Genre :

Die Alben

HI-RES21,81 Fr.
CD15,59 Fr.

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 23. März 2018 | Aparté

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
In den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts entwickelte sich im lutherischen Deutschland die Tradition, jedes Jahr in der Karwoche ein Passionsoratorium aufzuführen. In Hamburg, wo Telemann sechsundvierzig Jahre lang Musikdirektor war, hat er also ebenso viele Passionen aufgeführt. An seinen früheren Stellen hatte er ebenfalls Passionsoratorien aufführen lassen, wodurch sich die Zahl seiner Werke zu diesem Thema auf ungefähr sechzig (!) beläuft. Diese Passionen konnten entweder rein liturgischen Charakter haben, das heißt, sich streng an den Text eines der vier Evangelisten halten, oder aber die Passionserzählungen durch die Erzählung eines zeitgenössischen Autors frei umschreiben, oder auch Meditationen über diese Ereignisse enthalten. So ist es beim Seligen Erwägen von Telemann der Fall, dessen ausführliche Überschrift präzisiert: Oratorium von der Passion oder spirituelle Betrachtung über das bittere Leiden und den Tod Jesu Christi als Anstiftung zum Gebet, in verschiedenen Meditationen aus der Passionsgeschichte. Keine lineare Passionserzählung also wie bei Bach, sondern eine Folge einzelner musikalischer Meditationen. Das Werk ist anscheinend 1719 in einer Urfassung entstanden, wurde dann drei Jahre später für Hamburg überarbeitet und ergänzt, wo es am 19. März 1722 zum ersten Mal aufgeführt worden ist. Es hatte großen Erfolg und wurde in den folgenden Jahrzehnten häufig wiederaufgenommen. Es war vielleicht sogar die am häufigsten gespielte Passion des 18. Jahrhunderts, noch vor der Brockes Passion desselben Telemann… Es gibt weder Evangelisten noch Erzähler, sondern nur eine Erwähnung der wichtigsten Ereignisse der Leidensgeschichte. Daher enthält das Werk nur zwei Hauptrollen: Christus mit sechs Arien und sechs Rezitativen sowie die Allegorie der Frömmigkeit (Sopran oder Tenor), die die Gedanken der Gläubigen in acht Arien und acht Rezitativen zum Ausdruck bringt. Ansonsten bleiben nur Petrus mit seiner Leugnung und Verzweiflung und Kaiphas, der Hohepriester, der Jesus verurteilen wird, mit einer einzigen, aber sehr dramatischen Arie. Es handelt sich also tatsächlich um eine Folge einzelner meditativer Andachten. Die Instrumentierung ist außerordentlich abwechslungsreich. Zu den Streichern, dem Continuo und den gewohnten Holzbläsern wurden, aufgrund ihrer besonderer Klangfarben zwei Hörner, zwei Chalumeaus, Vorfahren der Klarinette eingesetzt – wie schade, dass Bach diese Klangfarben niemals verwendet hat! –, Echoeffekte mit Blockflöten, ein wunderschönes Fagott-Solo, das sich um die Sopranstimme rankt... kurz, Telemann beweist uns wieder einmal, dass er keineswegs ein übersprudelnder barocker Vielschreiber, sondern eines der größten musikalischen Genies seiner Zeit war. Es spielen das vorbildliche Freiburger Barockorchester mit einer wunderbaren solistischen Besetzung. © Marc Trautmann/Qobuz
HI-RES17,99 Fr.
CD11,99 Fr.

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 24. März 2017 | Ricercar

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
HI-RES23,99 Fr.
CD15,99 Fr.

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 1. April 2016 | Carus

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason