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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 31. Januar 2020 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama
Als Händel Agrippina komponierte, war er 24 Jahre alt. Er hielt sich damals in Italien auf und war von der italienischen Musik fasziniert. Die Komödie ist voller Antihelden, die von maßloser Gier nach politischer und sexueller Macht getrieben werden. Ihre unmoralischen, korrupten und dekadenten Intrigen sind zentraler Bestandteil des Alltags der Führungsschicht im antiken Rom. Händel schrieb diese Oper im Auftrag eines Theaters in Venedig innerhalb von drei Wochen. Das Werk wurde an 27 Abenden hintereinander mit großem Erfolg aufgeführt und begründete den europäischen Ruf des jungen Komponisten. Die Partitur voller Emotionen und überraschender Wendungen verblüffte das verwöhnte venezianische Publikum. Allerdings hätten amerikanische Filmemacher wie Martin Scorsese oder die Coen-Brüder an den Zutaten dieses bunte Librettos – Verrat, vorgetäuschte Liebe, Attentate und Lügen – bestimmt auch ihre Freude. Die vorliegende Studioaufnahme, die im Mai 2019 während einer Europa-Tournee in den Dolomiten entstand, besticht durch ihre großartige Besetzung, allen voran die strahlende Joyce DiDonato als Agrippina auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Sie bezaubert durch wunderbar geführte Vokalisen und Verzierungen und glänzt in dieser schwierigen Rolle mit vielen Facetten, die von überragender Klugheit über die Kunst der Manipulation bis hin zur Liebe einer Mutter oder Ehefrau reichen. Neben ihr brillieren Franco Fagioli (Nerone), Jakub Józef Orliński (Ottone), Marie-Nicole Lemieux (Giunone) sowie Elsa Benoit (Poppea) unter der engagierten Leitung von Maxim Emelyanychev an der Spitze des Ensembles Il Pomo d’Oro. Händel vom Feinsten. © François Hudry/Qobuz
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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 15. November 2019 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Der Römer Luigi Rossi, der in den Papst-Familien Borghese und Barberini diente, bevor er von dem ebenfalls aus Rom stammenden Kardinal Mazarin nach Paris geholt wurde, war auch ein Favorit des jungen Sonnenkönigs, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts also ein Mann, der die italienisch-französische Musik wesentlich prägte. Christina Pluhar ist der römischen Musik jener Zeit besonders verbunden, was sich 2005 in einer Produktion mit Veronique Gens niederschlug, die die erste CD dieses Albums belegt. Harfenschlag dominiert die Begleitung durch die historischen Instrumente, wie es dem Sänger Orpheus zukommt. Die Sängerin gibt sich den Huldigungen an eine raffinierte Liebeskunst mit allen Finessen ihrer Stimme hin, mit Sanftmut, aber auch mit Furor wie beim Lamento di Arione auf einen Rospigliosi-Text. Ganz neu sind die Aufnahmen von Rossi-Arien und Duetten, die Pluhar für die anderen beiden CDs unter dem Titel „Arpa Davidica“ zusammengestellt hat. Hier kommt als zusätzlicher Reiz die unterschiedliche Stimmfarbe der drei Counter-Stars und der beiden Sopranistinnen hinzu, die sich wunderbar ergänzen: Orlińskis leichtzüngige Eleganz, Jarousskys androgyner Charme, Sabadus ̓ stürmische Verletzlichkeit, Céline Scheens humane Entrückung, Giuseppina Bridellis noble Koloratur. Der Liebeskranke lernt im Traum das Lachen – mit einem solchen Lichtblick eines anonymen Zeitgenossen bricht Orliński das Übermaß der Klagen auf, aber auch Jarousskys Schilderung eines liebeskranken Schäfers in einer virtuosen Arie von Giovanni Felice Sances ist nicht ohne Humor. Mit Instrumentalsätzen aus der Rossi-Oper „Il palazzo incantato“ ergänzt L ̓Arpeggiata die Arienfolgen. Ludwig XIV. wäre zufrieden gewesen. © Schaarwächter, Jürgen / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 15. November 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Joseph Haydn hat uns mehr als ein Dutzend Messen hinterlassen, die er zwischen den Jahren 1748 und 1802 komponiert hatte. Die auf dieser neuen Produktion der Akademie für Alte Musik