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Die Alben

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Klaviersolo - Erschienen am 7. April 2017 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - 4F de Télérama - Gramophone Award - Gramophone Record of the Month - Le Choix de France Musique - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Zwanzig Jahre ist es schon her, dass Arcadi Volodos mit seinem diskografischen Erstling Weltruhm erntete und mit stupender Virtuosität und ausgesprochen klangschönem Ton höllisch schwierige Transkriptionen scheinbar mühelos meisterte. Seine weiteren Einspielungen – vor allem seine Schubert-Aufnahmen – verrieten dann mehr von seinem ausgesprochen lyrischen Naturell. Es war also wohl nur eine Frage der Zeit, dass sich Volodos den Klavierstücken von Johannes Brahms zuwenden würde. Seine neue Einspielung bestätigt, dass er zu den großen Pianisten dieses Jahrhunderts zählt. Brahms ̓ späte Klavierstücke sind nicht leicht zu spielen, verweigern sich aber jeder vordergründigen Virtuosität. Andante und Adagio sind die vorherrschenden Tempobezeichnungen, nur vereinzelt verirrt sich ein Allegretto oder ein Allegro energico in das ansonsten ruhige Geschehen. Volodos unterstreicht das durch die Wahl seiner Tempi. Vergleicht man sie mit denen beispielsweise von Wilhelm Kempff (seit langer Zeit eine meiner Lieblingsaufnahmen), so spielt Kempff fast durchgängig schneller. Bei Kempff klingt Brahms klar und natürlich fließend, mit hellem und schlankem Klavierklang. Volodos hingegen fasziniert mit einem komplett komplementären Konzept: Er nimmt mehr Pedal, sein Raum besitzt deutlich mehr Hall. Bei ihm klingt Brahms dunkel und schwer und, wenn gefordert – wie bei den „unruhig bewegten“ Wellen zu Beginn des Capriccio op. 76 Nr. 1 – auch energisch und kraftvoll. Aber zumeist interpretiert Volodos die Klavierstücke und Intermezzi so kantabel, so pianissimo-zart, mit so feinen, delikaten, im Diskant aber auch leuchtenden Farbtönen, dass Brahms wie ein wehmütiger Melancholiker höchsten Grades erscheint. Hinreißend! Volodos’ Klangkultur ist geradezu überragend, bei ihm beginnt der Flügel zu singen. Arcadi Volodos formt aus kleinen Stücken große Kunst. © Willmes, Gregor / www.fonoforum.de
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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 10. November 2017 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama - Gramophone Editor's Choice - Le Choix de France Musique - Victoire de la musique - Choc de Classica - Choc Classica de l'année - 5 Sterne Fono Forum Jazz
Diese CD ist fraglos auf eine besondere Stimme zugeschnitten: auf den exquisiten Koloratursopran von Sabine Devieilhe. Die Auswahl der Nummern orientiert sich freilich auch, sogar primär an den Klangreizen orientalischer Länder. Ein Auslöser hierfür war zweifellos Délibes’ „Lakmé“. Sabine Devieilhe schätzt diese Oper (Rollendebüt 2012), weil es der Komponist in besonderer Weise versteht, „die Stimme zur Geltung zu bringen“. Lyrische Elegie und rasante Koloratur bringt sie delikat auf einen Nenner. Mit ihrer mädchenhaften Stimme ist sie jedoch ein gänzlich anderer Lakmé-Typ als etwa Maria Callas oder Joan Sutherland. Auch als Mélisande („Mes long cheveux“) wirkt die Sängerin wie eine zarte Elfe ohne Mezzo-Beimischungen à la Magdalena Kožena. Neben etlichen Opernszenen ist mit Maurice Delages „Poèmes hindous“ auch ein Liederzyklus zu hören, dessen harmonische Einkleidung auf Eindrücken des Komponisten während einer Indien-Reise beruht. Das vielfach fragile Klangbild wird von François-Xavier Roth mit seinem Orchester Les Siècles ideal umgesetzt, was auch für Strawinskys „Chanson du Rossignol“ gilt, wo Sabine Devieilhes zartes Organ für wahrhaft ätherische Reize sorgt. Nicht immer wirkt musikalischer Exotismus so prägend wie bei Delage. André Messagers „Madame Chrysanthème“ etwa verzichtet weitgehend auf japaneske Farben. „Le jour sous le soleil béni“ ist gleichwohl eine traumhaft klangschöne Szene, besitzt ähnlich narkotisches Flair wie das „Lakmé“-Duett „Viens, Malika“. Marianne Crebassas weicher Mezzo verbindet sich hier ideal mit dem schwebeleichten Sopran von Sabine Devieilhe. Beide Sängerinnen gestalten weiterhin (mit Jodie Devos) eine reizvolle Szene aus Massenets „Thais“. Zäsiert wird die CD von Klavierliedern (Debussy, Berlioz, Koechlin), bei welchen Alexandre Tharaud als subtiler Begleiter fungiert. © Zimmermann , Christoph / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 20. Mai 2013 | Sony Classical - Sony Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Gramophone Record of the Month - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - Choc Classica de l'année - Herausragende Tonaufnahme - Hi-Res Audio
