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Die Alben

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. September 2013 | Four Music Productions

Die unspektakulärste Nachricht zuerst: Caspers "Hinterland" übertrifft den gefeierten Vorgänger trotz klanglicher Neuausrichtung in allen Belangen und hievt sein Oeuvre auf ein neues Level. Um mit der "Ariel"-Hookline zu sprechen: "Alles ist gut. Anders, aber gut." Die mit Vorschusslorbeeren überschüttete Kooperation mit Get Well Soon-Mastermind Konstantin Gropper und Markus Ganter (Sizarr, Dagobert) steht für einen musikalischen Neuanfang. Von der "XOXO"-Produktion, die dem Bielefelder vor gut zwei Jahren den Durchbruch ermöglichte, blieb nur die gesunde Distanz zum klassischen Hip Hop-Beat. Casper nahm den Kritikern - bestimmt nicht nur aus Spaß - ein Stück Arbeit ab und servierte seine musikalischen Referenzen bereits in der Spotify-Playlist "13 Songs That Inspired Hinterland", die man in seinem dritten Werk überraschend gut wiedererkennt. Tracks von The Shins, Arcade Fire, Vampire Weekend und Frank Turner etwa erklären, warum es sich bei "Hinterland" um eine doch überraschend Gitarren-lastige Platte handelt. Die Youngblood Brass Band rechtfertigt - neben Groppers Einfluss - die hohe Blechbläser-Präsenz. A$AP Rocky, Kendrick Lamar und J. Cole hört man dagegen in "Ariel" und "Endlich Angekommen" heraus. Trotz all der erfrischenden Rumpeligkeit, die "Hinterland" mitbringt: Zu Buche schlägt in erster Linie ein großes Pop-Album. Der Hang zum Epischen bleibt im Vordergrund, die Suche nach dem Gänsehautmoment kam im Mannheimer Studio bei aller Verkopftheit nicht zu kurz. Anders als auf "XOXO" fällt keiner der elf Titel wirklich ab, von Ausfällen wie "So Perfekt" ganz zu schweigen. "Hinterland" lebt von einer Vielseitigkeit, die man auch dem deutlich gesteigerten Spektrum verdankt, das Casper diesmal mit seiner unvergleichbaren Reibeisenstimme abdeckt. Wer hätte das gedacht: Irgendjemand hat aus dem 30-Jährigen sogar einen passablen Sänger geformt. Gut so. Die neuen Skills kann dieser allerdings auch gut gebrauchen, kraftvolle Hymnen wie das Tomte-ähnliche "Nach Der Demo Ging's Bergab" würden sonst wohl gegen die Wand fahren. Im Text zitiert sich Casper quer durch die deutsche Pop-Kultur, von Ton Steine Scherben bis zu Wir Sind Helden - mit Zwischenstation Die Sterne: "'Was hat uns bloß so ruiniert?', hast du gefragt / Ich hab die Antwort verschluckt." Inhaltlich erzählt der Track, was der Titel bereits andeutet: Eine etwas zu kurz geratene Rockstar-Geschichte. "Wir sind ein Insider-Witz, den von uns beiden scheinbar keiner versteht." "Wir können alles und alles können wir sein!" Mit einem Turbostaat-Zitat startet dagegen "Alles Endet (Aber Nie Die Musik)". Die Uptempo-Nummer repräsentiert mit erquicklichen Dur-Akkorden Caspers deutlich ins Positive gekippte Grundstimmung. "Tanzen, als ob keiner guckt / Lachen, als wenn's jeder liebt / Singen ohne Texte kennen / Und Feiern als ob's kein Ende gibt / Adrenalin / Puls in 45 RPM / Werden wohl zur Hölle fahr'n / aber das im besten Sinn. / Sieh die Kamine der Fabrik / Alles endet, aber nie die Musik." Da ist er wieder, der gute alte "Verlorene Jugend"-Tenor. Im Beziehungsdrama "Lux Lisbon" gelingt dem höcht willkommenen Gastsänger Tom Smith, anders als auf dem jüngsten Editors-Album, der Drahtseilakt zwischen Pathos und Kitsch. Weniger dramatisch, eher angenehm melancholisch besticht "20qm", das gewisse Vibes des "XOXO"-Titeltracks einfängt. Im erhabenen "La Rue Morgue" eifert Casper dann sogar Tom Waits nach, der mit "Little Drop Of Poison" ebenfalls Teil der Spotify-Playlist war. "Ganz Schön Okay" erreicht dagegen mit tatkräftiger Unterstützung des zweiten und letzten Features Kraftklub den Pop-Appeal eines Cro - mit relevanteren Lyrics und fetterer Produktion. "Jambalaya" kennt man bereits als Intro der diesjährigen Splash!-Show. Ältere Fans, die sich kurz vor Ende der Platte immer noch keine dezidierte Meinung gebildet haben, wickelt der Bielefelder mal eben mit einer Art "Casper Bumayé"-Nachfolger um den Finger. "Yo, mit Schrot in den Flinten im Suff auf Dosenbier schießen / Biss mich von oben nach unten, so wie 'nen Krokodil-Kiefer / Vom Trailerpark zu Szenestar / denk jedes Jahr, wie ewig lang / aber seht mal, wir sind endlich da!" Eine einzige Machtdemonstration in Sachen Deutschrap. Doch dieser hätte es gar nicht mehr bedurft, um zu klarzustellen, dass das Phänomen Casper auch weiterhin zum Hip Hop-Kontext gehört - auch wenn der Feuilleton unermüdlich versucht, es dort herauszuzerren. "Hinterland" als die endgültige Abkehr vom Rap? Absoluter Schwachsinn. Denn abzüglich des berauschenden Drumherums stellt der Wahlberliner immer noch vor allem eines dar: einen in jeglicher Hinsicht überragenden MC. "Ich will auch mein 'Stadtaffe' haben", verriet der Kritikerliebling letztens gegenüber der Zeit. Ob die Verneigung vor den persönlichen Lieblingsbands als stilistische Grundlage für einen derartigen Kultstatus genügt? Ein Jahreshighlight verdanken wir dem Dreiergespann Ganter-Gropper-Griffey aber jedenfalls - und um eine weiter Casper-Line aus dem Kontext zu reißen: "keine Supermänner, dennoch verdammt nah dran." ("Endlich Angekommen") © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 8. Juli 2011 | Four Music Productions