zusammen mit dem exzellenten, von Justin Doyle dirigierten Berliner RIAS-Kammerchor präsentierte Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae kennen wir vielmehr unter dem Namen, den sie erst später erhielt: Missa Sanctae Caeciliae („Cäcilienmesse“).Es ist Haydns umfangreichste Messe und seine einzige festliche Kantatenmesse in lateinischer Sprache, die in abwechselnder Reihenfolge aus Arien, Instrumentalstücken und Chorgesang besteht. Man könnte sagen, dass Haydn mit der Komposition einen Meilenstein setzen wollte, indem er auf geschickte Weise die seiner Zeit entsprechend „moderne“ und die von seinen Vorgängern gepflegte „barocke“ Kompositionsweise miteinander kombinierte. In seiner ausführlichen, dem Komponisten gewidmeten Biografie erinnert Marc Vignal zu Recht daran, welch wichtigen Platz, genauso wie seine Streichquartette und Sinfonien, Haydns Messen in dessen Werk einnehmen, aber auch hinsichtlich des religiösen Schaffens seiner Zeit. Die vorliegende Einspielung, die anlässlich eines im Juni 2018 im Berliner Konzerthaus veranstalteten Konzertes entstand, ergänzt eine an Chorwerken bereits umfangreiche Diskografie des RIAS-Kammerchor, der bislang jedoch Haydns Meisterwerke noch nicht in Angriff genommen hatte. © François Hudry/Qobuz
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Symphonien - Erschienen am 25. Oktober 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klassik - Erschienen am 25. Oktober 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Welch eine musikalische Klangreise: von Mozarts Andante KV 315 über Carl Reineckes Konzert op. 283 und die Ballade op. 288, Ferruccio Busonis Divertimento op. 52 und Krzysztof Pendereckis Konzert zu Toru Takemitsus „I Hear the Water Dreaming“. Es ist eine Auswahl, die die tonlichen Besonderheiten der Flöte vor allem in der unteren und mittleren Lage ausdrucksvoll zur Geltung bringt. Natürlich fehlt es nicht an virtuosen Effekten in allen Registern, aber der romantisch-dunkle Grundton des Programms ist wunderbar komponiert. Träumte sich Mozart angesichts des noch allzu unvollkommenen Instruments seiner Zeit mit Tönen, die die Romantik vorausahnen, die anstehenden Innovationen im Instrumentenbau herbei, so hatte Carl Reinecke Maximilian Schwedler, den Soloflötisten „seines“ Gewandhausorchesters Leipzig, im Ohr. Dieser versuchte auf der Basis des Barocktraversos mit einem umfangreichen Mechanismus, der Böhm-Flöte eine historisch orientierte Klangfarbe entgegenzusetzen. Und mit Jean-Pierre Rampal wurde Penderecki letztendlich auch durch einen ganz außergewöhnlichen Widmungsträger beflügelt. Außergewöhnlich ist denn auch das, was Emmanuel Pahud aus dieser Zusammenstellung hervorzaubert. Neben der unglaublichen tonlichen Vielfalt und musikalischen Ausdruckskraft gerät seine technisch-virtuose Souveränität fast zur Nebensache. In den durchweg kammermusikalisch konzipierten Orchesterpartituren mit ihren teilweise raffinierten Bläsersätzen verschmilzt das Münchner Rundfunkorchester unter Ivan Repušić perfekt mit dem Ausnahmesolisten. © Arnold, Holger / www.fonoforum.de
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Symphonieorchester - Erschienen am 6. September 2019 | audite Musikproduktion

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Die Gesamtedition sämtlicher sinfonischer Werke von Edvard Grieg besticht vor allem durch die authentische Herangehensweise des Norwegers Eivind Aadland, die die Interpretationen des WDR Sinfonieorchesters Köln unter seiner Leitung prägt. Die erste LP dieser Reihe präsentiert zwei der bedeutendsten Sammlungen Griegs im 180g-Vinyl-Format: Zum einen Peer Gynt, die erste Suite aus der Bühnenmusik zu Henrik Ibsens Drama Peer Gynt, der Geschichte des „nordischen Faust", die Grieg zu einem tönenden Panorama des norwegischen Charakters inspirierte. Zum andern die vier Sinfonischen Tänze op. 64 von 1898, in denen Grieg seine Erfahrung als Dirigent der wichtigsten europäischen Orchester fruchtbar macht. Auf der zweiten LP dieser Grieg-Reihe ist die zweite Peer Gynt-Suite, der Trauermarsch zum Andenken an Rikard Nordraak sowie die bekannte Suite Aus Holbergs Zeit - eine Hommage an Ludvig Holberg, den scharfzüngigen „Molière des Nordens" - und Klokkeklang, eine fast impressionistisch aufgelöste Studie, die durch einen überraschend visionäreren Zug beim ansonsten eher konservativen Komponisten überrascht, zu hören. © audite
