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András Schiff - Brahms: Piano Concertos

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Brahms: Piano Concertos

András Schiff, Orchestra Of The Age Of Enlightenment

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Arnold Schönberg hat ihn einen Fortschrittlichen genannt: Johannes Brahms, der – mit seiner musikalischen Sprache und Formenwelt tief in der Vergangenheit wurzelnd – bei Bach und Beethoven schürfte und dabei eine vollkommene Durchstrukturierung des musikalischen Satzes erreichte, mit der seine Werke weit in die Zukunft wiesen.
Allerdings hat das Oeuvre von Brahms, wie es András Schiff anlässlich der vorliegenden Einspielung seiner beiden Klavierkonzerte mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment hervorhebt, dabei in all den Jahren der kontinuierlich sich verändernden Interpretation ein unangemessenes Schwergewicht angenommen, das die Faktur der Kompositionen eher verbarg, als die Verästelungen dieser subtil sich „entwickelnden Variationen“ (wie Schönberg das kompositorische Verfahren nannte) freizulegen.

Selbstverständlich haben solche Entwicklungen auch mit den veränderten Aufführungsbedingungen und den sich wandelnden gesellschaftlichen Konstellationen zu tun, wobei nicht immer leicht auszumachen ist, wo die Kausalkette ihren Anfang nahm. Jedenfalls haben das Anwachsen einer globalen musikalischen Öffentlichkeit mit entsprechend zunehmendem Geräuschpegel, die größeren Konzertsäle und die dementsprechend massiver werdenden Klangkörper mit robusterem Instrumentarium auch das Brahms-Bild verzerrt, das heute einer Korrektur bedarf. Denn, so András Schiff, die Musik von Brahms sei „durchsichtig, feinfühlig, dynamisch äußerst differenziert und schattiert“. Um dies kenntlich zu machen, ist es freilich nötig, sich die Aufführungssituation jener Zeit zu vergegenwärtigen und, so weit das möglich ist, zu rekonstruieren. Die Meininger Hofkapelle, eines der fortschrittlichsten und angesehensten Orchester Europas zu jener Zeit und von Brahms stets favorisiert – seine vierte Symphonie wurde 1885 von ihm selbst dort uraufgeführt – beschäftigte beispielsweise zu Zeiten nicht mehr als 49 Instrumentalisten mit neun ersten Violinen. Und auch die Klaviere jener Tage, die Brahms bevorzugte, vornehmlich der Firmen Streicher, Bösendorfer und Blüthner, waren in ihrem Klang transparenter, obertonreicher und nicht zuletzt auch leichter ansprechend.

Schon auf einigen früheren Einspielung bei ECM New Series griff András Schiff auf historische Instrumente zurück, etwa bei seinen zwei Doppelalben mit späten Klavierwerken von Franz Schubert, für die er ein Fortepiano von Franz Brodmann um das Jahr 1820 verwendete. Denselben Flügel hat er zuvor schon bei einem Doppelalbum mit Beethovens Diabelli-Variationen gespielt, wobei er dieser Version eine weitere Interpretation des Variationszyklus auf einem Bechstein-Flügel von 1921 gegenüberstellte.
Wenn András Schiff für die Aufnahme der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms nun das (ohne Dirigenten spielende) Orchestra of the Age of Enlightenment mit seinen „period instruments“ als Partner wählt und selbst auf einem historischen Flügel der Leipziger Klavierbauerfirma Julius Blüthner von 1859 spielt, so ist es nichts weniger als der Versuch, die Werke „neu zu deuten, sie quasi zu restaurieren, die Musik zu ‚entschlacken‘.“

Im bisweilen kammermusikalischen Duktus der Einspielung, besonders zwingend in den beiden letzten Sätzen des B-Dur-Konzertes op.83, entsteht so eine Interpretation, die sich dem originalen Klangcharakter nähert, dabei jene Schichten der Werke freilegt, die das dialogische Prinzip zwischen Solist und Orchester betonen und damit auch das Vorurteil widerlegen, das da lautet, das zweite Klavierkonzert sei eine „Symphonie mit obligatem Klavier“. © ECM New Series

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Brahms: Piano Concertos

András Schiff

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Piano Concerto No. 1 in D minor, Op. 15 (Johannes Brahms)

1
1. Maestoso
00:22:06

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

2
2. Adagio
00:11:57

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

3
3. Rondo. Allegro non troppo
00:12:55

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

Piano Concerto No. 2 in B flat major, Op. 83 (Johannes Brahms)

