Qobuz Store wallpaper
Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Coldplay|Ghost Stories

Ghost Stories

Coldplay

Digitales Booklet

Verfügbar in
logo Hi-Res
24-Bit 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Es fällt so leicht, Coldplay aus tiefster Seele zu hassen. Aus den zurückhaltenden Briten, die mit "Parachutes" vor langer Zeit zusammen mit Travis und den Kings of Convenience das Leise als neues Laut zelebrierten, war auf seltsamen Umwegen ein weichgezeichneter U2-Klon mit der Ausstrahlung einer Salatschüssel geworden. Selbstverliebt tanzten sie zuletzt unter kunterbunten Riesenluftballons und Papierschmetterlingen durch die großen Stadien. Im Garten des Alltäglichen legten sie sich gar mit Rihanna ins Bett. Nun folgt der längst fällige Richtungswechsel. In der Embryonalstellung zusammengekauert lehrt Chris Martin die Anatomie der Melancholie. Seiner vergangenen Beziehung zu Pepper Potts Paltrow nachtrauernd, leckt er gebrochen und von Sehnsucht erfüllt seine Wunden. Hier bleibt kein Platz mehr für das "Para-Para-Paradise". Stattdessen bremst er "Ghost Stories" mit seinem versunkenen Falsett und isoliertem Klavier immer weiter ab, bis es in "Midnight" letztlich still steht. Seine Band folgt ihm auf diesem Weg herrlich unverkrampft. Die ausufernden Stadion-Refrains von "Mylo Xyloto" haben weitgehend Hausverbot. Nur "A Sky Full Of Stars" zwängt sich noch einmal durch ein offenes Fenster in der Rumpelkammer herein. Zartgliedrig und gläsern spielen Coldplay mit ihrer eigenen Vergangenheit, bis von ihnen nicht mehr übrig bleibt als ihre eigenen Geister, ihre "Ghost Stories". Die vier eben noch so aufgeblasenen Egos in selbst gehäkelten Armeeuniformen offenbaren sich dabei von ihrer verwundbarsten Seite, legen sich auf den Rücken und zeigen ihren verletzlichen Bauch. Es wäre das Einfachste, nun zum lange erhofften finalen Schlag auszuholen. Viel mehr Überwindung kostet es hingegen, über der eigenen Schatten zu springen und Coldplays neu gefundene Zerbrechlichkeit zu genießen. Wie nach einer gescheiterten Beziehung stehen sie auf diesem Übergangs-Album auf wackeligen Füßen, suchen Halt, Vertrauen und Geborgenheit. Um "Ghost Stories" zu verstehen, sollte man sich vom Konzept der einzelnen Tracks entfernen. Viel mehr auf Atmosphäre als auf den separaten Song ausgelegt, fügt sich ein verschlungenes Gebilde zusammen, das mehr Brian Eno in sich trägt als das vom Ambient-Innovator produzierte "Viva La Vida Or Death And All His Friends". Das dieses Album als Ganzes funktioniert, obwohl elf Produzenten ihre Finger im Spiel hatten, grenzt fast an ein Wunder. Timbaland lässt sich zum Glück nur anhand des druckvollen Basses im elektronischen Gerüst des ansonsten von Gitarren und überzuckerten Streichern getragenen "True Love" erahnen. "Tell me you love me/ If you don't then lie to me", fleht Martin. Erst im Zusammenspiel und der direkten Gegenüberstellung mit "True Love" entfaltet "Midnight" seine ganze Größe und bietet eine Skizze der dunkelsten Stunde. Jon Hopkins, der letztes Jahr mit "Immunity" endlich aus dem Dämmergrau heraus trat, überwacht das mit feenhaften Synthesizern und schwer greifbarem Sog ausgestattete Stück als neuer Eno. "In the darkness before the dawn / In the swirling of the storm / When I'm rolling with the punches and hope is gone / Leave a light a light on." Nachdem Chris Martin in einem Tweet "Madness" überschwänglich als besten Muse-Song abfeierte, lässt sich die Ähnlichkeit zu ihrem "Magic" nicht von der Hand weisen. Doch wo Muse auf "The 2nd Law" ihrem zusammengeklauten Flickwerk mit einer gigantisch aufgeblasenen Produktion jede Luft zum Atmen nahmen, lassen Coldplay, ähnlich zu The XX, das mit mechanischem Beat und pulsierender Bassline geschmückte Lied in seiner Nacktheit zurück. Leider zeigt sich mit den nun im Mittelpunkt stehenden klischeebeladen Texte so auch recht deutlich eine der größten Schwachstellen von "Ghost Stories". "Call it magic / Call it true / I call it magic / When I'm with you / And I just got broken / Broken into two / Still I call it magic / When I'm next to you / … Ooh ooh ooh / Ooh ooh ooh." Zudem versemmeln die Briten die Chance einer komplett in sich geschlossenen Platte auf der Zielgeraden. Das schauerliche "A Sky Full Of Stars" hämmert mit billigsten Avicii-Beats für vier Minuten jegliches Ambiente in den Sangria-Eimer. Dem unnötigen "Every Drop Is A Waterfall"-Ableger fehlt jeder Hauch einer nur im Ansatz mitreißenden Melodie. Ohne Rücksicht auf Verluste reißen die Mannen um Chris Martin den bis hier hin enttäuschten "Mylo Xyloto"-Fan auf ihre Seite. Ein berechnender Zug, der "Ghost Stories" völlig unnötig seiner Ausgewogenheit beraubt. Ganz im Gegensatz dazu gelingt Coldplay mit dem finalen "O" ihr ergreifendster Moment seit "A Rush Of Blood To The Head". Mit fragilem Optimismus schließt die zurückhaltende Klavier-Ballade mit ihrem elysischen Outro die Klammer, die der Opener "Always In My Head" öffnete. Chris Martin lässt los und lernt zu akzeptieren, dass nichts auf unserer Welt für die Ewigkeit geschaffen ist. Mit dem nachdenklichen "Ghost Stories" schaffen Coldplay gerade noch rechtzeitig die unerwartete Kehrtwende. Wenn Musik zum Bügeln so klingt, stelle ich mich gerne zu der oft zitierten Hausfrau und helfe ihr beim Hemden zusammenlegen.
© Laut

