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Rick Ross - Port of Miami 2

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Port of Miami 2

Rick Ross

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Es gibt viele Namen, die man dem verleihen könnte, was Rick Ross macht. Luxus-Rap. Kingpin-Rap. Boss-Rap. Vielleicht sogar so etwas wie Zuhälter-Rap. Im Grunde ist der inzwischen zu Veteranen-Status gekommene Florida-MC Projektions-Fläche für alle, die in Deutschland Gangster-fixierten Image-Rap machen. Doch was Ross in Sachen Opulenz, Lebensstil und Drama bildgewaltig heraufbeschwört, lässt deutsche Darstellungen des guten Lebens nach zweiter Regionalliga aussehen. Es ist allein schon seine Stimme, die mit so viel Bombast und hämischer Gelassenheit über die Instrumentals dröhnt, dass man seinen Status gar nicht hinterfragen will. Rick Ross ist ein Boss, er ist möglicherweise sogar der Boss, und in Sachen Charisma macht ihm so schnell niemand etwas vor. Kommt dann noch ein wirklich explosives Instrumental hinzu, wird hier scharf geschossen. Ein erstes Highlight gibt es auf dem zerschmetternden "Nobody's Favorite", auf dem eine einsame Kirchenglocke verzerrt und drängend die gesamte Melodie des erdrückenden Trap-Beats ausfüllt. Friedhofs-Atmosphäre für Ross und einen eiskalten Gunplay, die keine Scherze und erst recht keine Gefangenen machen. Später heißt es dann "Oh, this is Swizz Beatz talking on a Just Blaze track" und Ross beschwört in einer triumphalen Hook seinen Erfolg auf epochalen Filmmusik-Loops herauf. Es ist ein immens plastisches, cineastisches Album. Wenn über die meiste Zeit mit der Justice League, Just Blaze, DJ Toomp oder Trop absolute Könner am Instrumental sitzen und Ross dem ganzen Bombast eine Aura der Bedeutung und Angemessenheit verleiht, funktioniert das auch und macht für ein Hörerlebnis, das den Begriff Luxus-Rap mit Eifer rechtfertigt. "Port Of Miami 2" klingt nach Geld. Nach vergoldetem Kaffee und Satin-Morgenmänteln in einer kubanischen Villa. Trotzdem kann der ganze Bombast erschlagen. Gerade in der ersten Hälfte rollen die Panzer mit je drei Verses von Ross, der seit eh und je nicht mit der Anzahl seiner Flows besticht (er hat ungefähr einen), und ein paar zu schmachtenden Hooks von Dej Loaf, Summer Walker und Teyena Taylor langsamer, als sie müssten. Später ziehen sie zwar nicht an, aber der Ernst und der Ton wandeln sich vom Prahlerischen ins Reflektierte und die Stimmung wird schneidend kalt. Der Wendepunkt ist die Aufnahme eines Live-Berichts über den Schlaganfall, den Ross im letzten Jahr erlitt und der ihn fast das Leben gekostet hat. Auf einmal untergräbt ein Hauch der Vergänglichkeit und die Instrumentals kühlen ab. Wo vorher noch Tuxedos und Ballkleider durch die üppigen Katakomben von Ross' Residenz wankten, weht nun eine eisige Leere durch die Architektur, der Bombast fühlt sich zunehmend hohl an. Melancholie macht sich auf den Rängen breit. "You can have the biggest clique, you will die a loner", brummt er dann wehmütig auf "I Still Pray". Egal, wie viel Reichtum er anhäuft. Das Ende fühlt sich nah an. Nicht nur sein eigener Tod wirkt präsent, auch der 2017 verstorbene Manager Black Bo wird gewürdigt und erst recht der im letzten Jahr verstorbene Nipsey Hussle, dessen Verse auf "Rich N*gga Lifestyle" von einer gespenstischen Atmosphäre umgeben scheint. Auch andere Gäste denken an das Ableben. YFN Lucci reflektiert, wie einst sein bester Freund nach seinem Leben getrachtet hat, und Denzel Curry wendet sich mit Rat an sein ungeborenes Kind, auf dass es auch nach seinem Ableben auf dieser Welt zurechtkomme. Ein besonderes Highlight ist das abschließende Drake-Feature "Gold Roses", auf dem zwei Rapper, die sich in der Rolle des Veteranen auch in dieser Phase ihrer Karriere immer noch seltsam anfühlen, eine lange Zeit im Rampenlicht Revue passieren lassen. Der größte Unterschied zwischen einem Image-Gangsterrapper und einem Rick Ross ist, dass Rick Ross die ganze Geschichte erzählt. Er ist nun über vierzig Jahre alt, er ist seit über zehn Jahren im Game, er veröffentlicht sein zehntes Album und spürt, wie nicht nur seine Freunde sich verändern, sondern sogar sein eigener Körper welkt. Sein Bild von Luxus ist ein Bild von Dekadenz. Sein Bombast wird von einer Ironie der Sterblichkeit untergraben. "Port Of Miami 2" ist ein transzendentales, morbides Album, das zwar mit über einer Stunde Dauer und nicht dem schnellsten Laufschritt seine Längen und Ermüdungserscheinungen mitbringt, aber doch atmosphärisch ein gewichtiges Ausrufezeichen für die Karriere des Rick Ross setzt.
© Laut

