigen fügt er vereinzelt ein paar Instrumente hinzu: Orgel, Laute, Violine, Viola, Kontrabass, Klarinette. Eines der Fotos im auf Erklärungen verzichtenden Beiheft zeigt Arvo Pärt bei den Aufnahmen. Mit höchst aufmerksamem Blick scheint er einem Mitwirkenden zu erklären, was es mit dem Hören auf sich hat: Zuhören als eine Arbeit wie die Meditation, tiefste Entspannung und höchste Aufmerksamkeit verschmelzen zu einem freien Bewusstseinszustand. Da wird jede kleine Dissonanz zum Ereignis, wie im Mini-Oratorium „And One of the Pharisees“ mit zwei Solisten und Chor. Dieser Kammerchor, Vox Clamantis, in der Alten Musik ab dem Gregorianischen Choral verwurzelt, transportiert die Musik seines estnischen Landsmannes mit ungeheurer Konzentration und Binnenspannung zum Hörer. Auch scheinbar stehende Passagen wie zu Beginn von „Da pacem Domine“ werden so zu Oszillationen im Raum, der dadurch seine gedankliche Weite stetig ausdehnt. © Schmitz, Johannes / www.fonoforum.de
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Debussy - Saint Saëns - Ravel

Quatuor Modigliani

Quatuors - Erschienen am 28. Januar 2013 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - 4 étoiles Classica - Hi-Res Audio
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Les Vents Français - Winds & Piano

Les Vents Français

Musique de chambre - Erschienen am 1. Januar 2014 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Mit ihren Quintetten für Klavier und Bläser hatten Mozart (KV 452) und Beethoven (op.16) eine neue Gattung geschaffen: das kammermusikalische Klavierkonzert mit Bläserbegleitung. In den folgenden Epochen haben Komponisten ganz unterschiedlicher Couleur die Möglichkeiten, die sich aus der ganz speziellen Klangmischung ergaben, weitergesponnen. Beschränkten sich Mozart und Beethoven noch auf ein Bläserquartett, bestehend aus Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, war später das von Anton Reicha kreierte klassische Bläserquintett mit Flöte die Regel. Anknüpfend an die beiden Klassiker bietet das vorliegende Programm sechs weitere sehr charakteristische Beispiele: aus Frankreich das Sextett op. 40 von Louise Farrenc (1804-1875), das Quintett (ohne Horn) von André Caplet (1878-1925), das Divertissement op. 6 von Albert Roussel (1869-1937) und das Sextett von Francis Poulenc (1899-1963). Der deutschen Spätromantik verpflichtet ist der aus Bozen stammende Ludwig Thuille (1861-1907) mit seinem Sextett op. 6, während Nikolai Rimskij-Korsakow (1844-1908) mit seinem Quintett (ohne Oboe) die russische Variante beisteuert. Das fabelhafte Bläserquintett Les Vents Français (siehe dazu auch FONO FORUM 10/14) demonstriert erneut brillantes Ensemblespiel der Extraklasse, perfekt ergänzt durch den stets subtil „mitatmenden“ Pianisten Eric Le Sage. Letzterer hat sich schon früher bei zahlreichen Bläseraufnahmen als idealer Partner erwiesen. Hier ergänzen seine virtuosen Soloausflüge das vorliegende Bläservergnügen nach allen Regeln der Kunst, ohne im Gegenzug den kammermusikalischen Aspekt zu überspielen. © Arnold, Holger / www.fonoforum.de
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Perpetual Night: 17th Century Airs and Songs

