Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Die Alben

Ab
HI-RES43,19 Fr.
CD28,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 1. Dezember 2020 | Aeolus

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES24,99 Fr.
CD21,49 Fr.

Vokalmusik (weltlich und geistlich) - Erschienen am 24. Juli 2020 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Der Dirigent Antonio Pappano tauscht seinen Taktstock bereitwillig gegen die Tasten des Klaviers, um genüsslich große Sänger zu begleiten. Hier ist er in perfekter Harmonie mit dem englischen Tenor Ian Bostridge in einem spannenden Programm mit einer Auswahl von Beethovens Liedern zu hören. Das Herzstück dieses Albums ist natürlich An die Ferne Geliebte, das als erster Liederzyklus der Musikgeschichte gilt. Die sechs Gedichte werden vom Bild der idealisierten und von der ersten Begegnung an distanzierten Frau dominiert, gefolgt von Trennung und quälender Sehnsucht nach der Geliebten. Die Melancholie dieser ergreifenden Liebesklage lässt sich auch durch die Ankunft des heiteren Frühlings nicht vertreiben.Zwanzig weitere Lieder, darunter das berühmte Adelaide, das Schubert ebenfalls vertont hatte, beweisen, dass Beethoven auch ein großer Meister des Liedes und des Volksliedes war. Ian Bostridge und Antonio Pappano interpretieren diese seltenen Kostbarkeiten auf einfühlsame und subtile Weise. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES49,24 Fr.
CD35,18 Fr.

Klassik - Erschienen am 15. Mai 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Nach "Inventions" liegt mit "Apotheosis" der dritte und letzte Teil der Gesamtaufnahme von Beethovens Streichquartetten vor, die einer neuartigen Konzeption folgt: Die Quartette sollen entsprechend ihrer Position in den drei großen Schaffensperioden des Komponisten (Lehrzeit – „heroische“ Periode – Reifezeit) angeordnet werden. Hier sind die letzten versammelt, d.h. die Werke, in denen die im Laufe der jeweiligen Schaffensabschnitte erworbenen Stilmittel ihre volle Entfaltung erfahren haben. © harmonia mundi
Ab
HI-RES29,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 3. April 2020 | Warner Classics