"Die Wölfe sind los und wollen das Blut sehen / Lasst die Bänder rolln / Das Volk will zusehen / Lasst die Spiele beginnen ..." Endlich ist es da: Caspers opus magicum, "XOXO". Lange hat er uns warten lassen, doch es hat sich gelohnt. Dass Casper ein guter Rapper ist, wussten wir bereits. Was er aber hier zündet, ist eine lyrische und musikalische Explosion. Pulsierende Herzschläge - "... drei zwei eins - der Druck steigt! Wir hol'n zurück, was uns gehört!" Nie habe ich eine Albumeröffnung gewaltiger erlebt. "Wir scheitern immer schöner / Sind Versager mit Stil / Haben nich viel / Ausgenommen Leitfiguren / Auf und davon / Sind nicht schön / Sind nicht reich / Wird hart erkämpft / Da raus zu kommen." Von "Der Druck Steigt" geht es nahtlos zu Part 2 der Vergessenen, "Blut Sehen". Auf kompromisslosem, hammerharten Dexter-Beat rollen Caspers Raps über einen hinweg, "und es brennt / Im Zweifel für den Zweifel zu spät / Die Stadt brennt / Teil der Lösung oder Teil des Problems? / Die Stadt brennt / Gibt eh nich mehr viel zu verliern / Doch wir warn hier, verdammt / Wir warn hier!". Ja. Wir warn hier und wir holen uns zurück, was uns gehört. Mit Pathos und Größenwahn, wie sie nur die Jugend zu transportieren vermag, lodert bereits in diesem grandiosen Opening der vergessenen Kids das Feuer eines imaginären Putsches: "Da geht es gar nicht darum, konkrete Missstände anzuprangern, sondern ein kleines bisschen Aufbruchstimmung zu verbreiten. Ich will nur sagen: Ihr wisst gar nicht, wie geil das sein kann, jung zu sein und auf alles zu scheißen", sagt Casper im Interview mit der Juice. Auch Tracks wie "XOXO" mit Thees Uhlmann, "Die Letzte Gang Der Stadt", "Auf Und Davon" oder "Michael X" erzählen, so persönlich sie ausfallen, Geschichten der Jugend einer ganzen Generation. Geschichten von Rotwein im Tetrapack, Aufbruch, Träumen und davon, "wo wir mit sechzehn dachten / Wo wir mit dreißig sind." Casper, der überall als Messias eines neuen Zeitgeists im deutschen Hip Hop gefeiert wird, erweckt einen längst vergangenen zu neuem Leben. "Wir liegen lachend in den Trümmern und fühln uns frei." Voller Nostalgie und mit einer Stimme, die sich einem in Kopf und Herz brennt, zieht Casper uns in einen dunklen Sog einer vergessenen Rebellion. "Anti-alles für immer." Casper hat eine seine Weile gebraucht, die Menschen zu finden, die seine musikalische Vision verstanden haben. Als Produzent des Ganzen fungiert nun Steddy Wilmking, Schlagzeuger der H-Blockx und Timid Tiger, der auf den meisten Tracks des Albums zudem die Drums eingespielt hat. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich den Namen Casper nicht für irgendetwas Beliebiges hergebe", sagt Casper. Das zieht er konsequent durch. Aufwändig produziert, musikalisch vielschichtig und auf hohem Niveau komponiert, ist "XOXO" ein Hip Hop-Album, wie es seinesgleichen sucht. Samples gibt es trotzdem auch, so basiert beispielsweise der Beat von "Auf Und Davon" auf einem Track der Arty-Farty-Chillwave-Band ("How To Dress Well"), aber die bilden eher die Ausnahme, als die Basis. Wie? Hip Hop, und nicht durchseucht von Samples? "Die Amis samplen Funk und Soul, weil das ihre Kinderstube war. Ich hingegen habe in meiner Jugend The Smiths und Morrissey gehört, später viel Hamburger Schule. Insofern ist 'XOXO' ein erstmaliges Darlegen meiner musikalischen Sozialisation", sagt Casper. Ein nicht seltenes Problem des Hip Hop ist, dass Raps und Beats nicht miteinander gehen. Hier beschleicht einen der Eindruck, die Sprache und Sound fließen ineinander. Einziges Rap-Feature auf der Platte ist "So perfekt" mit Marteria, ein Rappart geiler als der andere: "Doch wenn schon scheiße tanzen / Dann so, dass die ganze Welt es sieht / Mit Armen in der Luft / Beiden Beinen leicht neben dem Beat / Und wenn du mit der Königin die Fläche verlässt / Sag dir: Diese Welt ist perfekt." Perfekt auch Marterias Gastspiel: "Du bist schön / Du bist aus Gold / Sitzt in deinem Monstertruck / Sonnenbrandgebräunt / Rollst los / Hans Dampf / Rammst alles weg / Mit dem Kopf durch die Wand / Diese Welt ist perfekt." Wie geil grooven die denn eigentlich? Casper erzählt von "Problemen, fürs Leben zu groß, zum Sterben zu klein", mit einer teilweise schon quälenden Eindringlichkeit und Bildgewalt und erfindet dabei eine völlig neuartige, explosive Sprache im deutschen Hip Hop. "Mal bist du der Jäger, mal bist du der Bär. Nur wenn du ein Bär sein musst, dann kämpf'", lehrt der Vater ihn bereits in seiner Kindheit. Das hat er sich wohl zu Herzen genommen, unser Casper. Obwohl 2008 bereits Caspers Solodebüt "Hin Zur Sonne" erschien, fühlt sich "XOXO" dennoch auch für Casper an wie ein Debüt. Denn erst jetzt hat er geschaffen, was er wirklich wollte: ein sämtliche Genregrenzen sprengendes Album. Musikalisch reicht die Spannweite von Indiepop, Emocore und Postrock über Drone Doom bis zum Hip Hop. Da die Musikindustrie es nun einmal liebt, Kunst in Schubladen zu quetschen, haben Casper und Co ebenfalls schon nach einer Beschreibung für das gesucht, was sie in ihren Reagenzgläsern im Labor Krabbe kreiert haben: "DoomHop" zum Beispiel. Oder "RapGaze". Einen adäquaten Namen dafür gibt es nicht. "Hip Hop plus x?", fragt die Juice. Wenn, dann steht das x für die Magie Caspers. Die lässt sich nicht in Worte fassen. Man sollte es gar nicht erst versuchen. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 1. September 2017 | Columbia - Eklat Tonträger

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Er sei noch nicht zufrieden mit den Songs, teilte Casper im Herbst 2016 mit, verschob den anvisierten Veröffentlichungstermin und ließ die Öffentlichkeit ein Jahr länger warten als ursprünglich geplant: eine ungewöhnliche, aber mutige Entscheidung. Deshalb überrascht es nicht, dass "Lang Lebe Der Tod" nun mit zehneinhalb bis ins kleinste Detail ausproduzierten Titeln aufwartet, von denen jeder einzelne Hit-Potenzial besitzt, von denen sich aber kein einziger mehr bedingungslos dem Genre Hip Hop unterwerfen möchte. Gitarrenlastig ist sie (wieder) geworden, die neue Platte von Benjamin Griffey. Und deshalb: Nein, "Lang Lebe Der Tod" ist kein zweites "Hin Zur Sonne", allerdings auch kein zweites "XOXO" oder "Hinterland". Das muss, soll und darf es aber auch gar nicht sein. Mit diesen drei Alben habe er ein Kapitel beendet, sagte der Deutsch-Amerikaner unlängst in einem Interview mit Autor Jan Wehn. Nun ist also der Weg frei für Neues, für das, was aus der Tiefe an die Oberfläche drängt. "Lang Lebe Der Tod" verleiht Caspers Innerstem Ausdruck, Texte und Melodie bilden seine Persönlichkeit ab. Es besticht mit Diversität, mit einer Melange verschiedenster Einflüsse, Wendungen und Widmungen. Casper ist ein Wandler zwischen den Genres. Dieses Album markiert seine (zumindest momentane) Abkehr von einer Szene, in der er nie wirklich gepasst hat und von der wohl auch nie so richtig ein Teil sein wollte. Er ist ein Wandler zwischen Ehrlichkeit und Verschlossenheit, zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre. Casper ist ein Wandler zwischen den Welten. Einigen werden lediglich elf Titel etwas dünn erscheinen, angesichts der langen Produktionszeit. Gerade dann, wenn sich unter diesen elf Titeln ein Song befindet, der schon seit mehr als einem Jahr veröffentlicht ist, und der Prolog zu "Sirenen" eine weitere Anspielstation blockiert. Einzig diese Tatsache schmälert den sonst durchweg positiven Eindruck tatsächlich ein wenig. Aber Highlights wie "Alles Ist Erleuchtet" oder das punkige "Wo Die Wilden Maden Graben" entschädigen für fast alles. "Das ist alle gegen alle / jeder mit jedem." Blixa Bargeld, Sizarr, Dagobert, Drangsal, Portugal. The Man und Ahzumjot: Die Liste der Features liest sich gleichsam spannend wie facettenreich. Keiner der erwähnten Künstler übernimmt bei seinem Stück die tragende Rolle. Treffende Ergänzungen hat sich der 34 Jahre alte Griffey gemeinsam mit Produzent Markus Ganter ins Studio geholt, umsichtig ausgewählt und genau auf die Stimmung angepasst. So geben sich die drei Erstgenannten jeweils im Refrain des Titelsongs die Ehre, Indie-Rocker Drangsal auf "Keine Angst" und Ahzumjot auf "Lass Sie Gehen", einer ehemaligen Portugal. The Man-Demo, die kurzerhand für "Lang Lebe Der Tod" zurechtgestutzt wurde. Caspers neues Album spielt im Jetzt, ist unbequem und offenbarend zugleich. Es zielt schonungslos auf den Nerv unserer Zeit, was sich besonders deutlich im pulsierenden "Morgellon" ausdrückt, dem vielleicht einzigen Titel der LP, der kein unikales Soundbild besitzt. Caspers neues Album ist außerdem sehr persönlich geworden ("Deborah", "Meine Kündigung"), insbesondere zum Ende hin, auch wenn das anfangs wohl gar nicht seine Intention gewesen ist. Vielmehr drängte ihn die reine Notwendigkeit, so scheint es, zu solchen Texten und ließ "Lang Lebe Der Tod" so werden, wie es ist. All das Gezeigte und Gehörte steckte schon immer in Casper. "Lang Lebe Der Tod" ist eine Momentaufnahme unserer Zeit, der Gesellschaft, der Politik, der Kultur. Aber auch eine Momentaufnahme seiner eigenen Persönlichkeit, die unverwechselbar hinter jedem Ton und zwischen jeder Zeile steckt. "Lang Lebe Der Tod" ist vielleicht nicht Caspers emotionalstes Album. Auch nicht das linientreuste. Aber es ist das ehrlichste. Genau darin liegt seine Daseinsberechtigung. "Meine Damen und Herren, wir bitten zum Sitz. Noch ein Gong, dann dimmt sich das Licht. Für den finalen großen Trick werde ich einfach so verschwinden, wie es scheint, in ein winziges Nichts." "Raunen im Raum. Applaus, überwältigend laut. Ihr werdet staunen, euch fragen: wohin? Wurd' schon in zwei Teile zersägt, den Wassertank überlebt, doch für den letzten Akt bitte ich um Stille." "Bin und war kein Held, den ihr braucht. Will untergehen in Wellen von Applaus. Überwältigend laut, oh, ja. Und wenn es so weit ist, dann hält mich nichts auf, macht mir kein Denkmal und stellt mich nicht auf. Will einfach endlich hier raus, oh ja." © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 12. Dezember 2011 | Four Music Productions

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. Juli 2012 | Four Music Productions

Es war absehbar, dass der Wahlberliner - ein Jahr nach dem Erfolgsalbum "XOXO" auf seinem vorläufigen Karrierehöhepunkt - keine mittelmäßige DVD nachschiebt. Mit dementsprechend hoher Ton- und Bildqualität gibt Caspers erste Liveproduktion das ausverkaufte Konzert in der Hamburger Grossen Freiheit 36 von Anfang März wieder. Manch ein Anhänger dürfte das erhabene "Die Welt Steht Still" von 2008 vermissen, doch ansonsten macht der Bielefelder bei der Songauswahl alles richtig. Das bis auf einen Track komplett gespielte 2011er-Album bejubelt das Hamburger Publikum schon ein paar Monate nach Release wie eine Best-Of voller Klassiker. Und auch die eingestreuten Erinnerungen an Caspers lange Vorgeschichte ("Casper Bumayé", "Unzerbrechlich", "Rock'n'Roll") kommen dank der mittlerweile tight eingespielten Band bestens zur Geltung. Einzig die etwas uninspirierte Auf-die-Fresse-Punk-Version von Selfmades "Chronik II"-Klassiker "Mittelfinger Hoch" überspannt den Bogen ein wenig. Entschädigung dafür liefern allen voran die emotionale "Auf Und Davon"-B-Seite "Kreis" sowie Gastauftritte von Marteria ("So Perfekt"), Thees Uhlmann ("XOXO") und Thomas Azier ("Lilablau"). Wertvollstes Feature der DVD ist allerdings die selbstkritische Dokumentation "Auf Und Davon". Gemeinsam mit zahlreichen, teils ehemaligen Weggefährten wie MontanaMax, Selfmade-Boss Elvir Omerbegovic und Manager Beat Gottwald lässt Casper seine von Fehlern und Glücksfällen geprägte Karriere Revue passieren. Diese runde Zusammenfassung seines holprigen Weges nach oben bietet nicht nur Hardcore-Fans, sondern eigentlich jedem Musikbusiness-Interessierten einen spannenden Einblick. Der Tourfilm "Der Druck Steigt" eignet sich indes eher für jene, die es ganz genau wissen wollen. Bühnenaufbau-Zeitraffer, Interviews und ungescriptete Backstage-Aufnahmen: Mit bewährten Mitteln portraitiert die halbstündige Doku die gesamte, mittlerweile zum professionellen Team herangewachsene Crew. Vom Merch-Verkäufer bis zum Tourmanager und Ex-Virginia Jetzt!-Sänger Nino Skrotzki kommt dabei jeder zu Wort. Und gerade Casper und seine Band stellen sich glaubwürdig als ein Haufen Kumpels dar, für die die ausverkauften Konzertreisen immer noch das denkbar aufregendste Abenteuer darstellen. Mit "Der Druck Steigt - Live & Dokumentiert" zieht Casper einen gelungenen Schlussstrich unter das beeindruckende Kapitel "XOXO". Und liefert darüber hinaus den endgültigen Beweis dafür, dass er sich damit nicht nur einen Hype, sondern auch seine ganz eigene Identität kreiert hat - als Wortkünstler wie auch als Liveact. © Laut
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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 29. Juli 2011 | Four Music Productions

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. Juni 2016 | Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. September 2020 | Zone Zero

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 13. September 2021 | Columbia - Eklat Tonträger

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 21. Februar 2014 | Four Music Productions

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Rock - Erschienen am 28. August 2019 | Cat Music

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 21. Juni 2017 | Columbia Local

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 23. August 2019 | M.U.S.I.C Ent

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 5. Mai 2020 | Casper

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Rock - Erschienen am 31. Mai 2017 | Casper

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 11. Februar 2014 | Zmuzik Records

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Reggae - Erschienen am 1. Januar 2006 | Unlimitedsounds Records

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. Juli 2019 | Fungacyde Productions

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 27. August 2020 | Jco Product

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Dance - Erschienen am 12. Juni 2021 | Casper & PornoPer