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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Mai 2021 | Ninja Tune

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Februar 2021 | Ninja Tune

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Gestatten: der aktuelle Hype der Stunde – Black Country, New Road. Das Feuilleton überschlägt sich mit Lobpreisungen, die Fans zerreißt es schier vor Begeisterung. Doch weshalb eigentlich? Die experimentelle Rockmusik des britischen Septetts klingt teils sperrig und unbestimmt. Schubladen, die für den Erfolg so zwingend notwendig scheinen, lassen sich nicht öffnen. Das Albumdebüt "For The First Time" haut trotzdem rein wie Sekt auf nüchternen Magen. Der Opener "Instrumental" führt erst einmal in die Irre. Mit fast sechs Minuten dient der Song als überlanges Intro. Takt für Takt stellt das Stück die musikalische Besetzung – bestehend aus zwei Gitarren, Bass, Saxofon, Violine, Keyboard und Schlagzeug – vor. Fast hypnotisch spielen die Instrumente ihre Loops runter. Nach hinten raus wird das Spiel immer wuchtiger. Wie der Liedtitel bereits verrät, gibt Sänger Isaac Wood noch keinen Mucks von sich. "She flies to Paris, France, I come down in her childhood bed / And write the words I'll one day wish that I had never said", lauten dann die ersten Zeilen aus Woods Mund. Was sie genau bedeuten, das lässt sich nur erahnen. Denn der Brite wählt zwar einfache Worte, verbindet sie aber zu Texten mit gigantischem Interpretationsspielraum. Nur eins ist gewiss: Woods zittrige Stimme, die mehr spricht als singt, klingt unheilvoll. Jedes der sechs Stücke besitzt einen eigenen Charme. "Science Fair" klingt mit dem Synth-Bass ab Liedmitte nach Zukunftsmusik. Klezmer-Elemente beschleunigen "Opus" auf Lichtgeschwindigkeit. Und die weiblichen Background-Vocals in "Track X" erzeugen die wohligste Melancholie im Laufe der 40 Minuten. Im Austarieren all dieser Bausteine liegt die größte Stärke der Band. Denn alles auf "For The First Time" steht an der jeweils richtigen Stelle – auch wenn es nicht immer so scheint. Black Country, New Road begeistern mit einer Stilmischung, die unwirklich klingt. In ihrem Mix stecken Shame, Balkan Beat Box und die neuste Designer-Droge aus dem Londoner Nachtleben. Poppige Passagen setzt die Gruppe sparsam ein. Isaac Woods torpediert jeden noch so kleinen Anflug von Eingängigkeit mit seinem dramatischen Vortrag. Um als Ohrenschmaus durchgewinkt zu werden, reicht es trotzdem allemal. "For The First Time" funktioniert, weil die sieben Bandmitglieder ungeschminkt aufspielen können. Gerade deshalb klingt ihre Musik so nahbar wie ihre sympathischen Pressefotos aussehen. Ob Black Country, New Road den eigenen Hype überstehen, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen. Zumindest Isaac Wood arbeitet hart am eigenen Status: "I am very young / But I am working / Working on the glow up." © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Januar 2021 | Ninja Tune

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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Oktober 2020 | Ninja Tune

