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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 20. November 2020 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4F de Télérama
Das neue Album von Pierre Hantaï, der von seinem geliebten Scarlatti gerade etwas Abstand nimmt – ein neues Meisterstück! Der französische Cembalist eröffnet dieses Rezital, das im Januar 2020 im niederländischen Haarlem von Nicolas Bartholomées Team meisterhaft aufgenommen wurde und vier Suiten von Georg Friedrich Haendel gewidmet ist, mit einer eher unbekannten, der HWV 426, der ersten aus dem Band I von 1720. Er taucht seine Finger tief in diese bunt zusammengewürfelte, kosmopolitische Welt, wo Italien und Frankreich unter einer strahlenden Sonne friedlich nebeneinander liegen. Wieder einmal verblüfft seine Kunst der Phrasierung ebenso wie die Meisterschaft, mit der Gustav Leonhardts würdiger Nachfolger die vielfältigen Stimmungen erfasst und die wechselnden Szenerien wiedergibt. Die Suite in F-Dur, HWV 427 ist einfach wundervoll. Ein umwerfendes Adagio zu Beginn, mit einer unglaublichen melancholischen Fülle, wo die "Kunst, das Cembalo zu spielen", zu singen, die Polyphonie zum Strahlen zu bringen, hochgehalten wird. Pierre Hantaï legt eine erstaunliche metrische Gleichmäßigkeit, sogar in den ausgeschmückten Wiederholungen an den Tag, so dass das Perpetuum Mobile im folgenden Allegro geradezu erschreckend wirkt. Dennoch klingen die Linien nie streng, und erinnern zunehmend an eine Choreographie, die zweifellos die Linien einer imaginären Gavotte wiedergibt: ein unvergessliches Erlebnis! Das zweite Adagio ist eine Art Präludium zu einer übermütigen Fuge, den lebensfrohen Fugen aus Bachs Wohltemperiertem Klavier nicht unähnlich. Den Mittelpunkt des Albums bildet die ausschweifende und eher dunkle Suite in d-Moll, HWV 428: am Anfang die traditionellen Präludium, Allemande , Courante , dann plötzlich ein langes Air mit einem sich voller Zartheit entfaltenden Thema, das sich in eine seltsames Universum "harmonischer" Ausschweifungen verwandelt, wie improvisiert, vom Cembalisten abgefeuerte Raketen –dieses Air und Variationen ist ein ganzes Werk für sich. In jeder Hinsicht ein zauberhaftes Rezital, ein kostbarer Schatz, der vielen die Gelegenheit geben wird, Händels Cembalosuiten wiederzuentdecken. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 12. Mai 2014 | Archiv Produktion

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Choc de Classica - Qobuzissime - Hi-Res Audio
Mancher wird sich verwundert die Augen reiben, wenn der Name René Jacobs nicht gleichzeitig in Verbindung mit seinem jahrzehntelangen Labelpartner abgedruckt ist. Nun ist der Dirigent tatsächlich einmal fremdgegangen, um mit dem B’Rock Orchestra aus Gent Händels „Orlando“ aufzunehmen, nachdem er das Werk an der Oper in Brüssel bereits auf die Bühne gebracht hatte. Die Geschichte vom Muskelprotz, dessen Innenleben weit mehr Brüche aufweist als sein Body, da er leidenschaftlich liebt und dafür mit Realitätsentzug bestraft wird, wird hier auf ungemein dichte Weise erzählt. Gerade die Rezitative erwachen jacobshaft zu eigenem Leben. Ausdruck als Wagnis, Instrumente als szenisches Mittel: Da wird in den Cello- und Basstiefen gegrunzt, in geigenden und holzgeblasenen Höhen gezwitschert, was die Partitur in des Dirigenten Sinne nur so hergibt. Dazu kommen die vielen lyrischen Inseln, einzelne Arien, in denen eine Stimmung erzeugt wird, die nur eine Quelle kennt: den puren Klang, eine Art l’art pour l’art des Barock. Auch die fünf Solisten folgen Jacobs Lesart in jeden Winkel: die beiden Soprane Sunhae Im und Sophie Karthäuser, die als Angelica makellose Technik und pralle Verzierungskunst mit einer reichen Palette an Farben verbindet, außerdem der Mezzo von Kristina Hammarström sowie der in seiner Tiefe sonor-gewichtig-zauberische Konstantin Wolff als Zoroastro und Bejun Mehta in der Titelpartie – den Wahnsinn nimmt man ihm sofort ab. Er klingt mal metallisch und strahlig, mal bis in seine letzte Faser sensibel, hier prunkend, dort verunsichert, erst schillernd, dann argwöhnisch, je nachdem. Eine höchst lebendige Produktion. © Vratz, Christoph / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 14. August 2020 | PentaTone

