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Die Alben

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Les Messes retrouvées de Jehan Titelouze, Vol. 2

Ensemble Les Meslanges

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 11. September 2020 | Paraty

Hi-Res Booklet
We knew that Titelouze, long considered the founder of the French organ school of the organ, had also left behind vocal music, which was presumed lost. The recent discovery, by Laurent Guillo, of four polyphonic masses composed by Titelouze was a special event, which today allows us to appreciate his contrapuntal genius in all of its diversity. As the only 17th century polyphonic masses from Rouen that have survived, they constitute a precious link in the knowledge of the musical life of the rich Norman capital and its Notre-Dame cathedral, whose organ was played by Titelouze for nearly a half century, from 1588 to 1633. © Paraty
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Heavenly Songes

La Quintina

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 29. Mai 2020 | Paraty

Hi-Res Booklet
Sieben Marienmessen Nicholas Ludfords, jeweils eine für einen Wochentag, sind in vier Stimmbüchern in London überliefert. In einem davon finden sich die Cantus firmi bzw. squares, deren Funktion uneindeutig ist. Es scheint aber, als hätten sie der Improvisation auf der Orgel gedient. Die drei Sänger – also je einer für jede Stimme – finden dank sauberer Intonation zu einem recht angenehmen Gesamtklang, der üppiger ausfällt, als man vielleicht erwarten würde. Spannend sind auch die auf einem Organetto gebotenen Instrumentalstücke. © Emans, Reinmar / www.fonoforum.de
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Howells: Cello Concerto, An English Mass

Choir of King's College, Cambridge

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 7. Juni 2019 | Kings College Cambridge

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This release is likely to get a good deal of publicity due to its status as the final release of Stephen Cleobury as director of the Choir of King's College, Cambridge. However, as president of the Herbert Howells Society, he may not be through with performing the music of this composer just yet. Cleobury deserves kudos for this rather challenging double album; he might easily have compiled a set of favorites of some kind, and enjoyed general acclaim. Instead, he has chosen to go out with a piece of work that makes a deeper connection with tradition. Even though he did not succeed Howells as an organist at Cambridge, he certainly lived and breathed his music, and is as fine an interpreter of it as anyone alive. So, this music is a little Howells survey as well as a Cleobury valedictory, and it succeeds notably on both counts. In addition to choral music, and a set of organ pieces brilliantly realized by Cleobury, there's the lyrical Cello Concerto, performed by Guy Johnston on cello, with the Britten Sinfonia under Christopher Seaman. It's a fine, somehow intimate reading. For Cleobury in his element, sample around on CD 1: the English Mass of 1956, which represented an intentional simplification of Howells' dense, ornate style, is ideally suited to Cleobury and his boys-and-men choristers, but perhaps the highlight of the whole is the limpid Magnificat, a gloriously lyrical, unique response to that text. A fine bookend to Cleobury's Cambridge career. © TiVo
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Bach : St. John Passion, BWV 245 (Live)

Peter Schreier

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 5. April 2019 | Rondeau

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Künstel : Markuspassion

Christoph Hesse

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 5. April 2019 | Christophorus

Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
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Obrecht : Masses

Beauty Farm

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 5. April 2019 | Fra Bernardo

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Mozart : Mass in C Minor, K.427 "Great" (Live)

Howard Arman

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 5. April 2019 | BR-Klassik

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Verdi : Messa da Requiem (Live, 1958)

Herbert von Karajan

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 29. März 2019 | Les Indispensables de Diapason

Auszeichnungen Diapason d'or
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Zelenka : Missa omnium sanctorum, ZWV 21

