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Die Alben

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Pop - Erschienen am 1. Januar 2012 | Decca (UMO)

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio - Sélection JAZZ NEWS - Sélectionné par Ecoutez Voir
Für ihr drittes Studioalbum begab sich Melody auf eine Weltreise mit ausgedehnten, oft monatelangen Zwischenstopps in Brasilien, Argentinien, Marokko und Portugal. Bei der Arbeit an den neuen Tracks stand ihr der brasilianische Produzent, Komponist und Gitarrist Heitor Teixeira Pereira (Sting, Elton John) zur Seite. Melodys jazzig strukturierte Interpretationen von Bossa Nova, Tango und Fado erhalten durch sein Mitwirken einen besonders authentischen Feinschliff. Entspannt und zielbewusst zugleich schlägt Melody mit "Mira" die erste Seite des Skizzenbuchs ihrer Reisen auf. Ein frischer Morgen liegt in der Luft, wenn sie mit lockender, sanfter Stimme über verspielte Percussion gleitet. "Amalia" kultiviert diesen Stilgriff auf hohem Niveau und mit einem unaufdringlichen und leicht melancholischen Refrain. Für "Goodbye" präsentiert die Künstlerin eine reizvolle, sehr eigene Umsetzung des Tango, und verlässt dafür die Ebene des samtenen Gesangs. Hier lotet sie bislang bei ihr nicht vermutete vokale Abgründe energisch aus. Auch wenn luftige Heiterkeit und ohrschmeichelnde Sounds klar im Vordergrund stehen, schleichen sich, besonders in der zweiten Albenhälfte, verstärkt dunklere Untertöne ein. So hält "The Absence" Abstand vom Easy Listening und sorgt für eine breit gefächerte Stimmungsvielfalt. Nach den optimistischen Startsongs gibt "So We Meet Again My Heartache" eine erste Kostprobe gebrochener Gefühlswelten. Höhepunkt: die unwiderstehliche Verführung in "Lisboa". Eine Kirchturmglocke läutet, und immer tiefer zieht die Gardot hinein in eine faszinierende Sound-Reise. Die erreicht ihren Höhepunkt gegen Ende der Nummer, wenn Melody und ihr Partner nicht nur ein landläufiges Duett präsentieren: Denn dieses gegenseitige Umgarnen und Streicheln ist purer Sex. Die Arrangements sind ausgestattet mit zahlreichen, kleinen Details, die für immer wieder neue Wendungen und atmosphärische Augenblicke innerhalb der Titel sorgen. Piano-Tupfer, zart gezupfte Akustikgitarren, elegante, zurückhaltende Streicher und passgenaue Percussion sind eingebettet in eine technisch hochstehende, aber niemals steril klingende Produktion. Melody Gardot weiß eben genau, wie man die Spannung hoch hält. © Laut
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Jazz - Erschienen am 1. Juni 2015 | Decca (UMO)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Sélection JAZZ NEWS
Melodie Gardot beginnt ihr 30. Lebensjahr mit der Veröffentlichung eines Albums, dass sie ohne Zweifel von ihren bisherigen am besten darstellt. Nicht, dass ihre brillanten, vorherigen Werke weniger im Einklang mit ihrer musikalischen Persönlichkeit gewesen wären, aber mit Currency of Man hat sie endlich ein Album aufgenommen, indem sie das Pathos ihrer Heimatstadt Philadelphia, die Stadt mit dem unvergleichlichen Groove, einfängt. Es ist eine Melodie Gardot, die sich hier sehr von ihrer Soul’n’Blues-lastigen Seite offenbart. Die Blasinstrumente sind los, und die Einflüsse sind weniger eindeutig, als auf dem großartigen, aber vom Stil sehr retroklingenden My One and Only Thrill oder dem ebenfalls sehr reizenden The Absence mit seinen Bossa Nova-, Tango- und Fado-Einflüssen. Auf den ersten Blick wirken die vielen verschiedenen Facetten ihres neuen Albums sehr überraschend. Aber Gardots Charme setzt sich durch das alles klar hindurch und lässt sie am Ende als klare Gewinnerin strahlen. Ihre Gewohnheit, Jazz, Blues, Soul und Pop zu vermischen, findet man auch hier wieder und die Gardot schleicht sich durch die verschiedenen Stile hindurch und singt dabei wie immer wie eine Göttin. Nicht zu vergessen ist die Deluxe Edition The Artist’s Cut, die noch fünf zusätzliche Tracks anbietet, inklusive einem sehr schönen, kurzen Pianointerlude namens After the Rain. © MD/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Juni 2015 | Decca (UMO)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Sélection JAZZ NEWS
Melodie Gardot beginnt ihr 30. Lebensjahr mit der Veröffentlichung eines Albums, dass sie ohne Zweifel von ihren bisherigen am besten darstellt. Nicht, dass ihre brillanten, vorherigen Werke weniger im Einklang mit ihrer musikalischen Persönlichkeit gewesen wären, aber mit Currency of Man hat sie endlich ein Album aufgenommen, indem sie das Pathos ihrer Heimatstadt Philadelphia, die Stadt mit dem unvergleichlichen Groove, einfängt. Es ist eine Melodie Gardot, die sich hier sehr von ihrer Soul’n’Blues-lastigen Seite offenbart. Die Blasinstrumente sind los, und die Einflüsse sind weniger eindeutig, als auf dem großartigen, aber vom Stil sehr retroklingenden My One and Only Thrill oder dem ebenfalls sehr reizenden The Absence mit seinen Bossa Nova-, Tango- und Fado-Einflüssen. Auf den ersten Blick wirken die vielen verschiedenen Facetten ihres neuen Albums sehr überraschend. Aber Gardots Charme setzt sich durch das alles klar hindurch und lässt sie am Ende als klare Gewinnerin strahlen. Ihre Gewohnheit, Jazz, Blues, Soul und Pop zu vermischen, findet man auch hier wieder und die Gardot schleicht sich durch die verschiedenen Stile hindurch und singt dabei wie immer wie eine Göttin. Nicht zu vergessen ist die Deluxe Edition The Artist’s Cut, die noch fünf zusätzliche Tracks anbietet, inklusive einem sehr schönen, kurzen Pianointerlude namens After the Rain. © MD/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2009 | Verve

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
Es macht keinen Sinn, der Kunst von Melody Gardot rein rational beikommen zu wollen. Ein Dichter ist immer klüger als ein schlichter Alben-Rezensent, in diesem Falle der Romancier Walter de la Mare. Er schrieb dereinst die Zeilen: "Die Blüte der wilden Kirsche ist empfindlich wie Rauhreif, und so kühl und schön wie Schnee". Er kann damit nur Melody gemeint haben. Doch beim Opener "Baby I'm A Fool" beschleicht mich eine dunkle Furcht: Sind das nicht diese elenden Allerwelts-Easy Listening-Streicher, die auf Remember-Platten von Natalie Cole, Rod Stewart oder Diana Krall erbarmungslos und klebrig ihr teuflisches Dasein fristen? Entwarnung nach Sekunden, wenn Melodys Stimme erklingt und der Song sanft anschwingt. Die Aufforderung "Kiss me now, don't ask me, how" am Ende des Songs beschreibt vielleicht am besten die noch immer neugierig tastende, fragende und dabei doch stets selbstbewusste Haltung der Künstlerin. Eine leicht perlende Gitarre entführt ins flirtende "If The Stars Were Mine", und das Song-Ende ist in funkelndes Sternschnuppen-Geflitter getaucht. Spätestens hier wird bereits der Unterschied zum grandiosen Debüt-Album "Worrisome Heart" deutlich. Handelte es sich vor rund einem Jahr noch zumeist um düstere Stimmungen und melancholische Ahnungen, was fraglos der persönlichen Biografie Melody Gardots geschuldet war, springen nun heitere Sonnenstrahlen in den Songs umher. Etwa in einer Jazz-Nummer wie "Who Will Comfort Me": Zu dezenter Orgel und fingerschnippendem Rhythmus erklingt zum Schluss ihr Lachen. Zwar ist "My One And Only Thrill" weit davon entfernt, auf einmal eine durchweg beschwingte und heitere Melody Gardot zu präsentieren. Die Moll-Töne und der Blues dominieren oft nach wie vor. Doch da sind innerhalb eines Jahres eine Menge sonniger Glanzmomente durch Melodys Kompositions-Gespür gerutscht. Mit beschwingtem Gang schlendert "Les Etoiles" über den Pariser Boulevard der zwanziger und dreißiger Jahre. Intimität und Fragilität im Verbund mit Leidenschaft gehen einher im verführerischen "Love Undercover". Als schnurrende, willige, doch auch wachsame Blues-Katze streunt Melody in "Your Heart Is As Black As Night" um nächtliche Häuserecken. Bereits mit nur 23 Jahren präsentiert sich die Amerikanerin als selbstbewusste, entspannte Jazz-Lady. Lustvoll - und hungrig - kostet sie Nuancen und Akkorde, sei es in der Instrumentierung oder Vokalarbeit, aus. An Ausdruckskraft und Variantenreichtum hat Melodys Stimme dazugewonnen. Sanft rollt das Vibrato, und das Ausloten der Möglichkeiten zwischen Höhen und Tiefen erscheint unangestrengt und mühelos. Noch einmal, zum Ende des Albums, lasse ich erneut Walter de la Mares zu Worte kommen. "Wir wärmen unsere alternden Hände immer wieder an irgendeinem kleinen Feuer, das vielleicht schon vor dreißig, vierzig oder auch sechzig Jahren erloschen ist." Melody weiß das, hat de la Mares Botschaft aufgenommen und verstanden. Und verleiht so Judy Garlands "Over The Rainbow" aus dem alten Zelluloid-Märchen "Der Zauberer Von Oz" einen frischen, duftenden Lebenskuss. Er ist trotz Bossa Nova-Elementen nicht von einem lärmenden Copacabana-Strand erfüllt, sondern verführt fernab allen vorlauten Trubels in eine lichtdurchflutete, versteckte Bucht. Natürlich erfindet Melody Gardot auch auf ihrem zweiten Album den Jazz nicht neu. Doch wie sie ihn belebt, alten, scheinbar verkrusteten Strukturen neues Leben einhaucht, versehen mit einer ganz besonderen, ganz persönlichen Note: Im Verbund mit ihrer atemberaubend betörenden, sinnlichen Stimme ist das schon ein nicht alltäglich Ding. © Laut

Jazz - Erschienen am 23. Oktober 2020 | Decca (UMO)

Download nicht verfügbar
2015 bewies Melody Gardot mit Currency of Man, dass sie aus ihrer Komfortzone heraustreten konnte, denn dieses Album, das ihr aufs Haar glich, zeigte eine eindeutig auf Soul’n’Blues ausgerichtete Facette. Das soll nicht heißen, dass ihre brillanten bisherigen Versuche nicht zu ihrer musikalischen Persönlichkeit gepasst hatten, aber auf dieser Platte bestätigte sie mit einer Spur weniger Jazz, wie sehr sie sich Philadelphia verbunden fühlt, dieser Stadt, in der sie aufgewachsen ist und wo der Groove eine ganz andere Würze hat… Das fünf Jahre später erscheinende Sunset in the Blue hört sich an wie eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln. Jene, dank derer Melody Gardot sich einen Namen gemacht hat. Sie nähert sich dem Jazz und dem Bossa Nova auf ganz befreite Art, ganz so, als wäre es aufgrund der unerwarteten Situation des Jahres 2020 selbstverständlich. Gerade als sie mit der Arbeit an diesem fünften Studioalbum beginnt, bringt die Pandemie alles zum Erliegen und zwingt die Amerikanerin, ihr Projekt neu zu überdenken. So macht sie insbesondere allen in der ganzen Welt verstreuten Mitbeteiligten den Vorschlag, aus der Ferne weiterzuarbeiten. Melody Gardot lebt in Paris, der für die Arrangements zuständige Dirigent Vince Mendoza in Los Angeles und die meisten Musiker in England! Trotz aller Einschränkungen findet das Wunder statt und es hält fast fünf Monate an. Mendoza war also gezwungen, von Kalifornien und vom Bildschirm aus die in den Londoner Abbey Road Studios spielenden Musiker zu dirigieren! Hinzu kam auch noch die Zeitverschiebung. Außer Mendoza hatte Melody Gardot dabei erneut zwei weitere Schlüsselfiguren an ihrer Seite, denen sie 2009 den Erfolg von My One and Only Thrill zu verdanken hatte: den Produzenten Larry Klein und den Soundingenieur Al Schmitt, zwei Kunstschmiede, die sich auf samtweichen Sound verstehen…Am Ende vergisst man jedoch diese Bedienungsanleitung, weil man richtig genießt, was da in letzter Minute noch zusammengebastelt worden ist. Denn das ganze Sunset in the Blue hindurch bleibt Melody Gardot unerschütterlich ihrer vertraulichen, beinahe unnahbaren Ausdrucksform treu. Sie schlüpft dabei einmal mehr in die Rolle jener Gardot, die uns etwas ins Ohr flüstert, um uns dann ganz willenlos zu machen. Es ist jene, die mal abwechselnd mit einer auf dem Klavier gespielten Phrase singt, mal mit ein paar auf der Gitarre gezupften Klängen. Auch jene, die sich auf einem üppigen, aber nie honigsüßen Klangteppich voller Geigen räkelt. Der Titelsong des Albums ist aber der Zuckerguss dieses Rezepts, dem man einfach nicht widerstehen kann. Dasselbe Gefühl entsteht, wenn sie mit derselben Zurückhaltung ihren Blick auf ihr heißgeliebtes Brasilien richtet (Ninguém, Ninguém, Um Beijo) oder wenn sie erstklassige Hits covert (Moon River, I Fall in Love to Easily). Ein schönes Album, auf dem sich der etwas intrusive Pop-Song, Little Something, im Duo mit Sting von der für dieses Sunset in the Blue typischen Atmosphäre abhebt… © Marc Zisman/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 23. Oktober 2020 | Decca (UMO)

Hi-Res
2015 bewies Melody Gardot mit Currency of Man, dass sie aus ihrer Komfortzone heraustreten konnte, denn dieses Album, das ihr aufs Haar glich, zeigte eine eindeutig auf Soul’n’Blues ausgerichtete Facette. Das soll nicht heißen, dass ihre brillanten bisherigen Versuche nicht zu ihrer musikalischen Persönlichkeit gepasst hatten, aber auf dieser Platte bestätigte sie mit einer Spur weniger Jazz, wie sehr sie sich Philadelphia verbunden fühlt, dieser Stadt, in der sie aufgewachsen ist und wo der Groove eine ganz andere Würze hat… Das fünf Jahre später erscheinende Sunset in the Blue hört sich an wie eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln. Jene, dank derer Melody Gardot sich einen Namen gemacht hat. Sie nähert sich dem Jazz und dem Bossa Nova auf ganz befreite Art, ganz so, als wäre es aufgrund der unerwarteten Situation des Jahres 2020 selbstverständlich. Gerade als sie mit der Arbeit an diesem fünften Studioalbum beginnt, bringt die Pandemie alles zum Erliegen und zwingt die Amerikanerin, ihr Projekt neu zu überdenken. So macht sie insbesondere allen in der ganzen Welt verstreuten Mitbeteiligten den Vorschlag, aus der Ferne weiterzuarbeiten. Melody Gardot lebt in Paris, der für die Arrangements zuständige Dirigent Vince Mendoza in Los Angeles und die meisten Musiker in England! Trotz aller Einschränkungen findet das Wunder statt und es hält fast fünf Monate an. Mendoza war also gezwungen, von Kalifornien und vom Bildschirm aus die in den Londoner Abbey Road Studios spielenden Musiker zu dirigieren! Hinzu kam auch noch die Zeitverschiebung. Außer Mendoza hatte Melody Gardot dabei erneut zwei weitere Schlüsselfiguren an ihrer Seite, denen sie 2009 den Erfolg von My One and Only Thrill zu verdanken hatte: den Produzenten Larry Klein und den Soundingenieur Al Schmitt, zwei Kunstschmiede, die sich auf samtweichen Sound verstehen…Am Ende vergisst man jedoch diese Bedienungsanleitung, weil man richtig genießt, was da in letzter Minute noch zusammengebastelt worden ist. Denn das ganze Sunset in the Blue hindurch bleibt Melody Gardot unerschütterlich ihrer vertraulichen, beinahe unnahbaren Ausdrucksform treu. Sie schlüpft dabei einmal mehr in die Rolle jener Gardot, die uns etwas ins Ohr flüstert, um uns dann ganz willenlos zu machen. Es ist jene, die mal abwechselnd mit einer auf dem Klavier gespielten Phrase singt, mal mit ein paar auf der Gitarre gezupften Klängen. Auch jene, die sich auf einem üppigen, aber nie honigsüßen Klangteppich voller Geigen räkelt. Der Titelsong des Albums ist aber der Zuckerguss dieses Rezepts, dem man einfach nicht widerstehen kann. Dasselbe Gefühl entsteht, wenn sie mit derselben Zurückhaltung ihren Blick auf ihr heißgeliebtes Brasilien richtet (Ninguém, Ninguém, Um Beijo) oder wenn sie erstklassige Hits covert (Moon River, I Fall in Love to Easily). Ein schönes Album, auf dem sich der etwas intrusive Pop-Song, Little Something, im Duo mit Sting von der für dieses Sunset in the Blue typischen Atmosphäre abhebt… © Marc Zisman/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 9. Februar 2018 | Decca (UMO)

