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Die Alben

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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2013 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Dieser Stimme würde ich überall hin folgen. Kurz nach der Veröffentlichung von Cassandra Wilsons Ode an den Mississippi, "Belly Of The Sun", debutiert die Newcomerin Norah Jones ebenfalls mit einem atmosphärischen Country'n'Blues-Album. Obwohl die Eckdaten (sie veröffentlicht auf einem ausgesprochenen Jazzlabel) und das Hörensagen (sie wird im Zusammenhang mit dem Phänomen "Fräulein-Wunder im Jazz" genannt, das durch Diana Krall und Jane Monheit ausgelöst wurde) improvisatorische Erwartungen wecken, lasse ich mich gern eines Besseren belehren und folge Norah in ihre Welt aus Country, Rhythm and Blues. "Ich hätte nie gedacht, dass ich solch ein Album zustande bringen würde. Ich hätte eher erwartet, erst in fünf Jahren auf diesem Niveau zu sein." Zu verdanken hat sie das vor allem ihrer unwiderstehlich rauchigen Stimme und der Erfahrung ihrer Produzenten. Craig Street (Cassandra Wilson, Holly Cole) und Arif Mardin (Aretha Franklin, Roberta "Killing Me Softly" Flack, Dusty Springfield, Willie Nelson ... ) teilen sich die Arbeit hinter der Scheibe. Im Aufnahmeraum agieren Norah, ihre Bandkollegen und die verschiedensten Gastmusiker, u.a. Bill Frisell. Die Auswahl der Songs ist eine bunte Palette aus Eigenkompositionen ("Come Away With Me", "Nightingale"), Jazzstandards und Coverversionen. Allen gemeinsam ist die eigenständige Interpretation, in der Norahs stimmliche Ausdruckskraft eine zentrale Position in der ansonsten übersichtlichen Instrumentierung einnimmt. Da sie zudem alle Tasteninstrumente selbst spielt, wage ich den Vergleich mit Alicia Keys, die in der Disziplin "singende Klavierspielerin" ebenfalls durch Individualität und Professionalität glänzt. Wer also Lust auf eine kleine Entführung nach Steelguitarhausen oder Bluenotecity hat, trifft mich in Texas. Ich bin der mit dem verklärten Blick, der ziellos Norahs Rufen folgt, egal wohin sie mich führt. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 28. August 2020 | Blue Note

Hi-Res
Gregory Porters sechstes Album ist eine weitere, perfekte Mischung aus Jazz, Soul, Rhythm’n’Blues, Pop und Gospel. Nicht nur eine samtig-weiche Stimme (ach, ist das klischeehaft, und doch stimmt es) hat der Kalifornier zu bieten, der sich auch in den hintersten Ecken der Great Black Music auskennt, sondern er ist auch ein Autor, ein wahrhaftiger noch dazu. Und in diesen (traurigen) Zeiten wirken seine Hoffnung und Licht spendenden Texte mit diesem wohltuenden Klang wie eine Verjüngungskur. Der Revival Song etwa, eine Art Neo-Gospel-Hymne, die Seelen entflammt und Körper ins Toben bringt, ist einer dieser Songs. Dieses Wonnegefühl entsteht auch, wenn Porter in die Rolle des croonenden Lovers schlüpft, wie zum Beispiel in If Love Is Overrated oder wenn er mit Faith in Love in die Fußstapfen von Marvin Gaye und George Benson tritt. Dank Troy Millers (Laura Mvula, Jamie Cullum, Emeli Sande) erstklassiger Produktion erlangt der amerikanische Sänger mit All Rise eine noch nie dagewesene Popularität. Und mit solch einem Album wird er auch ein Publikum weit über die Grenzen des reinen Jazz hinaus ansprechen. © Max Dembo/Qobuz
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Modern Jazz - Erschienen am 12. Juni 2020 | Blue Note