laBarocca

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 15. März 2019 | Glossa

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Ruben Jais und laBarocca wenden sich mit ihrer neusten Glossa-Veröffentlichung dem unverwechselbaren Jan Dismas Zelenka zu, dessen Missa Omnium Sanctorum auf dem vorliegenden Album eingespielt wurde. Über 30 Jahre lang wirkte Zelenka als Komponist und Kontrabassist am Dresdner Hof, dessen Kapelle in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als eine der hervorragendsten überhaupt galt. Zelenka vollendete diese Messe 1741 als umfangreiches, dynamisches Werk mit zahlreichen einzelnen Abschnitten (insbesondere im Gloria) und besetzte es mit Solisten, Chor und Orchester. Zu dieser Zeit war der Komponist über 60 Jahre alt, und diese Messe gilt als Summa seines kreativen Schaffens. Der Mailänder Ruben Jais – der bereits Werke von Bach und Gluck für Glossa aufgenommen hat – dirigiert voller Elan dieses Werk, in dem sowohl gelehrte akkordische Abschnitte, anregende Fugen, hochbarocke Verzierungen als auch die tänzerischen Elemente des galanten Stils vorkommen. In dieser abwechslungsreichen Musik leitet Ruben Jais ein Solistenensemble, das aus Carlotta Colombo, Filippo Mineccia, Cyril Auvity und Lukas Zeman besteht, aber auch der Chor und das Orchester laBarocca haben in diesem Werk eine tragende Rolle. © Glossa
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J.S. Bach : St. Matthew Passion, BWV 244

Ralf Otto

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 8. März 2019 | Naxos

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Schon mehrfach hat Ralf Otto mit seinem Mainzer Bachchor und -orchester bewiesen, dass er für den Klangkosmos des Thomaskantors über den richtigen Zugriff verfügt. Dramatischer und kontemplativer Ausdruck ergänzen sich auch bei der Matthäus-Passion stimmig. Die Leistungen von Chor und Orchester wirken inspiriert. Gerhild Rombergers sanft strömender Alt gefällt ebenso wie Julia Kleiters lichtvoller Sopran. Matthias Winckhler führt einen noblen Christus-Bass ins Treffen. Georg Poplutz mit seinem jugendlich-hellen Tenor gibt der Evangelisten-Partie überaus lebendigen Umriss. © Zimmermann , Christoph / www.fonoforum.de
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Fauré: Requiem - Poulenc: Figure Humaine - Debussy: 3 Chansons

Mathieu Romano

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 1. März 2019 | Aparté

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Brahms : Ein deutsches Requiem (Live)

Daniel Reuss

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 4. Januar 2019 | Glossa

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Johannes Brahms’ tröstliches Deutsches Requiem erhält durch Daniel Reuss und das Orchester des 18. Jahrhunderts eine frische und durchdachte Neuinterpretation. Nach dem Tod seines Leiters Frans Brüggen vor einigen Jahren fällte dieses renommierte Orchester die Entscheidung, die dynamische Programmgestaltung mit mehreren Konzerttourneen pro Jahr beizubehalten und nur sorgfältig vorbereitete Live-Aufnahmen zu einzuspielen. Das Orchester band sich nicht an einen festen Dirigenten und arbeitet nun je nach den Anforderungen des aufgeführten Repertoires mit verschiedenen ausgewählten Künstlern zusammen. Einer dieser Dirigenten ist Daniel Reuss, der auch der künstlerische Leiter der Cappella Amsterdam ist – ein Chor, der oft gemeinsam mit dem Orchester auftritt. Eine positiv aufgenommene Einspielung der Missa solemnis mit Reuss und dem Orchester des 18. Jahrhunderts erschien 2017 bei Glossa. Mit der gleichen Besetzung wurde nun Brahms’ bedeutendster Beitrag zur geistlichen Musik eingespielt. Diese neue Version des Deutschen Requiems wurde in der Rotterdamer Konzerthalle De Doelen aufgenommen; die Solisten sind Carolyn Sampson (Sopran) und André Morsch (Bariton). Die Musiker haben sich das Ziel gesetzt, in Bezug auf Klangfarben, Interpretation und Tempi so nahe wie möglich an Brahms’ Absichten zu bleiben. Dieses außergewöhnliche Werk beruht auf deutschen Texten aus Martin Luthers Bibelübersetzung. Man geht davon aus, dass Brahms es als Reaktion auf den Tod seiner Mutter und seines engen Freundes Robert Schumann geschrieben hat. © Glossa
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Messa per Rossini

