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Genre :

Die Alben

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Debussy - The Philips recordings 1951-1957

Hans Henkemans

Piano solo - Erschienen am 16. März 2018 | Universal Music Division Decca Records France

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Die Initiative der beiden ehemaligen von Philips Records – einer von ihnen ist Tom Deacon, der Produzent der phänomenalen CD-Box „Great Pianists of the 20th Century“ aus den 1990er-Jahren – nämlich die Neuauflage aller Debussy-Einspielungen, die Hans Henkemans zwischen 1951 und 1957 für das niederländische Label realisiert hat, ist eines der schönsten Ereignisse dieses hundertjährigen Jubiläumsjahres. Diese historischen Aufnahmen, die bis heute noch nicht alle wieder aufgelegt wurden, und etwa zur gleichen Zeit entstanden sind wie die von Marcelle Meyer (Les Discophiles Français), Albert Ferber (Ducretet-Thomson), Walter Gieseking (His Master’s Voice), Menahem Pressler (MGM Records) und Reine Gianoli (Westminster), unterscheiden sich von ihren Zeitgenossen durch ein Bemühen um Texttreue und vor allem die völlige Abwesenheit jeglichen Impressionismus. Was Hans Henkemans – 1913 geboren, Komponist und bedeutende Persönlichkeit des niederländischen Musiklebens zwischen 1930 und 1960 – vor allem interessiert hat, ist das abwechslungsreiche rhythmische Vokabular des französischen Komponisten. Der Rhythmus scheint sehr häufig, insbesondere in den modernen Zyklen (Estampes, Images, Children’s Corner), vor einem rein klanglichen oder harmonischen Aspekt Vorrang zu haben, auch wenn das natürliche, klare und transparente Spiel von Hans Henkemans diese charakteristischen Merkmale des Debussy‘schen Universums nicht im geringsten abschwächt. Reflets dans l’eau könnte zwar durch das rasche Tempo, seine etwas lapidare Expressivität, aber auch durch seine flüchtigen Impulse und die kräftigen Akzentuierung in Passagen größten Fortissimos überraschen. Henkemans Spiel ist von großer Freiheit und besitzt einen weiten Atem, bleibt jedoch immer in Übereinstimmung mit einem strengen Respekt des rhythmischen Formats. Cloches à travers les feuilles, das längste und auch schwierigste der Images pour piano, überrascht durch häufige Tempoänderungen wie auch durch ein extremes Bestreben nach klarer Artikulation. Für viele bleiben jedoch die 12 Etudes das Beste aus Henkelmans‘ Vermächtnis bei Debussy. In diesem späten und ausgefallenen Zyklus konnte sich sein strenges gleichzeitig exzentrisches Spiel ganz natürlich entfalten. Nur wenige andere Musiker haben bei Pour les degrés chromatiques eine solche Geschwindigkeit oder bei Pour les agréments ein solches Temperament an den Tag gelegt. Sehr beeindruckend! Wie Tom Deacon zutreffend im Booklet formuliert „können und müssen diese Interpretationen als Vorläufer der modernen Visionen von Debussy verstanden werden, wie sie von Charles Rosen, Arturo Benedetti Michelangeli, und sogar dem jungen Michel Béroff oder dem Dirigenten Pierre Boulez zum Ausdruck gebracht werden. Sie alle haben dazu beigetragen, Debussys Musik von den Gebrauchsspuren zu befreien, die durch Missinterpretationen mehrerer Generationen hinterlassen wurden.“ Die vorliegende Neuauflage stellt hier einiges richtig! © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Handel : Agrippina