Fans of Catalonian miniaturist Frederic Mompou are used to looking in out-of-the-way places for his music: small labels, encores of recitals. Yet here he is, presented in full major-label splendor by Sony Classical, with a substantial hard-bound booklet, performed by Russian pianist Arcadi Volodos. It may be that confusing times are good for the reputation of this most inward of composers, but whatever the reason, this recording will introduce a lot of people to Mompou's fascinating world. His music is essentially a compressed version of the Impressionist language, with dashes of Satie's elliptical mode and perhaps the mysticism of Scriabin. Mompou goes further in the directions of both dissonance and diatonic harmony than did the Impressionists, and his use of simple harmony as a kind of color effect is unique in the entire concert music repertory. Some people are completely puzzled by Mompou, most of whose music proceeds at the same basic slow-to-moderate tempo. Try Volodos out! He has the knack of getting strong profiles of individual phrases while still keeping the whole thing at a sort of glimmering level. You can get a foothold with the Musica callada XV (track 20), which seems to take Chopin's Prelude in E minor, Op. 28/4, as a point of departure. From its opening figure the listener is drawn into Mompou's murky yet gentle world, which some filmmaker ought to exploit. The difficult-to-translate Musica callada (¡callate!, be quiet, mothers say to their children; "Music that Has Become Quiet" is close) is Mompou's greatest work; in it, his extremely concise language, almost completely eschewing motivic development, is brought to a fascinating extreme. Volodos has the control to get something like the last bars of Schubert's Winterreise out of the music here: it really does seem to exist on the lip of nothingness. Strongly recommended for all, and really something of a milestone. © TiVo
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Violinensolo - Erschienen am 8. September 2017 | Ondine

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Le Choix de France Musique - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Natürlich sind seit Jahren die Sonaten und Partiten für Solovioline von Bach hundert Mal aufgenommen worden, auch von den weltallerbesten Solisten überhaupt. Aber wenn eine neue Aufnahme mit dem Geiger Christian Tetzlaff erscheint, kann man nur sagen: „Mitbürger, Freunde, hört Qobuz an“. Konzerte mit Christian Tetzlaff werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht, auch natürlich im Rahmen einer Studioaufnahme wie dieser. Voraussetzung für Tetzlaffs Ansatz sind Mut zum Risiko und spieltechnische Souveränität, Offenheit und eine große Wachheit fürs Leben. So ist seine Interpretation dieser Werke ein rechtes und ganz neues Erlebnis. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 7. Oktober 2016 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - Gramophone Award - Gramophone Record of the Month - Choc de Classica - Choc Classica de l'année
Daniil Trifonov, derzeit meistbewunderter und um die Welt hetzender Jungstar der Klavierszene, darf in seinem neuen Doppelalbum für die Deutsche Grammophon voll aufdrehen. Sein Liszt-Recital enthält nicht nur, wie der Titel erwarten lässt, die zwölf „Études d’exécution transcendante“, sondern gleich auch noch die Paganini-Etüden und die fünf „Études de Concert“ von „Il Lamento“ bis „Un sospiro“. Ein selbstbewusstes Programm des 25-Jährigen, dessen hohen technischen und musikalischen Ansprüchen er überzeugend, ja grandios gerecht wird. Was zunächst das Manuelle angeht: Man kann von keinem Twen der Welt die Wucht und Umriss-Schärfe erwarten, die beispielsweise ein Svjatoslav Richter in doppeltem Alter in sein Liszt- Spiel einbrachte. Manche mögen daher in Trifonovs Interpretationen das nackt und klar Etüdenhafte etwas vermissen. Aber er zeigt eine phänomenale spielerische Freiheit der Klavierbehandlung. Sie lässt sich – nur zwei Beispiele – an der ansatzlos im Prestissimo lospreschenden Passage zu Beginn der zweiten Paganini-Etüde ebenso ablesen wie an den filigran hingehauchten Doppelgriffen der „Feux follets“. Und vor allem: Trifonov macht mit seinen Mitteln aus jeder der „Transzendentalen Etüden“ ein klanglich üppiges und äußerst farbiges Tongemälde. Mir fällt jedenfalls keine Aufnahme ein, die die „Wilde Jagd“ so wild „malt“ oder in „Chasse-neige“ so suggestiv das Bild einer langsam im Schneegestöber versinkenden Landschaft erstehen lässt. Es gelingt Trifonov mit seinem hochsensiblen Interpretationsansatz sogar, dem eher nüchternen (und später von Komponisten bis hin zu Rachmaninow und Lutoslawski mehrfach variierten) a-Moll-Thema der sechsten Paganini-Etüde neue Züge abzugewinnen. Was auch immer in den kommenden Wochen noch kommen mag: Dies ist für mich eines der wesentlichen Klavieralben des Jahres 2016. Wirklich „transzendental“ – Grenzen überschreitend. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 29. August 2014 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Gramophone Editor's Choice - Diamant d'Opéra - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme
„Eine gute Stimme kann eine mittelmäßige Arie in einem feinen Stil singen“, heißt es in Stendhals „La Vie de Rossini“, „und der Sänger mag nicht mehr sein als eine feine Drehorgel. Aber ein Rezitativ fordert alle Kräfte der Seele heraus.“ Gefordert werden diese seelischen Energien in Lucias Rezitativ aus „Le nozze di Lammermoor“ von Michele Carafa. Der Cherubini-Schüler hat Walter Scotts „Bride Of Lammermoor“ schon sechs Jahre vor Donizetti zur Opern-Protagonistin gemacht. In „Ogni momento un secolo mi par – Jeder Augenblick erscheint mir wie ein Jahrhundert“ glimmt die Glut der Verzweiflung. Bei Joyce DiDonato wird jedes Wort dieser Phrase zu einem Klangspiegel der Verzweiflung. Die Abstufungen der Dynamik sind atemberaubend, die koloristischen Abtönungen sublim. Die neue CD der amerikanischen Mezzosopranistin ist Komponisten der Belcanto-Oper aus den ersten Dekaden des 19. Jahrhunderts gewidmet: nicht nur Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini und Gaetano Donizetti, sondern auch Michele Carafa, Saverio Mercadante, Carlo Valentini und Giovanni Pacini. Keine der zehn Arien und Szenen gehört zu den Erfolgsschlagern des Primadonnen-Repertoires; drei sind sogar „premiere recordings“. Für die Auswahl und die stilistische Vorbereitung hat die Sängerin den Dirigenten Riccardo Minasi herangezogen, der sich als Geiger mit der auch für die Oper des 19. Jahrhundert wichtigen historischen Aufführungs-Praxis vertraut gemacht hat. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist, gerade aus stilistischer Sicht, exemplarisch: etwa bei der Ausführung der Appoggiaturen und des in der Regel nicht ausgeschriebenen kadenziellen Trillers. Joyce DiDonato hat eine sehr gute und betörend klangschöne Stimme. Es ist ein umfangreicher Mezzo mit einem Umfang vom tiefen F bis zum hohen C und einer reichen Palette an Farben. Ihre technischen Fähigkeiten sind phänomenal: das lückenlose Legato, das expressive Portamento, das flüssige Passagenwerk, die fein ziselierten und geschmeidig in die Linie eingewirkten Schleifen, die stets mit fließender Phonation gesungenen Passagen im hohen Sopranregister und die prachtvollen Triller, zu hören schon in der einleitenden Polacca „Ove t’aggiri, o barbaro“ aus Giovanni Pacinis Oper „Stella di Napoli“. „Dopo l’oscuro nembo“, die Romanze der Nelly aus Bellinis Opern-Erstling „Adelson und Salvini“, war die melodische Keimzelle von „Oh! quante volte“ aus „I Capuleti e i Montecchi“. Die drei Strophen entfalten sich in immer dichteren Verzierungen, die dank des Gespürs für ein rhythmisch spannungsvolles Timing nie mechanisch-virtuos wirken, sondern spontan wie etwa in der hinreißenden finalen Arabeske auf dem Wort „ogetto“. Zelmiras „Riedi al soglio irata stella“ aus Rossinis Oper beginnt sie mit intensiver und dramatischer Deklamation. Danach überzeugt sie mit dem fabulösen Passagenwerk und den Intervallsprüngen, womit der Meister aus Pesaro der Virtuosität seiner Frau Isabella Colbran schmeichelte. Für Giunias „Se fino al cielo ascendere“ aus Saverio Mercadantes „La vestale“ findet sie alle Farben der Wehmut; und was die Dynamik angeht, versteht sie es, dem Verklingen einer Messa di voce die Intensität eines Fortissimo zu geben. In Amelias „Par me dica ancora“ aus Donizettis „Elisabetta al castello di Kenilworth“ ist der vorerwähnte kadenzielle Triller (bei „era felice allor“) ebenso zu bewundern wie die fabelhaften Figurationen der Cabaletta und die kurzen Triller. Romeos „Tu sola o mia Giulietta... Deh! tu, bell’anima“ gehört zu jenen schmerzlich-schönen „melodie lunghe“, mit denen Bellini seine Epoche verzauberte. Auch in diesem Gesang ist die herzbewegende Wirkung einer Messa di voce – in der Schlussphrase „nel mi dolor“ – zu spüren. Mit der Szene der Adele „Se il mar sommesso mormora“ aus „Il sonnambulo“, einer Oper des Pacini-Schülers Carlo Valentini, haben Joyce DiDonato und Riccardo Minasi eine schwarze Perle in der Schatzkammer der neapolitanischen Oper entdeckt – erneut ein melodisch berückender Klagesang einer Frau, die den letzten Atemzug ihres fernen Geliebten zu hören meint. Es war zunächst Montserrat Caballé, die Donizettis „Maria Stuarda“ ins Repertoire zurückholte. „Deh! Tu di un’ umile preghiera.