Riccardo Chailly

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 30. November 2018 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 de Diapason
Messa per Rossini ist eine Totenmesse, die aus 13 unabhängigen, von 13 verschiedenen Komponisten geschriebenen Stücken besteht. Kurz nach Rossinis Tod im Jahr 1868 hat Verdi an Ricordi geschrieben: „… Um das Andenken Rossinis zu ehren, möchte ich, dass die wichtigsten Komponisten Italiens eine Totenmesse komponieren, die an seinem Todestag gespielt werden soll. Ich möchte auf keinen Fall, dass ein ausländischer Komponist, eine Hand, die unsere Kunst nicht kennt und sei sie noch so gewaltig, uns hilft. In diesem Fall würde ich sofort von unserer Vereinigung zurücktreten. Wenn ich in der Gunst des Heiligen Vaters stünde, würde ich ihn anflehen, Frauen an der Ausübung dieser Musik teilnehmen zu lassen. Da dies nicht der Fall ist, wäre es wünschenswert, dass jemand anderes dies veranlassen könnte.“ Das Werk wurde zwar 1869 fertiggestellt, aber die Aufführung wurde abgesagt… schreckliche politische Differenzen. Verdi nahm seinen Beitrag, das abschließende Libera me in einer überarbeiteten Form für sein eigenes Requiem. Ein Vergleich der beiden Sätze, das Original für Rossini und die endgültige Fassung für Verdis Requiem, ist eine faszinierende Erkundung der Kompositionswerkstatt und der Entwicklung Verdis. Die 12 anderen Komponisten haben dem Test der Nachwelt kaum standgehalten. Es ist jedoch interessant zu sehen, was im Bereich der italienischen geistlichen Musik damals geschah. Die Messe für Rossini geriet in Vergessenheit, wurde erst in den 1970er Jahren wieder entdeckt und 1988 uraufgeführt. Hier ist sie unter der Leitung von Riccardo Chailly zu hören, mit dem Orchester und dem Chor der Mailänder Scala und vier führenden italienischen Solisten. © SM/Qobuz
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Conti : Missa Sancti Pauli

György Vashegyi

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 12. Oktober 2018 | Glossa

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Le Choix de France Musique - 5 étoiles de Classica
Der Komponist Francesco Bartolomeo Conti, der im 18. Jahrhundert wirkte, wird sich durch diese Glossa-Aufnahme seiner Missa Sancti Pauli sicher bald größerer Wertschätzung erfreuen. Dieses geistliche Werk wurde vom Purcell Choir und dem Orfeo Orchestra unter der Leitung von György Vashegyi auf geradezu ideale Weise eingespielt. Conti stammte aus Florenz und verbrachte den überwiegenden Teil seiner Laufbahn am Kaiserhof in Wien, wo er viel Interesse erweckte – es ist bekannt, dass sich sowohl der immer aufmerksame J. S. Bach als auch Zelenka mit seiner Musik beschäftigten. Conti blieb dem Publikum bis zum späten 19. Jahrhundert eher durch seine geistliche Musik (wie etwa diese 1715 entstandene Missa Sancti Pauli) im Gedächtnis als durch die Opern, Oratorien und Kantaten, mit denen er den Wiener Hof erfreute und die heute eher im Fokus von Künstlern und Plattenlabels stehen. Contis geistliche Musik ist weniger ein Vorläufer der Klassik als sein dramatisches Schaffen, aber sie weist melodische Süße auf und ist sowohl vokal als auch instrumental im „stile concertato“ geschrieben. Dieser Stil wird mit einer fugiert-imitatorischen Kompositionsweise kombiniert, die an den „stile antico“ erinnert. Das Werk ist aufgrund der rondoartigen Wiederholung des Wortes »Credo« eine Credo-Messe – sowohl Mozart als auch Beethoven haben Kompositionen in diesem Mess-Typus geschrieben. Der Purcell Choir hat seinen vollen Klang, seine perfekte Koordination und Präsenz bereits auf zahlreichen Glossa-Alben mit Werken aus dem französischen Barock demonstriert (insbesondere Rameau und Mondonville). In Contis Messe glänzen die Sänger abermals – ebenso wie das hauptsächlich aus Streichern bestehende Orchester und die Vokalsolisten, zu denen Adriána Kalafszky, Péter Bárány, Zoltán Megyesi und Thomas Dolié zählen. © Glossa
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Berlioz : Grande messe des morts, "Requiem" (Live)

Edward Gardner

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 5. Oktober 2018 | Chandos

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With this surround-sound recording of Berlioz’s Requiem, Edward Gardner and the Bergen Philharmonic Orchestra tackle the infinite and the immeasurable. All the grandiose, striking beauty of the Requiem’s large-scale ceremonial is encapsulated by first-class vocal and orchestral forces, fully utilising the spatial possibilities of Grieghallen in Bergen. The matching of space and sonority was one of Berlioz’s lasting obsessions, one experience in St Paul’s Cathedral in London throwing Berlioz into a delirium of emotion from which he took days to recover. His Grande Messe des morts, notorious for its requirement of four brass bands in addition to a large orchestra and chorus, taken here from live concerts, has often been seen as one of the most emotionally powerful works of its kind. Setting a solemn and austere, even ascetic text, the music is not that of an orthodox believer but of a visionary, inspired by the dramatic implications of death and judgement. © Chandos
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Donizetti : Messa da Requiem