Weitere Informationen

Ghost Stories

Coldplay

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
Always in My Head
00:03:36

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, Engineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, MasteringEngineer - Chris Martin, Producer, Acoustic Guitar, Keyboards, Lead Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Bass Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Backing Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Electric Guitar, Slide Guitar, Keyboards, Writer - Mark "Spike" Stent, MixingEngineer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Keyboards, Programmer, Backing Vocals - Rik Simpson, Drum Programmer - Jon Hopkins, Keyboards - Jaime Sickora, Engineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Madeon, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Assistant Mixing Engineer - Joe Visciano, Engineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

2
Magic
00:04:45

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, Engineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, MasteringEngineer - Chris Martin, Producer, Acoustic Guitar, Keyboards, Lead Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Bass Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Backing Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Electric Guitar, Slide Guitar, Keyboards, Writer - Mark "Spike" Stent, MixingEngineer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Programmer - Rik Simpson, Programmer - Jaime Sickora, Engineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Assistant Mixing Engineer - Joe Visciano, Engineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

3
Ink
00:03:48

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, AdditionalEngineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, MasteringEngineer - Chris Martin, Producer, Acoustic Guitar, Keyboards, Lead Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Synthesizer Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Bass Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Backing Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Electric Guitar, Slide Guitar, Keyboards, Writer - Mark "Spike" Stent, MixingEngineer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Programmer - Rik Simpson, Programmer - Jaime Sickora, Engineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Assistant Mixing Engineer - Joe Visciano, AdditionalEngineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

4
True Love
00:04:05

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - John Metcalfe, Conductor, String Arranger, Strings - Timbaland, Drum Programmer - Chris Owens, Engineer - Olga Fitzroy, Engineer - Isobel Griffiths, Strings - Ted Jensen, Engineer, Masterer - Chris Martin, Producer, Guitar, Keyboards, Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Programmer, Drum Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Nicolas Essig, Assistant - Davide Rossi, String Arranger, Strings - Daniel Green, Producer, Programmer - Rik Simpson, Producer, Programmer - MARK STENT, Mixer, Engineer - Timothy Mosley, Drum Programmer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Mixer, Engineer - Joe Visciano, Engineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