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Port of Miami 2

Rick Ross

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1
Act a Fool
00:04:46

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Olubowale Victor Akintimehin, Composer, Lyricist - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Beat Billionaire, Producer - Shamann Cooke, Composer, Lyricist - Wale, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Joseph Love, Composer, Lyricist - Rick Ross feat. Wale, AssociatedPerformer - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer - Kenneth Akridge, Composer, Lyricist - Anthony Clary, Composer, Lyricist - Albert Spears, Composer, Lyricist

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

2
Turnpike Ike
00:04:20

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Colin Leonard, Mastering Engineer - Jake One, Producer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer - Robert Dukes, Composer, Lyricist - Edward Levert, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - JACOB BRIAN DUTTON, Composer, Lyricist - Thomas "Tomcat" Bennett, Recording Engineer - Samuel Saint-Jean, Composer, Lyricist - Thomas Mclaren, Assistant Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

3
Nobody's Favorite
00:04:05

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Gunplay, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Richard Morales, Jr., Composer, Lyricist - Trop, Producer - David Anthony Bermudez, Composer, Lyricist - Thomas Mclaren, Mixing Engineer - Rick Ross feat. Gunplay, AssociatedPerformer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

4
Summer Reign
00:03:46

Brian Alexander Morgan, Composer, Lyricist - Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - JACO PASTORIUS, Composer, Lyricist - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Harmony Samuels, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Harmony "H-Money" Samuels, Producer - Edgar "JV" Etienne, Co-Producer - Rhyon Brown, Composer, Lyricist - Summer Walker, Composer, Lyricist, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - Rick Ross feat. Summer Walker, AssociatedPerformer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

5
White Lines
00:03:19

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Michael Hernandez, Composer, Lyricist - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Rowan, Producer - Carlos Suarez, Composer, Lyricist - Carlos Martín, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Dej Loaf, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Deja Trimble, Composer, Lyricist - Rick Ross feat. Dej Loaf, AssociatedPerformer - CameOne, Producer - Michael Cerda, Composer, Lyricist - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

6
BIG TYME
00:04:02

Justin Smith, Composer, Lyricist - Kasseem Dean, Composer, Lyricist - Swizz Beatz, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Ken Lewis, Guitar, Horn, Strings, Background Vocal - Just Blaze, Producer, Mixing Engineer - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Kenneth Lewis, Composer, Lyricist - Brent Kolatalo, Composer, Lyricist, Drums, Keyboards, Bass - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Rick Ross feat. Swizz Beatz, AssociatedPerformer - Ian Kimmel, Engineer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

7
Bogus Charms
00:04:01

Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Meek Mill, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Nicholas Warwar, Composer, Lyricist - Finis "KY" White, Mixing Engineer - Sam Harvey, Composer, Lyricist, Vocal - Robert Rihmeek Williams, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - JEFFERY OLIVER ROBINSON, Composer, Lyricist - Mélanie Pereira, Composer, Lyricist - STREETRUNNER, Producer - Tarik Azzouz, Composer, Lyricist, Producer - Thomas "Tomcat" Bennett, Recording Engineer - Maxime Breton, Guitar - Samuel Saint-Jean, Composer, Lyricist - November Ultra, Vocal - Rick Ross feat. Meek Mill, AssociatedPerformer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

8
Rich Nigga Lifestyle
00:04:09

Teyana Taylor, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Robert Curington, Composer, Lyricist - Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Cardiak, Producer - Carl McCormick, Composer, Lyricist - Rudy Love, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Nipsey Hussle, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Ermias Asghedom, Composer, Lyricist - Will Gittens, Composer, Lyricist, Vocal - Critacal, Misc. Prod. - Thomas "Tomcat" Bennett, Composer, Lyricist, Recording Engineer - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - Rick Ross feat. Nipsey Hussle & Teyana Taylor, AssociatedPerformer - Mic Lovay, Composer, Lyricist

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

9
Born to Kill
00:04:40

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Jeezy, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Jay Wayne Jenkins, Composer, Lyricist - Trop, Producer - David Anthony Bermudez, Composer, Lyricist - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - Rick Ross feat. Jeezy, AssociatedPerformer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

