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Musas 2, die logische Folge des Albums Musas, das 2017 den Latin Grammy Award des besten Folkalbums gewann, hat alles, um den Erfolg zu erneuern. Natalia Lafourcade, die junge Ikone der mexikanischen Musik bringt auch hier erfrischende Coverversionen des panamerikanischen Kulturerbes. Der erste Titel gibt den Ton an. Danza de Gardenias, eine überzeugend wirkende Mischung aus mexikanischer Ranchera und Salsa, entstand in Zusammenarbeit mit David Aguilar Dorantes, und ist eines der drei bisher unveröffentlichten Stücke, die Natalia Lafourcade aus diesem Anlass geschrieben hat. Die anderen versetzen uns in eine Art goldenes Zeitalter der lateinamerikanischen Liederwelt. Dem mexikanischen Gesang kommt ein schöner und legitimer Anteil zugute, denn Natalia Lafourcade bringt auf taktvolle Weise Neufassungen der jeweiligen Autoren (Álvaro Carrillo, María Grever oder Alberto Domínguez) und macht sich traditionelle Lieder wie das unsterbliche La Llorona zu eigen. Um sich ihrer Musen (musas) sicher zu sein, bat Natalia Lafourcade Los Macorinos und die wunderbaren Gitarristen Miguel Peña und Juan Carlos Allende an ihre Seite, welche schon die grandiose Chavela Vargas in den letzten Jahren ihrer Karriere begleitet haben. Natalia Lafourcade begibt sich aber auch außer Landes und interpretiert auf unvergessliche Weise Duerme Negrito, diesen Klassiker aus dem Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien, den schon die Argentinier Atahualpa Yupanqui und Mercedes Sosa verewigt haben. Sie reist auch nach Peru, wo Óscar Avilés wirkte und bis nach Kuba, um Margarita Lecuonas Eclipse zu singen, wobei sie auch an die legendäre Omara Portuondo (Buena Vista Social Club) denkt, um dann mit ihr und mit ihrer Landesgenossin Eugenia León ein Trio zu bilden, in dem sie das emblematische, aus Vargas‘ Repertoire stammende, Desdeñosa singen. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen, die Nostalgie steht nicht im Mittelpunkt dieses Albums. Obwohl diese Lieder sehr traditionsverbunden sind und zum Großteil in den Jahren zwischen 1930 und 1940 recht beliebt waren, erleben sie mit der strahlend und gefühlvoll interpretierenden Natalia Lafourcade und den von zarten Pastelltönen gekennzeichneten Arrangements einen zweiten Frühling, oder sogar mehr. © Benjamin Minimum/Qobuz
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