Hi-Res Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 7. Februar 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Isabelle Faust und Alexander Melnikov in bewährter Kooperation, jetzt in der zweiten Folge ihrer Gesamtaufnahme der Sonaten für Fortepiano und Violine von Mozart. Konsequent setzen sie die Linie ihrer historisierenden Interpretation fort, die allein durch die Klangcharakteristik des Hammerflügels sehr spezifisch wirkt (einem 2014 gebauten Fortepiano von Christoph Kern nach einem Vorbild von Anton Walter aus dem Jahr 1795). Insgesamt folgt diese Darstellung dem Prinzip der musikalischen Klangrede, klar und deutlich, reaktionsschnell und energetisch. © Hornig, Norbert / www.fonoforum.de
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 7. Februar 2020 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen 5 de Diapason
Die im Titel dieses Albums angekündigten "Entdeckungen" sind kleine Gelegenheitswerke, überwiegend Märsche, die Luigi Cherubini komponierte, als er in Paris Direktor des Konservatoriums war. Das zentrale Werk des Programms, das Riccardo Chailly an der Spitze der Philharmonie der Mailänder Scala dirigiert, ist jedoch die einzige Symphonie des italienischen Komponisten. Sie entstand als Auftragswerk für die Londoner Royal Philharmonic Society, die vergeblich darauf wartete, Beethovens Neunte Symphonie präsentieren zu können, denn sie stand nicht rechtzeitig zur Verfügung.Trotz aller Hochachtung, die der deutsche Komponist seinem italienischen Kollegen entgegen brachte, ist Cherubini noch lange kein Beethoven. Seine Symphonie in D-Dur, die einst leidenschaftlich von Arturo Toscanini verteidigt wurde, ist zwar gut gemacht, kann aber nicht mit denen Beethovens verglichen werden. Chailly verleiht dieser Musik zwar eine schöne Energie. Das reicht aber nicht aus, um daraus ein Meisterwerk zu machen. Die Bedeutung dieses Albums, das im Rahmen des Beethoven-Jahres 2020 veröffentlicht wird, liegt vor allem in der Tatsache, dass es hier einen von dem deutschen Meister hochgeschätzten Komponisten zu entdecken gibt. © François Hudry/Qobuz
Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD21,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 31. Januar 2020 | Sony Music Labels Inc.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 24. Januar 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 17. Januar 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Gerade heute erst habe ich mich aus gegebenem Anlass wieder einmal ein wenig durch die Klaviermusik von Carl Philipp Emanuel Bach durchgehört. Was für ein Kosmos! Jedes Mal sind erstaunliche Entdeckungen bei diesem viel zu selten gespielten Meister zu machen. Rückblickend ist es kaum verständlich, warum sein Œuvre so lange am Rande liegen blieb, wo sich doch alle großen Klassiker auf ihn bezogen haben. Die Gründe dafür sind vielfältig, vor allem aber liegen sie in der anspruchsvollen Musik selbst begründet: Sie verlangt seitens der Interpreten eine genaue Vorbereitung, sie will in ihrer Sprache und Sprachhaftigkeit erkundet werden und kann nicht auf jedem Instrument ihre Seele und Klanglichkeit voll entfalten. In diesem Sinne überzeugt die vorliegende Produktion mit Xenia Löffler und der Berliner Akademie für Alte Musik freilich in jedem Takt. Von irgendwelchen angeblichen Limitationen einer alten (oder nachgebauten) Oboe ist hier rein gar nichts zu spüren. Xenia Löffler verfügt auf ihrem Instrument über eine Virtuosität, die ins Staunen versetzt, fasziniert und einen rasch zu der Überzeugung bringt, dass es so und wohl kaum anders klingen muss: satt im Ton, mit deutlichen dynamischen Differenzierungen, einer lebendigen Artikulation und einem musikalischen Effet, der sich nicht aufdrängt, sondern mitzieht. Dies gilt natürlich für die raschen Ecksätze, noch mehr aber verblüfft dies in den weit geschwungenen Linien im Adagio oder Largo. Die hier dargebotene Empfindsamkeit ist nichts anderes als das Spiegelbild des damaligen „Sturm und Drang“. Gegenüber der Solistin wirkt das Orchester allerdings etwas indirekt, auch in den beiden Sinfonien. © Kube, Michael / www.fonoforum.de
Ab
HI-RES24,99 Fr.
CD21,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 18. Dezember 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 22. November 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES24,99 Fr.
CD21,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 15. November 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
Ab
HI-RES36,49 Fr.
CD25,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 15. November 2019 | ECM New Series

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Es erstaunt immer wieder, dass Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo in ihrer Deutungsvielfalt keinesfalls ausgeschöpft sind. Das zeigt jetzt auch die zweite Einspielung von Thomas Zehetmair bei ECM. Seine erste Aufnahme erschien 1983 bei Teldec und erregte damals einiges Aufsehen, denn sie entstand in Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt, ausgeführt aber auf einer modernen Violine. Wie reflektiert, kreativ und geigerisch souverän Zehetmair diese große Aufgabe Jahrzehnte später noch einmal angeht, ist faszinierend. Diesmal hat er historisches Instrumentarium gewählt (für die Partiten und Sonaten jeweils eine andere Barockgeige) und stellt die Musik Bachs mit großer Klarheit und Transparenz in den Raum, in einer „historisierenden“ Interpretation voller Fantasie und Vitalität, kontrastreichen Tempi, deutlich abgestufter Dynamik und einem Sinn für das Improvisatorische. Verfeinerung auf der ganzen Linie. Dazu gibt es Überraschungsmomente, etwa den „attacca“-artigen Übergang zwischen Courante und Double (Presto!) in der ersten Partita. Gern bringt Zehetmair auch, quasi improvisierend, zusätzliche Verzierungen in Wiederholungen an. Konsequentes Non-vibrato-Spiel prägt den Klang, der rund und fein ist, niemals dünn. Zehetmair sensibilisiert das Ohr für die Architektur, für Struktur und Harmonik. Die Tanzsätze schweben mit spielerischer Leichtigkeit dahin, und die Akkordbrechungen in den Sonaten-Fugen werden nie zum Kraftakt. Die Chaconne, der große Prüfstein, zieht wie eine Reise mit unendlich vielen Eindrücken vorüber. Peter Gülke steuerte einen erhellenden Begleittext bei und die Propsteikirche St. Gerold im österreichischen Vorarlberg die vorzügliche, von natürlichem Hall getragene Akustik. Grandios! © Hornig, Norbert / www.fonoforum.de
Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD23,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 8. November 2019 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica
This release, issued to mark the 75th birthday of the great pianist Nelson Freire in 2019, is hardly a typical album of encores. A good deal of it is devoted to a single composer, Edvard Grieg. Other composers are represented by multiple works, and there are substantial pieces like the Rachmaninov Prelude in B minor, Op. 32, No. 10, that would not fill the role of encore well. You might take the word "encore" in another way, though: to mean things reprised. Many of these pieces are ones Freire knows well, has played many times, and has explored at a truly breathtaking level of detail. The Grieg Lyric Pieces are not virtuoso works, and indeed are often played by amateurs, but you haven't heard them played like Freire plays them, with each one a little study in phrasing and register. You could sample almost anywhere here, but try the first of the Shostakovich Fantastic Dances, Op. 5, which has an entrancing subtlety from the very first notes. Freire, a famed virtuoso, mostly avoids showpieces here, but, as if to say he hasn't lost the ability, he does drop some in. The album is, then, an encore to Freire's remarkable career, which isn't over yet. © TiVo
Ab
HI-RES28,99 Fr.
CD20,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Im Sommer 2018 erschien bei der Deutschen Grammophon das Debütalbum von Daniel Lozakovich. Der junge schwedische Geiger russischer Abstammung profilierte sich mit einem Bach-Programm als ein Künstler mit seriösem Profil, musikalisch überzeugend und geigerisch über jeden Zweifel erhaben. Seine zweite Aufnahme setzt den Fokus ganz auf Tschaikowsky, das Violinkonzert und eine Reihe romantischer Miniaturen, die meist Bearbeitungen sind. Zunächst ist Lozakovich von der ersten Note an wieder der souveräne Geiger. Er stellt den Solopart ganz klar in den Raum, tonschön, farbig, mit einem relativ eng schwingenden Vibrato, ausgeführt auf der berühmten Stradivari „Le Reynier“ von 1727, die eine Zeit lang von Maxim Vengerov gespielt wurde. Lozakovich hat alles unter Kontrolle, nicht nur Finger- und Bogenhand, sondern auch seine Emotionen. Er ist kein Draufgänger, der sich oder anderen etwas beweisen muss, auch klingt sein Spiel in keiner Weise manieriert. Es ist kultiviert, mit kalkuliertem Risikofaktor. Schade, dass er den langsamen Satz, die „Canzonetta“, nicht wie von Tschaikowsky vorgeschrieben „con sordino“, also mit Dämpfer spielt. Auch viele andere verzichten auf diesen besonderen Klangeffekt, und der Satz verliert etwas von seinem Zauber. Die kurzen Stücke spiegeln ein Kaleidoskop von Gefühlen, der Titel der CD ist hier Programm. „None but the Lonely Heart“ (Nur wer die Sehnsucht kennt) signalisiert pure Melancholie. Die Bearbeitung des berühmten Liedes für Violine und Klavier stammt von Mischa Elman. Am Schluss wird es wieder beschwingter mit dem „Valse Scherzo“, und man fragt sich, wie sich dieser junge, hochbegabte Geiger wohl weiterentwickeln wird. © Hornig, Norbert / www.fonoforum.de
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 18. Oktober 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Alexander Melnikov ermöglicht immer wieder neue Sichtweisen auf altbekannte Werke. Teilweise helfen ihm dabei historische Instrumente. Beim zweiten Teil seiner Gesamtaufnahme der Klaviersonaten von Prokofjew gelingt ihm das aber auch auf dem modernen Konzertflügel. Neben der frühen vierten stehen die von Sviatoslav Richter 1943 in Moskau uraufgeführte siebte und die für Richter geschriebene neunte Sonate auf Melnikovs Programm. Und naturgemäß muss sich jede neue Aufnahme an Richters Referenzen messen. Melnikov behauptet sich erstaunlich gut, weil er einen ganz anderen Zugang als Richter zu wählen scheint. Während in Richters Interpretationen die Musik zumeist wie gerade komponiert wirkt (was auch ein wenig am historischen Klangbild und am Hintergrundwissen des Hörers liegen mag), Richter das Moderne, die Dissonanzen, die Expressivität der Werke in den Vordergrund zu stellen scheint, kommt bei Melnikov Prokofjew stärker als „Klassiker“ zum Vorschein. Melnikov spielt ungemein nuanciert, nicht so draufgängerisch, dafür aber jederzeit transparent. Besonders deutlich wird der Unterschied in der siebten Sonate. Bereits das Allegro inquieto klingt bei Richter ungezähmter als bei Melnikov, erst recht das finale Precipitato. Melnikov arbeitet die Toccata höchst differenziert aus. Richter geht den Satz schneller an, wilder, härter, dafür längst nicht so transparent. Beides hat seine Berechtigung. Melnikovs Einspielung profitiert von den Vorzügen der heutigen Aufnahmetechnik. Sein Flügel klingt wärmer, feiner, runder, nicht so direkt, was gerade in den langsamen Sätzen – wie etwa im Andante tranquillo der neunten Sonate – zum Vorteil wird. Und Melnikov spielt so klangsinnlich, farbenreich und sanglich, dass Prokofjew auch im Lichte der Spätromantik erscheint. © Willmes, Gregor / www.fonoforum.de
Ab
HI-RES30,99 Fr.
CD23,49 Fr.

