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Die Alben

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Electronic - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Skint Records

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Statt wie zuletzt Bauarbeiter-Helm und fluoreszierende Weste trägt Roisin Murphy nun Netz-Negligee. "I feel my story is still untold / but I'll make my own happy ending", verkündet sie gleich zu Beginn des Albums, ein Zitat aus dem Song "Murphy's Law", der den Satz im zweiten Albumdrittel noch einmal aufnimmt. Dort findet sich auch das Motto der Platte: "Our love is stuck on replay." Kann gut sein, dass nicht wenige Fans der früheren Moloko-Furie auf genau so ein Album wie "Roisin Machine" seit über zehn Jahren warten. Nach zwei sehr experimentellen Platten umarmt die Irin die Welt endlich wieder, als wäre diese ein endloser Boris Dlugosch-Remix von "Sing It Back". "Hairless Toys" (2015) und "Take Her Up To Monto" (2016) hatten ihre Momente, doch erst wenn man die 47-Jährige jetzt in "Simulation" lasziv stöhnen hört, als sei sie Donna Summers gelehrigste Schülerin, kommen wieder all die Dancefloor-Erinnerungen aus den 90ern zurück, zu denen sie den Soundtrack lieferte. Nach dem Moloko-Abschiedswerk "Statues" versuchte sie sich auf "Overpowered" 2007 noch einmal zaghaft an tanzbarem Techhouse, konzentrierte sich aber bald darauf aufs Familienleben. "Roisin Machine" entstand gemeinsam mit dem alten Warp-Connaisseur und House-DJ Parrot, einer Sheffielder Dance-Legende, dessen Beats schon die kleine Roisin im Manchester der späten 80er Jahre begeisterte. Ihr Verhältnis zu dem 57-jährigen DJ, mit dem sie seit Jahren unregelmäßig Songs auf 12"es für Labels wie Hot Creations, The Vinyl Factory und Permanent Vacation aufnimmt ("Simulation" erschien schon 2012), beschreibt Murphy in der ihr eigenen Nüchternheit: "Parrot versteht Dance Music und er versteht mich." Es ist herzerwärmend, sich anhand der vorliegenden zehn durch Mark und Bein gehenden Tracks klarzumachen, dass diese Platte von einer zweifachen Mutter sowie von einem Mann stammt, der seinen Fuß ungefähr 2001 zuletzt in einen Club gesetzt hat, als er sein Projekt The All Seeing I begrub. Dies erklärt unter anderem auch, warum Roisin nicht klingt wie, sagen wir Dua Lipa, also angesagter Dance-Pop aus dem Jahr 2020. Trotzdem ist "Roisin Machine" genau der Abend auf der Tanzfläche, den man in 2020 so schmerzlich vermisst. Es geht um Liebe, Verlangen, Rhythmus und Groove, umgesetzt in einer Art Symbiose aus 90er House und der early Disco der 70er Jahre. Den Albumtitel könnte man so auch als Anlehnung an die Munich Machine lesen, die Beatfabrik des Giorgio Moroder, der damals mit Donna Summers "I Feel Love" den Ursprung für alles lieferte. "A crown upon my head / ten lovers in my bed / but I want something more": Trocken und smooth artikuliert Murphy ihren Status Quo im dritten Song, der nach dem Zeitlupen-House "Simulation" und dem wabernden Showstopper "Kingdom Of Ends" schon die 20-Minuten-Grenze reißt. Entfernt erinnert ihre Retro-Disco an Madonnas "Confessions On A Dance Floor", wenngleich die Rollen mittlerweile neu verteilt sind. Während sich Madonna im Lockdown in eine Badewanne setzte, worshipte Roisin Murphy in denkwürdigen Schlafzimmer-Auftritten ihre Disco-Götter. Wie im Halbschlaf haut sie denn auch einen 4/4-Balearen-Banger nach dem anderen raus: Der zurückgelehnte Grower "Murphy's Law", der streicherlastige Moloko-Dancetrack "Narcissus" oder das sehnsüchtige Album-Highlight "Incapable": Im Disco-Strobo entschlüsselt Roisin den DNA-Code der elektronischen Tanzmusik, und ganz beiläufig atmen wir den Duft der Großtaten von Sister Sledge, Chic oder Cerrone ein. "Jealousy" dreht das Tempo dann noch einmal hoch und lässt das Album auf einem Peak enden. Ihre nach wie vor unverkennbare Stimme, im Alter leicht tiefer geworden, überstrahlt ein durchweg euphorisches Album, das man so sicher nicht mehr von ihr erwartet hätte. Roisin Murphy selbst sucht auch schon wieder nach neuen Zielen: "Der grobe Plan ist, in meinen 50ern mehr Richtung Film zu gehen. Und ich bin ja schon 47." © Laut
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Electronic - Erschienen am 30. April 2021 | Skint Records

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Electronic - Erschienen am 2. Oktober 2020 | Skint Records

