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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 15. Mai 1986 | Arista

Hi-Res Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Knapp fünfzehn Jahre ist es her, dass mich ein Freund mit einem Quiz frustrierte, dereinst erschienen in der Source. "Hier, 100 Fragen zum Thema Oldschool-Hip Hop. Genau dein Ding, Baby." Klar, immer her: "Die vier Grundpfeiler der Kultur?" Grundwissen, geschenkt. "Wie nannte Kool DJ Herc seine Tänzertruppe? Herculoids. Next, please! Der lockere Einstieg täuschte aber. Oh, und wie! Nach 100 Fragen verzeichnete ich am Ende gerade einmal zweiunddreißigeinhalb korrekte Antworten: eine demütigende Ausbeute für ein Gebiet, auf dem ich mich bis dahin einigermaßen trittsicher wähnte. Frage 48: "Nenne die erste Hip Hop-Platte, auf der Rock-Gitarren Verwendung fanden, und die Crew, die sie aufgenommen hat." Puh, easy! Endlich wieder was, das ich weiß. "Hinweis: Run DMC waren es nicht." Waaas??! Verdammt! Okay, dass es nicht "Walk This Way" gewesen ist, die Nummer, die - nicht nur im Video - die Mauern zwischen Rap und Rock niederriss: schon klar. Aber auch nicht deren "Rock Box"? Oder "King Of Rock"? Öh. Trotzdem kann man sich vermutlich leicht darauf einigen: Mit "Raising Hell", insbesondere der zweiten Auskopplung daraus, "Walk This Way", haben Run DMC Hip Hop ganz neue Einzugsbereiche eröffnet. Selbst unter denjenigen, die der Crew rückblickend (und mit vollem Recht) unterstellen, (zumindest musikalisch) keine allzu tiefen Fußstapfen hinterlassen zu haben, herrscht weithin Einigkeit: Unter kommerziellen Gesichtspunkten existiert für Hip Hop eine Zeit vor "Raising Hell" - und eine danach. Ja, die Platte ist vergleichsweise schlecht gealtert. Nein, mit harten Drumbeats und drübergebrüllten Catchphrases lässt sich 2017 vielleicht noch der Throwback Thursday beschallen, aber natürlich kein Schnitzel mehr vom Teller ziehen. Ja, Run DMC haben nach "Raising Hell" mit allerlei fragwürdigen Karrieremoves effektiv an der eigenen Reputation gesägt. Ich sag' nur: Doku-Soap. Oder Auftritte mit Kid Rock oder Fred Durst, brrrr! Ja, ihre größten Hits, derer sich mit "Walk This Way" und "It's Tricky" mindestens zwei auf "Rainsing Hell" finden, sind längst zu Mainstream-Konsens-Material hoch-, runter- und durchgenudelt worden. Ja, ihr fraglos beschissenes Comeback-Album ließen sich im Jahr 2000 nur sehr vereinzelte Kritiker als "einfach cool" unterjubeln. Nein, dass Jam Master Jay 2002 einer Schießerei im Studio zum Opfer fiel, erwies sich als auch nicht gerade förderlich für die Crewchemie. Aber! Run DMC haben Hip Hop aus der Disco befreit. Musikalisch wie optisch hielt mit ihnen die Härte Einzug. Gewandet in schwarzes Leder, dekoriert mit dicken Goldketten, schwarze Hüte UND "My Adidas", als Gruß an die Knastbrüder unter den Fans selbstverständlich ohne Schnürsenkel getragen, definierten sie die Kopfnicker-Mode neu und beendeten - danke dafür! - die Ära des netzhautzerfetzenden Kostüm-Kasperletheaters. Ihr Deal mit dem Schuhhersteller Adidas lieferte die Blaupause für alle ähnlichen Kooperationen seitdem. Run DMC etablierten, was als klassisches Hip Hop-Setup gilt: two turntables and a microphone. Das erste Rap-Video in der Rotation von MTV stammte von ... na? Hinweis: Diesmal waren es Run DMC. Sie knackten als erste Rap-Crew die Top-5 der Billboard-Charts. Ihr Album fuhr nicht nur Gold-, nicht einfach Platin, sondern Multi-Platin-Status ein: auch das ein Novum im noch jungen Genre. "DAS Album, das das Musikbusiness zwang, Rap fortan ernst zu nehmen", schreibt der Rolling Stone über "Raising Hell". Als erstmals ein Hip Hop-Act das Cover besagten Magazins zierte, handelte es sich folgerichtig auch wieder um Run DMC. Angesichts all dessen stecken Run DMC vermutlich mühelos weg, wenn ihnen Pitchforks Tom Breihan mit dem süffisanten Seitenhieb, selbst Bow Wow habe länger anhaltenden Ruhm genossen, unterstellt, schon fünf Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Single wieder komplett irrelevant geworden zu sein. Immerhin: In ihre kurze Glanzperiode fällt das Werk, das Hip Hop den Weg aus dem Ghetto in die Vorstadtsiedlungen ebnete: "Blame it or celebrate it", fordert der Toronto Star. "Den Eindruck, den 'Raising Hell' hinterlassen hat, kann ihm niemand mehr absprechen." Die Lorbeeren dafür wiederum gebühren zu einem großen Teil Rick Rubin. Gleichermaßen dem Rap und dem Rock, Hip Hop und Hardrock zugetan, verschafft er nicht nur seinen Schützlingen Zugang zur wundersamen (und gelegentlich ein wenig verstörenden) Welt der harten Gitarren. Er verschmilzt das beste aus beiden Welten zu einer im Grunde ganz neuen Stilrichtung, die - zumindest nach Ansicht etlicher Kritiker - "härter rockt als jede andere Rap- oder Rockplatte im Jahr 1986". Chuck D bezeichnet "Raising Hell" nicht nur als eins der größten Rap-Alben aller Zeiten, sondern auch als ausschlaggebend dafür, dass er und Public Enemy bei Def Jam gelandet sind. "Rein klanglich passiert auf diesem Album schlicht und ergreifend mehr als auf jeder anderen Rap-Platte bisher", schlägt zum Beispiel Stephen Thomas Erlewine von Allmusic in eine ähnliche Kerbe. "Mehr Hooks, mehr Drum-Loops, mehr Scratching, mehr Riffs, einfach mehr von allem." "Wo andere Rap-Platten, die vorangegangenen von Run DMC eingeschlossen, sich komplett um den Rhythmus drehten, steckt diese voller vielschichtiger Klänge und Ideen, die der Musik einen spürbaren Flow verleiht. Aber die wahre Brillanz dieses Albums steckt darin, dass es selbst mit dieser größeren musikalischen Tiefe immer noch hart wie die Hölle rockt, und das so dermaßen, dass es ganz neue Hörerschaften an Bord holte." Zunächst holte Rubin aber seine eigenen Mitstreiter ins Boot. Joseph Simmons und Derryl McDaniels kannten die Aerosmith-Platte aus dem Jahr 1975, die ihr Produzent ihnen vorspielte, gar nicht. Auch zeigten sie sich nicht besonders angetan von der Idee, sich dieses "Walk This Way" doch bitte einmal vorzunehmen. Einzig DJ Jam Master Jay sprang auf den Vorschlag an. Der Karriere von Aerosmith verpasste "Walk This Way" schon die zweite Herz-Lungen-Wiederbelebung. Als Steven Tyler und Joe Perry die Nummer 1975 ausbrüteten, fehlte ihnen zu Riff und Drumbeat lange der Text. Offenbar eine gute Idee, ins Kino zu gehen, wenn man sich bei Aufnahmen in eine Sackgasse manövriert hat: Marty Feldmans "Frankenstein Junior" (respektive der darin die Strippen ziehende Charakter Eye-gor) lieferte Titel, Aufhänger und Inspiration für die Single, die für den Großteil des Mainstream-Erfolgs des zugehörigen Albums "Toys In The Attic" sorgte. Mitte der 80er ist diese Erfolgswelle allerdings abgeebbt. Aerosmith dümpeln, nicht zuletzt wegen diverser Alkohol- und Drogenexzesse der Beteiligten, wieder ziemlich weit abseits des Radars dahin. Rick Rubin allerdings hat sie noch auf dem Schirm und setzt seine Vorstellung eines Remakes bei den zögerlichen Mitgliedern von Run DMC durch. Der durchschlagende Erfolg des daraus resultierenden Tracks reißt auch Aerosmith wieder aus dem Dornröschenschlaf - nicht zuletzt, weil Steven Tyler und Joe Perry nicht nur zu hören, sondern im zugehörigen, bei MTV äußerst penetrant rotierenden Musikvideo außerdem zu sehen sind. Dafür Aerosmith in voller Besetzung aufzufahren, konnten sich Run DMC Gerüchten zufolge nicht leisten. Mitglieder der doch eher unbekannten Hairmetal-Formation Smashed Gladys waren offenbar preisgünstiger zu haben. Egal: "Walk This Way" ging erst durch die Probenraumwand und dann durch die Decke. In bester Bambaataa-Manier, der ebenfalls hemmungslos in unterschiedliche musikalische Schubladen griff, um aus den Versatzstücken etwas Neues zu basteln, setzte das frische Standards, was das Niederreißen von Genre-Schranken betrifft. Der Track veränderte Hip Hop auf Jahre hinaus: die mit weitem Abstand folgenreichste Nummer auf "Raising Hell". Das Album fährt - neben etlichem Füllmaterial - allerdings durchaus noch das eine oder andere erwähnenswerte Detail auf. Der Funk im Eröffnungstrack "Peter Piper": nicht zu verachten. Das leise alberne Piano in "You Be Illin'" macht nachhaltig Spaß. Fans von Southern-Rock-Gitarren dürfen es getrost einmal mit dem Titeltrack probieren, das sollte eigentlich komplikationslos funktionieren. Als vierte und letzte Single koppelten "Run DMC 1987 "It's Tricky" aus. Bis der Rechtsstreit mit The Knack um das Sample aus deren "My Sharona" ein außergerichtliches Ende findet, vergehen fast zwanzig Jahre. Die Kombination von Rap und Rock ruft unterdessen unzählige Nachahmer auf den Plan. Run DMC haben sie populär gemacht. Die ersten, die auf die Idee kamen, Tracks mit harten Gitarren zu unterlegen, waren sie offenbar trotzdem nicht. Womit wir glücklich bei der Auflösung von Frage 48 aus dem Source-Quiz angekommen wären: Die Pionier-Lorbeeren gebühren den Treacherous Three, die den innovativ grenzüberschreitenden Ansatz schon 1981 vorführten - unter dem Titel "Body Rock". © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 22. Oktober 2010 | Sony Music Entertainment