“ Könnte man, ach, das glühende Gebet der Tudor-Königin nur in die Gesamtaufnahme mit der spröde singenden und selbstgefällig auszierenden Beverly Sills einmontieren! Zu den magischen Momenten gehören zwei an die 20 Sekunden gehaltene, über dem Chor liegende Messa-di-voce-Töne, deren Schönheit von unbezwinglicher Traurigkeit ist. In der faszinierenden Gran scena del finale aus Pacinis „Saffo“, die mit dem auf der Bühne nicht gezeigten Selbstmord der Protagonistin endet, offenbart sich noch einmal das sängerische Genie von Joyce DiDonato: die vollkommene Symbiose von vollendeter Technik und musikalischer Expressivität. Vorbildlich, dass im Dienst des szenischen Zusammenhangs solide Comprimarii aufgeboten wurden, überzeugend die Begleitung durch den Chor und das sensibel begleitende Orchester der Oper von Lyon unter Riccardo Minasi. Ein Recital, das die Bewunderer großer Gesangskunst, um noch einmal Stendhal zu zitieren, „zu den Engeln schickt“. © Kesting, Jürgen / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 19. Mai 2017 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik - Preis der deutschen Schallplattenkritik
Das Florenz des ausgehenden 16.Jahrhunderts war eine Bühne: in den Augen der Herrscherfamilien, die ihre Macht durch Förderung der Künste zur Schau zu stellen suchten, war es in erster Linie politisches Theater. Auch humanistisch, wie man an diesen intermedii sehen kann, die auf die vollendete Verbindung von Musik und Dichtung abzielten, das Ideal einer Strömung der Renaissance. Diese unterhaltenden Einlagen, die nach dem Vorbild der Antike in Theaterstücke eingeschoben wurden, zeichneten sich durch große Pracht des Bühnen- und Klangapparates aus. Nach einer ersten Glanzzeit im Jahr 1589 mit den von Bargagli für La Pellegrina komponierten Intermedien wurde diese Tradition mit gleicher Begeisterung in der aufkommenden Oper fortgesetzt, allen voran Peri, Caccini (Euridice, 1600) und bald auch Monteverdi (L’Orfeo) und Gagliano (Dafne). Statt einer nicht realisierbaren Rekonstruktion hat Raphaël Pichon eine Art imaginäres Intermedium verfasst; er lässt Apollo, Orpheus und Eurydike auftreten, vor allem aber Amor, Amor, Amor!
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Klassik - Erschienen am 4. November 2016 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Award - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme - 5 Sterne Fono Forum Klassik
„Kunst ist ein beherzter Weg zum Frieden“, schreibt die US-amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato im Geleitwort zu ihrer neuen CD. „Harmonie durch Musik“ lautet das Bekenntnis, das sie mit ihrem neuen Konzeptalbum ablegen möchte. Und das gelingt ihr auch. Den außermusikalischen Rahmen steckt sie dabei sehr weit: Von Donna Leon bis zu Flüchtlingskindern zitiert das Beiheft persönliche Aussagen zu der Frage, die sie auch an den Hörer adressiert: „Mitten im Chaos, wo finden Sie Frieden?“ Die barocken Arien teilt sie in zwei Blöcke: Krieg und Frieden. Dennoch ist die Abfolge der Nummern sehr abwechslungsreich, denn Krieg kann zu tiefer, entkräfteter Verzweiflung führen – und die Freude über den Frieden sich in Jubelstürmen äußern. Etwa in Jomellis „Attilio Regolo“, einer Fundgrube für emotional erfüllte Bravourstücke, wo DiDonato ihre makellose Virtuosität und vollkommene Stimmkontrolle bis in die höchsten, feinsten Staccati mit konkurrenzloser Leichtigkeit vorführt. Egal in welcher Lage, bei welchen Sprüngen, in welcher Geschwindigkeit und Lautstärke: Die Sängerin macht ihre Stimme zu einem edlen Instrument, an dessen Wohlklang man sich nicht satt hören kann. Denn sie singt gleichzeitig so klug und geschmackvoll, dass der Wortsinn im Klang aufgeht. Innerhalb der Interpretation barocker Musik nimmt DiDonato eine Gegenposition zu Sängerinnen wie Anna Prohaska oder Simone Kermes ein. DiDonato geht nie von der Stimme weg, ihr Gesang bleibt immer im Fluss der Musik, ein Legato, das nur selten unterbrochen wird. Die Seelenzustände der Figuren stellen nicht den Vollzug perfekter Gesangskunst infrage. Damit bewegt sich DiDonato ganz in der Tradition einer Marilyn Horne oder Jennifer Larmore, die ebenfalls mit großer Stimme kleinste gesangliche und emotionale Bewegungen hörbar machen konnten. © Schmitz, Johannes / www.fonoforum.de
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Oper - Erschienen am 2. Oktober 2015 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - 4F de Télérama - Gramophone Award - Diapason d'or / Arte - Choc de Classica