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Klassik - Erschienen am 30. August 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Mit ihrem Warner-Debüt legt Mariam Batsashvili eine herausragend feine Visitenkarte vor: Das Spiel der aus dem georgischen Tiflis stammenden, zum Schluss in Weimar ausgebildeten und schon international erfolgreichen Mittzwanzigerin klingt vom ersten bis zum letzten Takt ausnehmend klangschön und harmonisch. Sie zieht ihr Programm, das allzu Gängiges meidet, wohl aber die Vorläufer-Versionen von zwei der „Transzendentalen Etüden“ Liszts bietet, in durchgehend flüssigen Tempi und schlanker, alle Härten vermeidender Diktion durch. An Spannung und intensiver Profilierung der Themen ist da noch einige Luft nach oben. Aber als frühes Dokument einer „geborenen“ Pianistin verdient diese CD auf jeden Fall Beachtung. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 23. August 2019 | Bru Zane

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama
In deutschen Landen galt schon die Erstfassung von Gounods „Faust“ mit gesprochenen Dialogen (1859) als kitschig-blasphemische Attacke auf Goethes Tragödie. 1861 brachte Darmstadt sie als deutsche Erstaufführung, doch wurde sie dann über die Rezitativ-Versionen weithin vergessen. Das Palazetto Bru Zane legt nun eine penibel erarbeitete Einspielung dieser Urversion vor (auf der Basis der konzertanten Aufführung 2018 am Théatre des Champs- Élysées), mit einigen kaum bekannten Nummern wie das „Chanson du Scarabée“ des Méphistophélès, dem Terzett Faust/ Wagner/Siebel oder dem Abschieds-Duett Marguerite/Valentin aus dem ersten Akt – wobei „Scarabée“ sowie Duett und Terzett bereits im Anhang der Aufnahme von Michel Plasson (EMI, 1991) präsentiert wurden. Hinzu kommt im dritten Akt eine charmante Romanze des Siebel; zudem wurden einige der melodramatischen Passagen neu aufgezwirbelt. Exzellent Benjamin Bernheims Faust, nicht nur beim Schmankerl „Salut, demeure chaste et pure“, das er feinst phrasierend und differenzierend serviert (mit exemplarischem Gebrauch der voix mixte). Véronique Gens als Marguerite wirft neues Licht auch auf „abgewetzte“ Nummern wie die Juwelenarie; dass sie etwa im Schlussterzett ihre Dienstjahre nicht verleugnen kann, fällt kaum ins Gewicht. Jean-Sébastien Bou ist ein kerniger Valentin; Andrew Foster-Williams’ karikierender Mephisto scheint sich am Grand Guignol zu orientieren, und Ingrid Perrouche als Witwe Polte, Verzeihung, Marthe folgt ihm willig. Dirigent Christophe Rousset und seine Talens Lyriques schützen die „Faust“- Partitur mit einer akkurat artikulierten Auslegung vor jeder Anschuldigung als Kitsch. © Persché, Gerhard / www.fonoforum.de
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Kammermusik - Erschienen am 29. März 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Die vorliegenden sechs Bläserwerke waren zur Zeit ihres Entstehens „modern“ und bringen gerade durch ihre Beschränkung auf das Kammermusikalische die jeweilige Epoche höchst akzentuiert zum Klingen. Dabei haben sich die Sonate op. 47 von Milhaud (1918), die Serenade für Bläserquintett von Jolivet (1945) und das Bläserquintett von Nielsen (1922) fest im Repertoire etabliert, während Albéric Magnards Quintett op. 8 (1895) in Vergessenheit geriet. Ob sich „Osterlied“ (2016) von Philippe Hersant und „Mecanic Song“ (2006) von Thierry Escaich als Repertoirestücke durchsetzen können, wird die Zeit zeigen. Bessere Sachwalter als die fünf fabelhaften französischen Bläser (der aus Kroatien stammende Hornist Radovan Vlatković wurde hier „eingemeindet“) und ihr ständiger Pianist Eric Le Sage kann man sich nicht vorstellen. Dabei steht Französisch hier mit einer Ausnahme weniger für einen speziellen Klang, als für eine von spielerischer Leichtigkeit geprägte