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. Juli 2020 | Mmm...Records

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Fünf Jahre, ein halbes Jahrzehnt, die durchschnittliche Dauer für Studierende, um einen Dreijahres-Bachelorstudiengang abzuschließen: So lange ist es her, dass Bombay Bicycle Club zuletzt ein Konzert spielten. Als das britische Indie-Quartett seine letzte Platte "So Long, See You Tomorrow" veröffentlichte, war Barack Obama noch Präsident, Deutschland noch Weltmeister und "Wetten Dass..?" noch im Fernsehen. Was macht man also, wenn man eine Pause von der Kunst braucht und einmal richtig Zeit für sich hat? Richtig: Kunst. Sänger Jack Steadman rasierte sich den Kopf und ging mit seinem alten Ego Mr. Jukes an die Öffentlichkeit, Bassist Ed Nash präsentierte sein Soloprojekt Toothless, dem sich Drummer Suren de Saram anschloss, und Gitarrist Jamie MacColl schrieb sich wieder an der Uni ein, um zu beweisen, dass man auch für einen Vier-Semester-Master fünf Jahre brauchen kann. Dass "Everything Else Has Gone Wrong" ein Produkt der Londoner ist, lässt sich schon an den ersten Tönen erahnen. "Get Up", das Intro der Platte, spielt mit einem rhythmisch kaum greifbaren Sample, nur übertönt von der seichten Stimme Steadmans. Wie schon bei den letzten beiden Alben verabschieden sich Bombay Bicycle Club vom rotzigen Indie des Debüts "I Had The Blues But I Shook Them Loose" und den akustischen Klängen des Nachfolgers "Flaws". Elektronische Sounds und naiv fröhliche Samples sind auch nach der Pause das Dogma der ansonsten weiterhin poppigen Indie-Band. Tatsächlich sorgte das Drängen von Bassist Ed Nash für eine gemeinsame Rückkehr an den Musik-Tisch, mit der wohl die wenigsten Fans rechneten. Sein über die letzten fünf Jahre für sich entdecktes Songwriter-Talent prägt das Album, allerdings weniger mit Worten als mit omnipräsenten Bassläufen. Der Bruder des Indie-Blumenmädchens Kate Nash verweigert sich immer mehr den verrückten Spielereinen der Vergangenheit und unterlegt die Songs mit so klarem Gebrumme, dass man das Gefühl hat, das Handy vibriere in der Tasche. Bassisten-Roughness als neues Element, also. Seine wenigen Töne in "I Can Hardly Speak", einem Song, der weitestgehend aus unkontrolliert wirkenden Sounds und knatternden Drums besteht, erzeugen genau die Melancholie, die von Nöten ist, damit der weinerliche Gesang ins Bild passt und authentisch wirkt. Ansonsten bleibt vieles beim Alten: Die Gitarre in der Hook der Comeback-Veröffentlichung "Eat, Sleep, Wake (Nothing But You)" beamt eifrige Hörer gnadenlos fünf Jahre zurück. Die liebevolle Indie-Rock-Single könnte auch als unveröffentlichte B-Seite der letzten Scheibe "So Long, See You Tomorrow" mit extra aufgedrehtem Bass durchgehen. Kreative, teils wilde Drumfills mit einer offensichtlichen Liebe für Snare-Samples bleiben genauso bestehen wie das erwähnte seichte Winseln des Sängers. Mehr noch: Im C-Teil der zweiten Single "Everything Else Has Gone Wrong" taut Steadman sogar ein wenig auf und taucht seine Stimme mit einer emotionalen Steigerung tief in alten, fast vergessenen Proberaum-Flair. Überhaupt erzeugen die Lyrics der Platte süße emotionale Bilder. Wenn die Gruppe in "Let You Go" genau ein "let you" zu viel singt, macht sie aus einfallslosem kreativen Kitsch: "Oh no, don’t you let me let you go." Vermutlich lässt sich jedem Song der Platte etwas Positives abgewinnen: Die Bläser in "I Worry Bout You", die Synthies in "Do You Feel Loved?" oder der eben genannte liebliche Gesangspart in "Let You Go": Bombay Bicycle Club beweisen einmal mehr ihr Händchen für einfallsreiche Melodien und kreative Instrumentierung. Trotzdem zeigt "Everything Else Has Gone Wrong" den Mut der Gruppe. Statt dem Pop zu verfallen, um Plattenfirmen und Radiopublikum nach fünf Jahren Musikverweigerung entgegenzukommen, wagen sich die Londoner erneut an orientalische Klänge, wilde Samples, Bläser und untypische Songstrukturen. Dass nicht jeder Song direkt ins Ohr geht, nimmt das Quartett in Kauf. Hauptsache, sie haben wieder Spaß. Der Club der Fahrradfahrer aus Bombay ist zurück, und das ist gut so. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. Juli 2020 | Mmm...Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. April 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