Corrado Rovaris

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 5. Oktober 2018 | Dynamic

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J. S. Bach, Te Deum & 11 Chorals

André Isoir

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 14. September 2018 | La Dolce Volta

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Orazio Benevolo : Missa si Deus pro nobis - Magnificat

Hervé Niquet

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 25. Mai 2018 | Alpha Classics

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Im 17. Jahrhundert wetteiferten die romanischen Kirchen um die prunkvollsten Feste für ihren heiligen Schutzpatron. Zu diesen Anlässen wurden drei außerordentliche Gottesdienste abgehalten, bei denen es üblich war, dass zahlreiche Musiker, Sänger und Instrumentalisten für die prächtigen Messen, die oft von mehreren Vokal- und Instrumentalensembles aufgeführt wurden, die Stammmusiker ergänzten. Eine zeitgenössische Beschreibung gibt uns einen Eindruck: Zehn Chöre und Ensembles musizierten im Wechsel, zwei auf festen Emporen und acht weitere auf eigens zu diesem Anlass errichteten Podesten symmetrisch im Kirchenschiff verteilt. Auf jedem dieser Podeste stand ein Orgelpositiv; verschiedenste andere Instrumente verstärkten zudem die klangliche Pracht. Damit alle Musiker trotz der großen Entfernung gut zusammenspielen konnten, setzte man „capi di coro“ ein, also zusätzliche Chorleiter, die mit synchronen Bewegungen den Takt angaben. Orazio Benevolo (1605-1672) war einer der bemerkenswertesten Schöpfer solcher extravaganten mehrchörigen Monumente. Benevolo diente in der Kirche San Luigi dei Francesi in Rom als Ministrant, bevor er die hierarchischen Stufen bis zum Amt des Maestro di Cappella erklomm, das er ab 1638 innehatte. Der Komponist hat uns ein reiches Werk hinterlassen, das nicht weniger als 34 Motetten für verschiedene Besetzungen enthält, darunter Regna terrae für zwölf Sopranstimmen, auf sechs zweistimmige Chöre verteilt, und jede mit einem eigenen Basso Continuo. Wir verdanken ihm auch zwölf Fassungen des Magnificat mit 8 bis 24 Stimmen. Eine davon mit 16 Stimmen in vier Chören wird uns hier dargeboten. Hervé Niquet und sein Ensemble Concert Spirituel profitieren von der besonderen Akustik in der Kirche Notre-Dame-du-Liban in Paris, die aufgrund ihrer Architektur für die Aufstellung zahlreicher Chöre und Ensembles an verschiedenen Stellen im Gebäude perfekt geeignet ist, um das vom Komponisten gewünschte Gefühl des Umhülltseins und räumlicher Klangfülle zu schaffen. © SM/Qobuz
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Telemann: Seliges Erwägen - Passion-Oratorium