Hi-Res
Es gab The Beatles von den Beatles, The Stooges von den Stooges, Cypress Hill von Cypress Hill, Metallica von Metallica und so weiter. Einem Album seinen Namen zu geben, deutet entweder auf einen Anfang oder im Gegenteil auf einen gewissen Erfolg hin. Für GoGo Penguin, GoGo Penguin ist der Erfolg. Kein Abschiedsbrief, sondern für den Pianisten Chris Illingworth, den Schlagzeuger Rob Turner und den Bassisten Nick Blacka die Krönung eines kurzen Jahrzehnts spannender Experimente. Mit einer gelungenen Mischung aus zeitgenössischem Jazz, elektronischer Musik und Minimalismus hat das Trio aus Manchester seinen einzigartigen Sound bekannt gemacht, der auf dem vorliegenden Album 2020 weiter verfeinert wird. Mit diesem Album löst sich GoGo Penguin zunehmend vom Erbe von EST (das Trio des verstorbenen Esbjörn Svensson), des Minimalismus (Steve Reich, Philip Glass) und der elektronischen Musik (Aphex Twin, Roni Size), kurzum von allen wichtigen Einflüsse ihrer Anfangszeit. Illingworth hat es deutlich ausgedrückt: "Auf das, was ich hier am Klavier erreicht habe, arbeite ich schon seit Jahren hin. Eine Richtung, in die ich mich eindeutig einbringen kann, die mir erlaubt, auszudrücken, wer ich bin. Und ich weiß, dass es für Rob und Nick genauso ist, dass sie genauso stolz sind auf das, was sie zum Album beigetragen haben. Wir haben alle unseren Platz gefunden, wir kennen uns inzwischen gut genug, um sagen zu können: ‚So will ich auf meinem Instrument spielen, und so wollen wir als Band spielen‘. Dieses Ziel haben wir von Anfang an verfolgt.“ Zum ersten Mal hat sich GoGo-Penguin Zeit gelassen. Sechs Monate für das Schreiben, zwei Wochen für die Aufnahmen und viele musikalische Experimente. Es war eine ruhige, aber auch sehr emotionale Zeit, erklärt Turner: "Heute stellen wir uns eher der Realität, die uns umgibt, nämlich alt zu werden und sterblich zu sein, wie jeder andere auch, und die Menschen, die wir lieben, in sehr schwierigen Situationen zu sehen. In dieser Zeit ist Chris auch zum ersten Mal Vater geworden. Je länger man lebt, desto komplexer und dichter wird die Realität um einen herum. Diese Einstellung wollten wir in unsere Musik einfließen lassen.“ Und das hört man, sowohl in den Improvisationen als auch in den lyrischen und atmosphärischen Höhenflügen voller starker Emotionen dieses GoGo Penguin. Und auch in den Arrangements wie im Titel F Maj Pixie, wo Nick Blackas Basslinie einen kraftvollen Herzschlag bildet. Der Grundtenor dieses fünften Studioalbums betrifft aber vor allem das Gefühl. Melodien, die unter die Haut gehen. Und eine schlichte, von allen experimentellen Macken befreite Produktion. Denn für GoGo Penguin konzentriert sich GoGo Penguin auf das Wesentliche. © Marc Zisman/Qobuz
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Modern Jazz - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Blue Note

