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Die Alben

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Metal - Erschienen am 1. August 1991 | Blackened Recordings - Universal Music

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Nach ...And Justice for All beschloss Metallica, dass eine Vereinfachung und Straffung ihres Sounds angebracht wäre. Während dieses Urteil aus musikalischer Sicht sinnvoll war, bot sich gleichzeitig auch die Gelegenheit, ihre Musik zu kommerzialisieren, und Metallica hat beide Ziele erreicht. Die besten Songs sind melodischer und direkter. Die pochenden, reduzierten Grooves von „Enter Sandman“, „Sad But True“ und „Wherever I May Roam“ halten sich an die herkömmlichen Strukturen, während die klare, professionelle Produktion von Bob Rock den Stücken mehr Eingängigkeit verleiht. „The Unforgiven“ und „Nothing Else Matters“ vermeiden die brandheißen Gitarrenriffs, von denen die Balladen der Band immer schon unterbrochen wurden. Metallica ist ein gutes, aber nicht wirklich großes Album, dessen besten Momenten verdientermaßen die Heavy-Metal-Krone gebührt. Der Ansatz des Albums lässt aber schon einen kreativen Niedergang erahnen. © Steve Huey /TiVo
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Metal - Erschienen am 3. März 1986 | Blackened Recordings - Universal Music

Auszeichnungen Best New Reissue
Metallica besser als die Beatles? In Sachen Lautstärke war das kaum zu bezweifeln, wenn wir einzig und allein die neu gemasterten Ausgaben mit „ein paar“ Bonuszusätzen in Betracht ziehen, dann gehören die Four Horsemen auch zu den Siegern; allein schon der Vergleich dieser „Deluxe“ Edition des dritten Albums mit dem Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary (Edition Super Deluxe) der Fab Four macht das deutlich. Hier finden wir nicht weniger als zehn CDs, die für diesen Master Of Puppets bis über den Rand vollgefüllt wurden, und die eben viele zu Recht oder zu Unrecht für den Sgt. Pepper's von Metallica halten. Es fällt tatsächlich schwer, in diesem Monument auch nur einen wunden Punkt zu entdecken. Aufgrund der langen Entstehungszeit, in der es glücklicherweise möglich war, die Archive in den verschiedenen Entwicklungsstadien auszuwerten, sieht es natürlich so aus, als hätte die Gruppe in eben diesem Moment ihres Werdegangs einen besonderen Gunstbeweis erfahren. Das, was ein paar Gegner diesem Album im Grunde vorwerfen, ist, dass es nicht genauso überrascht hat, wie die beiden vorangegangenen. Eigentlich können der allgemeine Aufbau des Master... und die meisten Titel in eine Reihe mit Ride The Lightning gestellt werden - das fängt an mit dem ersten super rasanten Titel, Battery, der mit Fight Fire With Fire verglichen werden kann, geht über Welcome Home (Sanitarium), die anfechtbare Ballade mittendrin, die im Großen und Ganzen dieselben Zutaten verwendet wie Fade To Black, und reicht bis zum heldenhaften Damage Inc. am Ende, das auf teuflische Weise an eine beschleunigte Version des Creeping Death erinnert; außerdem sollte das äußerst raffinierte Instrumentalstück Orion nicht vergessen werden, dessen Verwandtschaft mit The Call Of Ktulu allerdings nicht sehr ausgeprägt ist... Auch wenn man diesen dritten Versuch als Synthese der beiden vorangegangenen Alben einstufen kann, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass Master… ein weitaus besseres Ergebnis gebracht hat, und zwar dadurch, dass Metallica zum ersten Mal die Zeit und die entsprechenden Mittel zur Verfügung hatte, den Kompositionen auch noch den allerletzten Schliff zu geben, sodass sie nun fast an Perfektion grenzen. Selbst im Vergleich zu jüngeren Produktionen bleibt das Album technisch gesehen unschlagbar und einzigartig. Geht man ein wenig ins Detail, so erkennt man, dass diese neu gemasterte Ausgabe nicht deswegen interessant ist, weil das ursprüngliche Werk aufgefrischt wurde, sondern dank allem, was dazu gehört. Metallica hatte uns seit dem ersten offiziellen Live Live Shit: Binge & Purge daran gewöhnt, dass sie keine halben Sachen machen. Im vorliegenden Fall jedoch gehen sie noch darüber hinaus, selbst wenn man einen Vergleich mit den Neuauflagen von Kill 'em All und Ride The Lightning anstellt. Die Band hat alle Schubladen leergeräumt und alles aussortiert, um das Album in jeder beliebigen Hinsicht anzureichern. In erster Linie können wir die zahlreichen Skizzen auskosten, die angehenden Musikern durchaus zu empfehlen sind. Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Modellentwürfe und die Instrumentalversionen lassen so einige Details erkennen, die bisher nicht unbedingt wahrgenommen werden konnten. Natürlich werden wir uns nicht unbedingt immer wieder von neuem James persönliche Kassettenauszüge (mit seinen „wanananana“) anhören und auch nicht jene von Kirk, oder gar die in Metallicas berühmter „garage“ mitgeschnittenen „writing in progress“-Versionen... Die beiden Höhepunkte in dieser Archivsammlung dagegen, The Prince, mit einem ersten recht gelungenen Ansatz des bei Diamond Head ausgeliehenen Titels, und die Neufassung von Fang, The Money Will Roll Right In, die sie dann aber fallen ließen, diese beiden sind es sehr wohl wert, dass wir genauer hinhören. Die Fans stritten sich um dieses kolossale Album nur deshalb, weil es um die Frage ging, ob es als bestes, zweitbestes oder drittbestes Metallica-Album gekürt werden soll, auch wenn vom vierten nie die Rede sein sollte. Die hier dargebotene neue Perspektive kann nur dazu führen, dass noch mehr Leute sich für das erste Lager entscheiden. Abgesehen von der wohlverdienten und total überzeugenden Anerkennung des Master…-Albums, sollte nicht übersehen werden, dass es sich hier auch um den unbestreitbaren Erfolg einer Epoche handelt, in der Cliff Burton mitgewirkt hatte. Diese Epoche können wir ziemlich leicht daran erkennen, dass in jener Zeit der Bass eine besondere Rolle spielte. Und zwar aus gutem Grund. Cliff war nicht bloß ein Bassist, sondern sowohl eine treibende schöpferische und inspirierende Kraft als auch eine sehr großzügige und zurückhaltende Person, die alles im Gleichgewicht hielt, besser noch, die Beziehungen innerhalb von Metallica „harmonisierte“. Später wurde dann klar, dass seine Rolle als Mediator zwischen Lars Ulrich und James Hetfield oft gefehlt hat. So manche könnten sich sogar die Frage stellen, ob Kirk Hammett nach diesem Album nicht weniger Fortschritte machte, da er von Cliff nicht mehr in Schwung gehalten wurde und von dessen geistiger und instrumentaler Hilfestellung nicht mehr profitieren konnte.  Welche Rolle er als Bassist gespielt hat, kommt bei den hier vorliegenden Konzerten sehr deutlich zum Tragen, und einige darunter zeichnen sich sogar durch einen ganz besonderen Klang aus. Zusätzlich möchten wir auf das allerletzte Konzert zusammen mit Cliff hinweisen, und zwar am 26. September 1986 im Solnahallen in Stockholm, ein paar Stunden vor dem Unfall mit dem Tourbus, der ihn das Leben gekostet hat. Deshalb wird sich also niemand über die „Bootleg“-Qualität des Mitschnitts beklagen. Trotz des großen Beitrags, den Jason Newsted geleistet hat, dessen Vortragsstücke und erstes Konzert mit Metallica hier zu finden sind, hat die Band mit Cliff Burtons Ableben weit mehr als bloß einen Musiker verloren. Das Hauptargument jener, die Master… in den Himmel loben, besteht darin zu sagen, dass …And Justice For All oder sogar dem „Black Album“ (Metallica) etwas fehlt, nämlich Cliff Burton, basta! Diese Master… Neuausgabe ist dermaßen gut ausgearbeitet, dass es auf der Hand zu liegen scheint, dass Lars, James und Kirk dem, der ihnen so viel gebracht hat, ein letztes Mal eine würdevolle Ehre erweisen wollten. © JPS/Qobuz
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Metal - Erschienen am 12. September 2008 | Blackened Recordings - Universal Music

Auszeichnungen 8/10 de Volume
"Warum nicht gleich so?" möchte man den vier Herren entgegen schmettern. Aber nein, sie mussten ja unbedingt auch noch in schraddelige und strunzlangweilige Gefilde abdriften, ehe sich Metallica nach 20 Jahren und den beiden musikalischen Bausparverträgen "Load " und "ReLoad" endlich wieder auf ihre alten Stärken besinnen. Nichts gegen das schwarze Album, aber wer Metallica sagt, meint auch Geschwindigkeit. Das letzte Lebenszeichen in dieser Richtung kam eben vor zwei Dekaden mit "... And Justice For All" um die Ecke. Der Einstieg in 75 Minuten "Death Magnetic" mit eingespieltem Herzklopfen führt die körperlichen Symptome beim gemeinen Metallica-Fan akustisch fort. Nicht wenige werden mit zitternden Händen, fahrigen Bewegungen und wummernder Blutpumpe den Silberling in den Player schieben und gespannt der Dinge harren, die auf den Hörer einstürzen. Hammetts Soli sind - Gott sei es tausendfach gedankt - zurück, und das Riffing lehnt sich ganz stark an die Prä-Load-Phase an. Alles in Butter also? Zum größten Teil. Aggressivität verbinden Hetfield und Co. endlich wieder mit dem verstärkten Einsatz des Gaspedals. Das bekommt auch dem Opener "That Was Just Your Life" ganz gut, wenn die Band nach anderthalb Minuten dem Affen Zucker gibt. Nach sieben Minuten ist der Spuk vorbei. Der gewichtige Unterschied zum Vorgänger lässt sich exemplarisch bereits an diesem Song ausmachen. Trotz instrumentaler Wiederkäuerei kommt diesmal kaum Langeweile auf. Zweistimmige Leads mit Riffs im Rudi Rammler-Tempo und Double Bass-Attacken ... Herz, was willst du mehr? In das Schema passt auch "The End Of The Line". Ein druckvoll ausgestalteter Songaufbau kreist um den ruhigen Mittelteil, der lediglich unter einem etwas platten Chorus leidet. Ansonsten auch hier: ordentlich. Das Schielen auf die eigene Vergangenheit mündet in ordentliche bis äußerst launige Ideen, der Kracher kommt aber erst mit "All Nightmare Long" daher gerumpelt. Da geht einem doch glatt das Thrash-Herzchen auf. Der etwas hysterische Gesang Hetfields geht mit ungestüm dahin preschender Rhythmik einher. Das schon vor Releasetermin im Netz umher spukende "Cyanide" sieht im direkten Vergleich arg blass aus, blinzeln hier doch die gezähmten "Load"/"ReLoad" Hardrock-Riffs durch. Solide zwar, aber auch nicht übermäßig spannend. Und dann kommt er doch noch, der Zonk. In "Unforgiven III" schmust und flauscht sich ein sanftes Pianointro mit Streicherbegleitung an die Ohren, ehe die Band instrumental den Faden aufnimmt. Wie das bei Sequels so ist, spielt nicht jede Fortführung der Ursprungsidee mit jener auf Augenhöhe. Was auf "ReLoad" schon nicht funktionierte, geht auch hier in die Hose: Ein schlurfendes Tempo alleine erzeugt noch keine Emotionen, gleiches gilt für den Einsatz von Streichern. Über sieben Minuten versucht der Song zwanghaft, den Geist balladesker Metallica-Tracks wie "Fade To Black" oder "Nothing Else Matters" zu atmen und erstickt letztendlich an diesem Anspruch. "Forgive me" skandiert Hetfield. Nö, dafür nicht. "Suicide & Redemption" läutet das Ende der 20 Jahre währenden Instrumental-losen Zeit ein. An Meisterwerke wie "Orion" oder "The Call Of Ktulu" knüpft das knapp achtminütige Stück nicht an, entwickelt aber nichtsdestotrotz zügig Dampf unterm Kessel. Stilistisch lassen einige Ideen der Instrumental-Rabauken von Karma To Burn grüßen. Den heiligen Metal-Gral finden Metallica auch mit "Death Magnetic" nicht wieder. Dafür sind dem aufmerksamen Hörer manche Riff-Idee und einige Rhythmus-Patterns nur allzu bekannt. Aber lieber das Selbstplagiat pflegen und gekonnt den Seitenblick zu Slayer schweifen lassen ("My Apocalypse"), als ... lassen wir das. Warum zur Hölle nicht gleich so? © Laut
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Metal - Erschienen am 1. Januar 1986 | Mercury (Universal France)

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Metallica besser als die Beatles? In Sachen Lautstärke war das kaum zu bezweifeln, wenn wir einzig und allein die neu gemasterten Ausgaben mit „ein paar“ Bonuszusätzen in Betracht ziehen, dann gehören die Four Horsemen auch zu den Siegern; allein schon der Vergleich dieser „Deluxe“ Edition des dritten Albums mit dem Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary (Edition Super Deluxe) der Fab Four macht das deutlich. Hier finden wir nicht weniger als zehn CDs, die für diesen Master Of Puppets bis über den Rand vollgefüllt wurden, und die eben viele zu Recht oder zu Unrecht für den Sgt. Pepper's von Metallica halten. Es fällt tatsächlich schwer, in diesem Monument auch nur einen wunden Punkt zu entdecken. Aufgrund der langen Entstehungszeit, in der es glücklicherweise möglich war, die Archive in den verschiedenen Entwicklungsstadien auszuwerten, sieht es natürlich so aus, als hätte die Gruppe in eben diesem Moment ihres Werdegangs einen besonderen Gunstbeweis erfahren. Das, was ein paar Gegner diesem Album im Grunde vorwerfen, ist, dass es nicht genauso überrascht hat, wie die beiden vorangegangenen. Eigentlich können der allgemeine Aufbau des Master... und die meisten Titel in eine Reihe mit Ride The Lightning gestellt werden - das fängt an mit dem ersten super rasanten Titel, Battery, der mit Fight Fire With Fire verglichen werden kann, geht über Welcome Home (Sanitarium), die anfechtbare Ballade mittendrin, die im Großen und Ganzen dieselben Zutaten verwendet wie Fade To Black, und reicht bis zum heldenhaften Damage Inc. am Ende, das auf teuflische Weise an eine beschleunigte Version des Creeping Death erinnert; außerdem sollte das äußerst raffinierte Instrumentalstück Orion nicht vergessen werden, dessen Verwandtschaft mit The Call Of Ktulu allerdings nicht sehr ausgeprägt ist... Auch wenn man diesen dritten Versuch als Synthese der beiden vorangegangenen Alben einstufen kann, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass Master… ein weitaus besseres Ergebnis gebracht hat, und zwar dadurch, dass Metallica zum ersten Mal die Zeit und die entsprechenden Mittel zur Verfügung hatte, den Kompositionen auch noch den allerletzten Schliff zu geben, sodass sie nun fast an Perfektion grenzen. Selbst im Vergleich zu jüngeren Produktionen bleibt das Album technisch gesehen unschlagbar und einzigartig. Geht man ein wenig ins Detail, so erkennt man, dass diese neu gemasterte Ausgabe nicht deswegen interessant ist, weil das ursprüngliche Werk aufgefrischt wurde, sondern dank allem, was dazu gehört. Metallica hatte uns seit dem ersten offiziellen Live Live Shit: Binge & Purge daran gewöhnt, dass sie keine halben Sachen machen. Im vorliegenden Fall jedoch gehen sie noch darüber hinaus, selbst wenn man einen Vergleich mit den Neuauflagen von Kill 'em All und Ride The Lightning anstellt. Die Band hat alle Schubladen leergeräumt und alles aussortiert, um das Album in jeder beliebigen Hinsicht anzureichern. In erster Linie können wir die zahlreichen Skizzen auskosten, die angehenden Musikern durchaus zu empfehlen sind. Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Modellentwürfe und die Instrumentalversionen lassen so einige Details erkennen, die bisher nicht unbedingt wahrgenommen werden konnten. Natürlich werden wir uns nicht unbedingt immer wieder von neuem James persönliche Kassettenauszüge (mit seinen „wanananana“) anhören und auch nicht jene von Kirk, oder gar die in Metallicas berühmter „garage“ mitgeschnittenen „writing in progress“-Versionen... Die beiden Höhepunkte in dieser Archivsammlung dagegen, The Prince, mit einem ersten recht gelungenen Ansatz des bei Diamond Head ausgeliehenen Titels, und die Neufassung von Fang, The Money Will Roll Right In, die sie dann aber fallen ließen, diese beiden sind es sehr wohl wert, dass wir genauer hinhören. Die Fans stritten sich um dieses kolossale Album nur deshalb, weil es um die Frage ging, ob es als bestes, zweitbestes oder drittbestes Metallica-Album gekürt werden soll, auch wenn vom vierten nie die Rede sein sollte. Die hier dargebotene neue Perspektive kann nur dazu führen, dass noch mehr Leute sich für das erste Lager entscheiden. Abgesehen von der wohlverdienten und total überzeugenden Anerkennung des Master…-Albums, sollte nicht übersehen werden, dass es sich hier auch um den unbestreitbaren Erfolg einer Epoche handelt, in der Cliff Burton mitgewirkt hatte. Diese Epoche können wir ziemlich leicht daran erkennen, dass in jener Zeit der Bass eine besondere Rolle spielte. Und zwar aus gutem Grund. Cliff war nicht bloß ein Bassist, sondern sowohl eine treibende schöpferische und inspirierende Kraft als auch eine sehr großzügige und zurückhaltende Person, die alles im Gleichgewicht hielt, besser noch, die Beziehungen innerhalb von Metallica „harmonisierte“. Später wurde dann klar, dass seine Rolle als Mediator zwischen Lars Ulrich und James Hetfield oft gefehlt hat. So manche könnten sich sogar die Frage stellen, ob Kirk Hammett nach diesem Album nicht weniger Fortschritte machte, da er von Cliff nicht mehr in Schwung gehalten wurde und von dessen geistiger und instrumentaler Hilfestellung nicht mehr profitieren konnte.  Welche Rolle er als Bassist gespielt hat, kommt bei den hier vorliegenden Konzerten sehr deutlich zum Tragen, und einige darunter zeichnen sich sogar durch einen ganz besonderen Klang aus. Zusätzlich möchten wir auf das allerletzte Konzert zusammen mit Cliff hinweisen, und zwar am 26. September 1986 im Solnahallen in Stockholm, ein paar Stunden vor dem Unfall mit dem Tourbus, der ihn das Leben gekostet hat. Deshalb wird sich also niemand über die „Bootleg“-Qualität des Mitschnitts beklagen. Trotz des großen Beitrags, den Jason Newsted geleistet hat, dessen Vortragsstücke und erstes Konzert mit Metallica hier zu finden sind, hat die Band mit Cliff Burtons Ableben weit mehr als bloß einen Musiker verloren. Das Hauptargument jener, die Master… in den Himmel loben, besteht darin zu sagen, dass …And Justice For All oder sogar dem „Black Album“ (Metallica) etwas fehlt, nämlich Cliff Burton, basta! Diese Master… Neuausgabe ist dermaßen gut ausgearbeitet, dass es auf der Hand zu liegen scheint, dass Lars, James und Kirk dem, der ihnen so viel gebracht hat, ein letztes Mal eine würdevolle Ehre erweisen wollten. © JPS/Qobuz
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Metal - Erschienen am 1. August 1991 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
Nach ...And Justice for All beschloss Metallica, dass eine Vereinfachung und Straffung ihres Sounds angebracht wäre. Während dieses Urteil aus musikalischer Sicht sinnvoll war, bot sich gleichzeitig auch die Gelegenheit, ihre Musik zu kommerzialisieren, und Metallica hat beide Ziele erreicht. Die besten Songs sind melodischer und direkter. Die pochenden, reduzierten Grooves von „Enter Sandman“, „Sad But True“ und „Wherever I May Roam“ halten sich an die herkömmlichen Strukturen, während die klare, professionelle Produktion von Bob Rock den Stücken mehr Eingängigkeit verleiht. „The Unforgiven“ und „Nothing Else Matters“ vermeiden die brandheißen Gitarrenriffs, von denen die Balladen der Band immer schon unterbrochen wurden. Metallica ist ein gutes, aber nicht wirklich großes Album, dessen besten Momenten verdientermaßen die Heavy-Metal-Krone gebührt. Der Ansatz des Albums lässt aber schon einen kreativen Niedergang erahnen. © Steve Huey /TiVo
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Metal - Erschienen am 10. September 2021 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
Einen Geburtstag wie den der berühmten Metallica mit einer schlichten Neuerscheinung zu feiern, wäre zu einfach gewesen. Die Band ist aufs Ganze gegangen und hat es anderen überlassen, mit ihrem berühmtesten Album Spaß zu haben. Das genügte, um unter den Musikern, deren Kultur zum Teil durch diese Platte geprägt wurde, Begeisterung auszulösen. Rocker, DJs, Folk-, Country-, Hip-Hop- und andere Künstler hatten alle schon einmal von einem bestimmten Riff oder Refrain des Giganten profitiert. Jetzt beteiligten sie sich massenhaft. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Kompilation von 53 Titeln: nämlich die 12 Songs des Originalalbums, die von einem erstaunlich vielfältigen Spektrum von Künstlern mehrmals überarbeitet wurden, und zwar alles für einen guten Zweck (der Erlös aus dem Verkauf kommt Wohltätigkeitsorganisationen zugute, die von den an diesem Projekt beteiligten Musikern unterstützt werden). Von Corey Taylor über Myley Cyrus, My Morning Jacket, die Franzosen Sebastian und Izia bis Royal Blood, jeder hat seine eigene Interpretation und nimmt sich mehr oder weniger große Freiheiten. Einige versuchen, die ursprünglichen Songs zu respektieren, während andere diesen 12 Grundsteinen eines in die Rocklegende eingegangenen Klanggebäudes ein neues Gesicht verleihen. Zugegeben, die Kompilation ist sehr lang. Aber ihre unglaubliche Vielfalt macht daraus ein Album, das man gerne immer wieder in die Hand nimmt und je nach Laune hier und da ein paar Lieder hört. Am Ende sind wir beinahe mehr von den am meisten "veränderten" Versionen fasziniert, wie Jason Isbells ausgezeichnetes Sad But True, Biffy Clyros Holier Than Thou, Goodbye, Texas' Of Wolf And Man oder Idles' The God That Failed, die einen neuen Blickpunkt bieten, während die unter anderem von Vollbeat oder Weezer interpretierten Songs zwar den Originalversionen ähnlicher, dafür aber weniger überraschend sind. Und dann gibt es noch diejenigen, allen voran Dave Gahan, deren Stimmen die Zuhörer verzaubern, ganz gleich, auf welche Art sie diese Klassiker neu interpretieren. Obwohl ich zunächst versucht war, diese Blacklist als Sammelsurium zu bezeichnen, möchte ich dieses Projekt aufgrund seiner vielen Kostbarkeiten lieber eine Fundgrube nennen. Das Jubiläum wird mit großem Pomp gefeiert. © Chief Brody/Qobuz
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Metal - Erschienen am 28. August 2020 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
Viele erinnern sich noch an das 1999 erschienenen erste S&M (Symphony and Metallica), auf dem die Four Horsemen ihre größten Hits zusammen mit dem San Francisco Symphony Orchester neu eingespielt hatten. Diese erste, von Michael Kamen geleitete Iteration war von Kritik und Publikum gleichermaßen begrüßt worden. Die Nachfrage, dieses Experiment ein weiteres Mal in demselben Ausmaß zu wiederholen, war enorm und wurde 2019 endlich Wirklichkeit. San Francisco Symphony und Metallica stehen diesmal unter der Leitung von Michael Tilson Thomas und präsentieren nun eine schlichtere Vision als jene von Kamen vor zwanzig Jahren. Statt der unzähligen, von Kamen hinzugefügten Bläser- und Streichereinlagen nutzt Tilson Thomas das Orchester wirklich dazu, um der Musik der Kalifornier Unterstützung zu bieten. Anstatt sie damit zu einzulullen, bewahrt er so den Lebenssaft der Originaltitel und verleiht ihnen umso mehr Intensität. Hier befinden wir uns tatsächlich vor zwei zu einer Einheit verschmelzenden Welten und es gibt nicht mehr das beim ersten S&M entstandene Gefühl, es handle sich bloß um Übereinandergeschichtetes.Der hochtrabende Opener auf Ecstacy of Gold (Ennio Morricone) macht es möglich, dann mit fast frohlockender Maestria auf das Instrumental Call of Ktulu überzugehen. Außerdem lassen Metallica es sich nicht nehmen, akustischeres Terrain zu erkunden (die Gruppe hatte es sich allmählich zur Gewohnheit gemacht, ihre Stücke in verschiedenen Tonarten neu aufzulegen), sodass James Hetfield und das Orchester uns in eine fast heitere Stimmung versetzen können, wie etwa in All Within My Hands. Das San Francisco Symphony Orchester spielt nicht nur die Rolle des Handlangers, sondern profitiert von Metallica auch zu eigenen Zwecken für treffende und wohlklingende Interpretationen von Sergei Prokofjews Scythian Suite (Skythische Suite/Tschuschbog und der Tanz der bösen Geister) und Alexander W. Mossolows Intro to The Iron Foundry (Eisengießerei, aus Opus 19). Eine hervorragende Auswahl, die uns packt und nicht mehr loslässt und eine recht unerwartete Stimmung erzeugt. (Anesthesia) Pulling Teeth, das der nicht mehr unter den Lebenden weilende Bassist Cliff Burton komponiert und in der Originalversion selbst gespielt hatte, wird hier vom Kontrabassisten Scott Pingel in einer Soloversion neu interpretiert und stellt den Höhepunkt dieses Konzerts dar.Man kann Metallica vorwerfen, bestimmte Klassiker miteinbezogen zu haben, die den Versuch nicht wirklich wert waren. S&M 2 überrascht und rührt aber seine Zuhörer. Die Four Horsemen scheinen fest entschlossen, ihr Angebot in unerwartete Richtungen auszuweiten, um ihr eigenes Vergnügen daran zu haben und zugleich auch uns Vergnügen zu bereiten. Man fragt sich wirklich, wie weit das wohl gehen wird. Aber umso besser. © Maxime Archambaud/Qobuz
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Metal - Erschienen am 1. März 1986 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
Metallica besser als die Beatles? In Sachen Lautstärke war das kaum zu bezweifeln, wenn wir einzig und allein die neu gemasterten Ausgaben mit „ein paar“ Bonuszusätzen in Betracht ziehen, dann gehören die Four Horsemen auch zu den Siegern; allein schon der Vergleich dieser „Deluxe“ Edition des dritten Albums mit dem Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Anniversary (Edition Super Deluxe) der Fab Four macht das deutlich. Hier finden wir nicht weniger als zehn CDs, die für diesen Master Of Puppets bis über den Rand vollgefüllt wurden, und die eben viele zu Recht oder zu Unrecht für den Sgt. Pepper's von Metallica halten. Es fällt tatsächlich schwer, in diesem Monument auch nur einen wunden Punkt zu entdecken. Aufgrund der langen Entstehungszeit, in der es glücklicherweise möglich war, die Archive in den verschiedenen Entwicklungsstadien auszuwerten, sieht es natürlich so aus, als hätte die Gruppe in eben diesem Moment ihres Werdegangs einen besonderen Gunstbeweis erfahren. Das, was ein paar Gegner diesem Album im Grunde vorwerfen, ist, dass es nicht genauso überrascht hat, wie die beiden vorangegangenen. Eigentlich können der allgemeine Aufbau des Master... und die meisten Titel in eine Reihe mit Ride The Lightning gestellt werden - das fängt an mit dem ersten super rasanten Titel, Battery, der mit Fight Fire With Fire verglichen werden kann, geht über Welcome Home (Sanitarium), die anfechtbare Ballade mittendrin, die im Großen und Ganzen dieselben Zutaten verwendet wie Fade To Black, und reicht bis zum heldenhaften Damage Inc. am Ende, das auf teuflische Weise an eine beschleunigte Version des Creeping Death erinnert; außerdem sollte das äußerst raffinierte Instrumentalstück Orion nicht vergessen werden, dessen Verwandtschaft mit The Call Of Ktulu allerdings nicht sehr ausgeprägt ist... Auch wenn man diesen dritten Versuch als Synthese der beiden vorangegangenen Alben einstufen kann, so ist nicht von der Hand zu weisen, dass Master… ein weitaus besseres Ergebnis gebracht hat, und zwar dadurch, dass Metallica zum ersten Mal die Zeit und die entsprechenden Mittel zur Verfügung hatte, den Kompositionen auch noch den allerletzten Schliff zu geben, sodass sie nun fast an Perfektion grenzen. Selbst im Vergleich zu jüngeren Produktionen bleibt das Album technisch gesehen unschlagbar und einzigartig. Geht man ein wenig ins Detail, so erkennt man, dass diese neu gemasterte Ausgabe nicht deswegen interessant ist, weil das ursprüngliche Werk aufgefrischt wurde, sondern dank allem, was dazu gehört. Metallica hatte uns seit dem ersten offiziellen Live Live Shit: Binge & Purge daran gewöhnt, dass sie keine halben Sachen machen. Im vorliegenden Fall jedoch gehen sie noch darüber hinaus, selbst wenn man einen Vergleich mit den Neuauflagen von Kill 'em All und Ride The Lightning anstellt. Die Band hat alle Schubladen leergeräumt und alles aussortiert, um das Album in jeder beliebigen Hinsicht anzureichern. In erster Linie können wir die zahlreichen Skizzen auskosten, die angehenden Musikern durchaus zu empfehlen sind. Auch die unterschiedlich ausgearbeiteten Modellentwürfe und die Instrumentalversionen lassen so einige Details erkennen, die bisher nicht unbedingt wahrgenommen werden konnten. Natürlich werden wir uns nicht unbedingt immer wieder von neuem James persönliche Kassettenauszüge (mit seinen „wanananana“) anhören und auch nicht jene von Kirk, oder gar die in Metallicas berühmter „garage“ mitgeschnittenen „writing in progress“-Versionen... Die beiden Höhepunkte in dieser Archivsammlung dagegen, The Prince, mit einem ersten recht gelungenen Ansatz des bei Diamond Head ausgeliehenen Titels, und die Neufassung von Fang, The Money Will Roll Right In, die sie dann aber fallen ließen, diese beiden sind es sehr wohl wert, dass wir genauer hinhören. Die Fans stritten sich um dieses kolossale Album nur deshalb, weil es um die Frage ging, ob es als bestes, zweitbestes oder drittbestes Metallica-Album gekürt werden soll, auch wenn vom vierten nie die Rede sein sollte. Die hier dargebotene neue Perspektive kann nur dazu führen, dass noch mehr Leute sich für das erste Lager entscheiden. Abgesehen von der wohlverdienten und total überzeugenden Anerkennung des Master…-Albums, sollte nicht übersehen werden, dass es sich hier auch um den unbestreitbaren Erfolg einer Epoche handelt, in der Cliff Burton mitgewirkt hatte. Diese Epoche können wir ziemlich leicht daran erkennen, dass in jener Zeit der Bass eine besondere Rolle spielte. Und zwar aus gutem Grund. Cliff war nicht bloß ein Bassist, sondern sowohl eine treibende schöpferische und inspirierende Kraft als auch eine sehr großzügige und zurückhaltende Person, die alles im Gleichgewicht hielt, besser noch, die Beziehungen innerhalb von Metallica „harmonisierte“. Später wurde dann klar, dass seine Rolle als Mediator zwischen Lars Ulrich und James Hetfield oft gefehlt hat. So manche könnten sich sogar die Frage stellen, ob Kirk Hammett nach diesem Album nicht weniger Fortschritte machte, da er von Cliff nicht mehr in Schwung gehalten wurde und von dessen geistiger und instrumentaler Hilfestellung nicht mehr profitieren konnte.  Welche Rolle er als Bassist gespielt hat, kommt bei den hier vorliegenden Konzerten sehr deutlich zum Tragen, und einige darunter zeichnen sich sogar durch einen ganz besonderen Klang aus. Zusätzlich möchten wir auf das allerletzte Konzert zusammen mit Cliff hinweisen, und zwar am 26. September 1986 im Solnahallen in Stockholm, ein paar Stunden vor dem Unfall mit dem Tourbus, der ihn das Leben gekostet hat. Deshalb wird sich also niemand über die „Bootleg“-Qualität des Mitschnitts beklagen. Trotz des großen Beitrags, den Jason Newsted geleistet hat, dessen Vortragsstücke und erstes Konzert mit Metallica hier zu finden sind, hat die Band mit Cliff Burtons Ableben weit mehr als bloß einen Musiker verloren. Das Hauptargument jener, die Master… in den Himmel loben, besteht darin zu sagen, dass …And Justice For All oder sogar dem „Black Album“ (Metallica) etwas fehlt, nämlich Cliff Burton, basta! Diese Master… Neuausgabe ist dermaßen gut ausgearbeitet, dass es auf der Hand zu liegen scheint, dass Lars, James und Kirk dem, der ihnen so viel gebracht hat, ein letztes Mal eine würdevolle Ehre erweisen wollten. © JPS/Qobuz
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Metal - Erschienen am 27. Juli 1984 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
Kill 'Em All may have revitalized heavy metal's underground, but Ride the Lightning was even more stunning, exhibiting staggering musical growth and boldly charting new directions that would affect heavy metal for years to come. Incredibly ambitious for a one-year-later sophomore effort, Ride the Lightning finds Metallica aggressively expanding their compositional technique and range of expression. Every track tries something new, and every musical experiment succeeds mightily. The lyrics push into new territory as well -- more personal, more socially conscious, less metal posturing. But the true heart of Ride the Lightning lies in its rich musical imagination. There are extended, progressive epics; tight, concise groove-rockers; thrashers that blow anything on Kill 'Em All out of the water, both in their urgency and the barest hints of melody that have been added to the choruses. Some innovations are flourishes that add important bits of color, like the lilting, pseudo-classical intro to the furious "Fight Fire with Fire," or the harmonized leads that pop up on several tracks. Others are major reinventions of Metallica's sound, like the nine-minute, album-closing instrumental "The Call of Ktulu," or the haunting suicide lament "Fade to Black." The latter is an all-time metal classic; it begins as an acoustic-driven, minor-key ballad, then gets slashed open by electric guitars playing a wordless chorus, and ends in a wrenching guitar solo over a thrashy yet lyrical rhythm figure. Basically, in a nutshell, Metallica sounded like they could do anything. Heavy metal hadn't seen this kind of ambition since Judas Priest's late-'70s classics, and Ride the Lightning effectively rewrote the rule book for a generation of thrashers. If Kill 'Em All was the manifesto, Ride the Lightning was the revolution itself. © Steve Huey /TiVo
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Metal - Erschienen am 6. September 1988 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
Als ob es nicht schon schier unmöglich gewesen wäre, für das unvergleichliche Monument Masters Of Puppets einen würdigen Nachfolger zu finden, mussten Metallica auch noch Cliff Burtons Dahinscheiden überwinden, der nicht bloß Bassist war, sondern so etwas wie ein essentieller, geistiger und musikalischer Leader geworden war. Obwohl Lars Ulrich, James Hetfield und Kirk Hammett viel später einen Psychologen zu Rate zogen (man erinnere sich an den Film Some Kind Of Monster), so hätten sie es eigentlich in dem Augenblick, als sie mit der Vorbereitung dieses vierten Albums starteten, tun sollen. Und dieser arme Jason Newsted wohl auch, so hätte er besser verstehen können, warum er der Prügelknabe der Gruppe geworden war, erst recht bei diesem Album, nachdem er beim Mixen schlicht und einfach „ausgeschaltet“ worden war. Obwohl Lars und James geschworen hatten, keinen Remix von… AJFA zu machen, um den Bass wieder unterzubringen, so ist er aus diesem Remaster doch viel deutlicher herauszuhören. Genauso wie aus den zahlreichen Live-Titeln, die in dieser Neuausgabe enthalten sind. Bewusst oder unbewusst haben die drei Überlebenden des Busunfalls bei der Tournee, der Cliff am 27. September 1986 das Leben gekostet hatte, versucht, das Album einzuspielen, das dieser gerne gemacht hätte. Sie waren sich sehr wohl bewusst, dass er das musikalische Universum der Gruppe ziemlich erweitert hatte, da er eine intensive musikalische Ausbildung genossen hatte und seine Interessen bei Bach anfingen und über den Punk der Misfits, den bluesigen Hardrock von Thin Lizzy oder den Southern Rock der Lynyrd Skynyrd oder Allman Brothers bis hin zum hochkarätigen Progressive Rock von Rush, King Crimson oder Yes reichten… Es liegt auf der Hand, dass Lars und James in dieser Zeit die Kontrolle über Metallica übernommen hatten, sie haben aber die verschnörkelten Kompositionen und den Inhalt des …AJFA auf die Spitze getrieben, wodurch ein riesiges Möbelstück mit unzähligen Schubladen entstand. Bei der Entstehung der neun Titel dieses Doppelalbums (man bedenke, dass die Vinylplatte ihre letzten Tage lebte) kommt bei jedem Schritt zum Ausdruck, wie schwierig die Aufgabe für Kirk und vor allem für Jason gewesen war. Die zahlreichen in dieser Neuausgabe enthaltenen Entwürfe und Probeaufnahmen (angefangen bei den ersten Audiokassetten von James aus dem Jahre 1986 bis hin zu den Sessions mit der ganzen Gruppe zwischen Oktober 1987 bis Januar 1988) beweisen es. Metallicas „progressivstes“ Album, dem bei der Veröffentlichung kein einhelliger Empfang beschieden war, steht zwar noch in Cliffs Schatten, in der Folge sollte die Gruppe jedoch eine ganz andere Richtung einschlagen. In ihrem experimentellen Delirium konnten sie ohnehin kaum noch weiter gehen. Paradoxerweise findet man den ersten großen „Publikumserfolg“ des Quartetts auf… AJFA, und zwar mit One, zumindest mit der gekürzten Version, die auf allen Radiosendern zu hören war oder in Metallicas allererstem Clip auf MTV. © Jean-Pierre Sabouret/Qobuz
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Metal - Erschienen am 18. November 2016 | Blackened Recordings - Universal Music

Hi-Res
…Und so bereitet Metallica der achtjährigen Stille ein Ende! Hardwired…To Self-Destruct ist die erste Studioaufnamhe der kalifornischen Gang seit Death Magnetic, 2008 veröffentlicht, die selbst als Doppel-CD erscheint! 12 Titel, im Wesentlichen komponiert von James Hetfield und Lars Ulrich (zum ersten Mal hat Kirk Hammett nicht an der Song-Komposition teilgenommen), die die vielen Facetten der Kunst dieser Meister des Trash-Metals zusammenfassen. Dieses zehnte Album durchläuft noch einmal alles, was James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo zu spielen fähig sind. Mit Titeln, die im Ohr bleiben und abhängig machenden Refrains, ist Metallica seit Ewigkeiten nicht so effizient gewesen und kommt dabei auf gewisse Weise wieder zu seinem Ursprung zurück. Während man sich so im Slalom zwischen den Titeln bewegt und dabei an ihre Meisterwerke denkt Master Of Puppets, Ride The Lightning, ...And Justice For All oder Black Album, erzeugt Hammett atemberaubende Funken, was seine Fans kaum wundert. Seitens des Mikrofons ist die Stimme Hetfields so gereift, dass sie sowohl starkes Gebrüll als auch subtilere Passagen darbietet. Vor allem enthält Hardwired…To Self-Destruct die besten Songs von Metallica. Spit Out The Bone ist ein beeindruckender Titel der Know-how beweist. Letztlich endet das Album mit einer Hommage an ihr verstorbenes Idol: Lemmy von Motörhead! Festgehalten sei auch, dass diese Deluxe Edition vier Cover-Versionen von Dio (Ronnie Rising Medley), Deep Purple (When a Blind Man Cries), Iron Maiden (Remember Tomorrow) und Diamond Head (Helpless) sowie neun Live-Auftritte von Rasputin Music in Berkeley im April 2016 und vom U.S. Bank Stadium in Minneapolis (August 2016) zu bieten hat. CM/Qobuz    
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S&M

Metal - Erschienen am 23. November 1999 | Blackened Recordings - Universal Music

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Oh ja, das hatten wir doch schon letztes Jahr. Rechtzeitig wenn die Glöcklein zur Konsumjahreszeit läuten, kommt jeder Knödel auf die Idee, ein Best Of- Live- oder sonstwie geartetes Special Edition Pipapo-Album zu veröffentlichen. Ende '98 "Garage Inc.", heuer heisst das Teil S&M. S&M? Sadomaso? Soll das Hören jetzt schon im Vorfeld Schmerzen bereiten, damit man zum akustischen Orgasmus gelangt? S&M steht aber nicht für bizarres, sondern schlicht und ergreifend für Symphonie & Metallica. Symphonie in Gestalt des San Francisco Symphonie Orchestra mit Dirigent Michael Kamen, der auch alle Arrangements des Orchesters geschrieben hat. Und Metallica als Metallica. Man muss sich das einmal bildlich vorstellen. Vier Herren ganz in Schwarz stehen auf einer Riesenbühne zusammen mit 108 (!!) Musikern und geben (teilweise) metallisches Liedgut zum Besten. Eine Angelegenheit, die nicht unbedingt für Puristen geeignet ist. Klassik und harter Rock gehen nicht zwangsweise Hand in Hand. In diesem Kontext ist die Leistung von Michael Kamen bewundernswert. Denn ohne Orchester im Hintergrund würden Metallica-Fans bis ans Ende ihrer Tage darauf warten, dem genialen "Call Of Ktulu" [RealAudio-Hörprobe] einmal live zu lauschen. Ebendieser Song ist für mich auch der definitive Hammer, schade nur, dass Metallica bei der Songauswahl nicht unbedingt darauf acht gaben, dass genau die Songs auf das Album kommen, die im orchestralen Umfeld am besten rüberkommen. "Orion" und "Welcome Home" von "Master Of Puppets" oder die vertrackten Stücke von "...And justice For All" hätten es wohl eher verdient gehabt, von einem Orchester unterstützt zu werden, als zum Beispiel das eher simpel gestrickte "Enter Sandman" [RealAudio-Hörprobe], aber man kann eben nicht alles haben. Der Star dieser Platte ist aber eindeutig Michael Kamen. Es ist schon erstaunlich, wie alles so arrangiert wurde, dass nichts aufgesetzt klingt. Im Booklet erläutert er, wie er sich in die Stücke Metallicas hineinversetzt hat, um dem Ganzen den letzten klassischen Schliff zu verleihen. Stehende Ovationen für den Maestro bitte! Als kleines Osterhasigeschenk (des is der Nikolausi, Saubatzi!!) gibts noch zwei unveröffentlichte Tracks ("No Leaf Clover" und "Human" [RealAudio-Hörprobe]). Ganz nett, aber nicht wirklich wichtig. Applaus für beide Parteien, sowohl Metallica als auch den Symphonikern, für den Mut, solch ein Projekt zu verwirklichen. Aber ein Pünktchen Abzug von mir notorischem Nörgler für die etwas danebengegangene Songauswahl. Ansonsten: Projekt gelungen, Ohren tot! © Laut
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Metal - Erschienen am 1. Juli 1983 | Blackened Recordings - Universal Music

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The true birth of thrash. On Kill 'Em All, Metallica fuses the intricate riffing of New Wave of British Heavy Metal bands like Judas Priest, Iron Maiden, and Diamond Head with the velocity of Motörhead and hardcore punk. James Hetfield's highly technical rhythm guitar style drives most of the album, setting new standards of power, precision, and stamina. But really, the rest of the band is just as dexterous, playing with tightly controlled fury even at the most ridiculously fast tempos. There are already several extended, multi-sectioned compositions foreshadowing the band's later progressive epics, though these are driven by adrenaline, not texture. A few tributes to heavy metal itself are a bit dated lyrically; like Diamond Head, the band's biggest influence, Kill 'Em All's most effective tone is one of supernatural malevolence -- as pure sound, the record is already straight from the pits of hell. Ex-member Dave Mustaine co-wrote four of the original ten tracks, but the material all sounds of a piece. And actually, anyone who worked backward through the band's catalog might not fully appreciate the impact of Kill 'Em All when it first appeared -- unlike later releases, there simply isn't much musical variation (apart from a lyrical bass solo from Cliff Burton). The band's musical ambition also grew rapidly, so today, Kill 'Em All sounds more like the foundation for greater things to come. But that doesn't take anything away from how fresh it sounded upon first release, and time hasn't dulled the giddy rush of excitement in these performances. Frightening, awe-inspiring, and absolutely relentless, Kill 'Em All is pure destructive power, executed with jaw-dropping levels of scientific precision. © Steve Huey /TiVo
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Metal - Erschienen am 24. November 1998 | Blackened Recordings - Universal Music

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Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit plazieren Metallica ihr neues Doppelalbum auf dem Gabentisch. Was haben wir denn da? Insgesamt 27 Coverversionen ihrer persönlichen Lieblinge, kein einziger neuer Song. Na ja, nach dem, was das Quartett um Ulrich und Hetfield mit den letzten beiden Platten angerichtet hat, ist das ja weiter nicht so schlimm. Eine CD mit 11 neu eingespielten Songs, die zweite eine Kollektion schon veröffentlichter Stücke aus dem Zeitraum '84 bis '95. Sammler und die-hard-Fans werden mit verklärtem Blick die zweite CD einrahmen und an die Wand hängen, nix neues für diese Fraktion der Käufer. Wenden wir nun unsere interessierten Lauscher in Richtung CD 1. Was zuerst auffällt, ist der rauhe Sound der Scheibe. Es knarzt im Gebälk, kein Vergleich zu den "normalen" Hochglanzproduktionen. In kürzester Zeit auf's Tape gerotzt, entsteht der Eindruck einer Jam-Session. Genau hier liegt die Stärke dieser Platte. Man kann förmlich beim Hören der einzelnen Stücke das Grinsen im Gesicht der vier "Metallicats" sehen, wenn sie ihre Lieblingssongs durch den musikalischen Metallwolf drehen. "Astronomy" (Blue Oyster Cult), "Whiskey in the Jar" (Thin Lizzy), und "Tuesday's gone" (Lynyrd Skynyrd) sind die absoluten Highlights dieser Scheibe. Punkige Noise-Attacken ("Free speech for the dumb") sind ebenso vertreten wie lonesome cowboy-songs ("Tuesday's gone"). Garage Inc. Besticht durch Spontaneität, Witz und dreckigen Sound - eine perfekte Überbrückung bis zum nächsten Studioalbum. Positiv zu erwähnen wäre noch das klasse gestaltete Booklet mit der kompletten Bandgeschichte und kleinen Anekdoten über die einzelnen Songs und deren Hintergründe. Bleibt zu hoffen, daß sich die vier über die Festtage besinnen, und wieder anfangen richtige Musik zu machen. Am besten in der Art, wie sie es auf Garage inc. zeigen. Fazit: Bestes Album von Metallica seit "Master of Puppets". © Laut
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Metal - Erschienen am 1. Januar 1996 | Blackened Recordings - Universal Music

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Delivered five years after their eponymous "black" album in 1991, Load captures Metallica settling into an uneasy period of maturation. Under the guidance of producer Bob Rock, Metallica have streamlined their sound, cutting away most of the twisting, unpredictable time signatures and the mind-numbingly fast riffs. What's left is polished -- and disappointingly straightforward -- heavy metal. Metallica's attempts at expanding their sonic palette have made them seem more conventional than they ever have before. They add in Southern boogie rock, country-rock, and power ballads to their bag of tricks, which make them sound like '70s arena rock holdovers. Metallica's idea of opening up their sound is to concentrate on relentless midtempo boogie -- over half the album is dedicated to songs that are meant to groove, but they simply don't swing. Metallica sound tight, but with the material they've written, they should sound loose. That becomes apparent as the songs drag out over the album's nearly 80-minute running time -- there are only so many times that a band can work the same tempo exactly the same way before it becomes tedious. It isn't surprising to hear Metallica get stodgier and more conservative as they get older, but it is nonetheless depressing. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Metal - Erschienen am 12. August 1991 | EMI

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Solides Gold, sogar Platin, das Metallica in die Kategorie der Giganten katapultierte und der Band erlaubte, die Grenzen des Thrash zu überschreiten und mit Rock im weitesten Sinne Kontakt aufzunehmen. Das Black Album feiert seinen 30. Geburtstag, und der Sound, der Jahrzehnte erfolgreich überdauert hat, scheint nicht im Geringsten getrübt. Das Album erschütterte sowohl die Band, die damals vier wilde und schnelle Alben herausgebracht hatte, als auch die Fans, die perplex waren, als sie bei ihrer Veröffentlichung diese schwarze Perle entdeckten. Drei Jahre zuvor hatte Metallica das Album ...And Justice for All veröffentlicht, dessen verbesserungswürdige Produktion dem Inhalt oft einen Bärendienst erwies (vor allem wegen eines Mixes, der Jason Newsteds Bass völlig überdeckte), und auf dem die schmerzliche Trauer der Musiker nach dem Tod ihres Bassisten Cliff Burton im Jahr 1986 noch immer deutlich zu spüren war. Die Four Horsemen beschlossen damals, aus ihrer Komfortzone herauszutreten, und stellten Bob Rock ein, den Mann hinter dem gewaltigen Sound von Dr. Feelgood von Mötley Crüe, der sie sehr beeindruckt hatte. Der kanadische Produzent mischte die Karten neu. Er baute eine gigantische Wand aus Gitarren auf, holte den Bass wieder in den Vordergrund, nahm die Band live auf und brachte sie dazu, für einige Stücke ihre Instrumente tiefer zu stimmen. Nach monatelanger, mühsamer und manchmal unverständlicher Arbeit stellte die Band endlich ein Album fertig, das den nüchternen Titel Metallica trägt. Das Cover war düster wie noch nie und brachte ihm den Spitznamen Black Album ein, der im Laufe der Zeit mehr oder weniger zum offiziellen Namen wurde. Als Enter Sandman als erste Single (und erster Track des Albums) zwei Monate vor dem Album als Appetithäppchen veröffentlicht wurde, war die Überraschung perfekt. Metallica lieferte einen wuchtigen Song an der Grenze zum Mid-Tempo, der dem Heavy- und Fat-Rock näherstand als dem Thrash, für den sie bis dahin bekannt waren. Viele Radiosender nahmen sie ins Programm. Mit der Ballade Nothing Else Matters schaffte es die Band 1992 sogar an die Spitze der meistgespielten Radio-Songs. Die Ballade... eine weitere Neuheit der Bay-Area-Gang. Denn fast alles hatte sich verändert. Weit entfernt von den langen, epischen Songs, die ihren Stil im Laufe der Jahre geprägt haben, liefert Metallica jetzt kürzere Songs, weniger komplex, aber höchst eindrucksvoll. Sad But True ist von einer unvergleichlichen Schwere, die mehr an Black Sabbath als an das wilde, punkige Debüt der Band erinnert. Auf dem Rest des Albums herrscht diese Art Atmosphäre vor: sowohl erdrückend als auch immer von einer gewissen Form von sattem Groove geprägt (Wherever I May Roam, My Friend of Misery). Auch wenn die Fans der ersten Stunde zunächst empört aufheulten, konnten ihre Stimmen die der Millionen neuer Fans, die die vier Musiker dank ihres Metal-Klassikers gewonnen hatten, nicht übertönen. Das Album legte den Grundstein für ein zugänglicheres Genre, das ihnen die Türen von Stadien auf der ganzen Welt geöffnet hat. Metallica ist nicht mehr nur einer der Anführer des Thrash Metal neben Slayer oder Megadeth, sondern der unumgängliche Heavy-Metal-Gigant, der in der Lage ist, mit einem gewaltigen Akkord ganze Arenen zu füllen. 30 Jahre nach seiner Veröffentlichung war das Black Album über 30 Millionen Mal verkauft worden. Über ein solches Ergebnis, das beweist, dass die Mehrheit die ihm innewohnenden Qualitäten erkannt hat, kann man nicht streiten. Dieser Klassiker, der einst (zumindest in der Anfangszeit) von einigen geschmäht wurde, hat sich nicht nur als solides Album erwiesen, sondern wurde letztendlich von allen akzeptiert. Heute steht dieses klassische Rockalbum den größten Alben von Led Zeppelin, AC/DC oder Deep Purple in nichts nach. Metallica war schon immer großzügig mit ihren Fans. Ihr Black Album revisited in einer Deluxe Box Set Version ist eine wahre Schatztruhe voller Überraschungen und enthält fast 200 Titel. Es ermöglicht ein völliges Eintauchen dank Studioaufnahmen (isolierte Riffs, Demoversionen, Proben für die Vorproduktion), Verbesserungen, alternativen Abmischungen... und natürlich einer ganzen Reihe von Live-Aufzeichnungen, die zwischen 1991 und 1993 während der darauffolgenden Tournee mitgeschnitten wurden und die einmal mehr beweisen, dass die Band vor allem eine Kriegsmaschine auf der Bühne war – wherever they may roam. © Chief Brody/Qobuz
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Metal - Erschienen am 12. August 1991 | Blackened Recordings - Universal Music

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Nach ...And Justice for All beschloss Metallica, dass eine Vereinfachung und Straffung ihres Sounds angebracht wäre. Während dieses Urteil aus musikalischer Sicht sinnvoll war, bot sich gleichzeitig auch die Gelegenheit, ihre Musik zu kommerzialisieren, und Metallica hat beide Ziele erreicht. Die besten Songs sind melodischer und direkter. Die pochenden, reduzierten Grooves von „Enter Sandman“, „Sad But True“ und „Wherever I May Roam“ halten sich an die herkömmlichen Strukturen, während die klare, professionelle Produktion von Bob Rock den Stücken mehr Eingängigkeit verleiht. „The Unforgiven“ und „Nothing Else Matters“ vermeiden die brandheißen Gitarrenriffs, von denen die Balladen der Band immer schon unterbrochen wurden. Metallica ist ein gutes, aber nicht wirklich großes Album, dessen besten Momenten verdientermaßen die Heavy-Metal-Krone gebührt. Der Ansatz des Albums lässt aber schon einen kreativen Niedergang erahnen. © Steve Huey /TiVo
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Metal - Erschienen am 12. September 2008 | Blackened Recordings - Universal Music

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"Warum nicht gleich so?" möchte man den vier Herren entgegen schmettern. Aber nein, sie mussten ja unbedingt auch noch in schraddelige und strunzlangweilige Gefilde abdriften, ehe sich Metallica nach 20 Jahren und den beiden musikalischen Bausparverträgen "Load " und "ReLoad" endlich wieder auf ihre alten Stärken besinnen. Nichts gegen das schwarze Album, aber wer Metallica sagt, meint auch Geschwindigkeit. Das letzte Lebenszeichen in dieser Richtung kam eben vor zwei Dekaden mit "... And Justice For All" um die Ecke. Der Einstieg in 75 Minuten "Death Magnetic" mit eingespieltem Herzklopfen führt die körperlichen Symptome beim gemeinen Metallica-Fan akustisch fort. Nicht wenige werden mit zitternden Händen, fahrigen Bewegungen und wummernder Blutpumpe den Silberling in den Player schieben und gespannt der Dinge harren, die auf den Hörer einstürzen. Hammetts Soli sind - Gott sei es tausendfach gedankt - zurück, und das Riffing lehnt sich ganz stark an die Prä-Load-Phase an. Alles in Butter also? Zum größten Teil. Aggressivität verbinden Hetfield und Co. endlich wieder mit dem verstärkten Einsatz des Gaspedals. Das bekommt auch dem Opener "That Was Just Your Life" ganz gut, wenn die Band nach anderthalb Minuten dem Affen Zucker gibt. Nach sieben Minuten ist der Spuk vorbei. Der gewichtige Unterschied zum Vorgänger lässt sich exemplarisch bereits an diesem Song ausmachen. Trotz instrumentaler Wiederkäuerei kommt diesmal kaum Langeweile auf. Zweistimmige Leads mit Riffs im Rudi Rammler-Tempo und Double Bass-Attacken ... Herz, was willst du mehr? In das Schema passt auch "The End Of The Line". Ein druckvoll ausgestalteter Songaufbau kreist um den ruhigen Mittelteil, der lediglich unter einem etwas platten Chorus leidet. Ansonsten auch hier: ordentlich. Das Schielen auf die eigene Vergangenheit mündet in ordentliche bis äußerst launige Ideen, der Kracher kommt aber erst mit "All Nightmare Long" daher gerumpelt. Da geht einem doch glatt das Thrash-Herzchen auf. Der etwas hysterische Gesang Hetfields geht mit ungestüm dahin preschender Rhythmik einher. Das schon vor Releasetermin im Netz umher spukende "Cyanide" sieht im direkten Vergleich arg blass aus, blinzeln hier doch die gezähmten "Load"/"ReLoad" Hardrock-Riffs durch. Solide zwar, aber auch nicht übermäßig spannend. Und dann kommt er doch noch, der Zonk. In "Unforgiven III" schmust und flauscht sich ein sanftes Pianointro mit Streicherbegleitung an die Ohren, ehe die Band instrumental den Faden aufnimmt. Wie das bei Sequels so ist, spielt nicht jede Fortführung der Ursprungsidee mit jener auf Augenhöhe. Was auf "ReLoad" schon nicht funktionierte, geht auch hier in die Hose: Ein schlurfendes Tempo alleine erzeugt noch keine Emotionen, gleiches gilt für den Einsatz von Streichern. Über sieben Minuten versucht der Song zwanghaft, den Geist balladesker Metallica-Tracks wie "Fade To Black" oder "Nothing Else Matters" zu atmen und erstickt letztendlich an diesem Anspruch. "Forgive me" skandiert Hetfield. Nö, dafür nicht. "Suicide & Redemption" läutet das Ende der 20 Jahre währenden Instrumental-losen Zeit ein. An Meisterwerke wie "Orion" oder "The Call Of Ktulu" knüpft das knapp achtminütige Stück nicht an, entwickelt aber nichtsdestotrotz zügig Dampf unterm Kessel. Stilistisch lassen einige Ideen der Instrumental-Rabauken von Karma To Burn grüßen. Den heiligen Metal-Gral finden Metallica auch mit "Death Magnetic" nicht wieder. Dafür sind dem aufmerksamen Hörer manche Riff-Idee und einige Rhythmus-Patterns nur allzu bekannt. Aber lieber das Selbstplagiat pflegen und gekonnt den Seitenblick zu Slayer schweifen lassen ("My Apocalypse"), als ... lassen wir das. Warum zur Hölle nicht gleich so? © Laut
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Metal - Erschienen am 18. November 1997 | Blackened Recordings - Universal Music

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Metallica recorded so much material for Load -- their first album in five years -- that they had to leave many songs unfinished, otherwise they would have missed their deadline. During the supporting tour for Load, they continued to work on the unfinished material, as well as write new songs, and they soon had enough material for a new album, Reload. The title suggests that Reload simply is a retread of its predecessor, and in many ways that's correct -- there's still too much bone-headed, heavy Southern rock for it to be anything other than the sequel to Load -- but there's enough left curves to make it a better record. Marianne Faithfull's backing vocals on "The Memory Remains" complement the weird, uneasy melody, and "Where the Wild Things Are" has an eerie menace that Metallica never achieved on Load. There are also a couple of ballads and country-rockers that don't work quite so well (it's never a good idea to have an explicit sequel, as on "The Unforgiven II"), and that, along with a few plodding Metallica-by-numbers, is what keeps Reload from being a full success. Still, the towering closer, "Fixxxer," along with handful of cuts that successfully push the outer edges of Metallica's sound, make the record worthwhile. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Metal - Erschienen am 24. November 1998 | Blackened Recordings - Universal Music

Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit plazieren Metallica ihr neues Doppelalbum auf dem Gabentisch. Was haben wir denn da? Insgesamt 27 Coverversionen ihrer persönlichen Lieblinge, kein einziger neuer Song. Na ja, nach dem, was das Quartett um Ulrich und Hetfield mit den letzten beiden Platten angerichtet hat, ist das ja weiter nicht so schlimm. Eine CD mit 11 neu eingespielten Songs, die zweite eine Kollektion schon veröffentlichter Stücke aus dem Zeitraum '84 bis '95. Sammler und die-hard-Fans werden mit verklärtem Blick die zweite CD einrahmen und an die Wand hängen, nix neues für diese Fraktion der Käufer. Wenden wir nun unsere interessierten Lauscher in Richtung CD 1. Was zuerst auffällt, ist der rauhe Sound der Scheibe. Es knarzt im Gebälk, kein Vergleich zu den "normalen" Hochglanzproduktionen. In kürzester Zeit auf's Tape gerotzt, entsteht der Eindruck einer Jam-Session. Genau hier liegt die Stärke dieser Platte. Man kann förmlich beim Hören der einzelnen Stücke das Grinsen im Gesicht der vier "Metallicats" sehen, wenn sie ihre Lieblingssongs durch den musikalischen Metallwolf drehen. "Astronomy" (Blue Oyster Cult), "Whiskey in the Jar" (Thin Lizzy), und "Tuesday's gone" (Lynyrd Skynyrd) sind die absoluten Highlights dieser Scheibe. Punkige Noise-Attacken ("Free speech for the dumb") sind ebenso vertreten wie lonesome cowboy-songs ("Tuesday's gone"). Garage Inc. Besticht durch Spontaneität, Witz und dreckigen Sound - eine perfekte Überbrückung bis zum nächsten Studioalbum. Positiv zu erwähnen wäre noch das klasse gestaltete Booklet mit der kompletten Bandgeschichte und kleinen Anekdoten über die einzelnen Songs und deren Hintergründe. Bleibt zu hoffen, daß sich die vier über die Festtage besinnen, und wieder anfangen richtige Musik zu machen. Am besten in der Art, wie sie es auf Garage inc. zeigen. Fazit: Bestes Album von Metallica seit "Master of Puppets". © Laut

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