Klassik - Erschienen am 11. Oktober 2019 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Obwohl er allein auf dem Cover erscheint, räumt der Bariton Christian Gerharer der Sopranistin Camilla Tilling auf seinem Schumann-Album einen wichtigen Platz ein. So bleiben die ursprünglichen Tonarten – und damit die Architektur des Zyklus – erhalten. Die Stimmen vermischen sich und ihr Dialog erinnert uns daran, dass Clara diese Lieder wie einen Blumenstrauß zur Hochzeit geschenkt bekam. Die Tonaufnahme ertränkt die Stimmen und das Klavier manchmal in einem Klangstrudel. Zum Glück präsentieren uns die Interpreten eine verliebte Lesart dieser Goethe, Rückert und Burns entlehnten Gedichte. Beide lassen jeden Konsonanten auf der Zunge zergehen. Die Gedichte erklingen in perfekter Aussprache und mit einem frappierenden Sinn für Diktion (genießen Sie die sinnliche Wiederholung von Kuss von Camilla Tilling in Lotosblume, ebenso verstörend wie die von Margaret Price) und Erzählung (als Virtuose der Nuancen erfüllt Christian Gerhaher die aufeinander folgenden Episoden des Hochländers Abschied mit Leben). In Begleitung des Pianisten Gerold Huber wird uns hier ein sehr schönes Album geboten, das dem wunderbaren Klangdichter Schumann Gehör verschafft. © Elsa Siffert/Qobuz
Ab
HI-RES31,99 Fr.
CD25,99 Fr.