5
Midnight
00:04:54

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, AdditionalEngineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, Engineer, Masterer - Chris Martin, Producer, Guitar, Keyboards, Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Guitar, Keyboards, Writer, Bass - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Programmer - Rik Simpson, Producer, Bass Guitar, Bass - Jon Hopkins, Keyboards, Programmer, Writer, CoProducer - MARK STENT, Mixer, Engineer - Jaime Sickora, AdditionalEngineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Mixer, Engineer - Joe Visciano, AdditionalEngineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

6
Another's Arms
00:03:54

Mike Dean, Drum Programmer, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, AdditionalEngineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, Engineer, Masterer - Chris Martin, Producer, Guitar, Keyboards, Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Drum Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Programmer, Drum Programmer, Samples - Rik Simpson, Producer, Programmer - MARK STENT, Mixer, Engineer - Jaime Sickora, AdditionalEngineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Mixer, Engineer - Joe Visciano, AdditionalEngineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

7
Oceans
00:05:21

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - John Metcalfe, Conductor, String Arranger - Chris Owens, AdditionalEngineer - Olga Fitzroy, Mixer, Assistant Mixing Engineer - Isobel Griffiths, Strings - Ted Jensen, Engineer, Masterer - Chris Martin, Producer, Guitar, Keyboards, Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Synthesizer Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Mixer, Keyboards, Programmer, Backing Vocals, MixingEngineer - Rik Simpson, Producer, Mixer, MixingEngineer - Jon Hopkins, Programmer - MARK STENT, Engineer - Jaime Sickora, AdditionalEngineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Engineer - Joe Visciano, AdditionalEngineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

8
A Sky Full of Stars
00:04:28

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, AdditionalEngineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, Engineer, Masterer - Chris Martin, Producer, Guitar, Keyboards, Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer, Drum Programmer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Nicolas Essig, Assistant - Avicii, Writer - Tim Bergling, Producer, Programmer, Programming & Keyboards - Daniel Green, Producer, Programmer - Rik Simpson, Producer, Programming & Keyboards - MARK STENT, Mixer, Engineer - Jaime Sickora, AdditionalEngineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Kyle Stevens, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Mixer, Engineer - Joe Visciano, AdditionalEngineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

9
O
00:07:46

Mike Dean, Assistant - Adam Miller, Assistant - Tom Bailey, Assistant - Chris Owens, AdditionalEngineer - Olga Fitzroy, Engineer - Ted Jensen, Engineer, Masterer - Chris Martin, Producer, Guitar, Keyboards, Vocals, Writer - Paul Epworth, Producer - Coldplay, MainArtist - Guy Berryman, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Will Champion, Producer, Drums, Percussion, Vocals, Writer, Synthesizer - Jonny Buckland, Producer, Guitar, Keyboards, Writer - Nicolas Essig, Assistant - Daniel Green, Producer, Programmer - Rik Simpson, Producer, Engineer - MARK STENT, Mixer, Engineer - Jaime Sickora, AdditionalEngineer - Matt Wiggins, Engineer - Matt McGinn, Assistant - Christian Green, Assistant - Madeon, Sounds - Kyle Stevens, Assistant - Hugo Leclercq, Assistant - Fiona Cruickshank, Assistant - Pablo Hernández, Assistant - Geoff Swan, Mixer, Engineer - Joe Visciano, AdditionalEngineer - Bill Rahko, Assistant - John Prestage, Assistant - Jeff Gartenbaum, Assistant - Joseph Hartwell Jones, Assistant - Neil Lambert, Assistant - Roxy Pope, Assistant - Apple Martin, Vocals - Mabel Krichefski, Vocals - Moses Martin, Vocals

© 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company. ℗ 2014 Parlophone Records Limited, a Warner Music Group Company.