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Statt wie zuletzt Bauarbeiter-Helm und fluoreszierende Weste trägt Roisin Murphy nun Netz-Negligee. "I feel my story is still untold / but I'll make my own happy ending", verkündet sie gleich zu Beginn des Albums, ein Zitat aus dem Song "Murphy's Law", der den Satz im zweiten Albumdrittel noch einmal aufnimmt. Dort findet sich auch das Motto der Platte: "Our love is stuck on replay." Kann gut sein, dass nicht wenige Fans der früheren Moloko-Furie auf genau so ein Album wie "Roisin Machine" seit über zehn Jahren warten. Nach zwei sehr experimentellen Platten umarmt die Irin die Welt endlich wieder, als wäre diese ein endloser Boris Dlugosch-Remix von "Sing It Back". "Hairless Toys" (2015) und "Take Her Up To Monto" (2016) hatten ihre Momente, doch erst wenn man die 47-Jährige jetzt in "Simulation" lasziv stöhnen hört, als sei sie Donna Summers gelehrigste Schülerin, kommen wieder all die Dancefloor-Erinnerungen aus den 90ern zurück, zu denen sie den Soundtrack lieferte. Nach dem Moloko-Abschiedswerk "Statues" versuchte sie sich auf "Overpowered" 2007 noch einmal zaghaft an tanzbarem Techhouse, konzentrierte sich aber bald darauf aufs Familienleben. "Roisin Machine" entstand gemeinsam mit dem alten Warp-Connaisseur und House-DJ Parrot, einer Sheffielder Dance-Legende, dessen Beats schon die kleine Roisin im Manchester der späten 80er Jahre begeisterte. Ihr Verhältnis zu dem 57-jährigen DJ, mit dem sie seit Jahren unregelmäßig Songs auf 12"es für Labels wie Hot Creations, The Vinyl Factory und Permanent Vacation aufnimmt ("Simulation" erschien schon 2012), beschreibt Murphy in der ihr eigenen Nüchternheit: "Parrot versteht Dance Music und er versteht mich." Es ist herzerwärmend, sich anhand der vorliegenden zehn durch Mark und Bein gehenden Tracks klarzumachen, dass diese Platte von einer zweifachen Mutter sowie von einem Mann stammt, der seinen Fuß ungefähr 2001 zuletzt in einen Club gesetzt hat, als er sein Projekt The All Seeing I begrub. Dies erklärt unter anderem auch, warum Roisin nicht klingt wie, sagen wir Dua Lipa, also angesagter Dance-Pop aus dem Jahr 2020. Trotzdem ist "Roisin Machine" genau der Abend auf der Tanzfläche, den man in 2020 so schmerzlich vermisst. Es geht um Liebe, Verlangen, Rhythmus und Groove, umgesetzt in einer Art Symbiose aus 90er House und der early Disco der 70er Jahre. Den Albumtitel könnte man so auch als Anlehnung an die Munich Machine lesen, die Beatfabrik des Giorgio Moroder, der damals mit Donna Summers "I Feel Love" den Ursprung für alles lieferte. "A crown upon my head / ten lovers in my bed / but I want something more": Trocken und smooth artikuliert Murphy ihren Status Quo im dritten Song, der nach dem Zeitlupen-House "Simulation" und dem wabernden Showstopper "Kingdom Of Ends" schon die 20-Minuten-Grenze reißt. Entfernt erinnert ihre Retro-Disco an Madonnas "Confessions On A Dance Floor", wenngleich die Rollen mittlerweile neu verteilt sind. Während sich Madonna im Lockdown in eine Badewanne setzte, worshipte Roisin Murphy in denkwürdigen Schlafzimmer-Auftritten ihre Disco-Götter. Wie im Halbschlaf haut sie denn auch einen 4/4-Balearen-Banger nach dem anderen raus: Der zurückgelehnte Grower "Murphy's Law", der streicherlastige Moloko-Dancetrack "Narcissus" oder das sehnsüchtige Album-Highlight "Incapable": Im Disco-Strobo entschlüsselt Roisin den DNA-Code der elektronischen Tanzmusik, und ganz beiläufig atmen wir den Duft der Großtaten von Sister Sledge, Chic oder Cerrone ein. "Jealousy" dreht das Tempo dann noch einmal hoch und lässt das Album auf einem Peak enden. Ihre nach wie vor unverkennbare Stimme, im Alter leicht tiefer geworden, überstrahlt ein durchweg euphorisches Album, das man so sicher nicht mehr von ihr erwartet hätte. Roisin Murphy selbst sucht auch schon wieder nach neuen Zielen: "Der grobe Plan ist, in meinen 50ern mehr Richtung Film zu gehen. Und ich bin ja schon 47." © Laut
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Electronic - Erschienen am 15. Oktober 2007 | Parlophone UK

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Electronic - Erschienen am 11. Mai 2015 | Play It Again Sam

Hi-Res
Na, das wurde ja Zeit! Fast zehn Jahre nach dem letzten Lebenszeichen "Overpowered" beehrt Róisín Murphy die Öffentlichkeit endlich wieder mit einem neuen Album: "Hairless Toys" ist ein herausragender Bastard aus trippigem Dancefloor, verrauchtem Jazzschuppen und irischem Herzblut. Ihre acht neuen Lieder bilden ein kreatives Ausrufezeichen der Extraklasse. Zum Glück beherzigt Rosheen die alte Inselweisheit des "Never change a winning team!". Getreu dieses Mottos schnappt Murphy sich einmal mehr den erprobten Kumpel Eddie Stevens samt seiner Fähigkeiten als gehobener Arrangeur, Produzent und Co-Songwriter. Doch das heißt längst nicht, dass La Moloko und der Brite an jeder ausgelutschten Milchkanne halten. "Hairless Toys" schnappt sich stattdessen eine ordentliche Kelle postmodernen House-Clubs, kontrastiert das Klang gewordene Neonflackern mit organischem oldschool Jazz und sogar etwas Blues. Das sinnliche Ergebnis sollte die Freunde ihrer alten Band und Neueinsteiger gleichermaßen in Ekstase versetzen. Von Platte zu Platte perfektioniert die Irin ihre Vision der musikalischen Verschmelzung von Steckdose und Tradition. Der exzentrische Stevens erweist sich über das gesamte Album als absoluter Qualitätsgarant für dieses Konzept. Sein großes Plus liegt in der Fähigkeit, sowohl reine Clubästhetik zu verstehen (etwa in der Zusammenarbeit mit Fatboy Slim) als auch den handgemachteren oder improvisatorischeren Kontext von Konzerten. Nicht umsonst ist er seit "Ruby Blue" fester Bestandteil ihrer Liveband. Obwohl beide Seelen ihrer Kunst stets präsent sind, hat diese Januskopf-CD zwei recht unterschiedliche Gesichter. Die ersten drei Lieder gehören vor allem in den Club. "Gone Fishing" verführt als schlafwandlerisches Rauschmittel aus angefrickelten Midtempo-Jazz-Kapriolen und chillender Elektronik. Die inspirierten Details sind schlichtweg der Wahnsinn. Wenn inmitten des Duells von funky Guitar und Percussion für nur wenige Sekunden das Echo einer angedeutenen Rockgitarre zur Stippvisite auftaucht, schnalzt man mit der Zunge. Das folgende "Evil Eyes" lässt im Gesang der Strophe - ganz ohne Selbstaufgabe - einen leichten Touch of Grace Jones zu und hätte auch gut auf "Hurricane" gepasst. Höhepunkt der Floor-Passagen ist dennoch das fast zehnminütige "Exploitation". Sein treibender Rhythmus marschiert unaufhaltsam voran, während ein höchst effektives Piano dazu das sphärische Echolot gibt. Über allem thronen die von Minute zu Minute verschwitzteren Vocals Murphys. Wer dieses Stück zweimal hintereinander hört, bleibt für den Rest des Tages in Trance gefangen. Das charmante "Uninvited Guest" geleitet mit niedlichen "whoa-whowhow", "Dabbadabb"-Backingvocals und gepfiffenem Part lässig über zum verquarzten Teil des Albums. Und hier steigert sich die ohnehin bislang schon superbe Scheibe noch einmal. Mit "Exile" haut die Frau aus Arklow einen ungewohnt knarzig-lasziven Irish-Blues heraus, mit dem sie sich auch nicht vor Landsmann und Urgestein Van Morrison ("Streets Of Arklow") verstecken muss. "... and face another hurricane to get back home." Im grandiosen Schluss-Duo "Hairless Toys (Gotta Hurt)"/"Unputdownable" lohnt es sich, sein Augenmerk auf das Zusammenspiel von Piano/Keyboards und Gesang zu lenken. Finster, melancholisch und dabei doch so zuckersüß setzt sich das intensive Lied im Ohr fest. Durch die Halleffekte zwischen Jazz und Ambient klingt es fast ein wenig, als würde Róisín gleichzeitig von Pianist Harold Budd und Keyboardikone Rainer Brüninghaus (Jan Garbarek) begleitet. Beide Songs bilden als Arrangement das absolute Meisterstück von Eddie Stevens. Doch bevor das Album in totaler Depression versinkt, rettet sie die Pulsadern ihres Publikums auf den letzten Metern noch mit einem hymnisch-fröhlichen Einschub. Urplötzlich ist dann alles recht schnell vorbei. Doch nach der Platte ist vor der Platte und die Repeat-Taste grinst einen bereits erwartungsfroh an. Schon lange habe ich kein Album mehr gehört, dass auf so zeitgemäße Art so unangestrengt zeitlos klingt. Róisín Marie Murphy gelingt mit "Hairless Toys" die beste Platte ihrer Karriere und nebenbei ein Meisterwerk. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. Juli 2016 | Play It Again Sam

