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Die Alben

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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 1. Juni 2015 | deutsche harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Choc de Classica
Offenbar ist die Suche nach bislang unbekanntem Repertoire in Archiven ein Privileg der Mezzosopranistinnen. Anders als Cecilia Bartoli mit ihrer angeblichen Entdeckung der Qualitäten von Agostino Steffani, legt Ann Hallenberg wirklich weitgehend unbekanntes Material vor. Zusammengehalten wird dies alles von der Opernheldin Agrippina beziehungsweise korrekter: von den drei Agrippinen, denen in diversen Opern unter sehr verschiedenen Titeln eine bedeutende Rolle zukam. Zeitlich spannt sich der Bogen von 1676 bis 1751, sodass für genügend stilistische Abwechslung gesorgt ist. Abgesehen von den Arien Händels und Telemanns handelt es sich um Ersteinspielungen, die zeigen, dass auch andere Komponisten sehr wirkungsvolle Wutarien schreiben konnten. In diesen kann Ann Hallenberg ihr unglaublich geläufiges Organ so richtig zur Schau stellen. Was sie da etwa in Grauns „Mi paventi“ an Stimmakrobatik vollführt, ist schlichtweg – zumindest für den Hörer – atemberaubend. Vor allem auch deswegen, weil sie selbst bei derartigen Grenzgängen noch glaubhaft und natürlich wirkt. Auf der anderen Seite gelingen ihr in den langsamen Arien aber auch sehr berückende Momente. So sind die Verzierungen im Dacapo von Porporas „Con troppo fiere immagini“ schlichtweg stupend. Leider bleibt die instrumentale Begleitung gegenüber der sängerisch überragenden Darstellung zurück, fehlt dem Pomo d’Oro doch eine gehörige Portion von Sinnlichkeit und Schmelz. Dass bei einer insgesamt sehr kleinen Besetzung ein Kontrabass eingesetzt wird, gehört nicht zu den cleversten Entscheidungen, bringt dieser doch die Klangfarben gehörig durcheinander. Vielleicht hätte dieses Problem durch die Aufnahmetechnik entschärft werden können; man hätte es Ann Hallenberg jedenfalls aus vollem Herzen gewünscht. © Emans, Reinmar / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 31. März 2014 | naïve classique

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Editor's Choice - Hi-Res Audio
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Klassik - Erschienen am 6. November 2015 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Record of the Month - 4 étoiles Classica
Das Libretto von „Partenope“ ist eines der besten, die Händel jemals vertonte, denn die moralische Entwicklung der fünf Protagonisten entspricht genau ihrem Charakter, und die Handlung dieser „seriösen Komödie“ vermeidet jene bisweilen an den Haaren herbeigezogenen Wendungen, mit denen manch andere Barockoper auf ihr „lieto fine“ zusteuert. Auch musikalisch ist alles vom Feinsten. Umso mehr überrascht, dass dieses Werk auf Bühne und Tonträger weit weniger Beachtung findet, als es verdient hätte: Nach Sigiswald Kuijkens verdienstvoller Ersteinspielung (1979) und einem nichtkommerziellen Mitschnitt von Nicholas McGegans Göttinger Aufführung (2001) hatte bislang nur noch Christian Curnyn dieses Werk auf CD vorgestellt (2005). Riccardo Minasis Einspielung übertrifft diese Produktionen insgesamt deutlich, und zwar nicht nur aufnahmetechnisch: Was vor allem bei Curnyn etwas routiniert wirkte, ist hier von innerer Glut und Leidenschaft durchdrungen. Die wesentlichen Kritikpunkte sind die oft zu bissige Artikulation der Streicher, das nervige Geklimpere der beiden Cembalisten und der völlig aus der Luft gegriffene Einsatz einer Viola d’amore in der Schmetterlingsarie „Qual farfalletta“. Ansonsten überzeugen die Musiker mit ihrem sehr guten Augenmaß in der Tempowahl, mit ihrer deutlichen, aber nicht übertriebenen Dramatik und vor allem mit ihrer vokalen Souveränität. Sehr erfreulich ist, dass die Sänger ihr Vibrato gut unter