Lucile Richardot

Musique vocale profane - Erschienen am 6. April 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama - Herausragende Tonaufnahme
Bei den ersten Tönen meint man, einen Countertenor zu hören. Aber einen sehr guten, im Vibratolosen ganz frei resonierend. Mit ihrem Album „Perpetual Night“ treffen die Mezzosopranistin Lucile Richardot und das Ensemble Correspondances unter Leitung von Sébastien Daucé tief in jene leicht melancholisch gefärbten Stimmungen, die wir gemeinhin mit dem englischen Lautenlied des 17. Jahrhunderts verbinden. Die reine Lautenbegleitung bildet auf dieser Aufnahme jedoch nur den Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung dieser Gattung am britischen Hof unter dem Einfluss der frühen italienischen Barockmusik. Dieser etablierte auch das Begleiten der Melodie auf der Basis der notierten Generalbasslinie in England. Die Freiheit, die dies den Instrumentalisten eröffnet, nutzt das Ensemble für ein sehr ausgewogenes Klangbild, in das Harfe, Laute, Theorbe und auch Cembalo viele schöne Schattierungen einbringen, alles ganz gediegen, ohne starke Affekte. Einige mehrstimmig-vokale und zwei kurze Instrumentalsätze (John Jenkins, Matthew Locke) ergänzen die Beiträge von Lucile Richardot. Den Löwenanteil machen die von ihr vorgetragenen „Ayres and Songs“ aus, wie Robert Johnson, William Lawes, Nicholas Lanier, John Banister, James Hart und auch John Blow und Henry Purcell („When Orpheus sang“) sie in Töne gesetzt haben. Das gut geschriebene, leider nicht auf Deutsch übersetzte Beiheft gibt anhand der einzelnen Komponisten einen kurzen Überblick über die politischen und künstlerischen Entwicklungen des Jahrhunderts, als dessen End- und Höhepunkt uns Heutigen Purcell erscheint, das in seinem Verlauf jedoch viele Meister der sanft deklamierenden Textbehandlung hervorgebracht hat. Die hohe Musikalität von Lucile Richardot, ihre makellose Stimmführung bei gleichzeitig verführerisch-strömender Tongebung machen dies empfind- und erlebbar. © Schmitz, Johannes / www.fonoforum.de
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Georg Friedrich Händel : Agrippina

René Jacobs

Intégrales d'opéra - Erschienen am 29. September 2011 | harmonia mundi

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Duetti (Bononcini, Conti, Porpora, Marcello, Scarlatti, etc.)

Philippe Jaroussky/William Christie/Max Emanuel Cencic/Les Arts Florissants

Classique - Erschienen am 4. November 2011 | Warner Classics

Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Diamant d'Opéra - Choc de Classica
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Melancholia (Madrigaux & Motets autour de 1600)

Geoffroy Jourdain

Récitals vocaux - Erschienen am 14. September 2018 | harmonia mundi

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Les 6 Symphonies (L'Œuvre d'orgue - Volume 1)

Pierre Labric

Musique symphonique - Erschienen am 30. August 2011 | Solstice

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Handel : Agrippina

Joyce DiDonato

Classique - Erschienen am 31. Januar 2020 | Warner Classics

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Als Händel Agrippina komponierte, war er 24 Jahre alt. Er hielt sich damals in Italien auf und war von der italienischen Musik fasziniert. Die Komödie ist voller Antihelden, die von maßloser Gier nach politischer und sexueller Macht getrieben werden. Ihre unmoralischen, korrupten und dekadenten Intrigen sind zentraler Bestandteil des Alltags der Führungsschicht im antiken Rom. Händel schrieb diese Oper im Auftrag eines Theaters in Venedig innerhalb von drei Wochen. Das Werk wurde an 27 Abenden hintereinander mit großem Erfolg aufgeführt und begründete den europäischen Ruf des jungen Komponisten. Die Partitur voller Emotionen und überraschender Wendungen verblüffte das verwöhnte venezianische Publikum. Allerdings hätten amerikanische Filmemacher wie Martin Scorsese oder die Coen-Brüder an den Zutaten dieses bunte Librettos – Verrat, vorgetäuschte Liebe, Attentate und Lügen – bestimmt auch ihre Freude. Die vorliegende Studioaufnahme, die im Mai 2019 während einer Europa-Tournee in den Dolomiten entstand, besticht durch ihre großartige Besetzung, allen voran die strahlende Joyce DiDonato als Agrippina auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Sie bezaubert durch wunderbar geführte Vokalisen und Verzierungen und glänzt in dieser schwierigen Rolle mit vielen Facetten, die von überragender Klugheit über die Kunst der Manipulation bis hin zur Liebe einer Mutter oder Ehefrau reichen. Neben ihr brillieren Franco Fagioli (Nerone), Jakub Józef Orliński (Ottone), Marie-Nicole Lemieux (Giunone) sowie Elsa Benoit (Poppea) unter der engagierten Leitung von Maxim Emelyanychev an der Spitze des Ensembles Il Pomo d’Oro. Händel vom Feinsten. © François Hudry/Qobuz
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Berlioz : La Damnation de Faust

