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Die Alben

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Messes, Passions, Requiems - Erschienen am 16. März 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
Die 1971 uraufgeführte Mass von Bernstein lässt sich nur schwer einordnen. Es ist keine echte Messe, sondern eine Art Demontage der traditionellen Messe. Der vollständige Titel lautet übrigens MASS: A Theatre Piece for Singers, Players, and Dancers („Messe: ein Theaterstück für Sänger, Instrumentalisten und Tänzer“). Die Handlung könnte man als eine Art Gottesdienst beschreiben, bei dem einiges schief läuft, bevor dann am Ende doch universeller Frieden eintritt. Am Anfang scheinen sich alle einig zu sein, dann aber beginnen die „Straßenmusiker“ die Notwendigkeit, ja sogar die Existenz Gottes in Frage zu stellen. Die sich daraus ergebende Kakophonie steigt zu einem katastrophalen Höhepunkt an und wird schließlich wieder besänftigt, indem der Zelebrant der Messe alle Geister um die Gottheit versammelt. Die Messe endet mit einem abschließenden „Gehet hin in Frieden“. Bernstein hat in seiner Partitur alle möglichen Elemente der Musik des 20. Jahrhunderts versammelt: Jazz, Blues, Rock, Broadway, Expressionismus, Zwölftontechnik, ein an Britten erinnernder Modernismus, Straßenmusik, Blaskapellenmusik, klassischer Gesang mit Jazz und Gospelrezitationen: ein wahrer Turm von Babel an Stilrichtungen, die nicht ganz einfach zusammengebaut werden können. Man kann sich jedoch auf Yannick Nézet-Séguin verlassen, dem es gelingt, die vielen verschiedenen Elemente miteinander zu verbinden. Die vorliegende live-Aufnahme ist bei einem Konzert mit einer verblüffenden räumlichen Anordnung entstanden. Der Geschichte des Werkes mangelt es nicht an Komik: der FBI – der keine Gelegenheit auslässt, um sich zu blamieren – qualifizierte Mass als pazifistische Kampagne gegen das Establishment und hat Nixon angewiesen, nicht an der Uraufführung teilzunehmen. Dabei wurde das Werk von Jackie Kennedy eigens zur Einweihung des Kennedy Center for the Arts in Washington bestellt, während sich die Vereinigten Staaten mitten im tiefsten Sumpf des Vietnamkrieges steckten… © Marc Trautmann/Qobuz
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Classique - Erschienen am 7. Oktober 2016 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - Gramophone Award - Gramophone Record of the Month - Choc de Classica - Choc Classica de l'année
Daniil Trifonov, derzeit meistbewunderter und um die Welt hetzender Jungstar der Klavierszene, darf in seinem neuen Doppelalbum für die Deutsche Grammophon voll aufdrehen. Sein Liszt-Recital enthält nicht nur, wie der Titel erwarten lässt, die zwölf „Études d’exécution transcendante“, sondern gleich auch noch die Paganini-Etüden und die fünf „Études de Concert“ von „Il Lamento“ bis „Un sospiro“. Ein selbstbewusstes Programm des 25-Jährigen, dessen hohen technischen und musikalischen Ansprüchen er überzeugend, ja grandios gerecht wird. Was zunächst das Manuelle angeht: Man kann von keinem Twen der Welt die Wucht und Umriss-Schärfe erwarten, die beispielsweise ein Svjatoslav Richter in doppeltem Alter in sein Liszt- Spiel einbrachte. Manche mögen daher in Trifonovs Interpretationen das nackt und klar Etüdenhafte etwas vermissen. Aber er zeigt eine phänomenale spielerische Freiheit der Klavierbehandlung. Sie lässt sich – nur zwei Beispiele – an der ansatzlos im Prestissimo lospreschenden Passage zu Beginn der zweiten Paganini-Etüde ebenso ablesen wie an den filigran hingehauchten Doppelgriffen der „Feux follets“. Und vor allem: Trifonov macht mit seinen Mitteln aus jeder der „Transzendentalen Etüden“ ein klanglich üppiges und äußerst farbiges Tongemälde. Mir fällt jedenfalls keine Aufnahme ein, die die „Wilde Jagd“ so wild „malt“ oder in „Chasse-neige“ so suggestiv das Bild einer langsam im Schneegestöber versinkenden Landschaft erstehen lässt. Es gelingt Trifonov mit seinem hochsensiblen Interpretationsansatz sogar, dem eher nüchternen (und später von Komponisten bis hin zu Rachmaninow und Lutoslawski mehrfach variierten) a-Moll-Thema der sechsten Paganini-Etüde neue Züge abzugewinnen. Was auch immer in den kommenden Wochen noch kommen mag: Dies ist für mich eines der wesentlichen Klavieralben des Jahres 2016. Wirklich „transzendental“ – Grenzen überschreitend. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Classique - Erschienen am 1. Januar 2015 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica
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Classique - Erschienen am 21. Februar 2020 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Auszeichnungen Choc de Classica
Auf seinem neuesten Album greift Maurizio Pollini Beethovens letzte drei Sonaten (Op. 109 bis 111) wieder auf, vierzig Jahre nach seiner ersten Einspielung dieser Werke. Der Komponist hat hier die Gattung in sensationelle Höhen geführt. Der italienische Pianist interpretiert seit Januar 1977 (dem Jahr seiner ersten Aufnahme der Sonate Nr. 32, während seine Aufnahme der Sonaten Nr. 30 und 31. von Juni 1975 stammt) diese drei Sonaten bei zahlreichen Gelegenheiten. Dadurch konnte er im Lauf der Jahre den Reichtum ihres Materials und ihrer Struktur bis ins kleinste Detail entdecken. In seinen letzten Sonaten kehrte Beethoven der konventionellen Sonatenform, auf die er seit seinem Opus 27 (Quasi una fantasia, Clair de lune) immer wieder zurückgegriffen hatte, den Rücken und ersetzte sie durch eine atemberaubende Formenvielfalt. So bekommen die Variation (Op. 109, Arietta aus Op. 111) und die Fuge (Op. 110, nach der aus Op. 101) hier eine völlig neue Bedeutung, ebenso wie die sehr freien Passagen, in denen Beethoven sehr persönliche Gefühle auszudrücken scheint. Er löst eine expressive Revolution aus, die später in der Romantik den Vorrang der Subjektivität vor der Struktur ermöglichen wird. Maurizio Pollini – der nicht mehr dieselbe Energie wie vor dreißig Jahren zeigt – verleiht diesen im Konzert aufgenommenen Werken eine Dringlichkeit (op. 109) und einen Sinn für Lyrik (op. 110), die einfach überwältigen. Unter allen in den letzten Jahren erschienenen Aufnahmen von Pollini (Beethoven, Debussy, Chopin) erweist sich dieses Album als das unverzichtbarste. Unbedingt anhören. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Classique - Erschienen am 1. Januar 2011 | Deutsche Grammophon (DG)

Booklet Auszeichnungen Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme
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Classique - Erschienen am 12. Oktober 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
Die Deutsche Grammophon schickt ihren jüngsten Klavierstar auf große Reise mit dem „Zielort Rachmaninow“. Und anders als die das Begleitheft durchziehende Bildergeschichte, die den heute 27-jährigen Daniil Trifonov als nachdenklichen Einzelgänger auf nostalgischer Eisenbahnfahrt zeigt, wird er dabei hochkarätig begleitet von einem der früheren „Big Five“ der US-Musikszene, den „Philadelphians“ – immerhin das Orchester, mit dem Rachmaninow vor knapp achtzig Jahren seine eigene Aufnahme der Klavierkonzerte einspielte. Eine hochambitionierte Produktion also, und die Erwartungen, die daraus erwachsen, scheinen sich anfangs voll zu erfüllen: Der große Einstieg ins c-Moll-Konzert hat Aplomb, zeigt Trifonov in virtuoser Hochform, hält im Tempo eine überzeugende Mitte zwischen dem „schweren“ Richter und dem eleganten Kocsis und klingt hervorragend offen und transparent. Bald allerdings beginnt zu irritieren, dass er und Dirigent Yannick Nézet-Séguin aus der Musik offenbar vor allem ein Maximum an gefühligem Sentiment herauszuholen versuchen. Ihnen scheint außer Sicht geraten zu sein, dass die „weltschmerzlichen“ Momente in Rachmaninows Kompositionen immer auch in eine Formung von klassizistischer Strenge eingebunden sind. Eine interpretatorische Einseitigkeit, die sich am Ende aller Virtuosität zum Trotz nicht auszahlt. Günstiger steht es in stilistischer Beziehung um die schon 2015 entstandene, ebenfalls brillante Live-Aufführung des g-Moll-Konzerts. Allerdings muss man hinnehmen, dass gleich in den eröffnenden Takten das Klavier sich in der Hitze des Orchestergetümmels kaum behaupten kann. Zwischen den Konzerten noch die drei solistischen Bach-Sätze: Blitzsauber vorgetragen, nur spielte Rachmaninow selber sie 1942 deutlich knackiger. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de