Joyce DiDonato

Classique - Erschienen am 31. Januar 2020 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama
Als Händel Agrippina komponierte, war er 24 Jahre alt. Er hielt sich damals in Italien auf und war von der italienischen Musik fasziniert. Die Komödie ist voller Antihelden, die von maßloser Gier nach politischer und sexueller Macht getrieben werden. Ihre unmoralischen, korrupten und dekadenten Intrigen sind zentraler Bestandteil des Alltags der Führungsschicht im antiken Rom. Händel schrieb diese Oper im Auftrag eines Theaters in Venedig innerhalb von drei Wochen. Das Werk wurde an 27 Abenden hintereinander mit großem Erfolg aufgeführt und begründete den europäischen Ruf des jungen Komponisten. Die Partitur voller Emotionen und überraschender Wendungen verblüffte das verwöhnte venezianische Publikum. Allerdings hätten amerikanische Filmemacher wie Martin Scorsese oder die Coen-Brüder an den Zutaten dieses bunte Librettos – Verrat, vorgetäuschte Liebe, Attentate und Lügen – bestimmt auch ihre Freude. Die vorliegende Studioaufnahme, die im Mai 2019 während einer Europa-Tournee in den Dolomiten entstand, besticht durch ihre großartige Besetzung, allen voran die strahlende Joyce DiDonato als Agrippina auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Sie bezaubert durch wunderbar geführte Vokalisen und Verzierungen und glänzt in dieser schwierigen Rolle mit vielen Facetten, die von überragender Klugheit über die Kunst der Manipulation bis hin zur Liebe einer Mutter oder Ehefrau reichen. Neben ihr brillieren Franco Fagioli (Nerone), Jakub Józef Orliński (Ottone), Marie-Nicole Lemieux (Giunone) sowie Elsa Benoit (Poppea) unter der engagierten Leitung von Maxim Emelyanychev an der Spitze des Ensembles Il Pomo d’Oro. Händel vom Feinsten. © François Hudry/Qobuz
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Mozart: Die Zauberflöte (Intégrale)

René Jacobs

Opéra - Erschienen am 7. Oktober 2010 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - Choc de Classica - Herausragende Tonaufnahme
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Bach : The Well-Tempered Clavier, Vol. II

Dina Ugorskaja

Classique - Erschienen am 16. September 2016 | CAvi-music

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Berlioz : Symphonie fantastique (Live)

Les Siècles

Classique - Erschienen am 25. Oktober 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Haydn : Missa Cellensis, Hob. XXII:5

Doyle Justin

Classique - Erschienen am 15. November 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Joseph Haydn hat uns mehr als ein Dutzend Messen hinterlassen, die er zwischen den Jahren 1748 und 1802 komponiert hatte. Die auf dieser neuen Produktion der Akademie für Alte Musik zusammen mit dem exzellenten, von Justin Doyle dirigierten Berliner RIAS-Kammerchor präsentierte Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae kennen wir vielmehr unter dem Namen, den sie erst später erhielt: Missa Sanctae Caeciliae („Cäcilienmesse“).Es ist Haydns umfangreichste Messe und seine einzige festliche Kantatenmesse in lateinischer Sprache, die in abwechselnder Reihenfolge aus Arien, Instrumentalstücken und Chorgesang besteht. Man könnte sagen, dass Haydn mit der Komposition einen Meilenstein setzen wollte, indem er auf geschickte Weise die seiner Zeit entsprechend „moderne“ und die von seinen Vorgängern gepflegte „barocke“ Kompositionsweise miteinander kombinierte. In seiner ausführlichen, dem Komponisten gewidmeten Biografie erinnert Marc Vignal zu Recht daran, welch wichtigen Platz, genauso wie seine Streichquartette und Sinfonien, Haydns Messen in dessen Werk einnehmen, aber auch hinsichtlich des religiösen Schaffens seiner Zeit. Die vorliegende Einspielung, die anlässlich eines im Juni 2018 im Berliner Konzerthaus veranstalteten Konzertes entstand, ergänzt eine an Chorwerken bereits umfangreiche Diskografie des RIAS-Kammerchor, der bislang jedoch Haydns Meisterwerke noch nicht in Angriff genommen hatte. © François Hudry/Qobuz
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Melancholia (Madrigaux & Motets autour de 1600)

Geoffroy Jourdain

Récitals vocaux - Erschienen am 14. September 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica
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Widmann : Viola Concerto

Antoine Tamestit

Musique concertante - Erschienen am 23. Februar 2018 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama
Eintracht ohne Eintönigkeit. Diese Aufnahme kam auf Initiative von Antoine Tamestit und dank der langjährigen musikalischen Verbundenheit zwischen dem Interpreten und dem Komponisten Jörg Widmann zustande. Das Wandeln des Solisten inmitten des Orchesters und das Eindringen seines Spiels in das Innerste der Werke lösen schöpferische Prozesse aus und lassen völlig neue Klangmischungen entstehen: Zwischen Komik und Ernst, Wildheit und Feinsinn wechselnd, entbirgt die Dramaturgie von Widmanns Musik deren einzigartige, ergreifende Schönheit und erhebt den Bratschisten zu einem wahren Helden – unüberhörbar! © harmonia mundi
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Belá Bartók: String Quartets Nos. 2, 4, & 6

Jerusalem Quartet

Classique - Erschienen am 7. Oktober 2016 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Joseph Haydn : Scottish Airs

Werner Güra

Lieder (Allemagne) - Erschienen am 7. April 2014 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Hi-Res Audio
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Bach: Clavier-Übung Teil III, Orgelmesse

Johannes Lang

Musique de chambre - Erschienen am 25. Februar 2017 | J. S. Bach-Stiftung

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Tchaikovsky : La Dame de Pique, Op. 68 (Live)

Mariss Jansons

Opéra - Erschienen am 28. August 2015 | BR-Klassik

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Les Vents Français - Winds & Piano

Les Vents Français

Musique de chambre - Erschienen am 1. Januar 2014 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Gramophone Editor's Choice - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Mit ihren Quintetten für Klavier und Bläser hatten Mozart (KV 452) und Beethoven (op.16) eine neue Gattung geschaffen: das kammermusikalische Klavierkonzert mit Bläserbegleitung. In den folgenden Epochen haben Komponisten ganz unterschiedlicher Couleur die Möglichkeiten, die sich aus der ganz speziellen Klangmischung ergaben, weitergesponnen. Beschränkten sich Mozart und Beethoven noch auf ein Bläserquartett, bestehend aus Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, war später das von Anton Reicha kreierte klassische Bläserquintett mit Flöte die Regel. Anknüpfend an die beiden Klassiker bietet das vorliegende Programm sechs weitere sehr charakteristische Beispiele: aus Frankreich das Sextett op. 40 von Louise Farrenc (1804-1875), das Quintett (ohne Horn) von André Caplet (1878-1925), das Divertissement op. 6 von Albert Roussel (1869-1937) und das Sextett von Francis Poulenc (1899-1963). Der deutschen Spätromantik verpflichtet ist der aus Bozen stammende Ludwig Thuille (1861-1907) mit seinem Sextett op. 6, während Nikolai Rimskij-Korsakow (1844-1908) mit seinem Quintett (ohne Oboe) die russische Variante beisteuert. Das fabelhafte Bläserquintett Les Vents Français (siehe dazu auch FONO FORUM 10/14) demonstriert erneut brillantes Ensemblespiel der Extraklasse, perfekt ergänzt durch den stets subtil „mitatmenden“ Pianisten Eric Le Sage. Letzterer hat sich schon früher bei zahlreichen Bläseraufnahmen als idealer Partner erwiesen. Hier ergänzen seine virtuosen Soloausflüge das vorliegende Bläservergnügen nach allen Regeln der Kunst, ohne im Gegenzug den kammermusikalischen Aspekt zu überspielen. © Arnold, Holger / www.fonoforum.de
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Mondonville : Isbé

