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Die Alben

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Pop/Rock - Erschienen am 14. Dezember 2007 | Red Ink - Columbia

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Das muss man sich mal vorstellen: Da basteln zwei Jungs aus Jux und Dollerei an Songskizzen verschiedenster Couleur, nur um zu lernen, wie man besonders schlecht in einem bestimmten Genre sein kann und haben mit dieser amüsanten Grundidee auch noch richtig Erfolg. Diese Erklärung ist vielleicht etwas unzureichend, will man den mit SonyBMG abgeschlossenen Vier-Alben-Deal des amerikanischen Duos MGMT erklären. Die gefeierte Debütsingle "Time To Pretend" könnte aber durchaus als schmieriges Synthie Pop-Stück begonnen haben, von dem zumindest noch der Erasure-Keyboardsound übrig geblieben ist. Ganz so schwul wie bei Mika flimmert der MGMT-Regenbogen übrigens nicht, wie uns das Supercover Marke Malibu Beach, die offizielle Homepage (meine Herren!) oder das 3D-Video von "Time To Pretend" noch weis machen wollten. Einzig die 80er Oktavbass-Tupperparty "Kids" kommt dem Ideal einer bunten Welt befremdlich nahe. Ben Goldwasser und Andrew Van Wyngarden heißen die in Amerika seit letztem Jahr als "next big thing" gehandelten Protagonisten, die es innerhalb von drei Jahren von Techno-Performance-Künstlern zu Electro Glam Stylo-Popstars gebracht haben. Dass US-Talentscouts im musikalischen Treiben der beiden Jungs von der Ostküste schnell zu erkennen glaubten, für das schnell zu erkennen sie ihre Berufsbezeichnung tragen, belegt "Oracular Spectacular" in weiten Teilen. Etwa wenn "The Youth" mit den Akkorden von Bowies "Starman" spielt und in einen der schönsten Refrains der Platte mündet, der am Schluss Gott sei's gedankt zwei gefühlte Minuten wiederholt wird. Nachdem die Hitpalette mit den ersten fünf (!) Songs ausreichend beackert wurde (bemerkenswert: "Electric Feel"), startet mit "4th Dimensional Transition" die psychedelische, dunklere Seite von MGMT. Krautrock, Glam und 70er Radio Pop in teilweise überraschend experimenteller Ausprägung landen nun so selbstverständlich im Warensortiment wie Lippenstift und Lidschatten in Goldwassers Schminktäschchen. Tätowiertaugliche Statements gibts ebenfalls zu Hauf, etwa im als künstlerischen Befreiungsschlag hinsichtlich des Majorlabeldeals zu deutenden "The Handshake", in dem es heißt: "People always told me, don't forget your roots / I know I can feel them underneath my leather boots." Nicht zu vergessen der zu Recht oft lobend zitierte Text von "Time To Pretend" als Persiflage des gemeinen Rock'n'Roll-Lifestyles: "This is our decision / to live fast and die young / We've got the vision / now let's have some fun." Dass mit Dave Fridmann der fünfte Flaming Lip und Stilsprenger vor dem Herrn am MGMT-Debütalbum beteiligt war, setzt dem unerhörten Spaß nur die Krone auf. Eins ist klar: Auch wenn die Amis auf ihrer LSD-beeinflussten Homepage unter der Rubrik "Biography" fett belegte Burger türmen; so schnell wie Fast Food ist ihre Musik nicht verdaut. Stattdessen könnten uns die Freaks noch eine Weile begleiten, mindestens für drei weitere Alben. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 9. Februar 2018 | Columbia