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Klassik - Erschienen am 19. Juli 2019 | PentaTone

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or
Die Akademie für Alte Musik interpretiert die ersten sechs Konzerte aus Händels Opus 6 in ganz im Geiste der Kammermusik, der die Welt Händles manchmal der seines kontinentalen Kollegen Georg Philipp Telemann nahebringt, den die Musiker des Berliner Ensembles bereits oft gespielt und aufgenommen haben (mehrere Alben für das französische Label harmonia mundi – alle unverzichtbar). Dieser hervorragend aufgenommene erste Teil ihrer Händel-Trilogie, zu der Opus 3 und Opus 6 gehören, ist zwischen September 2018 und Februar 2019 in der Nikodemus-Kirche in Berlin entstanden. Die Akademie für Alte Musik trägt hier satte und äußerst verführerische Farben auf, wie sie auch in ihrer Wassermusik vorkommen, während sie sich mit stets flexiblen Phrasierungen ganz auf die Polyphonie konzentriert. Ein immerwährender Genuss, vielleicht sogar noch überzeugender als die erst vor kurzem erschienene Wassermusik. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Oper - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Aparté

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Kantaten (weltlich) - Erschienen am 23. November 2018 | Erato

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Record of the Month - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Die hier vorgestellten drei italienischen Kantaten stammen alle aus Händels italienischer Periode, aus den Jahren zwischen 1707 und 1710. Damals war er damit beschäftigt, sich die Neuheiten der italienischen Kunstmusik anzueignen und arbeitete gleichzeitig für verschiedene wichtige Mäzene, die das große Potential des jungen Sachsen erkannt hatten. Diese Art Kantaten wurden im privaten Rahmen römischer Adelsresidenzen aufgeführt, denn der Kirchenstaat verbot Frauen, auf der Bühne zu singen, wodurch großen Sängerinnen das Recht verwehrt wurde, öffentlich aufzutreten. Diese Kantaten sind im Hinblick auf ihren Umfang und ihren reichen musikalischen Gehalt schon fast Opern, auch wenn a priori eine Inszenierung, Chöre oder eine großes Orchester nicht in Frage kamen. Der Geist der Oper ist jedoch in jedem Takt zu spüren. Zweifellos schätzte Händel seine Jugendkantaten durchaus, denn er sollte später reichlich daraus schöpfen: nach dem barocken Grundsatz der Wiederverwendung in Vergessenheit geratener älterer Werke – der Komponist hatte sie nicht vergessen und hielt sie sorgsam in der Hinterhand! Emmanuelle Haïm und ihr Ensemble Concert d’Astrée begleiten die Sopranistin Sabine Devieilhe und die Mezzosopranistin Léa Desandre. Beide sind ebensogut mit Händels Koloraturen als auch mit seinen ausgesprochen lyrischen Melodielinien vertraut. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 9. Juli 2021 | Alpha Classics

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Handel is best known to the wider public for his large-scale choral and orchestral works, but his organ music is equally precious. It was the Duke of Saxe-Weissenfels who, diverting him from a career in the law, spotted his exceptional abilities on the instrument. By the age of seventeen, Handel was already the resident organist at the Domkirche in Halle, and he was later to defeat Domenico Scarlatti in a contest of virtuosity during his time in Rome. Martin Haselböck and the Orchester Wiener Akademie have recorded the Organ Concertos, Op. 4 and Op. 7 in the prestigious Vienna Musikverein, world-famous for its acoustics. Haselböck plays on the hall’s imposing Rieger organ in what is one of its very first recordings. Inaugurated in 2011, it is the fourth organ in the Musikverein since the hall opened in 1870. With its considerable dimensions – much larger than the organs Handel used to play on – the instrument offers a tonal palette rich in contrasts. © Alpha Classics
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Klassik - Erschienen am 8. April 1991 | Decca Music Group Ltd.