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 2002 | Arista

Was für ein tragischer Zufall. Eigentlich sollte die erste offizielle Greatest Hits-Veröffentlichung von Run DMC im deutschsprachigen Raum ein freudiges Ereignis werden. Doch kurz vor ihrem 20-jährigen Dienstjubiläum trifft die Hip Hop-Pioniere der härteste aller möglichen Schicksalsschläge: DJ und Produzent Jam Master Jay wird am 30.10.02 in seinem New Yorker Studio erschossen. Aus Respekt für Jam Master Jay wird und muss sich diese Best Of-Scheibe als würdiges Vermächtnis einer der wichtigsten Rap-Gruppen ever erweisen. Denn die beiden übrig gebliebenen Mitglieder Revernd Run und DMC gaben nach dem Mord das endgültige Aus für die Gruppe bekannt. Das Rap-Trio hinterlässt sieben mehr oder weniger erfolgreiche Studioalben, aus denen sich diese Compilation zusammensetzt. Das Gros der Tracks stammt natürlich aus der goldenen Phase Mitte der Achtziger, als Run DMC mit den drei Werken "Run DMC", "King Of Rock" und "Raising Hell" Hip Hop zum kreativen und kommerziellen Durchbruch verhalfen. Hits wie "Sucker MCs" oder "It's Tricky" sollten jedem Rap-Fan zumindest ein Begriff sein. Und genauso sieht es mit den ersten Crossover-Gehversuchen "Walk This Way" und "King Of Rock" aus, ohne die der heutige Nu Metal nicht denkbar wäre. Leider fehlen bis auf "Down With The King" Songs aus den zwei Comeback-Alben von 1993 und 2001. Langjährige Hip Hop-Veteranen, die natürlich alle Platten besitzen, sollten ihre Aufmerksamkeit jedoch eher auf die drei raren Tracks richten. "Christmas in Hollis", das Hip Hop-Weihnachtslied schlechthin, wurde dem Benefizalbum "A Very Special Christmas" entnommen, "Bounce" kommt vom "Beavis And Butthead"-Soundtrack und "Ghostbusters" spricht für sich. Doch der letzte Song ist gespielt, das letzte Vinyl gescratcht. Die letzte Träne perlt von der Wange, und ein Lächeln erblickt das Licht der Welt, denn Run DMC haben sich ihren festen Platz in den Herzen und der Hall Of Fame des Hip Hop längst gesichert. Der Jam Master steht bestimmt im Himmel schon wieder hinter den Turntables. während 2Pac, Big Pun und Biggie um die Wette rappen. Rest In Peace Jam Master Jay, Rest In Peace Run DMC. One Luv. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. März 1984 | Arista - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 12. April 2003 | Arista