Hi-Res
Angenommen, man würde auf die Frage nach den besten Songs, an denen Roisin Murphy je beteiligt war, spontan "The Time Is Now", "Sing It Back" und "Fun For Me" antworten, wäre dies nicht nur höchst diskutabel, sondern auch ungerecht. Stammen diese Titel doch von ihrer früheren Band Moloko, die seit zwölf Jahren nicht mehr existiert. Dennoch klingen sie immer noch so frisch wie am ersten Tag, was viel über den Anspruch aussagt, den Murphy an ihre Musik hegt. Erinnerungscharakter ist allerdings kein Attribut, das zuletzt sonderlich viele ihrer Songs auszeichnete, was vielleicht erklärt, warum sich sogar die L.A. Times zu der Behauptung vorwagt, Murphys alter Moloko-Partner und Ex-Freund Mark Brydon hätte ihr viertes Soloalbum "Take Me Up To Monto" koproduziert. Reines Wunschdenken, natürlich. Mit dem Briten Eddie Stevens hat die Irin längst ihren neuen Studiopartner gefunden, der zwar auch schon bei Moloko zur Liveband gehörte, ihren Drang nach stilistischer Veränderung im Songwriting aber erst seit 2015 tatkräftig unterstützt. Irish Blood, English Heart - ein schlagkräftiges Doppel. Als wolle sie die acht Jahre Pause zwischen "Overpowered" und "Hairless Toys" schnellstens aufholen, folgt nur ein Jahr später nun "Take Her Up To Monto" und führt den eingeschlagenen Weg konsequent fort: Kühle Electronica bildet das Fundament für neun irrgartenartig angelegte Song-Gebilde, in deren Innerstes vorzudringen zunächst nur Bauleiterin Murphy vorbehalten zu sein scheint. Dass sie auf dem Cover mit Schutzhelm abgebildet ist, muss einen nicht mehr ängstigen: Ihre pluckernden Ungetüme sind jetzt einsturzsicher. Im Vergleich zu "Hairless Toys" setzt "Take Her Up To Monto" zum Glück nicht auf eine oftmals zu ausufernde Track-Ästhetik, die einem vorkam, als würde man ausschließlich Extended Versions vorgesetzt bekommen. Geht ein Song wie die stilvolle Moroder-Verbeugung "Mastermind" mal sechseinhalb Minuten, dann folgt das alles einer stringenten Idee. Im Opener spielt Roisin Murphy (mehr noch als auf der ähnlich strukturierten Single "Ten Miles High") alle Facetten ihres Könnens aus, führt zwei scheinbar komplett verschiedene Songs auf einem House-Beat zusammen, kombiniert Sprechgesang mit ihrer nach wie vor bezaubernden Stimme und erschafft einen Instant-Classic-Ausrutscher ihres eigentlich neuen Stils Intelligent Jazz Disco. Jede Sekunde ist durchdacht. Beeindruckend. Das schwermütige "Pretty Gardens" fährt das Adrenalin zurück, dafür kommt die erwähnte Stevens'sche Jazz-Vorliebe voll zur Geltung. Der Song erinnert leicht an ihr tolles "Ruby Blue"-Debüt mit Knisterfachmann Herbert als Producer (2005). "Thoughts Wasted" beginnt mit luftigen Pianoklängen, danach übernehmen wieder die Beats, doch spätestens im hypnotischen Mittelteil, in dem sie mit Stevens im Duett singt, fühlt man sich an Yann Tiersens bewegende "Amelie"-Melodien erinnert. Der federnde Bossanova "Lip Service" ist vielleicht der fröhlichste Murphy-Song seit Moloko-Zeiten, kurz darauf zieht einen das waidwunde "Whatever" tief runter in den Schlund der Tristesse. Herum experimentiert wird vor allem in "Nervous Sleep", einer zähen Minimal-Ballade, mehr Entwurf als Resultat, aber mittlerweile hat man ja kapiert, dass Murphy als weibliche Frusciante-Wiedergängerin nach neuen Kicks sucht. Ihre Stimmfarbe erscheint hier bereits so vielseitig wie die einer Marianne Faithfull, obwohl da noch fast 30 Jahre dazwischen liegen. Das Wiegenlied "Sitting And Counting" beendet die Platte nicht ganz so atemberaubend wie zuletzt "Unputdownable", doch nach wie vor gilt: Wer es gern unkomplizierter mag, muss Tame Impala hören. Oder Moloko. © Laut
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Pop - Erschienen am 13. Juni 2005 | Echo

