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Jazz - Erschienen am 3. Februar 2014 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Indispensable JAZZ NEWS - Hi-Res Audio
Pat Metheny beugte sich nie gern dem Offensichtlichen. Er vernachlässigte in seinen Projekten bewusst das für Jazz-Ensembles so unentbehrliche Blasinstrument. Methenys Augenmerk galt selbst im Pakt mit den Besten seit jeher der Gitarre, die Luftklinger schienen nicht einmal im Schatten ihr Dasein fristen zu dürfen. Erst einmal, auf der LP "80/81", zogen mit Dewey Redman und Michael Brecker zwei Tenorsaxophonisten in Metheneys bald vierzigjähriges Tonträgervermächtnis ein. Er wuselte, daddelte und sträubte sich gegen die Vorstellung, wie doch eine Combo zu besetzen sei. Mit Steve Reich machte er einen Ausflug in die Kraftfelder des Minimalismus. "Electric Counterpoint" war der Umschlagplatz, an dem neben einer vervielfachten Gitarre kein weiterer instrumentaler Nenner stand. Der Jazz wurde in die Minimal Music umgeladen. Auf dem letzten Album verlor dann selbst das oberste musikalische Schiedsgericht den Überblick. Die Jury des Grammy-Awards erkannte Metheny seine immerhin schon neunzehnte Auszeichnung zu, jedoch wurde "What's It All About" als Weltmusik eingeordnet. Man nahm es nicht allzu genau. Methenys musikalischer Charakter gibt aber auch viel Auskunft. Seine "Unity Band", bestehend aus Chris Potter an Tenor-/Sopransaxophon und Bassklarinette, Ben Williams am Bass und Antonio Sanchez am Schlagzeug hangelt sich eben nicht durch einen dichten Skalendschungel. Bassist Williams, Gewinner der letztjährigen Thelonius Monk Competition, bringt sich in "New Year" mit einer gewieften Melodieführung ein, die er bei Jaco Pastorious abgeschaut haben könnte. Metheny greift in seine Nylon-Saiten, lässt den Romancier aber außen vor. Anfangs noch getragen von süßer Schwere, stellt er sein saumseliges Zupfen um, reißt später die Saiten an. Doch erst als sich Chris Potter mit einer kantablen Hookline auftürmt, beginnt diese Band zu irrlichtern. Das Tempo prescht vor, Snareschläge knattern, Becken bimmeln, das Saxophon knatscht. Die Dynamik des Eröffnungsstücks wird noch pulsierender und raumgreifender, auch die Melodie wird auf dem nachfolgenden "Roofdogs" noch eindringlicher. Potters Sopransax und Methenys Roland Guitar Synthesizer scheinen gleichzeitig Gegensätze zu bilden und sich komplementär zueinander zu verhalten, ehe sie sich unisono, in gleicher Stimmlage, wieder treffen. Metheny, bei dem eine äußerliche Verwandtschaft zum Simpsons-Charakter Tingeltangel-Bob nicht zu übersehen ist, entfacht auch deshalb einen so hohen Verzückungsgrad bei seinem Publikum, weil er jeder populären Sitcom mühelos eine Titelmelodie auf den Leib schreiben kann. "Leaving Town" erzeugt all das, was man von Doug Heffernan, dem King Of Queens, kennt und erwartet: Die große Wohlfühlstube und den Feierabend-Jazz. Wenn dann noch das Duff-Bier greifbereit wäre, die Künstlichkeit kennte keine Scham. Man darf nicht vergessen, dass das nur kleiner Kitsch ist, der diese Musik einen Schritt weit zugänglicher macht. Vorbei ist die Zeit des Saxophon-Adabei. Vielleicht gibt es den nächsten Grammy wieder für ein Jazz-Album. Das wäre dann offensichtlich, denn die Grenzen sind wieder enger gezogen. © Laut
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Jazz - Erschienen am 8. Juni 2012 | Nonesuch

Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Le top 6 JAZZ NEWS
Pat Metheny beugte sich nie gern dem Offensichtlichen. Er vernachlässigte in seinen Projekten bewusst das für Jazz-Ensembles so unentbehrliche Blasinstrument. Methenys Augenmerk galt selbst im Pakt mit den Besten seit jeher der Gitarre, die Luftklinger schienen nicht einmal im Schatten ihr Dasein fristen zu dürfen. Erst einmal, auf der LP "80/81", zogen mit Dewey Redman und Michael Brecker zwei Tenorsaxophonisten in Metheneys bald vierzigjähriges Tonträgervermächtnis ein. Er wuselte, daddelte und sträubte sich gegen die Vorstellung, wie doch eine Combo zu besetzen sei. Mit Steve Reich machte er einen Ausflug in die Kraftfelder des Minimalismus. "Electric Counterpoint" war der Umschlagplatz, an dem neben einer vervielfachten Gitarre kein weiterer instrumentaler Nenner stand. Der Jazz wurde in die Minimal Music umgeladen. Auf dem letzten Album verlor dann selbst das oberste musikalische Schiedsgericht den Überblick. Die Jury des Grammy-Awards erkannte Metheny seine immerhin schon neunzehnte Auszeichnung zu, jedoch wurde "What's It All About" als Weltmusik eingeordnet. Man nahm es nicht allzu genau. Methenys musikalischer Charakter gibt aber auch viel Auskunft. Seine "Unity Band", bestehend aus Chris Potter an Tenor-/Sopransaxophon und Bassklarinette, Ben Williams am Bass und Antonio Sanchez am Schlagzeug hangelt sich eben nicht durch einen dichten Skalendschungel. Bassist Williams, Gewinner der letztjährigen Thelonius Monk Competition, bringt sich in "New Year" mit einer gewieften Melodieführung ein, die er bei Jaco Pastorious abgeschaut haben könnte. Metheny greift in seine Nylon-Saiten, lässt den Romancier aber außen vor. Anfangs noch getragen von süßer Schwere, stellt er sein saumseliges Zupfen um, reißt später die Saiten an. Doch erst als sich Chris Potter mit einer kantablen Hookline auftürmt, beginnt diese Band zu irrlichtern. Das Tempo prescht vor, Snareschläge knattern, Becken bimmeln, das Saxophon knatscht. Die Dynamik des Eröffnungsstücks wird noch pulsierender und raumgreifender, auch die Melodie wird auf dem nachfolgenden "Roofdogs" noch eindringlicher. Potters Sopransax und Methenys Roland Guitar Synthesizer scheinen gleichzeitig Gegensätze zu bilden und sich komplementär zueinander zu verhalten, ehe sie sich unisono, in gleicher Stimmlage, wieder treffen. Metheny, bei dem eine äußerliche Verwandtschaft zum Simpsons-Charakter Tingeltangel-Bob nicht zu übersehen ist, entfacht auch deshalb einen so hohen Verzückungsgrad bei seinem Publikum, weil er jeder populären Sitcom mühelos eine Titelmelodie auf den Leib schreiben kann. "Leaving Town" erzeugt all das, was man von Doug Heffernan, dem King Of Queens, kennt und erwartet: Die große Wohlfühlstube und den Feierabend-Jazz. Wenn dann noch das Duff-Bier greifbereit wäre, die Künstlichkeit kennte keine Scham. Man darf nicht vergessen, dass das nur kleiner Kitsch ist, der diese Musik einen Schritt weit zugänglicher macht. Vorbei ist die Zeit des Saxophon-Adabei. Vielleicht gibt es den nächsten Grammy wieder für ein Jazz-Album. Das wäre dann offensichtlich, denn die Grenzen sind wieder enger gezogen. © Laut
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Jazz - Erschienen am 1. Dezember 1975 | ECM