Hi-Res
Fünf Jahre lang Brache. Man musste bis Anfang des Jahres 2016 warten, dass MGMT sich in ein Studio an der sonnigen, westamerikanischen Küste einsperrten. Little Dark Age hört sich an wie ein großes Comeback von Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser, die in den 2000er Jahren für den Soundtrack des Jahres am Pult saßen. Nach dem gleichnamigen, wenn auch weniger als Oracular Spectacular (2007) und Congratulations (2010) beeindruckenden Album, macht sich dieses vierte in Richtung Synthiepop davon. Denn die Wandlung war fällig. Abgekapselt wie es war, musste sich das Duo aus Brooklyn zwangsläufig irgendwann wie abgestandene Luft anfühlen. An der Produktion beteiligt waren auch wieder Dave Fridmann, ex-Mercury Rev, und der Gitarrist von Chairlift, Patrick Wimberly, der damit einen Doppelerfolg feiert. Ihr Genie in die richtigen Bahnen lenken und für Kooperationen bereithalten: Connan Mockasin im Clip des Titelalbums und Ariel Pink, Meister-Freak des Synthesizers. Wenn MGMT auf noch düstereren Wegen wandeln und die Leinwand im Hintergrund mit Formen auf der Bühne kombinieren, betonen sie die Nuancen, um Currie, Gothic-Szene und sogar dem Pop die Ehre zu erweisen. Auch wenn ein schöner Rockjüngling im Drogenrausch aufgrund einer Bad-Trip-Reality seinen Glanz verliert (You die, And words won’t do anything, It’s permanently night) und sich die seelische Aufruhr zugunsten eines barocken Pop legt, dann beweisen die samtweichen Klangteppiche des Hand It Over, dass Leichtfüßigkeit nach wie vor zu den Prioritäten zählt. Robert Smiths Erbe ersetzt somit die Bandanas der Hippies, ohne dass fatalistischer Post-Punk in Andrews Kopf gedrungen wäre. Ganz im Gegenteil. Obwohl die Inspirationen MGMT manchmal zu schaffen machen (TSLAMP, She Works Out Too Much), surfen sie in den guten alten Zeiten der achtziger Jahre, als die New Wave über Europa schwappte (siehe das zweideutige Me & Michael). Aus diesem neu durchgekauten Teig lösen sich die wirkungsvollen Titel Little Dark Age und When You Die heraus, die sich durch Dark Wave Synthesizer und funkelnde Melodien auszeichnen, die wie auch die Texte Ariel zuzuschreiben sind. Das Album ist so schön wie ein zur Hälfte geschliffener Edelstein. Es ist frustrierend, köstlich und trägt etwas Unvollendetes zur Schau. © CS/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 16. September 2013 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
2010 war das Jahr, in dem MGMT mit allen Erwartungshaltungen brachen: Nach ihrem hochgejubelten Debüt wandten sie sich hippie-esker 60s-Psychedelica zu, mit der offenbar niemand gerechnet hatte. Einige KritikerInnen wollten sich nicht damit abfinden, dass die Zeiten von Instant-Hits wie "Kids" oder "Time To Pretend" anscheinend vorbei waren. Andere feierten das zweite Werk als eines der besten Alben des Jahres, manche gar als eine der besten Psychedelica-Platten überhaupt. Nun folgt der dritte Streich, und der erweist sich als Geistesbruder von "Congratulations", mit deutlichem Hang zur Übersteigerung des bereits eingeschlagenen Weges: "MGMT" entpuppt sich als verworrener, oft konfuser, alles andere als leicht konsumierbarer Mindfuck, der für den Freund der gepflegten musikalischen Absurdität einiges an Zuckerstücken bereit hält. Kein einziger Smasher, kein Gassenhauer weit und breit: Jeden Song von Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser, den beiden Köpfen hinter MGMT, zieren andere Extravaganzen. Entsprechend taugen die ersten Vorabsingles, die von April bis September veröffentlicht wurden, kaum zu Ohrwürmern im klassischen Sinne. "Your Life Is A Lie" entstand VanWyngarden zufolge "while tripping hard on acid by a fire". Genauso klingt er auch: wie ein einziger, heftiger Ausbruch klappernden Gitarren-, Schlagzeug- und Cowbellspiels im einfachsten Repetitiv-Rhythmus zu tief deprimierenden, ehrlichen und zugleich erleichternden Lyrics. Was