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Drake - Thank Me Later

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Thank Me Later

Drake

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Auf "Thank Me Later" geht es um Erfolg, um die Höhen und Tiefen des süßen Lebens an der Spitze. Es handelt von den Ängsten und Enttäuschungen, die sich mit dem Erfolg einstellen. Es erzählt von den verrückten Episoden auf der Sonnenseite und dem einen Quäntchen Rest-Verstand, das man im Rampenlicht nicht verlieren will. "Thank Me Later" stellt sich immer wieder die Frage, wie Erfolg einen verändert und wie man sein muss, um sich diese Frage überhaupt stellen zu können. Den Grund dafür liefert die Geschichte dieses Aubrey Drake Graham: Vom belächelten Teenie-Schauspieler avancierte er in den letzten anderthalb Jahren zum nächsten großen internationalen Rap-Superstar. Er genießt den Respekt der respektiertesten Kollegen, verzeichnet eine Grammy-Nominierung noch bevor er überhaupt ein Album veröffentlichte, den Dawsons Creek-Appeal für die Masse, das Lächeln, das ihn auf die Covers von Szene-Magazinen und Leitmedien bringt, und er hat die Motivation, das alles noch zu toppen: "Shit been goin' good but good could turn to better" - so etwas muss einem nach ausverkaufter Tournee, Rihanna-Affäre, "Best I Ever Had"-Chartswahnsinn, Universal/Motown-Deal und Eminem/Lil Wayne/Kanye West-Kollaboration erstmal einfallen. Trotzdem gerät das meist antizipierte Debütalbum des neuen Jahrzehnts nicht übertrieben, überladen oder fernab jeglicher Normal-Realität. Drake emotionalisiert an den richtigen Stellen und lässt die Hörer so an seiner Geschichte teilhaben. Er gibt selbst erlebte Gefühle preis, hält sich aber dann zurück, um sie auch für die Hörer erlebbar zu machen. Drake teilt seinen "rise to fame" mit seinen Zuhörern. Er nimmt sie mit in seine Welt des Blitzlicht-Hollywoods, aber versteckt dabei sein emotional überfordertes Inneres nicht hinter Protzerei und lautem Tamtam. Eine Formel, die den Massen-Appeal und die Nachvollziehbarkeit von Rap in ein recht ungewohntes Licht rückt. Eine neue Realness für jedermann, sozusagen. So wird das eigene Konzept von Erfolg zum Erfolgskonzept. Auf der ersten Single-Auskopplung "Over" kulminieren Drakes inhärenter Drang zur Selbstreflexion, seine überzeugte Eigenwahrnehmung und überambitionierte Motivation auf herrlich orchestraler Spielwiese von Boi-1da: "What am I doin'? Oh yeah, that's right. I'm doin' me. I'm livin' life right now. And this what I'ma do 'til it's over. But it's far from over." Auch, wenn sich die restliche Spielzeit von "Thank Me Later" musikalisch selten so pompös präsentiert, bringt "Over" die Tonalität des Albums perfekt auf den Punkt: freigelegte Drums für die Strophen, auf denen Drake sein nicht perfektes, aber unterhaltsam fesselndes Rap-Talent ausbreiten kann, und eine daraufhin damit brechende Instrumentierung für die Entertainment-Hooks, auf denen Drake seinen bereits patentierten Refrain-SingSang präsentiert. Trotz einer breiten Auswahl an Produzenten (Timbaland, Crada, 40, Francis and the Lights, Kanye West, No I.D., Swizz Beatz und Boi-1da) und der letztendlich überraschend kurz geratenen Liste namhafter Kollaborateure (Alicia Keys, T.I., Lil Wayne, Jay-Z, Nicki Minaj, The-Dream, Young Jeezy) besitzt "Thank Me Later" Stringenz und Kohärenz "Illmatic"scher Ausmaße. Im Zentrum steht Drakes Auseinandersetzung mit seiner direkten Umgebung. Klar gibt es die Groupies, den Champagner und die Bentleys, dementsprechend auch die Hand im Schritt und die ausladenden Gesten. Aber es gibt eben auch die moralischen Zweifel an sich selbst, die Gedanken eines erwachsen gewordenen Scheidungskinds, die Schmachtseiten aus dem Poesie-Album und die Respektsbekundungen an den Underground-Rap. Auf diese Weise verfügt Drake über ein Selbstbewusstsein im tatsächlichen Sinne von Bewusstsein seiner Selbst, das ihn nicht einmal neben einem Jay-Z oder Lil Wayne untergehen lässt. Auf "Light Up" überschreitet Drake mit Jay-Z auf satten Drums und subliminal-sphärischen Keys ohne Rücksicht auf Radiotauglichkeit die 16-Bars-Grenze. Allgemein akzeptierter Rap-Gott mit allgemein akzeptiertem Super-Newcomer - auch mit der typisch Drake'schen Weichspülhook eine tödliche Kombination. Zitat Drake: "Yeah, I gotta feel alive, even if it kills me. I promise to always give you me, the real me." Genauso überzeugend ist der 32-Bars-Direktvergleich "Miss Me" auf erneut superbem Boi-1da-Brett: Drake mimt den kokett verständnisvollen Lover und Weezy gibt dem "krank" in liebeskrank einmal mehr eine neue Bedeutung. Es gab lange keinen Nachwuchsrapper, der auf seinem Debüt bereits so eloquent neben den Großen des Spiels seinen eigenen Mann stehen konnte. Dazu erneut Drake: "Yeah we want it all, half was never the agreement. Who'd thought the route we chose would ever end up this scenic." Man könnte sich an dieser Stelle fragen, wann diesem 23-Jährigen sein Erfolg zu Kopf steigt. Oder ob es überhaupt dazu kommt. Immerhin ist er von einem überzeugt: "My 15 minutes started an hour ago." Wahrscheinlich hat Drake bereits ganz neue Ufer im Visier. Da markiert ein Debütalbum eben nur eine kurze Zwischenstation.
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Thank Me Later

Drake

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1
Fireworks Album Version (Explicit)
00:05:13

Alicia Keys, FeaturedArtist - A. Graham, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Miguel Scott, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Ann Mincieli , Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - M. Samuels, ComposerLyricist - C. Kalla, ComposerLyricist - N. Shebib, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Producer, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Anthony Kronfle, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - A. Cook, ComposerLyricist - Boi 1da and Crada, Producer, Co-Producer

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

2
Karaoke Album Version
00:03:47

A. Graham, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Miguel Scott, Assistant Mixer, StudioPersonnel - N. Shebib, ComposerLyricist - Francis & The Lights, Producer, Co-Producer - Noah "40" Shebib, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - F. Starlite, ComposerLyricist - Dale Dizzle Virgo, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Tandra Jhagroo, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Yashar Oghabi, Assistant Mixer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

3
The Resistance Album Version (Explicit)
00:03:45

A. Graham, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Miguel Scott, Assistant Mixer, StudioPersonnel - M. Samuels, ComposerLyricist - N. Shebib, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Producer, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - O. El-Khatib, ComposerLyricist

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

4
Over Explicit Version
00:03:53

Drake, MainArtist - Boi 1da, Producer - M. Samuels, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Mixer, Additional Keyboards, Recording Engineer, AssociatedPerformer, StudioPersonnel - A Graham, ComposerLyricist - Al Kaaliq, Producer, Additional Producer

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records/Universal Motown

5
Show Me A Good Time Album Version (Explicit)
00:03:30

K. West, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - E. Wilson, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Kanye West, Producer - No ID, Producer, Co-Producer - Jeff Bhasker, Producer, Co-Producer - J. Bhasker, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Keith Parry, Assistant Mixer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

6
Up All Night Album Version (Explicit)
00:03:53

A. Graham, ComposerLyricist - M. Burnett, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Miguel Scott, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Nicki Minaj, FeaturedArtist - Boi 1da, Producer - M. Samuels, ComposerLyricist - Ariel Chobaz, Recording Engineer, StudioPersonnel - Matthew Burnett, Producer, Co-Producer - Noah "40" Shebib, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Assistant Mixer, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - N. Minaj, ComposerLyricist

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

7
Fancy Album Version (Explicit)
00:05:18

K. Dean, ComposerLyricist - A. Johnson, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - T.I., FeaturedArtist - Drake, MainArtist - Swizz Beatz, Producer, FeaturedArtist - Miguel Scott, Assistant Mixer, StudioPersonnel - M. Samuels, ComposerLyricist - N. Shebib, ComposerLyricist - H. Zant, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Producer, Mixer, Co-Producer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Assistant Mixer, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

8
Shut It Down Album Version (Explicit)
00:06:59

Terius Nash, ComposerLyricist - S. Brown, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Travis Harrington, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Pat Thrall, Recording Engineer, StudioPersonnel - Omen, Producer - The-Dream, FeaturedArtist - N. Shebib, ComposerLyricist - Noel "Gadget" Campbell, Mixer, StudioPersonnel - Greg Morrison, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Noah "40" Shebib, Producer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Anthony Kronfle, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - David "Gordo" Strickland, Assistant Mixer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

