Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Die Alben

100346 Alben sortiert nach Bestseller und gefiltert nach Klassik und 20,00 Fr. bis 50,00 Fr.
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 19. Januar 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet
Diese Aufnahme wurde in der Mennonitenkirche (Täufergemeinde) in Haarlem in den Niederlanden aufgenommen. Die stark nachhallende Akustik verleiht ihr eine etwas unwirkliche Aura, die perfekt zu den traurigen zeitlosen Gedichten von Wilhelm Müllers Winterreise in der Vertonung von Franz Schubert passt.Traum oder Alptraum, Schuberts überwältigend dichte Botschaft erfordert Künstler, die diese hoffnungslose Einsamkeit verkörpern können. Mark Padmore hatte den Zyklus schon mit Paul Lewis aufgenommen, der auf einem modernen Klavier spielte. Die Persönlichkeit und das Wiener Pianoforte von Kristian Bezuidenhout, Mark Padmores helle Tenorstimme (vermutlich Schuberts Stimme ähnlich, der den Zyklus selbst gesungen hat) geben diesen Liedern, die sich direkt an die Jugend richten, einen ergreifenden Ernst.Harmonisches Zusammenspiel bildet die wichtigste Arbeitsgrundlage der beiden Interpreten. Die in der Kunst des Sängers durchscheinende Affektiertheit wird durch die schlichte und zuverlässige Unterstützung des Pianisten ausgeglichen. Diese erstaunliche romantische Reise findet hier ungewöhnliche und beunruhigende Resonanzen, die ungeahnte Horizonte eröffnen. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 4. November 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet
Graf von Harrach, der seit 1728 die Habsburger in Neapel vertrat, war wie alle gebildeten Menschen seiner Zeit auch ein Musikliebhaber. Als er nach einem langen Aufenthalt in Italien zu seinem Lehen Rohrau in Niederösterreich zurückkehrte, brachte er allerlei Objekte, Gemälde und auch Partituren mit. Diese haben Maurice Steger, Virtuose des im Barock sehr beliebten "Flautino" zum vorliegenden Album inspiriert. Die Blockflöte ist klein, leicht zu stimmen, handlich und leicht zu transportieren. Zahlreiche Werke wurden speziell für sie geschrieben. Das erfrischende Programm dieses Albums stammt von einem Dutzend italienischer Komponisten. Neapel war zwar eines der wichtigsten Opernzentren auf der italienischen Halbinsel, doch die Instrumentalmusik entwickelte sich dort mit derselben Intensität. Der Schweizer Flötist Maurice Steger spielt auf acht verschiedenen Instrumenten Werke von Sammartini (zu dessen Spezialisten er gehört), Hasse, Caldara, Vinci und Leo, sowie andere Juwelen von Komponisten, die völlig in Vergessenheit geraten sind, aber durchaus zu dieser immensen Galerie neapolitanischer Musiker des 18. Jahrhunderts dazugehören. Sopranflöte, Tenorflöte der Renaissance, Altflöte oder Flöten, die die menschliche Stimme imitieren: eine beglückend reiche Palette an Affekten und besonderen Klangfarben. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES31,99 Fr.
CD21,39 Fr.

Klassik - Erschienen am 24. Dezember 2017 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet
Anstatt in einem Adventskalender mit albernen Bildern ein kleines Fenster aus Karton zu öffnen und sich den Bauch mit schlechter Schokolade zu füllen, warum nicht an jedem Tag im Advent ein kleines Chorstück des Tages genießen? Das ist die Idee - wie gut ist das! - des hervorragenden britischen ORA-Chores unter der Leitung von Suzi Digby: vierundzwanzig A-capella-Chorstücke, die fast alle zum zeitgenössischen britischen Repertoire gehören und von denen zwei speziell für das Ensemble komponiert und auch von ihm uraufgeführt wurden. ORA ist einer dieser brillanten Chöre aus dem angelsächsischen Gebiet, hier mit 24 hochkarätigen Stimmen, deren Ziel es ist, die Begeisterung der Renaissance für die zeitgenössischen Chormusik eines Byrd oder Tallis wiederaufleben zu lassen… daher seine oft zeitgenössischen Programme – wohlbemerkt weit von der atonalen, seriellen und angepassten Avantgarde der 70er- und 80er-Jahre entfernte zeitgenössische Musik: wir befinden uns im Umfeld der großen britischen Chormusik-Komponisten wie Vaughan Williams, Elgar, Holst, Parry, Stanford Berkeley, Finzi oder, unserer heutigen Zeit näher, Stars wie Rutter oder Tavener, deren Stil sich manchmal dem Jazz oder dem Gospel nähert. © SM/Qobuz