Kontrolle halten, was insbesondere die fast schon betörenden Timbres von Emöke Baráth (Armindo) und Theresa Iervolino (Rosmira) wunderbar zur Geltung kommen lässt. Karina Gauvin gestaltet die Titelrolle kernig und facettenreich, Philippe Jaroussky gibt einen liebenswürdigen Arsace, und auch die beiden kleinen Partien (Emilio und Ormonte) sind mit John Mark Ainsley und Luca Tittoto perfekt besetzt. Als Bonus bietet diese Produktion das alternative Finale von „Partenope“ (Dezember 1730). © Hengelbrock, Matthias / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 2. November 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Editor's Choice - 5 étoiles de Classica
Nachdem „Ombra mai fu“ verklungen ist, gesungen von Franco Fagioli in einem feinen Vibrato, wie es sonst nur den besten Mezzosopranistinnen zu Gebote steht, fackelt und lodert es in dieser Oper bis zum Schluss, bis zu Serses berühmter Wutarie „Crude furie“, die Fagioli mit atemberaubender Virtuosität hinschmettert. Wer diese beiden Arien so darbieten kann, ist über jeden Zweifel erhaben, auch wenn man seine Stimme in den anderen Nummern vielleicht als etwas eng empfindet. In diesem vorwärtsdrängenden Impetus befinden sich auch die anderen Rollen, etwa Romilda, Serses Objekt der Schwärmerei, in „È gelosia“, wo sie über Eifersucht zunächst nur nachdenken wollte, statt sich, wie Inga Kalna es tut, dieser heftigen Empfindung vollständig auszuliefern. Oder Vivica Genaux als Serses Gegenspieler Arsamene: Sie verleiht ihrer Stimme in „Amor tiranno“ einen geradezu männlichen Klang, was hier nicht unpassend ist. Händels „Serse“ ist eine komische Oper, auch und vor allem durch das kokette Gebaren von Romildas Schwester Atalanta. Aber auch Francesca Aspromonte singt meist mit opernhaftem Pathos. Da freut man sich, wenn man sie in „Dirà che amor“ stattdessen in einer beiläufigen Fröhlichkeit hört. Oder wenn Delphine Galou als die von Serse verschmähte Amastre in „Cagion son io“ einmal nicht Wut und Empörung Raum gibt, sondern ihrer Melancholie in einer sanft schwingenden Melodie. Man erlebt Händels Oper hier in einer durchaus ungewöhnlichen Interpretation, mehr in Richtung Opera seria mit großer Emphase und existenziellen Konflikten, weniger mit Galanterie und Komödie. Dazu trägt der höchst versierte Cembalist Maxim Emelyanychev bei, der mit dem Ensemble Il Pomo d’oro in schönster Präzision und selbstbewusster Spielfreude jedesmal kräftige Ausdrucksakzente in den Arien setzt. © Lorber, Richard / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 9. Juni 2017 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Editor's Choice - Preis der deutschen Schallplattenkritik
Man sollte sich nicht vorstellen, dass zu Händels Zeiten eine Oper ein endgültiges Produkt war, das in Stein geätzt wurde, und dessen Partitur eine Art Heiliger Gral war, der keine Manipulation erleiden dürfte, sei sie auch so minimal. In dieser Hinsicht ist Händels Ottone ein sehr gutes Beispiel. Der Entstehungsprozess von dieser Oper war ausgesprochen kompliziert und von umfangreichen Änderungen geprägt, die wahrscheinlich auf Händels Zusammenarbeit mit der berühmten Prima donna Francesca Cuzzoni zurückgehen, die im Dezember 1722 — knapp zwei Wochen vor der Uraufführung — in London einreiste und sofort anfing, sopranistischen Einspruch einzulegen. Sie lehnte mehrere ihrer Arien ab, sodass Händel sie durch völlig neue Musikstücke ersetzten musste. John Mainwaring erwähnt in seiner 1760 erschienenen Biografie des Komponisten, wie die Cuzzoni es abgelehnt hatte, die Arie Falsa imagine zu singen. „Oh! Madame“, hätte ihr Händel auf Französisch entgegengeschossen, „Ich weiß sehr wohl, dass Sie eine wahre Teufelin sind, doch Sie werden noch sehen, dass ich der Beelzebub — der größte Teufel von allen — bin“, und mit diesen Worten packte er sie um die Hüfte, hob sie hoch und schwor, er werde sie