Gottfried von der Goltz

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 23. März 2018 | Aparté

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In den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts entwickelte sich im lutherischen Deutschland die Tradition, jedes Jahr in der Karwoche ein Passionsoratorium aufzuführen. In Hamburg, wo Telemann sechsundvierzig Jahre lang Musikdirektor war, hat er also ebenso viele Passionen aufgeführt. An seinen früheren Stellen hatte er ebenfalls Passionsoratorien aufführen lassen, wodurch sich die Zahl seiner Werke zu diesem Thema auf ungefähr sechzig (!) beläuft. Diese Passionen konnten entweder rein liturgischen Charakter haben, das heißt, sich streng an den Text eines der vier Evangelisten halten, oder aber die Passionserzählungen durch die Erzählung eines zeitgenössischen Autors frei umschreiben, oder auch Meditationen über diese Ereignisse enthalten. So ist es beim Seligen Erwägen von Telemann der Fall, dessen ausführliche Überschrift präzisiert: Oratorium von der Passion oder spirituelle Betrachtung über das bittere Leiden und den Tod Jesu Christi als Anstiftung zum Gebet, in verschiedenen Meditationen aus der Passionsgeschichte. Keine lineare Passionserzählung also wie bei Bach, sondern eine Folge einzelner musikalischer Meditationen. Das Werk ist anscheinend 1719 in einer Urfassung entstanden, wurde dann drei Jahre später für Hamburg überarbeitet und ergänzt, wo es am 19. März 1722 zum ersten Mal aufgeführt worden ist. Es hatte großen Erfolg und wurde in den folgenden Jahrzehnten häufig wiederaufgenommen. Es war vielleicht sogar die am häufigsten gespielte Passion des 18. Jahrhunderts, noch vor der Brockes Passion desselben Telemann… Es gibt weder Evangelisten noch Erzähler, sondern nur eine Erwähnung der wichtigsten Ereignisse der Leidensgeschichte. Daher enthält das Werk nur zwei Hauptrollen: Christus mit sechs Arien und sechs Rezitativen sowie die Allegorie der Frömmigkeit (Sopran oder Tenor), die die Gedanken der Gläubigen in acht Arien und acht Rezitativen zum Ausdruck bringt. Ansonsten bleiben nur Petrus mit seiner Leugnung und Verzweiflung und Kaiphas, der Hohepriester, der Jesus verurteilen wird, mit einer einzigen, aber sehr dramatischen Arie. Es handelt sich also tatsächlich um eine Folge einzelner meditativer Andachten. Die Instrumentierung ist außerordentlich abwechslungsreich. Zu den Streichern, dem Continuo und den gewohnten Holzbläsern wurden, aufgrund ihrer besonderer Klangfarben zwei Hörner, zwei Chalumeaus, Vorfahren der Klarinette eingesetzt – wie schade, dass Bach diese Klangfarben niemals verwendet hat! –, Echoeffekte mit Blockflöten, ein wunderschönes Fagott-Solo, das sich um die Sopranstimme rankt... kurz, Telemann beweist uns wieder einmal, dass er keineswegs ein übersprudelnder barocker Vielschreiber, sondern eines der größten musikalischen Genies seiner Zeit war. Es spielen das vorbildliche Freiburger Barockorchester mit einer wunderbaren solistischen Besetzung. © Marc Trautmann/Qobuz
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Dankerts : Missa de Beata Virgine

Cantar Lontano

Messen, Passionen, Requiems - Erschienen am 23. März 2018 | Pan Classics

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Jede einzelne Note dieser verblüffenden Missa de Beata Virgine von Ghiselin Danckerts (1510-1567) stammt aus der Hand des Komponisten. Diese Bemerkung ist durchaus nicht unerheblich, denn zu jener Zeit bestand ein großer Teil des gregorianischen Repertoires aus unzähligen Improvisationen nach mündlich überlieferten Vorschriften. Nun hat sich Danckerts die Mühe gemacht, sie detailliert niederzuschreiben, so dass wir heute genau wissen, was die Chöre und Solisten damals in den gregorianischen Passagen seiner Messe (Introitus, Halleluja…) gesungen und improvisiert haben: eine große Seltenheit also, umso mehr als der Komponist einige ungewöhnliche Dissonanzen, die sich aus der unerbittlichen Logik der Melodieführung ergeben, genau wiedergibt. Übrigens sind von ihm auch einige Schriften bekannt, in denen er ganz genau erklärt, wie Alterationen, Melismen etc. zu singen sind. Natürlich sind auch die polyphonen Stücke der Messe – Kyrie, Credo etc. – von einem außergewöhnlichen harmonischen und melodischen Reichtum. Kaum zu glauben, dass diese Musik bald ein halbes Jahrtausend alt ist. Danckerts wurde 1538 als Sänger an der päpstlichen Kapelle zugelassen und verließ diese erst 1565, nicht unbedingt freiwillig, denn im Entlassungsschreiben heißt es, er habe keine Stimme mehr, gebe sich weltlichen Freuden mit Damen hin, sei viel zu reich und viel zu krank, um weiterzuarbeiten. Die Kirche ließ ihn jedoch nicht ganz im Stich, denn obwohl er ein schrecklicher Sünder war, bekam er sein Gehalt noch bis zu seinem Tode zwei Jahre später ausbezahlt. Das ausgezeichnete Ensemble Cantar Lontano hat dieses wunderschöne Werk in zwei italienischen Barockkirchen mit perfekter Akustik, in Pesaro und in Castelbellino, aufgenommen. © SM/Qobuz