3 großartige Sänger der neuen Generation in einem Rollenspiel welches das lyrische Event des Jahres zu sein scheint. Jonas Kaufmann gibt hier sein Debüt von Radamès, Anja Harteros gibt Verdis Aida zum Besten und Ludovic Tézier interpretiert das erste Mal Amonasro. All dies wurde unter traumhaften Bedingungen aufgenommen: es ist eine komplette Studioaufnahme, und keine einzelnen Sessions oder ein Zusammenbau einzelner Proben, sondern ein großes Ganzes eines langen Prozesses dem einige Konzerte vorausgingen. Ebenfalls hervorgehoben wird die ausgezeichnete Ekaterina Semenchuk mit Amnéris, einer Rolle der sie schon mehrmals die Ehre erwies. Pappano bietet den Stars des Sainte-Cécile Akademie Orchesters mit dem Konzertsaal des Parco della Musica in Rom eine einmalige Kulisse. Die Stars stehen ihrer Musik in nichts nach. Die neue Aida Interpretation ist zweifelsfrei ein Highlight dieser Platte. Die Interpreten übertreiben es absichtlich nicht, was definitiv Pappanos Einfluss zuzuschreiben ist, denn dieser ist bekannt dafür sich auf das Wesentliche zu konzentrieren… © Qobuz 
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CD13,50 Fr.19,29 Fr.(30%)

Gesamtaufnahmen von Opern - Erschienen am 2. Mai 2018 | PentaTone

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Gramophone Record of the Month - Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
Die Geschichte der Pêcheurs de perles (Die Perlenfischer) von Bizet ist alles andere als einfach: nach der Uraufführung 1863 fiel die Partitur – deren Manuskript sich in Privatbesitz befindet und daher nicht einsehbar ist – in Vergessenheit und kam erst lange nach dem Tod des Komponisten, nachdem er durch Carmen berühmt geworden war, wieder zu Ehren. Leider haben verschiedene Operndirektoren in großer Selbstüberschätzung das Werk munter überarbeiten lassen, und an manchen Stellen gekürzt, an anderen etwas hinzugefügt, sodass es einschließlich des Schlusses stark verändert wurde. Diese alberne Fassung wurde bis in die 1960er-Jahre aufgeführt – das Libretto ist an sich schon banal genug, warum noch zusätzliche Absurditäten hinzufügen? Bis sich Musikwissenschaftler näher mit den verfügbaren Originaldokumenten befasst haben, insbesondere dem von Bizet selbst verfassten Klavierauszug sowie der damaligen Orchesterpartitur, die einige Instrumentierungshinweise enthält. Die uns hier vorliegende Version, 2014 von Hugh MacDonald, von auserlesenen jungen französischen Sängern interpretiert – Julie Fuchs, Florian Sempey, Cyrille Dubois und Luc Bertin-Hugault – gibt die Urfassung des Werkes so treu wie möglich wieder, sodass der Hörer einige große, und zwar schöne Überraschungen erleben wird: zusätzliche Arien, zahlreiche melodische und dramatische Entwicklungen, es ist geradezu eine ganz neue Partitur. © Marc Trautmann/Qobuz
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Klaviersolo - Erschienen am 24. Februar 2017 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Le Choix de France Musique - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Rafał Blechacz gehört zu den ganz seltenen Musikern der jüngeren Pianistengeneration, die nicht den leichtfertigen Verführungen des Betriebs erlegen sind, die sich nicht durch die Welt haben scheuchen lassen, um in kürzester Zeit aus einem Maximum an Konzertauftritten ein Maximum an „Kohle abzuzocken“ und nach wenigen Jahren ausgebrannt zu sein. Er hat sich von Anfang an rar gemacht, hat sein Talent reifen lassen und sich Zeit für seine musikalische Entwicklung genommen. Die in angemessenen Abständen erscheinenden Aufnahmen bestechen durch Integrität und Reife. Auch die neue Bach-CD macht da keine Ausnahme. Seit der fulminanten Einspielung des Italienischen Konzerts 1979 von der „Hohepriesterin Bachs“, Rosalyn Tureck, für die damalige CBS dürfte keine ähnlich überzeugende, in sich geschlossene, von einer definitiven gestalterischen Autorität getragene Aufnahme des Werkes entstanden sein wie die von Blechacz. Sein Spiel fesselt durch die Balance zwischen farbenreicher Klangschönheit, rhythmischer Raffinesse und kontrapunktischer Strukturierungskunst. So natürlich schlicht er die B-Dur-Partita mit ihrem zarten Linienfluss eröffnet, so sehr krönt er das Werk in der abschließenden Gigue mit euphorischem Gestus, fein ziselierten Verzierungen und extravaganten Tonsprüngen als Triumph transzendentaler Virtuosität. Jeder Ton, jede Phrase, jeder delikat gesetzte Akzent ist sinn- und erfahrungsgesättigt. Deswegen wird die rasante, voll herber Verve gespielte a-Moll-Fuge nicht zur abstrakten Hetzjagd der Themen, sondern zum expressiven Seelendrama und Myra Hess’ Choralbearbeitung zu einem kostbaren, klingenden Ort innerer Ruhe. Kein Zweifel: Der 31-jährige Pole und Warschauer Chopin-Preisträger von 2005 kennt „seinen“ Chopin, er bringt aber auch die Struktur- und Gefühlswelt des Bach’schen Universums subtil zum Schwingen. © Siebert, Frank / www.fonoforum.de
