Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Die Alben

11 Alben sortiert nach Datum: neuestes zuerst und gefiltert nach 24 bits / 96 kHz - Stereo und 10,00 € bis 20,00 €
Ab
HI-RES17,49 €
CD12,49 €

Jazz contemporain - Erschienen am 27. November 2020 | Blue Note

Hi-Res Booklet
Mit dem Lockdown sind Tourneen abgesagt, deshalb machen GoGo Penguin sich die Lage zunutze, um ihr Repertoire im Rahmen eines echt aussehenden Konzerts auf Hochglanz zu bringen. Der Spielplatz des virtuosen Trios aus Manchester heißt in diesem Fall Abbey Road. Vier der sieben Titel dieses kurzen, etwa dreißigminütigen Live From Studio 2, das ihre Fans dank Live-Stream am 29. Oktober 2020 genießen konnten, stammen aus dem gleichnamigen GoGo Penguin, ihrem im Juni 2020 erschienenen fünften Album. Die ungewohnte Situation bringt den Pianisten Chris Illingworth, den Schlagzeuger Rob Turner und den Bassisten Nick Blacka in Schwung wie nie zuvor. Wie plötzlich aus ihrem Käfig befreite Tiere präsentieren die Jungs aus Manchester eine alles andere als vitaminarme Version ihrer berühmten Mischung mit einer jeweils idealen Portion mit aktuellem Jazz, Electronic und Minimal. Gleich in den ersten Minuten dieser EP, im Opener Totem nämlich, setzen härtere Rhythmen ein als sonst und Illingworths Finger auf den Tasten eilen dahin wie bei einem Sprint. „Wir hatten keine Lust, in einem leeren Konzertsaal zu spielen, daher war der Versuch ganz eigenartig, in einem leeren Raum die energiegeladene Atmosphäre eines Konzerts herzustellen“, gesteht Blacka ein. „Wir hatten aber 2015 eine EP im Studio 2 eingespielt und hatten den Ort toll gefunden, so war es mehr oder weniger logisch, hier ein Konzert zu filmen“. Und Chris Illingworth bestätigt es: „Es ist wirklich ein ganz besonderer Raum. Wir suchten ja nach einem Ort mit einer vertrauten Atmosphäre, an dem wir den unvergleichlichen Rummel einer Live-Aufführung erleben konnten“. Für Turner geht es in erster Linie um den Sound. „Wenn wir spielen, kommt es immer zu Interaktionen zwischen uns allen, aber auch mit dem Publikum. Die Leute und die räumliche Energie sind genauso wie wir Teil der Performance. Im Studio 2 wandeln die Geister der unglaublich großen Musiker, die dort gearbeitet haben. Da herrscht eine für den Ort ganz typische Atmosphäre. Man spürt die ganze Zeitspanne, alles, was dort vor uns stattgefunden hat und was dort nach uns auch weiterhin passieren wird“. Resultat: das Konzert ist durchaus virtuell, aber der Orkan, der damit einhergeht, ist ganz konkret. © Clotilde Maréchal/Qobuz
Ab
HI-RES25,49 €
CD17,99 €

Jazz vocal - Erschienen am 28. August 2020 | Blue Note

Hi-Res
Gregory Porters sechstes Album ist eine weitere, perfekte Mischung aus Jazz, Soul, Rhythm’n’Blues, Pop und Gospel. Nicht nur eine samtig-weiche Stimme (ach, ist das klischeehaft, und doch stimmt es) hat der Kalifornier zu bieten, der sich auch in den hintersten Ecken der Great Black Music auskennt, sondern er ist auch ein Autor, ein wahrhaftiger noch dazu. Und in diesen (traurigen) Zeiten wirken seine Hoffnung und Licht spendenden Texte mit diesem wohltuenden Klang wie eine Verjüngungskur. Der Revival Song etwa, eine Art Neo-Gospel-Hymne, die Seelen entflammt und Körper ins Toben bringt, ist einer dieser Songs. Dieses Wonnegefühl entsteht auch, wenn Porter in die Rolle des croonenden Lovers schlüpft, wie zum Beispiel in If Love Is Overrated oder wenn er mit Faith in Love in die Fußstapfen von Marvin Gaye und George Benson tritt. Dank Troy Millers (Laura Mvula, Jamie Cullum, Emeli Sande) erstklassiger Produktion erlangt der amerikanische Sänger mit All Rise eine noch nie dagewesene Popularität. Und mit solch einem Album wird er auch ein Publikum weit über die Grenzen des reinen Jazz hinaus ansprechen. © Max Dembo/Qobuz
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Jazz vocal - Erschienen am 28. August 2020 | Blue Note