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. Januar 1985 | Arista

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Take the title of Run-D.M.C.'s King of Rock somewhat literally. True, the trailblazing rap crew hardly abandoned hip-hop on their second album, but they did follow through on the blueprint of their debut, emphasizing the rock leanings that formed the subtext of Run-D.M.C. Nearly every cut surges forward on thundering drum machines and simple power chords, with the tempos picked up a notch and the production hitting like a punch to the stomach. If the debut suggested hard rock, this feels like hard rock -- over-amplified, brutal, and intoxicating in its sheer sonic force. What really makes King of Rock work is that it sounds tougher and is smarter than almost all of the rock and metal records of its time. There is an urgency to the music unheard in the hard rock of the '80s -- a sense of inevitability to the riffs and rhythms, balanced by the justified boasting of Run and D.M.C. Most of their rhymes are devoted to party jams or bragging, but nobody was sharper, funnier, or as clever as this duo, nor was there a DJ better than Jam Master Jay, who not just forms the backbone of their music, but also has two great showcases in "Jam-Master Jammin'" and "Darryl and Joe" (the latter one of two exceptions to the rock rules of the album, the other being the genre-pushing "Roots, Rap, Reggae," one of the first rap tracks to make explicit the links between hip-hop and reggae). Even if there a pronounced rock influence throughout King of Rock, what makes it so remarkable is that it never sounds like a concession in order to win a larger audience. No matter how many metallic guitar riffs are on the record, this music is as raw and street-level as the debut. It manages to be just as dynamic, exciting, and timeless as that album, as it expands the definition of what both Run-D.M.C. and rap could do. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 5. Mai 2007 | SONY BMG Catalog

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 30. Oktober 2012 | Arista - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 10. September 2002 | Arista - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 17. Mai 1988 | Arista - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 16. Oktober 1990 | Arista

Longevity isn't a realistic goal for most rappers, who are lucky if they aren't considered played out by their third or fourth album. By 1990, Run-D.M.C.'s popularity had decreased dramatically, and the Queens residents had lost a lot of ground to both West Coast gangster rappers like Ice Cube, Ice-T and Compton's Most Wanted. With its fifth album, Back From Hell, Run-D.M.C. set out to regain the support of the hardcore rap audience and pretty much abandoned rock-influenced material in favor of stripped-down, minimalist and consistently street-oriented sounds. Not outstanding but certainly enjoyable, such gritty reflections on urban life as "Livin' in the City," "The Ave." and "Faces" made it clear that Run-D.M.C. was still well worth hearing. [Back From Hell was remastered and reissued in 1999.] © Alex Henderson /TiVo
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Rock - Erschienen am 26. April 2021 | The Band Aid Trust

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 15. Mai 1986 | Arista - Legacy