10
Fascinated
00:05:25

William Roberts, Composer, Lyricist - Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Bill Withers, Composer, Lyricist - Bishop, Vocal - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Sam Sneak, Producer - Thomas "Tomcat" Bennett, Composer, Lyricist - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer - Dollarz, Producer - Corey Burroughs, Composer, Lyricist - Avery Branch, Composer, Lyricist

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

11
I Still Pray
00:04:56

Marvin Isley, Composer, Lyricist - Christopher Jasper, Composer, Lyricist - Ernest Isley, Composer, Lyricist - Aldrin Davis, Composer, Lyricist - Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Ronald Isley, Composer, Lyricist - RUDOLPH ISLEY, Composer, Lyricist - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - DJ Toomp, Producer - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Kinta Cox, Composer, Lyricist - YFN Lucci, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Rayshawn Lamar Bennett, Composer, Lyricist - Thomas "Tomcat" Bennett, Recording Engineer - ball greezy, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - Rick Ross feat. YFN Lucci & Ball Greezy, AssociatedPerformer - Kelly O'Isley, Composer, Lyricist

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

12
Running the Streets
00:03:44

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Chad Thomas, Composer, Lyricist - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Denzel Curry, Composer, Lyricist, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - A Boogie Wit Da Hoodie, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Artist Dubose, Composer, Lyricist - Thomas "Tomcat" Bennett, Recording Engineer - MajorNine, Producer - Samuel Saint-Jean, Composer, Lyricist - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - Rick Ross feat. A Boogie Wit da Hoodie & Denzel Curry, AssociatedPerformer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

13
Vegas Residency
00:05:19

Teedra Moses, Composer, Lyricist, Vocal - Leslie Brathwaite, Mixing Engineer - J.U.S.T.I.C.E. League, Producer - Paul Williams, Composer, Lyricist - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer - Erik Ortiz, Composer, Lyricist - Kevin Crowe, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Alex page, Strings - Noc, Producer - Tyler Cates, Guitar - Thomas "Tomcat" Bennett, Recording Engineer - Joshua "Principal Muzik" Everett, Piano - Raphael Ramos, Composer, Lyricist

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

14
Maybach Music VI
00:04:02

Hubert Eaves III, Composer, Lyricist - Leslie Brathwaite, Mixing Engineer - J.U.S.T.I.C.E. League, Producer - John Stephens, Composer, Lyricist - Lil Wayne, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Gumbi Ortiz, Percussion - John Legend, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - Erik Ortiz, Composer, Lyricist - Kevin Crowe, Composer, Lyricist - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Dwayne Michael Carter, Jr., Composer, Lyricist - Alex page, Strings - Tyler Cates, Guitar, Misc. Prod. - Edward Blackmon, Composer, Lyricist - Jonah Vincent, Horn - Joshua Vincent, Horn - Rick Ross feat. John Legend & Lil Wayne, AssociatedPerformer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer - Joshua "Principal Muzik" Everett, Piano - J Troy Bass, Bass

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

15
Gold Roses
00:05:49

Fabian Marasciullo, Mixing Engineer - Drake, FeaturedArtist, AssociatedPerformer, Vocal - The Rascals, Producer - Aubrey Graham, Composer, Lyricist - Boris Bergman, Composer, Lyricist - oz, Producer - Colin Leonard, Mastering Engineer - Rick Ross, MainArtist, AssociatedPerformer, Vocal - William Leonard Roberts II, Composer, Lyricist - Sylvain Krief, Composer, Lyricist - Ozan Yildirim, Composer, Lyricist - Khristopher Riddick-Tynes, Composer, Lyricist - Leon Thomas III, Composer, Lyricist - ANDERSON HERNANDEZ, Composer, Lyricist - Noel Cadastre, Composer, Lyricist, Misc. Prod. - Vinylz, Producer - SykSense, Producer - JOSHUA QUINTON SCRUGGS, Composer, Lyricist - Rick Ross feat. Drake, AssociatedPerformer - Thomas Mclaren, Assistant Engineer - David Anthony "TROP" Bermudez, Recording Engineer