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Melody Gardot ist es mit vier Alben, Worrisome Heart (2008), My One And Only Thrill (2009), The Absence (20125) und Currency Of Man (2015) gelungen, sich im kleinen Club der Sängerinnen mit „ein bisschen, aber nicht allzu viel Jazz“, zwischen Diana Krall und Norah Jones auch einen Platz zu verschaffen, in dieser verträumten und in den 50er Jahren so beliebten, eigenen gesellschaftlichen Kaste, wo sie ihre so wonnevolle, einzigartige Stimme bald in die richtigen Bahnen lenkte. Bei zahlreichen Gelegenheiten hat sie diese Stimme immer wieder auf den Bühnen der ganzen Welt präsentiert. Sie hatte also schon reichlich Aufnahmen in Reserve, um ein Album mit Konzertmitschnitten herauszubringen. Die Live-Alben sind jedoch selten ein absolutes Muss. Oft fehlt ein gewisses, unbeschreibliches Etwas, das nur diejenigen, die an diesem Abend zugegen waren, in ihrem tiefsten Inneren behalten haben… Dieses Live In Europe-Album von Melody Gardot hat zum Glück genau dieses „kleine gewisse Etwas“ festgehalten… Die Amerikanerin hat es wahrscheinlich sorgfältig durchdacht (sie soll angeblich mehr als 300 Aufnahmen angehört haben, bevor sie ihre Wahl traf) und die echt aussehenden Best of vermieden. „Jemand hat eines Tages zu mir gesagt, 'blick nicht zurück, denn du wirst sicher nicht kehrtmachen', erzählt sie". "Das ist gut formuliert, wenn man aber nicht von Zeit zu Zeit einen Blick nach hinten wirft, sieht man kaum, dass einem die Zeit auf den Fersen ist. Wir alle müssen kurz in den Rückspiegel sehen, um nicht vom Weg abzukommen. Die Platte ist genau dasselbe, ein Rückspiegel in einer Corvette Jahrgang 1963, eine Postkarte unserer Tourneen durch ganz Europa. In den letzten Jahren haben wir viel Zeit auf den Straßen verbracht und bei dieser Reise haben wir nicht nur viel Neues sehen und uns erholen können, sondern wir konnten gleichzeitig versuchen, uns möglichst über Regeln hinwegzusetzen und etwas Aufregendes zu schaffen. Jahrelang habe ich davon geträumt, ein Live-Album wie dieses hier herauszubringen.“ Diese Lust macht sich von Anfang bis Ende dieser Platte bemerkbar, deren Titel in Paris, Wien, Bergen, Amsterdam, Frankfurt, Barcelona, Lissabon, Zürich und London aufgenommen wurden. Auch wenn Melody Gardot Neufassungen ihrer Titel Baby I'm A Fool und My One And Only Thrill oder den Klassiker Over The Rainbow bringt, die das Zeug zum Hit haben, so bietet sie hier einen neuen Blick, eine Interpretation mit immer neuen Möglichkeiten. Ihre vorbildlichen Musiker unterstützen sie bei dieser recht rührenden, introspektiven Expedition auf diskrete aber entscheidende Weise. Der Schlagzeuger Charles Staab, der Saxofonist Irwin Hall und der Bassist Sami Minaie sind total auf ihren Gesang eingestimmt, den sie wie eine zarte Hand auffangen, die sie erst bei der allerletzten Note loslassen. Und dann gibt es natürlich dieses Cover, von dem noch oft die Rede sein wird. Oder auch nicht. © Marc Zisman/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2007 | Decca (UMO)