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 6. August 2021 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet
Nachdem er die Londoner Terroranschlägen von 2005 in Infra (2010), den Irak-Krieg in The Blue Notebooks (2003) und den Kosovo-Konflikt in Memoryhouse (2002) thematisierte, stellt Max Richter nun die Flüchtlingskrise in den Mittelpunkt von Exiles, das er im Sommer 2021 veröffentlicht. Auch wenn sein vielseitiges Werk zwischen Filmmusik, untypischen Neuinterpretationen klassischer Stücke, konzeptionellen Projekten und unerwarteten Kollaborationen wechselt, hat der deutsch-britische Komponist einen Teil seiner Musik regelmäßig in der Realität und in den Übeln seiner Zeit verankert. Hier wird sein Engagement mit einem neuen formalen Ansatz kombiniert. Exiles bringt verschiedene Materialien zusammen. Das zentrale Stück, das dem Album ihren Titel gibt, ist die Musik für ein Ballett, das für das Nederlands Dans Theater und seine Choreographen Sol León und Paul Lightfoot geschrieben wurde. Richters Virtuosität liegt hier in der Universalität des Themas dieses Werkes, das von den herzzerreißenden Streichern des Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi getragen wird. Intensität und Verzauberung stehen im Mittelpunkt dieser Musik, die mehr denn je von amerikanischen Minimalisten wie Philip Glass und Steve Reich, vor allem aber von dem estnischen Komponisten Arvo Pärt beeinflusst ist, den Richter während der Aufnahmen besuchte... Er vervollständigt Exiles mit einer Orchesterversion einiger der emblematischsten Kammermusikwerke aus seinem Katalog: On the Nature of Daylight aus The Blue Notebooks, Infra 5 aus Infra, The Haunted Ocean aus der Filmmusik Waltz with Bashir und Sunlight aus Songs from Before. In diesem symphonischen Kontext offenbart die Musik von Max Richter neue Schattierungen, die sich durch die unendliche Wiederholung des Motivs der Komposition Exiles im Laufe der Minuten noch verstärken... Doch im Kontext betrachtet, gelingt es all diesen scheinbar autonomen Musikstücken, ein Ganzes zu bilden. Eine Einheit, die die starke Persönlichkeit dieses Pioniers der zeitgenössischen neoklassischen Szene widerspiegelt und ein Etikett, über das immer wieder diskutiert wird. Doch ob Pionier oder nicht, Exiles bleibt ein faszinierendes diskografisches Objekt. Ein Werk, das mehr denn je Raffinesse, Einfachheit und Schönheit vereint. Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES63,99 Fr.
CD45,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 1. Januar 2014 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Qobuz' Schallplattensammlung
Ab
HI-RES26,49 Fr.
CD22,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 5. März 2021 | Modern Recordings

Hi-Res
Pat Metheny ist immer bereit, sich in Frage zu stellen und deshalb vollbringt er hier erneut einen Doppelsalto rückwärts mit einem eindeutig hybriden Album, zu dem er fünf Kollegen eingeladen hat, die genauso virtuos sind wie er selbst. Für Road to the Sun bat der amerikanische Gitarrist den derzeitigen Meister der klassischen Gitarre Jason Vieaux, seine Gitarrensuite Four Paths of Light zu spielen. Road to the Sun ist das Kernstück der Platte, ein Opus in sechs Sätzen, das vom Los Angeles Guitar Quartet (John Dearman, William Kanengiser, Scott Tennant und Matthew Greif) gespielt wird. Metheny selbst, der das Ganze entworfen und arrangiert hat, interpretiert am Ende auf seiner 42-saitigen Gitarre ein Solo: Arvo Pärts Für Alina. Diese ursprünglich für Klavier geschriebene Komposition, mit der das Album ausklingt, ist für den Interpreten eine Gelegenheit, ein weiteres Mal in seiner schlichten Art mit unübertrefflicher Genauigkeit zu brillieren… Solche Abstecher zu „Hits“ wie diesen hier macht er nicht zum ersten Mal, denn er hatte nicht zuletzt auch Steve Reichs Electric Counterpoint eingespielt. Diesmal jedoch schlägt er einen komplizierteren Ton an und manchmal nimmt er Werke von Komponisten wie Francisco Tárrega als Ausgangspunkt. Metheny ist jedoch nach wie vor unverkennbar. Und seine farbklangliche Palette ist jeden Augenblick aus dieser Platte herauszuhören, die alle Liebhaber von klassischen und anderen Gitarren entzücken wird. © Max Dembo/Qobuz
Ab
HI-RES54,49 Fr.