Knapp fünfzehn Jahre ist es her, dass mich ein Freund mit einem Quiz frustrierte, dereinst erschienen in der Source. "Hier, 100 Fragen zum Thema Oldschool-Hip Hop. Genau dein Ding, Baby." Klar, immer her: "Die vier Grundpfeiler der Kultur?" Grundwissen, geschenkt. "Wie nannte Kool DJ Herc seine Tänzertruppe? Herculoids. Next, please! Der lockere Einstieg täuschte aber. Oh, und wie! Nach 100 Fragen verzeichnete ich am Ende gerade einmal zweiunddreißigeinhalb korrekte Antworten: eine demütigende Ausbeute für ein Gebiet, auf dem ich mich bis dahin einigermaßen trittsicher wähnte. Frage 48: "Nenne die erste Hip Hop-Platte, auf der Rock-Gitarren Verwendung fanden, und die Crew, die sie aufgenommen hat." Puh, easy! Endlich wieder was, das ich weiß. "Hinweis: Run DMC waren es nicht." Waaas??! Verdammt! Okay, dass es nicht "Walk This Way" gewesen ist, die Nummer, die - nicht nur im Video - die Mauern zwischen Rap und Rock niederriss: schon klar. Aber auch nicht deren "Rock Box"? Oder "King Of Rock"? Öh. Trotzdem kann man sich vermutlich leicht darauf einigen: Mit "Raising Hell", insbesondere der zweiten Auskopplung daraus, "Walk This Way", haben Run DMC Hip Hop ganz neue Einzugsbereiche eröffnet. Selbst unter denjenigen, die der Crew rückblickend (und mit vollem Recht) unterstellen, (zumindest musikalisch) keine allzu tiefen Fußstapfen hinterlassen zu haben, herrscht weithin Einigkeit: Unter kommerziellen Gesichtspunkten existiert für Hip Hop eine Zeit vor "Raising Hell" - und eine danach. Ja, die Platte ist vergleichsweise schlecht gealtert. Nein, mit harten Drumbeats und drübergebrüllten Catchphrases lässt sich 2017 vielleicht noch der Throwback Thursday beschallen, aber natürlich kein Schnitzel mehr vom Teller ziehen. Ja, Run DMC haben nach "Raising Hell" mit allerlei fragwürdigen Karrieremoves effektiv an der eigenen Reputation gesägt. Ich sag' nur: Doku-Soap. Oder Auftritte mit Kid Rock oder Fred Durst, brrrr! Ja, ihre größten Hits, derer sich mit "Walk This Way" und "It's Tricky" mindestens zwei auf "Rainsing Hell" finden, sind längst zu Mainstream-Konsens-Material hoch-, runter- und durchgenudelt worden. Ja, ihr fraglos beschissenes Comeback-Album ließen sich im Jahr 2000 nur sehr vereinzelte Kritiker als "einfach cool" unterjubeln. Nein, dass Jam Master Jay 2002 einer Schießerei im Studio zum Opfer fiel, erwies sich als auch nicht gerade förderlich für die Crewchemie. Aber! Run DMC haben Hip Hop aus der Disco befreit. Musikalisch wie optisch hielt mit ihnen die Härte Einzug. Gewandet in schwarzes Leder, dekoriert mit dicken Goldketten, schwarze Hüte UND "My Adidas", als Gruß an die Knastbrüder unter den Fans selbstverständlich ohne Schnürsenkel getragen, definierten sie die Kopfnicker-Mode neu und beendeten - danke dafür! - die Ära des netzhautzerfetzenden Kostüm-Kasperletheaters. Ihr Deal mit dem Schuhhersteller Adidas lieferte die Blaupause für alle ähnlichen Kooperationen seitdem. Run DMC etablierten, was als klassisches Hip Hop-Setup gilt: two turntables and a microphone. Das erste Rap-Video in der Rotation von MTV stammte von ... na? Hinweis: Diesmal waren es Run DMC. Sie knackten als erste Rap-Crew die Top-5 der Billboard-Charts. Ihr Album fuhr nicht nur Gold-, nicht einfach Platin, sondern Multi-Platin-Status ein: auch das ein Novum im noch jungen Genre. "DAS Album, das das Musikbusiness zwang, Rap fortan ernst zu nehmen", schreibt der Rolling Stone über "Raising Hell". Als erstmals ein Hip Hop-Act das Cover besagten Magazins zierte, handelte es sich folgerichtig auch wieder um Run DMC. Angesichts all dessen stecken Run DMC vermutlich mühelos weg, wenn ihnen Pitchforks Tom Breihan mit dem süffisanten Seitenhieb, selbst Bow Wow habe länger anhaltenden Ruhm genossen, unterstellt, schon fünf Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Single wieder komplett irrelevant geworden zu sein. Immerhin: In ihre kurze Glanzperiode fällt das Werk, das Hip Hop den Weg aus dem Ghetto in die Vorstadtsiedlungen ebnete: "Blame it or celebrate it", fordert der Toronto Star. "Den Eindruck, den 'Raising Hell' hinterlassen hat, kann ihm niemand mehr absprechen." Die Lorbeeren dafür wiederum gebühren zu einem großen Teil Rick Rubin. Gleichermaßen dem Rap und dem Rock, Hip Hop und Hardrock zugetan, verschafft er nicht nur seinen Schützlingen Zugang zur wundersamen (und gelegentlich ein wenig verstörenden) Welt der harten Gitarren. Er verschmilzt