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Recordings like Christopher Hogwood's Messiah are perfect vehicles for the debate of the authentic instrument movement in music. Especially here, since a work as well known to a wide general audience as the Messiah (the recordings of which number in the thousands) will get a number of varied reactions depending upon the performance. Hogwood, although known to many as a "father" (of sorts) to the authentic movement in music, was actually the keyboardist in Neville Marriner's Academy of St. Martin-in-the-Fields before leaving to form his own Academy of Ancient Music. He has done extensive scholarly research into the performance traditions of Baroque music, much of which has permanently altered many long-standing attitudes and traditions in music performance. The question remains, though: does all of this research and application contribute to a finished product that is communicative to an audience? It seems likely, if based only on the impressive cast. Augmenting the Academy's forces are tenor Paul Elliott, contralto Carolyn Watkinson, and sopranos Judy Nelson and Emma Kirkby. The Christ Church Cathedral Choir, Oxford, is equally impressive. For this recording, as is indicated in his extensive and thorough liner notes, Hogwood utilizes the 1754 Foundling Hospital version. Although it may be a surprising change for some listeners accustomed to the more "standard" versions, the re-creation of this performance is important in a number of ways, historically and artistically. But from the opening bars of the overture, the atmosphere feels rushed. Harmonies are not given enough space or time to be heard and to blossom, and the atmosphere feels thin, grainy, cold, and dry. This seems hardly conducive to the rapture, passion, and magnificence depicted in Handel's score. Everything seems too perfect and too pure, too lifeless and too little energy. An additional annoyance is that the balance of the harpsichord seems far above the orchestra, in some cases (the "Glory of the Lord," for instance) even covering the singers when they dip into the lower registers. These complaints are now almost cliché for those who consistently complain of Hogwood's performance style; for better or worse this recording could serve well as evidence. Looking past these issues, however, one can find a number of beautiful moments throughout. It is precisely due to his approach with this music that Hogwood is able to draw some extraordinary changes of color when and where he wants to. For example, the first bars of "and He Shall Purify" are breathtaking; the organ is significantly exposed here for the first time and finally he releases the music in a way that seems to let it unravel. The vocal solos are good throughout, and Kirkby's performance is notable for its suppleness and grace. Keep in mind that this is a re-creative performance, designed to emulate the conditions of the performance at the Foundling Hospital. Unfortunately, in this case it also means that while the sound quality is certainly good, even though the playing and singing are exceptional, the performance itself may not draw you in. Years after its first release, this recording still leaves one cold, and if you desire a warm, emotional, and intimate performance you may do well to look elsewhere. For those who prefer something more austere, though, look no further. © TiVo
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Geistliche Vokalmusik - Erschienen am 24. Oktober 2014 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
Vor einer Einspielung des Händel’schen Messias steht zunächst einmal die Entscheidung, welche der mindestens acht auseinanderzuhaltenden Fassungen als Grundlage dienen soll. Emmanuelle Haïm hat sich für die 1752er-Fassung des Covent Garden Theaters entschieden, die doch schon einigermaßen weit weg von der ersten Fassung ist. Aber immerhin wird nicht – wie so oft – ein Fassungsmix präsentiert, wie er von Händel nie zur Aufführung vorgesehen war. Auch bei der Größe der Besetzung befindet man sich auf einem gesunden Mittelweg. Vier bis sechs Sänger pro Stimmlage ermöglichen immer noch ein wieselflinkes Musizieren bei guter Durchhörbarkeit, ohne dass die Wucht der Komposition verloren ginge. Auf Reaktionsgeschwindigkeit bei den Musikern scheint Haïm großen Wert gelegt zu haben, denn sie geht die Partitur sehr energisch an – zumindest dann, wenn der Text es geboten sein lässt. Überhaupt deutet sie den Text sehr intensiv aus, was gewiss nicht zum Schaden gereicht. So furios sie einzelne Sätze nimmt, so zärtlich und emotional bewegend kann sie in anderen aufspielen. Vor allem Lucy Crowe gelingt es, diese für Händel so typische zärtliche Stimmung zu vermitteln. Christopher Purves kann hingegen die Trompeten mächtig klingen lassen („The trumpet shall sound“), und auch Andrew Staples erfüllt ähnlich hohe Erwartungen souverän. Nicht, dass Tim Mead musikalisch gegenüber diesen drei Solisten deutlich abfallen würde, doch kann er sich dynamisch nicht wirklich gegen die anderen behaupten. Wohl auch, weil seine Vokale recht dunkel getönt sind und er sich scheut, die Töne zu sehr zu forcieren, bleibt er im Duett „He shall fleed his flock“ gegen Lucy Crowe merklich unterbelichtet. © Emans, Reinmar / www.fonoforum.de
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Oper - Erschienen am 26. Juni 2020 | SDG