John Nelson

Opéra - Erschienen am 22. November 2019 | Warner Classics

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Rossi : La lyra d'Orfeo & Arpa Davidica

Christina Pluhar

Musique vocale profane - Erschienen am 8. November 2019 | Erato - Warner Classics

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Der Römer Luigi Rossi, der in den Papst-Familien Borghese und Barberini diente, bevor er von dem ebenfalls aus Rom stammenden Kardinal Mazarin nach Paris geholt wurde, war auch ein Favorit des jungen Sonnenkönigs, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts also ein Mann, der die italienisch-französische Musik wesentlich prägte. Christina Pluhar ist der römischen Musik jener Zeit besonders verbunden, was sich 2005 in einer Produktion mit Veronique Gens niederschlug, die die erste CD dieses Albums belegt. Harfenschlag dominiert die Begleitung durch die historischen Instrumente, wie es dem Sänger Orpheus zukommt. Die Sängerin gibt sich den Huldigungen an eine raffinierte Liebeskunst mit allen Finessen ihrer Stimme hin, mit Sanftmut, aber auch mit Furor wie beim Lamento di Arione auf einen Rospigliosi-Text. Ganz neu sind die Aufnahmen von Rossi-Arien und Duetten, die Pluhar für die anderen beiden CDs unter dem Titel „Arpa Davidica“ zusammengestellt hat. Hier kommt als zusätzlicher Reiz die unterschiedliche Stimmfarbe der drei Counter-Stars und der beiden Sopranistinnen hinzu, die sich wunderbar ergänzen: Orlińskis leichtzüngige Eleganz, Jarousskys androgyner Charme, Sabadus ̓ stürmische Verletzlichkeit, Céline Scheens humane Entrückung, Giuseppina Bridellis noble Koloratur. Der Liebeskranke lernt im Traum das Lachen – mit einem solchen Lichtblick eines anonymen Zeitgenossen bricht Orliński das Übermaß der Klagen auf, aber auch Jarousskys Schilderung eines liebeskranken Schäfers in einer virtuosen Arie von Giovanni Felice Sances ist nicht ohne Humor. Mit Instrumentalsätzen aus der Rossi-Oper „Il palazzo incantato“ ergänzt L ̓Arpeggiata die Arienfolgen. Ludwig XIV. wäre zufrieden gewesen. © Schaarwächter, Jürgen / www.fonoforum.de
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Mondonville : Isbé