Orfeo Orchestra

Classique - Erschienen am 20. Januar 2017 | Glossa

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Qobuzissime
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Mondonville neben Rameau einer der bekanntesten französischen Komponisten. 1793 zog er nach Paris, wurde Geiger am französischen Hof und 1744 Kapellmeister der Chapelle Royale in Versailles. Seine großen Motetten und Instrumentalwerke waren von außergewöhnlichem Erfolg, sowohl in Paris als auch in Versailles. 1742 komponierte er zum ersten Mal für die Académie Royale de musique und seine Werke wurden noch bis in die 1770er Jahre aufgeführt. Auch wenn er zu Rameaus größtem Rivalen zählte, so kennzeichnete ihn sein extrem italienischer Stil, der den Kompositionsstil Vivaldis an die französische Orchesterform anpasste. Wie sooft in Zeiten, in denen die Debatten um den musikalischen Nationalismus die Runde machten, wurde die Pastorale Isbé von 1742 öffentlich schlecht gemacht: das Libretto aufgrund seines Manierismus, die Partitur aufgrund ihrer Modernität. Heute ist nur eine einzige Quelle dieses Werks erhalten, eine unvollständige gedruckte Partitur, wobei die Angaben der Orchestrierung bezüglich der Blasinstrumente zu Wünschen übrig lassen…Die Partitur musste also überarbeitet werden, bevor sie der Einspielung dienen konnte. Man ist sofort von der überschwänglichen, instrumentalen Virtuosität verführt, die sich sowohl in den Ballettnummern als auch in den begleiteten Arien und Choralen bemerkbar macht. Gelegentlich komponierte Mondonville sehr originelle Effekte: drei Violoncello-Partien, um die Arie « Amour, dieu séducteur » zu begleiten, eine Komposition in Harmonien, die zu dieser Zeit eine Seltenheit waren, Geigen, die sich mit den Flöten vermischen (Divertimento des dritten Akts), das phänomenale Trio der Drei Hamadryaden und nicht zu vergessen: die außergewöhnlichen, einfallsreichen Rezitative. Der Stil ist vor diesem Hintergrund nicht der Rameaus - sein größter Rivale, dessen posthume Berühmtheit längst die von Mondonville überschritten hat. Zu Unrecht, denkt man sich spätestens nachdem man dieses Meisterwerk gehört hat. Eingespielt wurde es in Budapest mit dem Orchester Orfeo und dem Purcell Chor. © SM/Qobuz 
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Debussy - Saint Saëns - Ravel

Quatuor Modigliani

Quatuors - Erschienen am 28. Januar 2013 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4F de Télérama - 4 étoiles Classica - Hi-Res Audio
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Rossi : La lyra d'Orfeo & Arpa Davidica

Christina Pluhar

Musique vocale profane - Erschienen am 8. November 2019 | Erato - Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Der Römer Luigi Rossi, der in den Papst-Familien Borghese und Barberini diente, bevor er von dem ebenfalls aus Rom stammenden Kardinal Mazarin nach Paris geholt wurde, war auch ein Favorit des jungen Sonnenkönigs, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts also ein Mann, der die italienisch-französische Musik wesentlich prägte. Christina Pluhar ist der römischen Musik jener Zeit besonders verbunden, was sich 2005 in einer Produktion mit Veronique Gens niederschlug, die die erste CD dieses Albums belegt. Harfenschlag dominiert die Begleitung durch die historischen Instrumente, wie es dem Sänger Orpheus zukommt. Die Sängerin gibt sich den Huldigungen an eine raffinierte Liebeskunst mit allen Finessen ihrer Stimme hin, mit Sanftmut, aber auch mit Furor wie beim Lamento di Arione auf einen Rospigliosi-Text. Ganz neu sind die Aufnahmen von Rossi-Arien und Duetten, die Pluhar für die anderen beiden CDs unter dem Titel „Arpa Davidica“ zusammengestellt hat. Hier kommt als zusätzlicher Reiz die unterschiedliche Stimmfarbe der drei Counter-Stars und der beiden Sopranistinnen hinzu, die sich wunderbar ergänzen: Orlińskis leichtzüngige Eleganz, Jarousskys androgyner Charme, Sabadus ̓ stürmische Verletzlichkeit, Céline Scheens humane Entrückung, Giuseppina Bridellis noble Koloratur. Der Liebeskranke lernt im Traum das Lachen – mit einem solchen Lichtblick eines anonymen Zeitgenossen bricht Orliński das Übermaß der Klagen auf, aber auch Jarousskys Schilderung eines liebeskranken Schäfers in einer virtuosen Arie von Giovanni Felice Sances ist nicht ohne Humor. Mit Instrumentalsätzen aus der Rossi-Oper „Il palazzo incantato“ ergänzt L ̓Arpeggiata die Arienfolgen. Ludwig XIV. wäre zufrieden gewesen. © Schaarwächter, Jürgen / www.fonoforum.de
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Martha Argerich and Friends Live from the Lugano Festival 2016