Allein die Chuzpe, mit dem abstraktesten Song des Albums zu eröffnen, zeugt von gehörigem Selbstvertrauen. Wie ein Wilder loopt und schichtet Madame M.s Erfüllungsgehilfe auf "Leaving The City" im Hintergrund Geräuschcollagen übereinander, aus denen Roisin Murphy zu aller Verwunderung noch Melodien zu stricken weiß. Immer im Mittelpunkt: Roisin, die Elfe, umringt von Trümmern einstürzender Neubauten. Mit Elektro-Pop hat das Ganze in etwa soviel zu tun wie das letzte Moloko-Album mit Trip Hop. Sack Zement, der Herbert. Würde der Kerl nicht all seine Frickelarbeiten immerzu bescheiden in der dritten Reihe absolvieren, wäre er inzwischen sicher in etwa so omnipräsent wie Barbara Schöneberger. Indes: Matthew Herbert ging es schon immer um Inhalte. Gerade breitete der Londoner House-Producer mit seinem Album "Plat du Jour" seine Vorstellung von einem gesunden und garantiert CI-freien Obstmahl vor uns aus, da erfährt man, dass er nach Dani Siciliano erneut einer Frau den Rücken zu programmierte. Mit Roisin Murphy handelt es sich diesmal allerdings nicht um seine Gattin, und auch kommerziell werkelt Miss Murphy auf höheren Ebenen. Moment, stop, dies gilt heuer wohl nicht mehr, höchstens noch für Murphys alte Band Moloko, deren Zukunft weiter ungewiss ist. Zu Ex-Kollege und Ex-Lover Mark Brydon pflege sie momentan keinen Kontakt, verkündet die Sängerin knapp. Ob mit ihrem neuen Londoner Studio-Buddy mehr Kommunikation nötig war als zuletzt mit Brydon, damit Herbert dem Solodebüt der extrovertierten Rothaarigen nicht seine oftmals schwer klackernden Trademark-Beats unterjubelt? Anyway, er tat's trotzdem. Das Ergebnis ist denn auch ein eher nicht-kommerzielles, in der Summe aber schwer nachhaltiges Unterfangen: Murphys hairy Underground-Pop meets Herberts noisy Filter-Jazz. Ob zu Beginn des zirpenden "Dear Diary", wo sich Fahrradklingeln unter Knistergeräuschen einem Beat beugen, oder in "Night Of The Dancing Flames", wo quäkende Bläsersätze, Rauschkaskaden und Percussions um die Wette lärmen. Die Welt der Harmonie, man kennt das von Herbert, sie muss gestört werden. Nur aus dem Eckigen erwächst Konturenhaftes und Interessantes. So weit dürften die Vorstellungen des Produzenten und seiner Auftraggeberin vielleicht gar nicht auseinander gegangen sein, gilt doch auch Murphy als unangepasste oder zumindest eigene Chanteuse. Man benötigt jedenfalls keine ausgeprägte Vorstellungskraft für die Anekdote, wonach Herbert die Sängerin zu Beginn der Zusammenarbeit aufforderte, einen Gegenstand mit ins Studio zu bringen, den sie dann laut gegen ihr Mikro schlagen solle (Sie kam ohne Kenntnis der Dinge mit einem Laptop!). Es wäre sogar kaum verwunderlich, hätte Herbert gar die alte Daum-Methode bemüht, Roisin barfuß über Nagelbretter zu jagen (und womöglich nahm er dabei gleich noch ihre Schreie mit auf). Fakt ist: So experimentierfreudig tobte das rothaarige Power-Mädel noch nie. "Ruby Blue" besticht vielmehr in besonderem Maße durch ihre bekannte Neigung zu spröden, nicht sofort fassbaren Melodiebögen, die erneut eine um so tiefere Langzeitwirkung aufweisen. Konkurrenzlos sticht sicherlich Murphys Auftritt in "Through Time" heraus, einem kommenden Lounge Jazz-Klassiker, unnachahmlich die intonierte Leichtigkeit in "If We're In Love". "Sow Into You" und "Ruby Blue" lassen dagegen an alte Moloko-Floorfiller denken, ohne auch nur annähernd den zwingenden elektronischen Unterbau zu kredenzen. Mit der anrührenden Pianoballade "The Closing Of The Doors" verabschiedet die Sängerin zunächst ihren alten Partner Mark Brydon, bevor auch der Hörer all das Erlebte erst einmal verarbeiten muss. Man ahnt jedoch recht schnell, dass das Pärchen Matthew & Murphy den Vorreitern Madonna & Mirwais in nichts nachsteht. Außer, wie gesagt, in kommerzieller Hinsicht. M&M - the time is now! © Laut
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Dance - Erschienen am 4. März 2020 | Skint Records