CD38,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 21. Mai 2021 | ECM New Series

Hi-Res Booklet
Diese neue Einspielung der Brahms-Klavierkonzerte dürfte aus einer Reihe von (guten) Gründen ein Meilenstein sein. Einerseits wegen der hervorragenden Interpreten, andererseits aufgrund der Aufnahme eines ungewöhnlichen Repertoires in den Katalog von ECM, dem renommierten Label, das 1969 von Manfred Eicher zur Förderung zeitgenössischer Musik gegründet wurde. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Kriterien, wie beispielsweise die Tatsache, dass András Schiff gleichzeitig als Pianist und Dirigent agiert - und zwar bei Werken, die in beiderlei Hinsicht einen hohen Vorbereitungsaufwand einfordern. Und nicht zuletzt wäre die Tatsache zu erwähnen, dass diese Musik auf historischen Instrumenten gespielt wird, ein attraktives Merkmal dieser fesselnden Aufnahme. Hier verschmilzt The Orchestra Of The Age Of Enlightenment mit den Klängen eines großartigen Blüthner-Klaviers, das um 1859 in Leipzig gebaut wurde, wobei das Datum nach der Zerstörung fast aller Archive des Herstellers während des Zweiten Weltkriegs ungewiss bleibt.Die Flüssigkeit des inspirierten Spiels von András Schiff wird durch die leichte Mechanik des Klaviers mit seinen manchmal kristallinen Tönen ergänzt, aber mit all der Kraft (besonders in den Bässen und Höhen) des ehrwürdigen Instruments, das Brahms selbst gespielt haben könnte. Aufgenommen im Dezember 2019 in den Londoner Abbey Road Studios, profitieren diese beiden Konzerte von einer Aufnahme, die den Dialog zwischen dem Pianisten und dem Orchester besonders hervorhebt, wobei letzteres vom kraftvollen Eröffnungstutti des d-Moll-Konzerts bis zu den freudigen Schlusstakten des B-Dur-Konzerts mit Leidenschaft glänzt. Es gibt nicht viele Aufzeichnungen, die diese Einzelheiten in solch einer Art präsentieren. Hervorragend! © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES63,99 Fr.
CD45,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 9. Juli 2021 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res
Es ist rar, dass der polnische Pianist Krystian Zimerman Studioaufnahmen veröffentlicht. Diese Seltenheit ist jedoch nicht nur seinem hohen Anspruch geschuldet, sondern stellt gleichzeitig auch eine hervorragende Marketingstrategie dar. Der Pianist überlässt nichts dem Zufall, er durchforstet Partituren auf der Suche nach Antworten auf seine musikalischen und organologischen Fragen, sowohl was den Stil als auch die Mechanik und die Möglichkeiten seines Instruments betrifft. Dabei reist er mit seinen eigenen Steinway-Klavieren um die Welt, baut sie ab und für jedes Konzert selbst wieder auf.Eine erste Gesamtaufführung der Beethoven-Konzerte wurde 1989 für denselben Verlag in Wien mit Leonard Bernstein begonnen, die aber leider durch Bernsteins Tod unterbrochen wurde und Zimerman dazu zwang, die ersten beiden Konzerte von seinem Klavier aus zu dirigieren. Die Nähe und sein Verständnis zu Beethoven gleicht dem von Sir Simon Rattle, mit welchem er gerade eine zweite Gesamtaufnahme abgeschlossen hat, diesmal in London mit dem London Symphony Orchestra. In diesem so vielfältigen Korpus, der am Ende des 18. Jahrhunderts beginnt und bis in die Romantik reicht, finden wir Krystian Zimermans hyperartikuliertes Spiel, das den Beethovenschen Linien eine außergewöhnliche Lesbarkeit verleiht. Um ihn herum singen und dialogisieren die fabelhaften englischen Musiker unter der sehr lyrischen Leitung von Rattle, der besonders auf die kleinsten Absichten des Pianisten achtet - und das sind nicht wenige.Wenn die Weltpandemie die musikalische Herangehensweise nicht verändert hat, so hat sie doch andererseits die räumliche Anordnung der Orchester tiefgreifend umgestaltet. In ihrer prächtigen Heimat St. Luke’s – einer Kirche aus dem achtzehnten Jahrhundert im Herzen Londons, die Anfang der 1960er Jahre nach einem schrecklichen Erdrutsch aufgegeben und Anfang des 21. Jahrhunderts für das London Symphony Orchestra rehabilitiert wurde – mussten sich die Musiker nach strengen Gesundheitsvorschriften aufteilen. Die Schutzschirme zwischen den Notenpulten, der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Streichern und 2 Metern zwischen den Holz- und Blechbläsern beeinträchtigten jedoch nicht die Kohärenz und Klangpracht der Aufnahme. „Ich fühlte mich, als würde ich Rauchzeichen über einen Berg blasen“, kommentierte Rattle und fügte hinzu, dass es uns daran erinnerte, „wie wichtig und rein Beethovens Musik ist, ein wunderbarer Mensch, mit dem man sich am Ende einer so seltsamen Zeit unterhalten kann.“ Und auch beim Zuhören kommt diese Botschaft mit unbeschreiblicher Ausdrucksintensität an. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD23,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 9. April 2021 | Sony Classical