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Roger O'Donnell zeichnet sein einzigartiger waviger Keyboard-Sound auf The Cures "Disintegration" aus. Der Kajal-Truppe um Robert Smith hält er die Treue. Was viele jedoch nicht wissen: Daneben hat er seit den Neunzigerjahren eine Solokarriere am Laufen. Seine langjährige Erfahrung als Komponist klassischer Musik gipfelt nun in "2 Ravens". Ursprünglich wollte er die Platte nur mit Celli und anderen Streichern umsetzen. Sie nahm im Winter 2016 auf dem Lande erste Gestalt an, als er sich von den Tourneen mit The Cure erholte. Nachdem er die Dichterin und Sängerin Jennifer Pague kennenlernte, schickte ihr mehrere Hörproben zu, um Input zu bekommen. Als er eines seiner Stücke mit 90 Sekunden langen Vocals von ihr zurückbekam, war er so begeistert gewesen, dass er die gemeinsame Zusammenarbeit vertiefte. Auch einige befreundete Musiker wie Miriam Wakeling, Aled Jones, Nadine Sagan und Daniel Degada konnte er für das Werk gewinnen. Am Ende landeten vier Tracks mit stimmlicher Begleitung auf dem Album. Die Platte fängt jedoch mit "December" zunächst rein instrumental an. So schwirren die Streicher zu perlender Piano-Begleitung O'Donnells melancholisch durch das Stück. Dabei setzt er immer wieder schroffe kammermusikalische Konstraste, um wenig später wieder zum Ausgangsmotiv zurückzukehren. Dadurch zeichnen er und seine Mitmusiker ein eindringliches klangliches Bild von kargen Winterlandschaften. Das folgende "An Old Train" gestaltet sich von der Piano- und Streicher-Führung zwar ebenso versunken, aber wenn mit der warmen Stimme Pagues etwas Helles ins Spiel kommt, lässt sich auch O'Donnell hier und da zu dezenten optimistischen Farbtupfern hinreißen. Das Titelstück klingt dann mit wogenden Streicher-Teppichen und zurückgenommener Piano-Begleitung wieder etwas düsterer, schwingt sich jedoch auch zu leicht festlichen Momenten auf. Dabei belässt es der gebürtige Londoner erneut bei wenigen klaren Motiven, so dass es immer eingängig und nachvollziehbar bleibt. Gerade diese Eingängigkeit sorgt dafür, dass sich die Platte nicht wie im stillen Kämmerlein komponiert anhört, sondern etwas Vitales und Lebendiges ausstrahlt. In "The Haunt" ergänzen sich Piano und Gesang auf eine sehr anmutige und tänzerische Art und Weise. Danach steht in "On The Wing" wieder einmal das Getragene im Vordergrund, jedoch erhellen zuversichtlich klingende Streicher- und die verspielte Piano-Führung zärtliche Sonnenstrahlen die Suite. In "The Hearts Fall" breitet sich dann wieder einmal eine gewisse Wehmut aus, wenn einsame Cello- und elegische Streichquartett-Töne ihre traurige Klage in den Himmel schicken, während sich O'Donnell von seiner virtuosen Seite zeigt. Am Ende vernimmt man die Hauptmelodie zu zaghaften Klavier-Schlägen um einiges gediegener und tragender, so dass ihre verlorene Schönheit noch mehr zur Geltung kommt. Als Kontrast gibt es dann zum Abschluss gleich zwei Stücke mit Gesang. "I'll Say Goodnight" erweist sich als das bessere. Ausgehend von andächtigen und kümmerlichen stimmlichen Passagen à la Soap&Skin strebt die Nummer nach und nach einem erlösenden Ende entgegen, das verzückender kaum sein könnte. Aber gerade dieses Wechselspiel aus Tristesse und Anmut macht das Album zu einem Kleinod. Dabei eignet es sich hervorragend zum Nachdenken und Runterkommen, wirkt aber nie zu bekümmernd. Schließlich wartet nach jedem Anflug von Melancholie ein tröstender Lichtblick. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. April 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