Orfeo Orchestra

Classique - Erschienen am 20. Januar 2017 | Glossa

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In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Mondonville neben Rameau einer der bekanntesten französischen Komponisten. 1793 zog er nach Paris, wurde Geiger am französischen Hof und 1744 Kapellmeister der Chapelle Royale in Versailles. Seine großen Motetten und Instrumentalwerke waren von außergewöhnlichem Erfolg, sowohl in Paris als auch in Versailles. 1742 komponierte er zum ersten Mal für die Académie Royale de musique und seine Werke wurden noch bis in die 1770er Jahre aufgeführt. Auch wenn er zu Rameaus größtem Rivalen zählte, so kennzeichnete ihn sein extrem italienischer Stil, der den Kompositionsstil Vivaldis an die französische Orchesterform anpasste. Wie sooft in Zeiten, in denen die Debatten um den musikalischen Nationalismus die Runde machten, wurde die Pastorale Isbé von 1742 öffentlich schlecht gemacht: das Libretto aufgrund seines Manierismus, die Partitur aufgrund ihrer Modernität. Heute ist nur eine einzige Quelle dieses Werks erhalten, eine unvollständige gedruckte Partitur, wobei die Angaben der Orchestrierung bezüglich der Blasinstrumente zu Wünschen übrig lassen…Die Partitur musste also überarbeitet werden, bevor sie der Einspielung dienen konnte. Man ist sofort von der überschwänglichen, instrumentalen Virtuosität verführt, die sich sowohl in den Ballettnummern als auch in den begleiteten Arien und Choralen bemerkbar macht. Gelegentlich komponierte Mondonville sehr originelle Effekte: drei Violoncello-Partien, um die Arie « Amour, dieu séducteur » zu begleiten, eine Komposition in Harmonien, die zu dieser Zeit eine Seltenheit waren, Geigen, die sich mit den Flöten vermischen (Divertimento des dritten Akts), das phänomenale Trio der Drei Hamadryaden und nicht zu vergessen: die außergewöhnlichen, einfallsreichen Rezitative. Der Stil ist vor diesem Hintergrund nicht der Rameaus - sein größter Rivale, dessen posthume Berühmtheit längst die von Mondonville überschritten hat. Zu Unrecht, denkt man sich spätestens nachdem man dieses Meisterwerk gehört hat. Eingespielt wurde es in Budapest mit dem Orchester Orfeo und dem Purcell Chor. © SM/Qobuz 
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Ravel: Ma Mère l'Oye, Tombeau de Couperin, Shéhérazade

Les Siècles

Musique symphonique - Erschienen am 13. April 2018 | harmonia mundi

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Die Idee, Werke von Ravel auf Originalinstrumenten aufzuführen, könnte einen zum Schmunzeln bringen, hätte sich der Instrumentenbau in knapp hundert Jahren nicht so stark verändert: Sie bedeutet Rückkehr zu Darmsaiten, zu Pauken und Schlaginstrumenten, die mit Tierhäuten bezogen sind, zum französischen Basson (das Gegenstück zum deutschen Fagott – letzteres ist heute in allen Orchestern der Welt zu finden), zu geschnitzten Rohrblättern, zu Trompeten und Posaunen aus französischem Instrumentenbau. An der Spitze seines Orchesters Les Siècles bietet uns François-Xavier Roth eine neue Version in historischer Aufführungspraxis von Ma Mère l’oye (das gesamte Ballett), Tombeau de Couperin und der Ouverture Shéhérazade, ouverture de féerie, lange Zeit vernachlässigt, obgleich schon reinster Ravel. Die Rückkehr zu den Ursprüngen ist für diesen Abschnitt der Musikgeschichte offensichtlich leichter und sicher authentischer, da uns im Gegensatz zu Werken aus früheren Epochen Aufnahmen aus den 1920er Jahren und sogar früher zur Verfügung stehen, die zu Fragen nach Stil, Farben, Phrasierungen und Tempi Auskunft geben. Um interessant zu sein, genügt es aber nicht, alle geschichtlichen Informationen in Händen zu halten. Was diese Aufnahme so spannend macht, ist vor allem die Tatsache, dass Les Siècles aus hervorragenden Musikern besteht und François-Xavier Roth selbst ein talentierter Interpret ist, der diese Musik bestens kennt. In dieser Hinsicht hatte uns seine Gesamtaufnahme des Stücks Feuervogel von Strawinsky bereits durch seine Qualität überrascht. Der vorliegende, wieder erwachte Ravel klingt klar und fein; es ist eine Freude, diese wohldefinierten Klangfarben zu hören, die einen angenehmen Gegensatz zu den „schönen internationalen Klängen“ bilden, die man heute in allen Orchestern der Welt zu hören bekommt. © François Hudry/Qobuz
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Martha Argerich and Friends Live from the Lugano Festival 2016