Eine junge Künstlerin taucht auf, und während das erste Album noch nicht einmal richtig in den Läden steht, prasselt gleich eine ganze Vergleichs-Namenslatte durchs Internet-Feuilleton. Madeleine Peyroux, Norah Jones oder Diana Krall werden in Sachen musikalischer Verschubladisierung zu Rate gezogen. Natürlich ist es legitim, Verweise in Sachen stilistischer Ausrichtung zu setzen. Doch diesmal haut es einfach nicht hin. Was, zum Teufel, hat Melody Gardot mit einer Norah Jones zu schaffen? Frank Sinatra wird auch nicht in einen Topf mit Tony Bennett geworfen. Die schlichte Wahrheit ist: Bereits mit ihrem Debüt "Worrisome Heart" schafft es die Künstlerin, den Eindruck eines prägenden Originals zu hinterlassen, hinter dem manch gestandener Name nahezu als Epigone zurückfällt. Der biografische Hintergrund der Sängerin ist mehr als ungewöhnlich: Bereits mit 16 spielt sie in Bars Pop- und Jazz-Standards am Piano. Mit 19 erleidet Melody unverschuldet einen schweren Verkehrsunfall, der einen langen Krankenhaus-Aufenthalt zur Folge hat. Ärzte raten ihr zu einer begleitenden Musik-Therapie - und so beginnt sie, ihre eigenen Songs zu schreiben und zu komponieren. Von der Laufzeit her ist "Worrisome Heart" knapp bemessen - Zehn Songs mit lediglich rund dreißig Minuten Spielzeit erwarten den Hörer. Doch dies ohne jeglichen Ausfall und mit Kompositionen ausgestattet, die lange tief im Inneren nachhallen. Zur Fahrt auf einen in der Dämmerung dahintreibenden Blues-Dampfer lädt der Opener und Titeltrack "Worrisome Heart". "All That I Need Is Love" verbreitet hingegen eine heiter-verspielt anmutende Luftigkeit. "Gone" führt balladesk zurück in dunklere Abgründe. Mit "Quiet Fire" gelingt ein meisterlich aufgebauter Song, der in tiefen Blues-Gefilden seinen Anfang nimmt und im Refrain neben Jazz-Improvisationen sogar dezente Pop-Anleihen bietet. "One Day" becirct als glockenhelle, hauchzarte Verführung in der von Melodys Vokalarbeit unwiderstehlich umgesetzten Hoffnung, die Suche nach dem Mann fürs Leben glücklich zu gestalten. Die künstlerische Reife und persönliche Klasse Melody Gardots nötigt nicht nur tiefen Respekt ab, sondern raubt beim Hören oft genug einfach schlichtweg den Atem. Die inspirierte, vielschichtig angelegte Begleitung ihrer Mitmusiker trägt ihr Übriges hinzu. Ob Trompete, Bass, ein streichelnder Besen über dem Schlagzeug - jedes Arrangement auf "Worrisome Heart" lädt ein zur Entdeckungsreise, und mit jedem Hören erschließen sich immer neue Details. Faszinierend auf gesamter Albenlänge: Melodys stimmliche Präsenz. Sie steckt voller Leidenschaft und Intensität, gänzlich fern der Klischees einer verrucht-verrauchten Blues-Vettel. Beeindruckend, wie viel Schattierungen sie aus den einzelnen Gesangsparts heraus arbeitet und mit intimer Fragilität gänsehauterregende Atmosphäre erschafft. Trotz makelloser Intonierung steht sie fernab jeglicher Sterilität und Kühle und beeindruckt mit zarten, wie hingetuscht wirkenden Stimmungs-Skizzen. "Love Me Like A River Does" nimmt als melancholische, düster gefärbte Liebes-Betrachtung gefangen, doch frei von allzu penetranter Schwermütigkeit. In "Goodnite" schleicht sich ein swingender Kontrabass ein. Im letzten Song-Drittel transferiert die Aufnahmetechnik Melodys Stimme ins Gestern und erweckt so den Eindruck einer alten Schellack-Platte auf dem Grammophon. Das abschließende "Twilight" entpuppt sich als kurzes, einfühlsames Jazz-Instrumental. Melody Gardot debütiert nicht als Klon neuzeitlicher Chanteusen, die einfach nur sattsam Bekanntes in eine vorgeblich neue und glitzernde Verpackung hüllen. Es scheint eher, als hätte jene wundersame Apparatur aus H.G. Wells "Die Zeitmaschine" Halt gemacht irgendwo in den zwanziger, dreißiger Jahren des Vorjahrhunderts und Melody von dort hinüber gebeamt in die heutige Zeit, um uns eine Ahnung zu geben von einer Jazz-Stil und Blues-Klasse, wie sie wohl nur damals zu finden war. Erinnerungen an den Film "Die Fabelhaften Baker Boys" mit einer betörenden Michelle Pfeiffer als Nachtclub-Sängerin werden wach. Ein damaliger Kritiker merkte an, es handele sich um einen der seltenen Streifen, nach deren Ende man sich beharrlich weigert, das Kino zu verlassen. Ebenso verhält es sich mit "Worrisome Heart": Dieser Tage weigere ich mich oft genug, das Album aus der Anlage zu nehmen. Play It Again, CD-Sam! © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2009 | Verve