Hi-Res
Die Künstler aus den Bereichen Soul, Rap und Elektro bieten regelmäßig Neuinterpretationen der bei Blue Note erschienenen Titel, als Beispiel sei hier Madlibs hervorragender Shades of Blue (2003) genannt. Nun ist die neue britische Jazzszene an der Reihe, da sie solche – berühmten oder unbekannten - Perlen des Labels ausgräbt, das Francis Wolff und Alfred Lion 1939 gegründet haben. Die Vitalität dieses Projekts namens Blue Note Re:imagined liegt vor allem darin, dass es sich auf qualitativ hochwertige Werke bezieht und auf Musiker, die für die legendäre Plattenfirma genauso bedeutend waren. Herbie Hancock, Wayne Shorter, Joe Henderson und Bobby Hutcherson sind also jene, die am meisten gecovert werden. Und manchmal sogar auf sehr gewagte Art und Weise. Auf Eddie Hendersons Galaxy bringt Alfa Mist einen recht gefühlsbetonten Groove unter, ohne dass die avantgardistische Würze der Originalversion aus dem Jahr 1975 irgendeinen Abbruch erleidet. Das Gleiche gilt für den aus Bristol stammenden Ishmael, der aus McCoy Tyners Search for Peace wirklich etwas Zauberhaftes macht. Die beiden derzeitigen Bläserstars Shabaka Hutchings (Bobby Hutchersons Prints Tie) und Nubya Garcia (Joe Hendersons A Shade of Jade) bestätigen wieder einmal, dass sie niemanden auf der Stelle treten lassen.Blue Note Re:imagined räumt auch dem Gesang entsprechend Platz ein. Poppy Ajudha (Hancocks Watermelon Man), Yazmin Lacey (Dodo Greenes I’ll Never Stop Loving You), das norwegische Projekt Fieh (Wayne Shorters Armageddon), die Trompeterin und Sängerin Emma-Jean Thackray (Speak No Evil / Night Dreamer, gleichfalls von Shorter) und Jordan Rakei (Donald Byrds Wind Parade) bringen eine Menge Unbeschwertheit mit, ohne je etwas auf die leichte Schulter zu nehmen. Auf diesem Gebiet macht aber Jorja Smith das Rennen, und zwar mit ihrer Interpretation des ungewöhnlichsten Titels des Albums, Rose Rouge des Franzosen St Germain, der legendären Singleauskoppelung seines Albums Tourist (2001), das mit diesem von Marlena Shaw halb gesprochenen, halb gesungenen I want you to get together bestens zur Geltung kommt. Letzten Endes entlockt es uns dann doch ein gewisses Lächeln, wenn wir feststellen, dass all diese jungen, begeisterten Musiker auf diesem Blue Note Re:imagined sich anscheinend am meisten für einen Herbie Hancock aus der Zeit der Headhunters begeistern, Columbia also und nicht Blue Note… © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 1. Januar 2012 | Blue Note

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Modern Jazz - Erschienen am 27. November 2020 | Blue Note

Hi-Res Booklet
Mit dem Lockdown sind Tourneen abgesagt, deshalb machen GoGo Penguin sich die Lage zunutze, um ihr Repertoire im Rahmen eines echt aussehenden Konzerts auf Hochglanz zu bringen. Der Spielplatz des virtuosen Trios aus Manchester heißt in diesem Fall Abbey Road. Vier der sieben Titel dieses kurzen, etwa dreißigminütigen Live From Studio 2, das ihre Fans dank Live-Stream am 29. Oktober 2020 genießen konnten, stammen aus dem gleichnamigen GoGo Penguin, ihrem im Juni 2020 erschienenen fünften Album. Die ungewohnte Situation bringt den Pianisten Chris Illingworth, den Schlagzeuger Rob Turner und den Bassisten Nick Blacka in Schwung wie nie zuvor. Wie plötzlich aus ihrem Käfig befreite Tiere präsentieren die Jungs aus Manchester eine alles andere als vitaminarme Version ihrer berühmten Mischung mit einer jeweils idealen Portion mit aktuellem Jazz, Electronic und Minimal. Gleich in den ersten Minuten dieser EP, im Opener Totem nämlich, setzen härtere Rhythmen ein als sonst und Illingworths Finger auf den Tasten eilen dahin wie bei einem Sprint. „Wir hatten keine Lust, in einem leeren Konzertsaal zu spielen, daher war der Versuch ganz eigenartig, in einem leeren Raum die energiegeladene Atmosphäre eines Konzerts herzustellen“, gesteht Blacka ein. „Wir hatten aber 2015 eine EP im Studio 2 eingespielt und hatten den Ort toll gefunden, so war es mehr oder weniger logisch, hier ein Konzert zu filmen“. Und Chris Illingworth bestätigt es: „Es ist wirklich ein ganz besonderer Raum. Wir suchten ja nach einem Ort mit einer vertrauten Atmosphäre, an dem wir den unvergleichlichen Rummel einer Live-Aufführung erleben konnten“. Für Turner geht es in erster Linie um den Sound. „Wenn wir spielen, kommt es immer zu Interaktionen zwischen uns allen, aber auch mit dem Publikum. Die Leute und die räumliche Energie sind genauso wie wir Teil der Performance. Im Studio 2 wandeln die Geister der unglaublich großen Musiker, die dort gearbeitet haben. Da herrscht eine für den Ort ganz typische Atmosphäre. Man spürt die ganze Zeitspanne, alles, was dort vor uns stattgefunden hat und was dort nach uns auch weiterhin passieren wird“. Resultat: das Konzert ist durchaus virtuell, aber der Orkan, der damit einhergeht, ist ganz konkret. © Clotilde Maréchal/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 1. Januar 2012 | Blue Note