das beste aus beiden Welten zu einer im Grunde ganz neuen Stilrichtung, die - zumindest nach Ansicht etlicher Kritiker - "härter rockt als jede andere Rap- oder Rockplatte im Jahr 1986". Chuck D bezeichnet "Raising Hell" nicht nur als eins der größten Rap-Alben aller Zeiten, sondern auch als ausschlaggebend dafür, dass er und Public Enemy bei Def Jam gelandet sind. "Rein klanglich passiert auf diesem Album schlicht und ergreifend mehr als auf jeder anderen Rap-Platte bisher", schlägt zum Beispiel Stephen Thomas Erlewine von Allmusic in eine ähnliche Kerbe. "Mehr Hooks, mehr Drum-Loops, mehr Scratching, mehr Riffs, einfach mehr von allem." "Wo andere Rap-Platten, die vorangegangenen von Run DMC eingeschlossen, sich komplett um den Rhythmus drehten, steckt diese voller vielschichtiger Klänge und Ideen, die der Musik einen spürbaren Flow verleiht. Aber die wahre Brillanz dieses Albums steckt darin, dass es selbst mit dieser größeren musikalischen Tiefe immer noch hart wie die Hölle rockt, und das so dermaßen, dass es ganz neue Hörerschaften an Bord holte." Zunächst holte Rubin aber seine eigenen Mitstreiter ins Boot. Joseph Simmons und Derryl McDaniels kannten die Aerosmith-Platte aus dem Jahr 1975, die ihr Produzent ihnen vorspielte, gar nicht. Auch zeigten sie sich nicht besonders angetan von der Idee, sich dieses "Walk This Way" doch bitte einmal vorzunehmen. Einzig DJ Jam Master Jay sprang auf den Vorschlag an. Der Karriere von Aerosmith verpasste "Walk This Way" schon die zweite Herz-Lungen-Wiederbelebung. Als Steven Tyler und Joe Perry die Nummer 1975 ausbrüteten, fehlte ihnen zu Riff und Drumbeat lange der Text. Offenbar eine gute Idee, ins Kino zu gehen, wenn man sich bei Aufnahmen in eine Sackgasse manövriert hat: Marty Feldmans "Frankenstein Junior" (respektive der darin die Strippen ziehende Charakter Eye-gor) lieferte Titel, Aufhänger und Inspiration für die Single, die für den Großteil des Mainstream-Erfolgs des zugehörigen Albums "Toys In The Attic" sorgte. Mitte der 80er ist diese Erfolgswelle allerdings abgeebbt. Aerosmith dümpeln, nicht zuletzt wegen diverser Alkohol- und Drogenexzesse der Beteiligten, wieder ziemlich weit abseits des Radars dahin. Rick Rubin allerdings hat sie noch auf dem Schirm und setzt seine Vorstellung eines Remakes bei den zögerlichen Mitgliedern von Run DMC durch. Der durchschlagende Erfolg des daraus resultierenden Tracks reißt auch Aerosmith wieder aus dem Dornröschenschlaf - nicht zuletzt, weil Steven Tyler und Joe Perry nicht nur zu hören, sondern im zugehörigen, bei MTV äußerst penetrant rotierenden Musikvideo außerdem zu sehen sind. Dafür Aerosmith in voller Besetzung aufzufahren, konnten sich Run DMC Gerüchten zufolge nicht leisten. Mitglieder der doch eher unbekannten Hairmetal-Formation Smashed Gladys waren offenbar preisgünstiger zu haben. Egal: "Walk This Way" ging erst durch die Probenraumwand und dann durch die Decke. In bester Bambaataa-Manier, der ebenfalls hemmungslos in unterschiedliche musikalische Schubladen griff, um aus den Versatzstücken etwas Neues zu basteln, setzte das frische Standards, was das Niederreißen von Genre-Schranken betrifft. Der Track veränderte Hip Hop auf Jahre hinaus: die mit weitem Abstand folgenreichste Nummer auf "Raising Hell". Das Album fährt - neben etlichem Füllmaterial - allerdings durchaus noch das eine oder andere erwähnenswerte Detail auf. Der Funk im Eröffnungstrack "Peter Piper": nicht zu verachten. Das leise alberne Piano in "You Be Illin'" macht nachhaltig Spaß. Fans von Southern-Rock-Gitarren dürfen es getrost einmal mit dem Titeltrack probieren, das sollte eigentlich komplikationslos funktionieren. Als vierte und letzte Single koppelten "Run DMC 1987 "It's Tricky" aus. Bis der Rechtsstreit mit The Knack um das Sample aus deren "My Sharona" ein außergerichtliches Ende findet, vergehen fast zwanzig Jahre. Die Kombination von Rap und Rock ruft unterdessen unzählige Nachahmer auf den Plan. Run DMC haben sie populär gemacht. Die ersten, die auf die Idee kamen, Tracks mit harten Gitarren zu unterlegen, waren sie offenbar trotzdem nicht. Womit wir glücklich bei der Auflösung von Frage 48 aus dem Source-Quiz angekommen wären: Die Pionier-Lorbeeren gebühren den Treacherous Three, die den innovativ grenzüberschreitenden Ansatz schon 1981 vorführten - unter dem Titel "Body Rock". © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. März 1984 | Arista

Years after the release of Run-D.M.C.'s eponymous 1984 debut, the group generally was acknowledged to be hip-hop's Beatles -- a sentiment that makes a lot of sense, even if Run-D.M.C. isn't quite the equivalent of a rap Please Please Me. Run-D.M.C. were the Beatles of rap because they signaled a cultural and musical change for the music, ushering it into its accepted form; neither group originated the music, but they gave it the shape known today. But, no matter how true and useful the comparison is, it is also a little misleading, because it implies that Run-D.M.C. also were a melodic, accessible group, bringing in elements from all different strands of popular music. No, Run-D.M.C.'s expanded their music by making it tough and spare, primarily by adapting the sound and attitude of hard rock to hip-hop. Prior to this, rap felt like a block party -- the beats were funky and elastic, all about the groove. Run-D.M.C. hit hard. The production is tough and minimal, built on relentless drum machines and Jam Master Jay's furious scratching, mixing in a guitar riff or a keyboard hit on occasion. It is brutal urban music, and Run and D.M.C.'s forceful, muscular rhymes match the music. Where other MCs sounded cheerful, Run and D.M.C. prowl and taunt the listener, sounding as if they were a street gang. And while much of the record is devoted to braggadocio, boasting, and block parties, Run-D.M.C. also addressed grittier realities of urban life, giving this record both context and thematic weight. All of this -- the music, the attitude, the words, the themes -- marked a turning point for rap, and it's impossible to calculate Run-D.M.C.'s influence on all that came afterward. Years later, some of the production may sound a bit of its time, but the music itself does not because music this powerful and original always retains its impact and force as music. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 4. Mai 1993 | Arista

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Pop - Erschienen am 26. März 2009 | Sony Music Entertainment

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Mai 2019 | Arista - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Mai 2019 | Arista - Legacy

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 16. September 1988 | Arista

At the end of 1986, Raising Hell was rap's best-selling album up to that point, though it would soon be outsold by the Beastie Boys' Licensed to Ill. Profile Records hoped that Run-D.M.C.'s fourth album, Tougher Than Leather, would exceed the Beastie Boys' quintuple-platinum status, but unfortunately, the group's popularity had decreased by 1988. One of Run-D.M.C.'s strong points -- its love of rock & roll -- was also its undoing in hip-hop circles. Any type of crossover success tends to be viewed suspiciously in the hood, and hardcore hip-hoppers weren't overly receptive to "Miss Elaine," "Papa Crazy," "Mary, Mary," and other rap-rock delights found on the album. Thanks largely to rock fans, this album did go platinum for sales exceeding one million copies -- which ironically, Profile considered a disappointment. But the fact is that while Tougher Than Leather isn't quite as strong as Run-D.M.C.'s first three albums, it was one of 1988's best rap releases. © Alex Henderson /TiVo
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 3. April 2001 | Arista