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Statt wie zuletzt Bauarbeiter-Helm und fluoreszierende Weste trägt Roisin Murphy nun Netz-Negligee. "I feel my story is still untold / but I'll make my own happy ending", verkündet sie gleich zu Beginn des Albums, ein Zitat aus dem Song "Murphy's Law", der den Satz im zweiten Albumdrittel noch einmal aufnimmt. Dort findet sich auch das Motto der Platte: "Our love is stuck on replay." Kann gut sein, dass nicht wenige Fans der früheren Moloko-Furie auf genau so ein Album wie "Roisin Machine" seit über zehn Jahren warten. Nach zwei sehr experimentellen Platten umarmt die Irin die Welt endlich wieder, als wäre diese ein endloser Boris Dlugosch-Remix von "Sing It Back". "Hairless Toys" (2015) und "Take Her Up To Monto" (2016) hatten ihre Momente, doch erst wenn man die 47-Jährige jetzt in "Simulation" lasziv stöhnen hört, als sei sie Donna Summers gelehrigste Schülerin, kommen wieder all die Dancefloor-Erinnerungen aus den 90ern zurück, zu denen sie den Soundtrack lieferte. Nach dem Moloko-Abschiedswerk "Statues" versuchte sie sich auf "Overpowered" 2007 noch einmal zaghaft an tanzbarem Techhouse, konzentrierte sich aber bald darauf aufs Familienleben. "Roisin Machine" entstand gemeinsam mit dem alten Warp-Connaisseur und House-DJ Parrot, einer Sheffielder Dance-Legende, dessen Beats schon die kleine Roisin im Manchester der späten 80er Jahre begeisterte. Ihr Verhältnis zu dem 57-jährigen DJ, mit dem sie seit Jahren unregelmäßig Songs auf 12"es für Labels wie Hot Creations, The Vinyl Factory und Permanent Vacation aufnimmt ("Simulation" erschien schon 2012), beschreibt Murphy in der ihr eigenen Nüchternheit: "Parrot versteht Dance Music und er versteht mich." Es ist herzerwärmend, sich anhand der vorliegenden zehn durch Mark und Bein gehenden Tracks klarzumachen, dass diese Platte von einer zweifachen Mutter sowie von einem Mann stammt, der seinen Fuß ungefähr 2001 zuletzt in einen Club gesetzt hat, als er sein Projekt The All Seeing I begrub. Dies erklärt unter anderem auch, warum Roisin nicht klingt wie, sagen wir Dua Lipa, also angesagter Dance-Pop aus dem Jahr 2020. Trotzdem ist "Roisin Machine" genau der Abend auf der Tanzfläche, den man in 2020 so schmerzlich vermisst. Es geht um Liebe, Verlangen, Rhythmus und Groove, umgesetzt in einer Art Symbiose aus 90er House und der early Disco der 70er Jahre. Den Albumtitel könnte man so auch als Anlehnung an die Munich Machine lesen, die Beatfabrik des Giorgio Moroder, der damals mit Donna Summers "I Feel Love" den Ursprung für alles lieferte. "A crown upon my head / ten lovers in my bed / but I want something more": Trocken und smooth artikuliert Murphy ihren Status Quo im dritten Song, der nach dem Zeitlupen-House "Simulation" und dem wabernden Showstopper "Kingdom Of Ends" schon die 20-Minuten-Grenze reißt. Entfernt erinnert ihre Retro-Disco an Madonnas "Confessions On A Dance Floor", wenngleich die Rollen mittlerweile neu verteilt sind. Während sich Madonna im Lockdown in eine Badewanne setzte, worshipte Roisin Murphy in denkwürdigen Schlafzimmer-Auftritten ihre Disco-Götter. Wie im Halbschlaf haut sie denn auch einen 4/4-Balearen-Banger nach dem anderen raus: Der zurückgelehnte Grower "Murphy's Law", der streicherlastige Moloko-Dancetrack "Narcissus" oder das sehnsüchtige Album-Highlight "Incapable": Im Disco-Strobo entschlüsselt Roisin den DNA-Code der elektronischen Tanzmusik, und ganz beiläufig atmen wir den Duft der Großtaten von Sister Sledge, Chic oder Cerrone ein. "Jealousy" dreht das Tempo dann noch einmal hoch und lässt das Album auf einem Peak enden. Ihre nach wie vor unverkennbare Stimme, im Alter leicht tiefer geworden, überstrahlt ein durchweg euphorisches Album, das man so sicher nicht mehr von ihr erwartet hätte. Roisin Murphy selbst sucht auch schon wieder nach neuen Zielen: "Der grobe Plan ist, in meinen 50ern mehr Richtung Film zu gehen. Und ich bin ja schon 47." © Laut
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Downtempo - Erschienen am 28. November 2014 | The Vinyl Factory

Electronic - Erschienen am 5. Juni 2019 | Skint Records

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Dance - Erschienen am 17. April 2020 | Skint Records

Electronic - Erschienen am 6. September 2019 | Skint Records

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Dance - Erschienen am 4. April 2008 | Parlophone UK

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Electronic - Erschienen am 11. September 2020 | Skint Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 22. Juni 2018 | The Vinyl Factory