Martha Argerich

Musique concertante - Erschienen am 1. September 2017 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - 4 étoiles Classica
Das Lugano Festival von 2015 war schon außerordentlich reich an ausgewählten und besonders mitreißenden Augenblicken gewesen (u.a. Trio von Brahms, Sonate für zwei Klaviere von Poulenc). Das Festival 2016 hat seinerseits beeindruckende Momente erlebt, denn die große Martha Argerich hatte sich entschlossen, zum ersten Mal nach mehr als dreißig Jahren Gaspard de la nuit wieder in der Öffentlichkeit zu spielen. Die Idee, sich an ihrem eigenen Erfolg vor vierzig Jahren zu messen, bereitete ihr zunächst große Sorgen – sie hatte 1974 für die Deutsche Grammophon eine Ravel-LP mit Gaspard, Sonatine und Valses nobles et sentimentales aufgenommen, die trotz enttäuschender Tonaufnahmen allen in bester Erinnerung geblieben ist. Ein Live-Erlebnis bringt jedoch den Zauber einer sich uneingeschränkt entfaltenden Klangfülle und der visuellen Präsenz. Der Ausdruck der Qualen des Gibet klingt lange nach, bei Skarbo sieht man regelrecht die Irrlichter flackern, während bei in der hell leuchtenden Ondine Anklänge an Liszt sowie an Une barque sur l'océan, das Ravel einige Jahre zuvor geschrieben hatte, zu hören sind. Die Berichte über dieses Lugano Festival 2016 fallen unterschiedlich aus als man es gewohnt ist. Zu Beginn eine echte Repertoirerarität: das Violinkonzert von Busoni in D-Dur (wie auch die von Beethoven, Brahms und Tschaikowsky), das die Opusbezeichnung 35 trägt (wie auch die von Tschaikowsky und Korngold), gespielt von Renaud Capuçon. Ein Werk für zwei Klaviere darf im Repertoire von Argerich nicht fehlen. So spielt sie hier mit Sergey Babayan die Sonate für zwei Klaviere KV 448 von Mozart, ein Stück, das sie seit einigen Jahren regelmäßig mit Freunden spielt. Nicht zu vergessen, das sehr aufrichtige Horntrio von Brahms mit dem Trio Capuçon, Angelich & Guerrier (2015 wurde eine unvergessliche Fassung ohne Horn aufgeführt) und vor allem die Violinsonate von Bach mit Martha Argerich und Tedi Papavrami, die uns völlig vergessen lässt, dass es noch fünf andere Werke von Bach für die gleiche Besetzung gibt, die wir von diesem Duo nicht hören können. Wie immer ist der Moment, den wir mit dem Tiempo & Lechner verbringen höchst anregend und viel zu kurz. Das Duo spielt hier zwei Tänze von de Falla. Beim Festival 2016 hat Argerich auch das Konzert in G-Dur von Ravel aufgeführt. Vielleicht nicht die außergewöhnlichste aller ihrer Darbietungen dieses Werkes, jedoch sind ihre Phrasierungen, ihre Akzente und ihre sehr persönlichen Nuancen so gefühlvoll und berührend wie nie zuvor. Möge das Festival von Lugano in einigen Jahren mit der Hilfe großzügiger Förderer, die sich wehmütig an all diese unvergesslichen Momente erinnern, wieder auferstehen. © PYL
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Martha Argerich & Friends Live at the Lugano Festival 2013 (Édition StudioMasters)