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Für ein Erstlingswerk eine Meisterleitung! Bright Size Life, das 1976 erschien, war Pat Methenys erste Platte als Leader. Mit 21 Jahren bewies der amerikanische Gitarrist hinsichtlich Komposition, Interpretation und, wenn nötig, auch als Virtuose bereits echte Reife. Sein damaliger bester Freund Jaco Pastorius, sehr feinfühlig am Bass, und Bob Moses, geschmeidig und dynamisch am Schlagzeug, waren die idealen Komplizen mit denen er das entwickeln konnte, was zu seinem Markenzeichen werden sollte: ein sehr fließendes und oft lyrisches Spiel. Die weiten Ebenen des Mittleren Westen lebten in seiner Gitarre wie auch in den Titeln, die er seinen Kompositionen gab (Missouri Uncompromised, Midwestern Nights Dream und Omaha Celebration). Von dieser wunderschönen, kristallklaren Platte geht eine große Weisheit aus (der Einfluss von Jim Hall ist spürbar). Sie schließt mit Round Trip/Broadway Blues, einem unerwarteten Medley mit zwei Themen von Ornette Coleman, einem Idol Methenys, mit dem er zehn Jahre später Song X im Freestyle aufnehmen sollte. Aber unter der scheinbar ruhigen Oberfläche brodelte die Lust des jungen Virtuosen, eine Welt auf den Kopf stellen, die er zu hausbacken fand. 2001 beschreibt er in einem Interview mit Just Jazz Guitar dieses Gefühl: „Auch wenn man es Bright Size Life nicht unbedingt anhört, waren wir damals empört. Das Album ist unsere sehr starke politische Stellungnahme dazu, was wir unserer Meinung nach mit unseren Instrumente tun sollten, um beim Jazz zu bleiben. Wenn ich es heute, 25 Jahre später, anhöre, denke ich, dass unsere Botschaft angekommen ist, und dass wir etwas verändert haben. Es war ein Manifest für Dinge, die uns am Herzen lagen, wie Harmonie und Zusammenspiel in Bezug auf den Klang der Instrumente. Man muss dieses Album anhören, um zu wissen wo wir damals standen.“ © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 1. Dezember 1975 | ECM

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Für ein Erstlingswerk eine Meisterleitung! Bright Size Life, das 1976 erschien, war Pat Methenys erste Platte als Leader. Mit 21 Jahren bewies der amerikanische Gitarrist hinsichtlich Komposition, Interpretation und, wenn nötig, auch als Virtuose bereits echte Reife. Sein damaliger bester Freund Jaco Pastorius, sehr feinfühlig am Bass, und Bob Moses, geschmeidig und dynamisch am Schlagzeug, waren die idealen Komplizen mit denen er das entwickeln konnte, was zu seinem Markenzeichen werden sollte: ein sehr fließendes und oft lyrisches Spiel. Die weiten Ebenen des Mittleren Westen lebten in seiner Gitarre wie auch in den Titeln, die er seinen Kompositionen gab (Missouri Uncompromised, Midwestern Nights Dream und Omaha Celebration). Von dieser wunderschönen, kristallklaren Platte geht eine große Weisheit aus (der Einfluss von Jim Hall ist spürbar). Sie schließt mit Round Trip/Broadway Blues, einem unerwarteten Medley mit zwei Themen von Ornette Coleman, einem Idol Methenys, mit dem er zehn Jahre später Song X im Freestyle aufnehmen sollte. Aber unter der scheinbar ruhigen Oberfläche brodelte die Lust des jungen Virtuosen, eine Welt auf den Kopf stellen, die er zu hausbacken fand. 2001 beschreibt er in einem Interview mit Just Jazz Guitar dieses Gefühl: „Auch wenn man es Bright Size Life nicht unbedingt anhört, waren wir damals empört. Das Album ist unsere sehr starke politische Stellungnahme dazu, was wir unserer Meinung nach mit unseren Instrumente tun sollten, um beim Jazz zu bleiben. Wenn ich es heute, 25 Jahre später, anhöre, denke ich, dass unsere Botschaft angekommen ist, und dass wir etwas verändert haben. Es war ein Manifest für Dinge, die uns am Herzen lagen, wie Harmonie und Zusammenspiel in Bezug auf den Klang der Instrumente. Man muss dieses Album anhören, um zu wissen wo wir damals standen.“ © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 6. Mai 2016 | Nonesuch