souveräne Virtuosität musikalisch-musikantischer Ausprägung. Anders als in der vorherigen Generation pflegen Flötist Emmanuel Pahud, Oboist François Leleux und Klarinettist Paul Meyer eine eher global-neutrale Tonkultur, das allerdings auf höchstem Niveau. Die besondere prägende Klangfarbe liefert Fagottist Gilbert Audin mit seinem speziell französischen Instrument („Basson“), das leider auch in Frankreich immer weniger anzutreffen ist. Erstaunlich, wie der Bläserbass hier die klanglichen Akzente setzt. Abgerundet wird diese hervorragende Bläserproduktion von einem adäquat vorzüglich gestalteten Booklet. © Arnold, Holger / www.fonoforum.de
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Gesangsrezitale - Erschienen am 14. September 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica
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Violinensolo - Erschienen am 25. Mai 2018 | LSO Live

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Instrumentalmusik - Erschienen am 23. Februar 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama
Eintracht ohne Eintönigkeit. Diese Aufnahme kam auf Initiative von Antoine Tamestit und dank der langjährigen musikalischen Verbundenheit zwischen dem Interpreten und dem Komponisten Jörg Widmann zustande. Das Wandeln des Solisten inmitten des Orchesters und das Eindringen seines Spiels in das Innerste der Werke lösen schöpferische Prozesse aus und lassen völlig neue Klangmischungen entstehen: Zwischen Komik und Ernst, Wildheit und Feinsinn wechselnd, entbirgt die Dramaturgie von Widmanns Musik deren einzigartige, ergreifende Schönheit und erhebt den Bratschisten zu einem wahren Helden – unüberhörbar! © harmonia mundi
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Duette - Erschienen am 20. Oktober 2017 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klaviersolo - Erschienen am 13. Oktober 2017 | Mirare

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Instrumentalmusik - Erschienen am 1. September 2017 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
Das Lugano Festival von 2015 war schon außerordentlich reich an ausgewählten und besonders mitreißenden Augenblicken gewesen (u.a. Trio von Brahms, Sonate für zwei Klaviere von Poulenc). Das Festival 2016 hat seinerseits beeindruckende Momente erlebt, denn die große Martha Argerich hatte sich entschlossen, zum ersten Mal nach mehr als dreißig Jahren Gaspard de la nuit wieder in der Öffentlichkeit zu spielen. Die Idee, sich an ihrem eigenen Erfolg vor vierzig Jahren zu messen, bereitete ihr zunächst große Sorgen – sie hatte 1974 für die Deutsche Grammophon eine Ravel-LP mit Gaspard, Sonatine und Valses nobles et sentimentales aufgenommen, die trotz enttäuschender Tonaufnahmen allen in bester Erinnerung geblieben ist. Ein Live-Erlebnis bringt jedoch den Zauber einer sich uneingeschränkt entfaltenden Klangfülle und der visuellen Präsenz. Der Ausdruck der Qualen des Gibet klingt lange nach, bei Skarbo sieht man regelrecht die Irrlichter flackern, während bei in der hell leuchtenden Ondine Anklänge an Liszt sowie an Une barque sur l'océan, das Ravel einige Jahre zuvor geschrieben hatte, zu hören sind. Die Berichte über dieses Lugano Festival 2016 fallen unterschiedlich aus als man es gewohnt ist. Zu Beginn eine echte Repertoirerarität: das Violinkonzert von Busoni in D-Dur (wie auch die von Beethoven, Brahms und Tschaikowsky), das die Opusbezeichnung 35 trägt (wie auch die von Tschaikowsky und Korngold), gespielt von Renaud Capuçon. Ein Werk für zwei Klaviere darf im Repertoire von Argerich nicht fehlen. So spielt sie hier mit Sergey Babayan die Sonate für zwei Klaviere KV 448 von Mozart, ein Stück, das sie seit einigen Jahren regelmäßig mit Freunden spielt. Nicht zu vergessen, das sehr aufrichtige Horntrio von Brahms mit dem Trio Capuçon, Angelich & Guerrier (2015 wurde eine unvergessliche Fassung ohne Horn aufgeführt) und vor allem die Violinsonate von Bach mit Martha Argerich und Tedi Papavrami, die uns völlig vergessen lässt, dass es noch fünf andere Werke von Bach für die gleiche Besetzung gibt, die wir von diesem