(P) 2019 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

Albumbeschreibung

Es gibt viele Namen, die man dem verleihen könnte, was Rick Ross macht. Luxus-Rap. Kingpin-Rap. Boss-Rap. Vielleicht sogar so etwas wie Zuhälter-Rap. Im Grunde ist der inzwischen zu Veteranen-Status gekommene Florida-MC Projektions-Fläche für alle, die in Deutschland Gangster-fixierten Image-Rap machen. Doch was Ross in Sachen Opulenz, Lebensstil und Drama bildgewaltig heraufbeschwört, lässt deutsche Darstellungen des guten Lebens nach zweiter Regionalliga aussehen. Es ist allein schon seine Stimme, die mit so viel Bombast und hämischer Gelassenheit über die Instrumentals dröhnt, dass man seinen Status gar nicht hinterfragen will. Rick Ross ist ein Boss, er ist möglicherweise sogar der Boss, und in Sachen Charisma macht ihm so schnell niemand etwas vor. Kommt dann noch ein wirklich explosives Instrumental hinzu, wird hier scharf geschossen. Ein erstes Highlight gibt es auf dem zerschmetternden "Nobody's Favorite", auf dem eine einsame Kirchenglocke verzerrt und drängend die gesamte Melodie des erdrückenden Trap-Beats ausfüllt. Friedhofs-Atmosphäre für Ross und einen eiskalten Gunplay, die keine Scherze und erst recht keine Gefangenen machen. Später heißt es dann "Oh, this is Swizz Beatz talking on a Just Blaze track" und Ross beschwört in einer triumphalen Hook seinen Erfolg auf epochalen Filmmusik-Loops herauf. Es ist ein immens plastisches, cineastisches Album. Wenn über die meiste Zeit mit der Justice League, Just Blaze, DJ Toomp oder Trop absolute Könner am Instrumental sitzen und Ross dem ganzen Bombast eine Aura der Bedeutung und Angemessenheit verleiht, funktioniert das auch und macht für ein Hörerlebnis, das den Begriff Luxus-Rap mit Eifer rechtfertigt. "Port Of Miami 2" klingt nach Geld. Nach vergoldetem Kaffee und Satin-Morgenmänteln in einer kubanischen Villa. Trotzdem kann der ganze Bombast erschlagen. Gerade in der ersten Hälfte rollen die Panzer mit je drei Verses von Ross, der seit eh und je nicht mit der Anzahl seiner Flows besticht (er hat ungefähr einen), und ein paar zu schmachtenden Hooks von Dej Loaf, Summer Walker und Teyena Taylor langsamer, als sie müssten. Später ziehen sie zwar nicht an, aber der Ernst und der Ton wandeln sich vom Prahlerischen ins Reflektierte und die Stimmung wird schneidend kalt. Der Wendepunkt ist die Aufnahme eines Live-Berichts über den Schlaganfall, den Ross im letzten Jahr erlitt und der ihn fast das Leben gekostet hat. Auf einmal untergräbt ein Hauch der Vergänglichkeit und die Instrumentals kühlen ab. Wo vorher noch Tuxedos und Ballkleider durch die üppigen Katakomben von Ross' Residenz wankten, weht nun eine eisige Leere durch die Architektur, der Bombast fühlt sich zunehmend hohl an. Melancholie macht sich auf den Rängen breit. "You can have the biggest clique, you will die a loner", brummt er dann wehmütig auf "I Still Pray". Egal, wie viel Reichtum er anhäuft. Das Ende fühlt sich nah an. Nicht nur sein eigener Tod wirkt präsent, auch der 2017 verstorbene Manager Black Bo wird gewürdigt und erst recht der im letzten Jahr verstorbene Nipsey Hussle, dessen Verse auf "Rich N*gga Lifestyle" von einer gespenstischen Atmosphäre umgeben scheint. Auch andere Gäste denken an das Ableben. YFN Lucci reflektiert, wie einst sein bester Freund nach seinem Leben getrachtet hat, und Denzel Curry wendet sich mit Rat an sein ungeborenes Kind, auf dass es auch nach seinem Ableben auf dieser Welt zurechtkomme. Ein besonderes Highlight ist das abschließende Drake-Feature "Gold Roses", auf dem zwei Rapper, die sich in der Rolle des Veteranen auch in dieser Phase ihrer Karriere immer noch seltsam anfühlen, eine lange Zeit im Rampenlicht Revue passieren lassen. Der größte Unterschied zwischen einem Image-Gangsterrapper und einem Rick Ross ist, dass Rick Ross die ganze Geschichte erzählt. Er ist nun über vierzig Jahre alt, er ist seit über zehn Jahren im Game, er veröffentlicht sein zehntes Album und spürt, wie nicht nur seine Freunde sich verändern, sondern sogar sein eigener Körper welkt. Sein Bild von Luxus ist ein Bild von Dekadenz. Sein Bombast wird von einer Ironie der Sterblichkeit untergraben. "Port Of Miami 2" ist ein transzendentales, morbides Album, das zwar mit über einer Stunde Dauer und nicht dem schnellsten Laufschritt seine Längen und Ermüdungserscheinungen mitbringt, aber doch atmosphärisch ein gewichtiges Ausrufezeichen für die Karriere des Rick Ross setzt.
© Laut

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