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 5 Sterne Fono Forum Jazz
Im Jahr 2013 hatte Pat Metheny erstmals seit 1980 sein erstes Album mit der Unity Band veröffentlicht, auf der große Gitarrist gemeinsam mit Chris Potter an der Bassklarinette, Antonio Sanchez am Schlagzeug und Ben Williams am Bass zu hören ist. Mit ihrem zweiten Album Kin (←→), begab sich die Formation ein Jahr später auf Welttournee, bei der sie mehr als 150 Städte besuchten….am Ende der Tour fanden sich die Musiker in einem kleinen Theater in Manhattan zusammen, um hier live die Präsentation des Werkes Kin (←→) sowie einige weitere Stücke aus Methenys Repertoire zu filmen. Dieses Album dokumentiert dieses Livekonzert und gibt einen Eindruck, wir eng zusammengeschweißt diese Truppe von Musikern ist. Pat Metheny ist hierbei der intelligente Anführer, der nie versucht, sich in den Vordergrund zu drängen. Jeder ist an der Spitze seines eigenen Spiels und seiner Kunst. Sanchez und Williams bilden rhythmische Pyramiden, während Potter als großer Kolorist dem Ganzen den letzten Feinschliff gibt. © MD / Qobuz
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Jazz - Erschienen am 1. Januar 1983 | ECM

Auszeichnungen Außergewöhnliche Schallplattensammlung von Qobuz
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Jazz - Erschienen am 17. Mai 2013 | Nonesuch

Auszeichnungen Indispensable JAZZ NEWS
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Klassik - Erschienen am 5. März 2021 | Modern Recordings

Hi-Res
Pat Metheny ist immer bereit, sich in Frage zu stellen und deshalb vollbringt er hier erneut einen Doppelsalto rückwärts mit einem eindeutig hybriden Album, zu dem er fünf Kollegen eingeladen hat, die genauso virtuos sind wie er selbst. Für Road to the Sun bat der amerikanische Gitarrist den derzeitigen Meister der klassischen Gitarre Jason Vieaux, seine Gitarrensuite Four Paths of Light zu spielen. Road to the Sun ist das Kernstück der Platte, ein Opus in sechs Sätzen, das vom Los Angeles Guitar Quartet (John Dearman, William Kanengiser, Scott Tennant und Matthew Greif) gespielt wird. Metheny selbst, der das Ganze entworfen und arrangiert hat, interpretiert am Ende auf seiner 42-saitigen Gitarre ein Solo: Arvo Pärts Für Alina. Diese ursprünglich für Klavier geschriebene Komposition, mit der das Album ausklingt, ist für den Interpreten eine Gelegenheit, ein weiteres Mal in seiner schlichten Art mit unübertrefflicher Genauigkeit zu brillieren… Solche Abstecher zu „Hits“ wie diesen hier macht er nicht zum ersten Mal, denn er hatte nicht zuletzt auch Steve Reichs Electric Counterpoint eingespielt. Diesmal jedoch schlägt er einen komplizierteren Ton an und manchmal nimmt er Werke von Komponisten wie Francisco Tárrega als Ausgangspunkt. Metheny ist jedoch nach wie vor unverkennbar. Und seine farbklangliche Palette ist jeden Augenblick aus dieser Platte herauszuhören, die alle Liebhaber von klassischen und anderen Gitarren entzücken wird. © Max Dembo/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 10. September 2021 | Modern Recordings