Hi-Res
Gregory Porters sechstes Album ist eine weitere, perfekte Mischung aus Jazz, Soul, Rhythm’n’Blues, Pop und Gospel. Nicht nur eine samtig-weiche Stimme (ach, ist das klischeehaft, und doch stimmt es) hat der Kalifornier zu bieten, der sich auch in den hintersten Ecken der Great Black Music auskennt, sondern er ist auch ein Autor, ein wahrhaftiger noch dazu. Und in diesen (traurigen) Zeiten wirken seine Hoffnung und Licht spendenden Texte mit diesem wohltuenden Klang wie eine Verjüngungskur. Der Revival Song etwa, eine Art Neo-Gospel-Hymne, die Seelen entflammt und Körper ins Toben bringt, ist einer dieser Songs. Dieses Wonnegefühl entsteht auch, wenn Porter in die Rolle des croonenden Lovers schlüpft, wie zum Beispiel in If Love Is Overrated oder wenn er mit Faith in Love in die Fußstapfen von Marvin Gaye und George Benson tritt. Dank Troy Millers (Laura Mvula, Jamie Cullum, Emeli Sande) erstklassiger Produktion erlangt der amerikanische Sänger mit All Rise eine noch nie dagewesene Popularität. Und mit solch einem Album wird er auch ein Publikum weit über die Grenzen des reinen Jazz hinaus ansprechen. © Max Dembo/Qobuz
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Jazz contemporain - Erschienen am 12. Juni 2020 | Blue Note

Hi-Res
Es gab The Beatles von den Beatles, The Stooges von den Stooges, Cypress Hill von Cypress Hill, Metallica von Metallica und so weiter. Einem Album seinen Namen zu geben, deutet entweder auf einen Anfang oder im Gegenteil auf einen gewissen Erfolg hin. Für GoGo Penguin, GoGo Penguin ist der Erfolg. Kein Abschiedsbrief, sondern für den Pianisten Chris Illingworth, den Schlagzeuger Rob Turner und den Bassisten Nick Blacka die Krönung eines kurzen Jahrzehnts spannender Experimente. Mit einer gelungenen Mischung aus zeitgenössischem Jazz, elektronischer Musik und Minimalismus hat das Trio aus Manchester seinen einzigartigen Sound bekannt gemacht, der auf dem vorliegenden Album 2020 weiter verfeinert wird. Mit diesem Album löst sich GoGo Penguin zunehmend vom Erbe von EST (das Trio des verstorbenen Esbjörn Svensson), des Minimalismus (Steve Reich, Philip Glass) und der elektronischen Musik (Aphex Twin, Roni Size), kurzum von allen wichtigen Einflüsse ihrer Anfangszeit. Illingworth hat es deutlich ausgedrückt: "Auf das, was ich hier am Klavier erreicht habe, arbeite ich schon seit Jahren hin. Eine Richtung, in die ich mich eindeutig einbringen kann, die mir erlaubt, auszudrücken, wer ich bin. Und ich weiß, dass es für Rob und Nick genauso ist, dass sie genauso stolz sind auf das, was sie zum Album beigetragen haben. Wir haben alle unseren Platz gefunden, wir kennen uns inzwischen gut genug, um sagen zu können: ‚So will ich auf meinem Instrument spielen, und so wollen wir als Band spielen‘. Dieses Ziel haben wir von Anfang an verfolgt.“ Zum ersten Mal hat sich GoGo-Penguin Zeit gelassen. Sechs Monate für das Schreiben, zwei Wochen für die Aufnahmen und viele musikalische Experimente. Es war eine ruhige, aber auch sehr emotionale Zeit, erklärt Turner: "Heute stellen wir uns eher der Realität, die uns umgibt, nämlich alt zu werden und sterblich zu sein, wie jeder andere auch, und die Menschen, die wir lieben, in sehr schwierigen Situationen zu sehen. In dieser Zeit ist Chris auch zum ersten Mal Vater geworden. Je länger man lebt, desto komplexer und dichter wird die Realität um einen herum. Diese Einstellung wollten wir in unsere Musik einfließen lassen.“ Und das hört man, sowohl in den Improvisationen als auch in den lyrischen und atmosphärischen Höhenflügen voller starker Emotionen dieses GoGo Penguin. Und auch in den Arrangements wie im Titel F Maj Pixie, wo Nick Blackas Basslinie einen kraftvollen Herzschlag bildet. Der Grundtenor dieses fünften Studioalbums betrifft aber vor allem das Gefühl. Melodien, die unter die Haut gehen. Und eine schlichte, von allen experimentellen Macken befreite Produktion. Denn für GoGo Penguin konzentriert sich GoGo Penguin auf das Wesentliche. © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €
53