Electronic - Erschienen am 8. November 2019 | Skint Records

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Electronic - Erschienen am 31. Juli 2020 | Skint Records

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Statt wie zuletzt Bauarbeiter-Helm und fluoreszierende Weste trägt Roisin Murphy nun Netz-Negligee. "I feel my story is still untold / but I'll make my own happy ending", verkündet sie gleich zu Beginn des Albums, ein Zitat aus dem Song "Murphy's Law", der den Satz im zweiten Albumdrittel noch einmal aufnimmt. Dort findet sich auch das Motto der Platte: "Our love is stuck on replay." Kann gut sein, dass nicht wenige Fans der früheren Moloko-Furie auf genau so ein Album wie "Roisin Machine" seit über zehn Jahren warten. Nach zwei sehr experimentellen Platten umarmt die Irin die Welt endlich wieder, als wäre diese ein endloser Boris Dlugosch-Remix von "Sing It Back". "Hairless Toys" (2015) und "Take Her Up To Monto" (2016) hatten ihre Momente, doch erst wenn man die 47-Jährige jetzt in "Simulation" lasziv stöhnen hört, als sei sie Donna Summers gelehrigste Schülerin, kommen wieder all die Dancefloor-Erinnerungen aus den 90ern zurück, zu denen sie den Soundtrack lieferte. Nach dem Moloko-Abschiedswerk "Statues" versuchte sie sich auf "Overpowered" 2007 noch einmal zaghaft an tanzbarem Techhouse, konzentrierte sich aber bald darauf aufs Familienleben. "Roisin Machine" entstand gemeinsam mit dem alten Warp-Connaisseur und House-DJ Parrot, einer Sheffielder Dance-Legende, dessen Beats schon die kleine Roisin im Manchester der späten 80er Jahre begeisterte. Ihr Verhältnis zu dem 57-jährigen DJ, mit dem sie seit Jahren unregelmäßig Songs auf 12"es für Labels wie Hot Creations, The Vinyl Factory und Permanent Vacation aufnimmt ("Simulation" erschien schon 2012), beschreibt Murphy in der ihr eigenen Nüchternheit: "Parrot versteht Dance Music und er versteht mich." Es ist herzerwärmend, sich anhand der vorliegenden zehn durch Mark und Bein gehenden Tracks klarzumachen, dass diese Platte von einer zweifachen Mutter sowie von einem Mann stammt, der seinen Fuß ungefähr 2001 zuletzt in einen Club gesetzt hat, als er sein Projekt The All Seeing I begrub. Dies erklärt unter anderem auch, warum Roisin nicht klingt wie, sagen wir Dua Lipa, also angesagter Dance-Pop aus dem Jahr 2020. Trotzdem ist "Roisin Machine" genau der Abend auf der Tanzfläche, den man in 2020 so schmerzlich vermisst. Es geht um Liebe, Verlangen, Rhythmus und Groove, umgesetzt in einer Art Symbiose aus 90er House und der early Disco der 70er Jahre. Den Albumtitel könnte man so auch als Anlehnung an die Munich Machine lesen, die Beatfabrik des Giorgio Moroder, der damals mit Donna Summers "I Feel Love" den Ursprung für alles lieferte. "A crown upon my head / ten lovers in my bed / but I want something more": Trocken und smooth artikuliert Murphy ihren Status Quo im dritten Song, der nach dem Zeitlupen-House "Simulation" und dem wabernden Showstopper "Kingdom Of Ends" schon die 20-Minuten-Grenze reißt. Entfernt erinnert ihre Retro-Disco an Madonnas "Confessions On A Dance Floor", wenngleich die Rollen mittlerweile neu verteilt sind. Während sich Madonna im Lockdown in eine Badewanne setzte, worshipte Roisin Murphy in denkwürdigen Schlafzimmer-Auftritten ihre Disco-Götter. Wie im Halbschlaf haut sie denn auch einen 4/4-Balearen-Banger nach dem anderen raus: Der zurückgelehnte Grower "Murphy's Law", der streicherlastige Moloko-Dancetrack "Narcissus" oder das sehnsüchtige Album-Highlight "Incapable": Im Disco-Strobo entschlüsselt Roisin den DNA-Code der elektronischen Tanzmusik, und ganz beiläufig atmen wir den Duft der Großtaten von Sister Sledge, Chic oder Cerrone ein. "Jealousy" dreht das Tempo dann noch einmal hoch und lässt das Album auf einem Peak enden. Ihre nach wie vor unverkennbare Stimme, im Alter leicht tiefer geworden, überstrahlt ein durchweg euphorisches Album, das man so sicher nicht mehr von ihr erwartet hätte. Roisin Murphy selbst sucht auch schon wieder nach neuen Zielen: "Der grobe Plan ist, in meinen 50ern mehr Richtung Film zu gehen. Und ich bin ja schon 47." © Laut
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Electronic - Erschienen am 28. August 2020 | Skint Records