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Oper oder Oratorium? Die Frage ist seit der gescheiterten Uraufführung der Semele in Covent Garden 1744 ungeklärt. Händel wurde sowohl von scharfen Kritikern der Oper als auch von ihren Anhängern angegriffen, die ihm vorwarfen, durch seine Oratorien Theaterhäuser in Kirchen zu verwandeln, und verlor in der britischen Hauptstadt sein Ansehen. Dabei hatte er in diesem Werk, das beide Seiten hätte zufrieden stellen können, durch Ovid und seine Librettisten die griechische Mythologie wieder aufleben lassen.Semele enthält einige sehr gelungene Passagen, wie etwa das herrliche Quartett im ersten Akt, was es zu jener Zeit nur selten gab. Die Uraufführung war jedoch ein absoluter Misserfolg und das Werk wurde bereits nach vier Abenden vom Spielplan genommen. Anfang der 1980er Jahre realisierte John Eliot Gardiner eine mehr oder weniger gelungene erste Aufnahme von Semele für das Label Erato. 2019 griff er das Werk für eine Reihe von Konzerten in Paris, Barcelona, Mailand (Scala), Rom und London, wo die vorliegende neue Version am 2. Mai 2019 aufgenommen wurde, wieder auf.Gardiner setzt mit dieser Aufnahme neue Maßstäbe und wird dem hybriden Werk dank hervorragender Solisten vollkommen gerecht. So zeichnet sich die Sopranistin Louise Alder in der Titelrolle durch ihre große Sensibilität, den Klangfarbenreichtum ihrer Stimme und berührende Expressivität aus. Die anderen Hauptdarsteller, die Mezzosopranistin Lucile Richardot, der Tenor Hugo Hymas, der Countertenor Carlo Vistoli, der Bass Gianluca Buratto sowie einige Solisten aus dem Chor ergänzen eine kohärente und einwandfreie Besetzung. Durch seine unermüdliche Suche nach neuen Stimmen verleiht Sir John Eliot Gardiner diesem Werk mit dem traurigen Schicksal neuen Elan. Der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists brillieren wie eh und je. © François Hudry/Qobuz 
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Kammermusik - Erschienen am 7. Mai 2021 | BIS

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Klassik - Erschienen am 6. November 2020 | deutsche harmonia mundi

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Klassik - Erschienen am 17. Januar 2020 | PentaTone