Jazz - Erschienen am 27. September 2019 | Blue Note

Hi-Res
Ab
HI-RES19,49 €
CD13,99 €

Jazz vocal - Erschienen am 29. Juni 2018 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Man braucht nicht aus demselben Stoff sein, um sich zu gefallen oder sogar etwas gemeinsam zu servieren… Das beweist dieses Treffen zwischen einer hochverehrten Königin des Alternativ-Country und einem angesehenen, alten Weisen des modernen Jazz: Lucinda Williams und Charles Lloyd sind einen Tag lang ein Paar und werden in dieser Zeit von hochkarätigen Musikern begleitet. Zu diesem Line-Up zählen der Gitarrist Bill Frisell, der Meister der Pedal-Steel-Gitarre, Greg Leisz, der Bassist Reuben Rogers und der Schlagzeuger Eric Harland… In früheren Zeiten hat jeder seine Revolution in seinem eigenen Haus gemacht. Im vorliegenden Fall ist das Duo eher dafür da, um mit einem nach allen Seiten hin offenen Repertoire ein bestimmtes Bild von Amerika zu zelebrieren. Ein bunt zusammengewürfeltes Programm mit Jazz, Blues, Country sowie Rock’n’Roll, aber Lucinda singt nur auf jedem zweiten der zehn Titel insgesamt. Vanished Gardens bietet sowohl etwas von Jimi Hendrix (Angel) als auch von Thelonious Monk (Monk’s Mood) und Roberta Flack (Ballad of The Sad Young Men), sowie Stücke der beiden Protagonisten (drei von Charles Lloyd, vier von Lucinda Williams). Das Werk der beiden Autoren/Interpreten ist vor allem ein erlesenes und tiefgründiges Album, denn sie verstehen es, Jahrzehnte von Musik auf intelligente Weise auszuwerten. © MarcZisman/Qobuz
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Jazz contemporain - Erschienen am 15. Juni 2018 | Blue Note

Hi-Res
Ab
HI-RES19,49 €
CD13,99 €

Jazz - Erschienen am 4. Mai 2018 | Blue Note

Hi-Res Auszeichnungen Indispensable JAZZ NEWS
Nach dem großartigen Book Of Intuition mit dem Kontrabassisten Kiyoshi Kitagawa und dem Schlagzeuger Johnathan Blake, das im Jahre 2016 erschienen ist, verstärkt Kenny Barron sein Trio mit dem Tenorsaxophonisten Dayna Stephens und dem Trompeter Mike Rodriguez. Die Eleganz, die Intelligenz, die Raffiniertheit und der perfekte Swing des aus Philadelphia stammenden Pianisten, der in New York lebt, sind uns schon bekannt, aber für seinen Einstieg beim Label Blue Note findet er beim vollen Elan seiner Bläserfreunde eine zusätzliche Inspiration. Für sein neues Album Concentric Circles stattete Barron sein Repertoire hauptsächlich mit eigenen Kompositionen aus und fügte außerdem Aquele frevo axe von Caetano Veloso, L's Bop des Schlagzeugers Lenny White und Reflections von Thelonious Monk hinzu. Sein Quintett bewegt sich mitten durch den Bereich des Hard Bop, lässt aber zwischendurch lateinamerikanische Rhythmen heraushören. In erster Linie sind es aber die spontanen Einlagen sowie die lockeren Interaktionen zwischen den fünf Musikern, welche die Platte zu einem echten Vergnügen machen. Niemand behauptet hier, das Rad erfunden zu haben; sie sind einfach da, um hochkarätigen Jazz ohne Bluff oder sonstige Extras zu machen. © Marc Zisman/Qobuz
Ab
HI-RES25,49 €
CD17,99 €