4
1. Allegro non troppo
00:17:43

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

5
2. Allegro appassionato
00:09:30

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

6
3. Andante
00:10:06

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

7
4. Allegretto grazioso
00:10:16

Orchestra Of The Age Of Enlightenment, Orchestra, MainArtist - Johannes Brahms, Composer - András Schiff, Conductor/Piano, MainArtist, AssociatedPerformer - Stephan Schellmann, Mixer, Engineer, Mastering Engineer, StudioPersonnel - John Barrett, Balance Engineer, StudioPersonnel - Manfred Eicher, Producer

℗ 2021 ECM Records GmbH

Albumbeschreibung

Arnold Schönberg hat ihn einen Fortschrittlichen genannt: Johannes Brahms, der – mit seiner musikalischen Sprache und Formenwelt tief in der Vergangenheit wurzelnd – bei Bach und Beethoven schürfte und dabei eine vollkommene Durchstrukturierung des musikalischen Satzes erreichte, mit der seine Werke weit in die Zukunft wiesen.
Allerdings hat das Oeuvre von Brahms, wie es András Schiff anlässlich der vorliegenden Einspielung seiner beiden Klavierkonzerte mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment hervorhebt, dabei in all den Jahren der kontinuierlich sich verändernden Interpretation ein unangemessenes Schwergewicht angenommen, das die Faktur der Kompositionen eher verbarg, als die Verästelungen dieser subtil sich „entwickelnden Variationen“ (wie Schönberg das kompositorische Verfahren nannte) freizulegen.

Selbstverständlich haben solche Entwicklungen auch mit den veränderten Aufführungsbedingungen und den sich wandelnden gesellschaftlichen Konstellationen zu tun, wobei nicht immer leicht auszumachen ist, wo die Kausalkette ihren Anfang nahm. Jedenfalls haben das Anwachsen einer globalen musikalischen Öffentlichkeit mit entsprechend zunehmendem Geräuschpegel, die größeren Konzertsäle und die dementsprechend massiver werdenden Klangkörper mit robusterem Instrumentarium auch das Brahms-Bild verzerrt, das heute einer Korrektur bedarf. Denn, so András Schiff, die Musik von Brahms sei „durchsichtig, feinfühlig, dynamisch äußerst differenziert und schattiert“. Um dies kenntlich zu machen, ist es freilich nötig, sich die Aufführungssituation jener Zeit zu vergegenwärtigen und, so weit das möglich ist, zu rekonstruieren. Die Meininger Hofkapelle, eines der fortschrittlichsten und angesehensten Orchester Europas zu jener Zeit und von Brahms stets favorisiert – seine vierte Symphonie wurde 1885 von ihm selbst dort uraufgeführt – beschäftigte beispielsweise zu Zeiten nicht mehr als 49 Instrumentalisten mit neun ersten Violinen. Und auch die Klaviere jener Tage, die Brahms bevorzugte, vornehmlich der Firmen Streicher, Bösendorfer und Blüthner, waren in ihrem Klang transparenter, obertonreicher und nicht zuletzt auch leichter ansprechend.

Schon auf einigen früheren Einspielung bei ECM New Series griff András Schiff auf historische Instrumente zurück, etwa bei seinen zwei Doppelalben mit späten Klavierwerken von Franz Schubert, für die er ein Fortepiano von Franz Brodmann um das Jahr 1820 verwendete. Denselben Flügel hat er zuvor schon bei einem Doppelalbum mit Beethovens Diabelli-Variationen gespielt, wobei er dieser Version eine weitere Interpretation des Variationszyklus auf einem Bechstein-Flügel von 1921 gegenüberstellte.
Wenn András Schiff für die Aufnahme der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms nun das (ohne Dirigenten spielende) Orchestra of the Age of Enlightenment mit seinen „period instruments“ als Partner wählt und selbst auf einem historischen Flügel der Leipziger Klavierbauerfirma Julius Blüthner von 1859 spielt, so ist es nichts weniger als der Versuch, die Werke „neu zu deuten, sie quasi zu restaurieren, die Musik zu ‚entschlacken‘.“

Im bisweilen kammermusikalischen Duktus der Einspielung, besonders zwingend in den beiden letzten Sätzen des B-Dur-Konzertes op.83, entsteht so eine Interpretation, die sich dem originalen Klangcharakter nähert, dabei jene Schichten der Werke freilegt, die das dialogische Prinzip zwischen Solist und Orchester betonen und damit auch das Vorurteil widerlegen, das da lautet, das zweite Klavierkonzert sei eine „Symphonie mit obligatem Klavier“. © ECM New Series

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