Roger O'Donnell zeichnet sein einzigartiger waviger Keyboard-Sound auf The Cures "Disintegration" aus. Der Kajal-Truppe um Robert Smith hält er die Treue. Was viele jedoch nicht wissen: Daneben hat er seit den Neunzigerjahren eine Solokarriere am Laufen. Seine langjährige Erfahrung als Komponist klassischer Musik gipfelt nun in "2 Ravens". Ursprünglich wollte er die Platte nur mit Celli und anderen Streichern umsetzen. Sie nahm im Winter 2016 auf dem Lande erste Gestalt an, als er sich von den Tourneen mit The Cure erholte. Nachdem er die Dichterin und Sängerin Jennifer Pague kennenlernte, schickte ihr mehrere Hörproben zu, um Input zu bekommen. Als er eines seiner Stücke mit 90 Sekunden langen Vocals von ihr zurückbekam, war er so begeistert gewesen, dass er die gemeinsame Zusammenarbeit vertiefte. Auch einige befreundete Musiker wie Miriam Wakeling, Aled Jones, Nadine Sagan und Daniel Degada konnte er für das Werk gewinnen. Am Ende landeten vier Tracks mit stimmlicher Begleitung auf dem Album. Die Platte fängt jedoch mit "December" zunächst rein instrumental an. So schwirren die Streicher zu perlender Piano-Begleitung O'Donnells melancholisch durch das Stück. Dabei setzt er immer wieder schroffe kammermusikalische Konstraste, um wenig später wieder zum Ausgangsmotiv zurückzukehren. Dadurch zeichnen er und seine Mitmusiker ein eindringliches klangliches Bild von kargen Winterlandschaften. Das folgende "An Old Train" gestaltet sich von der Piano- und Streicher-Führung zwar ebenso versunken, aber wenn mit der warmen Stimme Pagues etwas Helles ins Spiel kommt, lässt sich auch O'Donnell hier und da zu dezenten optimistischen Farbtupfern hinreißen. Das Titelstück klingt dann mit wogenden Streicher-Teppichen und zurückgenommener Piano-Begleitung wieder etwas düsterer, schwingt sich jedoch auch zu leicht festlichen Momenten auf. Dabei belässt es der gebürtige Londoner erneut bei wenigen klaren Motiven, so dass es immer eingängig und nachvollziehbar bleibt. Gerade diese Eingängigkeit sorgt dafür, dass sich die Platte nicht wie im stillen Kämmerlein komponiert anhört, sondern etwas Vitales und Lebendiges ausstrahlt. In "The Haunt" ergänzen sich Piano und Gesang auf eine sehr anmutige und tänzerische Art und Weise. Danach steht in "On The Wing" wieder einmal das Getragene im Vordergrund, jedoch erhellen zuversichtlich klingende Streicher- und die verspielte Piano-Führung zärtliche Sonnenstrahlen die Suite. In "The Hearts Fall" breitet sich dann wieder einmal eine gewisse Wehmut aus, wenn einsame Cello- und elegische Streichquartett-Töne ihre traurige Klage in den Himmel schicken, während sich O'Donnell von seiner virtuosen Seite zeigt. Am Ende vernimmt man die Hauptmelodie zu zaghaften Klavier-Schlägen um einiges gediegener und tragender, so dass ihre verlorene Schönheit noch mehr zur Geltung kommt. Als Kontrast gibt es dann zum Abschluss gleich zwei Stücke mit Gesang. "I'll Say Goodnight" erweist sich als das bessere. Ausgehend von andächtigen und kümmerlichen stimmlichen Passagen à la Soap&Skin strebt die Nummer nach und nach einem erlösenden Ende entgegen, das verzückender kaum sein könnte. Aber gerade dieses Wechselspiel aus Tristesse und Anmut macht das Album zu einem Kleinod. Dabei eignet es sich hervorragend zum Nachdenken und Runterkommen, wirkt aber nie zu bekümmernd. Schließlich wartet nach jedem Anflug von Melancholie ein tröstender Lichtblick. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. März 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. März 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Februar 2020 | XL Recordings