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Jazzgesang - Erschienen am 4. Dezember 2020 | Blue Note

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Go

Jazz - Erschienen am 1. Dezember 1962 | Blue Note

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Hi-Res Audio
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2013 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung - Herausragende Tonaufnahme - Hi-Res Audio
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Modern Jazz - Erschienen am 4. Oktober 2019 | Blue Note

Hi-Res
Der im Jahre 1982 angelaufene Dokumentarfilm Koyaanisqatsi unter der Regie von Godfrey Reggio wurde teils wegen Philip Glass‘ berühmtem Soundtrack legendär. Dieser Komponist hat mit seinem Werk den Pianisten Chris Illingworth, den Bassisten Nick Blacka und den Schlagzeuger Rob Turner nachhaltig beeinflusst, und zwar dermaßen, dass das britische Trio 2015 seinen eigenen Soundtrack für Reggios Film schrieb und ihn dann auf den Bühnen in aller Welt performte. Das Abenteuer war der Ausgangspunkt für dieses Ocean in a Drop: Music for Film, eine EP mit insgesamt fünf Titeln, die bei dieser Arbeit zu Koyaanisqatsi entstanden. Anfangs hatte Illingworth keineswegs die Absicht gehabt, diesen Soundtrack auf Platte zu brennen.„Die Leute fragten uns dauernd, ob diese Musik einmal auf Platte zu haben sein würde. Für uns hatte das jedoch überhaupt keinen Sinn. Zum Film gehört bereits ein grandioser Soundtrack. Andererseits hat es uns sehr viel Spaß gemacht, anhand von Bildern zu komponieren. So kam es dann zu Ocean in a Drop… Diese Filmmusik live zu spielen, war sowohl körperlich als auch geistig sehr anspruchsvoll. Und mit der Einspielung war es nicht anders. Wir haben alles live aufgenommen, genauso wie wir es für unsere vorhergehenden Alben gemacht hatten, ohne Overdubbing und ohne dass die einzelnen Partien sich überlagern.“ Philip Glass‘ Einfluss ist GoGo Penguin schon in Fleisch und Blut übergegangen, aber hier kommt er mehrfach zum Ausdruck, ohne dadurch die Improvisation zu hemmen, und erst recht nicht die stimmungsvollen, sphärischen Passagen dieser fünf, emotional sehr aufgeladenen Themen. © Max Dembo/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2013 | Blue Note