Hi-Res Booklet
Der Dirigent, Schauspieler und Parfümeur Teodor Currentzis lädt mit diesem neuen Meilenstein aus seiner aktuellen Arbeit an einer Gesamtausgabe der Beethoven-Sinfonien zu einem berauschenden Fest voller Rhythmus und Energie ein. Dem griechischen Dirigenten zufolge besitzt die 7. Sinfonie in A-Dur die vollkommenste Form, die je in der Gattung der Sinfonie geschaffen wurde. „Jede Note hat ihren Platz in einer absoluten Symmetrie", sagt Currentzis, der die Sinfonie mit „den fließenden Linien eines griechischen Tempels – insbesondere im dorischen Stil“ vergleicht. Die Struktur der Siebten ist „in der Tat äußerst komplex", sagt Currentzis. „Das Geheimnis besteht darin, in die Musik einzutauchen, der Frische und dem Licht entgegen, sich dann schwungvoll zum sakralen Tanz des zweiten Satzes und von dort zum Scherzo und zum tänzerischen Finale zu bewegen. Es ist eine Art Reise in die Frische, zu neuer Vitalität, die Entstehung einer neuen Zelle in einer widersprüchlichen Welt.“ Teodor Currentzis, der seine MusicAeterna perfekt zu führen versteht, bietet uns eine Version von großer Raffinesse, in der zwischen jedem Pult die Luft zu zirkulieren scheint, die bis in kleinste Details sorgfältig erarbeitet wurde und mit Kontrasten und einer Palette von Nuancen spielt, die wir schon lange nicht mehr gewohnt sind, ohne die Effekthascherei und Exzentrik, die diesem Interpreten manchmal vorgeworfen werden. Die fantastische Akustik im großen Saal des Wiener Musikvereins, in dem dieses Album im Sommer 2018 aufgenommen wurde, rundet den Eindruck von Beschwingtheit und Fülle dieser neuen Version ab, die sich zu hundert anderen hinzugesellt. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES54,49 Fr.
CD38,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 8. Oktober 2021 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet
»Dieses Album spricht in vielerlei Weise von Liebe: von der romantischen Liebe zwischen Mann und Frau, der Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern, und der Liebe zum Schöpfer.« Daniil Trifonovs Album "Bach: The Art of Life" ist ein Ausflug in Bachs musikalisches Lebenswerk, mit welchem er die wissenschaftlichen, emotionalen und geistigen Dimensionen des Komponisten erkundet. Der russische Ausnahmepianist, der sonst so für seine romantischen Interpretationen von Rachmaninow oder Chopin gefeiert wird, erweitert nun seine Deutsche Grammophon Diskografie mit barocker Klaviermusik und präsentiert uns ein unglaublich spirituelles Repertoir von Bach und seinen Söhnen. Im Zentrum des Albums steht Bachs spätes Meisterwerk Die Kunst der Fuge, welches innerhalb seiner zehn letzten Lebensjahre entstanden ist. Die dem Stück zugrunde liegende Polyphonie war für Bach ein zentrales Mittel, um seine Umwelt musikalisch zu deuten. Anfang und Mitte des 18. Jahrhunderts - und demnach zu einer Zeit vor der Aufklärung - galt Musik, genauso wie andere wissenschaftlichen Disziplinen, als Ausdrucksmittel zur Erklärung der Naturgesetze und somit Gottes Wille. Die somit hochspirituelle Intention repräsentiert für Trifonov daher »die bahnbrechende musikalische Umsetzung von Bachs persönlichem, geistlichem, wissenschaftlichem und humanistischem Wissen«. Doch nicht nur allein Bach, sondern auch ein großer Teil seiner Nachkommen geben dem Programm seine Einzigartigkeit. Das gemeinsame Musizieren war im Hause Bach fest in den Alltag integriert, wobei jedes Kind seinen individuellen Stil entwickelte. Das dafür von Bach selbst zusammengestellte Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach fasst diese persönlichen und intimen Familienstudien auf Papier zusammen und Trifonov ergänzt dies unter anderem mit Johann Christoph Friedrich Bachs Variationen "Ah, vous dirai-je, maman" sowie Werken von Johann Christian, Wilhelm Friedemann sowie Carl Philipp Emanuel Bach. Höchste technische Präzision und künstlerische Hingabe kennzeichnen die Einspielungen, wobei es Trifonov gelingt, der polyphonen Musik nicht nur nicht als herausragender Virtuose gerecht zu werden. Durch sein sensibles und tiefgründiges Verständnis gegenüber dessen Philosophie und Kompositionen ermöglicht er den Zuhörern einen umfassenden Einblick in Bachs Leben und musikalisches Erbe. © Lena Germann/Qobuz