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Dieses Album mit den Concerti grossi des Opus 6 von Händel, aufgenommen von der Akademie für Alte Musik in Berlin unter der Leitung des Konzertmeisters Bernhard Frock – ergänzt den im Juli 2019 erschienenen ersten Teil. Wir finden hier dieselben Qualitäten wieder, vor allem die prachtvolle natürliche Tonaufnahme, die auf bewundernswerte Weise die Akustik des Raums und die kräftigen Klangfarben der Instrumente wiedergibt.Ein weitere bemerkenswerte Qualität dieser Händel-Trilogie (ein drittes Album mit den Concerti grossi, op. 3 ist geplant) ist das perfekt abgestimmte Ensemblespiel ohne jene Härte und schnellen Tempi, die bei stilistisch weniger kompetenten Ensembles häufiger zu finden sind.Obwohl Händel erwiesenermaßen das Concerto grosso vorschwebte, das Corelli nach London importiert hatte, so bieten uns die Berliner Musiker eine ruhige und heitere, oft von einer gewissen Melancholie geprägte Interpretation. Es ist das Werk eines reifen Komponisten, der die vielen verschiedenen Musikstile seiner Zeit absorbierte und daraus eine sehr persönliche Synthese schuf. © François Hudry/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 4. Oktober 2019 | Academy of Ancient Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Aus zwei Gründen hat Händels Passionsoratorium „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ (gemeinhin „Brockes-Passion“ genannt) im heutigen Konzertbetrieb einen schweren Stand: Zum einen wirkt die Dichtung des Hamburger Ratsherrn Barthold Heinrich Brockes, die den Christenmenschen mit drastischen Bildern rühren will, etwas befremdlich, sofern man sich nicht wirklich auf sie einlässt, zum anderen sind die Arien und Chöre im Vergleich zu Bachs oratorischen Passionen recht kurz. Aber genau hier liegt der Schlüssel zum Verständnis dieses Werks: Händel schrieb es in London als Auftragskomposition, und es ist faszinierend, wie gut er rund zehn Jahre nach seinem Weggang aus Hamburg die dortigen Gepflogenheiten noch kannte und bediente. Ihm ging es weniger um eine subtile Ausdeutung des ohnehin schon klaren Textes als vielmehr um die klangliche Umsetzung des Grundaffekts, und das ist ihm hervorragend gelungen. Nach August Wenzingers Pioniertat (1967) haben Nicholas McGegan (1985), Peter Neumann (2009) und Laurence Cummings (2017) mit jeweils recht guten Aufnahmen zusätzliche Beweise dafür erbracht, dass Händels einziges deutschsprachiges Sakralwerk größeren Formats wirklich gut „funktioniert“. 2019, dreihundert Jahre nach der Erstaufführung, sind gleich vier weitere Studioproduktionen entstanden, von denen zwei nunmehr vorliegen (die Aufnahmen von Stefan Schultz und Jonathan Cohen sollen 2020 erscheinen). Dabei hat die Academy of Ancient Music mit einer Neuedition, die nicht nur alle Varianten, sondern auch die von Charles Jennens ins Englische übersetzten Teile berücksichtigt, einen enormen Aufwand betrieben. Ein 220 Seiten starkes Beiheft informiert ausführlich über philologische und aufführungspraktische Detailfragen sowie über den musikalischen, historischen und kulinarischen (sic!) Kontext, und mit einer Diskografie, die auch Einspielungen anderer Vertonungen von Brockes’ Libretto berücksichtigt, sowie zahlreichen Faksimiles genügt diese eindrucksvolle Publikation auf jeden Fall schon wissenschaftlichen Ansprüchen. Interpretatorisch bleibt Richard Egarr aber ungeachtet des exzellenten Spiels der AAM einiges schuldig: Mit wenig überzeugenden Argumenten versuchen er und sein Team alles, was man über die Hamburger Aufführungspraxis weiß, wegzudiskutieren, um einen großen Chor (je fünf Sänger pro Stimme) und Solisten mit wuchtigen Opernstimmen zu rechtfertigen. Lars Ulrik Mortensen beschränkt sich in der Vergleichseinspielung auf neun Solisten, die zusammen den Chor bilden, und kommt damit zu einem nicht nur transparenteren, sondern auch dramatischeren Ergebnis. Während Egarr auch auf unbetonten Silben bzw. Zählzeiten einen sostenuten Klang produzieren lässt, hält Mortensen seine Sänger und Spieler zu einer rhetorischen Deklamation an, was den Predigtcharakter der Brockes-Passion unterstreicht. Egarr neigt zu gehetzten Tempi (völlig verfehlt: „Dem Himmel gleicht sein bunt gestriemter Rücken“) und nimmt beispielsweise den Choral „Ach, wie hungert mein Gemüte“ fast doppelt so schnell wie Mortensen, der sich durchweg am Tempo ordinario orientiert. Auch die Aussprache des Deutschen ist in Mortensens Solistenriege deutlich besser als in Egarrs, in der oftmals ein starker englischer Akzent stört. Immerhin bietet die britische Produktion das edlere instrumentale und aufnahmetechnische Klangbild. Philologisch geht der Punkt also an Egarr, interpretatorisch klar an Mortensen. © Hengelbrock, Matthias / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 27. September 2012 | Challenge Classics