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Opernauszüge - Erschienen am 23. Februar 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Gramophone Editor's Choice - Diamant d'Opéra - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Raphaël Pichon hat mit seinem Ensemble Pygmalion das Programm des vorliegenden Albums in Form einer „Pasticcio“-Totenmesse zusammengestellt: ein geistliches und zugleich profanes Requiem. Obwohl es nicht in allen Einzelheiten einem Requiem entspricht, so besitzt es dennoch dessen Grundstruktur: Introitus, Kyrie, Graduale, Sequenz, Offertorium, In Paradisum… Die Idee entstand nach der Entdeckung eines anonymen Requiems aus dem 18. Jahrhundert in der französischen Nationalbibliothek, dessen Redakteur eine „Parodie“ aus Auszügen aus Castor und Pollux und der Fêtes de Paphos von Jean-Philippe Rameau zusammengestellt hat. Zur Erinnerung, „Parodie“ beinhaltet im ursprünglichen Sinn weder Satire noch Spott: das Wort bezeichnet eine Vorgehensweise, bei der bereits bestehende Musikstücke wiederaufgegriffen und mit einem neuen Text unterlegt werden. Dieser Vorgehensweise einer Fusion zwischen geistlicher (Messe) und profanen Musik (Tragédie lyrique) – im Zeitalter der Aufklärung gang und gäbe – wollte Pichon folgen. In einem Frankreich, in dem die katholische Religion Norm und das politische System eine Monarchie von Gottes Gnaden war, lassen antike heidnische Höllendarstellungen im Theater eine große Faszination für die antike Glaubenswelt erkennen. Das vorliegende Programm vermischt also heidnisch Fabelhaftes mit geistlichen Vorstellungen, wo die Hölle verschiedenste Aspekte annimmt. Sie ist der Ort des ungerechten ewigen Unglücks oder auch Ort der Entbehrung, der ein liebendes Paar getrennt und einen der beiden Partner bei sich behalten hat. Die Hölle wird in der Tragédie lyrique aber auch als Ort des Verderbens dargestellt: in Sabbatritualen entfesseln sich dunkle Mächte – teuflische Vorstellungen, die die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele offenbart… Stéphane Degout wirkt hier als Tragödienschriftsteller und versammelt verschiedensten Figuren wie etwa Phaedra, Pluton oder die Parzen um sich. Die hier zusammengestellten musikalischen Beiträge stammen überwiegend von den Komponisten Rameau und Gluck, mit einem einzigen Stück von Rebel, wobei es sehr schade gewesen wäre, hätte man das einzigartige Chaos (aus den Éléments) das mit einem dissonanten Akkord aus allen sieben Tönen der d-Moll Tonleiter beginnt, nicht angeführt. © Marc Trautmann/Qobuz
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Duette - Erschienen am 21. Oktober 2016 | Mirare

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Klassik - Erschienen am 22. August 2006 | Decca Music Group Ltd.

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German tenor Jonas Kaufmann is among the more versatile of today's singers, with a recorded catalog that stretches from later Italian opera to French works and even Schubert songs. This release suggests, however, that Wagner is his true métier. A Wagner greatest-hits album isn't really possible given the nature of his work, but this could work well as a collection of Wagner selections: it includes excerpts from works from the early Rienzi up to the "Ring" cycle, with an orchestral version of the Wesendonck-Lieder song cycle to bring down the curtain. And Kaufmann solidly grasps the different musical idioms; "Allmächtiger Vater, blick herab!" (Almighty Father, look down!), from Rienzi, is close to a conventional aria, while the selections from Die Walküre and Siegfried consist of a sort of dialogic melody, carried out at perilously high pitches over long stretches of music. Kaufmann has the power to pull off the high notes without a trace of distortion or loss of the thread of the action, and equally to excel in the less athletic idiom of the songs. He gets able support from the Orchestra of the German Opera Berlin under Donald Runnicles. Recommended for all levels of Wagner listeners. © TiVo
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 25. Oktober 2010 | RCA Red Seal

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Klassik - Erschienen am 30. November 2018 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Gramophone Editor's Choice - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