aus dem Fenster werfen, sollte sie noch ein Wort sagen. Da muss man trotzdem hinzufügen, dass die zahllosen Änderungen, die der Komponist bei der Ausarbeitung der Oper vornahm, sich keinesfalls auf Cuzzonis Rolle beschränkten. Er vollendete insgesamt elf Arien und ein Duett, die er aber vor der ersten Aufführung verwarf und durch andere Musik ersetzten musste. Zudem überarbeitete er andere Arien in beträchtlichem Ausmaß. Niemand weiß, welche Änderungen er selbst aus künstlerischen Gründen vornahm und welche davon Kompromisse waren, um seine launischen Sänger und Sängerinnen zufriedenzustellen. Nachdem Händel schon bei der Komposition und Ausarbeitung der Oper Szenen abgeändert und umfangreiche Streichungen und Ersetzungen vorgenommen hatte, setzte er sogar weitere zum Zeitpunkt der Uraufführung um, noch während der ersten Vorstellungsreihe. Überdies ersetzte und ergänzte er mehrere Arien für die zwölfte Vorstellung, die wegen der Fastenzeit erst nach fünf Wochen Pause im März 1723 stattfinden konnte. Die Frage stellt sich also: wie genau sollte Ottone aussehen? Für die vorliegende Aufnahme wurde die vollständige Fassung der Uraufführung nachgestellt, aber es sind auch Erweiterungen zu zwei Szenen eingearbeitet, die Händel für eine Vorstellung zu Cuzzonis Gunsten umgeschrieben hatte. Als besondere Zugabe sind dieser Aufnahme drei neue Arien beigefügt, die Händel zur Wiederaufführung der Oper im Jahr 1726 komponierte: hier hat man also einen sehr vollständigen Ottone. Und all diese zusätzliche Musik erlaubt es dem Zuhörer noch mehr schön gesungene Arien zu genießen, insbesondere von dem Kontratenor Max Cencic und der Sopranistin Lauren Snouffer, die vor 240 Jahren von der Cuzzoni gesungenen Rolle übernimmt. Es spielt das Ensemble Il pomo d’oro – auf Originalinstrumenten – unter der Leitung von George Petrou. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 25. Mai 2015 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Opera seria of the 18th century, known mostly to specialists 30 years ago, was rediscovered by virtuoso sopranos and countertenors. Now it's ready for prime-time in the form of full-opera recordings, on a major label, with top-notch singers. Countertenor Max Emanuel Cencic appeared in a Virgin Classics recording of Leonardo Vinci's opera Artaserse and followed it in 2015 with this version of the same composer's Catone in Utica, a tale of the military and romantic intrigues surrounding the conflict of Cato the Younger (or Cato of Utica) with Julius Caesar, ending with the suicide of the former. The libretto, by Pietro Metastasio, became one of the most popular of the entire century, with settings by Vivaldi, J.C. Bach, and, as late as 1789, Giovanni Paisiello. Even Handel reworked a setting by Leonardo Leo and others for the Haymarket in London, but this was the very first version, premiered in Rome in 1728. Because of the Pope's ban on female performers, it was written for an unlikely quartet of countertenors in lead roles. This actually works, though: musically, the opera alternates between big martial set pieces and lush romantic numbers whose melodic ease looks forward to Gluck (sample the Act II, scene 6 aria of Marzia, Cato's daughter, CD 2, track 12). Cencic and Franco Fagioli, as Caesar, have the power to rise above the natural horns of the historical-instrument ensemble Il Pomo d'Oro, and all the singers deliver dramatically convincing performances that give the lie to the usual conception of opera seria (when people have any conception of it at all) as a dramatically static vehicle for virtuoso singing. This is a splendid recording, with sound from the appropriate Villa San Fermo in Lonigo that blunts none of the considerable dramatic impact. At a time when democracies are often under siege, here's an opera that matters, and that works, musically and dramatically. © TiVo