Hi-Res Booklet
Gregory Porter ist innerhalb kürzester Zeit zum Superstar gereift - ein Begriff den man nur selten mit einem Jazz-Musiker unserer Zeit verbindet. Schon sein letztes Album "Be Good" erreichte durch die eingängige Mischung mit Soul-, Gospel- und Blues-Elementen eine Hörerschaft, die mit Jazz sonst weniger anfangen kann. Den bisher so erfolgreichen Weg geht der Kalifornier auch auf seiner neuen Platte "Liquid Spirit" weiter. Darauf geht es vor allem um die Liebe. Und dass die stirbt, will Gregory Porter nicht so einfach zulassen, wie "No Love Dying" zeigt: "Well the death of love is everywhere / But I won't let it be / There will be no love that's dying here for me". Wie facettenreich die Platte klingt, zeigt sich schon im nächsten Song. Eben noch ruhig und sentimental, strotzt "Liquid Spirit" nur so vor Lebensfreude. Darin symbolisiert Porter Wasser als flüssigen Lebensgeist, der vom Menschen in künstlichen Flüssen und Stauseen festgehalten wird. Dabei könnte er doch freigelassen so viel mehr bewirken: "Watch what happens when the people catch wind / When the water hits the banks of that old dry land". Ein Lied, das klingt, als käme es aus dem Repertoire eines Gospel-Chors, voller Kraft und Hoffung. Also, Wasser marsch! Auf eine ganz andere Weise sorgt "Water Under Bridges" für Gänsehaut. Zu nichts als den wunderschön traurigen Klavierklängen von Chip Crawford erinnert sich der Sänger an seine letzte Liebe. Sogar die schlimmsten Zeiten mit ihr würde er noch einmal erleben wollen, denn "even our worst days are better than loneliness". Ähnlich melancholisch, aber eine Spur jazziger geht es in "Brown Grass" zu. "Now I made a mess / Of the life I had with you". Dass sich das Thema von "Water Under The Bridge" wiederholt, fällt insofern nicht negativ ins Gewicht, als sich der Song in einem anderen Gewand präsentiert - bedingt durch die Anwesenheit von Bass und Drums. Ob nur von Chip Crawford am Klavier wie in "Wolfcry" und "I Fall In Love Too Easily" oder seinem ganzen Ensemble begleitet, Gregory Porter stellt seinen gefühlvollen Gesang immer in den Mittelpunkt der Stücke. Nie wirken die instrumentalen Passagen zu aufdringlich, und experimentell geht's auf "Liquid Spirit" ohnehin nicht zu. Trauer, Hoffnung und Glück - dieser Stimme möchte man jede Geschichte glauben. Vor allem, wenn Porter in "Free" seine Dankbarkeit gegenüber seinen Eltern ausspricht, kauft man ihm jedes Wort ab: "Daddy made a way for me / He paved a road so my burden is lighter / And Momma did just the same / Dropping love just like rain." Dabei wird der Gefühlsbogen zu fast keinem Zeitpunkt überspannt. Lediglich "When Love Was King" kommt zumindest textlich etwas kitschig und insgesamt auch sperriger daher als die anderen Nummern. Als reines Jazz-Album kann "Liquid Spirit" kaum bezeichnet werden. Dafür erscheinen andere Elemente, besonders der Soul, zu präsent und fast ebenbürtig. Aber genau das macht den Reiz der Platte aus. Dass Gregory Porter wahre Jazz-Nerds bezaubert, darf bezweifelt werden. Definitiv bringt er aber auch mit seinem neuen Album den Jazz einem breiteren Publikum näher. © Laut
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Jazz - Erschienen am 8. Februar 2019 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' perfekte Schallplattensammlung
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Jazz - Erschienen am 1. Juni 2018 | Blue Note

Hi-Res
Im Leben von Marcus Miller gab es ein vor und ein nach 1986. In jenem Jahr komponiert und produziert der damals 27-Jährige das berühmte Tutu eines gewissen Miles Davis… Seither pflasterte dieser Virtuose seinen Weg mit verblüffenden Alben für andere (mehr als 500!) oder für sich selbst (über 20) sowie mit zahlreichen Kooperationen… Die Grenzen zwischen Jazz, Funk, Soul und Blues verschwimmen ganz einfach, wie so oft bei Marcus Miller. Auch bei Laid Black ist das erneut der Fall. Anders als Afrodeezia, das er als musikalische Expedition in seine persönliche Geschichte konzipiert hatte und das den Werdegang seiner Ahnen nachvollzog, ist Laid Black nun in der heutigen Zeit verankert und bietet einen richtigen Cocktail mit allen urbanen Klängen, die ihm am Herzen liegen: Hip-Hop, Trap, Soul, Funk, R&B und Jazz natürlich. Übrigens ist diese irgendwie recht gegensätzliche Vision das Markenzeichen dieses Mannes: sich zwischen den verschiedenen afroamerikanischen Musikstilen hindurchschlängeln. Er stellt auch schon mal ein paar eindeutige Referenzen in den Raum, wenn er etwa das durch Doris Day berühmt gewordene Que Será, Será (Whatever Will Be, Will Be) covert, aber in dem Arrangement, das Sly Stone auf Fresh im Jahre 1973 gemacht hatte… Für die Ausgabe des Jahres 2018 hat Marcus Miller mehrere Größen auf den Plan gerufen: Trombone Shorty, Kirk Whalum, Take Six, Jonathan Butler und die junge belgische Soul-Sister Selah Sue. Groove in rauen Mengen und präziser Einsatz von Feuerwerken - aber nie im Überdruss - führen zu einer Platte, die er wie kein Zweiter gemeistert hat. © Clotilde Maréchal/Qobuz
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Gypsy-Jazz - Erschienen am 7. September 2018 | Blue Note