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 5. März 2021 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet
Das blumige Coverfoto lässt nicht ahnen, dass Hilary Hahns Album "Paris" drei bewegende Werke für Violine aus dem späten 19. Jh. und dem Beginn unseres Jahrhunderts enthält. Die wunderbaren Zwei Serenaden, die Einojuhani Rautavaara 2015 und 2016 für die amerikanische Geigerin geschrieben hat, preisen seine Heimat. Dazu kommen Erinnerungen an impressionistische Musik und an den unumgänglichen Schostakowitsch – schon ab dem ersten Geigenthema. Das Werk erinnert oft an Samuel Barber und Vaughan Williams. Vielleicht hatte sich der finnische Komponist von den Aufnahmen seiner "Auftraggeberin" vom Violinkonzert des Amerikaners (Sony Classical) und von The Lark Ascending des Briten (Deutsche Grammophon) inspirieren lassen. Im ersten der beiden Stücke, der Serenade pour mon amour, hat Rautavaara Hilary Hahns besonderen Geigenklang – eher dunkel als leuchtend, in den mittleren Lagen warm, nie ganz und gar strahlend – bestens berücksichtigt. Mikko Franck kennt die Musik seines Landsmannes genau und dirigiert die beiden Werke mit einem Orchestersatz, der schillernden Girlanden gleicht, mit Elan: Oft macht sich ein ganz und gar finnisches Gefühl resignierter Melancholie bemerkbar. Auch Prokofjews Erstes Violinkonzert (1916-1917) interpretiert Hilary Hahn mit mehr Innigkeit als Brillanz. Dagegen ist Lisa Batiashvilis lichte Version (mit Yannick Nézet-Séguin, Deutsche Grammophon 2018) strahlender und abwechslungsreicher akzentuiert, wenn auch manchmal etwas reißerisch. Vilde Frang gelang für ihr erstes Album, das 2009 bei EMI Classics erschien, eine faszinierende Aufnahme von diesem Konzert, die durch ihre geisterhafte Atmosphäre und exzentrische Poesie bezaubert. Die vorliegende Interpretation von Hilary Hahn mit den vielleicht etwas eigenwilligen Klangfarben des Orchestre Philharmonique de Radio France wirkt eher zurückhaltend und melancholisch! ... Schade, dass sie dieses Werk erst jetzt aufgenommen hat. Denn sie hat es vielerorts schon strahlender und großartiger gespielt (z.B. mit Lorin Maazel und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks). Das abschließende Poème von Chausson ist überzeugender: eine Interpretation in Form eines Gebetes. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 19. Februar 2021 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen Diapason d'or
Pianist Benjamin Grosvenor, who has made a close study of historical Liszt recordings, says that there are passages where one feels that Liszt might not have played the music the same way each time. Liszt was, after all, a matinee idol first and foremost and one who cultivated an image of unpredictable genius. Some pianists stress the monumental nature of the Piano Sonata in B minor; some emphasize the experimental nature of the composer's music, its chromaticism, and its jagged, irregular surfaces. Grosvenor, though, is one of a comparative few to enter into its quasi- (or maybe not-so-quasi-) improvisatory qualities. Consider first and foremost the Sonata, where Grosvenor leads the audience into thickets where one is unsure which path will be followed next, only to resolve everything in the end in a way that makes it seem inevitable. The rest of the program follows logically from this beginning. The Années de Pèlerinage suggest the narrative quality of the sonnets that furnish their program. Grosvenor concludes brilliantly, with the Réminiscences de Norma, a rarely heard operatic paraphrase that is even more likely than the other works to have had improvised elements in performance, and the Ave Maria, S. 558, after Schubert, where equilibrium is finally reached. The world might not seem to have needed another Liszt B minor sonata, but this one has been commercially successful, and it is easy to hear why. © TiVo
Ab
HI-RES71,95 Fr.