Duo nicht hören können. Wie immer ist der Moment, den wir mit dem Tiempo & Lechner verbringen höchst anregend und viel zu kurz. Das Duo spielt hier zwei Tänze von de Falla. Beim Festival 2016 hat Argerich auch das Konzert in G-Dur von Ravel aufgeführt. Vielleicht nicht die außergewöhnlichste aller ihrer Darbietungen dieses Werkes, jedoch sind ihre Phrasierungen, ihre Akzente und ihre sehr persönlichen Nuancen so gefühlvoll und berührend wie nie zuvor. Möge das Festival von Lugano in einigen Jahren mit der Hilfe großzügiger Förderer, die sich wehmütig an all diese unvergesslichen Momente erinnern, wieder auferstehen. © PYL
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Klavierkonzerte - Erschienen am 11. August 2017 | audite Musikproduktion

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Hier hören wir die deutschen Rundfunk-Anfänge (bei RIAS in Berlin, um genau zu sein) von Nelson Freire im Jahre 1966 im Alter von 22 Jahren, mit einem eher ungewöhnlichen Repertoire: Die Lyrischen Stücke von Grieg, ziemlich weit entfernt von jeglicher Warhnehmung von Virtuosität und dann einige der schönsten Werke von Liszt, zu der die Ungarische Rhapsodie n° 5 (die der Komponist selbst „Helden-Wehmut“ nannte) und die Fünfte, die eher unter dem Namen Preludio bekannt ist. Zwanzig Jahre später, immer noch in Berlin aber nun im Jahre 1986, spielt der gleiche Freire das Secundo Concerto von Saint-Saëns in der Begleitung des Radio-Sinfonieorchesters Berlin, heute unter dem Namen Deutsches Sinfonie Orchester Berlin bekannt, unter der Leitung von Adàm Fischer. Es handelt sich hierbei um ein Rundfunk-Konzert, das öffentlich aufgenommen und live übertragen wurde. Schummeln gibt es also nicht. Diese faszinierenden Archive zeigen zum Einen die phänomenale Technik und Brillanz des erst 22-jährigen, brasilianischen Pianisten und zum Anderen einen reiferen, aber dennoch jugendlich-verspielt klingenden Freire. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 7. April 2017 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
Beethovens Bläserkammermusiken stammen ausnahmslos aus seinen jungen Jahren. Als frühestes Beispiel enthält das vorliegende reizvolle Programm das Trio G-Dur für Klavier, Flöte und Fagott WoO 37, das nachweislich noch in Bonn entstanden ist. Neben dem konzertanten Klavierpart bietet das dreisätzige Werk auch den Bläsern reichlich Möglichkeit zur solistischen Entfaltung. Den Wiener Oboenbrüdern Johann, Franz und Philipp Theimer verdanken wir zwei ungewöhnliche Werke für zwei Oboen und Englischhorn: Das viersätzige Trio C-Dur op. 87 und die Variationen über „Lá ci darem la mano“ aus Mozarts „Don Giovanni“. Diese beiden Trios erklingen hier jedoch in Bearbeitungen für Oboe, Klarinette und Fagott. Zweifellos ein Gewinn, denn im Vergleich zum monochromen Klangbild der drei Oboen gewinnen die Stücke so an tonlicher Vielfalt und erhalten durch das Fagott einen „echten“ Bass. Das bekannteste Stück ist die dreisätzige Hornsonate F-Dur op. 17, ein genialer Wurf des jungen Beethoven, die er dem Hornvirtuosen Giovanni Punto maßschneiderte. Der Reigen schließt mit dem Duo Nr. 3 B-Dur für Klarinette und Fagott. Wie schon bei ihren bisherigen Einspielungen faszinieren Les Vents Français mit beispielhafter Spieltechnik, ungemein farbiger Tongebung, perfektem Zusammenspiel und traumwandlerisch sicher erscheinender musikalischer Gestaltung. Als Hauspianist fungiert wieder Eric LeSage, dem es mit seiner fabelhaften Anschlagkultur immer wieder gelingt, wie ein weiterer Ensemblebläser zu klingen. Durch Gilbert Audin und sein französisches Fagott (Basson) erhält das Ensemble seine ganz eigene individuelle Note. Angesichts der Globalisierung des Musikbetriebs findet man dieses Instrument leider nur noch selten, da Orchester außerhalb Frankreichs es ablehnen. © Arnold, Holger / www.fonoforum.de
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Kunstlieder (Deutschland) - Erschienen am 3. März 2017 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