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Jazzgesang - Erschienen am 29. Juni 2018 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Man braucht nicht aus demselben Stoff sein, um sich zu gefallen oder sogar etwas gemeinsam zu servieren… Das beweist dieses Treffen zwischen einer hochverehrten Königin des Alternativ-Country und einem angesehenen, alten Weisen des modernen Jazz: Lucinda Williams und Charles Lloyd sind einen Tag lang ein Paar und werden in dieser Zeit von hochkarätigen Musikern begleitet. Zu diesem Line-Up zählen der Gitarrist Bill Frisell, der Meister der Pedal-Steel-Gitarre, Greg Leisz, der Bassist Reuben Rogers und der Schlagzeuger Eric Harland… In früheren Zeiten hat jeder seine Revolution in seinem eigenen Haus gemacht. Im vorliegenden Fall ist das Duo eher dafür da, um mit einem nach allen Seiten hin offenen Repertoire ein bestimmtes Bild von Amerika zu zelebrieren. Ein bunt zusammengewürfeltes Programm mit Jazz, Blues, Country sowie Rock’n’Roll, aber Lucinda singt nur auf jedem zweiten der zehn Titel insgesamt. Vanished Gardens bietet sowohl etwas von Jimi Hendrix (Angel) als auch von Thelonious Monk (Monk’s Mood) und Roberta Flack (Ballad of The Sad Young Men), sowie Stücke der beiden Protagonisten (drei von Charles Lloyd, vier von Lucinda Williams). Das Werk der beiden Autoren/Interpreten ist vor allem ein erlesenes und tiefgründiges Album, denn sie verstehen es, Jahrzehnte von Musik auf intelligente Weise auszuwerten. © MarcZisman/Qobuz
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Blues - Erschienen am 25. Januar 2019 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Zuerst ist da diese einzigartige, körnig angeraute Stimme, die einen gleich zu Beginn fesselt. Als handle es sich um eine Verwandte von Nina Simone, die sich in einen in New Orleans angefertigten Mantel schmiegt. Genauso wie ihre berühmte Vorgängerin hat auch Sarah McCoy das Zeug einer Jahrmarktsattraktion. Eine Soul-Diva mit blonder Mähne, die sich für die übelsten Gespenster des Jazz, Blues, Folk und Rock begeistert. Eine starke Persönlichkeit, die von den Erfahrungen im Leben gekennzeichnet ist. Eben wie eine Cousine dritten Grades von Billie Holiday, Amy Winehouse, Tom Waits oder Janis Joplin, oder sogar des guten, alten Dr. John…Nach den Singles und den Konzerten, auf denen die leidenschaftliche McCoy auf beeindruckende Weise ihre Wut ausgelassen hat, strahlt ihr von Chilly Gonzales und Renaud Letang produziertes Album Blood Siren erstaunlich viel Ruhe aus. Natürlich nur scheinbare Ruhe. Nach außen hin wurde die Wut in Bahnen gelenkt, nach innen ist sie aber nach wie vor sehr reell.  Ihre mit einem Spielzeugklavier aufgenommenen Stücke trägt die Amerikanerin manchmal ganz unbefangen und ehrlich vor. Möglicherweise will sie damit die kindliche Verzweiflung ihrer Songs hervorheben. Das herrliche Instrumental The Death of a Blackbird, mit dem sie ihre klassische Ausbildung unter Beweis stellt, klingt eindeutig nach Einsamkeit. Der schamanische Devil’s Prospects offenbart die verschlungenen Wege eines Voodoo-Märchens aus New Orleans, schwüle Nächte und Gin-Ausdünstungen inklusive… Um Blood Siren zu begreifen, muss man sich ein bisschen Zeit nehmen. Sich von Melodie und Text vereinnahmen lassen. Es wäre ein Leichtes gewissen, auf die bigger than life-Karte dieser Dame zu setzen. Sie ins Mikrofon brüllen zu lassen, um die Schaulustigen anzulocken. Sarah McCoy beweist allerdings mit ihrer Platte, dass ihre Kunst tiefgründiger ist und länger dauert als ein Abend im Zirkus… © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 1. Januar 1966 | Blue Note