Albumbeschreibung

Es fällt so leicht, Coldplay aus tiefster Seele zu hassen. Aus den zurückhaltenden Briten, die mit "Parachutes" vor langer Zeit zusammen mit Travis und den Kings of Convenience das Leise als neues Laut zelebrierten, war auf seltsamen Umwegen ein weichgezeichneter U2-Klon mit der Ausstrahlung einer Salatschüssel geworden. Selbstverliebt tanzten sie zuletzt unter kunterbunten Riesenluftballons und Papierschmetterlingen durch die großen Stadien. Im Garten des Alltäglichen legten sie sich gar mit Rihanna ins Bett. Nun folgt der längst fällige Richtungswechsel. In der Embryonalstellung zusammengekauert lehrt Chris Martin die Anatomie der Melancholie. Seiner vergangenen Beziehung zu Pepper Potts Paltrow nachtrauernd, leckt er gebrochen und von Sehnsucht erfüllt seine Wunden. Hier bleibt kein Platz mehr für das "Para-Para-Paradise". Stattdessen bremst er "Ghost Stories" mit seinem versunkenen Falsett und isoliertem Klavier immer weiter ab, bis es in "Midnight" letztlich still steht. Seine Band folgt ihm auf diesem Weg herrlich unverkrampft. Die ausufernden Stadion-Refrains von "Mylo Xyloto" haben weitgehend Hausverbot. Nur "A Sky Full Of Stars" zwängt sich noch einmal durch ein offenes Fenster in der Rumpelkammer herein. Zartgliedrig und gläsern spielen Coldplay mit ihrer eigenen Vergangenheit, bis von ihnen nicht mehr übrig bleibt als ihre eigenen Geister, ihre "Ghost Stories". Die vier eben noch so aufgeblasenen Egos in selbst gehäkelten Armeeuniformen offenbaren sich dabei von ihrer verwundbarsten Seite, legen sich auf den Rücken und zeigen ihren verletzlichen Bauch. Es wäre das Einfachste, nun zum lange erhofften finalen Schlag auszuholen. Viel mehr Überwindung kostet es hingegen, über der eigenen Schatten zu springen und Coldplays neu gefundene Zerbrechlichkeit zu genießen. Wie nach einer gescheiterten Beziehung stehen sie auf diesem Übergangs-Album auf wackeligen Füßen, suchen Halt, Vertrauen und Geborgenheit. Um "Ghost Stories" zu verstehen, sollte man sich vom Konzept der einzelnen Tracks entfernen. Viel mehr auf Atmosphäre als auf den separaten Song ausgelegt, fügt sich ein verschlungenes Gebilde zusammen, das mehr Brian Eno in sich trägt als das vom Ambient-Innovator produzierte "Viva La Vida Or Death And All His Friends". Das dieses Album als Ganzes funktioniert, obwohl elf Produzenten ihre Finger im Spiel hatten, grenzt fast an ein Wunder. Timbaland lässt sich zum Glück nur anhand des druckvollen Basses im elektronischen Gerüst des ansonsten von Gitarren und überzuckerten Streichern getragenen "True Love" erahnen. "Tell me you love me/ If you don't then lie to me", fleht Martin. Erst im Zusammenspiel und der direkten Gegenüberstellung mit "True Love" entfaltet "Midnight" seine ganze Größe und bietet eine Skizze der dunkelsten Stunde. Jon Hopkins, der letztes Jahr mit "Immunity" endlich aus dem Dämmergrau heraus trat, überwacht das mit feenhaften Synthesizern und schwer greifbarem Sog ausgestattete Stück als neuer Eno. "In the darkness before the dawn / In the swirling of the storm / When I'm rolling with the punches and hope is gone / Leave a light a light on." Nachdem Chris Martin in einem Tweet "Madness" überschwänglich als besten Muse-Song abfeierte, lässt sich die Ähnlichkeit zu ihrem "Magic" nicht von der Hand weisen. Doch wo Muse auf "The 2nd Law" ihrem zusammengeklauten Flickwerk mit einer gigantisch aufgeblasenen Produktion jede Luft zum Atmen nahmen, lassen Coldplay, ähnlich zu The XX, das mit mechanischem Beat und pulsierender Bassline geschmückte Lied in seiner Nacktheit zurück. Leider zeigt sich mit den nun im Mittelpunkt stehenden klischeebeladen Texte so auch recht deutlich eine der größten Schwachstellen von "Ghost Stories". "Call it magic / Call it true / I call it magic / When I'm with you / And I just got broken / Broken into two / Still I call it magic / When I'm next to you / … Ooh ooh ooh / Ooh ooh ooh." Zudem versemmeln die Briten die Chance einer komplett in sich geschlossenen Platte auf der Zielgeraden. Das schauerliche "A Sky Full Of Stars" hämmert mit billigsten Avicii-Beats für vier Minuten jegliches Ambiente in den Sangria-Eimer. Dem unnötigen "Every Drop Is A Waterfall"-Ableger fehlt jeder Hauch einer nur im Ansatz mitreißenden Melodie. Ohne Rücksicht auf Verluste reißen die Mannen um Chris Martin den bis hier hin enttäuschten "Mylo Xyloto"-Fan auf ihre Seite. Ein berechnender Zug, der "Ghost Stories" völlig unnötig seiner Ausgewogenheit beraubt. Ganz im Gegensatz dazu gelingt Coldplay mit dem finalen "O" ihr ergreifendster Moment seit "A Rush Of Blood To The Head". Mit fragilem Optimismus schließt die zurückhaltende Klavier-Ballade mit ihrem elysischen Outro die Klammer, die der Opener "Always In My Head" öffnete. Chris Martin lässt los und lernt zu akzeptieren, dass nichts auf unserer Welt für die Ewigkeit geschaffen ist. Mit dem nachdenklichen "Ghost Stories" schaffen Coldplay gerade noch rechtzeitig die unerwartete Kehrtwende. Wenn Musik zum Bügeln so klingt, stelle ich mich gerne zu der oft zitierten Hausfrau und helfe ihr beim Hemden zusammenlegen.
© Laut