Es macht keinen Sinn, der Kunst von Melody Gardot rein rational beikommen zu wollen. Ein Dichter ist immer klüger als ein schlichter Alben-Rezensent, in diesem Falle der Romancier Walter de la Mare. Er schrieb dereinst die Zeilen: "Die Blüte der wilden Kirsche ist empfindlich wie Rauhreif, und so kühl und schön wie Schnee". Er kann damit nur Melody gemeint haben. Doch beim Opener "Baby I'm A Fool" beschleicht mich eine dunkle Furcht: Sind das nicht diese elenden Allerwelts-Easy Listening-Streicher, die auf Remember-Platten von Natalie Cole, Rod Stewart oder Diana Krall erbarmungslos und klebrig ihr teuflisches Dasein fristen? Entwarnung nach Sekunden, wenn Melodys Stimme erklingt und der Song sanft anschwingt. Die Aufforderung "Kiss me now, don't ask me, how" am Ende des Songs beschreibt vielleicht am besten die noch immer neugierig tastende, fragende und dabei doch stets selbstbewusste Haltung der Künstlerin. Eine leicht perlende Gitarre entführt ins flirtende "If The Stars Were Mine", und das Song-Ende ist in funkelndes Sternschnuppen-Geflitter getaucht. Spätestens hier wird bereits der Unterschied zum grandiosen Debüt-Album "Worrisome Heart" deutlich. Handelte es sich vor rund einem Jahr noch zumeist um düstere Stimmungen und melancholische Ahnungen, was fraglos der persönlichen Biografie Melody Gardots geschuldet war, springen nun heitere Sonnenstrahlen in den Songs umher. Etwa in einer Jazz-Nummer wie "Who Will Comfort Me": Zu dezenter Orgel und fingerschnippendem Rhythmus erklingt zum Schluss ihr Lachen. Zwar ist "My One And Only Thrill" weit davon entfernt, auf einmal eine durchweg beschwingte und heitere Melody Gardot zu präsentieren. Die Moll-Töne und der Blues dominieren oft nach wie vor. Doch da sind innerhalb eines Jahres eine Menge sonniger Glanzmomente durch Melodys Kompositions-Gespür gerutscht. Mit beschwingtem Gang schlendert "Les Etoiles" über den Pariser Boulevard der zwanziger und dreißiger Jahre. Intimität und Fragilität im Verbund mit Leidenschaft gehen einher im verführerischen "Love Undercover". Als schnurrende, willige, doch auch wachsame Blues-Katze streunt Melody in "Your Heart Is As Black As Night" um nächtliche Häuserecken. Bereits mit nur 23 Jahren präsentiert sich die Amerikanerin als selbstbewusste, entspannte Jazz-Lady. Lustvoll - und hungrig - kostet sie Nuancen und Akkorde, sei es in der Instrumentierung oder Vokalarbeit, aus. An Ausdruckskraft und Variantenreichtum hat Melodys Stimme dazugewonnen. Sanft rollt das Vibrato, und das Ausloten der Möglichkeiten zwischen Höhen und Tiefen erscheint unangestrengt und mühelos. Noch einmal, zum Ende des Albums, lasse ich erneut Walter de la Mares zu Worte kommen. "Wir wärmen unsere alternden Hände immer wieder an irgendeinem kleinen Feuer, das vielleicht schon vor dreißig, vierzig oder auch sechzig Jahren erloschen ist." Melody weiß das, hat de la Mares Botschaft aufgenommen und verstanden. Und verleiht so Judy Garlands "Over The Rainbow" aus dem alten Zelluloid-Märchen "Der Zauberer Von Oz" einen frischen, duftenden Lebenskuss. Er ist trotz Bossa Nova-Elementen nicht von einem lärmenden Copacabana-Strand erfüllt, sondern verführt fernab allen vorlauten Trubels in eine lichtdurchflutete, versteckte Bucht. Natürlich erfindet Melody Gardot auch auf ihrem zweiten Album den Jazz nicht neu. Doch wie sie ihn belebt, alten, scheinbar verkrusteten Strukturen neues Leben einhaucht, versehen mit einer ganz besonderen, ganz persönlichen Note: Im Verbund mit ihrer atemberaubend betörenden, sinnlichen Stimme ist das schon ein nicht alltäglich Ding. © Laut
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Jazz - Erschienen am 1. Januar 2010 | Decca (UMO)

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Pop - Erschienen am 28. Mai 2012 | Decca (UMO)

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Für ihr drittes Studioalbum begab sich Melody auf eine Weltreise mit ausgedehnten, oft monatelangen Zwischenstopps in Brasilien, Argentinien, Marokko und Portugal. Bei der Arbeit an den neuen Tracks stand ihr der brasilianische Produzent, Komponist und Gitarrist Heitor Teixeira Pereira (Sting, Elton John) zur Seite. Melodys jazzig strukturierte Interpretationen von Bossa Nova, Tango und Fado erhalten durch sein Mitwirken einen besonders authentischen Feinschliff. Entspannt und zielbewusst zugleich schlägt Melody mit "Mira" die erste Seite des Skizzenbuchs ihrer Reisen auf. Ein frischer Morgen liegt in der Luft, wenn sie mit lockender, sanfter Stimme über verspielte Percussion gleitet. "Amalia" kultiviert diesen Stilgriff auf hohem Niveau und mit einem unaufdringlichen und leicht melancholischen Refrain. Für "Goodbye" präsentiert die Künstlerin eine reizvolle, sehr eigene Umsetzung des Tango, und verlässt dafür die Ebene des samtenen Gesangs. Hier lotet sie bislang bei ihr nicht vermutete vokale Abgründe energisch aus. Auch wenn luftige Heiterkeit und ohrschmeichelnde Sounds klar im Vordergrund stehen, schleichen sich, besonders in der zweiten Albenhälfte, verstärkt dunklere Untertöne ein. So hält "The Absence" Abstand vom Easy Listening und sorgt für eine breit gefächerte Stimmungsvielfalt. Nach den optimistischen Startsongs gibt "So We Meet Again My Heartache" eine erste Kostprobe gebrochener Gefühlswelten. Höhepunkt: die unwiderstehliche Verführung in "Lisboa". Eine Kirchturmglocke läutet, und immer tiefer zieht die Gardot hinein in eine faszinierende Sound-Reise. Die erreicht ihren Höhepunkt gegen Ende der Nummer, wenn Melody und ihr Partner nicht nur ein landläufiges Duett präsentieren: Denn dieses gegenseitige Umgarnen und Streicheln ist purer Sex. Die Arrangements sind ausgestattet mit zahlreichen, kleinen Details, die für immer wieder neue Wendungen und atmosphärische Augenblicke innerhalb der Titel sorgen. Piano-Tupfer, zart gezupfte Akustikgitarren, elegante, zurückhaltende Streicher und passgenaue Percussion sind eingebettet in eine technisch hochstehende, aber niemals steril klingende Produktion. Melody Gardot weiß eben genau, wie man die Spannung hoch hält. © Laut
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Jazz - Erschienen am 6. Dezember 2019 | Decca (UMO)

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Jazz - Erschienen am 23. Oktober 2020 | Decca (UMO)