Hi-Res
Pat Metheny trat zuletzt auf "Road To The Sun" als Komponist klassisch geprägter Musik in Erscheinung. Nun kehrt er mit "Side-Eye NYC (V1.IV)" zu seinen Trio-Ursprüngen zurück. Die Side-Eye-Band dient dem 67-Jährigen dabei als Plattform für wechselnde Besetzungen von aufstrebenden Musikern aus der New Yorker Jazz-Szene. Der Side-Eye-Zusatz V1.IV gibt zu verstehen, dass es sich um die vierte Formation dieses Namens handelt. Für die ersten Ausgaben holte sich der US-Amerikaner neben dem Organisten, Pianisten und Keyboarder James Francies, der auch auf dieser Platte mit von der Partie ist, die Schlagzeuger Eric Harland (V1.I), Anwar Marshall (V1.II) und Nate Smith (V1.III) ins Boot. Auf "Side-Eye NYC (V1.IV)", das 2019 in der Sony Hall in New York unter Live-Bedingungen entstand, hört man nun Marcus Gilmore an den Drums. In der Side-Eye-Formation V1.V, mit der Metheny nächstes Jahr auf Deutschland-Tournee geht, übernimmt Joe Dyson Gilmores Posten. Somit gibt der US-Amerikaner seinen jungen Mitstreitern die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, aber auch Einfluss auf seine Musik auszuüben - genauso, wie er es am Anfang seiner Karriere selbst erfahren durfte. Davon profitiert auch diese Liveaufnahme. Mit "It Starts When We Disappear" beginnt das Album mit einem neuen Song des Saitenvirtuosen. Das Stück baut sich mit polyrhythmischen Schlagzeugsounds und zurückgenommenen Gitarren- und Tastentönen geduldig auf, beinhaltet in der Mitte ein langes Klavier-Solo und mündet schließlich in einer Improvisation Methenys, die gefühlvoller kaum sein könnte: Jazzrock as its best. Ein paar Neueinspielungen von Metheny-Klassikern findet man auf der Scheibe auch. Vor allem "Bright Size Life" überzeugt mit zugleich kraftvollen wie komplexen Schlagzeugsounds, einfallsreichen Tasten-Tönen und gefühlvollen Improvisationen Methenys auf ganzer Linie und wirkt gegenüber dem Original aus dem gleichnamigen 1976er-Debüt des US-Amerikaners um Einiges lebendiger und frischer. Eine Neueinspielung von Ornette Colemans "Turnaround" hat es ebenfalls auf die Platte geschafft. Die bietet mit einem herrlich swingenden Drum-Fundament sowie coolen Klavier- und Saiten-Klängen klassische Jazz-Kost vom Feinsten. Dazwischen befindet sich neben einer atmosphärischen Neuinterpretation von "Sirabhorn", das es in der ursprünglichen Version ebenso auf "Bright Size Life" zu hören gab, mit "Lodger" ein weiteres neues Stück. Das versprüht mit kraftvollen Schlagzeug- und weitläufigen Orgel-Tönen sowie rockiger Saiten-Arbeit eine Menge Pink Floyd-Flair. Mit "Zenith Blue" bekommt man zum Schluss ebenfalls eine taufrische Nummer geboten. Die besitzt etwas äußerst Wildes und Spielfreudiges, wenn die Drums kraftvoll wirbeln und sich Metheny und Francies immer wieder mit ihren ausgelassenen Improvisationen im 70er-Jahre-Stil gegenseitig umgarnen. Jedenfalls hört man dem US-Amerikaner trotz aller Rückbesinnung auf seine musikalischen Wurzeln den kreativen Hunger nach frischen Impulsen deutlich an. Im Grunde genommen klang sein Spiel lange nicht mehr so präsent wie auf dieser Platte. Auf die bevorstehende Deutschland-Tournee kann man mehr als gespannt sein. © Laut
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Jazz - Erschienen am 21. Februar 2020 | Nonesuch