Informationen zu dem Album

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

Hostis Humani Generis

Ye Banished Privateers

Hostis Humani Generis Ye Banished Privateers

Girls Like Us

Zoe Wees

Girls Like Us Zoe Wees

Dominion

Hammerfall

Dominion Hammerfall

Weihnachten 2021

Various Artists

Weihnachten 2021 Various Artists
Mehr auf Qobuz
Von Coldplay

Music Of The Spheres

Coldplay

My Universe

Coldplay

My Universe Coldplay

My Universe

Coldplay

My Universe Coldplay

Everyday Life

Coldplay

Everyday Life Coldplay

A Rush of Blood to the Head

Coldplay

Playlists

Das könnte Ihnen auch gefallen...

Raise The Roof

Robert Plant

Raise The Roof Robert Plant

The Dark Side Of The Moon

Pink Floyd

The Wall

Pink Floyd

The Wall Pink Floyd

Rumours

Fleetwood Mac

Rumours Fleetwood Mac

Abbey Road

The Beatles

Abbey Road The Beatles
Panorama-Artikel...
Queen, wahre Freunde

Dreißig Jahre nach dem Tod von Freddie Mercury blickt Qobuz auf den Werdegang von Queen zurück, einer Band, die oft auf die Persönlichkeit ihres Sängers reduziert wird, obwohl es sich gleichermaßen um den Zusammenschluss von vier außergewöhnlichen und gleichberechtigten Musikern handelt. Und genau das bemühten sich Brian May und Roger Taylor (ohne den in Rente gegangenen John Deacon) seit dem Dahinscheiden ihres brillanten Sängers am 21. November 1991 zu beweisen.

Nirvana, Ende des Rock…

34 Jahre ist es nun her, dass Nirvana Ende des 20. Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte. Als komplett unerwarteter Schlenker der Punkbewegung ereilte sie eine Blitzkarriere, internationale Hits, Fans in rauen Mengen und leider auch tragisches Nachspiel für einen in aller Welt bekannten Sonderling. Die Band von Kurt Cobain war vielleicht ganz einfach die letzte richtige Rockgruppe der Geschichte. Ein derartiges Phänomen einer ganzen Generation, wenn nicht sogar ihr letzter Mythos.

10 Legenden des Blues

Am 21. Juni jährt sich zum 20. Mal der Todestag einer der Könige des Blues: John Lee Hooker. Aber der Riese nahm den Blues nicht mit in sein Grab. Diese Musik, die seit mehr als einem Jahrhundert aufgezeichnet wird, kultiviert weiterhin die gesamte Popmusik und produziert großartige Platten (wie das letzte Album der Black Keys). Es ist an der Zeit, die Klassiker aufzufrischen, in zehn Porträts historischer Bluesmen, darunter auch eine Bluesfrau.

Aktuelles...