CD47,95 Fr.

Klassik - Erschienen am 2. Oktober 2015 | Naxos

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES52,99 Fr.
CD45,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 28. Mai 2021 | Sony Classical

Hi-Res Booklet
Konzeptalben sind heute – mit unterschiedlichem Erfolg – sehr beliebt. Der Pianist Leif Ove Andsnes, der seit langem für seine Ernsthaftigkeit und außergewöhnliche Musikalität bekannt ist, hat sich für das vorliegende und das unmittelbar folgende Album auf zwei wichtige Jahre aus Mozarts Leben konzentriert. Mozart befand sich im Jahr 1785 auf dem Gipfel seiner Schaffenskraft. Er war gerade in die Freimaurerei eingeweiht worden, die damals in Wien stark verbreitet war, vollendete die seinem Freund Haydn gewidmeten 6 Streichquartette, begann mit der Komposition der Hochzeit des Figaro und gab zahlreiche "Akademien", wo er seine eigenen Werke auf dem Klavier spielte. Leif Ove Andsnes beschäftigt sich in seinem Projekt mit dieser fruchtbaren Zeit und stellt drei sehr unterschiedliche Klavierkonzerte aus demselben Jahr vor: das dramatische in d-Moll (Nr. 20, KV 466), das leuchtende in C-Dur (Nr. 21, KV 467) und das redselige in Es-Dur (Nr. 22, KV 482), das auch das längste (33 Minuten) und eines der originellsten ist. In diesem Jahr entstanden auch die Fantasie in c-Moll, die an den exzentrischen Carl Philipp Emanuel Bach zu erinnern scheint, die Maurerische Trauermusik in der gleichen dunklen Tonart und das Klavierquartett in g-Moll, einer weiteren Tonart, in der Mozart mehrere Meisterwerke schrieb Als Pianist, Kammermusiker und Dirigent bietet uns Leif Ove Andsnes hier ein ebenso historisch stimmiges wie musikalisch gelungenes Album. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD21,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 12. Oktober 1999 | Sony Classical

Hi-Res Booklet
In August-September 1965 (February 1967 for Op.55 No.2) Rubinstein, then 79 years old, recorded for RCA these 19 Nocturnes here reissued — following Chopin's wishes, Rubinstein never performed or recorded the two unpublished nocturnes that fill out many recorded sets. Between effusion and restraint near-ideally balanced, and in a true, fair and alert tone, Arthur Rubinstein stands apart, in addition to his incomparable rubato, by a spontaneity and youth of heart with which he animates these pieces; bathed in light and colors, they are no longer melancholic only. (Qobuz) "The set of Nocturnes Rubinstein recorded in 1965 is unmatched: a miraculous balance of singing line, tonal luster, poetic nuance, romantic fancy and classical form." (Washington Post) "A strong, eloquent version, played without pathos" (France Musique)
Ab
HI-RES54,49 Fr.