Martha Argerich

Musique de chambre - Erschienen am 19. Mai 2014 | Warner Classics

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Nach der Übernahme von EMI durch Warner Classics erscheint die Jahresdokumentation des sommerlichen Luganer „Projekts Martha Argerich“ zum ersten Mal vom Start weg unter neuem Label. Sonst aber ist alles beim Alten geblieben, auch der Jahrgang 2013 der Reihe bietet Live-Mitschnitte aus Konzerten von „La Martha“ und Musikern ihres Kreises; in der Mehrzahl kommen diesmal Pianisten und Streicher aus der Generation der 70er- und 80er-Jahre zu Wort, die schon früher in diesem Rahmen in Erscheinung getreten sind. Die Werkwahl: eine vertraute Mixtur aus Populärem und Exklusivem. Argerich selber ist zu erleben mit einer weiteren Version von Beethovens C-Dur-Konzert und (zusammen mit ihrem langjährigen Gefolgsmann Mischa Maisky) mit seiner Cellosonate g-Moll. Wie auch in Debussys „Petite Suite“ (mit der Rumänin Cristina Marton) wirkt ihr Spiel überlegen, hellwach und rassig artikulierend wie eh und je, dazu temporeich bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit ihrer Partner. Für Kenner sind vom Repertoire und den Interpretationen her am attraktivsten die Duo-Beiträge mit den kompetenten Geigern Renaud Capuçon in der großen Respighi-Sonate, Alissa Margulis in Liszts Bearbeitung seiner späten „Trauergondel“ und dem jungen Andrey Baranov in der frühen Ravel-Sonate. Für den heiteren Kehraus sorgt diesmal neben Carlo Maria Griguolis sechshändiger Bearbeitung von vier Stücken aus Offenbachs „Gaité parisienne“ ein „Karneval der Tiere“ von Saint-Saëns. Ich fürchte allerdings, dass das ungenierte Chargieren des versammelten „Friends“-Ensembles, am heftigsten in den – haha! – anfängerhaft stolpernden und stümpernden „Pianisten“, den Konzertbesuchern mehr Spaß bereitet haben dürfte als jetzt den Nur-Hörern. © Harden, Ingo / www.fonoforum.de
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Vivaldi: L'incoronazione di Dario

Ottavio Dantone

Classique - Erschienen am 14. April 2014 | naïve classique

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Mit der „Incoronazione di Dario“ brachte Vivaldi 1717 sein etwas ins Schlingern geratenes Opernhaus wieder auf Erfolgskurs. Das Werk zeichnet sich durch eine gute Balance von bewährten Elementen der Opera seria und neuen Impulsen aus. Es ist in Stil und Anlage angenehm innovativ, ohne modisch zu sein. Die Besonderheit der Handlung ist, dass die Königstochter nicht dem siegreichen Helden als Belohnung in Aussicht gestellt wird, sondern dass umgekehrt derjenige, dem es gelingt, das Herz der Königstochter zu erobern, der neue Herrscher sein soll. Es versteht sich von selbst, dass dies eine gute Konstellation für unterhaltsame Intrigen ist. Unter den italienischen Barockmusikern unserer Zeit nimmt Ottavio Dantone fast schon eine Sonderstellung ein, weil er im Gegensatz zu den meisten seiner Landsleute die Auffrischung Alter Musik nicht einseitig übertreibt, sondern lebhafte Tempi und kontrastfreudige Artikulation mit organischen Bögen, durchstrukturiertem Klang und emotionaler Tiefe verbindet. So horcht man in diesen drei Stunden immer wieder auf, ohne verstört zu sein. Dies liegt zweifellos auch an dem interessanten Werk, vor allem aber an den exzellenten Solisten, die allesamt sehr schöne Stimmen haben und technisch ebenso versiert agieren wie stilistisch; hervorzuheben wären der schwedische Tenor Anders Dahlin (Dario) mit seinem hellen, geschmeidigen Timbre und die immer wieder faszinierende Altistin Sara Mingardo (Statira). Die Accademia Bizantina behält, obwohl sie oft an der vorderen Stuhlkante sitzt, immer ihre innere Stabilität und weiß ihre Gestaltungsmittel punktgenau einzusetzen. © Hengelbrock, Matthias / www.fonoforum.de
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Verdi : Messa da Requiem

Lorin Maazel

Messes, Passions, Requiems - Erschienen am 27. März 2015 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason - Choc de Classica