Durch seine „Brillanz und seine Reife“ (The Guardian) hat sich der russisch-litauische Pianist Lukas Geniušas in der internationalen Musikszene als einer der interessantesten Künstler seiner Generation durchgesetzt. Er war bereits in der Wigmore Hall in London, im Concertgebouw in Amsterdam, im Verdisaal in Mailand, im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, bei Roque d’Anthéron zu hören und ist auch mit Orchestern wie Philharmonique de Radio France, Orchestre National de Lyon, NHK-Sinfonieorchester von Tokyo, den Sankt Petersburger Philharmonikern oder dem Russischen Nationalorchester aufgetreten. Die Liste könnte noch lange fortgeführt werden. Er hat hier ein Programm von Prokofjew zusammengestellt, in dem er Jugendwerke – die Zehn Stücke Op. 12, die der Komponist am Ende seiner Studien als Abschlussarbeit geschrieben hat und die bereits zutiefst seine persönliche Sprache sprechen! – mit der Zweiten Sonate von 1912, einem Werk erster Reife und der Fünften Sonate als Spätwerk kombiniert. Diese Fünfte Sonate wurde 1923 nach Prokofjews Aufenthalt in Paris „zum ersten Mal“ geschrieben und dann drei Jahrzehnte später überarbeitet – sicher unter dem Druck des berüchtigten Dekrets von Zhdanov, der den unglückseligen Komponisten sämtlicher anti-sowjetischer Vergehen bezichtigte, aber auch in einem ganz persönlichen Interesse, die pianistische Geste zu verfeinern. Das Werk enthält so große Ähnlichkeiten mit der Tonsprache von Poulenc, dass es fast „pariserisch“ wirkt. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Aparté

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Le Choix de France Musique - Choc de Classica - Qobuzissime
Sechs Quartette – sechs Meisterwerke, die Joseph Haydns Beitrag zur Geschichte der westlichen Musik veranschaulichen. Das Vorhaben ist dem Hanson Quartett besonders gut gelungen, denn sie verstehen es meisterhaft, die Quintessenz dieser subtilen Kunstgattung mit einer faszinierenden instrumentalen Qualität zum Ausdruck zu bringen. Nach dem Anhören dieses Albums stehen wir wieder einmal sprachlos vor dem Genie des Komponisten, der mit Boccherini ein neues Genre erfunden und dieses sogleich mit zahlreichen Meisterwerken von einer überwältigenden Qualität ausgestattet hat. Der Titel dieser Platte, All shall not die, ist eine internationale Übersetzung der Inschrift von Haydns Grabstein auf Latein (non omnis moriar). Die Auswahl dieses Programms zeugt von der Beständigkeit und Universalität eines Werks. Die sechs Quartette dieses Albums wurden aus Haydns umfangreichem Korpus geschickt ausgewählt. Sie berühren sowohl durch ihren Ausdruck als auch durch die Perfektion ihrer Schreibweise: keine einzige Note zu viel, perfektes Gleichgewicht zwischen den vier Stimmen und höchste Inspiration in jedem Augenblick bis zum letzten, unvollendeten Opus 77. Dieses entstand zur gleichen Zeit wie die ersten Quartette op. 18 von Beethoven, der übrigens die Lehren seines Meisters weitgehend beherzigt hat.Mehr als zweihundert Jahre nach seinem Tod hat Haydn immer noch Mühe, als einer der Größten anerkannt zu werden. Dabei hatte er diesen Status bereits zu seinen Lebzeiten inne. Seine Klavierwerke, Quartette, Sinfonien, Oratorien und in geringerem Maße seine Opern sprechen jedoch für ihn. Haydn war mehr als ein Vorläufer: Er war ein Begründer und ein Genie, dessen Einfluss seine Nachfolger, allen voran Beethoven und Schubert, weithin prägte. Dieses großartige Album stellt ihn (wieder) an seinen ursprünglichen rechtmäßigen Platz, genauso wie es das Hanson Quartett ebenbürtig mit der Diskographie der ganz Großen werden lässt.  © François Hudry/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 30. September 2016 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica - Choc Classica de l'année - Herausragende Tonaufnahme
Vorab ein Wort zum Beiheft dieser neuen Sonaten-Gesamtaufnahme: Fazil Say hat die Texte selber geschrieben. Es sind zum Teil sehr persönliche Betrachtungen des Künstlers, die jeder Sonate je nach Charakter, persönlichem Bezug oder stilistischer Nähe eine Erkennungsmarke verpassen – etwa „Märchenbilder“ (KV 283), „Zwei Schwestern“ (KV 330), „Schweben“ (KV 333), „Sieben“ (KV 545, weil Say mit ihr als Siebenjähriger debütierte) oder „Scarlatti“, „Haydn“, sogar „Schubert“ (KV 310). Das ist hübsch und sicherlich oft hilfreich, auch wenn man man beim Lesen der deutschen Übersetzungen mehrmals ins Stolpern gerät. So heißt es zum Beispiel, dass Mozart „neben unzähligen Opern auch allerlei Solostücke für verschiedene Instrumente schrieb“. Oh ja... Da liest man doch besser das englische Original. Aber zu den Aufnahmen selber, die rundweg erfreulich sind: Say hat einen modernen