Hi-Res Booklet
Diese Platte kann einen erschlagen! So saftig, so perfekt, so musikantisch tönt sie aus den Speakern: Pat Methenys neues Quartett vor großem Orchesterhintergrund! Mehr als jemals zuvor offenbart die neue Scheibe die Streichervorliebe des Supergitarristen. Tatsächlich klingt „From This Place“ wie ein musikalisches Resümee; es gibt kaum eine Stelle, die einen nicht an den ureigenen, von Metheny eigens geschaffenen Klangkosmos erinnert. Kein einziger der immer exquisiten Einfälle klingt hier neu: kein Handclapping, kein Harmonikaeinsatz. Keine davonfliegende Gitarrenkantilene. Für das Ohr ist es stets ein Nachhausekommen. Eine Wohlfühlplatte also? Nicht ganz, denn diese Musik fordert den Hörer emotional mit jedem Ton. Natürlich sind alle Musiker von Gwilym Simcock am Klavier über Linda May Han Oh am Bass bis zu Antonio Sanchez am Schlagzeug tolle Musiker. Und war die Streicherkulisse nicht immer schon eine heimliche Sehnsucht aller Jazzer? Zeigte der orchestrale Hintergrund doch, dass man es letztlich in die großen Konzertsäle und Studios geschafft hatte, die sonst nur der sogenannten Kunstmusik vorbehalten waren. Das war bei Louis Armstrong über Ella Fitzgerald bis zu Chet Baker nicht anders. Und doch liegt bei Pat Metheny die Sachlage etwas anders. Schon immer bediente sich der Gitarrist einer harmonischen Background-Kulisse, die meist der jüngst verstorbene Lyle Mays mittels seines Keyboard-Maschinenparks erzeugte. Ist das zu fassen? Schon wieder eine Metheny-Scheibe, bei der man am besten den Kritikergriffel stecken lässt. Weil einem diese Musik außerhalb dessen begegnet, was man geschmacklich beurteilen oder gar tolerieren würde. Vorbei an allem Kitschverdacht. Es ist Seelenmusik – immer wieder, immer noch! © Urbach, Tilman / www.fonoforum.de
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Bebop - Erschienen am 14. Juni 2011 | Nonesuch

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Bebop - Erschienen am 24. April 2009 | Nonesuch

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Jazz - Erschienen am 23. September 2007 | Nonesuch

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Jazz - Erschienen am 1. Januar 1981 | ECM

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Jazz - Erschienen am 1. Januar 1977 | ECM

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Jazz - Erschienen am 6. Februar 2006 | Nonesuch

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Bebop - Erschienen am 3. Oktober 2008 | Nonesuch

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Jazz - Erschienen am 1. Januar 1980 | ECM

Hi-Res Booklet
1980 war Pat Metheny bereits sehr populär. Ausverkaufte Tourneen und viele verkaufte Alben machten Sound und Stil des amerikanischen Gitarristen bekannt, die damals schon Nachahmer fanden. Mit der Pat Metheny Group, zu der Lyle Mays, Mark Egan und Danny Gottlieb gehörten, wurde der Erfolg noch größer. Manche Jazz-Apostel waren jedoch angesichts des Erfolges bei einem vorwiegend jungen Publikum (Metheny selbst war damals erst 25 Jahre alt) zunächst etwas skeptisch... Mit 80/81, das im Mai 1980 für das Label ECM aufgenommen wurde, sollte sich das ändern. Der Münchner Produzent Manfred Eicher, der den langhaarigen Gitarristen begleitete, hatte den klugen Einfall, eine Gruppe von vier anerkannten Größen ohne Pianist in die Talent Studios im norwegischen Oslo einzuladen: den Kontrabassisten Charlie Haden, den Schlagzeuger Jack DeJohnette sowie die Tenorsaxophonisten Dewey Redman und Michael Brecker. Diese noble Besetzung hätte auch sehr selbstgefällig sein können, doch das Gegenteil war der Fall! Die meisten Kompositionen auf diesem eineinhalbstündigen Doppelalbum sind von Pat Metheny, der sich aus allen Blickwinkeln, sowohl elektrisch (erster und letzter Teil des Albums) als auch akustisch, präsentiert. Vor allem ist der Stil der Projekt-Sidemen völlig anders als der seiner gewohnten Bandpartner. Die fünf Musiker bilden eine geschlossene Einheit und kommunizieren auf höchst inspirierte Weise. Charlie Haden, zwischen 1971 und 1976 Mitglied von Keith Jarretts amerikanischem Quartett, und Dewey Redman kannten sich gut und hießen den jungen Zeremonienmeister und seine Gitarre willkommen. Das ist nicht weiter erstaunlich, wenn man weiß, welches Verhältnis die beiden aus Missouri stammenden Musiker Metheny und Haden (Jahre später haben sie gemeinsame Aufnahmen gemacht) zur nordamerikanischen Folkmusik haben, die in ihre Musik Eingang findet. DeJohnette fügt sich auf geniale Weise in das Ensemble ein. Dem Schlagzeuger, der auf 80/81 einen zentralen Platz einnimmt, gelingt es hier gleichermaßen, sich von den anderen abzusetzen wie auch mit ihnen zu harmonieren. Im Titel Open zieht er den Zuhörer mit seinen magischen Drumsticks komplett in seinen Bann. Die Saxophonisten schließlich sind zwei entgegengesetzte Charaktere, die aber beide ihren Platz finden (Brecker leidenschaftlich im eröffnenden Two Folk Songs und Redman verspielt im Solo von Pretty Scattered). Dieses Doppelalbum behauptet im Laufe der Jahre seinen Ehrenplatz in der umfassenden Diskografie seines Erschaffers. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 1. Januar 1980 | ECM