Martha Argerich

Musique concertante - Erschienen am 1. September 2017 | Warner Classics

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Das Lugano Festival von 2015 war schon außerordentlich reich an ausgewählten und besonders mitreißenden Augenblicken gewesen (u.a. Trio von Brahms, Sonate für zwei Klaviere von Poulenc). Das Festival 2016 hat seinerseits beeindruckende Momente erlebt, denn die große Martha Argerich hatte sich entschlossen, zum ersten Mal nach mehr als dreißig Jahren Gaspard de la nuit wieder in der Öffentlichkeit zu spielen. Die Idee, sich an ihrem eigenen Erfolg vor vierzig Jahren zu messen, bereitete ihr zunächst große Sorgen – sie hatte 1974 für die Deutsche Grammophon eine Ravel-LP mit Gaspard, Sonatine und Valses nobles et sentimentales aufgenommen, die trotz enttäuschender Tonaufnahmen allen in bester Erinnerung geblieben ist. Ein Live-Erlebnis bringt jedoch den Zauber einer sich uneingeschränkt entfaltenden Klangfülle und der visuellen Präsenz. Der Ausdruck der Qualen des Gibet klingt lange nach, bei Skarbo sieht man regelrecht die Irrlichter flackern, während bei in der hell leuchtenden Ondine Anklänge an Liszt sowie an Une barque sur l'océan, das Ravel einige Jahre zuvor geschrieben hatte, zu hören sind. Die Berichte über dieses Lugano Festival 2016 fallen unterschiedlich aus als man es gewohnt ist. Zu Beginn eine echte Repertoirerarität: das Violinkonzert von Busoni in D-Dur (wie auch die von Beethoven, Brahms und Tschaikowsky), das die Opusbezeichnung 35 trägt (wie auch die von Tschaikowsky und Korngold), gespielt von Renaud Capuçon. Ein Werk für zwei Klaviere darf im Repertoire von Argerich nicht fehlen. So spielt sie hier mit Sergey Babayan die Sonate für zwei Klaviere KV 448 von Mozart, ein Stück, das sie seit einigen Jahren regelmäßig mit Freunden spielt. Nicht zu vergessen, das sehr aufrichtige Horntrio von Brahms mit dem Trio Capuçon, Angelich & Guerrier (2015 wurde eine unvergessliche Fassung ohne Horn aufgeführt) und vor allem die Violinsonate von Bach mit Martha Argerich und Tedi Papavrami, die uns völlig vergessen lässt, dass es noch fünf andere Werke von Bach für die gleiche Besetzung gibt, die wir von diesem Duo nicht hören können. Wie immer ist der Moment, den wir mit dem Tiempo & Lechner verbringen höchst anregend und viel zu kurz. Das Duo spielt hier zwei Tänze von de Falla. Beim Festival 2016 hat Argerich auch das Konzert in G-Dur von Ravel aufgeführt. Vielleicht nicht die außergewöhnlichste aller ihrer Darbietungen dieses Werkes, jedoch sind ihre Phrasierungen, ihre Akzente und ihre sehr persönlichen Nuancen so gefühlvoll und berührend wie nie zuvor. Möge das Festival von Lugano in einigen Jahren mit der Hilfe großzügiger Förderer, die sich wehmütig an all diese unvergesslichen Momente erinnern, wieder auferstehen. © PYL
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Vivaldi: L'incoronazione di Dario

Ottavio Dantone

Classique - Erschienen am 14. April 2014 | naïve classique

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Mit der „Incoronazione di Dario“ brachte Vivaldi 1717 sein etwas ins Schlingern geratenes Opernhaus wieder auf Erfolgskurs. Das Werk zeichnet sich durch eine gute Balance von bewährten Elementen der Opera seria und neuen Impulsen aus. Es ist in Stil und Anlage angenehm innovativ, ohne modisch zu sein. Die Besonderheit der Handlung ist, dass die Königstochter nicht dem siegreichen Helden als Belohnung in Aussicht gestellt wird, sondern dass umgekehrt derjenige, dem es gelingt, das Herz der Königstochter zu erobern, der neue Herrscher sein soll. Es versteht sich von selbst, dass dies eine gute Konstellation für unterhaltsame Intrigen ist. Unter den italienischen Barockmusikern unserer Zeit nimmt Ottavio Dantone fast schon eine Sonderstellung ein, weil er im Gegensatz zu den meisten seiner Landsleute die Auffrischung Alter Musik nicht einseitig übertreibt, sondern lebhafte Tempi und kontrastfreudige Artikulation mit organischen Bögen, durchstrukturiertem Klang und emotionaler Tiefe verbindet. So horcht man in diesen drei Stunden immer wieder auf, ohne verstört zu sein. Dies liegt zweifellos auch an dem interessanten Werk, vor allem aber an den exzellenten Solisten, die allesamt sehr schöne Stimmen haben und technisch ebenso versiert agieren wie stilistisch; hervorzuheben wären der schwedische Tenor Anders Dahlin (Dario) mit seinem hellen, geschmeidigen Timbre und die immer wieder faszinierende Altistin Sara Mingardo (Statira). Die Accademia Bizantina behält, obwohl sie oft an der vorderen Stuhlkante sitzt, immer ihre innere Stabilität und weiß ihre Gestaltungsmittel punktgenau einzusetzen. © Hengelbrock, Matthias / www.fonoforum.de
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Ludwig van Beethoven : Diabelli-Variationen