Mit seinen feuerroten Haaren, dem streng geschnittenen Gesicht und den Sommersprossen auf seiner perlmuttschimmernden Haut bestätigt Archie Marshall seit langem, dass der Schein trügt, wie man so schön sagt. Der ehemalige Teenager mit der Baritonstimme, der 2013 6 Feet Beneath the Moon veröffentlichte, und 2017 The Ooz, ist nun Vater geworden. Auf seinem dritten Album mildert der nun 25-jährige King Krule seine Melancholie. Alle 14 Tracks hindurch erheitert der inzwischen aufs Land zurückgezogene Londoner seinen Blues mit Blechbläsern, die dem Ganzen eine recht persönliche Note verleihen. Die gestern noch so panisch tobende Stimme klingt jetzt wie ein Wiegenlied (The Dream), dann wieder wie ein Echo aus dem Supermarkt (Supermarché), mal etwas leichtfüßig (Theme for the Cross), mal etwas teenagerhaft (Please Complete Thee). Und es kann auch recht fluffig klingen, wenn auf dem abgehobenen Airport Antenatal Airplane von seiner Tochter die Rede ist und er sich bei Nilüfer Yanyas Klangsortiment bedient. Und in diesem zur Ruhe gekommenen Sound lässt King Krule dementsprechend rauen Flow mit gequälten Saxophonen (Stoned Again) und düsterem Punk (Comet Face) einfließen, um daraus 40 Minuten lang einen Geistesblitz nach dem anderen zu formen. Die Ängste sind nun innerer Ruhe gewichen. „Überall sehe ich Schönheit. Ich wusste, dass es sie gibt, heute aber verstehe ich sie viel besser.“ Das in Koproduktion mit Dilip Harris (Mount Kimbie, Roisin Murphy…) entstandene Man Alive! wurde wie die vorangegangenen Alben zu nächtlicher Stunde eingespielt, und zwar zwischen London und, zum ersten Mal, Stockport, in der Nähe von Manchester. Eine großartige Platte, die auf der Bühne ihren Höhepunkt feiern wird. © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Februar 2020 | XL Recordings

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Februar 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. Februar 2020 | Virgin Music UK LAS (S&D)

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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Januar 2020 | XL Recordings

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Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Oktober 2019 | AMF Records