1980 war Pat Metheny bereits sehr populär. Ausverkaufte Tourneen und viele verkaufte Alben machten Sound und Stil des amerikanischen Gitarristen bekannt, die damals schon Nachahmer fanden. Mit der Pat Metheny Group, zu der Lyle Mays, Mark Egan und Danny Gottlieb gehörten, wurde der Erfolg noch größer. Manche Jazz-Apostel waren jedoch angesichts des Erfolges bei einem vorwiegend jungen Publikum (Metheny selbst war damals erst 25 Jahre alt) zunächst etwas skeptisch... Mit 80/81, das im Mai 1980 für das Label ECM aufgenommen wurde, sollte sich das ändern. Der Münchner Produzent Manfred Eicher, der den langhaarigen Gitarristen begleitete, hatte den klugen Einfall, eine Gruppe von vier anerkannten Größen ohne Pianist in die Talent Studios im norwegischen Oslo einzuladen: den Kontrabassisten Charlie Haden, den Schlagzeuger Jack DeJohnette sowie die Tenorsaxophonisten Dewey Redman und Michael Brecker. Diese noble Besetzung hätte auch sehr selbstgefällig sein können, doch das Gegenteil war der Fall! Die meisten Kompositionen auf diesem eineinhalbstündigen Doppelalbum sind von Pat Metheny, der sich aus allen Blickwinkeln, sowohl elektrisch (erster und letzter Teil des Albums) als auch akustisch, präsentiert. Vor allem ist der Stil der Projekt-Sidemen völlig anders als der seiner gewohnten Bandpartner. Die fünf Musiker bilden eine geschlossene Einheit und kommunizieren auf höchst inspirierte Weise.Charlie Haden, zwischen 1971 und 1976 Mitglied von Keith Jarretts amerikanischem Quartett, und Dewey Redman kannten sich gut und hießen den jungen Zeremonienmeister und seine Gitarre willkommen. Das ist nicht weiter erstaunlich, wenn man weiß, welches Verhältnis die beiden aus Missouri stammenden Musiker Metheny und Haden (Jahre später haben sie gemeinsame Aufnahmen gemacht) zur nordamerikanischen Folkmusik haben, die in ihre Musik Eingang findet. DeJohnette fügt sich auf geniale Weise in das Ensemble ein. Dem Schlagzeuger, der auf 80/81 einen zentralen Platz einnimmt, gelingt es hier gleichermaßen, sich von den anderen abzusetzen wie auch mit ihnen zu harmonieren. Im Titel Open zieht er den Zuhörer mit seinen magischen Drumsticks komplett in seinen Bann. Die Saxophonisten schließlich sind zwei entgegengesetzte Charaktere, die aber beide ihren Platz finden (Brecker leidenschaftlich im eröffnenden Two Folk Songs und Redman verspielt im Solo von Pretty Scattered). Dieses Doppelalbum behauptet im Laufe der Jahre seinen Ehrenplatz in der umfassenden Diskografie seines Erschaffers. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 12. September 2006 | Nonesuch

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