András Schiff

Classique - Erschienen am 24. September 2013 | ECM New Series

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ECM New Series is better known for its documentation of contemporary works, but the music of the past sometimes receives coverage when artists bring a new perspective to it. The Diabelli Variations, Op. 120; the Sonata No. 32 in C minor, Op. 111; and the Six Bagatelles, Op. 126, are among the most original and intellectually stimulating works Ludwig van Beethoven composed for the piano, and the sophisticated interpretations of András Schiff are especially worthwhile for their insights into authentic performance practice and reception. Here, Schiff gives the listener options between a relatively modern sounding version of the Diabelli Variations and a period interpretation, without favoring one or the other. On the first CD he plays the Sonata and the Diabelli Variations on a Bechstein piano from 1921, though with minimal pedaling and a restrained execution that allows every inner voice and subtle dynamic to be appreciated. While this piano is not as hard or bright sounding as a modern Steinway, it is familiar to modern ears and most listeners will readily accept it. On the second CD, Schiff plays the Diabelli Variations, along with the Six Bagatelles, on a smaller sounding Franz Brodmann fortepiano, an original instrument from around 1820, Beethoven's time period. While it sometimes sounds tinnier, the fortepiano is in wonderful condition, and by Schiff's own testimony, it "sounds fresher, bolder, and infinitely more subtle." This side-by-side demonstration allows comparisons between the two instruments, and to consider other differences. One need not choose one recording over the other, but Schiff's exceptional performances would certainly inform such a decision, if one had to be made. © TiVo
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Haydn : Missa Cellensis, Hob. XXII:5

Doyle Justin

Classique - Erschienen am 15. November 2019 | harmonia mundi

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Joseph Haydn hat uns mehr als ein Dutzend Messen hinterlassen, die er zwischen den Jahren 1748 und 1802 komponiert hatte. Die auf dieser neuen Produktion der Akademie für Alte Musik zusammen mit dem exzellenten, von Justin Doyle dirigierten Berliner RIAS-Kammerchor präsentierte Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae kennen wir vielmehr unter dem Namen, den sie erst später erhielt: Missa Sanctae Caeciliae („Cäcilienmesse“).Es ist Haydns umfangreichste Messe und seine einzige festliche Kantatenmesse in lateinischer Sprache, die in abwechselnder Reihenfolge aus Arien, Instrumentalstücken und Chorgesang besteht. Man könnte sagen, dass Haydn mit der Komposition einen Meilenstein setzen wollte, indem er auf geschickte Weise die seiner Zeit entsprechend „moderne“ und die von seinen Vorgängern gepflegte „barocke“ Kompositionsweise miteinander kombinierte. In seiner ausführlichen, dem Komponisten gewidmeten Biografie erinnert Marc Vignal zu Recht daran, welch wichtigen Platz, genauso wie seine Streichquartette und Sinfonien, Haydns Messen in dessen Werk einnehmen, aber auch hinsichtlich des religiösen Schaffens seiner Zeit. Die vorliegende Einspielung, die anlässlich eines im Juni 2018 im Berliner Konzerthaus veranstalteten Konzertes entstand, ergänzt eine an Chorwerken bereits umfangreiche Diskografie des RIAS-Kammerchor, der bislang jedoch Haydns Meisterwerke noch nicht in Angriff genommen hatte. © François Hudry/Qobuz