hat man schon zu verlieren, wenn man im Acid-Kater feststellt, dass nichts echt ist, weder die 500 Social-Network-Freunde noch die angepasste Hetero-Zweierbeziehung? "Try not to cry, you'll survive on your own … One more time: Your life is a lie!" Ähnlich wahnsinnig geht es weiter im Psychedelica-Chaos, das VanWyngarden und Goldwasser entfachen: geigenartige Hochfrequenztöne, lieblicher Kindergesang und digitale Entstellungen wie auf "Alien Days", das noch am ehesten dem Popsong-Schema folgt, bis hin zu vollends verspulten, aus der Form geratenen Eskapaden wie "Astro-Mancy", in dem Drums, Bass und Keys scheinbar gänzlich wirr durcheinander schwurbeln. Formate sprengen, Schrägen ausloten: So sieht das Lieblingsspiel der beiden Künstler aus. Von ähnlicher Surrealität wie ihre Musik präsentiert sich auch das Albumcover: Es hat schon etwas Unwirkliches, wie VanWyngarden und Goldwasser dort in der prallen Sonne sitzen und stehen, der eine am Rasenmäher, der andere vor einem riesigen Wasserkanister, im Hintergrund ein abgewrackter Hair Salon. Eine typisch amerikanisch wirkende Szene, irritiert von der verstörenden Präsenz der beiden Vögel, ihrer Haltung, ihren Accessoires. "Es würde mir wirklich Spaß machen, etliche Songs auf dem Album zu haben, die man leicht ausdehnen kann oder die Passagen besitzen, die sich live in eine tranceartige, repetitive Angelegenheit verwandeln lassen", meint Goldwasser über das Album. Das gelingt definitiv: Die Songs lassen sich problemlos in endlose Längen und Wiederholungen ziehen, abwandeln und ausweiten. Vor allem beeindruckt das vielgestaltige Klangspektrum, auf dem die beiden Musiker hin und her tändeln. Nicht selten bewegen sie sich in ähnlichen Gefilden wie Tame Impala, wirken dabei allerdings wesentlich abgedrehter und unberechenbarer als ihre australischen Kollegen. Nur konsequent also, dass MGMT mit "Introspection" ein Cover eines Psychedelica-Klassikers von Faine Jade vorlegen. Dabei bleiben sie dem Original zwar treu, überhöhen dessen Schrulligkeit jedoch, indem sie ausführlich an der Effektbox spielen. Unter Verzerrung, Feedback, Wabern, Brodeln und neben der Spur laufenden Flötentönen wächst sich das Stück fast zu einer Lehrstunde der Neo-Psychedelica aus. Einzig "Mystery Disease" erscheint fast wie eine Mischung aus altem und neuem Ansatz: Das Drumset stark in den Vordergrund gemischt, folgen Gitarre, Bass und Synths verschlungenen Melodiepfaden. Die Stimme klingt wie aus der Blechdose: der typische Vokaleffekt, den die beiden Amerikaner seit eh und je gern über ihre Gesangsspuren legen. "Plenty Of Girls In The Sea" heißt die ironisch schräge Hymne an die Beatles zu "Sergeant Pepper"-Zeiten. Wunderbar heruntergeschraubt bildet "An Orphan Of Fortune" den ruhenden, gluckernden Endpunkt der extrovertierten, bewusstseinsverändernden Entladung auf "MGMT". Das Album liefert zu keiner Zeit handliche Nebenbei-Musik. Es erfordert Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich auf den abwegig experimentellen Wahnwitz der beiden Künstler einzulassen. Einen guten Ersatz bzw. eine noch bessere Begleitung für irrwitzige Geisterfahrten auf der drogeninduzierten Achterbahn liefern MGMT mit ihrem Drittling allemal. "I Love You Too, Death" lautet der Titel eines schön skurrilen Glockenspiels. Darin steckt nicht nur nettes Wortspiel, sondern es beschreibt vielleicht ganz gut die Haltung, in deren Geiste "MGMT" entstanden sein mag: Größenwahn, möglicherweise sogar eine gewisse Todessehnsucht darf man schon vermuten. Mit dieser Platte killen MGMT, höchstwahrscheinlich gut kalkuliert, nicht nur jede letzte Chance auf Mainstream-Erfolg und Radio-Airplay. Die psychotrop wirkenden Stücke scheinen auch Perspektiven zu eröffnen, die über das Diesseits und das, was wir für wahr und echt halten, hinaus verweisen. © Laut
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Pop/Rock - Erschienen am 12. April 2010 | Columbia

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Electronic - Erschienen am 3. Oktober 2011 | Late Night Tales

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Pop - Erschienen am 17. Juli 2012 | KARAOKE KARAOKE KARAOKE

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Pop/Rock - Erschienen am 12. April 2010 | Columbia

Auszeichnungen 3F de Télérama - 5/6 de Magic - Sélection Les Inrocks
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Pop/Rock - Erschienen am 10. Oktober 2008 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 11. März 2011 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 25. Februar 2008 | Columbia

In July of 2009, a year after MGMT broke out with Oracular Spectacular and became a household name for hipsters, Cantora Records re-released the duo's 2005 EP, Time to Pretend. Remastered by Greg Calibi, the disc includes the original versions of the singles "Kids" and "Time to Pretend," along with four tracks that didn't make the full-length. It's interesting to hear the hits before Dave Fridmann got his mitts on them and turned them from homemade laptop electro jams into explosive pop, and the other songs, "Boogie Down," "Destrokk," "Love Always Remains," and "Indie Rokkers" are pretty good, even if they aren't as huge as the cuts on Oracular Spectacular. © Jason Lymangrover /TiVo
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Pop/Rock - Erschienen am 20. Juni 2008 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 20. Februar 2009 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 3. März 2008 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 8. September 2008 | Columbia

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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Mai 2018 | Columbia

Eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass MGMT immer noch bei Columbia Records unter Vertrag stehen. Entweder haben die Label-Menschen das Duo aus Brooklyn einfach irgendwie gern, oder Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser haben ihre Seelen schon lange an die oberste Instanz der Illuminaten-Echsenmenschen aus Hohlerde verkauft. Anders lässt sich kaum erklären, dass sie auch nach zwei experimentellen, formlosen Hipster's-Wet-Dream-Platten ohne jegliche kommerzielle Ambition auf den Mainstream-Durchbruch immer noch nicht vom Major-Hof gejagt worden sind. Ausgerechnet Donald Trump soll MGMT jetzt zurück zur Popmusik bringen. "Little Dark Age" heißt das neue, zynische und tatsächlich deutlich griffigere Album der Band, die drei Jahre nach der eher durchwachsenen Self-Titled LP eine beeindruckende Rückkehr zu alter Form hinlegt. Popmusik, das ist hier allerdings auch eher relativ zu verstehen. Dass MGMT 2018 neben Acts wie Ed Sheeran oder Halsey spielen werden, das erwartet ja auch keiner. Trotzdem fühlt sich "Little Dark Age" so rhythmisch und strukturiert an, wie die Band zuletzt auf "Oracular Spectacular" geklungen hat. Das typische Neopsychedelia-Reportoire mit Anleihen aus den späten Sechzigern reichern MGMT mit Synth Pop-Bombast an, der seltsam deutlich auf so manchen New Wave-Act der Achtziger zu verweisen scheint. Der Titeltrack nimmt eine fantastische analoge Bassline und schustert einen Refrain darauf, der dem Pop-Appel der "Electric Feel"-Tage nur in der gewissen Sturköpfigkeit nachsteht, einen zertifizierten Hit nicht ohne subversiven Rückverweis an Kraftwerk und The Cure veröffentlichen zu können. Es gibt eine ganze Reihe bemerkenswerter Momente über die knapp vierzigminütige Laufzeit des Projekts. "Days That Got Away" fährt eine ganze Parade an Geräuschen auf, wie sie müde und melancholische Roboter in einem von Aphex Twin gedrehten Steampunk-Film aus dem Jahre 2048 machen würden, um sie gegen eine schlichte, organische Bassgitarre auszuspielen. Opener "She Works Out Too Much" klingt dagegen quirlig und klamaukig, hat fast etwas von dem guten Vaporwave-Material unserer Zeit. Musik, um sich ironisch die Haare zu shampoonieren. Man kann an dieser Stelle die Vergleichspunkte und möglichen Referenzen nach Belieben in den Raum werfen. Alles hat etwas von allem, so ganz falsch wird auch nichts sein. "Me And Michael" klingt wie Wham! auf MDMA, "TSLAMP" samplet Michael Jacksons "Stranger in Moscow" zu einer synthetischen Ballade über die Schattenseiten moderner Zeiten. Gerade letzteres Motiv taucht immer wieder auf: Übersättigung von Swipes und Likes, Beklommenheit über all die am Handy verlorene Zeit. Was anno 2018 wie abgedroschenes Technologie-Bashing klingen könnte, nimmt im Kontext von "Little Dark Age" eine ganz andere Rolle ein. MGMT beantworten den politischen Status Quo der Vereinigten Staaten mit ihrem bis dato zynischsten Album. Kein sperriger Anti-Trump-Protestsong, viel mehr tausend kleine Sticheleien gegen den Zeitgeist. Absurdistische Gedanken über das Sterben und die Liebe wechseln sich mit polternden Binsenweisheiten über Smartphones und Workouts ab, großer Weltschmerz suhlt sich im kleinen Drama. Als wolle man Aktivismus und Passivität von Popmusik gleichzeitig vor den Zug werfen, während sich der Sound selbst in einer nostalgischen Spirale der Referenz an vergangene Zeiten im Kreis dreht. Tracks wie "When You Die" oder "When You're Small" - letzteres fühlt sich ein wenig wie ein komprimierter Throwback auf das "Congratulations"-Herzstück "Sibirian Breaks" an – finden in einem Beach Boy-esken Stadium der psychedelischen Popmusik statt, aber selbst die Ästhetik des Acidtrips durchdringt auf "Little Dark Age" eine gewisse postmoderne Ironie. Man kann ja auch gar nichts einfach mal in Ruhe lassen: "I'm not that nice, I'm mean and I'm evil / Don't call me nice, I'm gonna eat your heart out / I got some work to do", heißt es zum Beispiel auf "When You Die". Muss man alles nicht so ganz verstehen, kann man vermutlich auch gar nicht. Die zehn Anspielstationen fangen dahingehend ziemlich genau ein, wie sich Leben in 2018 ohnehin anfühlt: laut, chaotisch, alle brüllen durcheinander und niemand weiß so genau, was eigentlich passiert. MGMT wirken im Tohuwabohu ihres eigenen Schaffens mehr im Einklang mit sich selbst als je zuvor. Absolut nicht Pop, aber trotzdem Pop, haareraufend Hipster und damit okay, musikalisch anspruchsvoll und voller kleiner Referenzen, aber doch intuitiv und eingängig. Verkopfte Nerd-Musik und sofortiger Spaßfaktor passieren dieses Mal endlich gleichzeitig. "Little Dark Age" nimmt den Groove von "Oracular Spectacular" und den Anspruch von "Congratulations" und liefert endlich genau das MGMT-Album, auf das Fans die ganze Zeit gewartet haben. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 14. Juni 2018 | Columbia

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Alternativ und Indie - Erschienen am 13. Juli 2018 | Columbia

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Pop/Rock - Erschienen am 10. Februar 2007 | Columbia