CD38,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 25. Juni 2021 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet
Mit dieser Veröffentlichung setzen Andris Nelsons und das Boston Symphony Orchestra ihren Schostakowitsch-Zyklus fort. Das neue Doppel-Album spannt einen höchst aufschlussreichen Bogen von Schostakowitschs erster Symphonie bis zu seinen letzten Werken in diesem Genre. Fast ein halbes Jahrhundert kreativer Arbeit liegen zwischen den Entwürfen zur Sinfonie Nr. 1, mit denen Schostakowitsch bereits als Teenager begann und den Spätwerken, die sich in abstrakter Weise mit der Angst vor dem Tode und den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen. „Schostakowitsch war weder ein Egoist noch ein Exzentriker“, sagt Andris Nelsons dazu, „aber nach Stalins Tod 1953 geht es in seiner seiner Musik mehr um Schostakowitsch selbst“. © Deutsche Grammophon
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 6. November 2020 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res
Auf seinem letzten Album "re:member" experimentierte der isländische Komponist und Multiinstrumentalist Ólafur Arnalds unter Hinzunahme von Synthesizern, elektronischen Loops, Live-Drums sowie einem Streichquartett mit selbstspielenden Stratus-Klavieren. Zuletzt bestritt er eine umjubelte Welttournee mit über 140 Konzerten. Nun veröffentlicht er mit "Some Kind Of Peace" eine intime Platte, auf der er Sampling-Techniken benutzt und ein paar befreundete Musiker*innen eingeladen hat. Im Vorfeld der Veröffentlichung erzählte Arnalds, dass er die Hörer dazu bewegen wolle loszulassen sowie das Leben anzunehmen und auf das zu "reagieren", was es uns "bringt". Die Stücke fungieren als musikalische Lebensgeschichte, geleitet von seinen Gefühlen und Stimmungen. Schon das beginnende "Loom", das gemeinsam mit Bonobo entstand, kommt um einiges elektronischer daher als seine früheren Tracks, wenn inmitten ambienter Pop- und Klavier-Klänge ein verhuschtes Gesangs-Loop auftaucht, das nach und nach immer mehr in den Vordergrund rückt, beinahe tänzelt. In "Woven Song" hört man neben introvertierten Piano- und ruhigen Streicher-Tönen auch ein Gesangssample aus einem Icaro, das bei den indigenen Menschen in Südamerika umgangssprachlich für ein amazonisches Heilungslied steht. Danach gesellen sich auch mal ein paar melancholische, orchestral geprägte Songs hinzu, die sich Arnalds-typisch bis zu einem bildhaften Höhepunkt steigern, um dann wieder sanft abzuebben. Dabei überschreitet der Isländer glücklicherweise nie die Grenze zum Kitsch. Das liegt auch daran, dass er seine Stücke mittlerweile kompakter gestaltet. Seine Musik strahlt mittlerweile mehr Frieden aus, was "Still / Sound" im Anschluss verdeutlicht, wenn die Klavierfiguren zurückhaltend vor sich hin tänzeln. Gegen Mitte bringen die Streicher mehr Nachdenklichkeit ins Spiel. "Back To The Sky" bildet danach mit schwerer Elektronik, warmen, eleganten Streichern und der hauchenden, weiblichen Stimme JFDRs eine eingängige, fast schon klassische Elektro-Pop-Nummer, in der die einzelnen Komponenten natürlich miteinander verschmelzen. "The Bottom Line" fällt als weiterer Gesangstrack deutlich melancholischer, aber nicht weniger elegant aus und führt mit dramatischen Streichern und repetitiven Piano-Tönen durch weite Soundlandschaften, die Josin mit ihrer zerbrechlichen, erdigen Stimme traurig streift. Diese weiblichen Gast-Vocals eröffnen eine weitere Ebene in Arnalds' Musik. Sonst verlässt sich der Isländer ganz auf seine kompositorischen Qualitäten. Der Schönheit der Musik kann man sich dabei nur schwer entziehen, etwa wenn man in "New Grass" lieblichen Piano- und wogenden Streicher-Sounds begegnet, die etwas Tröstendes vermitteln. Mehr Intimität weist demgegenüber "We Contain Multitudes" auf, das aus einer nächtlichen, verlorenen Klavier-Melodie besteht, die in ihrer Einfachheit unmittelbar ins Herz geht. Viel Gefühl gibt es auch im abschließenden "Undone", wenn nach verhaltenen Tasten-Tönen und Spoken Words ergreifende Streicher-Klänge immer dramatischer anschwellen. Insgesamt kommt die spontane Herangehensweise der Platte ziemlich zu Gute. Gerade das Wechselspiel aus verschiedenen Stimmungen, die sowohl die Höhen als auch die Tiefen des Lebens widerspiegeln, macht "Some Kind Of Peace" zum bislang rundesten Werk des Isländers. © Laut
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 14. August 2020 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet
Wie soll man einer solch prominenten Besetzung widerstehen? Im Januar 2020 reiste der 87-jährige John Williams nach Wien, um die Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins zu dirigieren. Früher wäre der Klang der Aufnahme dem Ereignis ebenbürtig gewesen, spektakulär, grandios, strahlend und präzise in den Details. Dennoch ist es ein Vergnügen, so gut konzipierte und meisterhaft in prächtigen Farben instrumentierte Musik zu hören (Unheimliche Begegnung der dritten Art, 1977, Spielberg, oder auch Der Weiße Hai, 1975, auch Spielberg). Im Teufelstanz der Hexen von Eastwick (George Miller, 1987) beweist die Geigerin Anne-Sophie Mutter ihre ganze Virtuosität, bezaubert durch ihr unerhört dichtes Spiel, ohne Angst vor Geschmacksverirrung, wie sie ihr oft vorgeworfen wird! Es wäre schön, wenn die Wiener Philharmoniker ihre diskographische Erkundung der Hollywood-Musik fortsetzen und sich auch an andere Komponisten wie Bernard Herrmann, Erich Wolfgang Korngold, Copland wagen würden. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 5. Februar 2021 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet
In der Fülle der Beethoven-Alben, die 2020 veröffentlicht wurden, sind manche erfolgreicher als andere, wie zum Beispiel diese Einspielung der Missa Solemnis, eines absoluten Meisterwerks der abendländischen Musik, unter der Leitung von René Jacobs, der mit seiner jüngsten Aufnahme der Leonore (Urfassung von Beethovens Oper Fidelio) die Musikwelt für sich eingenommen hat. Die 1824 komponierte Missa Solemnis– nach René Jacobs (der weiß, wovon er spricht!) "ein raues und unbequemes Werk, das dem Narzissmus der Sänger keinen Raum lässt"– ist die große Schwester der Neunten Sinfonie, mit der sie den Glauben an den Menschen mehr als an die Gottheit gemeinsam hat. Diese im Mai 2019 in Berlin aufgenommene Version geht so unter die Haut, als wäre sie ein Konzert. Das demütige und tiefgründige Kyrie bringt Finsternis und Einkehr, bevor das Gloria wie ein leidenschaftlicher Ruf nach Frieden und Brüderlichkeit aus der Brust der gesamten Menschheit hervorbricht und den weiteren Fortgang dieser herrlichen Interpretation bestimmt. Der RIAS Kammerchor legt hiermit einen weiteren Baustein auf ein diskographisches Werk von unglaublicher Qualität. Dazu kommen ein seltener instrumentaler Feinschliff und vier Solisten, die (ohne jeden Narzissmus?) die Ausdruckskraft des Ensembles ergänzen. Es ist der ganze Beethoven, mit seinem Idealismus, seiner Zärtlichkeit und auch seiner Art, mit einem heiligen Donnerwetter den Frieden zu erschlagen. "Er würde mit Kanonen auf Spatzen schießen...", soll Goethe einmal gesagt haben... © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES54,49 Fr.
CD38,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 13. August 2021 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet
Mit seinen erst 26 Jahren weist Jan Lisiecki bereits eine erstaunlich umfangreiche und produktive Diskographie auf. So wundert es nicht, dass er bereits ein Jahr nach seinen letzten Aufnahmen sein inzwischen achtes Deutsche Grammophon-Album veröffentlicht. Mit Chopins Nocturnes kehrt der kanadische Pianist zurück zu seinen Anfängen als Klavierspieler, zurück zur Einfachheit. Die Zeit der Pandemie lässt so manche musikalische Talente im Studio aufblühen und darunter fällt auch Jan Lisiecki. Aufgenommen im letzten Herbst in Berlins berühmten Meistersaal, beschreibt der Pianist, wie er durch den gesellschaftlichen Stillstand ein neues Verständnis von Zeit und Arbeit sowie seiner Beziehung zu Musik gelernt hat: “Es waren die angenehmsten und entspanntesten Aufnahmesitzungen, die ich je erlebt habe; sie waren perfekt für die Nocturnes. Ich konnte mich mit jedem Stück in meinem eigenen Tempo beschäftigen und mit allen auf eine Weise leben, die sich völlig natürlich und organisch anfühlte”. Schon von Kindesalter an war Lisiecki mit dem polnischen Komponisten auf eine besondere Weise verbunden. Es waren die Nocturnes - besonders Op. 9 No. 1 -, die ihm die Tür zu Chopin öffneten und die ihn bis heute begleiten. Auf insgesamt 21 Stücken, die der Komponist zwischen 1829 und 1847 schrieb, nimmt uns der Kanadier mit in eine Welt voller Emotionen, Klangfarben und den so typisch für Chopin verwunschenen, melodisch-kantablen Phrasen, untermalt von einer mannigfaltigen Harmonieführung. Es handelt sich um eine Gattung, die zur damaligen Zeit relativ neu war und dem Abend und der Nacht gewidmet ist - einem Zustand, der die persönlichen Emotionen und Gedankenwelt eines jedes Interpreten viel Gestaltungsfreiheit ermöglicht und welcher sich Lisiecki völlig hingibt. Extrem simpel, gefühlvoll und erstaunlich langsam gleiten die einzelnen Nocturnes auf den Tasten dahin, fast als wäre der Pianist zu bescheiden seine Virtuosität zu zeigen, doch ganz im Sinne Chopins, der selbst über Musik sagte: “Einfachheit ist das höchste Ziel”. © Lena Germann/Qobuz