„Die schöne Magelone“ bietet die wunderbare Möglichkeit, mit wenig Personalaufwand eine vielschichtige romantische Erlebniswelt nachzugestalten und zu vermitteln, samt Mittelalter- und Orientflair. Voraussetzung für das Gelingen: Alle drei Mitwirkenden müssen über die suggestive Interpretationskraft verfügen, den langen Spannungsbogen durchzutragen und unter diesem viele kleine Szenen zu schaffen, die den Hörer in der Geschichte halten. Der Erzähler muss den einfachen Bericht von der glücklichen Liebe des provenzalischen Ritters zur südländischen Königstochter so gestalten, dass dessen intellektuelle Zumutungen aufgehen in der märchenhaften Gefühlswelt der Liebenden. Der Schriftsteller Martin Walser (Jahrgang 1927) schafft es mit seinen kleinen phonetischen Eigenheiten, dieser Anforderung gerecht zu werden und hat zudem dem Text von Ludwig Tieck den eigenen erzählerischen Tonfall angedeihen lassen. Insgesamt nimmt das gesprochene Wort auf dieser Doppel-CD dadurch allerdings überhand. Brahms selber war keineswegs der Meinung, dass die 15 Lieder der Einbettung in die Erzählung bedürfen. Wenn aber so musiziert wird wie von Christian Gerhaher und Gerold Huber, dann kann auch die dominante Rezitation den Liedern nichts anhaben. Huber legt mit klarem Ton und entschlossenem Zugriff nie Klangteppiche, sondern in sich schlüssige und sich gleichzeitig dem Gesang öffnende Klanggeflechte an, die zum intensiven Zuhören animieren. Und der Bariton Christian Gerhaher bringt Wortausdeutung und musikalische Parameter in ein derart überzeugendes Gleichgewicht, dass alles ganz natürlich wirkt. So fügt sich diese Aufnahme zu einem sehr stimmigen Gesamtbild, das dem Hörer eine ferne, fremde Welt vorführt, in der er sich doch bestens orientieren kann. © Schmitz, Johannes / www.fonoforum.de
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Kammermusik - Erschienen am 25. Februar 2017 | J. S. Bach-Stiftung

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Klassik - Erschienen am 20. Januar 2017 | Glossa

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Qobuzissime
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Mondonville neben Rameau einer der bekanntesten französischen Komponisten. 1793 zog er nach Paris, wurde Geiger am französischen Hof und 1744 Kapellmeister der Chapelle Royale in Versailles. Seine großen Motetten und Instrumentalwerke waren von außergewöhnlichem Erfolg, sowohl in Paris als auch in Versailles. 1742 komponierte er zum ersten Mal für die Académie Royale de musique und seine Werke wurden noch bis in die 1770er Jahre aufgeführt. Auch wenn er zu Rameaus größtem Rivalen zählte, so kennzeichnete ihn sein extrem italienischer Stil, der den Kompositionsstil Vivaldis an die französische Orchesterform anpasste. Wie sooft in Zeiten, in denen die Debatten um den musikalischen Nationalismus die Runde machten, wurde die Pastorale Isbé von 1742 öffentlich schlecht gemacht: das Libretto aufgrund seines Manierismus, die Partitur aufgrund ihrer Modernität. Heute ist nur eine einzige Quelle dieses Werks erhalten, eine unvollständige gedruckte Partitur, wobei die Angaben der Orchestrierung bezüglich der Blasinstrumente zu Wünschen übrig lassen…Die Partitur musste also überarbeitet werden, bevor sie der Einspielung dienen konnte. Man ist sofort von der überschwänglichen, instrumentalen Virtuosität verführt, die sich sowohl in den Ballettnummern als auch in den begleiteten Arien und Choralen bemerkbar macht. Gelegentlich komponierte Mondonville sehr originelle Effekte: drei Violoncello-Partien, um die Arie « Amour, dieu séducteur » zu begleiten, eine Komposition in Harmonien, die zu dieser Zeit eine Seltenheit waren, Geigen, die sich mit den Flöten vermischen (Divertimento des dritten Akts), das phänomenale Trio der Drei Hamadryaden und nicht zu vergessen: die außergewöhnlichen, einfallsreichen Rezitative. Der Stil ist vor diesem Hintergrund nicht der Rameaus - sein größter Rivale, dessen posthume Berühmtheit längst die von Mondonville überschritten hat. Zu Unrecht, denkt man sich spätestens nachdem man dieses Meisterwerk gehört hat. Eingespielt wurde es in Budapest mit dem Orchester Orfeo und dem Purcell Chor. © SM/Qobuz