Hi-Res
2015 bewies Melody Gardot mit Currency of Man, dass sie aus ihrer Komfortzone heraustreten konnte, denn dieses Album, das ihr aufs Haar glich, zeigte eine eindeutig auf Soul’n’Blues ausgerichtete Facette. Das soll nicht heißen, dass ihre brillanten bisherigen Versuche nicht zu ihrer musikalischen Persönlichkeit gepasst hatten, aber auf dieser Platte bestätigte sie mit einer Spur weniger Jazz, wie sehr sie sich Philadelphia verbunden fühlt, dieser Stadt, in der sie aufgewachsen ist und wo der Groove eine ganz andere Würze hat… Das fünf Jahre später erscheinende Sunset in the Blue hört sich an wie eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln. Jene, dank derer Melody Gardot sich einen Namen gemacht hat. Sie nähert sich dem Jazz und dem Bossa Nova auf ganz befreite Art, ganz so, als wäre es aufgrund der unerwarteten Situation des Jahres 2020 selbstverständlich. Gerade als sie mit der Arbeit an diesem fünften Studioalbum beginnt, bringt die Pandemie alles zum Erliegen und zwingt die Amerikanerin, ihr Projekt neu zu überdenken. So macht sie insbesondere allen in der ganzen Welt verstreuten Mitbeteiligten den Vorschlag, aus der Ferne weiterzuarbeiten. Melody Gardot lebt in Paris, der für die Arrangements zuständige Dirigent Vince Mendoza in Los Angeles und die meisten Musiker in England! Trotz aller Einschränkungen findet das Wunder statt und es hält fast fünf Monate an. Mendoza war also gezwungen, von Kalifornien und vom Bildschirm aus die in den Londoner Abbey Road Studios spielenden Musiker zu dirigieren! Hinzu kam auch noch die Zeitverschiebung. Außer Mendoza hatte Melody Gardot dabei erneut zwei weitere Schlüsselfiguren an ihrer Seite, denen sie 2009 den Erfolg von My One and Only Thrill zu verdanken hatte: den Produzenten Larry Klein und den Soundingenieur Al Schmitt, zwei Kunstschmiede, die sich auf samtweichen Sound verstehen…Am Ende vergisst man jedoch diese Bedienungsanleitung, weil man richtig genießt, was da in letzter Minute noch zusammengebastelt worden ist. Denn das ganze Sunset in the Blue hindurch bleibt Melody Gardot unerschütterlich ihrer vertraulichen, beinahe unnahbaren Ausdrucksform treu. Sie schlüpft dabei einmal mehr in die Rolle jener Gardot, die uns etwas ins Ohr flüstert, um uns dann ganz willenlos zu machen. Es ist jene, die mal abwechselnd mit einer auf dem Klavier gespielten Phrase singt, mal mit ein paar auf der Gitarre gezupften Klängen. Auch jene, die sich auf einem üppigen, aber nie honigsüßen Klangteppich voller Geigen räkelt. Der Titelsong des Albums ist aber der Zuckerguss dieses Rezepts, dem man einfach nicht widerstehen kann. Dasselbe Gefühl entsteht, wenn sie mit derselben Zurückhaltung ihren Blick auf ihr heißgeliebtes Brasilien richtet (Ninguém, Ninguém, Um Beijo) oder wenn sie erstklassige Hits covert (Moon River, I Fall in Love to Easily). Ein schönes Album, auf dem sich der etwas intrusive Pop-Song, Little Something, im Duo mit Sting von der für dieses Sunset in the Blue typischen Atmosphäre abhebt… © Marc Zisman/Qobuz

Jazz - Erschienen am 23. Oktober 2020 | Decca (UMO)

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2015 bewies Melody Gardot mit Currency of Man, dass sie aus ihrer Komfortzone heraustreten konnte, denn dieses Album, das ihr aufs Haar glich, zeigte eine eindeutig auf Soul’n’Blues ausgerichtete Facette. Das soll nicht heißen, dass ihre brillanten bisherigen Versuche nicht zu ihrer musikalischen Persönlichkeit gepasst hatten, aber auf dieser Platte bestätigte sie mit einer Spur weniger Jazz, wie sehr sie sich Philadelphia verbunden fühlt, dieser Stadt, in der sie aufgewachsen ist und wo der Groove eine ganz andere Würze hat… Das fünf Jahre später erscheinende Sunset in the Blue hört sich an wie eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln. Jene, dank derer Melody Gardot sich einen Namen gemacht hat. Sie nähert sich dem Jazz und dem Bossa Nova auf ganz befreite Art, ganz so, als wäre es aufgrund der unerwarteten Situation des Jahres 2020 selbstverständlich. Gerade als sie mit der Arbeit an diesem fünften Studioalbum beginnt, bringt die Pandemie alles zum Erliegen und zwingt die Amerikanerin, ihr Projekt neu zu überdenken. So macht sie insbesondere allen in der ganzen Welt verstreuten Mitbeteiligten den Vorschlag, aus der Ferne weiterzuarbeiten. Melody Gardot lebt in Paris, der für die Arrangements zuständige Dirigent Vince Mendoza in Los Angeles und die meisten Musiker in England! Trotz aller Einschränkungen findet das Wunder statt und es hält fast fünf Monate an. Mendoza war also gezwungen, von Kalifornien und vom Bildschirm aus die in den Londoner Abbey Road Studios spielenden Musiker zu dirigieren! Hinzu kam auch noch die Zeitverschiebung. Außer Mendoza hatte Melody Gardot dabei erneut zwei weitere Schlüsselfiguren an ihrer Seite, denen sie 2009 den Erfolg von My One and Only Thrill zu verdanken hatte: den Produzenten Larry Klein und den Soundingenieur Al Schmitt, zwei Kunstschmiede, die sich auf samtweichen Sound verstehen…Am Ende vergisst man jedoch diese Bedienungsanleitung, weil man richtig genießt, was da in letzter Minute noch zusammengebastelt worden ist. Denn das ganze Sunset in the Blue hindurch bleibt Melody Gardot unerschütterlich ihrer vertraulichen, beinahe unnahbaren Ausdrucksform treu. Sie schlüpft dabei einmal mehr in die Rolle jener Gardot, die uns etwas ins Ohr flüstert, um uns dann ganz willenlos zu machen. Es ist jene, die mal abwechselnd mit einer auf dem Klavier gespielten Phrase singt, mal mit ein paar auf der Gitarre gezupften Klängen. Auch jene, die sich auf einem üppigen, aber nie honigsüßen Klangteppich voller Geigen räkelt. Der Titelsong des Albums ist aber der Zuckerguss dieses Rezepts, dem man einfach nicht widerstehen kann. Dasselbe Gefühl entsteht, wenn sie mit derselben Zurückhaltung ihren Blick auf ihr heißgeliebtes Brasilien richtet (Ninguém, Ninguém, Um Beijo) oder wenn sie erstklassige Hits covert (Moon River, I Fall in Love to Easily). Ein schönes Album, auf dem sich der etwas intrusive Pop-Song, Little Something, im Duo mit Sting von der für dieses Sunset in the Blue typischen Atmosphäre abhebt… © Marc Zisman/Qobuz
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Pop - Erschienen am 4. September 2020 | Decca (UMO)