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Jazz - Erschienen am 28. September 2018 | Blue Note

Hi-Res
Die Geschichte zwischen Tony Allen und Jeff Mills begann im Dezember 2016 in Paris, als sie beschlossen hatten, gemeinsam im Club New Morning vor einem Publikum aufzutreten, das von der Begegnung der beiden namhaften Größen, die sich ganz und gar dem Rhythmus verschrieben haben, völlig begeistert war. Der Nigerianer startete seine Karriere hinter den Drums bei Fela Kuti, der Amerikaner, und das ist weniger bekannt, fing aber auch mit dem Schlagzeug an, bevor er dann mit ein paar Freunden aus Detroit den Techno entwickelt hat. Die Kooperation für eine Platte lag also auf der Hand, und Tony Allen war es, der die Initiative ergriffen hat. Er, der für Damon Albarn, Charlotte Gainsbourg oder Moritz von Oswald gespielt hatte, war entzückt, einen Partner gefunden zu haben, der den Beat im Griff hatte: „Der Unterschied liegt darin, dass Jeff mit mir spielen kann. Bei den anderen war es so, dass ich derjenige war, der mit ihnen spielte.“ Auf dieser bei Blue Note produzierten Platte werden die beiden führenden Köpfe unter den Drummern von Jean-Philippe Dary begleitet, der mit einer ganzen Reihe namhafter Künstler gespielt hat, das geht von Phoenix, über Peter Gabriel oder Alpha Blondy bis hin zu Papa Wemba, und seine Tasten bieten dem Ganzen einen melodischen Rahmen (meist Afrobeat/Jazz-Funk). Der Mix des legendären Franzosen des New Yorker House, François Kevorkian, bringt die jeweiligen Partien eines jeden sowie ihre verschachtelten Interaktionen entsprechend zur Geltung, etwa bei On the Run, wenn Tony Allens Synkope, die im linken Kanal präzise den Takt vorgibt, auf Jeff Mills ausgelassene Hi-Hats im rechten antwortet. Ein faszinierendes Duell zwischen zwei Protagonisten, die einander zuhören und sich gegenseitig respektieren, ohne bei ihrer Show jemals zu viel des Guten zu bieten. © Smaël Bouaici/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 6. Mai 2016 | Blue Note