Jazz vocal - Erschienen am 27. Oktober 2017 | Blue Note

Hi-Res Booklet
Man tut immer gut daran, das Genie eines Künstlers neu zu beleben. Gregory Porter stürzt sich mit diesem exquisiten Album mit Leib und Seele in das Repertoire eines seiner Idole, Nat King Cole. Bei diesem außergewöhnlichen Musiker, virtuosen Pianisten, überaus feinfühligem Erneuerer, der zwischen reinem Jazz und Easy Listening hin- und herpendelt, und der eindeutig ein faszinierender Sänger/Crooner mit einer tiefen, romantischen Velourstimme ist, die man überall heraushört, ist Nat King Cole hier wirklich gut aufgehoben. Noch dazu ist diese Stimme eine der beeindruckendsten Soul’n’Jazz-Stimmen der letzten Jahre. Gregory Porter, der vor allem ein weitaus stärkeres und komplexeres Gefühl für Soul zeigt als seine Kollegen, nähert sich diesem Thema mit aller größtem Respekt. Denn Nat King Cole schlängelt sich wirklich wie ein roter Faden durch das Leben dieses vierzigjährigen Kaliforniers, der die Great Black Music bis in ihren hintersten Winkel kennt. „Er war einzigartig. Und die Musik, die er uns hinterlassen hat, die ist dermaßen schön. Wenn Sie seine Songs hören, sind Sie unausweichlich von diesem außergewöhnlichen Timbre seiner Stimme beeindruckt, von diesem unvergleichlichen Stil und diesem himmlisch coolen Gefühl... Meine Mutter erzählte mir immer, dass ich ihr eines Tages im Alter von fünf Jahren, ein Lied zu hören gab, das ich geschrieben und auf einer Kassette aufgenommen hatte. Aber du singst doch wie Nat King Cole, sagte sie zu mir! Ich guckte mir seine Plattencovers an und sagte mir, dieser Typ da hat ja wirklich einen komischen Namen, und plötzlich fiel mir dieses Bild in die Hände: ein eleganter Mensch, kräftig und genauso schön, am Kaminfeuer, wohl der Papa eines anderen kleinen Jungen. Ich legte die Schallplatte auf den Plattenspieler und da klang diese recht empathische Stimme aus den Lautsprechern. Da hat sich eine Lücke in mir geschlossen. Mein Vater fehlte in meinem Leben: er kümmerte sich nicht um meine Erziehung, zeigte keinerlei Interesse für mich. Als ich nun Nat Dinge wie 'Pick yourself up, dust yourself off, start all over again' (steh auf, staub deine Klamotten ab und fang nochmals von vorne an) singen hörte, all diese Lebenslehren, so waren sie für mich so etwas wie Ratschläge eines Vaters. Ich hörte diese Worte aus den Lautsprechern und es war, als ob Nat sie zu mir sagte und zu niemand anderem. Ich hörte mir diese Alben an und stellte mir vor, dass Nat mein Vater sei.“ Die Liebe zu Nat King Coles Musik bringt ihn dazu, den Jazzman als seinen Ersatzvater zu adoptieren! Und nachdem Porter in der musikalischen Komödie It Ain’t Nothin’ But the Blues gespielt hat, beschließt er auch, seine Beziehung zu Cole in Szene zu setzen und schreibt Nat King Cole & Me, eine musikalische, großteils autobiografische Komödie, die im Jahre 2004 zum ersten Mal aufgeführt wird. „Damit versuchte ich in gewisser Hinsicht, meinen Vater zu finden. Ich habe sie nach dem Tod meines Vaters geschrieben. Dieses Stück, für das ich die Hälfte der Musik komponiert habe, handelt von Nat King Cole. In erster Linie aber von der Art und Weise, wie ich seiner Musik wegen meines abwesenden Vaters nähergekommen bin. Es war wie eine Art Therapie, die ich mir selbst verschrieben habe. Anders war nur, dass es jeden Abend 800 Personen gab, die kamen.“ Mit Hilfe des Arrangeurs Vince Mendoza und einem Ensemble, zu dem der Pianist Christian Sands, der Bassist Reuben Rogers und der Schlagzeuger Ulysses Owens gehören, ersetzt nun Gregory Porter die Fans des im Jahre 1965 aus dem Leben geschiedenen Sängers und Pianisten. © CM/Qobuz
Ab
HI-RES26,99 €
CD19,49 €