Hi-Res Auszeichnungen 5 de Diapason - Herausragende Tonaufnahme
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Klassik - Erschienen am 5. Februar 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
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Klassik - Erschienen am 3. Oktober 2014 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - 4 étoiles Classica
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Klassik - Erschienen am 6. November 2015 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Gramophone Record of the Month - 4 étoiles Classica
Das Libretto von „Partenope“ ist eines der besten, die Händel jemals vertonte, denn die moralische Entwicklung der fünf Protagonisten entspricht genau ihrem Charakter, und die Handlung dieser „seriösen Komödie“ vermeidet jene bisweilen an den Haaren herbeigezogenen Wendungen, mit denen manch andere Barockoper auf ihr „lieto fine“ zusteuert. Auch musikalisch ist alles vom Feinsten. Umso mehr überrascht, dass dieses Werk auf Bühne und Tonträger weit weniger Beachtung findet, als es verdient hätte: Nach Sigiswald Kuijkens verdienstvoller Ersteinspielung (1979) und einem nichtkommerziellen Mitschnitt von Nicholas McGegans Göttinger Aufführung (2001) hatte bislang nur noch Christian Curnyn dieses Werk auf CD vorgestellt (2005). Riccardo Minasis Einspielung übertrifft diese Produktionen insgesamt deutlich, und zwar nicht nur aufnahmetechnisch: Was vor allem bei Curnyn etwas routiniert wirkte, ist hier von innerer Glut und Leidenschaft durchdrungen. Die wesentlichen Kritikpunkte sind die oft zu bissige Artikulation der Streicher, das nervige Geklimpere der beiden Cembalisten und der völlig aus der Luft gegriffene Einsatz einer Viola d’amore in der Schmetterlingsarie „Qual farfalletta“. Ansonsten überzeugen die Musiker mit ihrem sehr guten Augenmaß in der Tempowahl, mit ihrer deutlichen, aber nicht übertriebenen Dramatik und vor allem mit ihrer vokalen Souveränität. Sehr erfreulich ist, dass die Sänger ihr Vibrato gut unter Kontrolle halten, was insbesondere die fast schon betörenden Timbres von Emöke Baráth (Armindo) und Theresa Iervolino (Rosmira) wunderbar zur Geltung kommen lässt. Karina Gauvin gestaltet die Titelrolle kernig und facettenreich, Philippe Jaroussky gibt einen liebenswürdigen Arsace, und auch die beiden kleinen Partien (Emilio und Ormonte) sind mit John Mark Ainsley und Luca Tittoto perfekt besetzt. Als Bonus bietet diese Produktion das alternative Finale von „Partenope“ (Dezember 1730). © Hengelbrock, Matthias / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 6. Oktober 2017 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Für dieses Rezital hat Philippe Jaroussky eine Reihe von Arien aus Opern zusammengestellt, die dem breiten Publikum weniger bekannt sind: "Siroe", "Riccardo primo", "Flavio", "Tolomeo" und viele andere, die zwischen 1715 und 1740 für die Londoner Oper komponiert wurden. Gemeinsam mit seinem Ensemble Artaserse, das nach Jaroussky in den letzten Jahren durch viele Konzerte auf der ganzen Welt eindeutig an Reife gewonnen hat, setzt sich der Kontratenor auch mit dem Repertoire der Kastraten auseinander. Denn seit es die kleine Operation nicht mehr gibt, interpretieren die Sänger, die deren Rollen übernehmen, Arien, die nicht für sie geschrieben wurden und müssen sich anpassen. Nun kam es vor, dass Händel selbst, wenn er eine Oper mit einer ganz neuen Besetzung einstudieren musste, manchmal ganze Rollen transponierte, um sie für die neuen Sänger anzupassen. Jaroussky hat sich entschlossen, es ihm gleich zu tun. Denn bestimmte Arien, die zu seiner Stimme gut passen würden, liegen in der Originalversion nicht unbedingt in der richtigen Tonart vor. Wie auch immer, die Erkundung Händel’scher Raritäten hat dieses ausgezeichnetes Ergebnis gebracht - abwechselnd virtuos und reich an Koloraturen, introvertiert und erzählerisch, lyrisch oder explosiv. Das Artaserse-Ensemble spielt ohne Dirigenten. Jaroussky gibt selbst mit dem Klang seiner Stimme den Ton an. © SM/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 16. März 2018 | Evidence

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