9
Unforgettable Album Version (Explicit)
00:03:33

C. Jasper, ComposerLyricist - E. Isley, ComposerLyricist - M. Isley, ComposerLyricist - R. Isley, ComposerLyricist - O. Isley, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - J. Jenkins, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Young Jeezy, FeaturedArtist - Boi 1da, Producer - M. Samuels, ComposerLyricist - N. Shebib, ComposerLyricist - Noel "Gadget" Campbell, Mixer, StudioPersonnel - Greg Morrison, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Noah "40" Shebib, Producer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - David "Gordo" Strickland, Assistant Mixer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

10
Light Up Album Version (Explicit)
00:04:33

S. Carter, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - Jay-Z, FeaturedArtist - Drake, MainArtist - Gimel "Young Guru" Keaton, Recording Engineer, StudioPersonnel - N. Shebib, ComposerLyricist - Noel "Gadget" Campbell, Mixer, StudioPersonnel - Greg Morrison, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Noah "40" Shebib, Producer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Recording Engineer, StudioPersonnel - Tone Mason, Producer - Anthony Kronfle, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - David "Gordo" Strickland, Assistant Mixer, StudioPersonnel - A. McIntire, ComposerLyricist

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

11
Miss Me Explicit Version
00:05:05

D. Edwards, ComposerLyricist - D. Richardson, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - D. Carter, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Lil Wayne, FeaturedArtist - Boi 1da, Producer - M. Samuels, ComposerLyricist - N. Shebib, ComposerLyricist - Noel "Gadget" Campbell, Mixer, StudioPersonnel - Greg Morrison, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Noah "40" Shebib, Producer, Recording Engineer, StudioPersonnel - David "Gordo" Strickland, Assistant Mixer, StudioPersonnel - Marq Moodyman Moody, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Michael "Banger" Cadahia, Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

12
Cece's Interlude Album Version
00:02:34

A. Graham, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Miguel Scott, Assistant Mixer, StudioPersonnel - N. Shebib, ComposerLyricist - A. Eccleston, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Producer, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

13
Find Your Love Album Version
00:03:28

K. West, ComposerLyricist - P. Reynolds, ComposerLyricist - A. Graham, ComposerLyricist - Chris Gehringer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - Drake, MainArtist - Kanye West, Producer - Jeff Bhasker, Producer, Co-Producer - J. Bhasker, ComposerLyricist - Noah "40" Shebib, Mixer, Recording Engineer, StudioPersonnel - Noel Cadastre, Assistant Mixer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

14
Thank Me Now Album Version (Explicit)
00:05:27

A. Graham, ComposerLyricist - Timbaland, Producer - Drake, MainArtist - Ghazi Hourani, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - T. Mosely, ComposerLyricist - Chris Godbey, Mixer, StudioPersonnel - Anthony Palman, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel - Noah "40" Shebib, Recording Engineer, StudioPersonnel - Jas Prince, Asst. Recording Engineer, StudioPersonnel

℗ 2010 Young Money Entertainment/Cash Money Records

15
Best I Ever Had
00:04:18

Aubrey Drake Graham, ComposerLyricist - Drake, MainArtist - Matthew Samuels, ComposerLyricist - Boi 1da, Producer - Noah "40" Shebib, Mixer, Engineer, StudioPersonnel