Klassik - Erschienen am 4. Oktober 2019 | Academy of Ancient Music

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Aus zwei Gründen hat Händels Passionsoratorium „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ (gemeinhin „Brockes-Passion“ genannt) im heutigen Konzertbetrieb einen schweren Stand: Zum einen wirkt die Dichtung des Hamburger Ratsherrn Barthold Heinrich Brockes, die den Christenmenschen mit drastischen Bildern rühren will, etwas befremdlich, sofern man sich nicht wirklich auf sie einlässt, zum anderen sind die Arien und Chöre im Vergleich zu Bachs oratorischen Passionen recht kurz. Aber genau hier liegt der Schlüssel zum Verständnis dieses Werks: Händel schrieb es in London als Auftragskomposition, und es ist faszinierend, wie gut er rund zehn Jahre nach seinem Weggang aus Hamburg die dortigen Gepflogenheiten noch kannte und bediente. Ihm ging es weniger um eine subtile Ausdeutung des ohnehin schon klaren Textes als vielmehr um die klangliche Umsetzung des Grundaffekts, und das ist ihm hervorragend gelungen. Nach August Wenzingers Pioniertat (1967) haben Nicholas McGegan (1985), Peter Neumann (2009) und Laurence Cummings (2017) mit jeweils recht guten Aufnahmen zusätzliche Beweise dafür erbracht, dass Händels einziges deutschsprachiges Sakralwerk größeren Formats wirklich gut „funktioniert“. 2019, dreihundert Jahre nach der Erstaufführung, sind gleich vier weitere Studioproduktionen entstanden, von denen zwei nunmehr vorliegen (die Aufnahmen von Stefan Schultz und Jonathan Cohen sollen 2020 erscheinen). Dabei hat die Academy of Ancient Music mit einer Neuedition, die nicht nur alle Varianten, sondern auch die von Charles Jennens ins Englische übersetzten Teile berücksichtigt, einen enormen Aufwand betrieben. Ein 220 Seiten starkes Beiheft informiert ausführlich über philologische und aufführungspraktische Detailfragen sowie über den musikalischen, historischen und kulinarischen (sic!) Kontext, und mit einer Diskografie, die auch Einspielungen anderer Vertonungen von Brockes’ Libretto berücksichtigt, sowie zahlreichen Faksimiles genügt diese eindrucksvolle Publikation auf jeden Fall schon wissenschaftlichen Ansprüchen. Interpretatorisch bleibt Richard Egarr aber ungeachtet des exzellenten Spiels der AAM einiges schuldig: Mit wenig überzeugenden Argumenten versuchen er und sein Team alles, was man über die Hamburger Aufführungspraxis weiß, wegzudiskutieren, um einen großen Chor (je fünf Sänger pro Stimme) und Solisten mit wuchtigen Opernstimmen zu rechtfertigen. Lars Ulrik Mortensen beschränkt sich in der Vergleichseinspielung auf neun Solisten, die zusammen den Chor bilden, und kommt damit zu einem nicht nur transparenteren, sondern auch dramatischeren Ergebnis. Während Egarr auch auf unbetonten Silben bzw. Zählzeiten einen sostenuten Klang produzieren lässt, hält Mortensen seine Sänger und Spieler zu einer rhetorischen Deklamation an, was den Predigtcharakter der Brockes-Passion unterstreicht. Egarr neigt zu gehetzten Tempi (völlig verfehlt: „Dem Himmel gleicht sein bunt gestriemter Rücken“) und nimmt beispielsweise den Choral „Ach, wie hungert mein Gemüte“ fast doppelt so schnell wie Mortensen, der sich durchweg am Tempo ordinario orientiert. Auch die Aussprache des Deutschen ist in Mortensens Solistenriege deutlich besser als in Egarrs, in der oftmals ein starker englischer Akzent stört. Immerhin bietet die britische Produktion das edlere instrumentale und aufnahmetechnische Klangbild. Philologisch geht der Punkt also an Egarr, interpretatorisch klar an Mortensen. © Hengelbrock, Matthias / www.fonoforum.de
Ab
HI-RES33,29 Fr.
CD23,79 Fr.

Klassik - Erschienen am 27. September 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason