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Melody Gardot

Noch eine Jazz-Sängerin? Die "Gardot", wie einige sie nennen, ist kein Feuer, sondern ein echter Elektroschock aus ein bisschen Jazz, ein bisschen Lounge, ein bisschen Pop, ein bisschen Blues - ein bisschen von allem, was uns so glücklich macht und uns ein Schaumbad mit einem Martini in der Hand genießen lässt. Aber Melody Gardot ist mehr als das. Mit ihrem ersten Album, Worrisome Heart (Verve, Universal), positionierte sie sich von Anfang an im Jahr 2008 im führenden Rudel der sogenannten Jazzsängerinnen aus Norah Jones, Madeleine Peyroux, Stacey Kent und anderen.
Im Alter von 23 spricht sie bereits mit einer echten Reife und einer Spur Überdruss von Liebe, Verlassenheit und Lebenslust und führt erfolgreiche Konzerte durch. "Ich fühlte mich immer älter als ich bin", sagt sie, "ich fühlte mich schon wie vierzig, als ich acht war." Die junge Frau erscheint auf der Bühne, als würde sie aus einer anderen Zeit stammen, mit ihrer schwarzen Brille, einem Rohrstock zum Stehen, wie eine echte Filmfigur, während sie eine subtile, intensive Musik singt. Woher kommt sie, wer ist sie?


 


Melody Gardot wurde am 2. Februar 1985 in Philadelphia geboren und wurde von ihren Großeltern großgezogen. Ihre Mutter, eine Fotografin, arbeitet und ist die meiste Zeit auf Reisen. Melody macht ihre ersten Erfahrungen mit Musik im Alter von neun Jahren und tritt ab ihrem 16. Lebensjahr in lokalen Bars am Klavier auf. Für sie ist dies nur ein Hobby, ans Geschäft denkt sie nicht. Bis zu dem Tag, an dem das 19-jährige Mädchen beim Fahrradfahren von einem Auto angefahren wird. Infolge schwerer Hirnschäden erholt sie sich durch Musiktherapie. Die schwerste Folge ihres Unfalltraumas ist, dass sie hypersensitiv gegenüber Licht wurde und sich seitdem gezwungen sieht, immer eine Sonnenbrille zu tragen. Dieser Unfall wirkte sich auch auf das Gedächtnis und auf die Zeit aus. Melody verglich diese Behinderung mit dem Erlebnis, "jeden Tag den Mount Everest zu besteigen", weil sie oft aufwacht, ohne sich zu erinnern, was sie am Tag zu tun hat. Ihre Wunden verhindern, dass sie ihr Lieblingsinstrument, das Klavier, weiter ausüben kann, und so wendet sie sich der Gitarre zu. Auf ihrem Krankenhausbett werden ihre Lieder geboren.


 


"Wie viele Menschen in meinem Alter wuchs ich auf, indem ich alles an Musik hörte, was populär war. Aber nach dem Unfall konnte ich nicht mehr als das Geräusch eines Flüsterns dulden. Da ich die Musik, die ich vorher gehört hatte, nicht hören konnte, suchte ich nach anderen Dingen, die leiser waren. Meine Freunde gaben mir verschiedene Platten; eine der ersten war Stan Getz, der den Bossa Nova spielte. Ich erinnere mich daran, dass ich gelernt hatte, auf dem Laufband zu gehen und diese Art von Musik zu hören. Sie wurde ansteckend für mich. Ich habe es gerne gehört, obwohl ich es anfangs nicht wirklich verstanden habe. Sie wurde ein sehr intimer Teil von mir." Indem die Musik an ihrem Genesungsprozess teilnimmt, wird sie auch zu einer wesentlichen Ausdrucksquelle für Melody Gardot. Während sie arbeitet, um ihre Mobilität wiederzuerlangen, beginnt sie, zum ersten Mal eigene Lieder zu schreiben. "Ich weiß nicht, wie es kam, aber es kam", erinnert sie sich. "Etwas berührt mich, wirkt auf mich, ich versuche es zu fangen und es in etwas Nützliches oder Schönes zu verwandeln." Eine erste EP mit 6 Tracks (Some Lessons, The Bedroom Sessions, Megaphon, 2005) erscheint und erhält großen Zuspruch. Sie wird von einer Plattenfirma entdeckt, die sich auf Jazz spezialisiert hat: Verve. Im Jahr 2008 veröffentlicht sie ihr erstes richtiges Album, Worrisome Heart, das sie komplett selbst schreibt und komponiert und das als kommerzieller Erfolg selbst Kritiker überzeugen kann. Ein zweites Album erscheint 2009, My One And Only Thrill, und wird sehr schnell von vielen Musikkritikern gelobt. The Absence erscheint 2012 bei Decca mit einem Erfolg, der bis heute nicht verblasst ist.


 


Melody Gardot selbst sagt, sie sei von Blues- und Jazz-Musikern sowie von Folk-, Pop-, Rock- und Klassik-Künstlern beeinflusst und nennt dabei die Namen Billie Holiday, Bessie Smith, Judy Garland, Janis Joplin, Helen Merrill, Miles Davis, Duke Ellington oder auch Georges Gershwin. Inspiration findet sie auch im Pop- und Rock-Repertoire, wie ihr Cover eines Radiohead-Songs zeigt.


Nein, Melody Gardot ist nicht einfach eine weitere Jazzsängerin -  sie ist Jazz und verkörpert diesen auch...© JMP/Qobuz




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