Flügel gewählt, und er behandelt ihn, ohne Klang oder Dynamik sonderlich zurückzunehmen und sein Spiel „auf alt“ zu stilisieren. Er findet klanglich dennoch einen glücklichen Mittelweg etwa zwischen Arrau und jüngst Prosseda, wird vor allem jeder Sonate mit temperamentvoller Spannung gerecht, zeichnet dabei aber trotzdem das ständige Fluktuieren der Musik Mozarts einfühlsam und fantasievoll nach. Besonders charakteristisch seine konzentriert ernste und großzügige Gestaltung der c-Moll-Sonate und vor allem ihres „Vorspanns“, der Fantasie KV 475. Die Aufzeichnungen klingen nicht optimal leuchtkräftig, was sicherlich auch mit Instrument und Raum zu tun hat. Aber dies wie auch ein paar minimale Schönheitsflecken – manchmal etwas rüde abgerissene Phrasenschlüsse und leicht klapprige Akkorde – können den positiven Gesamteindruck nicht ernsthaft beeinträchtigen. In summa: Man kann mit dieser Mozart-Kassette Fazil Says als Grundausstattung gut leben. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 12. Oktober 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Diapason d'or - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
Die Deutsche Grammophon schickt ihren jüngsten Klavierstar auf große Reise mit dem „Zielort Rachmaninow“. Und anders als die das Begleitheft durchziehende Bildergeschichte, die den heute 27-jährigen Daniil Trifonov als nachdenklichen Einzelgänger auf nostalgischer Eisenbahnfahrt zeigt, wird er dabei hochkarätig begleitet von einem der früheren „Big Five“ der US-Musikszene, den „Philadelphians“ – immerhin das Orchester, mit dem Rachmaninow vor knapp achtzig Jahren seine eigene Aufnahme der Klavierkonzerte einspielte. Eine hochambitionierte Produktion also, und die Erwartungen, die daraus erwachsen, scheinen sich anfangs voll zu erfüllen: Der große Einstieg ins c-Moll-Konzert hat Aplomb, zeigt Trifonov in virtuoser Hochform, hält im Tempo eine überzeugende Mitte zwischen dem „schweren“ Richter und dem eleganten Kocsis und klingt hervorragend offen und transparent. Bald allerdings beginnt zu irritieren, dass er und Dirigent Yannick Nézet-Séguin aus der Musik offenbar vor allem ein Maximum an gefühligem Sentiment herauszuholen versuchen. Ihnen scheint außer Sicht geraten zu sein, dass die „weltschmerzlichen“ Momente in Rachmaninows Kompositionen immer auch in eine Formung von klassizistischer Strenge eingebunden sind. Eine interpretatorische Einseitigkeit, die sich am Ende aller Virtuosität zum Trotz nicht auszahlt. Günstiger steht es in stilistischer Beziehung um die schon 2015 entstandene, ebenfalls brillante Live-Aufführung des g-Moll-Konzerts. Allerdings muss man hinnehmen, dass gleich in den eröffnenden Takten das Klavier sich in der Hitze des Orchestergetümmels kaum behaupten kann. Zwischen den Konzerten noch die drei solistischen Bach-Sätze: Blitzsauber vorgetragen, nur spielte Rachmaninow selber sie 1942 deutlich knackiger. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Violinkonzerte - Erschienen am 28. Oktober 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Record of the Year - Gramophone Award - Choc de Classica - Choc Classica de l'année
„Schon wieder eine Gesamtaufnahme der Violinkonzerte von Mozart!“ wird mancher schimpfen. Absolut gesehen wäre das eigentlich verständlich, läge uns hier nicht eine Aufnahme vor mit Isabelle Faust als Solistin, in Begleitung von Il Giardino Armonico (die auf historischen Instrumenten aus der Zeit Mozarts spielen, also Naturhorn, Fagott mit neun Klappen, Flöte mit sechs Klappen, Oboe mit zwei Klappen) und – last but not least – mit Kadenzen von Andreas Staier. Für keines seiner Violinkonzerte (im Gegensatz zu mehreren seiner Klavierkonzerte und der Sinfonia Concertante für Violine und Viola) hat Mozart eine eigene Kadenz hinterlassen. Isabelle Faust lässt ihr Spiel ohne jegliche Allüren als primus inter pares mit dem Orchester verschmelzen. Ihre Einstellung ist für dieses Repertoire, das keine besondere Hervorhebung der Solopartie erfordert, höchst angemessen. Darüber hinaus begünstigt die Tonaufnahme selbst eher den Eindruck eines Miteinanders als den eines Gegenübers. Dem geneigten Leser wird klar geworden sein, dass es sich hier um eine neuartige und in der bestehenden üppigen Diskografie dieser Werke durchaus willkommene Interpretation handelt. Das Programm wird ergänzt durch drei einzelne Sätze – zwei Rondos und ein Adagio – für Violine und Orchester ebenfalls von Mozart. Diese wurden im Auftrag damaliger Solisten als „Austausch-Sätze“ für das eine oder andere Konzert geschrieben. Es stellt sich die Frage, was Mozart wohl geschrieben hätte, wenn er Isabelle Faust zur Hand gehabt hätte! © SM/Qobuz