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
In der allgemeinen Wahrnehmung, abseits der eingeweihten Zirkel, kommen Jazz-Künstler vergleichsweise selten zu Bekanntheit. Nur einer äußerst überschaubaren Zahl gelingt der Schritt hin zu anderen, massenkompatibleren Genres, ohne ihre musikalischen Wurzeln komplett zu kappen. Nur wenige riskieren, sich von Puristen auf dem Altar ihrer reinen Lehre dafür opfern zu lassen, dass sie sich Einflüssen und den Hörerschaften anderer Strömungen öffnen. Gregory Porter scheint derlei Befürchtungen nicht zu kennen. Obwohl fraglos im Jazz zu Hause, hebt er hemmungslos große Anteile Soul, Blues und Gospel unter seine Musik. Damit macht er seine Songs einer breiten Hörerschaft zugänglich. Da er darüber ihren Charakter nicht verwässert, bleiben weite Teile seiner Jazz-Klientel trotzdem bei der Stange. So hielt er es auf "Be Good", so hielt er es auf "Liquid Spirit". "Take Me To The Alley" setzt den Weg nahtlos fort. Warum auch nicht? Er hat sich ja, mit Preisen bis hoch zum Grammy gepflastert, als recht zielführend herausgestellt, wenn auch arm an unerwarteten Wendungen. Dabei bleibt es: Experimente musikalischer wie inhaltlicher Art stellt Porter auch diesmal keine an. Das könnte nur allzu leicht langweilig wirken, zumal die Nummern auf "Take Me To The Alley" auch noch größtenteils dem gleichen Strickmuster gehorchen. Die Instrumentierung hält sich zurück, Klavierakkorde treffen auf sachte angetippte Drums. Ein bisschen Bass, ein paar Orgelklänge, und an irgendeiner Stelle erhebt sich ziemlich sicher ein Solo, Trompete oder Saxophon, über die Szenerie. Dass "Take Me To The Alley" trotz fehlender Überraschungsmomente nicht zu einer öden, kargen Veranstaltung verkommt, liegt in allererster Linie an Gregory Porters Gesang. Aus seiner dunklen, ausdrucksstarken Stimme quillt so viel Gefühl, Sehnsucht und Hingabe, man kommt kaum umhin, sich schlicht hineinfallen zu lassen. Keine Sorge: Die Landung erfolgt weich, freundlich und fürsorglich eingehüllt in einen warmen Mantel. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt es umgehend: "Holding On" zelebrierte Gregory Porter schon zusammen mit Disclosure. Hier tritt er allerdings den Beweis an, dass dieser Track seine Wirkung nicht nur seinem Elektrobeat verdankt. Er erwischt einen auch ohne synthetisches Beiwerk, wenn auch auf einer ganz anderen, subtileren, eher emotionalen Ebene. Wenn Gregory Porter nicht zwischendurch summt oder scattet, drehen sich seine Texte um die Liebe und - insbesondere, wenn sie sich zu verabschieden droht - ihre Konsequenzen. "Listen to these chants", mahnt "Don't Be A Fool" in einem Takt, zu dem sich ein langsamer Walzer aufs Parkett legen ließe, zu Aufrichtigkeit in zwischenmenschlichen Dingen. "Day Dream" spürt der blühenden kindlichen Phantasie nach, die beim Erwachsenwerden meist größtenteils auf der Strecke bleibt. Der Titeltrack erinnert an biblische Geschichten, in denen Jesus nicht etwa die Gesellschaft der Frommen sucht, sondern die der Gestrauchelten, Ausgestoßenen, Angeknacksten. "Fan The Flames" fordert - Faust hoch! - Engagement und Aufbegehren, wenn auch in relativ gemäßigter Stimmung. "French African Queen" und vor allem "Don't Lose Your Stream" fahren Funk-Level und Tempo hoch. Das komplette Album klingt derart locker, als haben es die Verantwortlichen mal eben im Vorübergehen aus dem Handgelenk geschüttelt. Wie viel handwerkliches Können es braucht, um solche Leichtigkeit vorzugaukeln, ahnt jeder, der schon einmal ein Instrument in der Hand hielt. Wer sein Metier beherrscht, der muss aber nichts überfrachten. Es genügen Kleinigkeiten, Andeutungen und Details, um einer großen Stimme den Raum aufzuspannen, den sie braucht, um sich zu leise strahlender Pracht zu entfalten. Nein, "Take Me To The Alley" besitzt nichts Aufregendes, nichts Innovatives, birgt rebellischen Geist, wenn überhaupt, bestenfalls in homöopathischen Dosen. Siehe: All das braucht ausnahmsweise niemand. Nicht hier. © Laut