℗ 2009 Young Money Entertainment/Cash Money Records/Universal Motown

Albumbeschreibung

Auf "Thank Me Later" geht es um Erfolg, um die Höhen und Tiefen des süßen Lebens an der Spitze. Es handelt von den Ängsten und Enttäuschungen, die sich mit dem Erfolg einstellen. Es erzählt von den verrückten Episoden auf der Sonnenseite und dem einen Quäntchen Rest-Verstand, das man im Rampenlicht nicht verlieren will. "Thank Me Later" stellt sich immer wieder die Frage, wie Erfolg einen verändert und wie man sein muss, um sich diese Frage überhaupt stellen zu können. Den Grund dafür liefert die Geschichte dieses Aubrey Drake Graham: Vom belächelten Teenie-Schauspieler avancierte er in den letzten anderthalb Jahren zum nächsten großen internationalen Rap-Superstar. Er genießt den Respekt der respektiertesten Kollegen, verzeichnet eine Grammy-Nominierung noch bevor er überhaupt ein Album veröffentlichte, den Dawsons Creek-Appeal für die Masse, das Lächeln, das ihn auf die Covers von Szene-Magazinen und Leitmedien bringt, und er hat die Motivation, das alles noch zu toppen: "Shit been goin' good but good could turn to better" - so etwas muss einem nach ausverkaufter Tournee, Rihanna-Affäre, "Best I Ever Had"-Chartswahnsinn, Universal/Motown-Deal und Eminem/Lil Wayne/Kanye West-Kollaboration erstmal einfallen. Trotzdem gerät das meist antizipierte Debütalbum des neuen Jahrzehnts nicht übertrieben, überladen oder fernab jeglicher Normal-Realität. Drake emotionalisiert an den richtigen Stellen und lässt die Hörer so an seiner Geschichte teilhaben. Er gibt selbst erlebte Gefühle preis, hält sich aber dann zurück, um sie auch für die Hörer erlebbar zu machen. Drake teilt seinen "rise to fame" mit seinen Zuhörern. Er nimmt sie mit in seine Welt des Blitzlicht-Hollywoods, aber versteckt dabei sein emotional überfordertes Inneres nicht hinter Protzerei und lautem Tamtam. Eine Formel, die den Massen-Appeal und die Nachvollziehbarkeit von Rap in ein recht ungewohntes Licht rückt. Eine neue Realness für jedermann, sozusagen. So wird das eigene Konzept von Erfolg zum Erfolgskonzept. Auf der ersten Single-Auskopplung "Over" kulminieren Drakes inhärenter Drang zur Selbstreflexion, seine überzeugte Eigenwahrnehmung und überambitionierte Motivation auf herrlich orchestraler Spielwiese von Boi-1da: "What am I doin'? Oh yeah, that's right. I'm doin' me. I'm livin' life right now. And this what I'ma do 'til it's over. But it's far from over." Auch, wenn sich die restliche Spielzeit von "Thank Me Later" musikalisch selten so pompös präsentiert, bringt "Over" die Tonalität des Albums perfekt auf den Punkt: freigelegte Drums für die Strophen, auf denen Drake sein nicht perfektes, aber unterhaltsam fesselndes Rap-Talent ausbreiten kann, und eine daraufhin damit brechende Instrumentierung für die Entertainment-Hooks, auf denen Drake seinen bereits patentierten Refrain-SingSang präsentiert. Trotz einer breiten Auswahl an Produzenten (Timbaland, Crada, 40, Francis and the Lights, Kanye West, No I.D., Swizz Beatz und Boi-1da) und der letztendlich überraschend kurz geratenen Liste namhafter Kollaborateure (Alicia Keys, T.I., Lil Wayne, Jay-Z, Nicki Minaj, The-Dream, Young Jeezy) besitzt "Thank Me Later" Stringenz und Kohärenz "Illmatic"scher Ausmaße. Im Zentrum steht Drakes Auseinandersetzung mit seiner direkten Umgebung. Klar gibt es die Groupies, den Champagner und die Bentleys, dementsprechend auch die Hand im Schritt und die ausladenden Gesten. Aber es gibt eben auch die moralischen Zweifel an sich selbst, die Gedanken eines erwachsen gewordenen Scheidungskinds, die Schmachtseiten aus dem Poesie-Album und die Respektsbekundungen an den Underground-Rap. Auf diese Weise verfügt Drake über ein Selbstbewusstsein im tatsächlichen Sinne von Bewusstsein seiner Selbst, das ihn nicht einmal neben einem Jay-Z oder Lil Wayne untergehen lässt. Auf "Light Up" überschreitet Drake mit Jay-Z auf satten Drums und subliminal-sphärischen Keys ohne Rücksicht auf Radiotauglichkeit die 16-Bars-Grenze. Allgemein akzeptierter Rap-Gott mit allgemein akzeptiertem Super-Newcomer - auch mit der typisch Drake'schen Weichspülhook eine tödliche Kombination. Zitat Drake: "Yeah, I gotta feel alive, even if it kills me. I promise to always give you me, the real me." Genauso überzeugend ist der 32-Bars-Direktvergleich "Miss Me" auf erneut superbem Boi-1da-Brett: Drake mimt den kokett verständnisvollen Lover und Weezy gibt dem "krank" in liebeskrank einmal mehr eine neue Bedeutung. Es gab lange keinen Nachwuchsrapper, der auf seinem Debüt bereits so eloquent neben den Großen des Spiels seinen eigenen Mann stehen konnte. Dazu erneut Drake: "Yeah we want it all, half was never the agreement. Who'd thought the route we chose would ever end up this scenic." Man könnte sich an dieser Stelle fragen, wann diesem 23-Jährigen sein Erfolg zu Kopf steigt. Oder ob es überhaupt dazu kommt. Immerhin ist er von einem überzeugt: "My 15 minutes started an hour ago." Wahrscheinlich hat Drake bereits ganz neue Ufer im Visier. Da markiert ein Debütalbum eben nur eine kurze Zwischenstation.
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