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Jazz - Erschienen am 1. Januar 2009 | Decca (UMO)

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Jazz - Erschienen am 19. Juni 2020 | Decca (UMO)

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Pop - Erschienen am 4. November 2016 | Universal Music Division Decca Records France

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Jazz - Erschienen am 9. Februar 2018 | Decca (UMO)

„Nackt auftreten,“ meinte Melody Gardot mal im Interview, „das würde ich nie auf der Bühne machen, dafür sind die Gagen nicht hoch genug“. Da muss sich etwas geändert haben. Auf dem Cover dieses Live-Albums präsentiert sich die Blonde von hinten im Evakostüm auf großer Bühne, mit Gitarre, vorderseits angestrahlt von einem Spot. „Verwundbar und nackt“ fühle sie sich, wenn sie vor Publikum ihr Innerstes offenlege, sagt sie nun. Aber sei’s drum! Live zeigt sie sich auch in anderem Sinne nackt. Kam sie auf Studioalben schon mal im opulenten Breitwandsound daher, mit Streichern, Harfen, Backgroundchor, gibt sie sich hier sparsam instrumentiert, teils aufs Äußerste reduziert. Was ihren Songs bestens bekommt. Mit kleinem „Reisebesteck“ gewinnen sie nur an Intimität und Atmosphäre. Aus Konzertmitschnitten von diversen Stationen ihrer Europatouren der Jahre 2012 bis 2016 stellte Gardot das Material für eine Doppel-CD (bzw. ein 3-LP-Set mit fünf bespielten Seiten) zusammen; die Songs stammen zumeist von dem orchestralen Studioalbum „My One and Only Thrill“ (2009). Demgegenüber kommt die Singer-/Songwriterin, die selbst Gitarre und Klavier spielt, mit minimaler Begleitung aus – in „Baby I’m a Fool“ etwa, das in zwei Versionen vertreten ist, nur mit Cello plus gestreicheltem Drumset. „Over the Rainbow“, die einzige Fremdkomposition des Albums, singt sie ganz „nackt“, nur zum Pizzicato des Cellos. Mehr Ökonomie geht nicht. Nun gut, sie gibt arges Vibrato auf die Stimme, knödelt bisweilen, doch in diesem spartanischen Kontext ist das nicht ohne Reiz. Im zweiten Teil wird das Setting größer, die Songs bluesiger, jazziger, „schräger“, allen voran der furiose „March For Mingus“, im Original nur auf einer „special edition“ von „Currency Of Man“. Welche Songwriterin – außer Joni Mitchell – hat je einen so schönen Mingus-Tribut vorgelegt! © Klostermann, Berthold / www.fonoforum.de
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Juni 2015 | Decca (UMO)

Melodie Gardot beginnt ihr 30. Lebensjahr mit der Veröffentlichung eines Albums, dass sie ohne Zweifel von ihren bisherigen am besten darstellt. Nicht, dass ihre brillanten, vorherigen Werke weniger im Einklang mit ihrer musikalischen Persönlichkeit gewesen wären, aber mit Currency of Man hat sie endlich ein Album aufgenommen, indem sie das Pathos ihrer Heimatstadt Philadelphia, die Stadt mit dem unvergleichlichen Groove, einfängt. Es ist eine Melodie Gardot, die sich hier sehr von ihrer Soul’n’Blues-lastigen Seite offenbart. Die Blasinstrumente sind los, und die Einflüsse sind weniger eindeutig, als auf dem großartigen, aber vom Stil sehr retroklingenden My One and Only Thrill oder dem ebenfalls sehr reizenden The Absence mit seinen Bossa Nova-, Tango- und Fado-Einflüssen. Auf den ersten Blick wirken die vielen verschiedenen Facetten ihres neuen Albums sehr überraschend. Aber Gardots Charme setzt sich durch das alles klar hindurch und lässt sie am Ende als klare Gewinnerin strahlen. Ihre Gewohnheit, Jazz, Blues, Soul und Pop zu vermischen, findet man auch hier wieder und die Gardot schleicht sich durch die verschiedenen Stile hindurch und singt dabei wie immer wie eine Göttin. Nicht zu vergessen ist die Deluxe Edition The Artist’s Cut, die noch fünf zusätzliche Tracks anbietet, inklusive einem sehr schönen, kurzen Pianointerlude namens After the Rain. © MD/Qobuz

Der Interpret

Melody Gardot im Magazin