Jazz vocal - Erschienen am 6. Mai 2016 | Blue Note

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
In der allgemeinen Wahrnehmung, abseits der eingeweihten Zirkel, kommen Jazz-Künstler vergleichsweise selten zu Bekanntheit. Nur einer äußerst überschaubaren Zahl gelingt der Schritt hin zu anderen, massenkompatibleren Genres, ohne ihre musikalischen Wurzeln komplett zu kappen. Nur wenige riskieren, sich von Puristen auf dem Altar ihrer reinen Lehre dafür opfern zu lassen, dass sie sich Einflüssen und den Hörerschaften anderer Strömungen öffnen. Gregory Porter scheint derlei Befürchtungen nicht zu kennen. Obwohl fraglos im Jazz zu Hause, hebt er hemmungslos große Anteile Soul, Blues und Gospel unter seine Musik. Damit macht er seine Songs einer breiten Hörerschaft zugänglich. Da er darüber ihren Charakter nicht verwässert, bleiben weite Teile seiner Jazz-Klientel trotzdem bei der Stange. So hielt er es auf "Be Good", so hielt er es auf "Liquid Spirit". "Take Me To The Alley" setzt den Weg nahtlos fort. Warum auch nicht? Er hat sich ja, mit Preisen bis hoch zum Grammy gepflastert, als recht zielführend herausgestellt, wenn auch arm an unerwarteten Wendungen. Dabei bleibt es: Experimente musikalischer wie inhaltlicher Art stellt Porter auch diesmal keine an. Das könnte nur allzu leicht langweilig wirken, zumal die Nummern auf "Take Me To The Alley" auch noch größtenteils dem gleichen Strickmuster gehorchen. Die Instrumentierung hält sich zurück, Klavierakkorde treffen auf sachte angetippte Drums. Ein bisschen Bass, ein paar Orgelklänge, und an irgendeiner Stelle erhebt sich ziemlich sicher ein Solo, Trompete oder Saxophon, über die Szenerie. Dass "Take Me To The Alley" trotz fehlender Überraschungsmomente nicht zu einer öden, kargen Veranstaltung verkommt, liegt in allererster Linie an Gregory Porters Gesang. Aus seiner dunklen, ausdrucksstarken Stimme quillt so viel Gefühl, Sehnsucht und Hingabe, man kommt kaum umhin, sich schlicht hineinfallen zu lassen. Keine Sorge: Die Landung erfolgt weich, freundlich und fürsorglich eingehüllt in einen warmen Mantel. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt es umgehend: "Holding On" zelebrierte Gregory Porter schon zusammen mit Disclosure. Hier tritt er allerdings den Beweis an, dass dieser Track seine Wirkung nicht nur seinem Elektrobeat verdankt. Er erwischt einen auch ohne synthetisches Beiwerk, wenn auch auf einer ganz anderen, subtileren, eher emotionalen Ebene. Wenn Gregory Porter nicht zwischendurch summt oder scattet, drehen sich seine Texte um die Liebe und - insbesondere, wenn sie sich zu verabschieden droht - ihre Konsequenzen. "Listen to these chants", mahnt "Don't Be A Fool" in einem Takt, zu dem sich ein langsamer Walzer aufs Parkett legen ließe, zu Aufrichtigkeit in zwischenmenschlichen Dingen. "Day Dream" spürt der blühenden kindlichen Phantasie nach, die beim Erwachsenwerden meist größtenteils auf der Strecke bleibt. Der Titeltrack erinnert an biblische Geschichten, in denen Jesus nicht etwa die Gesellschaft der Frommen sucht, sondern die der Gestrauchelten, Ausgestoßenen, Angeknacksten. "Fan The Flames" fordert - Faust hoch! - Engagement und Aufbegehren, wenn auch in relativ gemäßigter Stimmung. "French African Queen" und vor allem "Don't Lose Your Stream" fahren Funk-Level und Tempo hoch. Das komplette Album klingt derart locker, als haben es die Verantwortlichen mal eben im Vorübergehen aus dem Handgelenk geschüttelt. Wie viel handwerkliches Können es braucht, um solche Leichtigkeit vorzugaukeln, ahnt jeder, der schon einmal ein Instrument in der Hand hielt. Wer sein Metier beherrscht, der muss aber nichts überfrachten. Es genügen Kleinigkeiten, Andeutungen und Details, um einer großen Stimme den Raum aufzuspannen, den sie braucht, um sich zu leise strahlender Pracht zu entfalten. Nein, "Take Me To The Alley" besitzt nichts Aufregendes, nichts Innovatives, birgt rebellischen Geist, wenn überhaupt, bestenfalls in homöopathischen Dosen. Siehe: All das braucht ausnahmsweise niemand. Nicht hier. © Laut
Ab
HI-RES21,49 €
CD14,99 €

Jazz - Erschienen am 1. Januar 1966 | Blue Note

Hi-Res