Auf Zurückhaltung zugunsten allseitiger Harmonie hat sie schon länger keinen Bock mehr. Sind ja auch nicht gerade die harmonischsten Zeiten. Schon vor zwei Jahren sang Marika Hackman unverschlüsselt davon, einem Typen die Frau auszuspannen, für den gleichgeschlechtliche Liebe sowieso "nicht zählt". Geht ja sicher irgendwann vorbei, sowas. Um ihren Standpunkt zu visualisieren, zeigte das Cover der "Boyfriend"-Single eine aufgeschnittene Gurke. Juppiduh, schallalala. Das Cover ihres dritten Albums "Any Human Friend" macht genau da weiter: Man sieht die britische Sängerin halbnackt, nur mit Feinripp-Unterbuchse und Socken bekleidet, ein Ferkel tragend. Ein Motiv, für das sie sich von der Holländerin Rineke Dijkstra inspirieren ließ, die mit Aktfotos junger Mütter direkt nach der Geburt für Aufsehen sorgte. Ein starkes Cover wider den im Mainstream-Pop nach wie vor gängigen Schönheitswahn, ein Statement gegen Heilerde, Avocado-Masken, wegretuschierte Falten und professionelle Bildbearbeitung. Während auf Instagram immer noch Katzen den Ton angeben, rückt Hackman beinahe unbemerkt das Schwein ins Zentrum, ein zu Unrecht als faul und dreckig beleumundetes Tier. Das Bild funktioniert wie ein visueller Aufruf an den Hörer und Betrachter: Suhle dich nicht in Klischees, hinterfrage deine eigenen vorgefassten Meinungen. Was sich ansatzlos als Ratschlag für die politische Rezeption im Jahr 2019 übertragen ließe, beschränkt sich bei Hackmann auf den zwischenmenschlichen Bereich, da gibt es schließlich auch noch genug Missverständnisse. Ihren selbstbewussten, kecken Ton hat die 27-Jährige beibehalten. Ein Song wie "All Night" handelt schlicht und ergreifend von der Freude an gleichgeschlechtlichem Sex, und er kommt aus dem Mund einer Frau, eine im Pop seltener gehörte Rahmenhandlung als jene über Heterosex aus dem Mund eines Mannes: "We go down on one another / you're my favourite kind of lover / with your kissing eating fucking moaning / kiss it eat it fuck it all night." Als Hackman den Song ihren fortschrittlichen, empathischen Eltern vorspielte, sei die Reaktion dennoch verhalten euphorisch gewesen. Dabei will Hackman "Any Human Friend" gar nicht als tabubrechendes Manifest für das moderne Leben von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender verstehen. Vielmehr hatte sie einfach Spaß an dieser unverblümten Art des Textens: "Ich tauche förmlich in mich selbst ein und ziehe Hautschicht um Hautschicht ab, entblöße mich recht großflächig." Sollten ihre Worte dennoch Hörer irritieren, sagt das viel mehr Einiges über den gesellschaftlichen Status Quo in 2019 aus. Die Platte ist eine Art "Power, Corruption & LGBT", statt mit Folkrock bandelt Marita diesmal ausgiebig mit Synthie-Pop an. Das introspektive Gitarren-Picking in "Wanderlust" führt auf die falsche Fährte, anschließend präsentiert "The One" ihre im Studio entdeckte Experimentierlust mit elektronischen Geräten. So provokant und edgy ihre Texte, so infektiös der Sound. Mit großer Indie-Sensibilität verabschiedet sie ihre gitarrenlastige Vergangenheit für eine 80s-Sound-Melange, die so natürlich rüberkommt wie sie selbst. Neben den Upbeat-Hits "The One" und "I'm Not Where You Are" betören das erwähnte "All Night" mit intimer Melancholie und das mit Frank Ocean-Synthwärme überzogene "Hold On". Etwas beliebig gerät "Hand Solo", das dafür die schöne Zeile enthält: "I gave it all / but under patriarchal law / I'm gonna die a virgin." Hackmans 'big dick energy' strömt aus jeder Songpore, und angesichts der von männlicher Seite virulenten Benutzung der Vokabeln "bitches" und "hoes" lässt sie es sich dann auch nicht nehmen, den "dick" als Sinnbild der Potenz auf ihren eigenen Körper zu übertragen. Insgesamt gelingt "Any Human Friend" als einnehmender Rage Against The Patriarchat, und nach ihren Support-Shows bei der Europa-Tour von Alt-J zum letzten Album bleibt nur zu hoffen, dass die Britin ihre kompletteste Songsammlung bisher auch in unseren Breiten live vorstellt. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. August 2019 | AMF Records

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CD1,59 Fr.

Alternativ und Indie - Erschienen am 16. Juli 2019 | MF Tomlinson

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. Juli 2019 | AMF Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. Juni 2019 | AMF Records

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