Das Cover sagt eigentlich schon alles: Statt wie zuletzt Bauarbeiter-Helm und fluoreszierende Weste trägt Roisin Murphy nun Netz-Negligee. "I feel my story is still untold / but I'll make my own happy ending", verkündet sie gleich zu Beginn des Albums, ein Zitat aus dem Song "Murphy's Law", der den Satz im zweiten Albumdrittel noch einmal aufnimmt. Dort findet sich auch das Motto der Platte: "Our love is stuck on replay." Kann gut sein, dass nicht wenige Fans der früheren Moloko-Furie auf genau so ein Album wie "Roisin Machine" seit über zehn Jahren warten. Nach zwei sehr experimentellen Platten umarmt die Irin die Welt endlich wieder, als wäre diese ein endloser Boris Dlugosch-Remix von "Sing It Back". "Hairless Toys" (2015) und "Take Her Up To Monto" (2016) hatten ihre Momente, doch erst wenn man die 47-Jährige jetzt in "Simulation" lasziv stöhnen hört, als sei sie Donna Summers gelehrigste Schülerin, kommen wieder all die Dancefloor-Erinnerungen aus den 90ern zurück, zu denen sie den Soundtrack lieferte. Nach dem Moloko-Abschiedswerk "Statues" versuchte sie sich auf "Overpowered" 2007 noch einmal zaghaft an tanzbarem Techhouse, konzentrierte sich aber bald darauf aufs Familienleben. "Roisin Machine" entstand gemeinsam mit dem alten Warp-Connaisseur und House-DJ Parrot, einer Sheffielder Dance-Legende, dessen Beats schon die kleine Roisin im Manchester der späten 80er Jahre begeisterte. Ihr Verhältnis zu dem 57-jährigen DJ, mit dem sie seit Jahren unregelmäßig Songs auf 12"es für Labels wie Hot Creations, The Vinyl Factory und Permanent Vacation aufnimmt ("Simulation" erschien schon 2012), beschreibt Murphy in der ihr eigenen Nüchternheit: "Parrot versteht Dance Music und er versteht mich." Es ist herzerwärmend, sich anhand der vorliegenden zehn durch Mark und Bein gehenden Tracks klarzumachen, dass diese Platte von einer zweifachen Mutter sowie von einem Mann stammt, der seinen Fuß ungefähr 2001 zuletzt in einen Club gesetzt hat, als er sein Projekt The All Seeing I begrub. Dies erklärt unter anderem auch, warum Roisin nicht klingt wie, sagen wir Dua Lipa, also angesagter Dance-Pop aus dem Jahr 2020. Trotzdem ist "Roisin Machine" genau der Abend auf der Tanzfläche, den man in 2020 so schmerzlich vermisst. Es geht um Liebe, Verlangen, Rhythmus und Groove, umgesetzt in einer Art Symbiose aus 90er House und der early Disco der 70er Jahre. Den Albumtitel könnte man so auch als Anlehnung an die Munich Machine lesen, die Beatfabrik des Giorgio Moroder, der damals mit Donna Summers "I Feel Love" den Ursprung für alles lieferte. "A crown upon my head / ten lovers in my bed / but I want something more": Trocken und smooth artikuliert Murphy ihren Status Quo im dritten Song, der nach dem Zeitlupen-House "Simulation" und dem wabernden Showstopper "Kingdom Of Ends" schon die 20-Minuten-Grenze reißt. Entfernt erinnert ihre Retro-Disco an Madonnas "Confessions On A Dance Floor", wenngleich die Rollen mittlerweile neu verteilt sind. Während sich Madonna im Lockdown in eine Badewanne setzte, worshipte Roisin Murphy in denkwürdigen Schlafzimmer-Auftritten ihre Disco-Götter. Wie im Halbschlaf haut sie denn auch einen 4/4-Balearen-Banger nach dem anderen raus: Der zurückgelehnte Grower "Murphy's Law", der streicherlastige Moloko-Dancetrack "Narcissus" oder das sehnsüchtige Album-Highlight "Incapable": Im Disco-Strobo entschlüsselt Roisin den DNA-Code der elektronischen Tanzmusik, und ganz beiläufig atmen wir den Duft der Großtaten von Sister Sledge, Chic oder Cerrone ein. "Jealousy" dreht das Tempo dann noch einmal hoch und lässt das Album auf einem Peak enden. Ihre nach wie vor unverkennbare Stimme, im Alter leicht tiefer geworden, überstrahlt ein durchweg euphorisches Album, das man so sicher nicht mehr von ihr erwartet hätte. Roisin Murphy selbst sucht auch schon wieder nach neuen Zielen: "Der grobe Plan ist, in meinen 50ern mehr Richtung Film zu gehen. Und ich bin ja schon 47." © Laut
Ab
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House - Erschienen am 14. September 2018 | The Vinyl Factory

House - Erschienen am 29. November 2019 | Skint Records

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